Türkspor Wald-Michelbach verstärkt die sowieso schon starke Offensive

Tamer Keskin, Tolga Palantekin, Assad Jamac oder Yalcin Basaran: Das waren in der vergangenen Saison bereits vier Namen, die für 60 Tore des Aufsteigers standen. In der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B wuchert das Team aus Wald-Michelbach nun mit zwei weiteren hochkarätigen Stürmern: Arben Cermjani traf bisher bei Mitaufsteiger ISC Fürth häufig den gegnerischen Kasten, Okan Bekyigit war bei der SG Unter-Abtsteinach maßgeblich an der Torausbeute beteiligt.

„Tempo- und Offensivfußball“ nennt Spielausschussvorsitzender vor dem Hintergrund dieses schlagkräftigen Angriffs auch eine Zielrichtung von Türkspor. „Vorn viele Tore schießen, hinten wenig reinkriegen“, flachst er mit Blick auf das bekannte Defizit der Mannen aus Wald-Michelbach: Die Defensive ist immer noch eine Schwachstelle. Doch das Defizit ist nach den beiden Vorbereitungsspielen gegen Turanspor Mannheim und FSV Rimbach genau erkannt. Beide wurden gewonnen, aber hinten schlug die Kugel zu oft ein.

Der neue alte Trainer Tufan Sönmez wird deshalb sein Hauptaugenmerk darauf legen, diese Schwachstelle auszumerzen. Dies geschieht laut Mamaci in Verbindung mit der Integration jüngerer Spieler in die Abwehrreihe. „Die werden bisschen ins kalte Wasser geworfen und mit eingebaut“, sagt er. Bange machen gilt aber nicht: „Die Jungs müssen mit den Routiniers Erfahrung sammelt“, macht Mamaci eine Ansage.

Nach vorn steht die Türkspor-Offensive für etliche Tore: „Kicken können die Jungs schon“, scherzt der Spielausschussvorsitzende über die geballte Stürmerschar. „Wir sind da sehr gut besetzt.“ Der neue Trainer kommt gut an, die Beteiligung ist trotz der Urlaubszeit in Ordnung. „Hart und diszipliniert“ sind die Einheiten – wie man Sönmez eben kennt.

Da noch Ferien sind, kann Mamaci keine großen Aussagen über die Fitness treffen. Dazu sind noch zu viele Cracks in Urlaub. Auf jeden Fall weiß Türkspor-Mann aber eines: Der Rundenauftakt Anfang August wird ein Knaller. Da gibt’s ein 100-prozentiges Derby gegen den FC Odin Schönmattenwag, mit dem man sich auf dem Sportplatz in Unter-Schönmattenwag in der Saison das Heimrecht teilt.

„Wir sind wieder mit dem Ziel Aufstieg in die Runde gegangen“, betont Oktay Mamaci rückblickend. In den beiden Vorjahren hatte sich der Bergsträßer Fußball-C-Ligist dieses auch gesetzt, blieb dann aber in der Endabrechnung jeweils auf Platz 3 hängen. Dieses Mal lief es besser: Man rückte Tabellenführer ISC Fürth gefährlich nah auf die Pelle, musste sich am Schluss zwar mit der Silbermedaille begnügen, stieg aber trotzdem direkt in die B-Klasse auf.

Der Start in die Saison 17/18 war holprig. Unter dem neuen Trainer Sahin Aktan gab es im ersten Spiel eine hohe Klatsche gegen den ISC Fürth. Was gleichzeitig für den Coach das sofortige Aus bedeutete. Es übernahm Fentci, der das Team schon 2014 zur Meisterschaft in der D-Klasse geführt und mit ihm den Aufstieg geschafft hatte. Zwischenzeitlich gab es zwar noch einmal den einen oder anderen kleinen Durchhänger, doch gerade zum Ende der Runde hin bewies das Team eine große Konstanz. Mit dem Aufstieg hörte aber auch der Erfolgstrainer wieder auf.

Die neue alte Aufgabe reizt Sönmez wieder: „Er sieht die Qualität gerade der jungen Spieler, will sie rauskitzeln und zu optimaler Leistung führen“, sagt Mamaci. „Er kann die Jungs gut motivieren.“ Damit ist er Coach genau der richtige für das Ziel, die Mannschaft zu verjüngen. Tufan Sönmez ist ein Trainer mit großer Erfahrung. Er war früher als Spieler bei Türkspor und Eintracht Wald-Michelbach aktiv, trainierte auch die Eintracht-Jugend und zwischendurch Türkspor Beerfelden. Der Trainer mit A-Lizenz „ist mit seiner Routine optimal, um die Jungs zu führen“, freut sich Mamaci.

