Der Soma-Ausflug ist bei der Kerweredd immer für eine Geschichte gut

Große Sause beim sonntäglichen Kerwenachmittag. Nach dem Fußballspiel der D-Jugend lud der SVA zum Frühschoppen und Familienmittagessen ein. Das wiederbelebte Straßen-Gaudi-Turnier zog danach viele Zuschauer an. Es fand vor etlichen Jahren schon einmal statt und bringt die Teams aus dem ganzen Ort zusammen.

Highlight des heißen Nachmittags: die Predigt im Rahmen der Kerweshow in der Peter-Heckmann-Halle. Kerwepfarrerin Yvonne Jännichen und Mundschenkin Lena Hufler hatten das vergangene Jahr über wieder tief in den Ereignissen des Ortes gegraben und dabei so einiges zu Tage gefördert, was die Betreffenden sicherlich lieber unter dem Deckel gehalten hätten.

Der Tag startete mit dem Kerwegottesdienst von (der echten) evangelischen Pfarrerin Tabea Graichen. Die freute sich über den guten Zuspruch mit 70 Besuchern in der Gustav-Adolf-Kirche. Kerwejugend und Kerweparrerin beteiligen sich mit der Lesung „Hilde Domin, Bitte“. Aus der Bibel kam die Geschichte vom barmherzigen Samariter zum Vortrag, gefolgt von den Fürbitten.

„Musik hält uns zusammen“, betonte Graichen in ihrer Predigt. Sie sei der „Soundtrack unsres Lebens“ und komme etwa in Sport-Hymnen zum Ausdruck. Lieder erinnerten außerdem im Alten Testament an das Volk Israel. „Gott ist nicht nur bei den Siegern“, betonte die Pfarrerin, „sondern erst recht dabei, wenn Lebenswege schwierig sind“. Deshalb, hob sie hervor, „stärkt Singen den Zusammenhalt“.

Viel los war beim Straßenturnier. Vier Mannschaften nahmen teil. Den ersten Platz sicherten sich Gartenweg, Mühlstraße und Salzberg vor der Hauptstraße. Am Roßklingen, Am Hofacker und Hofwiese wurden Dritter vor der Beerfeldener Straße. Ausgespielt wurde ein Wanderpokal, gestiftet von der Kerwepfarrerin. Die Teams wurden von ihren Fans lautstark angefeuert.

Die Gäste wurden erst mit Kaffee und Kuchen verwöhnt, ehe dann die Sportvereinigung die beliebten knusprigen Haxen servierte, um auf die Geschichten und Geschichtchen der Kerwepfarrerin vorzubereiten. So erwischte es die „Übertäter“ nicht auf nüchternen Magen. Jännichen wusste zuerst einmal etwas über ihre Kollegin im Geiste aus der naheliegenden Kirche zu berichten. Denn ein Wandertrip sollte zum Ireneturm gehen, „artete“ dann aber aus und führte unfreiwillig mit glühenden Fußsohlen nach Zotzenbach: „Zugute muss ich halt, sie waren ins Gespräch richtig vertieft und halt am falschen Orte, ä Frau hat halt an manche Tage zu viele Worte“, meinte Jännichen.

Der Ausflug eines Affelbeschers mit dem Moped nach Michelstadt wird diesem lange im Gedächtnis bleiben. Denn wer Gefährt liebt, der schiebt. Erst ruckelte der Untersatz kurz vor der Olfener Höhe, aber „weiter geht’s Buckel nunner, schneller un schneller, man kann ihn kaum sehn, bis nach Hüttenthal, daaa bleibt der Feuerstuhl nun endgültig stehn“. Trotz alledem: „Google Maps hat 15 Kilometer berechnet … ungeloge, soweit hat der nun sei Moped geschobe“.

Der Koffer eines Affelbeschers sollte nicht mit auf den Tagesausflug zum Junggesellenabschied in die Pfalz, aber der Vorgarten als Lagerort war ein schlechter Platz: „Do häwwe ä paar Helde doch den Koffer geklaut, alle Klamotte, auch Unterhose warn weg, einige versaut. Am nächste Tag hat ma dann in ganz Affelboch ein Aufschrei vernumme, denn soi dreckige Klamotte hat ma verstraat im ganze Ort gefunne.“

Der Soma-Ausflug ist bei jeder Kerwepredigt eine Geschichte wert. Dieses Mal wurde ein Hotelbett doch sehr in Mitleidenschaft gezogen, als sich zwei Teilnehmer dort breit machten. „Eine Anzeige vom Hotelier bekamen wir bis dato net ausgesproche, denn ich glaub 2 Füss vom Bett warn zusammegebroche. Aber die Verantwortlichen von der Soma musste am nächste Tag beichte, und beim Herbergsvadder ä Entschädigungszahlung für den Duschvorhang leiste.“ Denn der diente als Decke.

