Affolterbacher CCA nimmt die Besucher auf der Prunksitzung mit nach Hollywood

Die Stimmung ist sofort auf dem Siedepunkt. Unter lautem Jubel ziehen die Aktiven bei der Prunksitzung des CCA Affolterbach in die Halle ein, werden überschwänglich begrüßt. Zwei Mal ist die Peter-Heckmann-Halle proppenvoll bis ausverkauft, bieten die Fastnachter ein vierstündiges Programm, das mit Gardetänzen, Sketchen und Büttenreden die versammelte Narrenschar begeistert. Und natürlich ist nach Ende der Darbietungen noch lange nicht Schluss, geht die Sause weiter bis in den frühen Morgen.

Bei „I Like to move it“ gehen die Hände sofort in die Höhe. Viele Film-Sternchen und großartige Stars kündigt das Moderatoren-Trio für die kommenden Stunden an. Um anzupreisen, dass man weder Kosten noch Mühen gescheut hat, die Besten der Besten nach Affolterbach zu holen. Filme, Musicals und Oscar-Gewinner standen im Mittelpunkt des Abends. Hollywood ließ grüßen im Überwald. An den Wänden hingen farbenfrohe Plakate von bekannten Spielfilmen wie Avatar, Harry Potter, Fluch der Karibik, E.T., Ghostbusters oder aus dem Marvel-Universum.

Entzückende Eisköniginnen tanzten sich zu Beginn in die Herzen der Zuschauer. Frenetischen Jubel gab es für die „Tanzmäuse“. „Finleys Supergirls“ entführten auch in ein Disney-Musical, den König der Löwen. Allein der Einmarsch einer Menge wilder Tiere durch den Zuschauerraum war eine Pracht. Ein Löwentanz zu heißen Rhythmen sorgte für viel Applaus von Panzerknackern, Minnie Maus, Malefiz oder diversen Zwergen aus der ideenreich verkleideten Meute.

Mona Jäger und Pfarrerin Tabea Graichen ließen Mary Poppins in die Heckmann-Halle schweben. Die vorwitzige Mona hatte immer einen guten Spruch auf die zahlreichen Belehrungen parat. Ob der Vater erwarte, dass sie vor den Mahlzeiten bete, wurde sie gefragt. „Nein, meine Mutter kocht ganz gut“, entgegnete sie. Oder die Handysucht von Jugendlichen. Sie war ohne Smartphone auf der Toilette. „Wir haben 245 Fliesen“, sagte Mona. Am Schluss dann die beklatschte Metamorphose von Mary Poppins zur Tanzmaus.

„In Hollywood“ waren im Anschluss die „Hampelmens“. Zuerst als Männer in „Sister Act“, stimmten sie danach ein paar Mitmach- und Schunkellieder an. Da gab’s den dreieckigen Hut, die verschwundene Gaaß oder auch den Wunsch, nicht nach Hause gehen zu müssen. Der ganze Saal klatschte mit, als die Gruppe schließlich die Brüder „in die Palz“ entführen wollte. Wozu braucht man schon Hollywood?

Dr. Stefan Frank, der Arzt, dem die Frauen vertrauen, machte einen Abstecher nach Affolterbach. Allerdings hatte er eher dubiose Heilmethoden in petto, die vor allem einen Patienten alle Nerven kosteten. Der Protonen-Neutralisator aus dem Edeka schaffte es zwar, Krankheiten wegzustrahlen, übertrug sie dafür aber alle zusammen auf den einen armen Teufel. Das Publikum bog sich vor Lachen darüber, was sich Jörg Rettig als Patient X alles anlachte.

Das „Highschool Musical“ hatte 2006 bei den Emmys so richtig abgeräumt. Beste Choreographie, bester Soundtrack, Album des Jahres: Die „Power Generation“ brachte es auf die Bühne in Affolterbach. Im blau-weißen Dress tanzten sich die Mädeln schnurstracks in die Herzen der Zuschauer, die die Darbietung feierten.

Norbert Gölz I als Euralie Schippenstil, die Grande Dame des Stummfilms, die schon alles gesehen und über jeden gesprochen hat, wusste wirklich alles über jeden. Den kürzesten und größten Witz hatte sie/er auch in petto: Bürgermeisterwahl. Oder die Münchner Krankheit: Stau im mittleren Ring, zeigte sie auf ihrer Körpermitte. Auf der Suche nach dem Mann mit Kohle war sie aber noch nicht fündig geworden….

