Was Männer und Frauen unterscheidet

Auch wenn Stephan Bauer gnadenlos überzeichnet: Irgendwie ist doch alles aus dem Leben gegriffen, was der Kabarettist in seinem Programm „Vor der Ehe wollt‘ ich ewig leben“ mitteilt. Meinen zumindest die Männer, denen er mit seinem Wehklagen über die dominierenden Frauen so richtig schön aus der Seele spricht. Von den Damen gibt’s in der Alten Druckerei Weinheim öfters mal ein – eher gespieltes – empörtes Gemurmel zu hören, wenn Bauer doch sehr in der Geschlechterklischee-Kalauerkiste wühlt.

Denn schließlich wissen Männlein wie Weiblein, was sie beim Auftritt des 50-Jährigen erwartet. Er ist bereits – wie manche seiner Gags – ein alter Hase im Metier des Zusammenlebens zwischen den Geschlechtern und kennt die Tricks und Kniffe alle, wie mann nach 20 Jahren die Ehe betrachtet und frau es mit ihm aushält. Bauer bringt das alles jenseits schon einmal gehörter Pointen lakonisch, spitzbübisch, durch die Hintertür, aber auch mal mit dem Dampfhammer so witzig rüber, dass sich die Gäste im vollen Saal vor Lachen biegen und aus diesem kaum noch herauskommen.

Der Comedian weiß, dass sich der Streit zwischen Mann und Frau immer um die gleichen Themen dreht. Sie redet zu viel und er ist unordentlich. Verstohlenes Männer-Nicken im dunklen Saal der Druckerei inklusive. Die Lösung: „Tauber Mann heiratet blinde Frau.“ Bauer mokiert sich darüber, dass die Anerkennung für die herausragenden Leistungen des Mannes fehlt, wenn er für Sekunden den Staubsauger geschwungen hat und seine bessere Hälfte doch noch hinterherwischt. Eine Art „Wischmobbing“. Jetzt nicken die Frauen.

Sowieso klingt vieles wie aus dem Leben gegriffen, wenn er auf der Bühne davon spricht, dass sie bei der Reinlichkeit einen „Kompetenzvorsprung“ hat. Geht er dann noch auf die vollständig von ihr ausgesuchte Wohnungseinrichtung mit allen Details ein, kennt das Gelächter angesichts der akribischen Beschreibung kein Ende mehr. Ein besonders lautes – oder verzweifeltes – Männer-Lachen ordnet Bauer bereits als Gründung einer Selbsthilfegruppe ein.

Wie überhaupt Stephan Bauer immer im direkten Kontakt mit dem Publikum steht. Er kennt eben seine Pappenheimer aus dem Effeff, horcht ab und an mal in die Runde, wenn ein Gag erst beim zweiten Gehirndurchgang zündet oder übt sich im Selbstschämen, wenn der Kalauer zu platt war und er das auch weiß. Der Comedian scheut sich dabei nicht, ausgedehnte Ausflüge unter die Gürtellinie zu unternehmen, was jedoch selbst beim älteren Publikum bestens ankommt.

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Bauer einen gewissen Schwiegersohn-Charme verstrahlt – einer, dem man eigentlich nicht böse sein kann, weil er seinen Unsinn mit einem gewinnenden Lächeln verzapft und dabei immer so nett aus der Wäsche schaut. Außerdem versteht es der Kabarettist, beide Geschlechter gleichmäßig entweder durch den Kakao zu ziehen oder wahlweise auch für ihre Raffinesse zu loben.

Männer bekommen etwa beim Thema Seitensprung von ihm eine schlechte Note ausgestellt. Sie sind einfach zu blöd, um ihn zu verheimlichen. Frauen stellten sich dabei sehr viel raffinierter an. Dass allerdings auf seine Frage in den Raum, wer schon einmal fremdgegangen ist, keine Hand nach oben geht, dürfte ihn nicht besonders verblüfft haben.

Fast schon philosophisch wird’s, wenn Stephan Bauer darüber sinniert, ob nicht dem Thema Sexualität heutzutage viel zu viel Bedeutung beigemessen wird. Um sich gleich selbst wieder einen Kinnhaken in punkto Ernsthaftigkeit zu versetzen, wenn er mit dem Kosten-Nutzen-Faktor ankommt. Oder zur Pornografie auf dem Handy schon bei Jugendlichen. Ein Unding, meint er. Um dann mit den Rückgriff auf früher die Poesie im Tagebuch zu verballhornen.

