Folk-Benefiz zugunsten des Weiherer Kindergartens am 28. Juli in der „Mühle“

Es gibt immer nur ein kleines Zeitfenster für diese Benefiz-Folk-Veranstaltung, die von der Odenwälder Folkgruppe „Irish Voices“ inzwischen zum dritten Mal durchgeführt wird. Nämlich dann, wenn Pat O‘Connor aus Dublin für einen Tag und eine Nacht in die Region kommt. Das ist in diesem Jahr am Freitag, 28. Juli, in der „Mühle“. Am nächsten Tag geht es für sie nämlich schon zusammen mit den „Voices“ zu einem Workshop nach Elmstein, wo sich fast 200 Irish-Folk-Musiker aus vielen europäischen Ländern jedes Jahr eine Woche lang zu einer Fortbildung treffen.

Der „gute Zweck“ in diesem Jahr soll eine Spende für den Kindergarten in Weiher werden, nachdem im letzten Jahr für die Hospizgruppe Mörlenbach gesammelt wurde. Der Eintritt ist frei, es geht der „Hut“ herum. Die Besucher erwartet eine besondere Veranstaltung, die von Simone Köhler und Siggi Winkler organisiert wird. In Form einer „Session“ werden mit den beiden die regionalen Hobbymusiker Stan Svoboda, Klaus Willems, Heike Mauelshagen sowie Pat O`Connor den Abend gestalten. Ohne festes Programm, es soll viel improvisiert werden. Es wird einzeln, paarweise oder zusammen musiziert – wie es gerade passt.

Zu Gehör kommen natürlich irische Pubsongs, Balladen und Tunes. Aber auch mit einigen eigenen Mundartliedern soll der Abend abwechslungsreich gestaltet werden. Es wird sicher spannend – für die Musiker vielleicht aufregender als für die Besucher. Die Veranstalter hoffen auf eine gute Resonanz. Vorreservierungen im Landgasthof „Zur Mühle“ sind empfehlenswert.

Pat O‘Connor ist Musiklehrerin in Dublin. Sie zählt zu den bekanntesten Folk-Musikerinnen auf der grünen Insel. Ihre Hauptinstrumente sind die Fiddle und die Whistle. Aber sie singt auch mal, wenn sie dazu aufgefordert wird. Sie stammt aus einer Musikerfamilie, in der schon seit vielen Generationen zum Instrument gegriffen wird. Die „Irish Voices“ mit dem Weiherer Siggi Winkler sind stolz, sie als Freundin zu haben. Pat düste schon oft einige hundert Kilometer durch Irland, nur um mit ihren deutschen Freunden zusammen an einem Abend in einem Pub in Belturbet zu musizieren – oder eben zusammen in ihrer Musikschule in „Monkstown“, einem Stadtteil von Dublin.

Info: Benefiz-Folk-Konzert für den Weiherer Kindergarten am Freitag, 28. Juli, um 20 Uhr im Gasthaus „Zur Mühle“, Telefon 06209-1634.

Von den Odenwaldhügeln direkt auf die Grüne Insel: Irish-Folk-Benefizkonzert für das Mörlenbacher Hospiz

Wenn sich Pat O’Connor die Geige schnappt, ans Mikro tritt und anfängt zu spielen, dann ist das, als hätte die Irin das Beamen erfunden. Die grünen Hügel des Odenwalds vor dem Landgasthof „Mühle“ wandeln sich plötzlich zu grasbedeckten, ebenfalls grünen, welligen Erhebungen auf der Atlantikinsel. Klänge, mal melancholisch, mal wieder vorantreibend, schwingen durch das Heuwagenzimmer, wo sich 75 Gäste zum Irish-Folk-Benefizkonzert zugunsten des Mörlenbacher Hospizes eingefunden haben.