Standing Ovations und Zugabe-Rufe gab es für die letzte Darbietung vor der Pause. Das Gardeballett, der Stolz des CCA, marschierte ein. 17 Frauen wirbelten zur Musik aus dem Film „Titanic“ über die Bühne, schwangen die Beine, zeigten ihr großes tänzerisches Talent. Besser hätte der Spannungsbogen für die zweite Halbzeit nicht gehalten werden können.

Der Fernsehabend der „Firewürmer“, bei dem sowohl Grease als auch ein Krimi angeschaut wurden, kam super an. Die „Black Angelz“ erst mit ihrem Showteil und dann mit dem Tanz zu Ghostbusters waren ebenfalls eine Klasse für sich. Was natürlich dazu beitrug, dass sich die Stimmung in der Halle dem Siedepunkt näherte und die ganze Zeit im oberen Jubel-Level verblieb.

Thomas Kunkel mit seiner Bütt über die „Lodders“ und Norbert Gölz II als Dino sorgten für viele Lacher. Das Männerballett hatte mit seiner tollen Umsetzung des Films „Magic Mike“ lauten Beifall und Jubelrufe auf seine Seite. Die Hampelmens „Am Broadway“ leiteten über zum krönenden Finale mit Schlussprolog und CCA-Hymne.

Nach der Fastnacht ist vor der Fastnacht: Denn das Motto der kommenden Kampagne wird beim CCA bereits kurz nach Ende der vorherigen mit allen Aktiven in einem Arbeitskreis besprochen. Denn teilweise werden die Kleider, Klamotten und Tanzuniformen selbst genäht, was einige Vorlaufzeit bedeutet. 25 Helfer des CCA sind auf der Sitzung pro Abend für das Wohl der Gäste im Einsatz, während über 100 Aktive auf der Bühne für die gelungene Unterhaltung sorgen.

Schon im September des Vorjahres beginnen wieder die konzentrierten Proben. Einzelne Gruppen treffen sich sogar das ganze Jahr über. Die verschiedenen Ideen für Bütten und Sketche werden in Arbeitsgruppen geschmiedet, Bühnenbild und Hallendeko werden ab November ausgedacht und angegangen. Also ein Jahresprogramm für die zwei vierstündige prunkvolle Sitzungen…

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1421936984517113.1073742000.100001024761983&type=1&l=74c2d7f5f1

Mitwirkende Prunksitzung CCA Affolterbach

Moderation: Jörg Rettig, Alexander Wetter, André Knapp

Black Angelz: Susanne Stern, Anna Unger, Sabrina Hufler, Yvonne Schwöbel, Janina Sattler, Miriam Sauer, Nina Fitzer, Susanne Wilhelm, Svenja Scheuermann, Anna Knapp, Julia Mengesdorf, Dirk Schwöbel, Stefan Mengesdorf, Frank Sattler, Matthias Fitzer, Thomas Ebert, Sven Hufler

Gardeballett: Nadine Seeberger, Thea Arras, Svenja Scheuermann, Teresa Klieber, Nina Fitzer, Anna Unger, Yvonne Schwöbel, Julia Löffler, Susanne Stern, Miriam Sauer, Lena Guthier, Lisa Kurtz, Katharina Gölz, Saskia Kunkel, Corinne Arras, Anna Knapp, Julia Mengesdorf

Männerballett: Kevin Seitz, Christian Körner, Manuel Keil, Marco Unrath, Andreas Müller, Marco Rösch, Julian Hanekamm, Patrick Mykitiuk, Mirco Reim, Leitung Anna-Maria Klieber, Sandra Müller

Supergirls: Selin Baris, Hannah Brantsch, Leni Fitzer, Laura Knapp, Mayleen Müller, Milena Schwöbel, Carla Wilhelm, Lea Kirschenlohr, Amelie Schwöbel, Lilly Strohmenger, Kerstin Unrath, Luanne Weber, Celine Weber, Fabienne Rösch, Francesca Rösch, Finnley Rösch

