Jetzt anmelden für die 12. Odenwälder Hochlandspiele bei den Köhlertagen auf der Raubacher Höhe

Die Tradition des Kohlenmeiler-Brauchtums lebt Ende Juli wieder auf. Auf der Raubacher Höhe oberhalb von Schönmattenwag kommen dann Liebhaber von Lagerfeuerromantik, schwarzen Gesellen und originellen Wettbewerben voll auf ihre Kosten. Denn dann ist auf dem Odenwälder Höhenrücken die beliebte Köhlerwoche angesagt, zu der die beiden Vereine Gesangverein Harmonie und FC Odin zusammen mit dem Köhlerteam von Freitag, 27. Juli, bis Sonntag, 5. August, einladen.

Der Startschuss fällt am 27. Juli um 18 Uhr, wenn der Holzkohlenmeiler feierlich entzündet wird. Dann wird im Beisein vieler Gäste die glühende Holzkohle in den Schacht hinabgelassen, sodass das Holz danach in zehn Tagen zur Kohle werden kann. Die wird am Abschlusstag verkauft. Dazu gibt es viel Musik, Infos und so manche Anekdote und witzige Geschichte rund ums Köhlerhandwerk. Anschließend schwelt der Meiler unter strenger Bewachung vor sich hin.

Die Köhler Joachim Sauer und Jürgen Walter freuen sich, wenn Petrus ihnen dazu zehn unwetterfreie Tage spendiert, aber auch über viele Besucher, die schauen, staunen und fachsimpeln – oder einfach auch nur den Arbeitstag in gemütlicher Runde mit einer Köhlermahlzeit ausklingen lassen wollen. Seit über 30 Jahren pflegen die beiden Vereine schon das alte Handwerk, das früher in den Odenwalddörfern weit verbreitet war.

In Schönmattenwag war es etwa Adam Knopf, der es noch von der Pike auf gelernt hatte und an den eine Gedenkplatte auf dem Festplatz erinnert. Jürgen Walter wird darüber hinaus immer gegen Abend das Binden von Reisigbesen vorführen, das er sich vor ein paar Jahren vom Schwiegervater abgeschaut und autodidaktisch gelernt hat.

Das uralte Geschäft mit der Kohle ist die arbeitsintensive Seite der Köhlerwoche. Viel wichtiger ist den Veranstaltern jedoch die erlebbare Tradition des „Kohlebrennens“, mit der sie auch ein stückweit dem Raubacher Jockel, der bekanntermaßen zu Lebzeiten gleichfalls mit der Köhlerei seinen Unterhalt bestritt, wenige Meter oberhalb seines Heimatortes seine Referenz erweisen.

Für die entsprechende Biergarten-Atmosphäre haben die beiden Vereine im Vorfeld den Waldplatz oberhalb der Raubach hergerichtet. Die vielen fleißigen Helfer der Küche bieten jeden Tag kulinarische Köhlerspezialitäten und leckere Tagesessen sowie kühle Getränke an. Als weitered Highlight wird am ersten Sonntag-Mittag ein über der Holzkohle gegrilltes frisches Odenwälder Wildschwein offeriert. Die Bewirtung auf dem Festplatz startet jeden Tag um 10 Uhr. Von Sonntag bis Sonntag gibt es (unter der Woche ab 18 Uhr, sonntags ab 12 Uhr) ein Tagesessen zusätzlich zu den normalen Angeboten.

Am zweiten Wochenende, wenn sich die Köhlerwoche dem Ende nähert und der Meiler zur Ernte ansteht, gehen die Raubacher Köhlertage am Sonntag, 5. August, nahtlos in die „Odenwälder Hochlandspiele“ in der mittlerweile 12. Auflage über. Heroisch-anmutend wird es dann, wenn Dudelsack-Musik ertönt und die Matadore der Hochlandspiele in die Waldarena einziehen. Ansonsten geht es bei dieser Odenwälder Variante der berühmten schottischen Highlandspiele locker und unverkrampft zu.

Die Teilnahme kostet nichts und auch die schicken Schottenröckchen – die Kilts -, die zu tragen während des Wettbewerbs heilige Pflicht ist, werden gestellt. Sie können aber selbstverständlich auch mitgebracht werden. Ein bisschen beweglich sollten die Kämpfer allerdings schon sein, außerdem Sinn für Humor und Spaß haben – und ein paar Muckis obendrein. Immer dabei sind die Disziplinen Baumstamm-Werfen und -Überschlag sowie Tauziehen. Die dritte Aufgabe variiert von Auflage zu Auflage und wird im Vorfeld noch nicht verraten, sondern hoch geheim gehandelt.