Als am Ende ein Kassensturz bei der Spendenbox gemacht wird, sind sowohl die Musiker als auch Diakon Martin Huber von der Hospizgruppe mehr als zufrieden. Stolze 600 Euro kommen durch den unentgeltlichen Auftritt der acht Künstler zusammen. Das Publikum passte sich perfekt den Musikern an. Bei den oftmals traurigen Balladen konnte man eine Stecknadel fallen hören, im zweiten Teil mit seinen bekannten (Instrumental-)Stücken gingen die Leute aber auch kräftig mit. Rhythmisches Klatschen und langanhaltender Beifall war der verdiente Lohn für die Akteure.

Gitarre, Flöte und Geige sind die Instrumente Pat O’Connors. Neben ihrer leicht rauchigen Stimme, die den Songs eine ganz besondere Note geben. Da flirrt die Luft vor Authentizität, wenn sie das Schicksal der Auswanderer besingt oder die unerfüllte Liebe eines jungen Iren thematisiert, der sein Unglück im Alkohol und Spiel ertränkt, bis auch er auf die weite Reise nach Westen geht.

Schon im vergangenen Jahr war die Dublinerin zu Gast in Weiher, weil sie am Tag danach mit den meisten Teilnehmern zu einem Workshop für Irische Musik nach Elmstein fährt. Pat O’Connor lebt ihre Musik. Sie ist voll „drin“ in den einzelnen Reels, Jigs und Hornpipes, wie die verschiedenen Tunes (Musikstücke) genannt werden. Und steht sie mal nicht selbst vorn am Mikro, dann begleitet sie die Songs von der Bank aus – eine Vollblutmusikerin, die ihre Berufung lebt und sich in den Dienst der Mitmenschen stellt.

Denn Pat ist Musiklehrerin in Dublin und kümmert sich nebenbei um Kinder sozial schwächerer Eltern, holt sie von der Straße zu einer Art „musikalischen Früherziehung“. Sie opfert ihre karge Freizeit, um benachteiligte Kinder kostenlos zu unterrichten. Die Irin tourt „nebenher“ jedes Wochenende durch die vielen Pubs, ist bekannt als Session-Teilnehmerin und hat über 100 Stücke (instrumentale Reels und Jigs) komponiert.

Die Musik von der Grünen Insel will eigentlich immer eine Geschichte erzählen. Oft geht es um die bittere Armut in vergangenen Jahrhunderten, aber auch die Schlachten mit den Engländern, die Auswanderung über den Großen Teich, weil es zuhause nichts zu essen gab, oder die verlorene Liebe mit viel Herzschmerz. Am besten kann Letztere natürlich von einer waschechten Irin rübergebracht werden.

Traditionelle irische Töne, erdig, bodenständig, sind Pat O’Connors „Ding“. Sie bringt Emotionen in ihre Darbietungen, oft sehr temperamentvolle Stimmungen. Aber bei aller Nachdenklichkeit wären die Iren keine Iren, wenn sie nicht überall auch das Gute sehen würden. So gerät nach der herzergreifenden Ballade gleich das nächste Stück zum wilden Tanz, bei dem der Bogen über die Geigen-Seite fliegt oder sich die Finger auf der Tin Whistle fast verknoten.

Das traditionelle „Whiskey in the Jar“, in der Version von „Thin Lizzy“ zu Weltruhm gelangt, darf dabei ebenso wenig fehlen wie der „Drunken Sailor“ in der Zugabe mit seinen zahlreichen Strophen, wie denn jetzt mit dem armen betrunkenen Seemann verfahren werden soll. Aber ebenso „Washerwoman“ hat einen richtig schönen Drive, der – wie bei anderen Songs auch – die Gäste im ein um andere Mal zum Mitklatschen animiert.

Die bekannten „Hills of Connemara“, „Kilkelly Ireland“ oder der „Pub with no beer“ sind nur einige der vielen anderen Lieder, die an diesem Abend gespielt werden. Zu allen Songs gibt es immer die eine oder andere Geschichte, die neben Siggi Winkler auch Simone Köhler erzählt. Heike Mauelshagen, ebenfalls an Gitarre, Gesang und Flöte, gehört wie Heinz Thieme und Friederike Weyrauch zu den auftretenden Künstlern.