Showteil (Black Angelz): Susanne Stern, Anna Unger, Yvonne Schwöbel, Janina Sattler, Miriam Sauer, Svenja Scheuermann, Dirk Schwöbel, Matthias Fitzer, Thomas Ebert

Power Generation: Agnes Fiederlein, Lea Hildebrandt, Lena Guthier, Lisa Kurtz, Manuela Weber, Katharina Gölz, Laura Dell, Paul Hufler, Luca Müller, Maurice Staier, Lena Hufler, Mona Jäger

Fire Würmer: Nicole Sattler, Nicole Suvaki, Jelena Lukic, Yvonne Rösch, Yvonne Jänichen, Sandra  Müller, Conny Sachs, Sandra Knapp, Lena Hufler, Sandra Bernhardt, Nikolai Sommer, Sylvia Ertel

Tabea & Mona: Tabea Graichen, Mona Jäger

Bütt: Thomas Kunkel

Bütt Dino: Norbert Gölz II

Bütt Jim: Norbert Gölz I

Sketch Stefan Frank: Marco Rösch, Saskia Kunkel, Thea Arras, Jörg Rettig, Nadine Seeberger

Hampelmens: Jörg Rettig, Christian Körner, Achim Wagner, Eddy Müller, André Knapp, Frank Fleck, Alexander Wetter

Tanzmäuse: Laura Fitzer, Melissa Suvaki, Nicole Sattler, Noah Sattler, Emma Hufler, Lena Hufler, Laura Dell, Pia Fiederlein

 

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Begeisternde närrische Nacht im Museum mit den Aschbacher „Hussmouge“

Die „Hussmouge“ wissen, wie man Fasching feiert. In vier ausverkauften Prunksitzungen unterhielten sie ein ums andere Mal das närrische Publikum prächtig. Und können dabei auf die Begeisterungsfähigkeit ihrer Gäste zählen, die ihnen in punkto Einfallsreichtum bei der Kostümierung in nichts nachstehen. „Nachts im Museum“ hatten die Fastnachter ihre Events in der Mehrzweckhalle überschrieben und boten dabei, inspiriert vom gleichnamigen Film, eine faszinierende und kurzweilige Reise durch die einzelnen Museums-Abteilungen.

Die einzelnen Tische waren bestimmten Themen zugeordnet – und so boten die dort sitzenden ein buntes, farbenprächtiges Sammelsurium an Verkleidungen. Hier unterhielt sich Gandalf mit einem Wikinger, dort war ein waschechter Bayer in seiner Krachledernen im Gespräch mit dem bösen Wolf auszumachen. Die Ägypterinnen waren eine Augenweide für die Männerwelt, während die Frauenwelt eher den Johnny-Depp-Verschnitt als Pirat der Karibik anschmachtete.

Ritter im Burgmuseum, allerlei Märchenfiguren in der Disney-Abteilung, Spielzeuge, Steinzeitmenschen oder Panzerknacker machten zusammen mit den Darstellern aus dem Wachsfigurenkabinett allein den Blick in die Menge lohnenswert. Die über 120 Akteure auf der Bühne setzten noch einen drauf. „Hausmeister“ Sitzungspräsident Thomas Sattler führte nicht nur durchs Programm und kündigte die einzelnen Auftritte, sondern überbrückte die kleineren Umbaupausen immer mal wieder mit dem einen oder anderen (schlüpfrigen) Witz.

Alle Aktiven beim großen Finale auf der Bühne machten eindrucksvoll deutlich, auf welch breites Repertoire die „Hussmouge“ zurückgreifen können. Da waren Körperwelten-Darsteller und die Geister von Indianern oder die Besatzung des Fliegenden Holländers darunter, ebenso wie Wachsfiguren, der Pharao, Einbrecher, Affen, Menschen und Menschenaffen, Roboter oder Neandertalerin. Ihnen schallte wie auch den einzelnen Punkten des Abends ein dreifach donnerndes Helau entgegen.

Was die Gruppe „Galaxy“ als „Geister in Bilderrahmen“ zuvor bot, war ein Klasse für sich. Mit aufwändiger Deko, weit flatternden Geisterkostümen, Furcht erregenden Augen und passender Lichtshow ließen sie tote Westernhelden oder Indianer über die Bühne tanzen. Da passte eines zum anderen, die gruselige Atmosphäre stimmte und die Zuschauer waren gebannt von der Vorführung. Mit viel Applaus wurden die Tänzerinnen verabschiedet.