Für die neue Runde ist es erklärtes Ziel, ein paar junge Wilde zu integrieren. Denn das bisherige Durchschnittsalter des Teams ist etwas hoch. „Sonst hätten wir längerfristig keine Chance gegen junge, hungrige Mannschaften“, meint er. „Wir müssen eine gute Mischung finden.“ Es gibt die eine besondere Baustelle: „Dem Team hapert es am Läuferischen, an Kraft und Ausdauer“, weiß Mamaci. Spielerisch haben es die Türkspor-Mannen allemal drauf.

Das erklärte Ziel der Elf ist es, „in der B-Klasse guten Fußball zu spielen“. Da mit (unter anderem) Affolterbach, Weiher, Trösel, Birkenau, Fürth, Schönmattenwag und Mörlenbach viele Teams aus Überwald und Weschnitztal dabei sind, freut sich Mamaci über viele Derbys. Ganz praktisch  dabei: Die Türkspor-Elf muss nicht mehr so oft die weite Reise an die Bergstraße antreten.

Türkspor Wald-Michelbach

Abgang: Dennis Proyer (SG Wald-Michelbach)

Zugänge: Arben Cermjani (ISC Fürth), Okan Bekyigit (SG Unter-Abtsteinach) , Sahad Adam (SG Wald-Michelbach), Ayhan Aran (TSV Aschbach), Tura Baris (JFV Wald-Michelbach), Oktay Karatas (Eintracht Wald-Michelbach), Jose Martin Dermenci (TSV Weiher), Tarik Sönmez (Sportfreunde Siepen)

Kader: Sinan Tuna, Levent Salimov, Koray Tunca, Yasar Yilmaz, Kemal Keskin, Assad Jamac,  Tamer Keskin, Tolga Palantekin, Yasin Tekin, Tayfun Büyükodabasi, Necati Bekyigit, Savas Keskin,  Tugay Altinbay, Cengizhan Baris, Semih Isik, Oguzhan Gökdemir, Sedat Baris, Tuna Hakan, Milen Mihaylov, Semih Berkan Mamaci, Arben Cermjani, Okan Bekyigit, Sahad Adam, Ayhan Aran, Tura Baris, Oktay Karatas, Jose Martin Dermenci, Tarik Sönmez

Trainer: ab dieser Saison wieder im Amt Tufan Sönmez (zuvor bereits bis 2004 sowie 2014 bis 2016)

Ziel: Sich in der B-Liga etablieren und guten Fußball spielen

Favorit: SV Kirschhausen

 

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Alter Bekannter wird neuer Trainer bei Türkspor Wald-Michelbach

Im dritten Anlauf hat es geklappt. „Wir sind wieder mit dem Ziel Aufstieg in die Runde gegangen“, betont Türkspor-Spielausschussvorsitzender Oktay Mamaci. In den beiden Vorjahren hatte sich der Bergsträßer Fußball-C-Ligist dieses auch gesetzt, blieb dann aber in der Endabrechnung jeweils auf Platz 3 hängen. Dieses Mal lief es besser: Die Mannen von Mesut Fentci rückten Tabellenführer ISC Fürth gefährlich nah auf die Pelle, mussten sich am Schluss zwar mit der Silbermedaille begnügen, stiegen aber trotzdem direkt in die B-Klasse auf. Dort wird sie ein alter Bekannter trainieren: Tufan Sönmez übernimmt den Trainerstab von Fentci.

Hauptsache es hat geklappt, meint Mamaci. „Wir wurden vom Aufstieg kalt erwischt“, lacht er. Erst auf der Heimfahrt nach der 4:3-Niederlage in Zwingenberg realisierten die Türkspor-Mannen, dass sie nicht in die Relegation müssen. In Wald-Michelbach angekommen, war die Elf dann so richtig  in Feierlaune. Mit einem kleinen Autokorso wurde der direkte Aufstieg gefeiert, in den zwei Stammkneipen ging es dann abends noch weiter.

Der Start in die Saison war holprig. Unter dem neuen Trainer Sahin Aktan gab es im ersten Spiel eine hohe Klatsche gegen den ISC Fürth. Was gleichzeitig für den Coach das sofortige Aus bedeutete. Es übernahm Fentci, der das Team schon 2014 zur Meisterschaft in der D-Klasse geführte und mit ihm den Aufstieg geschafft hatte. „Als ehemaliger Spieler kennt er unsere Leute und den Verein bestens“, hat dieser den besten Türkspor-Einblick.

