Tollkühne Männer auf ihren alten knatternden Kisten beim MSC Ulfenbachtal

Das herrliche Wetter sorgte für einen Besucherrekord bei der 16. ADAC Johann-Philipp-Jöst-Gedächtnisfahrt des MSC Ulfenbachtal. Sowohl an den verschiedenen Stationen als auch am Vereinsheim waren viele Schaulustige zugegen, um den tollkühnen Männern auf ihren alten knatternden Gefährten zuzuschauen und sie anzufeuern. „Das war wohl die am besten besuchte Classic Enduro seit der Neuauflage“, freute sich der MSC-Vorsitzende Uwe Gam. „So doll war es noch nie.“

Hunderte Gäste ließen an den Bewirtungs- und Treffpunkten die Kasse klingeln. An der Auffahrt bei Otmar Walter ballten sich die Interessierten, auch bei Franz Walter im Finkenbacher Weg war Highlife. In der letzten Runde „trafen sich hier Fahrer und Besucher zu Benzingesprächen“, lachte Gam. Denn um Zeit geht es bei diesem Event eigentlich nie, mehr um das Happening.

Dass Classic schrauben bedeutet, ließ sich des Öfteren an der Strecke oder den Wertungsstationen beobachten. Immer mal wieder musste am fahrbaren Untersatz das eine oder andere Teil auf Vordermann gebracht werden. Kein Wunder, denn oftmals sind die zweirädrigen Oldtimer älter als die Fahrer selbst. Auf stolze 63 Jahre brachte es das älteste Motorrad, eine DKW. Wobei: Die „menschlichen“ Oldtimer waren 20 Jahre älter.

Um die 100 Mitglieder des MSC Ulfenbachtal sind bei der ADAC-Gedächtnisfahrt voll gefordert. Die Enduro Classic rief der MSC anlässlich seines 50-jährigen Bestehens 2001 wieder ins Leben. Seit 2003 findet sie regelmäßig jedes Jahr statt. Fahrer aus ganz Europa sind ganz wild auf die Teilnahme, weiß Gam. Doch nur 140 dürfen an den Start. 190 wollten dieses Mal. „Jeder will teilnehmen, der Rang und Namen hat“, unterstreicht er das Renommee der Veranstaltung. Wegen Platz, Zeitrahmen und Fahrerlager muss der MSC aber das Starterfeld begrenzen.

Das Gelände im Überwald bietet eine der schönsten Enduro-Strecken in Deutschland, sind sich die Teilnehmer einig. Was da rund um den Ort fährt, an Korsika, Ludwigsdorf und Flockenbusch vorbei, über Stock und Stein in der Wüstenbach, liest sich wie ein „Who’s who“ der ehemals erfolgreichen Cracks auf zwei Rädern mit ihren alten Motorradmarken, bei denen jedem Fan das Herz aufgeht.

Die BMW-Geländemotorräder sind darunter noch die bekanntesten, die bei der Enduro-Classic in Schimmeldewog loslegen. Java, Laverda, Bombardier, Maico, Sachs, Simson, Hercules, Puch sind weitere Exoten, gefolgt von KTM, MZ, SWM, Moto Monini oder Bultaco. Allen ist eines gemein: Sie müssen vor 1980 gebaut sein.

Mindestens genauso so alt wie ihre Untersätze sind auch die tollkühnen Männer auf ihren fahrbaren Kisten. Den Vogel schießen Hermann Schnurr und Burchard Lenz ab, die das Alter ihrer Zweiräder locker toppen. Beide sind 83 Jahre alt und bekamen damit auch Preise als älteste Teilnehmer. „Der Hermann Schnurr ging schon 1958 bei uns auf die Strecke“, erinnert sich Gam.

60 Jahre Motorradsport im Überwald: eine Seltenheit und eine Auszeichnung wert. Schnurr hatte sogar zum Jubiläum eine alte Plakette von damals mitgebracht. Ein passionierter Schrauber, der mehr Benzin als Blut in den Venen hat und der nach wie vor seine Honda XL 185 beherrscht. Wie ihn gibt es einige, die seit 50, 60 oder mehr Jahren dem Motorsport im Gelände verfallen sind.

Die sehr anspruchsvolle Strecke fordert von Fahrer und Gefährt alles. Die lange Trockenheit sorgte für viel Staub. Eine durchgehende braune Schicht legte sich in den 25-Kilometer-Runden auf Fahrer und Gefährt. Zum Glück gab es nur einen Unfall, so Gam. Der ging glimpflich aus, der Gestürzte aus den eigenen Reihen kam mit einer Gehirnerschütterung davon.

Schimmeldewog zählt neben Isny und Zschopau zu den drei renommiertesten deutschen Enduro-Strecken. „Selbst die aus Isny sagen loben uns“, freut sich Gam. Kein Wunder, dass Teilnehmer aus Belgien, Italien, Kroatien, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden an den Start im Überwald gehen. Etliche deutsche Meister und viele weitere namhafte Fahrer belegen die internationale Bedeutung der Veranstaltung in Schimmeldewog

„Das Highlight ist die Geländefahrt“, betont Gam. Denn auf dem 25-Kilometer-Rundkurs gibt es nur 500 Meter Asphalt. Der Rest geht durch die Prärie, durch Feld, Wald und Wiesen im stetigen Auf und Ab. „Wir haben 98 Prozent Waldwege“, hebt Gam hervor. Das Wertungssystem ist komplex, macht aber auch deutlich, dass beim Wettbewerb viel Gaudi dabei ist.