Eileen Kumpf als Neandertalerin hatte bei ihrer Museums-Gratisführung ein ums andere Mal die Lacher auf ihrer Seite. Als eine Mischung zwischen Cindy aus Marzahn und Paul Panzer, direkt dem Dschungelcamp entstiegen, bot sie ihre ganz eigene Interpretation der Schöpfungsgeschichte, garniert mit unzähligen Erfindungen, die sie sich selbst zuschrieb. Die Unterkunft als „Erstbezug“ in der Grube Messel war nicht das Wahre, monierte sie. Weitere wichtige Ereignisse der Erdgeschichte waren natürlich nur ihrem Wirken zuzuordnen – das Aussterben der Dinosaurier eingeschlossen.

In alten Trachten ließen die „Devils“ die Heimatabteilung des Museums zu ihrem Recht kommen. Standen zuerst Volkstänze aus früheren Zeiten im Mittelpunkt, gab es plötzlich einen Bruch und die Moderne kam mit dem „Dorfkind“ zu ihrem Recht. Tosender Beifall war der Gruppe für den gelungenen Auftritt gewiss.

Als Roboter mit eckigen Bewegungen wackelten die Mitglieder der Gruppe „V.I.P.“ über die Bühne und erinnerten dabei „Kraftwerk“ aus der Neuen Deutschen Welle – ehe sich dann alles zu fließenden Bewegungen, unterstützt von beeindruckenden Lichteffekten, zusammensetzte. Die aufwändigen Kostüme zusammen mit den Effekten kamen bestens bei der gut gelaunten Gästeschar an.

Renate Walter als Skelett und Ulla Wilhelm als Gästeführerin kalauerten sich durch alle Lebenslagen und Körperteile. Helikoptereltern, Kindernamen wie Slipeinlagen oder Defizite der Männerwelt waren Zielscheibe ihres Spotts – gerade von den Männern auch mit ein paar Buhrufen gekontert. Die Gürtellinie wurde dabei das eine oder andere Mal dezent unterschritten. Apropos Körper: Die hautengen Kostüme der Gruppe „1,2 Step“ bei ihrem Tanz „Körperwelten“ waren ein Hingucker.

Zu Beginn hatte „Hausmeister“ Sattler das Publikum begrüßt, die einzelnen Tische aufgerufen und dann mit einem Klatschspiel deren Aufmerksamkeit überprüft. Gleichzeitig versicherte er sich der Unterstützung, um seine erste Nacht im Museum durchzustehen – der Vorgänger hatte nach nur einer Woche den Bettel hingeschmissen. Und los ging’s bei seinem Rundgang mit den „Gibos“. Sehr süß war der Nachwuchs anzuschauen, der als Schmetterlinge und Schulklasse in den Räumen unterwegs war.

„Mozart im Sexmuseum“ hieß es mit Tanja und Marius Gölz, ehe Mozart zusammen mit Michael Jackson und Lady Gaga von den drei Arbeiterinnen aus dem Wachfigurenkabinett mitgenommen wurde und alle zu jeweiligen Songtiteln (Amadeus, Smooth Criminal und Born this way) tanzten. Pharao Thomas Heiligenthal, eine Leihgabe aus dem Mannheimer Museum, wusste so manches aus seinem Leben zu berichten, ehe es A-cappella ums Essen ging.

Steffi, Timo, Tobias und Jürgen Walter sowie Benedikt Breitwieser dichteten zur Freude der Besucher bekannte Songs um, sodass sie immer etwas mit dem leiblichen Wohl zu tun hatten. Die Theatergruppe war szenisch und musikalisch als „Einbrecher“ unterwegs. Billy Joels „We didn’t stop the fire“, „Felicità“ von Al Bano und Romina Power sowie „Er ist wieder da” von Marion März kamen in völlig neuem Gewand auf die Bühne – zusammen mit Thomas Sattler als umjubeltem „Mister X“.