Zwar tat sich die Mannschaft auch unter Fentci erst noch ein bisschen schwer, doch je länger die Saison lief, desto besser kam sie ins Spiel. Im Laufe der Hinrunde fand man wieder zu früherer Stärke zurück, was auch mit einer konstanten Aufstellung und der Rückkehr von der Vierer- zur Dreier-Kette zu tun hatte. Die Spieler hatten ihre festen Positionen und dazu gab es keine größeren Ausfälle.

Zwischenzeitlich gab es zwar noch einmal den einen oder anderen kleinen Durchhänger, doch gerade zum Ende der Runde hin bewies das Team eine große Konstanz. Durch die fortwährenden Siege von Türkspor wurde es für den ISC Fürth immer enger, der ein paar Punkte kurz vor dem Ende unnötigerweise liegen ließ.

Jedoch ist die Fentci-Zeit schon wieder vorbei: Der Erfolgstrainer wollte nicht in der höheren Klasse weitermachen. „Alle Überredungsversuche sind gescheitert“, bedauert Mamaci. Denn mit seinem Alter, seiner Ausstrahlung und seiner „Härte“ war er eine Respektsperson. „Das war wirklich Gold wert, was er für den Verein erreicht hat“, hebt der Spielausschussvorsitzende das segensreiche Wirken von Fentci hervor.

Mit dem neuen Trainer „wird es eine Welle der Euphorie geben“, ist er sich sicher. Denn Sönmez coachte das Team bereits zwei Mal: 2004 schaffte er den Aufstieg in die B-Klasse. Dann war er noch einmal zwischen September 2014 und Januar 2016 im Amt. Seitdem trat der 52-Jährige fußballerisch  etwas kürzer und trainierte nur noch eine Fußball-AG an der Schule in seinem Wohnort Rimbach.

Die neue alte Aufgabe reizte ihn wieder: „Er sieht die Qualität gerade der jungen Spieler, will sie rauskitzeln und zu optimaler Leistung führen“, sagt Mamaci. „Er kann die Jungs gut motivieren.“ Damit ist Sönmez genau der richtige für das Ziel, die Mannschaft zu verjüngen. „Nachdem Mesut gesagt hat, dass er nicht mehr weitermacht, haben wir nach Alternativen geschaut“, erläutert er. Letztlich entschied sich der Vorstand mit großer Mehrheit, weil dieser die Sprache kann und „ein Gefühl für die Mentalität hat“.

Tufan Sönmez ist ein Coach mit großer Erfahrung. Er war früher als Spieler bei Türkspor und Eintracht Wald-Michelbach aktiv, trainierte auch die Eintracht-Jugend und zwischendurch Türkspor Beerfelden. Der Trainer mit A-Lizenz „ist mit seiner Routine optimal, um die Jungs zu führen“, freut sich Mamaci.

Die Runde verlief laut Mamaci etwas ruhiger als die vorhergehende. „In Hüttenfeld war’s bisschen heiß“,  sagt er. Die Schwanheimer verließen in der 70. Minute den Platz, was aber mit der Schiri-Leistung zu tun hatte. Manchmal gab’s  auch untereinander ein bisschen Zoff, aber nach dem Spiel hatten sich die Streithähne wieder beruhigt. Die wechselhafte Trainingsbeteiligung stößt ihm aber sauer auf.

Für die neue Runde ist es erklärtes Ziel, ein paar junge Wilde zu integrieren. Denn das bisherige Durchschnittsalter des Teams ist etwas hoch. „Sonst hätten wir längerfristig keine Chance gegen junge, hungrige Mannschaften“, meint er. „Wir müssen eine gute Mischung finden.“ Die Vorbereitung auf die neue Runde muss konzentriert laufen. Denn es gibt eine besondere Baustelle: „Dem Team hapert es am Läuferischen, an Kraft und Ausdauer“, weiß Mamaci. Spielerisch haben es die Türkspor-Mannen allemal drauf.

Das erklärte Ziel der Elf ist es, „in der B-Klasse guten Fußball zu spielen“. Da mit Affolterbach, Weiher, Trösel, Birkenau, Fürth, Schönmattenwag und Mörlenbach viele Teams aus Überwald und Weschnitztal  dabei sind, freut sich Mamaci über viele Derbys. Ganz praktisch  dabei: Die Türkspor-Elf muss nicht mehr so oft die weite Reise an die Bergstraße antreten.