Zu erreichen ist der Festplatz auf der Raubacher Höhe bequem mit dem Pkw über Ober-Schönmattenwag oder Finkenbach, der Kreisstraße 37 Richtung Raubach folgend. Gleichfalls bietet sich der Kohlenmeiler auch als leicht zu erreichendes Wander- oder Fahrradziel an, so etwa von Ober-Schönmattenwag aus durch das Ellenbachtal mit dem sanften Anstieg zur Raubacher Höhe. Damit vermeidet man die gerade an den Wochenenden aufwändige Parkplatzsuche.

Info: Anmelden zur Teilnahme an den 12. Odenwälder Hochlandspielen können sich Teams mit drei Personen bereits jetzt bei den Vereinsvorsitzenden Bernd Egner (FC Odin) oder Christof Klos (GV Harmonie) unter Telefon 06207–81663 oder 921568.

 

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Am Wochenende wird auf der Raubacher Höhe zu den Odenwälder Hochlandspielen der Riesen-Ansturm erwartet

Der Tafelspitz am Mittwochabend, zum „Bergfest“ der Köhlerwoche, ist einfach immer der Renner. Die Ochsenbrust mit Meerrettich ist bei den Besuchern heiß begehrt. Die rennen den Veranstaltern von FC Odin und Gesangverein Harmonie förmlich die Bude in Gestalt der aufgebauten Zelte auf der Raubacher Höhe ein, um eine Portion des begehrten Odenwälder Hochzeitsessens zu ergattern. Noch bis Sonntag laufen die alle zwei Jahre dort stattfindenden Köhlertage, ehe sie dann mit den 11. Hochlandspielen ihren Abschluss finden.

Es war aber nicht nur das Tafelspitz als Tagesessen, bei dem die Platte geputzt wurde: Auch in den Tagen zuvor war der Zuspruch sehr gut. Das Wildschwein vom Grill am Sonntag wurde bis auf die Knochen abgenagt, die weiteren Spezialitäten abseits der üblichen Karte immer bis auf den letzten Rest verputzt. Auch die Köhlerplatte, Geschnetzeltes mit Bratkartoffeln, Weißkraut und Quark, fand reißenden Absatz.

Kein Wunder, dass die beiden Vereinsvorsitzenden Bernd Egner und Christof Klos zur Halbzeit mehr als zufrieden sind. „Bisher waren die Tage super besucht“, meinen sie unisono. Selbst am verregneten Dienstag „kamen ein paar Leute vorbei“. Und als sich am Mittwochmittag die Sonne zeigte, füllte sich Platz ganz schnell mit Wander- und Rentnergruppen. Am Montag war der Platz Ziel von zahlreichen Firmen und von speziellen „Montagswandervereinen“, die sich dort zum Essen trafen.

Gestern waren dazu noch etliche Fußballteams „aus dem halben Überwald“ nach dem Training zum Stammtisch vertreten. Alle schätzen sie die Atmosphäre mitten im Wald und die Gastfreundschaft der vielen Helfer aus Schönmattenwag. „Eine Köhlerpfanne und zum Abschluss ein Köhlerdrobbe, dann ist die Welt in Ordnung“, bringt es Bernd Egner auf den Punkt.

„Die ersten zwei Tage waren anstrengend“, berichtet Köhler Jürgen Walter, der zusammen mit Achim Walter den Meiler betreut. Denn in dieser Zeit sei „die kritische Phase“, in der alles auch noch in die Hose gehen könne. „Es gab einige Verpuffungen, vor allem nachts“, sagt er. Was den beiden wenig Schlaf bescherte, „denn die Erde musste wieder drauf“. Nach dem Wochenende ging es aber viel entspannter weiter, ab dem Montag „hatten wir wieder mehr Zeit“.

„Der Meiler ist jetzt fertig“, erläutert Walter. Er bleibe zum Abkühlen stehen, zwischenzeitlich würden die Glutnester geschlossen. Das Volumen verringere sich in den zehn Tagen um ein Drittel, ergänzt Sauer. So langsam können die beiden auch daran gehen, die Holzkohle zu ernten. Zuvor muss aber der Meiler „geputzt werden“. Die Erde kommt runter, damit danach „keine Fremdstoffe drin sind“, dafür dann „feines Gestübe“ drauf, erklärt Sauer.