Es gibt 14 verschiedene Klassen. Jeder Fahrer hat noch vor dem Start 200 Strafpunkte auf dem Konto. Davon werden Fahrer- und Motorradalter abgezogen. Sprich 100 Punkte, wenn beide 50 alt sind. Fährt ein 30-Jähriger eine 40 Jahre alte Maschine, sind es nur 70. Der Jungspund muss dann diese 30 Punkte in den Sonderprüfungen wieder aufholen. „Die Alten sind also klar im Vorteil“, schmunzelte Gam.

Einer wie der 70-jährige Peter Neumann. Der gewann als Motorradgeländesportler mit der Nationalmannschaft 1975 und 1976 die Internationale Sechstagefahrt. Neumann wurde vier Mal in Folge Europameister und erkämpfte sich drei Mal die Deutschen Meisterschaft. 1972 war er erstmals Mitglied der bundesdeutschen Trophy-Mannschaft. All seine Erfolge holte er auf Zündapp. Mit einer solchen Maschine nahm er auch in Schimmeldewog teil.

Die Sonderfahrt erstreckt sich auf 1,4 Kilometer. Zu den Aufgaben zählt auch, in 20 Sekunden die alte Kiste zu starten und abzufahren. Auf der Cross-Strecke bedeutet jede gefahrene Sekunde einen Strafpunkt. Wer dann am Ende die wenigsten Zähler auf seinem Konto hat, gewinnt seine Klasse. Zusätzlich müssen vier (für Gespanne und über 70 Jahre alte Fahrer drei) Runden à 25 Kilometer in maximal je 90 Minuten absolviert werden. Laut Gam dient das aber lediglich als Zuverlässigkeitsprüfung.

Wie bei den anderen Oldtimern auch müssen die Fahrer absolute Spezialisten für ihre Maschinen sind. „Alles muss selbst angefertigt werden“, erklärt der Vorsitzende. „Teile gibt es dafür keine mehr.“ Für den MSC ist der Event eine Herkulesaufgabe. Denn kaum ist die eine Veranstaltung vorbei, steht die des kommenden Jahres in den Startlöchern. „Bis Ende Oktober muss beim ADAC der Termin für 2019 gemeldet sein.“ Sieben Streckenmarschalls sichern die Strecke und reparieren sie bei Bedarf auch. Bereits im Vorfeld sind die Mitglieder gefordert, alles zu bepfeilen, abzustecken und auszuschildern.

MSC-Fahrer: Luigi Mocchetto (Klasse 1), Gernot Walter, Martin Novak, Christopher Teppich (alle Klasse 2), Dirk Kohl, Peter Hinz (Klasse 3), Stephan Jöst (Klasse 4), Uwe Zwerenz, Patrick Stay (beide Klasse 5), Hans-Stephan Jöst (Klasse 7), Marcel Sauer (Klasse 10), Frank Koser (erster Platz Klasse 11).

Tagesschnellster: Rolf Nikolai, schnellste Runde in der Sonderprüfung: Stephan Jöst

Älteste Fahrer: Hermann Schnurr und Burchard Lenz (beide 83 Jahre)

Ältestes Motorrad: DKW RT 175 GS von Axel Konstroffer/Saarwellingen aus dem Jahr 1955.

Folgende teilnehmende Damen wurden ausgezeichnet: Karin Spiegel und Monika Lambertz

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MSC Ulfenbachtal will drei eigene Maschinen anschaffen

Das Clubhaus in der Wüstenbach war bei der Jahreshauptversammlung des MSC Ulfenbachtal von den Mitgliedern gut besucht. Die Ehrenmitglieder Walter Sieber und Karl Schäfer sowie der Referent des ADAC Hessen-Thüringen, Kurt Oehm, waren ebenfalls anwesend. Zuerst gab der Vorsitzende Uwe Gam seinen Bericht ab. „Unsere Fahrer haben an großen und bedeutenden Veranstaltungen teilgenommen“, betonte er.

Vor einem Jahr wurden Gelände und Strecke in der Wüstenbach neu gestaltet, führte er aus. Der Wildwuchs wurde entfernt. „Wenn der Verein nicht stets hinterher ist, haben wir keine Chance“, hob er die Notwendigkeit von regelmäßigen Maßnahmen hervor. Der Seniorentrial im April wird immer gut besucht. „Wir wurden von den Teilnehmern sehr gelobt für diese Veranstaltung“, freute er sich.

Die Jugend-Trial-Meisterschaft Hessen-Thüringen war laut Gam war mit sehr viel Vorbereitungsarbeit auf dem Vereinsgelände verbunden. „Die Sektionen mussten neu an-, auf die verschiedenen Schwierigkeitsgraden der einzelnen Klassen ausgelegt und auf Befahrbarkeit überprüft werden“, erläuterte er. Die Clubcross-Veranstaltungen in der Wüstenbach „sind immer ein Erfolg für den Verein“, hob er hervor. Dabei könnten sich auch die Hobbyfahrer unter Beweis stellen.

Eine Großveranstaltung für den MSC war die 15. Ulfenbachtal Klassik-Enduro, „Deutschlands intensivste Klassik-Geländefahrt“. 150 Fahrer aus sieben Nationen und neun Gespanne gingen an den Start, darunter waren ehemalige Europameister und Weltmeisterfahrer. Das Zuschauerinteresse war wieder mal riesig, sagte sich der Vorsitzende. Speziell die Sonderprüfung in der Wüstenbach war sehr gut besucht. Die Besucher hielten sich dort bis weit nach Ende der eigentlichen Veranstaltung auf.