 

Sinan Tuna, Torwart, 30, Produktionsmitarbeiter: Hat so einige Punkte gerettet durch glänzende Reaktionen auf der Linie, gute Reflexe

Levent Salimov, Torwart, 30, Angestellter: Ganz stark auf Linie und 1 gegen 1, gute Abschläge

Sahin Aktan, Torwart, 42, selbstständig: Großer Bruder im Team, genießt viel Respekt, ist immer da wenn‘s klemmt – im Tor und auf dem Feld

Koray Tunca, rechter Verteidiger, 31, Straßen- und Verkehrstechniker: Sunnyboy des Teams, stark in der Abwehr mit Ruhe und Übersicht, zurecht Kapitän

Yasar Yilmaz, Libero, 33, Einzelhandelskaufmann: Urgestein der Abwehr, hat überall einen Fuß drin, so dass der Ball hängen bleibt. Leider ein bisschen trainingsfaul

Dennis Proyer, linker Verteidiger, 26, Möbel-/Küchenmonteur: Eine Lauf- und Kampfmaschine, gegen den Linksfuß in der Abwehr taten sich einige Gegner schwer

Kemal Keskin, defensives Mittelfeld, 26, Produktionsmitarbeiter: Meister für Fernschüsse – wenn der Ball Richtung Tor geht, ist er drin. Läuferisch hapert es.

Assad Jamac, linkes Mittelfeld, 27, Produktionsmitarbeiter: laufstark, macht die linke Seite unsicher und läuft dort hoch runter

Tamer Keskin, Stürmer, 33, selbstständig: Immer noch Weltklasse, treffsicher, der Ball klebt an ihm

Tolga Palantekin, zentrales Mittelfeld, 32, Produktionsmitarbeiter: Ganz starke Übersicht, Pass kommt millimetergenau an, überragender Linksfuß, technisch grandios

Yasin Tekin, Mittelfeld, 22, Schüler: läuferisch stark, muss noch Spielpraxis sammeln

Tayfun Büyükodabasi, Mittelfeld, 21, Schüler: der Muskelmann, blitzschnell, Kämpfer, manchmal zu hektisch

Necati Bekyigit, Stürmer, 20, Elektroniker für Nutzfahrzeuge: Joker des Teams, bei Kurzeinsätzen einige Treffer erzielt, muss Praxis sammeln

Savas Keskin, Sturm/rechtes Mittelfeld, 31, Maschinenführer: sehr flink und unangenehm als Gegner, guter Schuss, manchmal nicht abgeklärt genug

Tugay Altinbay, Mittelfeld, 25, Elektroniker für Betriebstechnik: nach langer Fußballpause im Winter dazugekommen, muss viel Praxis sammeln

Cengizhan Baris, Libero/defensives Mittelfeld, 33, Produktionsmitarbeiter: räumt alles ab vor der Abwehr, laufstark, guter Linksfuß

Semih Isik, rechter Verteidiger, 21, Bürokaufmann: laufstark, Kämpfer, manchmal orientierungslos, mit etwas mehr Praxis kann man auf ihn zählen

Oguzhan Gökdemir, Verteidiger, 19, Einzelhandelskaufmann: berufsbedingt wenig Training, dadurch kaum Einsätze, dennoch immer dabei, sorgt für gute Musik

Sedat Baris, defensiver Mittelfeld, 27, Kraftfahrer: Kämpfer, der nie aufgibt, ist mit Herz und Seele beim Verein dabei, Schatzmeister der Mannschaftskasse

Yalcin Basaran, Stürmer, 33, Produktionsmitarbeiter: erfahrener Stürmer, war schon höherklassig, abgeklärt vorm Tor, aber trainingsfaul

Hakan Tuna, defensives Mittelfeld, 33, Angestellter: vom Stürmer zum Sechser gewandelt, enorme Kampfbereitschaft, gibt nie auf, sehr erfahren

Milen Mihaylov, rechts Mittelfeld, 27, Produktionsmitarbeiter: hört man gar nicht auf dem Platz, sehr schnell und spritzig

Türkspor Wald-Michelbach hat in der Fußball-C-Liga weiter das gesetzte Saisonspiel vor Augen

Dieses Mal klappte es mit dem vor der Saison selbst gesetzten Ziel. „Wir wollen oben mitspielen“, hatte Türkspor-Spielausschussvorsitzender Oktay Mamaci vergangenen Sommer formuliert. Das tat die Elf aus dem Überwald in der aktuellen Saison der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C tatsächlich. In der Winterpause belegt das Team von Trainer Fentci den zweiten Tabellenplatz. Vier Punkte Abstand sind es zum Ligaprimus ISC Fürth. Mamaci geht davon aus, dass beide Mannschaften Meisterschaft und Aufstieg unter sich ausmachen werden.