Mehr Bilder gibt’s hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1214428518601295.1073741952.100001024761983&type=1&l=c5f4471c76

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Am 29. Juli: Irish Folk in Weiher zugunsten des Mörlenbacher Hospizes

Irische Musik zugunsten des Hospizes in Mörlenbach: Am Freitag, 29. Juli, veranstalten die „Irish Voices“ zusammen mit einigen renommierten Gastmusikern ein Benefizkonzert. Um 20 Uhr geht es im Heuwagenzimmer des Landgasthofs „Zur Mühle“ los. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Folk-Quartett aus dem Odenwald dort mit großem Erfolg zugunsten der irischen Musikschule von Pat O’Connor in Dublin gespielt.

Die Ausnahmekünstlerin auf der Geige, die die irische Musik wie keine andere lebt, hat sich auch für dieses Jahr wieder angekündigt, um die hiesigen Aktiven tatkräftig zu unterstützen. Protagonisten des Abends sind neben Mitgliedern der „Irish Voices“ verschiedene andere Folk-Musiker aus der Umgebung. Heinz Thieme aus Mörlenbach ist oft überregional in Irish Pubs auf   Sessions unterwegs. Er hat einiges an Erfahrung als „singender und spielender Alleinunterhalter“ vorzuweisen und war auch bereits in Irland musikalisch auf Reisen.

Musiklehrerin Friederike Weyrauch ist Kopf der Folk-Gruppe „Cadanse“ in Jugenheim und kommt ebenfalls nach Weiher. Sie widmet sich der deutschen und europäischen Folklore, wird aber mit ihrer ausgebildeten Stimme an diesem Abend auch irische Balladen singen.  Sie werden, wie im vergangenen Jahr mit Banjo und Gitarre „bewaffnet“, die besondere Musik der „Tunes“, der originalen Instrumental-Musik aus den Pubs, in Form von Reels und Jigs zum Besten geben.

Simone Köhler wird im Wechsel mit Heike Mauelshagen und Siggi Winkler mit der gezupften Gitarre, Tin Whistle und ihren Stimmbändern für Abwechslung sorgen. Mit der Bodhran, der irischen Rahmentrommel, wird Winkler überall dabei sein, wo es notwendig und sinnvoll erscheint. Als Kenner der Szene, der schon etliche Male in Irland war und in den dortigen Pubs musizierte, führt er daneben launig durch das Programm.

Die Hauptorganisatoren des Abends, Simone Köhler und Siegfried Winkler, haben die Zusage aus Dublin, dass Pat O‘Connor als „Special Guest“ wieder dabei sein wird. Pat ist Leiterin einer Dubliner Musikschule, als Vollblutmusikerin tourt sie an den Wochenenden durch Irland und spielt in den Pubs des ganzen Landes. Ihre Stärken liegen bei der irischen Fiddle und der Tin Whistle, aber sie singt auch gerne irische Balladen.

O’Connor ist in vielen Landesteilen bekannt als Session-Teilnehmerin und hat über 100 Stücke (instrumentale Reels und Jigs) komponiert. Traditionelle irische Töne, erdig, bodenständig, sind ihr „Ding“. Sie bringt Emotionen in ihre Darbietungen, oft sehr temperamentvoll Stimmungen. Sie stammt aus einer Musikerfamilie. Mehrere Generationen vor ihr waren schon in Irland musikalisch unterwegs. Ihr Sohn Brian spielt Uilleanpipe, den schwer zu lernenden „Irischen Dudelsack“, der viel leiser, viel feiner klingt als der schottische.

Es ist ein stimmungsvoller Folkabend mit viel Improvisation und Spontanität ist zu erwarten.  An diesem Abend bringen die verschiedenen Musiker ihre ganz eigenen Einflüsse mit ein. Es gibt eigene Songs zu hören, aber auch im Zusammenspiel mit den anderen ganz neue Improvisationen. Wer die irische Musikalität kennt, weiß, dass sich daraus Überraschendes, Einmaliges und bisher noch nicht Gehörtes entwickeln wird.