Der Club hat 300 Mitglieder, erläuterte Gam. Leider bei Weitem nicht so viele zahlende. Deshalb ist es auch ein Ziel für 2018, mehr Aktive in den Club aufzunehmen. Weiter nannte er für dieses Jahr die Gestaltung neuer Trial-Sektionen als Aufgabe. „Wir werden uns in diesem Jahr drei Motorräder zulegen“, sagte Gam. Darunter sind zwei mit Elektro-Antrieb, um die Jugendgruppe zu stärken und voranzubringen.

Es wird laut dem Vorsitzenden immer schwieriger, Jugendliche fürs Motorradfahren zu begeistern. Grund dafür sei meistens, „dass sie kein Motorrad haben und die Anschaffung teuer ist“. Deshalb wolle man als Verein denen eine Chance geben, die keine Maschine mitbringen können. Nach dem scheidenden Jugendleiter Jörg Gebhardt stattete auch Schatzmeister Werner Sieber seinen Bericht ab. Die Kassenprüfer Jacub Gnatowski und Jens Gam bestätigten eine einwandfreie Kassenführung.

Unter Punkt Verschiedenes wurde von Daniel Gam vorgeschlagen, dass sich der Verein mehr in den Sozialen Medien zeigen sollte. Tobias Sieber regte an, Fahrer aus anderen Vereinen im Umkreis die Möglichkeit geben beim MSC fahren zu können. Sportleiter Markus Hirsch gab einen kleinen Rückblick auf die Motorsport-Aktivitäten und referierte ein paar Zahlen zum Gesamtstand.

Der MSC organisierte 2017 wieder den ersten Lauf zur Hessisch-Thüringischen Jugendtrialmeisterschaft, den Hessisch-Thüringischen Trial-Cup, drei Club-Crossläufe, das ADAC-Fahrradturnier, einen Seniorentrial, ein Trialsommercamp und zum Abschluss die 15. Johann Phillip Jöst-Gedächtnisfahrt. Die Clubcrossläufe waren Hirsch zufolge sehr gut besucht und wurden auch gerne von befreundeten Gastfahrern genutzt. Highlight war wieder wie in jedem Jahr die Classic Schimmeldewog. „Diese Veranstaltung ist nur durch die Hilfe unserer ehrenamtlichen Helfer zu stemmen“, dankte der Sportleiter für die Unterstützung nicht nur bei diesem Event.

Die für den MSC Ulfenbachtal aktiven Fahrer setzten sich wie folgt zusammen: Club-Meisterschaft Moto-Cross 16 Erwachsene und sieben Jugendliche,  Trial-Meisterschaft zwei Erwachsene, Trial DM, Trial EM und Euro Cup Aywaille Trial einer, Seniorentrial zwei, Classic Enduro 14, Deutscher Classic Motocross Cup drei, Hessencup Motocross vier, Deutsche Enduromeisterschaft einer, IGE-Enduromeisterschaft und Pirelli Vier-Stunden-Enduro jeweils vier. Beim ADAC-Fahrradturnier waren 27 Kinder und Jugendliche aktiv.

Erfolgreichster Fahrer war 2017 im Trialbereich Robin Schmidt, der den Deutschen Meistertitel in der Klasse 3 gewann, und im Enduro-/Crossbereich Stephan Jöst als Hessenmeister im Classic Cross. Die Clubmeisterpokale im Clubcross gingen an die Jugendlichen Marlon und Luis Böhnig sowie bei Erwachsenen an Julian Kesberger.

Markus Hirsch blickte auch auf die diesjährigen Termine: Dazu zählen am 22. April der ADAC-Seniorentrial, am 5. Mai der Lauf zur Hessisch-Thüringischen Jugendtrialmeisterschaft und am  selben Tag der Lauf zum Trial-Cup, jeweils in der Wüstenbach. Verschiedene Clubsport-Motocrosstermine des MSC Ulfenbachtal schließen sich im Mai, Juni und September an. Am 12. August findet das ADAC-Fahrradturnier am Haus des Gastes statt. Highlight ist die 16. Johann Phillip Jöst-Gedächtnisfahrt für Classic-Motorräder am 6. Oktober.

 

Neuwahlen des Teilvorstandes

Zweiter Vorsitzender Klaus Sieber, Sportleiter Markus Hirsch, Jugendleiter Marc Sieber, Beisitzer Peter Schaljo, Jano Schwebel wurde gewählt, Jens Schaljo, Marcus Schwabedissen, Kassenprüfer Jacub Gnatowski, Daniel Gam.

 

MSC Ulfenbachtal blickt auf erfolgreiche Saison zurück

Hinter dem MSC Ulfenbachtal liegt eine erfolgreiche Saison 2017, berichtete der Vorsitzende Uwe Gam auf der Jahresabschlussfeier. „Unsere Fahrer haben an großen und bedeutenden Veranstaltungen teilgenommen“, betonte er. Vor einem Jahr wurden Gelände und Strecke in der Wüstenbach neu gestaltet, führte er aus. Der Wildwuchs wurde entfernt. „Wenn der Verein nicht stets hinterher ist, haben wir keine Chance“, hob er die Notwendigkeit von regelmäßigen Maßnahmen hervor. Der Seniorentrial im April wird immer gut besucht. „Wir wurden von den Teilnehmern sehr gelobt für diese Veranstaltung“, freute er sich.

Die Jugend-Trial-Meisterschaft Hessen-Thüringen war laut Gam war mit sehr viel Vorbereitungsarbeit auf dem Vereinsgelände verbunden. „Die Sektionen mussten neu an-, auf die verschiedenen Schwierigkeitsgraden der einzelnen Klassen ausgelegt und auf Befahrbarkeit überprüft werden“, erläuterte er. Die Clubcross-Veranstaltungen in der Wüstenbach „sind immer ein Erfolg für den Verein“, hob er hervor. Dabei könnten sich auch die Hobbyfahrer unter Beweis stellen.