Nach der Sitzung ist vor der Sitzung: Schon jetzt verkündete Thomas Sattler das Motto der kommenden Kampagne: „Fantastische Welten – die ‚Hussmouge‘ fernab der Realität“. Ab dem Sommer laufen dann – wie auch im vergangenen Jahr für dieses – die Vorbereitungen dafür an. Die „heiße Phase“ startet Anfang/Mitte September, wenn die einzelnen Tänze und Bütten eingeübt werden.

Ab dem vierten Adventswochenende wurde es in dieser Saison noch heißer: Denn wegen der kurzen Kampagne mussten schon die Aufbauarbeiten in der Mehrzweckhalle beginne. Dann gingen die Aktiven daran, in viel Kleinarbeit die Bühnenteile zu stellen, Schilder zu malen, Türen selbst zu gestalten  und restliche Elemente zusammenzubauen. Wie immer: alle Jahre wieder. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1090659600978188.1073741896.100001024761983&type=1&l=6bdadfc86c

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Praller närrischer Terminkalender im Überwald bis zum 9. Februar

Die närrische Zeit ist in vollem Gange. Prunk-, Fastnachts- und Elferratssitzungen geben sich die Klinke in die Hand. Ende Januar/Anfang Februar wird’s dann ernst: Kinderfasching, Maskenbälle, Umzüge, Straßenfastnacht oder Prinzeinholung stehen auf dem Programm. Hier eine Auflistung der Veranstaltungen, die aktuell für den Überwald gemeldet sind: Der Abtsteinacher OKACLU setzt seine Prunksitzungen am 15., 16., 17. und 22. Januar, jeweils 20.11 Uhr im katholischen Pfarr- und Jugendheim, fort. Motto: „Zu Gast in Bangkok“.

Am 15., 16., 22. und 23. Januar, jeweils 20.11 Uhr, findet die Fastnachtssitzung der Aschbacher Hussmouge unter dem Motto „Nachts im Museum“ in der Mehrzweckhalle am Sportplatz statt. Eine Elferratssitzung steigt in Gras-Ellenbach am 16. und 23. Januar, jeweils 20.11 Uhr. Es heißt: „Piraten … eine abenteuerliche Zeitreise“. Ort ist die Nibelungenhalle.

Die beiden Fastnachtssitzungen des Carnevalsclubs Affolterbach (CCA) finden am 30. Januar und 6. Februar um 20.11 Uhr in der Peter-Heckmann-Halle statt. Das Thema lautet „Burgfest“. Am 29. und 30. Januar sowie 5. und 6. Februar, jeweils 20.11 Uhr, laden die Unter-Abtsteinacher Kirchenfastnachter zu Fastnachtssitzungen ein. Diese finden im Saal St. Marien der katholischen Pfarrgemeinde statt. Am 31. Januar findet um 11 Uhr die Prinzeinholung des OKACLU beim Café Staier in Ober-Abtsteinach statt. Der Kinderfasching des SV Rot-Weiß Wahlen beginnt an diesem Tag um 14.11 Uhr im Wahlener Sportlerheim.

Am 3. Februar findet abends ab 19.11 Uhr die närrische Bürgermeistersitzung im Pfarr- und Jugendheim Ober-Abtsteinach statt. Veranstaltet wird sie von OKACLU und Gemeinde. Die Überwälder Frauenfastnacht steigt am 4. Februar um 19.11 Uhr in der Peter-Heckmann-Halle Affolterbach. Sie wird vom CCA ausgerichtet.

Am 6. Februar beginnt um 14.11 Uhr der Hammelbacher Kinderfasching im Haus Aicher Cent. Um 20 Uhr startet der FUMABA-Preismaskenball im Sportlerheim Wald-Michelbach (Rudi-Wünzer-Straße), organisiert von der SG. Am gleichen Abend lädt der GV Harmonie Ober-Schönmattenwag um 20.11 Uhr zum Kappenabend ins evangelische Gemeindehaus ein.

Der Fastnachtsumzug „Boa Narrhalla“ des OKACLU bewegt sich am 7. Februar ab 14.11 Uhr durch die Straßen Ober-Abtsteinachs. Anschließend steigt die Fastnachtsparty im Pfarr- und Jugendheim, veranstaltet vom Malteser Hilfsdienst. Am 8. Februar lädt der MGV Harmonie Aschbach um 20.11 Uhr zum Rosenmontagsball in die Mehrzweckhalle ein. Die Rosenmontagssitzung des CV Kapital beginnt zur gleichen Zeit im Haus des Gastes Schönmattenwag. Auch um 20.11 Uhr beginnt der Rosenmontagsball des SV Rot-Weiß Wahlen im Sportlerheim.