Die Trachtenkapelle Kocherbach sorgte 15 Mann und Frau hoch am Nachmittag für Stimmung. „Kerwe marsch“, „Auf der Kirmes“, „Schützenliesel-“ und „Kuschelpolka“ sowie „Bierwalzer-Potpourri“ versetzten die Gäste vor, während und nach der Kerweredd in Schunkellaune. Früher spielte die Kapelle einen Frühschoppen. Seit drei Jahren wird die Kerweredd umrahmt. Kerwekids und Kindergarten Affolterbach führten später noch ein paar Tänze in der sehr gut besuchten Halle auf.

Am gestrigen Montag war dann Abschiednehmen von der sechstägigen, längsten Kerwe des Überwalds angesagt. Nach dem traditionellen Frühschoppen spielte Alleinunterhalter Harald Walz auf. Zum Mittagessen gab’s noch einmal das traditionelle Wellfleisch. Bei der „Alles muss raus-Party“ purzelten die Preise.

Bild: SVA

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SVA-Fußballer auch beim Menschenkicker-Turnier fit

Der Titelverteidiger ist entthront: Das letztjährige Gewinnertrio des Menschenkicker-Turnier war dieses Mal nicht auf dem Treppchen zu finden. „Baller das rein – Instanbul“ siegte bei der großen Gaudi vor „Mein persönlicher Favorit“ und dem CCA-Männerballett „Druffunddewerrer“. Das setzte sich im kleinen Finale ebenso 3:1 gegen die Soma durch wie der Sieger im großen Finale. Sechseinhalb Stunden standen sich die Teams bei schweißtreibenden Temperaturen auf dem Sportplatz gegenüber.

Herzlich willkommen zum Turnier, das der SV am Samstagnachmittag anlässlich der Kerwe durchführte. Der Andrang und der Spaß waren groß: 20 Mannschaften mit fünf Feldspielern und einem Torwart kämpften im überdimensionalen Tippkicker-Feld um den Titel des Kerwemeisters. Hinter dem Sieger verbargen sich die Fußballer der B-Liga-Mannschaft, während der Zweitplatzierte vor allem aus der SVA-Jugend bestand. Übers Männerballett muss man keine Worte verlieren, das macht ja immer eine gute Figur.

Drei Mal griff eine Kerwejugend ins Geschehen ein: aus Affolterbach, Scharbach und Kocherbach. „Team Vikigang“, „Stoanisch United“, „FC Blumenkohl“, „Team Snake“ oder „Hacke Spitze Tor“ lauteten die weiteren illustren Namen der teilnehmenden Mannschaften. Eine Riesengaudi für alle Beteiligten, die sich immer großer Beliebtheit von Weinheim über Abtsteinach und Wald-Michelbach bis nach Wahlen erfreut.

Das Kicker-Turnier, 2015 Jahr das erste Mal durchgeführt, hat – neben den Konzerten – „den besten Zuspruch unserer Kerwe-Attraktionen“, freute sich Jörg Rettig vom SV-Förderverein. Auf dem Sportplatz war es richtig voll. Vier Mal fünf Mannschaften spielten je sieben Minuten in der Vorrunde in ihren Gruppen. Die Finalrunde lief nach dem bewährten K.o.-Prinzip ab. Das alles bei einer Hitze, dass der SVA nachmittags sogar die Beregnungsanlage anmachte, damit die Kinder ihren Spaß hatten.

Später, am Samstagabend, fand die große Party an der Beachbar statt. Beim Relaxen machte sich Strandfeeling breit. Es gab leckere selbst gemixte Cocktails. Bei herrlichem Frühlingswetter wurde es wieder ein langer Abend mit südlichem Feeling. Das DJ Team der „Nacht in Tracht“ verwandelte mit fetzigem Sound das Fest in eine Party-Hochburg. Der Besuch war laut Rettig allerdings „nicht so gut“, ähnlich wie im vergangenen Jahr, als der Samstagabend gegenüber den früheren Veranstaltungen zurückfiel. Bis 2 Uhr dauerte die große Sause an.

Am Abend zuvor hatte die Coverpartyband „Xtreme“ wieder für ein Kerwe-Highlight gesorgt. Über 500 Fans in der Peter-Heckmann-Halle feierten eine heiße, über vierstündige Party bis tief in die Nacht. Das eher jüngere Publikum kam erst zu späterer Stunde zahlreich in die Halle, aber zum Schluss hin war wirklich jeder in Bewegung. Vom Anfang bis zum Ende war die Peter-Heckmann-Halle voll. Keiner machte vor 2.30 Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. Um 4 Uhr machten sich schließlich die letzten auf den Heimweg.