Eine Großveranstaltung für den MSC war die 15. Ulfenbachtal Klassik-Enduro, „Deutschlands intensivste Klassik-Geländefahrt“. 150 Fahrer aus sieben Nationen und neun Gespanne gingen an den Start, darunter waren ehemalige Europameister und Weltmeisterfahrer. Es sind seinen Worten zufolge „immer wieder dieselben am Start“ – und die werden nicht jünger. Deshalb sei es für die Streckenplanung wichtig, sachgerechte Umfahrungen für Ü 60-Teilnehmer zu planen. Für die Ü 70 wurde die Rundenzahl von vier auf drei reduziert.

Das Zuschauerinteresse war wieder mal riesig, sagte sich der Vorsitzende. Speziell die Sonderprüfung in der Wüstenbach war sehr gut besucht. Die Besucher hielten sich dort bis weit nach Ende der eigentlichen Veranstaltung auf. Der Club hat 300 Mitglieder, erläuterte Gam. Leider bei Weitem nicht so viele zahlende. Deshalb ist es auch ein Ziel für 2018, mehr Aktive in den Club aufzunehmen. Weiter nannte er für dieses Jahr die Gestaltung neuer Trial-Sektionen als Aufgabe. Anfang Mai folgt der Jugendtrial Hessen-Thüringen auf dem Vereinsgelände, danach der noch zwei Mal im Mai der Clubcross. Anfang Oktober folgt die 16. Ulfenbachtal Klassik-Enduro.

Sportleiter Markus Hirsch gab einen kleinen Rückblick auf die Motorsport-Aktivitäten und ein paar Zahlen zum Gesamtstand. Der MSC organisierte 2017 wieder den ersten Lauf zur Hessisch-Thüringischen Jugendtrialmeisterschaft, den Hessisch-Thüringischen Trial-Cup, drei Club-Crossläufe, das ADAC-Fahrradturnier, einen Seniorentrial, ein Trialsommercamp und zum Abschluss die 15. Johann-Phillip-Jöst-Gedächtnisfahrt.

Unter dem Slogan „Mit Sicherheit ans Ziel“ richten viele Ortsclubs das ADAC-Fahrradturnier aus. Ziel ist, dass die Jugendlichen sicherer im Straßenverkehr unterwegs sind. In der Gruppe Laufrad errang den ersten Platz bei den Mädchen Lea Weber, bei den Jungs Madjel Brand. Bei den Bambini siegten Johanna Schumacher und Mikko Sauer, bei den Acht- und Neunjährigen Lina Falter und Laurin Sauer, bei den Zehn- und Elfjährigen Svenja Ballmann und Luca Joel Gerlitschka, bei den Zwölf- und 13-Jährigen Larissa Weihrauch und Silas Hecker.

Michael Becker als ältester Trialer fuhr neun Läufe zur Seniorentrialmeisterschaft und den Euro-Cup Aywaille. Robin Schmidt fuhr elf Läufe bei der Trial-DM und -EM. Gleich zu Beginn der EM verletzte er sich und hatte auch noch Pech mit einem Motorschaden. Bei den DM-Läufen schaffte er es immer aufs Treppchen und ist Deutscher Trialmeister in der Klasse 3. Hirsch nannte folgende Clubcrossmeister: bis 50ccm Luis Lannert, bis 65ccm Luis Böhnig, bis 85ccm Marlon Böhnig. Die Open Lites gewann Jano Schwebel.

In der Klasse Classic siegte Uwe Zwerenz vor Ralf Winkler und Stephan Jöst. Uwe Zink, Christopher Teppich, Marcel Sauer und Frank Koser folgten auf den weiteren Plätzen. Andere Klassik-Fahrer: Hans-Stefan Jöst, Jens Dingeldein, Erich Martin, Jürgen Stay, Gernot Walter, Horst Renner, Peter Hinz, Patrick Stay, Andy Hoffmann und Giovanni Zacheo.

Platz 1 der Clubmeisterschaft Open 2017 errang Julian Kesberger vor Frank Hofmann und Jan Schäfer. Es folgten: Dirk Kohl, Siggi Schäfer, Denis Dingeldein, Marcus Wunder und Tobias Gubitz. Beim Motocross-Clubmeisterschafts-Wander-Pokal ging es wieder sehr eng zu. Die Clubmeisterschaft in der Motocross-Jugend ist nun im gemeinschaftlichen Familienbesitz von Luis und Marlon Böhnig. Bei den Senioren holte Julian Kesberger den Titel.

Der aktuelle Vorstand des MSC Ulfenbachtal setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Uwe Gam, Vorsitzender Klaus Sieber, Schatzmeister Werner Sieber, Schriftführer Uwe Zink, Sportleiter Markus Hirsch, Jugendleiter Jörg Gebhardt, Beisitzer Jens Dingeldein, Reiner Schwebel, Erich Martin, Jens Schaljo, Michael Becker und Marcus Schwabedissen.

Enduro-Fahrer aus ganz Europa sind bei der Classic-Fahrt des MSC Ulfenbachtal am Start

„Classic heißt schrauben“, bringt es Markus Hirsch auf den Punkt. Der sportliche Leiter des MSC Ulfenbachtal ist eines von 100 Vereinsmitgliedern, das bei der 15. ADAC Johann-Philipp-Jöst-Gedächtnisfahrt voll gefordert ist. Die Enduro Classic rief der MSC anlässlich seines 50-jährigen Bestehens wieder ins Leben. Fahrer aus ganz Europa sind ganz wild auf die Teilnahme, weiß Hirsch. Doch nur 140 dürfen an den Start. 250 wollten. Wegen Platz, Zeitrahmen und Fahrerlager muss der MSC aber das Starterfeld begrenzen.