Der 9. Februar ist der Tag der Kindermaskenbälle. Um 14.11 Uhr starten sie in Affolterbach, Peter-Heckmann-Halle (CCA); Aschbach, Mehrzweckhalle (MGV Harmonie), mit Fackelwanderung gegen 17 Uhr zum Fastnachtsfeuer der Feuerwehr am Festplatz Geopark im Wiesental; Ober-Schönmattenwag, Haus des Gastes (CV Kapital); Gras-Ellenbach, Nibelungenhalle (Feuerwehr).

Zum Familienfasching lädt der SV Scharbach um 14.11 Uhr ins Haus der Vereine ein. Am Einhaus Wald-Michelbach steigt zur selben Zeit die Straßenfastnacht des SV Eintracht. Der Kinderfasching des OKACLU beginnt um 14.31 Uhr im Gasthaus „Goldener Bock“ Unter-Abtsteinach. Den Abschluss des Tages bildet um 18 Uhr der Fastnachtshaufen der Freiwilligen Feuerwehr Schönmattenwag im Haus des Gastes.

Rathaussturm der Aschbacher Narren läutet die kurze Kampagne ein – Motto: „Die Hussmouge Nachts im Museum“

Die Gegenwehr war kurz und heftig, aber erfolglos. Der versammelten Fastnachter-Macht aus Aschbach hatten Bürgermeister Joachim Kunkel und seine Rathaus-Crew wenig bis nichts entgegenzusetzen. Lautstark und von einem heftigen Konfettiregen begleitet verschafften sich die „Hussmouge“ Einlass. Mit Beginn der – in dieser Kampagne sehr kurzen – fünften Jahreszeit hatte die Narrenschar aus dem Ortsteil Punkt 17.11 Uhr im Handstreich Besitz von der Verwaltungszentrale ergriffen.

„Es ist geschafft, die Tür ist offen, dass sie zu bleibt, konntet ihr nur hoffen“, reimte Hussmouge-Sitzungspräsident Thomas Sattler. „Die fünft Jahreszeit hat heut begonnen, das Rathaus haben wir schon eingenommen. Bis Aschermittwoch haben wir die Macht, im Rathaus wird nur noch gesungen und gelacht“, gab er als Motto für die närrischen Tage vor.

Bürgermeister Kunkel „beschwerte“ sich in seiner Entgegnung, dass nun zu viel Lärm in der Bude sei. „Das ganze Jahr herrscht hier im Haus himmlische Ruh, jetzt kommt ihr und weg ist die Ruh – im Nu.“ Er habe gehofft, „die Zahl der Verteidiger reicht, dass ihr euch vom Hofe wieder schleicht“. Jedoch: „Ihr konntet uns doch überzeugen, dass wir uns der Fastnacht beugen.“ In weiser Voraussicht hatte man sich im Rathaus bereits mit Getränken und Süßigkeiten eingedeckt, um so die große Narrenschar zu beschwichtigen.

Die hatte es sich nach einem wahren Konfettiregen und unter den Klängen des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Schönmattenwag im Foyer bequem gemacht. Die Kostüme waren dabei ein Mix aus den vergangenen Jahren: Mexikaner stand neben Cowboy, von der vielfältigen Tierwelt ganz zu schweigen. „Nur wenige von uns sind daheim geblieben“, machte Sattler die drückende Übermacht der Hussmouge deutlich. Bestimmt über 50 Narren waren es, die die schmale Rathaus-Besatzung mit Jubel, Trubel, Heiterkeit überwältigten.

Von den sieben Aschbacher Tanzgruppen war jede mit einigen Teilnehmern vertreten: Gibos, Devils, Galaxy, Just for fun, 1,2 step, M.A.D. (Men at Dance) und VIP verbreiteten im Rathaus ebenso Fröhlichkeit wie Büttenredner der Hussmouge. Weil Bürgermeister Kunkel so bereitwillig den Schlüssel herausgegeben hatte, wurde er mit den ersten zwei Karten für die kommende Prunksitzung belohnt. Vor allen anderen: Denn der reguläre Vorverkauf startet erst beim Aschbacher Weihnachtsmarkt am 12. Dezember.