Die Lage sah in der Hinrunde 2016/17 anders aus. Damals legte Türkspor einen klassischen Fehlstart hin und war den kompletten Rest der Saison damit beschäftigt, den verlorenen Punkten hinterher zu laufen. Vergeblich. Denn am Schluss reichte es nicht mehr, die „Mission Aufstieg“ zu einem glücklichen Ende zu bringen. Platz 3 hieß das Endergebnis, weit hinter den beiden Erstplatzierten.

Aus den Fehlern der Vergangenheit lernte man: Nachdem es in dieser Runde durch die Klatsche im ersten Spiel schon wieder nach einem Fehlstart aussah, zog der Verein ganz schnell die Notbremse und trennte sich vom gerade erst engagierten Trainer Aydin Aktan. Der stand dem Team aber weiterhin als Aushilfstorwart zur Verfügung. „Das war sehr fair von ihm“, dankt Mamaci dem Ex-Coach.

Mit dem neuen Trainer Mesut Fentci lief die Hinrunde für die Türkspor-Mannen ziemlich gut. Trotz engem Kader schaffte es die Elf – wie kurz vor der Winterpause gegen Riedrode -, aus engen Partien drei Punkte zu holen. „Ich habe Respekt vor dem Team, dass es noch einiges rausgerissen hat“, sagt Mamaci. Manchmal hat eine erfolgreiche Mannschaft eben auch das Glück des Tüchtigen, das sich vielleicht nicht einstellen würde, wenn man weiter unten in der Tabelle rangiert.

Die beiden Begegnungen gegen den Tabellenführer gingen für Türkspor verloren. Das waren für Mamaci aber nicht die Schlüsselspiele der bisherigen Saison. „Mich ärgert es sehr, dass wir in Hüttenfeld verloren haben. Das war unnötig“, meint er. Denn es fehlen damit nicht nur die drei Punkte nach oben hin, sondern auch im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten aus dem Ried, der nur zwei Zähler hinter den Überwäldern auf Platz drei rangiert. Auch das 3:3 in Gronau war laut dem Spielausschusssitzenden vermeidbar.

Zuhause ist Türkspor aber eine Macht. Außer gegen den ISC gab es keine Niederlage. Mamaci ist jedoch bewusst, „dass bis zum Ende der Runde noch viele Siege zu holen sind“. Nach bisherigen Stand kann der Verein dabei auf die bewährten Kräfte bauen. Abgänge wird es keine geben, lediglich ein Neuzugang ist noch im Gespräch. Coach Fentci wird bis Ende der Saison an der Seitenlinie stehen. Wie es personell in der kommenden Runde weitergeht, wird sich Mamaci zufolge auf der Vereinsversammlung im April/Mai entscheiden. „Wir planen meistens eher kurzfristig“, schmunzelt er.

„Mach vorn stimmt es meistens“, ist er vom Offensivspiel seines Teams überzeugt. Das liegt an den technisch guten Akteuren, die oft Erfahrung aus höheren Klassen mitbringen. Allerdings „sind wir läuferisch ein bisschen schwach“. Seiner Beobachtung nach liegt das daran, dass „zu wenige Spieler zu wenig trainieren“. Deshalb hapert es beim Umschalten auf die Defensive, weshalb „wir zu viele Tore durch individuelle Fehler kassieren“. Daran will die Elf in der Rückrunde arbeiten.

Für Türkspor ist der ISC Fürth ganz klar der Hauptkonkurrent. „Alle anderen Teams sind schlagbar“, gibt sich Mamaci selbstbewusst. Es dürfte schwer werden, dem Tabellenführer das Wasser zu reichen, weiß er. „Die haben junge, hungrige Spieler“, betont der Spielausschussvorsitzende. „Die laufen wie bekloppt“ und machen dadurch wett, dass es nicht so viele technisch beschlagene Akteure in der Mannschaft gibt.

Andererseits müsste für die Überwälder „noch viel schieflaufen, dass wir den zweiten Platz abgeben“. Der ist das erklärte Ziel und „wir wollen ihn unbedingt halten“. Allerdings stehen noch ein paar schwierige Begegnungen an. Die erste gleich als Nachholpartie zum Start in die restliche Rückrunde zuhause gegen den TSV Gras-Ellenbach. Eine Woche später folgt das nächste Überwald-Derby bei der SG Hammelbach/Scharbach.