Das Gelände im Überwald bietet eine der schönsten Enduro-Strecken in Deutschland. Was da rund um den Ort fährt, über Stock und Stein in der Wüstenbach, liest sich wie ein „Who’s who“ der alten Motorradmarken, bei denen jedem Fan das Herz aufgeht. Die BMW-Geländemotorräder sind darunter noch die bekanntesten, die bei der Enduro-Classic in Schimmeldewog loslegen. Java, Laverda, Bombardier, Maico, Sachs, Simson, Hercules, Puch sind weitere Exoten, gefolgt von KTM, MZ, SWM, Moto Monini oder Bultaco. Allen ist eines gemein: Sie müssen vor 1980 gebaut sein.

Mindestens genauso so alt wie ihre Untersätze sind auch die tollkühnen Männer auf ihren fahrbaren Kisten. Den Vogel schießen Hermann Schnurr und Burchard Lenz ab, die das Alter ihrer Zweiräder locker toppen. Beide sind 82 Jahre alt und bekamen damit auch Preise als älteste Teilnehmer. „Der Hermann Schnurr ging schon vor 40 Jahren bei uns auf die Strecke“, erinnert sich Hirsch. Ein passionierter Schrauber, dem das Benzin im Blut zirkuliert und der nach wie vor seine Honda XL 185 beherrscht. Wie ihn gibt es einige, die seit 50, 60 oder mehr Jahren dem Motorsport im Gelände verfallen sind.

Und das nicht irgendwo: „Hier geht’s nicht nur einmal um den Fischteich rum“, erläutert der Sportleiter die sehr anspruchsvolle Strecke. Entsprechend sehen Fahrer und Gefährt dann auch danach aus. Eine durchgehende brauen Schicht hat sich spätestens bei der dritten 25-Kilometer-Runde auf beide gelegt. „Manche überschätzen sich dabei auch“, weist Hirsch auf einen Gestürzten hin.

Schimmeldewog zählt neben Isny und Zschopau zu den drei renommiertesten deutschen Enduro-Strecken. Wobei „selbst die aus Isny sagen, bei uns ist es sehr schön“, freut sich Hirsch. Denn während im Bayrischen bei Regen alles absäuft, „ist bei uns noch alles befahrbar“. Kein Wunder, dass Teilnehmer aus Belgien, Italien, Kroatien, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden an den Start gehen.

„Das Highlight ist die Geländefahrt“, betont Markus Hirsch. Denn auf den 25 Kilometern gibt es nur 500 Meter Asphalt. Der Rest geht durch die Prärie, durch Feld, Wald und Wiesen im stetigen Auf und Ab. „Deshalb ist das auch so toll für die Fahrer.“ Außerdem „stimmt organisatorisch alles“ bekommt der MSC immer wieder als sehr positive Rückmeldung.

Mit dem 57-jährigen Pierfranco Muraglia auf seiner Fantic Caballero 125 hatte die 15. Enduro Classic einen ganz besonderen Gast. Denn der Italiener war in früheren Jahren mehrfacher italienischer, Europa- und Weltmeister auf Kawasaki, Aprilia oder Gilera. Etliche deutsche Meister und viele weitere namhafte Fahrer belegen die internationale Bedeutung der Veranstaltung in Schimmeldewog.

Das Wertungssystem ist komplex, macht aber auch deutlich, dass beim Wettbewerb viel Gaudi dabei ist. 14 verschiedene Klassen gibt es. Jeder Fahrer hat noch vor dem Start 200 Strafpunkte auf dem Konto. Davon werden Fahrer- und Motorradalter abgezogen. Sprich 100 Punkte, wenn beide 50 alt sind. Fährt ein 30-Jähriger eine 40 Jahre alte Maschine, sind es nur 70. Der Jungspund muss dann diese 30 Punkte in den Sonderprüfungen wieder aufholen.

Zu den Aufgaben zählt auch, in 20 Sekunden die alte Kiste zu starten und abzufahren. Auf der Cross-Strecke bedeutet jede gefahrene Sekunde einen Strafpunkt. Wer dann am Ende die wenigsten Zähler auf seinem Konto hat, gewinnt seine Klasse. Zusätzlich müssen drei Runden à 25 Kilometer in maximal je 90 Minuten absolviert werden. Laut Hirsch dient das aber lediglich als Zuverlässigkeitsprüfung. „Die ist locker zu schaffen“, meinte er.

Gleich zwei Motorräder aus dem Jahr 1955 zählten zu den ältesten des Wettbewerbs. Beide Male handelte es sich um eine DKW, einmal eine 175 GS, einmal eine RT 125. Das älteste Gespann nannte Siegfried Richter sein Eigen: eine BMW R 69 S 750 von 1962 mit Kaiserzylinder. „Das ist eine besondere Rarität“, schwärmt der sportliche Leiter. Wie bei den anderen Oldtimern auch müssen die Fahrer absolute Spezialisten für ihre Maschinen sind. „Alles muss selbst angefertigt werden“, erklärt Hirsch. „Denn Teile gibt es dafür keine mehr.“

Für den MSC ist der Event eine Herkulesaufgabe. Denn kaum ist die eine Veranstaltung vorbei, steht die des kommenden Jahres in den Startlöchern. „Bis Ende Oktober muss beim ADAC der Termin für 2018 gemeldet sein“, lacht Hirsch. Mit 100 ehrenamtlichen Helfern wird dieser Tag dann gestemmt. Sieben Streckenmarschalls sichern die Strecke und reparieren sie bei Bedarf auch.