Bauer spricht durchaus ein paar ernste Elemente mit Zeigefinger an, versteht es jedoch, diese so geschickt in Nonsens zu verpacken, dass nicht ganz klar wird, ob sie nur Mittel zum nächsten Gag-Zweck sind oder er tatsächlich auf der „Früher war alles besser“-Schiene in den Sonnenuntergang mit Regenbogen reitet. Genau dahin, wohin 20-Jährige heute nicht mehr laufen wollen: „Bist du dumm, ist doch voll weit.“

Seine Schilderung der Paartherapie („als Mann erst einmal jammern“), der besserwisserischen Frau („wie bei Google, nach ein oder zwei Buchstaben kommt gleich der Verbesserungsvorschlag“) oder auch die Frage „Wenn ein Mann eine Meinung hat und keine Frau in der Nähe ist, hat er dann trotzdem recht?“ begeistern Zuschauern hüben wie drüben. Die lassen Bauer nur ungern ziehen.

Ein Glanzstück ist seine Beschreibung, wie der auf Drängen seiner Frau angeschaffte Mops in der Rangordnung über ihm steht – was zur selbstkritischen Schlussfolgerung führt, dass die Männer einfach „wahnsinnig schwach geworden sind“. Keine Spezies hat sich so degenerativ entwickelt, stellt er in den Raum. Fazit: „Männer sterben früher, weil sie es einfach wollen.“

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Eine bluesige Naturgewalt

Die Frau ist eine Naturgewalt. Wenn Shakura S’Aida tief Luft holt und dann ihren Blues ins Mikro hört, kann man sich ihrer Bühnenpräsenz nicht entziehen. Sie vermag es im Café Central Weinheim, ihre Stimme sehr schmeichelnd, ruhig einzusetzen, dann aber wieder loszuröhren, als gäbe es kein Morgen. Die Beyond Blue Connection zusammen mit dem Verein creActiv setzte mit diesem Konzert die Blues- und Jazz-Tradition in der Location fort.

Ob Blues, Rock, Soul oder sogar funkige Anklänge: Shakura S’Aida vermag es mit ihrer Band, allen Stücken ihren Stempel aufzudrücken. In Brooklyn geboren, aber in der Schweiz aufgewachsen, steht sie mit ihrem singenden Schwyzerdütsch gleich im Kontakt mit dem Publikum. Für die Fans eher älteren Semester im bestuhlten vorderen Teil des Saals ist es sicherlich praktisch, in ihrer Muttersprache empfangen zu werden.

Allerdings ist die ungewohnte Bestuhlung im Café Central trotzdem ein Hemmschuh, dass die fetzige Stimmung aufkommen könnte, wie sie ohne möglich wäre. Denn Shakura S’Aidas Musik geht in die Beine, verlangt nach Tanzen – was aber höchstens an den Seitenrändern oder im hinteren Bereich möglich ist. Die Sängerin lässt sich davon aber nicht beirren. Mit einer Engelsgeduld schafft sie es, das Publikum getrennt nach Männlein und Weiblein zum Mitsingen zu animieren.

„Are you doing alright?“ entfaltet erst in der deutschen Nachfrage „Also wirklich, geht’s euch gut oder nicht?“ die entsprechende Reaktion. Wie überhaupt Shakura S’Aida mit ihrem sympathischen Singsang und Mischmasch der Sprachen sofort einen Draht zu den Leuten hat. Begeisterter Applaus nach den Stücken, auch wenn die Zuhörer etwas träge beim Mitsingen sind, macht deutlich, dass ihre Adaption der Songs bestens ankommt.

Wenn die Bluesfrau mit marokkanischen Wurzeln, heute in Kanada lebend, vorn loslegt, kommt sie mit ihren kurzen Haaren und dem Glitzerfummel sowie der Power-Stimme wie eine Mischung von Grace Jones und Aretha Franklin rüber. Ihr eindringliches, rauchiges, tiefes Organ steht in bester Tradition von Gospel- und Soul-Größen, von denen die Künstlerin als Vorbilder Etta James, Billie Holiday und Nina Simone nennt.

Die „Queen of Rock and Soul“, wie es in einem fetzigen Stück zu hören ist, lässt auch ihren Mitmusikern genug Platz, sich mit ihrem Können auf vier und sechs Saiten sowie an den Schlagzeug-Stöcken auszuzeichnen. Sie nimmt sich gesanglich zurück, was aber lange nicht heißt, dass nicht mehr Shakura S’Aida im Mittelpunkt des Geschehens wäre, wenn sie die anderen anfeuert, über die Bühne wirbelt, mit ihren weitausholenden Gesten ständig in Bewegung ist.

Kein Wunder also, dass sie seit 2008 reihenweise Preise der Szene einheimste. Erst bei der International Blues Challenge, dann die Auszeichnung als beste Sängerin des Jahres mit dem Marple Blues Award 2011 in ihrer Wahlheimat Kanada und mit dem Independent Music Award als beste Bluesmusikerin des Jahres.