Die Fastnachtssitzungen werden unter dem Motto „Die Hussmouge Nachts im Museum“ stehen. Termine sind: Freitag, 15., Samstag, 16., Freitag, 22., und Samstag, 23. Januar. Die Vorbereitungen für die neue Kampagne, deren Programmpunkte natürlich noch ein streng gehütetes Geheimnis sind, laufen laut dem Sitzungspräsidenten auf vollen Touren.

Nach dem Rathaussturm wurde aber erst einmal weiter gefeiert. Rund um die Aschbacher Mehrzweckhalle fand die Straßenfastnacht statt. Ab 18.11 Uhr sorgte die Band „Thousand Years Later“ mit Mitgliedern aus Aschbach und Schönmattenwag durch ihr abwechslungsreiches Programm für mächtig Stimmung. Timo Walter, Katharina Zink, Tobias Walter, Sven Dörsam, Benedikt Breitwieser und Benedikt Staat spielten aktuelle Hits aus Rock und Pop, dazu Schlager und echte Klassiker. So gab’s Songs von Joe Cocker, Lady Gaga, Prince, Kings of Leon und anderen zu hören.

An den verschiedenen Buden der Ortsvereine, die zu diesem Zweck viel Arbeit investiert hatten, feierten die Fastnachter munter weiter. Bei angenehmen Temperaturen war auch der später einsetzende Regen der Stimmung nicht abträglich. Die große Bar überzeugte durch ihr breites Sortiment, die verschiedenen Partyzelte boten genügend Möglichkeiten, vor einem Guss Schutz zu suchen – sodass es spät (oder früh) wurde.

Rosi I. und Joachim I. regieren die Ritter

Natürlich war der neue (Sonn)Tag längst angebrochen, als die Hirschhorner Ritter ihr gut gehütetes Geheimnis endlich preisgaben: Rosi I. und Joachim I. (Weis) von der Klingenstraße sind das neue Prinzenpaar, das die Fastnachter in der relativ kurzen Kampagne bis Faschingsdienstag, 17. Februar, landauf, landab repräsentieren wird. Sie übernahmen das Zepter von Marion und Axel Leippe, denen für ihre Regentschaft im vergangenen närrischen Jahr herzlich gedankt wurde. Der Proklamation vorangegangen war eine kurzweilige Prunksitzung von mehr als sechs Stunden.

Büttenreden, Garde- und Showtänze oder Gesangsdarbietungen: Die vielen Gruppierungen der Ritter liefen während der Prunksitzung zu Höchstform auf. Allein zehn Tanz- und vier Musikgruppen zählt der größte Hirschhorner Verein, der die Fastnachtshochburg im unteren Neckartal bestens in der gesamten Region vertritt. Die große weite, aber auch die kleinere Hirschhorner Welt waren in den Büttenreden das Ziel genauerer Betrachtung, aber auch von bissigem Spott und beißender Ironie. Wer die erste Sitzung verpasst hat, muss nicht klagen: Karten für die kommenden Sitzungen am Freitag und Samstag können noch bei Steffi Hartmann, Telefon 06272/5130516, reserviert werden.

Eckard Breisch und Jürgen Waibel legten in ihrem „Stadtgespräch“ den Finger in viele offene Hirschhorner Wunden. Viele Lacher und viel Beifall waren ihnen gewiss. Eröffnet wurde der Abend mit dem Einzug der Fahnenschwinger und Trommler, ehe die „Wonneproppen“ und der „Showblock“ mit ihrem Showtanz wie auch die Minigarde mit ihrem Gardetanz begeisterten. Bei Tade Crößmann herrschte in der Bütt „Zickenalarm“, Bettina Gärtner wusste als Flugbegleiterin viele komische Begebenheiten über und unter den Wolken zu berichten.