Viel mehr Andrang als im vergangenen Jahr beim Fahrradturnier des MSC Ulfenbachtal

Manche fuhren schon forsch drauf los, andere wagten sich erst einmal vorsichtig an die Hindernisse heran. Der Kreisel hatte so seine Tücken, während die S-Gasse etwas unproblematischer war. Geschick war dann wieder beim Slalom gefragt. Über „viel mehr Andrang als im vergangenen Jahr“ beim ADAC-Jugend-Fahrradturnier freute sich der Vorsitzende des MSC Ulfenbachtal, Uwe Gam. 27 Teilnehmer zählte der Verein auf dem Parkplatz beim Haus des Gastes.

Vor allem die beiden jüngsten Gruppen bis neun Jahre waren sehr stark besetzt. Das freute natürlich den MSC, der immer auf der Suche nach talentiertem Nachwuchs ist. In Punkto der Ausrichtung des Fahrradturniers waren die Schimmeldewäer quasi ein Team der ersten Stunde. „Wir haben es beim ADAC vor ein paar Jahrzehnten ins Leben gerufen.“ Nach einer Stunde Training fanden zwei Wertungsläufe statt, von denen der beste genommen wurde. Als Neuerung in diesem Jahr gab es statt dem Achter eine S-Gasse. „Öfter mal etwas anderes“ war die Idee beim ADAC.

Dem Turnier vorgeschaltet war der Sicherheitscheck. Bremsen, Scheinwerfer, Reflektoren und Rücklichter wurden auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Wenn was nicht funktionierte, bekamen die Eltern den wohlgemeinten Tipp, die Mängel schnell reparieren zu lassen. Sinn der Aktion war, dass die Kinder mit den Rädern gut im Straßenverkehr zurechtkommen, die Regeln kennen, das (verkehrssichere) Fahrrad beherrschen und vorsichtig fahren.

Geschicklichkeit und Verkehrssicherheit konnten sie dann auf einem über 200 Meter langen Parcours mit acht Stationen unter Beweis stellen. Beim Anfahren ging es darum, erst einmal genau nach links zu schauen. Das Spurbrett stellte den Gleichgewichtssinn auf die Probe. Zwei Mal galt es außerdem einen Kreisel zu fahren, bei dem die Kette wahlweise rechts oder links in der Hand lag. Zwischendurch sollte in der S-Gasse kein Klötzchen umgestoßen werden.

Beim Spurwechsel musste man sich die angezeigte Zahl während des Umschauens merken. Der Slalom verlangte Geschicklichkeit, weil kein Tor ausgelassen werden und keine Pylonen berührt werden durften. Wichtig war laut Uwe Gam die Sicherheit und nicht die Geschwindigkeit. „Es kommt nicht drauf, besonders schnell zu sein“, sondern im Straßenverkehr fehlerfrei und ohne Risiko zu fahren. Deshalb siegte auch der Teilnehmer mit der niedrigsten Fehlerpunktzahl. Lediglich bei Punktegleichheit entscheid die bessere Zeit.

„Den Kindern hat das Turnier richtig viel gebracht“, meinte der MSC-Vorsitzende. „Die sind in punkto Sicherheit jetzt eine Stufe weiter.“ Denn manche waren doch noch nicht so fit auf dem Rad, beobachtete er. Um aber etwa den morgendlichen Schulweg auf zwei Rädern sicher absolvieren zu können, müssen die Kids die Verkehrsregeln kennen und mit ihrem Fahrrad vertraut sein.

„Das Turnier war ein voller Erfolg“, freute sich Gam über die Teilnehmerzahlen. „Doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr.“ Dabei waren durchaus ein paar junge Talente zu beobachten. „Die auf den vorderen Plätzen waren richtig gut“, lobte er. Bei diesen würde sich der Vereinsvorsitzende freuen, wenn der eine oder andere beim MSC „hängen bleibt“. Silas Hecker, der bereits im Vorjahr siegte und dann sogar an den hessischen Meisterschaften teilnahm, zeigte auch dieses Mal wieder seine Fahrkünste.

Wer fieberte mehr, die Eltern oder die Kinder? „Auf jeden Fall waren die Erwachsenen auch mit Begeisterung und Ehrgeiz dabei“, schmunzelte Gam. Sie fuhren mit ihren Zöglingen vorher den Parcours ab und gaben Tipps. Jeder Teilnehmer erhielt zum Schluss eine Medaille und eine Urkunde, egal welchen Platz er belegt hatte.                 tom

Bambini bis sieben Jahre. Jungen: Mikko Sauer, Pit Rose, Leon Luca Schons, Luke Fischer, Marvin Ballmann, Florian Wetter, Maximilian Back, Finn Wetter. Mädchen: Johanna Schumacher.

Gruppe 1 Acht- und Neunjährige. Jungen: Laurin Sauer, Janne Arnold, Silas Brand, Jacob Abeln, Laure Weihrauch, Paul Foshag, Emil Gam. Mädchen: Lina Falter, Lara Bühler.

Gruppe 2 Zehn- und Elfjährige. Jungen: Luca Joel Gerlitschka, Matti Arnold, Hannes Gam, Leonard Reubold. Mädchen: Svenja Ballmann.

Gruppe 3 Zwölf bis 15-Jährige. Jungen: Silas Hecker. Mädchen: Larissa Weihrauch.