„Xtreme“ ist beim SVA immer als feste Größe gesetzt und nicht nur bei der Kerwe ein Garant für eine volle Hütte. Die Coverband, bei der auch wieder Lokalmatador Sascha Fischer aus Wahlen zum Mikro griff, spielt zu allen möglichen Gelegenheiten im Überwald. Die Peter-Heckmann-Halle „ist für uns fast wie das eigene Wohnzimmer“, schmunzelte Bassist Björn Buhl. Man kennt sich, die Leute sind gut drauf, gehen super mit – die Band hat leichtes Spiel. Der SV war „sehr zufrieden mit dem Abend“, so Rettig, „es herrschte eine super Stimmung“.

Mit gleich drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. Neben Fischer auch Lukas Baum für den männlichen Part sowie Jenny Daniele für die weiblichen Stimmen sorgten dafür, dass zusammen mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder Schlager. Bastian Ludäscher (Gitarre), Björn Buhl und Simon Protzer (Schlagzeug) sorgten für die treibenden Rhythmen.

„I will survive“ von Gloria Gaynor“ oder „Westerland“ von den Ärzten hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein 90er- oder Malle-, Britney- oder Leserhosen-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Robbie Williams oder Nena. Zusammen mit Stücken von Queen („I want it all“), Mark Forster („Chöre“) oder AC/DC („Highway to Hell“) der beste Mix, um die Gäste bei Laune zu halten. Das abwechslungsreiche Programm der jungen Musiker, kombiniert mit einer aufwändigen Bühnen- und Lichtshow, machte auch nicht halt vor einem Ed-Sheeran- oder Wolfgang-Petry-Medley.

Bild SVA

Tim Schons führt jetzt den SV Affolterbach

Tim Schons ist der neue Vorsitzende des SVA. Er wurde auf der Generalversammlung zum Nachfolger von Stefan Jäger gewählt, der diesen Posten vor einem Jahr aus persönlichen Gründen niederlegte. Der 36-jährige Schons war bisher als Beisitzer tätig. Mit dem neuen Vorsitzenden will der Verein die Weichen für die Zukunft stellen. So will Schons neben dem zweiten Vorsitzenden Erhard Vogel Ansprechpartner, Impulsgeber, aber auch „Ideenfreund“ im Verein sein. Wichtig sind ihm die Förderung der Jugend, die Integration von neuen Mitgliedern und die Gemeinschaft beim SV Affolterbach.

Als Nachfolger für den frei werdenden Beisitzerposten wählten die Mitglieder – neben Sven Hufler, Jörg Rettig und Steffen Gölz – Arne Wilhelms. Dieser wird das Resort Medien und Presse übernehmen. Ebenfalls ein neues Gesicht im Vorstand ist Ingo Hinz, der zum neuen Jugendleiter gewählt wurde. Er löst Markus Höhn ab, der nach 18 Jahren auf diesem Posten nicht mehr zur Wahl antrat. Der Verein bedankte sich bei Höhn für seine anspruchsvolle, intensive und engagierte Arbeit und wählte ihn im Anschluss einstimmig zum Ehrenvorstandsmitglied des SVA.

Frank Sattler bleibt Kassenwart, ergaben die weiteren Vorstandswahlen. Schriftführer ist weiterhin Norbert Gölz. Ebenfalls im Amt bleiben: Spielausschussvorsitzender Helmut Sattler, Soma-Ansprechpartner Björn Hanekamm, CCA-Chefin Janina Sattler, Damengymnastik-Leiterin Irene Hufler und Modellflieger Thomas Michel.

Die Arbeitseinsätze auf der Sportanlage finden eine Fortsetzung, erläuterte der zweite Vorsitzende Erhard Vogel in seinem Bericht. So soll sie sich „in einem ordnungsgemäßen Zustand präsentieren“. Er wünschte sich eine zahlreiche Beteiligung der Mitglieder. Die Fußballer sehen den Ball jetzt viel heller, so Vogel: Ein Meilenstein war die Umrüstung der alten Flutlichtanlage auf LED. Er nannte als weitere Vorteile CO2- und Stromeinsparungen. Die Maßnahme kostete laut Vogel 20.000 Euro. Es gab einen 30-prozentigen Zuschuss aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative, freute er sich.

Als Glücksfall bezeichnete er die Pächter der Sportklause, Nicole Frei und ihren Ehemann Bernd mit deren Team. „Es ist sogar wieder ein Besucherboom entstanden, der zeitweise an frühere Tage erinnert“, so Vogel. Zum Thema Schiedsrichtersoll vermeldete er, dass mit Carsten Seip und Jörg Rettig zwei Männer in Schwarz zur Verfügung stehen.