In ihren Anfangsjahren als Musikerin war sie die Frontfrau der 13-köpfigen Formation „Kaleefah“, bevor sie ihre Solo-Karriere startete. Shakura S’Aida arbeitete auch als Backgroundsängerin für Rita MacNeil und Patti Labelle sowie mit Jazz-Größen wie Jimmy Smith und Ruth Brown zusammen. Die Nominierung für zahlreiche Juno Awards belegt ihre eindrucksvolle musikalische Tätigkeit.

„Blueprint“, „Brown Sugar“ oder „Blues in G minor: 4 Woman“ lauten ihre bisherigen Produktionen, von denen an diesem Abend einiges zu hören ist. Auch vom Album „Time“ bringt sie ein paar Stücke, ebenso von dem in Arbeit befindlichen, noch unbetitelten. Mit dem wird es im ersten Set etwas ruhiger, was der Stimme der herrlich auf Schwyzerdütsch parlierenden Sängerin fast nicht gerecht wird – auch wenn sie dabei eine große Intensität ausstrahlt, dass man in den ruhigen Momenten eine Stecknadel fallenhören könnte. Bestes Beispiel: das eindringliche „More than you know“ von ihrer Ikone Billie Holliday. Das widmet Shakura S’Aida den Geburtstagskindern im Raum und schafft damit einen sehr emotionalen Moment.

Ihr Ding sind eher die powervollen Stücke, die sie vorantreibt, bei denen sie in ständiger Interaktion ist, sodass es klingt, als ob im Café Central ein großer Gospel-Gottesdienst abgehalten wird. Der Rhythmus geht ins Blut. „In mir ist alles, Rock, Blues, Soul“, sagt sie von sich. Um lachend hinzuzufügen: „Wie in einem Schweizer Praliné.“ Das wird mit viel Musik drumherum nach und nach ausgepackt.

„The Intersphere“ lassen das Café Central glühen

„The Intersphere“ ist so etwas wie die deutsche Progressive-Rock-Antwort auf all die bekannten Bands aus Skandinavien oder den USA. Während „Dream Theater“ bereits die ganz großen Hallen füllt, das neue Album von „Opeth“ in den höchsten Tönen gelobt wird, genießen die vier Mannheimer noch mehr oder weniger den Status eines Geheimtipps. Aber eines, der immer mehr von sich reden macht und immer größere Locations bespielt.

Ein eindrucksvoller Schritt nach vorn ist „The Grand Delusion“, mit dem die Band jetzt auch im Café Central Weinheim zu Gast war. Das Album erschien bereits Ende 2018, womit „The Intersphere“ jetzt quasi seit einem Jahr auf Tour ist. Vielleicht haben sich die vier damit auch ein wenig in der Region totgespielt, denn im Januar waren sie bereits in der Heidelberger Halle 02 zu Gast, im Mai dann mit dem Prog-Metal-Heroen „Coheed and Cambria“ in Karlsruhe.

Denn das dämpfige Café Central ist an diesem Abend nur wenig mehr als zur Hälfte gefüllt. Was aber für die Fans eher von den Vorteil ist, denn der Sound ist im vorderen Bereich sowieso immer besser als hinter der Zwischenwand. Allerdings ist die Luft weiter vorn dafür auch gnadenlos zum Schneiden, was sich an der schweißtropfenden Performance von Christoph Hessler, Thomas Zipner, Daniel Weber und Moritz Müller erkennen lässt.

Wo „The Grand Delusion“ und sein Vorgänger „Relations In The Unseen“ im Studio noch um einiges glatter wegkommen, erscheinen sie live viel roher, ungeschliffener. Aber trotzdem perfekt bis auf den Ton genau gespielt, jedoch mit viel mehr Power, mehr Körpereinsatz, zwischenzeitliches wildes Gehüpfe inklusive. Das stützt den Ruf der Mannheimer als Liveband, die schnell den Zutritt zu großen Festivals schafften. In diesem Jahr gab’s so etwas wie den Prog-Rock-Ritterschlag mit der Teilnahme am Midsummer Prog Festival in Falkenburg/Niederlande.

Trotz des treibenden Schlagzeugs und der fetzigen Basstöne bleiben die Stücke aber immer eingängig, oft ein wenig verspielt, dazu dynamisch und powervoll. Die tiefer gestimmten Gitarren sorgen manchmal für eher schwermütige Klänge, die aber in einer Form rausgerotzt werden, dass gar keine Melancholie aufkommen kann. Schaffen es zwischenzeitlich ein paar ruhige Klänge in ein Lied, so werden diese gleich wieder von einem Gitarrengewitter abgelöst.

Dass „The Intersphere“ früher nach Sänger und Gitarrist Christoph Hessler die „Hesslers“ hießen, hat einen ganz profanen Grund: Er dominiert eindeutig die Bühne, ist am besten ausgeleuchtet, während die Mitmusiker präzise wie ein Uhrwerk ihre Arbeit verrichten und den Songs Struktur verleihen. Die Bandmitglieder lernten sich an der Mannheimer Popakademie kennen und spielen bereits schon seit über zehn Jahren zusammen.