Die Zeit bis dahin überbrücken die Mentci-Mannen mit dem Hallentraining im Haus des Gastes, das Mitte Januar wieder startet. Dann laufen auch die beiden Turniere in Rimbach und Fürth. „Keine Experimente“, hält es Mamaci für den Rest der Saison mit Adenauer. „Wir setzen auf Bewährtes.“ Die verletzten und kranken Spieler haben sich regeneriert, Türkspor kann seine volle spielerische Kraft auf den Platz bringen. Das ist auch nötig: „Wir müssen mit aller Macht starten.“ Ganz wichtig ist es, die manchmal fehlende Konstanz zu zeigen.

Bei Türkspor Wald-Michelbach steht in der C-Liga eine eingespielte Truppe auf dem Platz

Kontinuität steht hoch im Kurs beim Fußball-C-Ligisten Türkspor Wald-Michelbach. Denn gegenüber der vergangenen Runde gab es in der Sommerpause keine Abgänge beim vorherigen Tabellendritten. Stattdessen kamen zwei bewährte Kräfte hinzu, die das eingespielte Team in der kommenden Saison beim Blick nach oben tatkräftig unterstützen wollen. Und natürlich mit Sahin Aktan ein neuer Trainer, der vorher in der Pfalz wirkte.

Wie der sportliche Leiter Oktay Mamaci sagt, ist die Mannschaft in der vergangenen Saison zusammengewachsen. Dass es praktisch keine Veränderungen gab, wertet er deshalb als sehr positiv. Man kann damit dort weitermachen, wo es Anfang Juni endete. Damals hieß das Endergebnis Platz 3, was aber nicht unbedingt an der Rückrunde lag. In der hatten die Mannen zwischenzeitlich eine gute Serie hingelegt und waren nahe an die Aufstiegsränge gerückt.

Letztendlich war es der verpatzte Start in die Runde 2016/17, der durch die damit fehlenden Punkte noch bis zum Saisonende hin ausstrahlte und somit verhinderte, dass sich die in Unter-Schönmattenwag beheimate Elf einen Platz an der C-Liga-Sonne sichern konnte. Nach der Trennung vom damaligen Trainer folgte eine Siegesserie von zehn Spielen. Dann aber zog man bei sechs Punktspielen wieder den Kürzeren.

Trotz allem, betont der Vereinsfunktionär, wurde eine gute Saison gespielt. Zwei Jahre in Folge den dritten Platz zu belegen „ist doch auch was“. Als sehr erfreulich nennt er den soliden Rang in der Fairnesstabelle. „Es gab keinen Platzverweis in der ganzen Runde“, betont Mamaci, nachdem es in der Saison 2015/2016 noch ganz anders ausgesehen hatte. Von größeren Verletzungen blieb man ebenfalls schon verschont.

Auch wenn Mamaci sagt, dass Türkspor „oben mitspielen“ will, liebäugelt die Mannschaft unterschwellig natürlich immer mit einem besseren als dem dritten Platz. Die Neuzugänge Cengizhan Baris und Yalcin Basaran sind dabei alte Bekannte. Ersterer spielte bis zur Winterpause selbst noch bei Türkspor und soll mit seiner Rückkehr der Abwehr zu Stabilität verhelfen.

Denn die war in der Vergangenheit oftmals die Achillesferse des Teams. Das macht vorn drei, vier, fünf Treffer, bekommt aber hinten oftmals in gleicher Anzahl die Hütte voll und vergab deshalb Begegnungen leichtfertig. „Baris wird hinten eine große Stütze sein“, hofft der sportliche Leiter. Was aber nichts daran ändern wird, „dass wir generell an der Abwehr arbeiten müssen“.

Basaran, der in früheren Jahren schon Gruppenliga-Erfahrung sammelte, ist eigentlich gelernter Stürmer. Aber aufgrund seiner vielen Jahre am Ball inzwischen universell einsetzbar. „Der wird uns eine große Unterstützung sein“, sagt Mamaci. In den Startlöchern steht noch ein potenzieller Neuzugang aus Bulgarien, für den er jetzt gerade die Unterlagen beantragt hat.