Die vielen Veranstaltungen 2018 brachten zwar „schöne Einnahmen mit sich“, bedeuteten aber auch sehr viel Arbeit. „Aktuell konzentrieren sich die Aufgaben auf eine relativ überschaubare Anzahl von Leuten“, erläuterte Vogel. Seine Hoffnung: dass sich zukünftig noch zusätzliche Mitglieder finden, die bereit sind, im Verein ehrenamtlich mitzuarbeiten und eine Aufgabe übernehmen. Rechner Frank Sattler berichtete im Anschluss von einer positiven Kassenlage. Oliver Roggatz und Martin Waldhauser gaben dem Zahlenwerk grünes Licht, wodurch der einstimmigen Entlastung des Gesamtvorstands nichts im Weg stand.

In seiner Vorschau aufs laufende Jahr erwähnte Vogel das Kinder-Fußballcamp mit dem SV Sandhausen vom 24. bis 26. April. Am Pfingstfreitag findet das traditionelle Soma-Turnier statt, vom 29. Mai bis 3. Juni die längste Kerwe des Überwalds. Am 5. Oktober soll gemeinsam mit der Trachtenkapelle Kocherbach das Oktoberfest steigen.

Mehr als 100 Mitwirkende bei der CCA-Fastnacht zeigen, „welch große Bedeutung diese Abteilung für den Gesamtverein hat“, erläuterte Jörg Rettig in seinem Bericht. Die Ausrichtung der Bürgermeisterfastnacht des Kreises Bergstraße dieses Jahr in Affolterbach war organisatorische Meisterleistung, die kurzfristig gestemmt wurde. Der Erfolg der letzten Jahre „lässt sich anhand der steigenden Zuschauerzahlen deutlich erkennen“, freute sich Rettig. Er sah den CCA „auf einem hervorragendem Weg“.

Spielausschussvorsitzender Helmut Sattler erläuterte die aktuelle Situation in der Fußball-Kreisliga B, wo der SVA vor dem Rundenende ein beruhigendes Polster in Richtung Abstiegsplätze hat. Eine ganz andere Situation gegenüber der vergangenen Saison, als man mit Müh und Not den Klassenerhalt schaffte. Großen Anteil daran hat Trainer Antonio Pietroluongo.

In seinem letzten Jahresbericht wies Jugendwart Markus Höhn darauf hin, dass es immer schwieriger wird, im A- bis C-Jugendbereich Mannschaften zu stellen. Er warnte in spe vor personellen Probleme bei den Seniorenmannschaften. Daneben wird es seinen Worten zufolge immer schwieriger, Helfer für den Spielbetrieb zu gewinnen. Deshalb sein dringender Appell, sich mehr einzubringen.

Der Verein zählt derzeit etwa 530 (Vorjahr 545) Mitglieder, von denen 14 der Modellflugabteilung angehören, 120 dem CCA, acht der Damengymnastik, 115 zur Jugendabteilung und der Rest zu den Fußballern. Die Ehrungen nahmen Vogel und Tim Schons vor. Beide hoben neben Herbert Neubert mit unglaublichen 70 Jahre Mitgliedschaft besonders den Ehrenvorsitzenden Bodo Rettig und Ehrenvorstandsmitglied Norbert „Jim“ Gölz hervor, die schon sechs Jahrzehnte dem SVA die Treue halten. Beide waren auch längere Zeit als Vereinsvorsitzende tätig, Bodo Rettig 19 und Norbert Gölz zehn Jahre. Erhard Vogel, 50 Jahre Mitglied, ist bereits seit 1996, also 23 Jahre, zweiter Vorsitzender des SVA.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

70 Jahre: Herbert Neudert

60 Jahre: Bodo  Rettig, Norbert Gölz I, Hans Planicka, Peter Steinmann, Gerd Krämer, Dieter Sattler, Robert Sattler

50 Jahre: Erhard Vogel, Hartmut Krämer, Christel Gast, Horst Stingl, Ellen Fornoff, Anni Keil

40 Jahre: Klaus Heckmann, Markus Schwöbel, Frank Seeberger

25 Jahre: Isabell Bernhardt, Harald Knapp, André Sauter, Wilhelm Urban

Das Heimspiel mit „Xtreme“ genießt Sascha Fischer besonders

Sascha Fischer ist musikalisch ein Hans Dampf in allen Gassen. Auch wenn der gebürtige Wählemer schon seit acht Jahren in Mannheim wohnt, ist er weiterhin der alten Heimat treu, wenn es um die vielfältige Bühnenpräsenz geht. An diesem Samstag steht der 30-Jährige mit der Cover-Show-Band „Xtreme“ auf der Bühne der Peter-Heckmann-Affolterbach, wenn der SVA dort zur großen Sause in den ausgehenden Winterferien einlädt. Los geht’s gegen 21.30 Uhr, Einlass ist um 20 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

Die Musik war für Sascha Fischer Ausgleich erst fürs Studium und ist es jetzt für den Beruf. Nachdem er Ende des vergangenen Jahr sein Bildungswissenschaften-Studium mit dem Master abschloss, ist er seitdem an der Eugen-Bachmann-Schule Wald-Michelbach tätig. Der Weg führte also zurück in den Überwald, wo er sich vor mehr als 20 Jahren im Chor der Ulfenbachtal-Grundschule Wahlen seine ersten musikalischen Sporen verdiente.