Laufrad. Jungen: Madjel Brand. Mädchen: Lea Weber

91 Fahrer gingen an den Start: Perfekte Bedingungen beim Trial auf dem Gelände des MSC Ulfenbachtal

Die Maschinen röhren durch den Wald, klettern fast senkrechte Wände hoch, schrauben sich an Felsblöcken empor und rauschen einen steilen Hang herunter: Es waren schlichtweg perfekte äußere Bedingungen. Nach den feuchten Tagen zuvor präsentierten sich die diversen Sektionen des MSC Ulfenbachtal in der Wüstenbach zur Trialveranstaltung am Samstag in bestem Zustand.

Was auch von den Fahrern in ihren Äußerungen honoriert wurde, die immer wieder gerne in den südlichsten Zipfel Hessens kommen. 91 Starter gingen beim dritten Lauf der Hessisch-Thüringischen Jugendmeisterschaften und dem Trial-Cup auf die verschiedenen Strecken. Für den MSC bedeutete es die erste Großveranstaltung in diesem Jahr, die er in bewährter Manier mit 40 freiwilligen Helfern stemmte.

Neben den Startern aus ganz Hessen bis hinüber nach Thüringen waren aus es aus dem hiesigen Bereich die Akteure des MSV Hammelbach, die das eine oder andere Mal ganz vorn landeten. In elf Klassen gingen die Akteure von sechs bis 75 Jahren bei der ersten MSC-Großveranstaltung in diesem Jahr an den Start. Dabei nahmen neben einigen EM-Fahrern auch ein paar MSV-Cracks in Gestalt von Nick Weber, dem Aufsteiger in die Experten-Klasse der HTJM, und Sandro Melchiori teil.

Mit dem Ablauf zeigten sich MSV-Vorsitzender Uwe Gam und Fahrtleiter Michael Becker sehr zufrieden. Die 17 Sektionen bildeten die verschiedenen Schwierigkeitsstufen ab und wurden von den Fahrern sehr gelobt. „Schön und anspruchsvoll“, hieß die Rückmeldung. Die Starter haben teilweise 300 Kilometer Anreise hinter sich. Deshalb überlegt man beim MSC auch, ob sich vielleicht eine Zweitages-Veranstaltung realisieren lässt.

Die Trial-Szene „ist eine einzige große Familie“, so Becker. Man trifft immer wieder dieselben Fahrer. Wie etwa den 75-jährigen Lothar Wolf vom MSC Bauschheim, der seine Klasse mit null Fehlerpunkten gewann. Wolf schwört „auf das gute Essen“ beim MSC Ulfenbachtal, wie er lachend sagte, aber natürlich auch auf die Kameradschaft und die super Strecken.

„Vom geradeaus Fahren bis zu 45-prozentigen Steigungen ist alles dabei“, schmunzelte Gam. Ganz zu schweigen von den senkrechten, teilweise bis zu zwei Meter hohen Hindernissen, die es zu überwinden galt. Dazu noch enge Kehren am Hang mit Wurzelwerk darunter. Anfänger mit Automatik- und Elektro-Motorrädern waren ebenso am Start wie die absoluten Profis mit ihren Zwei- oder Viertaktern von 50 bis 300 Kubikzentimetern Hubraum. Die speziellen Trial-Motorräder haben nur wenig PS, ein geringes Gewicht, aber ein gutes Drehmoment.

„Ein gutes Gleichgewichtsgefühl ist beim Trialsport wichtig“, betonte Gam. Und dazu die  Fähigkeit, die Motorleistung dosiert einzusetzen und die Maschine gut auszubalancieren. Wenn auf der Strecke der Fuß auf den Boden gesetzt wird, gibt das einen Strafpunkt, sollte ein Hindernis nicht bewältigt werden, schlägt das mit fünf Zählern zu Buche. Da in den jeweiligen Klassen aber in bis zu neun verschiedenen Sektionen gestartet wird, können die Fahrer Fehler an einer anderen Stelle wieder ausgleichen. „Die wirklichen Cracks bleiben ohne Strafpunkt“, sagte Becker.

Die Hammelbacher holten in den diversen Klassen ein ums andere Mal einen Platz auf dem Treppchen. So Nick Weber in der Experten-Klasse Platz 2, Sebastian Kahl bei den Spezialisten Platz 3, Nils Schwabedissen bei den Fortgeschrittenen Platz 2 oder Leonard Hoffmann bei den Neulingen Platz 3. Der Trial-Cup sah in der Anfängerklasse Laura Stein auf Platz 2 ebenso wie Horst Hörr bei den Neulingen. Florian Arnold entschied den Spezialisten-Cup für sich, ebenso wie Sandro Melchiori die Experten-Klasse. Dritter Wurde hier Max Reeb.

Info: Der MSC Ulfenbachtal freut sich immer über jugendliche Fahrer, die sich ihre ersten Trial-Sporen verdienen wollen. Regelmäßig finden auf der Hausstrecke Clubrennen statt. Das nächste ist für den 12. Mai geplant. Trial ist laut Uwe hervorragend geeignet, um das Motorradfahrern zu erlernen, „weil man dann die Maschine auch beherrscht“.

 

 

Beim MSC Ulfenbachtal war im vergangenen Jahr viel los

Auf ein ereignisreiches Vereinsjahr blickte der MSC Ulfenbachtal bei seiner Jahreshauptversammlung in der Clubanlage Wüstenbach zurück. Vorsitzender Uwe Gam ließ die verschiedenen Aktivitäten Revue passieren, Sportleiter Markus Hirsch skizzierte die diversen Beteiligungen an den Rennen, Jugendleiter Jörg Gebhardt stellte die Erfolge des Nachwuchses heraus. Außerdem wurde ein Teil des Vorstands neu, in diesem Fall wiedergewählt.