Das Folkquartett „The Irish Voices“ gibt es seit elf Jahren. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 150 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel wie „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „My heart will go on“ sowie Folksongs aus der BlueGrass-Szene. Eine Spezialität sind einige eigene Folks, besonders eigene oder überlieferte Odenwälder Mundartsongs.

Bei der Hospizhilfe Mörlenbach, der Caritas-Sozialstation angegliedert, handelt es sich um eine Gruppe von Menschen, die Schwerkranke und Sterbende in der letzten Lebensphase begleitet sowie Angehörigen und Freunde unterstützt. Man versteht sich als ergänzende Hilfe zu den bestehenden Diensten von Sozialstationen, Krankenhäusern, Altersheimen und Pfarrgemeinden. Die Ehrenamtlichen respektieren jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit, unabhängig von Religion und Weltanschauung. Man arbeitet mit Senioren- und Pflegeheimen zusammen.

Info: Irish-Folk-Benefizkonzert Freitag, 29. Juli, 20 Uhr, Landgasthof „Zur Mühle“ in Mörlenbach-Weiher. Vorreservierungen bis 15. Juli unter 06209/1634 in der Gaststätte.

Musikalisch geht’s auf die Grüne Insel: Pat O’Connor gestaltet mit den „Irish Voices“ ein Benefizkonzert

Wenn Pat O’Connor zur Fiddle oder Tin Whistle greift, ändert sich schlagartig die Umgebung. Aus der grünen Odenwald-Landschaft „beamt“ es die Zuschauer von einer Sekunde auf die andere in die windumtosten, leicht welligen, ebenso grünen Hügel von Irlands Westen, wo sich der Tau des häufigen Regens in der Sonne spiegelt und hinter jeder Straßenecke eine Schafherde friedlich grast. Die Irin transportiert ihre Heimat musikalisch als Gast beim Konzert der „Irish Voices“ 1:1 in den Saal des Landgasthofs „Zur Mühle“ in Weiher.

Pat O’Connor lebt ihre Musik. Sie ist voll „drin“ in den einzelnen Reels, Jigs und Hornpipes, wie die verschiedenen Tunes (Musikstücke) genannt werden. Und steht sie mal nicht selbst vorn am Mikro, singt, spielt Gitarre, Fiddle oder Tin Whistle, dann begleitet sie die Songs der „Irish Voices“ von der Bank aus – eine Vollblutmusikerin, die sich für ihre Berufung aufopfert und in den Dienst der Mitmenschen stellt.

Denn Pat ist Musiklehrerin in Dublin und kümmert sich nebenbei um Kinder sozial schwächerer Eltern, holt sie von der Straße zu einer Art „musikalischen Früherziehung“. Sie opfert ihre karge Freizeit, um benachteiligte Kinder kostenlos zu unterrichten. Die Irin tourt „nebenher“ jedes Wochenende durch die vielen Pubs, ist in den Landesteilen bekannt als Session-Teilnehmerin und hat über 100 Stücke (instrumentale Reels und Jigs) komponiert.

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Dem guten Zweck diente auch das Konzert in Weiher. Unter den Gästen ging der „Hut“ rum, das Sammelergebnis geht an Pat O‘Connors Musikschule. Dass es am Freitag zum Konzert in der „Mühle“ kam, ist einen glücklichen Zufall zu verdanken.  Siggi Winkler von den „Voices“ haben in Dublin schon mit ihr zusammen musiziert und waren dort auf Hauskonzerten zu Gast. Denn am Samstag fuhr der eingeschworene Haufen gemeinsam zu einer irischen Musikschule, wo eine Woche lang bei verschiedenen Workshops mitgewirkt wurde.

Die Musik von der Grünen Insel will eigentlich immer eine Geschichte erzählen. Oft geht es um die bittere Armut in vergangenen Jahrhunderten, aber auch die Schlachten mit den Engländern, die Auswanderung über den Großen Teich, weil es zuhause nichts zu essen gab, oder die verlorene Liebe mit viel Herzschmerz.