Von dort war es als Zehnjähriger nicht weit zum MGV Wallonia. „Mein Opa hat mich dahin mitgenommen“, schmunzelt der Wahl-Mannheimer. Dem Chor hält er bei verschiedenen Auftritten bis heute die Treue. Ein besonderes Erlebnis war für Sascha Fischer die erste eigene Band in Gestalt von „NeRo“. Die Gruppe mischte ab 2006 sechs Jahre lang, bis Ende 2012, nicht nur den Überwald mit ihren Coverrocksongs auf und genießt bis heute einen gewissen Kultstatus. Bei der Hammelbacher Kerwe gab es 2016 und 2017 ein umjubeltes Revival.

Nach der NeRo-Auflösung widmete sich der 30-Jährige zwei Jahre „nur“ dem Studium, ehe ihn dann Ende 2014 die Leidenschaft für Musik wieder packte. Er stieg bei der Coverband „Snow“ aus dem Öhringer Raum ein, die auch im Odenwald diverse Auftritte hatte. Ab 2015 kam eine völlig andere musikalische Sparte dazu. Erst spielte der Wählemer den „Piccolo“ in der Operette „Im Weißen Rössl“ des Theaters Alte Werkstatt in Frankenthal und ist seitdem dort festes Ensemblemitglied.

Ein Jahr später konzipierte er dann mit Kollegin Maria Breuer eine Schlagerrevue im Stil der „guten alten Samstag-Abend-Show“. Zuerst waren die 50er- und 60er-Jahre Thema der selbstgeschriebenen Show, inzwischen sind die beiden in den 70ern angekommen – und es geht weiter. Bestimmt 30 Shows wurden bisher gespielt. „Fast alle waren ausverkauft“, freut sich der Musiker. „Es geht darum, das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu vermitteln.“ Außer der Reihe kamen eine „Lieblings-Weihnachtsshow“ und ein Italien-Special zum Dolce Vita der 50er Jahre hinzu. 2018 gab es sogar eine Open-Air-Show. „Ich habe den Schlager dadurch kennen und lieben gelernt“, betont er.

Dem Überwald blieb der 30-Jährige in all den Jahren aber immer treu. Seit Beginn des Scharbock-Musicals 2010 (co-)moderiert er diese Mammut-Veranstaltung der Scharbacher Chöre und tritt auch als Solist auf. Gut im Gedächtnis ist noch sein Auftritt im vergangenen Jahr zusammen mit Susanne Hoffmann-Rettig mit dem Song „Barcelona“. Ebenfalls seit neun Jahren singt Sascha Fischer in der Wählemer Kerweband, aus der heraus sich eine Gruppe formte, die unter dem Motto „Burg unplugged“ in der Burg Waldau ein Weihnachtskonzert gab.

Mehr oder weniger „Back to the roots“ hieß es für den 30-Jährigen vor zwei Jahren. Da stieg er bei der Coverband „Xtreme“ ein, nachdem er in der Zwischenzeit bereits mit mehreren Bands im Rhein-Neckar-Raum sporadisch zusammenarbeitete. Bei etwa 30 Shows im Jahr ist er gemeinsam mit dem etatmäßigen Sänger Lukas Baum am Mikro anzutreffen. „Das macht einfach Spaß“, sagt Fischer. „Da hängt mein Herzblut dran.“

Die Band hat zwar ein festgefügtes Programm mit abgestimmten Licht und Videowall, aber ein paar Lieblingsstücke darf der Sänger mit einbringen. Dazu gehören etwa „Anything for Love“ von Meatloaf, „Living on a prayer“ von Bon Jovi oder „Panic! at the Disco“.  Affolterbach „ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Sascha Fischer. Denn dort fand in der Peter-Heckmann-Halle Ende 2012 das Abschiedskonzert von „NeRo“ statt. Im Folgejahr trat „Xtreme“ in die Fußstapfen der Überwald-Rocker und beschallt seitdem die vielen hundert Gäste.

„Ich freue mich aufs Heimspiel“, lacht der 30-Jährige. Denn sonst sind die Auftritt oft über 100 Kilometer entfernt bei Koblenz oder in der Rhön. Freunde und Arbeitskollegen haben sich für den Samstag bereits angekündigt. Fischer genießt es, mit diesen nach der Show bisschen feiern zu können, denn er hat von allen Bandmitgliedern mit Abstand den kürzesten Heimweg. „Ich übernachte bei meinen Eltern in Wahlen“, grinst er. In drei Minuten ist er dort. Wenn dann noch die Bude voll ist, dann wird die Party umso schöner.