Ein Fünftel des vorherigen Holzgewichts von 32 Festmetern bleibe an Holzkohle übrig, weiß Walter, der seit 2003 in der Nachfolge des damals verstorbenen letzten Köhlers von Schönmattenwag, Adam Knopf, den Meiler betreut. Das Erzeugnis findet durch seine sehr gute Qualität „reißenden Absatz“. Das Geheimnis liegt seinen Worten zufolge im Kohlenstoffanteil. Der bewegt sich bei der „handgemachten Kohle“ bei 93 Prozent, bei der „Retortenkohle“ sind es 83 Prozent.

Da den beiden der Kohlenmeiler weniger Arbeit abverlangt, „komme ich jetzt auch mal zum Lesen“, schmunzelt Jürgen Walter. Aktuell tut’s noch ein Krimi, den er schon vorher angefangen hat. Sollte er mit dem mal durch sein, hat er bereits Nachschub in petto. Ist der Besucherandrang groß, helfen die Köhler aber auch mal in der Küche mit aus. Dann sind alle gefordert: Die beiden Vereinsvorsitzenden springen in den Hoch-Zeiten zwischen den Bänken hin und her, um das schmutzige Geschirr abzuräumen, damit nach dem Spülen wieder genug Teller zur Verfügung stehen.

Der Sonntag, Tag der Hochlandspiele, ist noch einmal ein Großkampftag. Um die 1000 Gäste werden dann auf dem kleinen Platz erwartet. Wer nah parken will, sollte sich früh auf den Weg machen. Die dritte Disziplin für die bisher sechs Teams (Nachmeldungen auch spontan am Tag selbst noch möglich) wollen die Organisatoren noch nicht verraten. Nur, dass es neben Baumwerfen und Tauziehen um die Geschicklichkeit gehen soll.

Bis Sonntag läuft auch die Verlosung. Für den Hauptpreis hat sicher jeder im eigenen Haushalt Verwendung: Es gibt eine Kettensäge im Wert von etwa 200 Euro zu gewinnen. Zweiter Preis ist ein prall gefüllter „Fresskorb“ mit Odenwälder Spezialitäten, dritter Preis ein Sack vor Ort produzierter Holzkohle. Natürlich darf zwischen den Gewinnern auch getauscht werden, schmunzelt Egner. Wer sich lieber den Magen vollschlagen wolle, könne dafür gerne die Kettensäge an einen passionierten Holzfäller weitergeben…

 

Programm beim Kohlenmeiler

Die Bewirtung auf dem Festplatz mit Essen und Trinken startet jeden Tag um 10 Uhr. Das Tagesessen gibt es werktags ab 18 Uhr, sonntags ab 12 Uhr zusätzlich zu den normalen Angeboten wie Brat- und Currywurst, Köhlerpfanne oder Handkäse: Kesselgulasch mit Spätzle (Donnerstag), Krustenbraten mit Semmelknödeln und Rotkraut (Freitag), Spießbraten und Rosmarinkartoffeln (Samstag) sowie paniertes Schnitzel mit Jägersoße, Spätzle und Krautsalat am Abschluss-Sonntag. An dem steppt sowieso der Bär, deshalb stehen am 7. August auch 55 Kuchen ab dem Mittag für die Gäste bereit. Es finden die 11. „Odenwälder Hochlandspiele“ statt. Ab 13 Uhr erklingt Dudelsack-Musik von den „Heidelberg & District Pipes and Drums“, bevor die Recken in die Arena einmarschieren. Anmelden zur Teilnahme können sich Teams zu je drei Personen noch bei Bernd Egner oder Christof Klos unter Telefon 06207-81663 oder -921568, aber auch kurz vor Veranstaltungsbeginn vor Ort. Zu erreichen ist der Platz auf der Raubacher Höhe mit dem Pkw über Ober-Schönmattenwag, der Kreisstraße 37 Richtung Finkenbach folgend, oder vom Rothenberger Ortsteil kommend Richtung Hinterbach und Raubach immer den Berg hoch.