Der sportliche Leiter tut sich schwer, die Ligakonkurrenten einzuschätzen. Aus dem Ried hält er die SG Hüttenfeld für einen Mitfavoriten. „Die haben ihren Kader gehalten und sich gut verstärkt.“ Auch hat die SG Hammelbach/Scharbach den Kollegen aus dem Überwald durch ihre Rückrundenleistung ohne eine Niederlage Respekt eingeflößt. Dazu noch 17 Neuzugänge – das macht Eindruck.

In der kommenden Runde will Türkspor auf jeden Fall einen solchen Fehlstart wie vergangenes Jahr verhindert. Ein erfolgreicher Beginn wäre laut Mamaci schon die halbe Miete, um sich in der Liga gut zu positionieren. Er ist vorsichtig optimistisch, dass dies auch gelingt. Denn das Team dürfte bis auf Torwart Salimov beim ersten Spiel im August komplett an Bord sein.

 

Abgänge: keine

Zugänge: Trainer Sahin Aktan, gleichzeitig Trainer (Türkgücü Neustadt), Cengizhan Baris und Yalcin Basaran (beide Anatolia Birkenau)

Kader: Levent Salimov, Sahin Aktan, Koray Tunca, Yasar Yilmaz, Dennis Proyer, Kemal Keskin, Assad Jamac, Tamer Keskin, Tolga Palantekin, Yasin Tekin, Tayfun Büyükodabasi, Necati Bekyigit, Semih Berkan Mamaci, Tanju Keskin, Ibrahim Öz, Semih Isik, Oguzhan Gökdemir, Sedat Baris

Trainer: Sahin Aktan (ab dieser Saison), sportlicher Leiter Oktay Mamaci

Saisonziel: oben mitspielen

Favoriten: SG Hüttenfeld, SG Hammelbach/Scharbach

Türkspor Wald-Michelbach will in der C-Liga nach der Winterpause nochmal oben angreifen

Keine Frage, es hätte besser laufen sollen, gibt Türkspor-Funktionär Oktay Mamaci in seiner Winterbilanz freimütig zu. Das Team war mit dem klaren Ziel in die C-Liga-Saison gestartet, beim Aufstieg ein lautes Wörtchen mitreden zu wollen. „Das haben wir definitiv verfehlt.“ Denn nach einer wechselvollen Saison sind die beiden begehrten wärmenden Plätze mit Blick auf die B-Liga-Sonne schon ein ganzes Stück weit entrückt. „Allerdings nicht unerreichbar“, wie Mamaci betont.

Mit großen Ambitionen, verstärktem Kader und neuem Trainer war Türkspor hoffnungsvoll in die Hinrunde gestartet. Aber gleich die erste Partie ging gegen den jetzigen Tabellenletzten Reichenbach hoch verloren – ein Vorzeichen für die weitere Saison, bei der Licht und Schatten oftmals nah beieinander lagen. Dem Fehlstart folgten ein paar gewonnene Spiele, dann gab es wieder einen kleinen Einbruch, aus dem sich die Elf aber an den eigenen Haaren herausspielte und eine beeindruckende Siegesserie vor der Winterpause hinlegte.

Diesem Lauf ist der versöhnliche vierte Tabellenplatz zu verdanken, auf dem Türkspor jetzt überwintert. Vor dem Start in den Rest der Rückrunde könnte man den Bürstädtern sogar noch Platz 3 abnehmen, wenn die Nachholpartie in Schwanheim gewonnen wird. Mamaci lässt keinen Zweifel daran, dass die „Mission Aufstieg“ im neuen Jahr nach vor im Fokus steht. „Wir können das noch schaffen“, zeigt er sich überzeugt – auch weil die direkten Konkurrenten alle nochmal auf die heimische Sportanlage in Unter-Schönmattenwag kommen.

„Wir müssen unsere Leistung auf dem Platz regelmäßiger abrufen“, macht der Vereinsfunktionär deutlich, dass einfach derzeit noch die Konstanz fehlt. „Denn das Team hat die Möglichkeiten dazu“, zeigt immer wieder, welche spielerische Fähigkeiten in ihm stecken. Läuft es dann mal ganz gut, „kommt dann auch noch das Glück des Tüchtigen dazu“, hebt er auf knapp gewonnene Begegnungen kurz vor der Winterpause ab. „Wenn wir weiter unten gestanden hätten, wären die uns flöten gegangen“, meint er. Auch haben manche Leistungsträger ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft. „Das macht sich bemerkbar.“

Das bewährte Team soll es auch für den Rest der Rückrunde reißen. Ein Neuzugang und ein Abgang sind derzeit zwar im Gespräch, aber noch nicht spruchreif. Der Rest des Kaders bleibt laut Mamaci zusammen. Vorsitzender Suat Bekyigit, der nach der Trennung von Coach Sven Dechant Mitte der Hinrunde das Traineramt übernommen hatte, wird auch weiterhin laut seine Stimme vom Spielfeldrand erklingen lassen.