Vor der Pause folgten Gardetänze der „Solisten“ und ein Showtanz von „Ex-trem“. Der „Parodie-Express“ widmete sich der „Fastnachts-Outdoor-Mode“, „Da Capo“ glossierte musikalisch in närrischer Form das Geschehen in Stadt und Land. Wie auch Dieter J. König in gesetzten Worten. Dessen Auftritte als „Deutscher Michel“ sind aus den Prunksitzungen der Ritter nicht mehr wegzudenken. Er sorgt dafür, dass Politikern jedweder Couleur die Ohren klingeln.

Nach der verdienten Pause von 2 x 11 Minuten ging es mit vollem Tempo weiter. Waldemar Böhm sinnierte über den „Sinn des Lebens“, Susanne Konrad und Claudia Schück tauschten ihre „Urlaubserinnerungen“ aus. Der „City Sound Group“ folgte der Gardetanz der „Rasselbande“, Corinna Denner als Funkenmariechen heimste wie alle anderen auch viel Beifall ein. Nach dem Gardetanz der Prinzengarde und Gesangsdarbietungen des „Witwenclubs“ hatte Lutz Schmidt als „Günther Gärtner – Görlitz“ die Lacher auf seiner Seite. Der Showtanz von Männerballett und danach „Milleniums“ (unter dem Titel „Affenstark“) läutete das große Finale inklusive Prinzenpaar-Proklamation ein. (Fotos: Hansi Herbig)

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Die Ritter stehen in den Startlöchern

Hirschhorn. Nicht mehr lange, dann regieren die Narren in Hirschhorn. Schon in der zweiten Januarwoche geht es bei der Carnevalsgesellschaft Hirschhorner Ritter rund. Denn die närrische Saison ist 2015 ziemlich kurz und will voll ausgekostet werden. Wer noch dabei sein will, muss sich sputen. Es sind nur noch vereinzelte Karten für die Prinzenpaarproklamation am Samstag, 10. Januar, und die zweite Rittersitzung am Freitag, 16. Januar, erhältlich. Beide finden jeweils um 19.11 Uhr im Bürgersaal statt. Telefonische Kartenreservierungen nimmt Steffi Hartmann, Telefon 06272/5130516, entgegen. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro. Weitere Sitzungstermine sind: dritte Rittersitzung Samstag, 17. Januar, 19.11 Uhr; Kindermaskenball Sonntag, 18. Januar, 14.31 Uhr, im Bürgersaal.

Zur Vorbereitung und Durchführung der Proklamation, der beiden Rittersitzungen und des Kindermaskenballs werden von den Rittern an folgenden Terminen so viele helfende Hände wie möglich benötigt: Samstag, 3. Januar, ab 10 Uhr Einräumen Bürgersaal; Freitag, 9. Januar, ab 17 Uhr Eindecken und Detailarbeiten; Sonntag, 11. Januar, ab 14 Uhr Aufräumen; Donnerstag, 15. Januar, ab 17 Uhr Eindecken und Detailarbeiten; Samstag, 17. Januar, ab 10 Uhr Aufräumen, Eindecken und Detailarbeiten; Sonntag, 18. Januar, ab 10 Uhr Aufräumen, ab 14 Uhr Aufräumen beim Kindermaskenball mit gleichzeitigem Ausräumen von Keller und Küche, ab 18 Uhr Bürgersaal komplett ausräumen.

Der Fastnachtszug 2015 naht bereits mit großen Schritten. Er findet am Sonntag, 15. Februar, um 13.59 Uhr. Die Strecke verläuft über Ersheimer Straße, Schleusenbrücke, Hauptstraße und Neckarsteinacher Straße bis zur Abzweigung Bahnhofstraße. Meldeschluss für die Zugteilnehmer ist der Donnerstag, 15. Januar. Die Anmeldung kann direkt über die Homepage der Ritter vorgenommen werden. Unter www.hirschhorner-ritter.de/umzug.htm gibt es nähere Angaben und die Anmeldeformulare. Die Sitzung der Umzugsteilnehmer findet am Dienstag, 27. Januar, um 19.31 Uhr im Ritter-Vereinsheim an der Jahnstraße neben der Sporthalle statt. Die Teilnahme eines Vertreters der teilnehmenden Gruppe an dieser Sitzung ist Pflicht. Ansprechpartner ist Generalfeldmarschall Matthias Denner, Telefon 0175-2038605, E-Mail umzug@hirschhorner-ritter.de.