„Relations in the Unseen“ ist so ein typisches Prog-Rock-Stück mit gezupften Gitarren, um dann verzerrt loszulegen, als gäbe es kein Morgen. Das hymnische „Man on the Moon“ mit Keyboard-Einspielungen hat Hitcharakter wie auch „Secret Place“, dessen Refrain „You are“ ins Ohr geht. „Panic Waves“ präsentiert sich mit zarten Zwischentönen, während „I Have a Place for You on Google Earth“ eher episch mit sphärischen Gitarrenkängen daherkommt, unterbrochen von krachenden Drums, die die Hosenbeine erzittern lassen.

Überhaupt Schlagzeuger Moritz Müller: Der kommt, wenn mal ein paar Bühnenstrahler auf ihn fallen, in seinen weit ausladenden Bewegungen wie das Tier aus der Muppets-Show rüber. Seine diffizilen Beats sitzen perfekt. Daniel Weber am Bass ist schon längst nicht mehr der Ersatz für den ausgeschiedenen Sebastian Wagner, der jetzt bei „Kasalla“ aktiv ist. Beide sorgen für den packenden Groove der Truppe.

Weber und Gitarrist Thomas Zipner unterlegen außerdem mit ihren Backgroundvocals fast jeden Song, machen ihn damit etwas griffiger, eingängiger, als das nur mit Hesslers Organ möglich wäre. Nicht nur die Hitze im Café Central, auch der fette Sound erfordert Arbeit: Vor den beiden Gitarristen liegen etliche Pedale, um immer neue Facetten entstehen zu lassen.

Mit „Don’t Think Twice“ und „Mind over Matter“ hat die Band den richtigen Einstieg, um gleich viel Beifall einzuheimsen. Der wird im Laufe des Konzerts nicht weniger, auch wenn die Kommunikation der Musiker mit den Fans zu wünschen übrig lässt. Von der Bühne kommt außer den Songs – nichts. Die bloße Aneinanderreihung von Liedern hinterlässt deshalb unfreiwillig den Eindruck, als gehe da jemand etwas unlustig zu Werke. Ganz davon abgesehen, dass es musikalisch ein wenig zum Einheitsbrei wird, wenn ohne Pause Song auf Song folgt.

Chormann ist wahrlich kein Chorknabe

Die ersten Veranstaltungen der neuen Saison gleich ausverkauft: Besser kann’s für die Alte Druckerei eigentlich nicht starten, freut sich Veranstalter Franz Kain. Er hat seine feste Bank an Kabarettisten, auf die er dabei bauen kann. Einer davon: der Pfälzer Ramon Chormann, der nicht nur mit seinem Weihnachtsprogramm bald wieder zu Gast ist, sondern „Ferz mit Krigge“ als Wiederholung auch am 15. März zum Besten gibt.

Sein vorwiegend älteres Publikum wird es ihm danken. Das lachte sich im ausverkauften Saal über die „Gags“ des Fastnachters aus Kirchheimbolanden, der schon seit etlichen Jahren auch die Kleinkunstbühnen unsicher macht, scheckig. Humor wandelt sich im Laufe der Zeit, meinte Chormann, den man nicht so recht in die Sparte Kabarettist oder Comedian einordnen kann, ganz richtig. Und ist wie immer auch Geschmackssache.

Bei seinen Zuschauern drückte der 47-Jährige eindeutig die richtigen Knöpfe. Sein Lamento des „Früher war alles besser“ bis hin zu dem Thema, was die heutige Jugend alles gar nicht mehr wertschätzen kann, traf den Nerv. Wie auch seine mehr als akribischen Beobachtungen der Ereignisse in einer Autowaschanlage, denen er den Großteil des zweiten Sets in einer detaillierten Hingabe widmet, die dann doch ein paar Längen mit sich bringt.

Wenn es den Besuchern gefällt und die sich schon bei den geringsten Andeutungen vor Lachen krümmen, dazu noch herzhaft über sich selbst lachen und jedes Detail von Chormanns Mimik mit Beifall quittieren, dann hat der Mann auf der Bühne wohl alles richtig gemacht. Wenn man ihn allerdings etwas von außen betrachtet, dann haben seine Erzählungen nicht unbedingt das Zeug zum Klassiker und sind bis auf ein paar herzhafte Lacher doch recht einfach gestrickt.

Chormann mit seinem eher altbackenen schwarzen Anzug, weißem Hemd und leichtem Bauansatz hat bei seinen „Ferz mit Krigge“ etwas vom Leichenbestatter auf Abwegen. Seine näselnde Aussprache, sein Herumtrippeln auf der Bühne geben ihm ein Image des biederen Otto Normalverbrauchers, der zur Freude seiner Gäste der schönen neuen Welt eine Absage erteilt und sich in der Vergangenheit festbeißt, in der man noch mit viel weniger, aber trotzdem zufrieden war.