Info: Die Coverpartyband „Xtreme“ spielt am Samstag, 12. Januar, 21.30 Uhr (Einlass 20 Uhr) in der Peter-Heckmann-Halle des SV Affolterbach. Karten gibt es an der Abendkasse.

In Tracht feiern die Besucher bis tief in die Nacht

Schon Tage vorher vermeldete der SVA mal wieder: „ausverkauft“. Wie schon seit etlichen Jahren ist die „Nacht in Tracht“ aufs Neue der Renner im Veranstaltungskalender des Vereins. Tolle Stimmung, nette Gäste, leckere Speisen und einfach nur super Unterhaltung: Die Rückmeldungen der Besucher bei der siebten „Nacht in Tracht“ glichen sich wie ein Ei dem anderen. Für viele ist der Termin jedes Jahr gesetzt, sie sind bereits Stammgäste.

Der gesamte Überwald war zusammengekommen, um in der Peter-Heckmann-Halle sein eigenes rauschendes Oktoberfest zu feiern. Die Veranstaltung war mit 500 Plätzen wieder ausverkauft. Bis spät in die Nacht saßen die fast durchgehend in Krachlederner, Karohemd und Dirndl gekleideten Besucher zusammen. Die Kocherbacher Trachtenkapelle spielte drei Sets mit insgesamt 35 Stücken. Für den erkrankten DJ Gun sorgten André Knapp, Tim Schons und Arne Wilhelms dazwischen und später, zu fortgeschrittener Stunde, für die passende musikalische Unterhaltung „aus der Konserve“.

Toni Emig, Vorsitzender des 25 Mann und Frau starken Ensembles, freute sich bei seiner Begrüßung über den großen Zuspruch. Jörg Rettig vom SVA, Thorsten Heckmann von der Schmucker-Brauerei und Bürgermeister Dr. Sascha Weber richteten auch Grußworte die gut gelaunten Gäste. Nach dem gelungenen Fassbieranstich durch Weber gab es dann gleich Festbier aus Maßkrügen. Das Repertoire der Kocherbacher umfasst den volkstümlichen Bereich wie Märsche und Polkas, aber auch diverse bekannte Walzerstücke. Damit unterhielt die Kapelle prächtig in ihrem ersten Set.

„Stelldichein in Oberkrain“, „Bierwalzer-Potpourri“, „Die Fischerin vom Bodensee“, „Auf der Vogelwiese“, „Aus Böhmen kommt die Musik“, „Böhmischer Traum“ oder „Wir Musikanten“ hieß es unter der Leitung von Ralph Dinu-Biringer, der das erste Mal bei der Nacht in Tracht dirigierte. Schnell klatschten die ersten mit, bildeten sich die ersten Schunkelrunden und wurde hier und dort schon mal aufgestanden und auf den Tischen getanzt. Wer wollte, durfte auch gleich mitsingen.

Die Idee der „Nacht in Tracht“ hat Jörg Rettig aus Österreich mitgebracht. Dort sah er vor acht Jahren eine solche Veranstaltung und dachte sofort: „Das ist was für Affolterbach.“ Um dabei zu sein, schmeißen sich auch die Einheimischen „in Schale“: Um die 90 Prozent dürften in Tracht erschienen sein, schätzt Rettig. Dem Einfallsreichtum und der Kombination von Kleidungsstücken waren dabei keine Grenzen gesetzt.

„Das ist mein Baby“, meint Hauptorganisator Rettig zum Überwälder Oktoberfest. Über 20 Helfer des SVA sorgten bis 4 Uhr in der Früh dafür, dass es den Gästen an nichts fehlte. Dazu kamen noch zusätzliche Bedienungen, die in den Gängen hin und her wuselten. Ohne alle Helfer wäre alles nichts: Deshalb dankte Rettig diesen besonders. Die typischen Speisen wie Fleischkäse, Spießbraten, Haxen, Händl oder Weißwurst leerten sich im Verlauf des Abends zusehends.

Natürlich ganz zu schweigen von den Biermengen. „Um die 800 Liter“ gehen bei jeder Veranstaltung weg. Und „trotzdem“ verläuft alles sehr friedlich. „Wir brauchen keine Security“, ist das Affolterbacher Oktoberfest für Rettig dasjenige von den 50 durch ihn im Jahr organisierten, „das einfach ohne Vorkommnisse läuft“. Ein halbes Jahr Vorarbeit steckt in der „Nacht in Tracht“. Eine super Party „für unser Alter“, blickte Rettig in die auf den Bänken tanzende Menge, die mit zunehmendem Abend gar nicht davon runterzubringen war.