Am besten kann Letztere natürlich von einer waschechten Irin rübergebracht werden. Wenn sich Pat O’Connor ans Mikro stellt und einfach so ohne jegliche instrumentale Begleitung loslegt, dann geht das unter die Haut. Ihrer eindringlichen, etwas rauchigen Stimme nehmen die Gäste die Trauer, den Verlustschmerz und die Verzweiflung, die sich in den Tunes wiederspiegeln, sofort ab. Traditionelle irische Töne, erdig, bodenständig, sind ihr „Ding“. Sie bringt Emotionen in ihre Darbietungen, oft sehr temperamentvolle Stimmungen.

Aber bei aller Nachdenklichkeit wären die Iren keine Iren, wenn sie nicht überall auch das Gute sehen würden. So gerät nach der herzergreifenden Ballade gleich das nächste Stück zum wilden Tanz, bei dem der Bogen über die Geigen-Seite fliegt oder sich die Finger auf der Tin Whistle fast verknoten. Besonders eindrucksvoll kommt das bei den Songs zum Ausdruck, die jeweils zum Ende des ersten und zweiten Sets von allen gemeinsam gespielt werden.

Die traditionelle Weise „Whiskey in the Jar“, in der Version von „Thin Lizzy“ zu Weltruhm gelangt, darf dabei ebenso wenig fehlen wie der „Drunken Sailor“ mit seinen zahlreichen Strophen, wie denn jetzt mit dem armen betrunkenen Seemann verfahren werden soll. Aber ebenso „Washerwoman“ hat einen richtig schönen Drive, der – wie bei anderen Songs auch – die Gäste im voll besetzten Heubodenzimmer ein um andere Mal zum Mitklatschen animiert.

 

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Mit Johnny Dohan, einem bekannten irischen Singer-Songwriter, oder dem Stück „Galway Girl“ aus dem Film „P.S. Ich liebe dich“ hat die Truppe auch aktuelle Stücke im Gepäck. Die Erinnerung an die Schlacht um Culloden 1746 (Skye Boat Song) oder die Auswanderer-Ballade „Kilkelly Ireland“ wird so mit Bezügen zur Jetzt-Zeit aufgepeppt.

Für einen besonderen Farb- bzw. Stimmtupfer sorgt Sänger Davin Linton, ein in Scharbach lebender Ire. Seine Solo-Interpretation des Stücks „Fiddlers Green“ mit voller, sonorer Stimme wäre auch ohne Mikrofon im letzten Winkel des Saals angekommen. Rauschender Beifall ist ihm gewiss. Wie auch den Musikern nach dem letzten Set in voller Besetzung. Die Gäste lassen sie nicht ohne Zugabe ziehen. Und die, wie kann es anders sein, bietet natürlich der „Special Guest“ des Abends, Pat O’Connor, auf der Tin Whistle.

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Mit dem „Lilting“ präsentiert Pat O’Connor eine irische Besonderheit im Odenwald, die sonst kaum außerhalb der Pubs zu hören ist. Melodische Zungenbrecher, nur mit der Stimme vorgetragen, haben einen ernsten geschichtlichen Hintergrund. Im 16. Jahrhundert verboten die englischen Besatzer den Iren die Benutzung ihrer Instrumente. Sie wollten damit die Traditionen brechen. Doch die Iren hielten ihre Tunes am Leben, indem sie die instrumentalen Stücke mit besonderen Lauten vertonten.

Später hielt sich diese Musikform auf dem Land, wo die Leute nicht das Geld besaßen, sich Instrumente zu kaufen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Lilting oft auf Hauspartys oder an Wegekreuzungen am Sonntag nach der Kirche dargeboten. Im 18. Jahrhundert verbot der englische König Edward den Iren ihre gälische Sprache. Das war dann der Grund für eine Wiederauferstehung des Lilting. Die Iren versahen nun auch ihre Lieder zum Teil mit diesen seltsamen Lauten.