Das Plumpsklo der Oma feiert ein fröhliches Revival ebenso das Fehlen einer Zentralheizung – solange, bis das Gebiss im Wasserglas festfror, weil immer nur das Wohnzimmer mit dem Bollerofen beheizt wurde. Für sie war die Zentralheizung genauso Ferz mit Krigge, erzählt Chormann, wie es für den Vater die elektrischen Fensterheber im Auto waren – und für ihn der Tempomat, wie er facettenreich schildert und gleichzeitig die Entmündigung des Autofahrers beklagt.

„Noch bekloppter als E-Bikes“ sind für ihn die Liegefahrräder, macht Chormann klar. Um dann die möglichen Ferz mit Krigge der kommenden Generation anzuschneiden, die heute schon alles hat. Die Schulklasse, die eine Woche auf der Aida verbringt, ist natürlich ein treffendes Ziel für den Mann aus Kibola. Den moralischen Zeigefinger gibt’s dann mit Nachdruck bei der Betonung alter Werte wie Wahrheit, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit, gepaart mit der Forderung nach mehr Begeisterung, Lachen und Humor.

Später dann beklagt der eingefleischte Fastnachter, der auch zwei Theater betreibt, sein Los als Komiker. Denn der Job ist gar nicht so leicht, „wenn so viele Bekloppte rumlaufen“. Alle denken immer, er sei 24 Stunden am Tag witzig. „Dabei fragt man den Metzger auf der Straße auch nicht, ob er einen Ring Fleischwurst dabei hat“, bringt Chormann das Gegenbeispiel.

Heinz Erhardt oder Louis de Funès sind eindeutig seine Favoriten, wird deutlich. Erhardts Formulierkünste sind bis heute unübertroffen, und Funès‘ Zappeleien ein Muss für Klamauk-Fans. Klimbim, Pierre Richard, Jerry Lewis oder die Muppets-Show: Chormann holt die Lachgaranten früherer Jahrzehnte wieder aus der Versenkung. Das waren halt noch Zeiten. Stimmt: Die Genannten sind einfach zeitlos und heute leider nicht mehr so angesagt.

Zum großen Epos wird dann sein Exkurs in die Autowaschanlage an einem Samstagmorgen. Der Komiker überzeichnet gerne und exzessiv. Dazu noch die Interaktion mit einem Tisch an der Bühne und fertig ist ein Auftritt, bei dem für die Fans alles stimmt und bei dem sie eine begeisterte Zugabe herbeiklatschen.

Cain lebt im Muddy’s den Blues

Besser hätte das Timing nicht sein können. Exakt am 94. Geburtstag des leider vor vier Jahren verstorbenen B.B. King kam mit Chris Cain einer seiner größten musikalischen Bewunderer in den Muddy’s Club. Der zelebrierte eine ganz große Hommage an den unvergessenen „King of the Blues“, der mit seinem Gesang und Gitarrenspiel eine Fangemeinde auch weit außerhalb seiner Musiksparte erreichte.

Unvergessen ist das letzte Konzert der Blues-Größe in der Mannheimer SAP-Arena 2006. Gesundheitlich schon angeschlagen, faszinierte er 81-jährig immer noch mit seinem Gitarrenspiel. Die Beine machten nicht mehr so richtig mit, aber die Finger waren schnell wie eh und je. Die Verehrung für einen der größten Musiker seiner Zeit zeigte sich auch am Besuch im Muddy’s. Denn Chris Cain spielte dort zum ersten Mal – und somit war es nicht unbedingt zu erwarten, dass der Keller so voll sein würde.

Doch den 63-Jährigen nur auf B.B. King zu reduzieren, würde ihm Unrecht tun. Der Gitarrist und Sänger aus San José hat’s schon ganz allein drauf, durch sein Spiel und seinen Gesang die Menge zu begeistern. Er beherrscht sein Instrument mit allen Facetten, lässt es ganz leise fast nur zirpen, um dann im gleichen Song loszubrettern, dass den Gästen in der ersten Reihe die Hosenbeine flattern.

Die Affinität zu B.B. King war Cain quasi in die Wiege gelegt. Er hatte einen Blues-begeisterten Vater, der ihn bereits mit drei Jahren zu einem Konzert mitnahm. Zu Hause lief ständig die Musik von Größen der Blues- und Jazzszene. Mit acht Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Daneben lernte er auch Klavier, Bassgitarre, Klarinette und Saxofon.