Zuerst wollte man in der Winterpause nach einem neuen Trainer schauen, so Mamaci. Doch zum einen ist die Suche aktuell nicht einfach, weil der Markt leergefegt ist, zum anderen müsste sich ein neuer Coach erst mit der Mannschaft vertraut machen. Und bis dahin ist die Runde auch schon fast wieder vorbei. Deshalb will Türkspor lieber zielgerichtet für die kommende Saison mit einem neuen Mann planen.

Über die Winterpause ist die Elf aber beileibe nicht untätig. Derzeit läuft das Hallentraining, dann sollen auch drei Hallenturniere gespielt werden. Einer kurzen Pause schließt sich das Nachholspiel an. „Wir müssen eine gute Vorbereitung machen“, betont Mamaci. Bisherige Ausrutscher sollen vermieden werden, um zu den schon weiter enteilten Fürth und Lampertheim noch aufschließen zu können.

Türkspor Wald-Michelbach will in der Rückrunde ganz oben mitspielen

„Wir hätten ganz vorne stehen können“, trauert Oktay Mamaci immer noch dem Neun-Punkte-Abzug während der Saison nach. Denn das Team aus dem Überwald hat jetzt 28 Punkte auf dem Konto, Tabellenführer SG Unter-Abtsteinach II 37 Punkte. Trotzdem, so der sportliche Leiter von Türkspor Wald-Michelbach, „stehen wir in der C-Liga gut da“. Der Kontakt zur Spitze sei noch nicht abgerissen, von den vorderen Teams könne jeder jeden schlagen. „Noch ist nichts verloren, der Relegationsplatz ist für uns weiterhin erreichbar“, blickt er nach vorn auf die Anfang März beginnende Rückrunde.

Am bewährten Kader wird sich laut Mamaci nicht viel ändern. Palantekin, der sich bereits im zweiten Spiel für Türkspor verletzt hatte, „trainiert schon wieder“. Von ihm erhofft man sich viel Wirbel im Sturm. Seine großen Möglichkeiten hatte der aus der Pfalz gekommene Spieler schon vor seiner Verletzung kurz, aber eindrucksvoll angedeutet.

Um den Angriff muss man sich bei Türkspor sowieso eher weniger Gedanken machen. Denn aus einem homogenen Team ragt an der Spitze Stürmer Tamer Keskin heraus. Mit seinen 19 Treffern (bei 44 bisher insgesamt erzielten) ist er „für uns Gold wert“ und bei den Gegnern gefürchtet. Die stellen nach der Beobachtung von Mamaci teilweise schon zwei Leute zu seiner „Bewachung“ ab.

Der Spielausschuss-Vorsitzende sieht das Team eher „hinten bisschen anfällig“. Alles Taktische werde im Training und vor den Begegnungen durch Trainer Tufan Sönmez „sehr gut besprochen“, aber mit der Umsetzung hapere es manchmal ein wenig. Die Türkspor-Abwehrleute tun sich laut Mamaci „etwas schwer, wenn ein flinker Mann des Gegners“ durch ihre Reihen wuselt.

Der sportliche Leiter rechnet es der Mannschaft hoch an, dass sie trotz der zwischenzeitlichen Unruhe durch Punkteabzüge („wir haben da auch eine Teilschuld“), Spielersperrungen und Provokationen auf gegnerischem Platz „zusammengehalten hat“. Mit Hilfe von einigen Ehemaligen habe man die kritische Phase überstanden. Nach und nach stiegen dann die Gesperrten und Verletzten zum Ende des Jahres wieder ein und gaben Stabilität.

Eine „eigentlich gute Hinrunde“ hätte Mamaci zufolge noch besser laufen können, wenn nicht bei manchen Spielen „der eine oder andere Punkt verschenkt“ worden wäre. Allerdings könne man mit dem generellen Verlauf zufrieden sein, „wenn man bedenkt, dass wir vergangene Saison noch mitten im Abstiegskampf waren“. Fürs neue Jahr richtet sich der Blick von Türkspor nach oben. In der Rückrunde ist der Aufstiegs-Relegationsplatz erklärtes Ziel der Mannschaft aus dem Überwald.