Bei den Köhltertagen in Ober-Schönmattenwag wird ab 29. Juli altes Handwerk wird wieder lebendig

Freitagabend, 29. Juli, fällt der Startschuss: Dann wird der Kohlenmeiler auf der Raubacher Höhe in Richtung Finkenbach feierlich entzündet. Damit beginnt die zehntägige Köhlerwoche, die ihren Abschluss in den 11. Odenwälder Hochlandspielen am 7. August findet. Zwischenzeitlich wird das alte regionale Handwerk gepflegt, glimmt der Meiler vor sich hin, sorgen die veranstaltenden Vereine FC Odin Unter- und Gesangverein Harmonie Ober-Schönmattenwag für das leibliche Wohl der Gäste.

Seit über 30 Jahren pflegen die beiden Vereine schob das alte Handwerk, das früher in den Odenwalddörfern weit verbreitet war. In Schönmattenwag war es etwa Adam Knopf, der es noch von der Pike auf gelernt hatte und an den eine Gedenkplatte auf dem Festplatz erinnert. Der Startschuss der Köhlertage fällt heute um 18 Uhr. Dann wird im Beisein vieler Gäste die glühende Holzkohle in den Schacht hinabgelassen, sodass das Holz danach in zehn Tagen zur Kohle werden kann. Die wird am Abschlusstag verkauft. Rund um den Meiler lässt sich daneben Verschiedenes rund um das alte Handwerk in Erfahrung bringen.

Das uralte Geschäft mit der Kohle ist die arbeitsintensive Seite der Köhlerwoche. Viel wichtiger ist den Veranstaltern jedoch die erlebbare Tradition des „Kohlebrennens“, mit der sie auch ein stückweit dem Raubacher Jockel, der bekanntermaßen zu Lebzeiten gleichfalls mit der Köhlerei seinen Unterhalt bestritt, wenige Meter oberhalb seines Heimatortes eine Referenz erweisen.

Die Köhlerhütte teilen sich zehn Tage lang Achim Sauer und Jürgen Walter, die das alte Handwerk von Adam Knopf übernommen haben und den Meiler rund um die Uhr im Auge behalten. Walter wird darüber hinaus immer gegen Abend das Binden von Reisigbesen vorführen, das er sich vor ein paar Jahren vom Schwiegervater abgeschaut und autodidaktisch gelernt hatte.

Die Bewirtung auf dem Festplatz startet jeden Tag um 10 Uhr. Von Sonntag bis Sonntag gibt es (unter der Woche ab 18 Uhr, sonntags ab 12 Uhr) ein Tagesessen zusätzlich zu den normalen Angeboten. Start ist am 31. Juli mit Odenwälder Wildschwein vom Grill mit Bratkartoffeln und Kartoffelsalat sowie Haxen und Kartoffelsalat. Es geht wie folgt weiter: Fleischkäse mit Bratkartoffeln und Krautsalat (Montag), Räuberspieße mit Reis und Krautsalat (Dienstag), Ochsenbrust, Meerrettich und Salzkartoffeln (Mittwoch), Kesselgulasch mit Spätzle (Donnerstag), Krustenbraten mit Semmelknödeln und Rotkraut (Freitag), Spießbraten und Rosmarinkartoffeln (Samstag) sowie paniertes Schnitzel mit Jägersoße, Spätzle und Krautsalat am Abschluss-Sonntag.

Dann, am 7. August, wenn sich die Köhlerwoche dem Ende nähert und der Meiler zur Ernte ansteht, finden auch die „Odenwälder Hochlandspiele“ als lokale Variante der schottischen Highlandgames in der mittlerweile 11. Auflage statt. Heroisch anmutend wird es dann, wenn ab 13 Uhr Dudelsack-Musik von den „Heidelberg & District Pipes and Drums“ ertönt und die Matadore der Hochlandspiele in die Waldarena einziehen.

Ansonsten geht es bei dieser Odenwälder Variante der Highlandspiele locker und unverkrampft zu. Die Teilnahme kostet nichts und auch die schicken Schottenröckchen – die Kilts -, die zu tragen während des Wettbewerbs Pflicht ist, werden gestellt. Immer dabei sind die Disziplinen Baumstamm-Werfen und -Überschlag sowie Tauziehen. Die dritte Aufgabe variiert von Auflage zu Auflage und wird im Vorfeld noch nicht verraten.