Seit 1987 veröffentlichte der Kalifornier ein gutes Dutzend Alben. 2018 wurde Chris Cain für den Blues Music Award in der Kategorie „Gitarrist“ nominiert. Joe Bonamassa zählt ihn zu seinen liebsten und „kriminell unterbewertesten Blues-Spielern aller Zeiten“. Den Beweis liefert der so Gelobte ohne Probleme in Weinheim ab. Cain lebt und schwitzt den Blues mit allen Poren, arbeitet sich an ihm ab, tänzelt und trippelt über die Bühne, ist voll in seinen Soli drin, dass die Intensität an seinen Gesichtszügen erkennbar ist.

Seine Band mit Luca Giordano an der Rhythmus-Gitarre, Walter Cerasani (Bass), Jan Korinek (Keyboard) und Lorenzo Poliandri (Drums) bekommt ebenfalls breiten Raum, um ihre Künste zu zeigen. „Whole Lotta“ heißt der Opener, bei dem die Vier ohne Cain bereits schon einmal in einer Form losrocken, dass es Lust auf mehr macht. Die Profis halten dem Meister an den sechs Saiten den Rücken musikalisch frei, sodass der sich total austoben kann.

Apropos sechs Saiten: Plötzlich waren es bei „Sweet 16“ nur noch fünf, weil eine riss. Aber das fiel außer den Zuschauern in den ersten Reihen keinem auf. Denn Chris Cain spielte ohne Unterbrechung nahtlos weiter, kompensierte das Fehlen perfekt, ließ sich nichts anmerken. Er gönnte sich keine Pause bis zur Pause. Denn ein Ersatzinstrument hatte er nicht dabei.

Wie überhaupt die Fünf zeigten, dass sich mit wenig Equipment viel Musik machen lässt. Ein schmal gehaltenes Drumset, Gitarre, Bass, dazu noch das Keyboard mit einem fetten Hammondorgel-Sound: Fertig war die Zusammensetzung für einen vollen Klang. Das erste Stück als Instrumental-Anheizer im Rücken, hat Chris Cain leichtes Spiel. Mit Schlabber-Hemd über dem Bäuchlein, Stoffhose, Slippern und seinen grauen Haaren schlurft er auf die Bühne, um dann nahtlos loszulegen.

„Me and my Baby“ rotzt der 63-Jährige auf seiner Gibson runter, als gäbe es kein Morgen. Schnell gibt’s den ersten Zwischenapplaus. Von den leisen Tönen, bei denen man eine Stecknadel fallen hören könnte, bis zur jaulenden Gitarre mit einem ekstatischen Cain: Der Musiker beherrscht sie alle, die verschiedenen Spielarten des Blues. An seinen Grimassen lässt sich ablesen, wie vertieft er ist, während der Schweiß die Wangen herunter rollt.

Die eher stoische Rhythmus-Fraktion ordnet sich dem Spiel des Chefs auf der Bühne unter. Bis auf einen: Jan Korinek mit den vollen, schwingenden, schwebenden Hammond-Tönen bildet einen melodiösen musikalischen Kontrapunkt. Der Alt-Hippie setzt ein ums andere Mal eigene Akzente, hebt die Songs mit seinen Einlagen aus einem möglichen Einheits-Blues hervor. Die Interaktion zwischen Keyboard und Gitarre ist das Salz in der Suppe.

Ob „Why I sing the Blues“, „Guess Who“, „Drinkin‘ Tequila“ oder „Helpin‘ Hand“: Chris Cain sorgt mit seiner Band für einen fetzigen, vielleicht etwas kurzen Blues-Abend im Muddy’s, der eine würdige Hommage an den großen B.B. King bietet. Der Mann aus San José darf gern ein zweites Mal nach Weinheim kommen….        tom

Franz Kain lud sich unterhaltsame Gäste in den Schlosshof ein

Da ist der Lokalmatador in seinem Element. Wenn Franz Kain einlädt, ist natürlich auch ein saftiges Stück Franz Kain mit drin. Der Kabarettist kennt sie alle, die Woinemer Befindlichkeiten, und lässt sich trefflich „uff Woinemerisch“ drüber aus. Eingeladen hat er sich zum „Zehnjährigen“ als Solokünstler alte und junge Weggefährten zum Open-Air in den Schlosshof.

Eine sticht dabei besonders heraus und läuft dem Gastgeber fast den Rang ab: Anna Krämer, die als Sängerin begeistert und dabei noch Witz ohne Ende mitbringt. Aber sicher kein Problem für Kain: Denn er kennt die Vollblut-Entertainerin der „Schönen Mannheims“ ja schon lange. Markus König von den „Spitzklickern“ sowie Felicitas Hadzik und Kains Tochter Patricia als Duo „Zweisamkeit“ runden den gelungenen Abend ab.

Die Kugel Eis beim „Eishäusl“ für 1,10 Euro. „Ist auf die Waffel Pfand?“, fällt Kain da nur noch ein. Von Tempo 10 auf der Mannheimer Straße ist es nur ein kleiner Sprung zu den ewigen Autobahnbaustellen, bei denen nie ein Bauarbeiter anzutreffen ist. Der Kabarettist lässt sich wort- und gestenreich über die „Orte der Ruhe und des Friedens“ aus, menschenleer, das „Stonehenge des Straßenbaus“ mit den weiß-roten Pylonen.