Heutzutage, meint Siegfried Winkler schmunzelnd, werde „Lilting pur nur noch zum Spaß verwendet, oft zu fortgeschrittener Stunde und nach viel Guinness“. Das brauchten die Gäste in der Mühle aber gar nicht, als sie sich von Pat O’Connor eine Einführung mit anschließendem Experiment an der eigenen Stimme geben ließen. Schnell stimmte der ganze Saal in die Zungenbrecher ein – am ehesten vergleichbar, wie wenn ein deutscher Musiker einer Gruppe Iren „Fischer Fritz fischt frische Fische“ beibringen möchte…

„Besonderer irischer Abend“ am 31. Juli: „Irish Voices“ spielen Benefizkonzert mit vielen Gästen in der Weiherer „Mühle“

Ein musikalischer Gruß von der Grünen Insel Irland weht durch den Landgasthof „Zur Mühle“: Am Freitag, 31. Juli, spielen die „Irish Voices“ zusammen mit vielen Gästen ein Benefizkonzert zugunsten der Musikschule von Pat O’Connor aus Dublin. Los geht es im romantischen „Heuwagenzimmer“ um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird ein Hut herumgereicht. Die Teilnehmer an diesem „besonderen irischen Abend“ sind: Pat O‘Connor (Fiddle, Whistle, Gesang),Heike und Simone (Gitarren, Gesang), die „Irish Voices“ (Gitarre, Bodhran, Whistle, Fiddle, Gesang) und David Linton (ein in Scharbach lebender Ire) als Solist.

Pat O’Connor ist Musiklehrerin in Dublin und kümmert sich nebenbei um Kinder sozial schwächerer Eltern, holt sie von der Straße zu einer Art „musikalischen Früherziehung“. Sie opfert ihre karge Freizeit, um benachteiligte Kinder kostenlos zu unterrichten. Die Irin spielt viele Instrumente, meist Fiddle und Whistle. Sie tourt jedes Wochenende durch die Pubs, ist in vielen Landesteilen bekannt als Session-Teilnehmerin und hat über 100 Stücke (instrumentale Reels und Jigs) komponiert. Traditionelle irische Töne, erdig, bodenständig, sind ihr „Ding“. Sie bringt Emotionen in ihre Darbietungen, oft sehr temperamentvoll Stimmungen.

Pat O’Connor stammt aus einer Musikerfamilie. Mehrere Generationen vor ihr waren schon in Irland musikalisch unterwegs. Ihr Sohn Brian spielt Uilleanpipe, den schwer zu lernenden „Irischen Dudelsack“, der viel leiser, viel feiner klingt als der schottische. K

Pat O’Connor wird am 31. Juli von den „Irish Voices“ am Flughafen Frankfurt abgeholt. Sie übernachtet in Weiher. Daraus wurde dann die Idee mit dem „besonderen irischen Abend“ geboren. Am nächsten Tag fahren Pat, Stan, Klaus und das Quartett „Irish Voices“ gemeinsam zu einer irischen Musikschule, wo sie eine Woche bei verschiedenen Workshops mitwirken.

An diesem Abend bringen die verschiedenen Musiker ihre ganz eigenen Einflüsse mit ein. Es gibt eigene Songs zu hören, aber auch im Zusammenspiel mit den anderen ganz neue Improvisationen. Wer die irische Musikalität kennt, weiß, dass sich daraus Überraschendes, Einmaliges und bisher noch nicht Gehörtes entwickeln wird.

Das Folkquartett „The Irish Voices“ gibt es seit elf Jahren. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 150 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel wie „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „My heart will go on“ sowie Folksongs aus der BlueGrass-Szene. Eine Spezialität sind einige eigene Folks, besonders eigene oder überlieferte Odenwälder Mundartsongs.

Vorreservierungen werden in der „Mühle“ unter Telefon 06209-1634 entgegengenommen. Weiter Infos unter the-irish-voices.chapso.de

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