Je später der Abend, desto mehr Schlager, Pop- und Rocksongs schlichen sich ins Repertoire ein. Sehr zur Freude des frenetisch klatschenden Publikums. „Take Me Home, Country Roads”, ein Dieter Thomas Kuhn- und Helene Fischer-Schlagerpotpourri, „Atemlos“, „Griechischer Wein“, oder „Viva Colonia“ bestimmten den zweiten Teil. Alten Rocklegenden wurde im dritten Set mit „Smoke on the water“ von Deep Purple gehuldigt. „Hulapalu“ von Andreas Gabalier oder „Rock mi“ bedienten den Zeitgeist. Ganz klassisch dann der Schluss mit „Fürstenfeld“ und „Böhmischer Traum“.

Matthias Linzmaier, Ronja Helfrich („Atemlos“), Danny Stein und sein Sohn Nico griffen zwischenzeitlich zum Mikro. Bei der Löffelpolka spielte Frank Beisel das Solo. Von Anfang an war das Publikum voll dabei, feuerte die Kapelle an, klatschte und schunkelte mit. Erst etliche Zugaben später durften die Musiker irgendwann rund gegen Mitternacht von der Bühne und ihren wohlverdienten Feierabend genießen.

André Knapp, Tim Schons und Arne Wilhelms legten zwischen den Sets der Kocherbacher und auch danach die größten Hits aufs, die sowohl Bayern als auch die Schlagerwelt hervorbrachten. In den Pausen noch verhaltener, drehten die drei danach den Lautstärkeregler so richtig auf. Mehrfach wurde „Cordula Grün“ von Josch gespielt. Die Party näherte sich dem Höhepunkt, viel mehr Gäste standen auf den Bänken als dass sie saßen. Der Mittelgang wurde mehr und mehr zur Tanzfläche.

SV Affolterbach will sich in der Fußball-B-Liga nach hinten absichern

Eine gesicherte Runde wollte der SV Affolterbach in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B spielen. „Das ist bisher nicht so ganz gelungen“, meint Spielausschussvorsitzender Helmut Sattler in der Rückschau. Zwar steht der SVA auf dem zehnten Platz eigentlich im Mittelfeld, nach unten hin ist die Luft zu den Abstiegsplätzen aber nur drei Zählerchen dünn. Andererseits klafft nach oben zu Platz 8 hin schon eine Elf-Punkte-Lücke, die in der Rückrunde nur schwer zu schließen sein wird. Deshalb ist auch das Machbare realistisches Ziel für die Saison: Platz 10 behaupten oder noch zu Rang 9 aufschließen.

Der schmale Kader machte es in der Vorrunde manchmal nicht einfach, eine schlagkräftige Elf auf den Platz zu bekommen. Da im Team einige Schichtarbeiter und Studenten aktiv sind, klappte es auch nicht immer mit einer konstanten Trainingsbeteiligung, bedauert Sattler. „Aber die Arbeit geht halt vor.“ Jedoch: Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, weiß er. Trainer Pavel Karas und sein Co Sven Hufler wissen die Jungs zu motivieren und „halten sie gut bei Laune“, schmunzelt er. „Wir haben volles Vertrauen in unser Trainerteam und in die Mannschaft und sind zuversichtlich, die Klasse zu halten“, betont der Spielausschussvorsitzende.

In der Rückrunde will man die Fehler des vergangenen Jahres möglichst ausmerzen. „Wir haben einige unnötige Dinger kassiert“, kritisiert Sattler. Das geschah vor allem deshalb, weil der SV in der Vorwärtsbewegung hinten nicht mehr sicher stand und damit für Tore anfällig war. „Das Umschalten muss besser funktionieren“, sagt er. Deshalb wird in den Vorbereitungen Wert drauf gelegt, „dass es hinten nicht mehr so oft rappelt“.

Das soll es dagegen vorn, im gegnerischen Tor, umso mehr. „Mit German Weigel können wir einen Neuzugang vermelden“, freut sich Helmut Sattler. Der Stürmer wechselt vom SV Fürth zum SVA und wird die Elf in der Offensive verstärken. „Mit ihm bekommen wir einen technisch versierten Spieler, der sicherlich unser Spiel nach vorne belebt“, hofft er.

Denn der Verlust von Jannik Müller, der vergangenen Sommer den Überwald in Richtung seiner Heimat in Nordhessen verließ, schmerzte im Sturm. Da die Begegnungen in der Vorrunde immer relativ knapp waren, will der Verein mit der neuen Offensivkraft so manches Ding drehen können. Allerdings wohl noch nicht gegen B-Liga-Überflieger SG Unter-Abtsteinach, bei dem die Nachholpartie am 18. Februar ansteht. „Das ist für eher ein Vorbereitungsspiel“, schmunzelt Sattler angesichts der Heimstärke des Tabellenführers. Wobei: In der wegen Schnee abgebrochenen Begegnung am Hardberg schlug sich der SVA damals sehr gut und verließ beim Stand von 1:1 den Platz.