Mit den Kaulquappen im Schlossparkteich hat Kain ein lohnendes Ziel seines Spotts gefunden, das mit viel Applaus honoriert wird. Schon wieder kann die Bühne dort nicht gestellt werden – letztes Jahr waren die Enten schuld. Seine Erstbesteigung des Boxspringbetts und der gequälte Müsliriegel-Ruf von Seitenbacher sind ebenfalls mitten aus dem Leben gegriffen.

Kontrastprogramm dann mit Felicitas Hadzik und Patricia Kain. „Waterloo“ aus dem Abba-Musical, das beeindruckende Duett „A million Dreams“ und „One Night only“ als Grund, „weshalb wir uns extra in die Paletten geschmissen haben“. Die beiden verstehen die Gäste im sehr gut gefüllten Schlosshof zu begeistern. „Der Papa hatte keine andere Wahl als uns auftreten zu lassen“, scherzt Patricia. Aber bestimmt nicht nur, weil sie seine Tochter ist… Das zeigen sie auch noch einmal in der zweiten Hälfte.

Markus König, grinst der Angesprochene, kennt er länger als seine Tochter. „Mit dem trete ich schon 36 Jahre auf“ – davon 27 mit den „Spitzklickern“. Beide schreiben auch gemeinsame die Szenen – das merkt man. Kain-König harmonieren wie ein altes Ehepaar und spielen sich wortreich gegenseitig die Bälle zu.

Ihr Sketch rund um die Fußballer-Väter, die sich einen Showdown neben dem Spielfeld liefern und dabei die Kids aufstacheln, dem jeweils anderen eine „Blutgrätsche“ zu verpassen, ist klasse. Immer mehr steigern sich die Comedians hinein, um sich dann selbst an die Gurgel zu gehen – wie aus dem richtigen Leben, woher die Idee natürlich auch stammt.

Auf die Spitze treiben es die beiden später als Kampfhundehalter von Drago und Milo. Das ist so derb, so herrlich, wie sich Kain und König über die Intoleranz der Nichthundehalter aufregen, aber gleichzeitig ihre Vierbeiner noch so richtig aufhetzen, am Jogger zu knabbern, dass einem fast das Lachen im Hals stecken bleibt. Die Rolle traut man Markus König, der sich vorher noch filigran auf dem Piano über die mitmenschlichen Klischees beklagt, gar nicht zu.

Zu didaktischer Hochform läuft der Spitzklicker daneben auf, wenn er falsche Wortbilder karikiert. Ob es ein Schlag mit Bronchial-Gewalt ist, Verkehrsschilder retouchiert werden, dem Kerl eine Lotion erteilt wird oder der Pflichtverteidiger eine Konifere ist: Wie er da auf dem Stuhl vor sich hinsinniert, hat das viel von einem Rolf Miller, der ebenfalls die Macht des (unausgesprochen) Wortes par excellence beherrscht.

Und dann kommt sie: Anna Krämer. Die „Crème de la Krämer“ hat es in sich. Das Publikum kann gar nicht anders, es ist mitten im Geschehen. Anna Krämer schreitet durch die Reihen, improvisiert, singt, bezirzt die Leute. Sie sprüht förmlich vor Lebenslust, ihre große Präsenz als Entertainerin ist im ganzen Schlosshof spürbar.

Einen drauf setzt sie noch mit dem „Baby don’t care“. Nicht nur die Stimme ist klasse, voluminös, wandlungsfähig, melodisch, Krämer schafft es zwischen den Songfragmenten in einer Riesenshow die Besucher mit deren angeblichen Gedanken einzubinden und später dann auf der Bühne das gleiche in umgekehrte Richtung zu variieren. Dann noch eine Hommage an Edith Piaf und Udo Jürgens: Das macht jetzt schon Lust auf ihren Soloauftritt in der Alten Druckerei am 8. November.

Beim Trio 3D wird das gespielt, was Spaß macht

Trio 3D, das ist nicht Musik aus Raum und Zeit zum Anfassen, sondern dahinter verbergen sich die drei Dörsam-Brüder, jeder auf dem eigenen Instrument Meister seines Fachs. Seit 15 Jahren knapsen sie sich aus ihren jeweiligen prall gefüllten Terminkalendern Zeit ab, um gemeinsam genau die Musik zu machen, worauf sie Lust haben – und die sich jenseits der gängigen Klischees bewegt. Wie jetzt an einem herrlichen Frühsommerabend im Schlosshof, wozu fast 200 Zuschauer gekommen sind.