Für die beiden Vereine ist die Mammutveranstaltung mit etwa 400 Helfern an zehn Tagen alle zwei Jahre „eine Herausforderung“. Immer im Wechsel findet in ungeraden Jahren der Kohlenmeiler in der Hinterbach, wenige 100 Meter talabwärts, veranstaltet von der dortigen Dorfgemeinschaft statt. Nach der Eröffnung schwelt das in mühevoller Arbeit aufgeschichtete Holz zehn Tage lang unter strenger Bewachung vor sich hin.

Info: Zu erreichen ist der Platz auf der Raubacher Höhe bequem mit dem Pkw über Ober-Schönmattenwag, der Kreisstraße 37 Richtung Finkenbach folgend. Anmelden zur Teilnahme an den 11. Odenwälder Hochlandspielen können sich Teams zu je drei Personen noch bei Bernd Egner oder Christof Klos unter Telefon 06207-81663 oder -921568.

Jetzt anmelden für die 11. Odenwälder Hochlandspiele auf der Raubacher Höhe

Die Tradition des Kohlenmeiler-Brauchtums lebt ab Ende Juli wieder auf. Auf der Raubacher Höhe oberhalb von Schönmattenwag kommen dann Liebhaber von Lagerfeuerromantik, schwarzen Gesellen und originellen Wettbewerben voll auf ihre Kosten. Denn dann ist auf dem Odenwälder Höhenrücken die beliebte Köhlerwoche angesagt, zu der die beiden Vereine Gesangverein Harmonie und FC Odin zusammen mit dem Köhlerteam von Freitag, 29. Juli, bis Sonntag, 7. August, einladen.

Der Startschuss fällt am 29. Juli um 18 Uhr, wenn der Holzkohlenmeiler feierlich entzündet wird. Dazu gibt es viel Musik, Infos und so manche Anekdote und witzige Geschichte rund ums Köhlerhandwerk. Anschließend schwelt der Meiler zehn Tage lang unter strenger Bewachung vor sich hin. Die Köhler freuen sich, wenn Petrus ihnen dazu zehn unwetterfreie Tage spendiert, aber auch über viele Besucher, die schauen, staunen und fachsimpeln – oder einfach auch nur den Arbeitstag in gemütlicher Runde mit einer Köhlermahlzeit ausklingen lassen wollen.

Das uralte Geschäft mit der Kohle ist die arbeitsintensive Seite der Köhlerwoche. Viel wichtiger ist den Veranstaltern jedoch die erlebbare Tradition des „Kohlebrennens“, mit der sie auch ein stückweit dem Raubacher Jockel, der bekanntermaßen zu Lebzeiten gleichfalls mit der Köhlerei seinen Unterhalt bestritt, wenige Meter oberhalb seines Heimatortes seine Referenz erweisen.

Am zweiten Wochenende, wenn sich die Köhlerwoche dem Ende nähert und der Meiler zur Ernte ansteht, gehen die Raubacher Köhlertage am Sonntag, 7. August, nahtlos in die „Odenwälder Hochlandspiele“ in der mittlerweile elften Auflage über. Heroisch-anmutend wird es dann, wenn Dudelsack-Musik ertönt und die Matadore der Hochlandspiele in die Waldarena einziehen.

Ansonsten geht es bei dieser Odenwälder Variante der berühmten schottischen Highlandspiele locker und unverkrampft zu. Die Teilnahme kostet nichts und auch die schicken Schottenröckchen – die Kilts -, die zu tragen während des Wettbewerbs heilige Pflicht ist, werden gestellt. Sie können aber selbstverständlich auch mitgebracht werden. Ein bisschen beweglich sollten die Kämpfer allerdings schon sein, außerdem Sinn für Humor und Spaß haben – und ein paar Muckis obendrein.

Immer dabei sind die Disziplinen Baumstamm-Werfen, -Überschlag und Tauziehen. Die dritte Aufgabe variiert von Auflage zu Auflage und wird im Vorfeld noch nicht verraten. Zu erreichen ist der Platz auf der Raubacher Höhe bequem mit Pkw über Ober-Schönmattenwag, der Kreisstraße 37 Richtung Finkenbach folgend.

Info: Anmelden zur Teilnahme an den 11. Odenwälder Hochlandspielen können sich Teams zu drei Personen bereits jetzt bei Bernd Egner oder Christof Klos unter Telefon 06207–81663 oder 921568.