Ernst wird es dann am 25. Februar beim SC Rodau. Der ist mit seinen 17 Zählern einen Platz hinter den Affolterbachern ein direkter Konkurrent. „Hier müssen wir zumindest einen Punkt mitnehmen“, weiß Sattler um die Brisanz der Begegnung. Im März stehen dann noch zwei weitere Spiele gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel an, die darüber entscheiden können, wohin sich der Blick der Karas-Elf im Frühjahr richten wird. „Da sich, wie man hört, der SV Fürth verstärkt hat, gibt es im Keller eine ganz enge Kiste“, befürchtet der Spielausschuss-Vorsitzende.

Der zehnte Tabellenplatz täuscht nämlich etwas. Denn der SVA hat nur 18 Punkte und damit lediglich drei Punkte Vorsprung auf Relegations- und gleichzeitig direkten Abstiegsrang. Da nur Olympia Lampertheim auf dem neunten Platz noch punktemäßig greifbar ist, müssen die Überwälder alles tun, um sich nach hinten abzusichern. Dazu zählen gewonnene Begegnungen gegen direkte Konkurrenten. Die Planungen für die neue Saison 2018/19 laufen zwar bereits, aber hier gibt es noch nichts Spruchreifes.

Die Vorbereitung des SVA startete. Geplant sind drei Vorbereitungsspiele, wovon eines zuhause gegen den A-Ligisten aus dem Odenwaldkreis, die SG Rothenberg, bereits fix ist. Turniere werden keine gespielt. Als kleiner Verein hat der SVA Sattler zufolge ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende deshalb.

Mehr als vier Stunden heiße Party mit Xtreme in Affolterbach

„Wir sind wieder sehr zufrieden.“ Das „Xtreme“-Konzert ist für den SV Affolterbach immer eine feste Bank im Veranstaltungskalender, weiß Mitorganisator Steffen Gölz. Zum wiederholten Mal hatte der SVA zur großen Party in den Winterferien eingeladen, zum wiederholten Mal durfte er sich über großen Zuspruch freuen. Es war wieder die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum, die mit den knapp 450 Fans in der Peter-Heckmann-Halle eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht feierte.

Dieses Mal hatte die Gruppe ein besonderes Schmankerl für die Fans aus dem Überwald parat: Mit Sascha Fischer stand ein Wählemer am Mikro, der in der Region musikalisch bekannt ist wie ein bunter Hund ist. Für ihn bedeutete die Veranstaltung quasi ein Dejà-vu und „Back to the roots“. Denn exakt vor fünf Jahren gab er an selber Stelle das Abschiedskonzert mit seiner damaligen Band „NeRo“.

Seit Sommer ist Fischer festes Bandmitglied bei Xtreme. Er teilt sich den Sängerjob mit Mario Schmelcher. Der Wählemer hatte bereits 2016 einmal bei der Truppe ausgeholfen und dann wieder im Frühjahr ein paar Mal. „Dann fragte mich die Band, ob ich mir vorstellen könnte, mich mit Mario abzuwechseln.“ Das konnte er. Denn das „sind super Leute“, lobt der Sänger. Es gibt es ein durchdachtes Programm mit guten Showelementen und passendem Licht.

„Es macht schon Spaß, in einer großen Band mit fetter Bühne zu singen“, trauerte er wenig der NeRo-Zeit nach – auch wenn seine ehemalige Gruppe bereits zwei Mal auf der Hammelbacher Kerwe ein umjubeltes Revival feierte. „Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann“, so Fischer. Mit Jenny Daniele und Lukas Baum „gemeinsam an der Front passt es sehr gut“, spielen sich die drei Leute an den Mikros gegenseitig die Bälle zu.

„Es lief alles super“, äußerte sich Fördervereins-Vorsitzender Jörg Rettig „sehr zufrieden“ über den Verlauf. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit. Zum Schluss hin „war wirklich jeder in Bewegung“. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 3 Uhr Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. SV und Gäste waren gleichermaßen zufrieden.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgten für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hatte die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 450-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I love Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ im ersten Set verdeutlichten ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder dem „Schrei nach Liebe“ im zweiten, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

Zusammen mit rasanten Outfitwechseln wurde die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt – egal ob das aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. „Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry-, Ed-Sheeran-, Bayern-, Dance- oder 90er-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei. Wobei auch einige aus der Generation 30+ auf dem Konzert waren.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SV vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung – und damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Ferien stattfinden.

Für den SVA bedeutete die Veranstaltung einen Großeinsatz. Rund um die Veranstaltung waren um die 40 Leute im Einsatz, Karten- und Getränkeverkauf sowie Wareneinkauf mitgerechnet. Dazu kamen noch Auf- und Abbau. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. In all der Zeit hat man beim SV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief alles friedlich ab“.

Bildquelle: @Xtreme