Wären die drei keine Musiker, so hätten sie bestimmt auch im Comedy-Fach reüssieren können. Denn die kleinen liebevollen Spitzen gegen die zwei anderen Brüder, kombiniert mit einer gewissen Selbstironie und den spielerischen Intermezzi auf den Instrumenten zeigen die Freude an der komischen Sache, die von ihnen so gar nicht ernst genommen wird. Es wird das gespielt, was Spaß macht, was den dreien gefällt, egal ob es auch dem Publikum gefällt.

Natürlich wissen die Gäste aber, was sie an den Künsten von Adax Dörsam, Matthias Dörsam und Franz-Jürgen Dörsam an den jeweiligen Saiten oder auf den Blech- und Holzblasinstrumenten haben. Sicherlich am meisten in Erscheinung tritt der Senior der Truppe, Adax, der schon vielen Künstlern aus der Region seine Fertigkeiten auf allen, was zupfbar ist, lieh. Akustische und elektrische Gitarre oder Harfencister: Keine Stahlsaite ist vor ihm sicher.

Die beiden anderen Dörsams, ebenfalls professionelle Musiker, haben zwar ihre eigenen, etwas unbekannteren Nischen, zeigen aber dem vorlauten Erstgeborenen, dass er sich nicht alles erlauben darf. Matthias Dörsam ist der Meister für Klarinette und Saxophon. Beiden entlockt er die prägnanten, oftmals dominierenden Töne, die es locker mit der Gitarre aufnehmen können. Mit der Studiobühne in Fürth hat er noch dazu seinen eigenen Veranstaltungsort.

Und schließlich Franz-Jürgen Dörsam, körperlich der größte, aber der letztgeborene, wodurch er natürlich dem Spott der älteren ausgesetzt ist. Auf seinem Fagott schafft er es, dass die Besucher seinen schnellen Fingern kaum folgen können. Viele Orchester wissen seine Künste zu schätzen, an der Musikhochschule in Lissabon unterrichtet er auch sein Instrument.

Schon der Einmarsch ist eine Show. Die drei ziehen erst einmal ausgiebig über den Schlosshof, ehe sie dann auf der Bühne Platz nehmen, um zu spielen und sich zu kabbeln. Die klassischen Komponisten stehen im Vordergrund. Ab und zu darf auch mal Adax die Rockgitarre auspacken, auch wenn es nicht gerade ein Stück dafür ist. Wie etwa Chatschaturjans furioser Säbeltanz in einer so bestimmt noch nicht gehörten Version.

Doch es wurde nicht nur gecovert. Das Dörsam-Trio komponiert auch selbst. Wie es sich für drei Musiker gehört, gibt es bereits drei Studioaufnahmen plus eine Weihnachts-CD. „Threesome“ heißt die aktuelle Scheibe, die augenzwinkernd penetrant beworben wurde und aus der auch verschiedene Songs zu hören waren. Etwa „Luna lacht“, ein getragenes, ruhiges Stück nach einem flotten Beginn des Konzerts. Oder Franz-Jürgens „Gallop“, der die Instrumente flott vor sich hin galoppieren sah.

So hat man den norwegischen Komponisten Edvard Grieg bestimmt noch nicht gehört. Am bekanntesten ist von ihm die Peer-Gynt-Suite, aber die war nur ein Teil des Ganzen. In einem fünfminütigen musikalischen Parforceritt wird mit vielen Anklängen und Zitaten sein komplettes Werk in nur einem einzigen Song zusammengefasst. Kein Wunder, dass hier wie auch später das interessierte Publikum begeisterten Applaus zollte.

Wenn bei manch gestandenen Männern die Modelleisenbahn das Kind zum Vorschein kommen lässt, so ist bei Dörsam-Trio die gegenseitige Lust, sich überbieten, den letzten Ton haben zu wollen, bei der sie wieder ganz die Jungs von früher werden, die in der Großfamilie zusammen mit zwei Schwestern immer in Action waren. Bei all dem Unsinn auf der Bühne vergessen die drei nie, der zu danken, die sich immer unterstützte: Mutter Adelheid.

Sabrina Keller macht mit ihrem Gesang bei Mozarts „Laudate dominum“ aus dem Trio ein Quartett, der Rimbacher Rainer Hebenstreit an der Triangel darf Adax‘ wilde Solo-Melange aus Alpenliedgut, Led Zeppelin, nordafrikanischen Melodien und Mozart beschließen. Die auf Anregung der Mutter geschriebenen Weihnachtslieder strotzen nur so vor subversivem Inhalt, wenn plötzlich ganz andere Versatzstücke zu hören sind.

Die musikalische Melange, der Crossover aus Klassik, Klezmer, Klamauk und Kalauern kommt an. Dazu noch die Ourewäller Buwe, die in der langen Pause gerne palavern: ein Heimspiel par excellence in einer klasse Atmosphäre.