Die Clubabende an jedem letzten Freitag oder Samstag im Monat bezeichnete Gam als „gut besucht“. Seniorentrial und Kadertraining, neue Fahrerhemden sowie die Fertigstellung des Kühlhauses nannte er als Ereignisse im April 2016. Die Jugendtrial-Meisterschaft Hessen-Thüringen im Mai sei auf dem eigenen Gelände mit sehr viel Vorbereitungsarbeit verbunden gewesen. „Die Sektionen mussten neu angelegt, verschiedene Schwierigkeitsgrade der einzelnen Klassen ausgelegt und auf Befahrbarkeit überprüft werden“, hob er die Anforderungen hervor.

Gam bedauerte, dass man keine ADAC-Lizenz für die Cross-Strecke mehr bekommen habe, weil die Breite nicht ausreichte. Übers Jahr hinweg fanden daneben diverse Clubcross-Veranstaltungen in der Wüstenbach statt. Ein Highlight war die 14. Enduro Classic in Schimmeldewog. Im Oktober habe man eine neue Abwasseranlage installieren lassen müssen. Der Club habe derzeit 300 Mitglieder, allerdings „bei Weitem nicht so viel zahlende“, kritisierte Gam.

Als einen der größten Erfolge für den MSC bezeichnete es der Vorsitzende, das gesamte, vier Hektar große Gelände von der Gelände gepachtet zu haben, dazu noch ein Privatgrundstück. Die Enduro-Strecke werde neu gemacht, so Gam, die Trial-Sektionen neu gestaltet. „Wir brauchen mehr aktive Mitglieder“, richtete er seinen Appell an die Versammlung.

Sportleiter Markus Hirsch erläuterte, dass der MSC 2016 verschiedene Veranstaltungen organisierte:  den ersten Lauf zur Hessisch-Thüringischen Jugendtrial-Meisterschaft, den Hessisch-Thüringischen Trial-Cup, zwei Club-Crossläufe, das ADAC-Fahrradturnier, einen Seniorentrial und zum Abschluss die 14. Johann-Phillip-Jöst-Gedächtnisfahrt. „Hier verbuchten wir 220 Nennungseingänge und konnten 140 bestätigen“, freute er sich.

Die für den MSC Ulfenbachtal aktiven Fahrer setzten sich seinen Worten nach wie folgt zusammen: Club-Meisterschaft Moto-Cross 16 Erwachsene und sechs Jugendliche, Trial-Hessenmeisterschaft ein Erwachsener, Trial-TSG-Meisterschaft ein Erwachsener und zwei Jugendliche, Deutsche Trial-Meisterschaft ein Erwachsener, Classic Enduro 15 erwachsene Fahrer, Deutscher Classic-Motocross Cross-Cup drei erwachsene Fahrer, Deutscher Enduropokal ein Fahrer, deutsche Enduromeisterschaft ein Fahrer, IGE-Enduromeisterschaft vier Fahrer, Pirelli-Vier-Stunden-Enduro vier Fahrer, Fahrradturnier 16 Fahrer.

Die Clubmeisterschaft Motocross ging bei der Jugend an Jano Schwebel, bei den Senioren an die punktgleichen Tobias Sieber und Uwe Zink. Erfolgreichste Fahrer 2016 waren im Enduro-/Motorcross-Bereich Stephan Jöst und Jan Schäfer, bei den Trialern Robin Schmidt. Die Motocross- wurden laut Hirsch in Enduro-Veranstaltungen umbenannt, „da wir überall leider keine fünf Meter breite Strecke vorweisen konnten“. Es gebe nun keinen Massenstart mehr, sondern einen im Fünf-Sekunden-Abstand. Für 2017 sind seinen Worten zufolge wieder die Clubcrossläufe, Senioren- und Hessentrial, Fahrradturnier, ein Trial-Camp im Sommer und die 15. Enduro Classic geplant.

Im Jahr 2016 hatte der MSC Ulfenbachtal acht aktive jugendliche Fahrer, so Jugendleiter Jörg Gebhardt, davon sechs im Motocross und zwei Trialer. Bei den Clubmeisterschaften in der Klasse 50 ccm siegte Luis Lannert, bei 65 ccm Luis Böhnig vor Luca Joel Gerlitschka, bei 85 ccm Jano Schwebel vor Marlon Böhnig und Leon Lannert. Die Trial-Jugendlichen starteten bei der Hessen-Thüringischen Jugendmeisterschaft (HTJM) sowie bei der Trialchallenge-Südwest (TSG). Charlotte Gebhardt belegte bei den HTJM-Läufen in Hammelbach einen zweiten und vierten Platz. Nils Schwabedissen fuhr beim TSG-Lauf in Herbolzheim und Baden-Baden jeweils auf den siebten Platz.

Im Mai fand laut Gebhardt der alljährliche Lauf zur Hessisch-Thüringischen Jugendmeisterschaft statt. Insgesamt starteten 88 Fahrer, davon 42 Jugendliche. Im September fand das traditionelle Fahrradturnier statt. Für 2017 sind wieder Teilnahmen an der HTJM, TSG und einigen Läufen zur Pfalzmeisterschaft geplant, blickte er voraus.

Bei den Teilvorstandswahlen wurden einstimmig wiedergewählt: Vorsitzender Uwe Gam, Schriftführer Uwe Zink, Schatzmeister Werner Sieber, Beisitzer Reiner Schwebel und Erich Martin. Kassenprüfer bleibt Jens Gam, neu dazu gewählt wurde Jakub Gnatowski. Dem Vorstand gehören außerdem an: zweiter Vorsitzender Klaus Sieber, Jugendleiter Jörg Gebhardt, Sportleiter Markus Hirsch, Beisitzer Jens Dingeldein, Jens Schaljo, Michael Becker und Markus Schwabedissen.