Großer Bedarf in Wald-Michelbach an Kita-Plätzen für Unter-Dreijährige

„Wir wollen das Angebot der Kinderbetreuung in der Gemeinde weiter stärken“, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wingerter zum Abschluss des Besuchs in der Heinrich-Schlerf-Kindertagesstätte, zu dem sich im Rahmen der Sommertour Mitglieder aus Fraktion und Vorstand im Schlesierweg eingefunden hatten. Eine umfassende Betreuungsmöglichkeit auch für die Kleinsten sah Wingerter als wichtigen Standortfaktor, damit sich Familien zum einen hier niederlassen, zum anderen im Überwald auch wohnen bleiben.

Beatrix Boshoven-Krämer wusste aus der Besichtigung durch den Jugend- und Seniorenausschuss vor einiger Zeit, dass es immer ein paar Wünsche des Kindergartenteams gab. Aktuell, so Leiterin Ulrike Schork, hätte man gerne eine Matschschleuse. In der können sich die Kinder dann umziehen, wenn sie vom Spielen reinkommen. Sie hofft dabei zum einen auf Mittel der Schlerf-Stiftung, zum anderen auch auf eine Unterstützung der Gemeinde.

Thematisiert wurden im Gespräch nach der ausführlichen Vorstellung des Kindergartens die Elternbeiträge. Hier hatte es nach der Bekanntgabe der sechsstündigen Beitragsfreiheit durch das Land zuerst Verwirrung gegeben, weil es von Seiten des Kreises wohl hieß, dass die bisher getragenen zusätzlichen Kosten für einen Ganztagsbesuch nicht mehr übernommen würden. Schork zufolge sei es dadurch zu Ummeldungen von Ganztagskindern hin zum Sechs-Stunden-Besuch gekommen, um Geld zu sparen.

Inzwischen wurde das Problem behoben, meinte Wingerter, und die Situation geklärt. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die Sozialdemokraten sowieso für eine komplette Gebührenfreiheit des Kindergartenbesuchs eintreten. Die genannten Unsicherheiten zeigten zusätzlich, dass eine solche Lösung – neben der Entlastung der Eltern – die sinnvollste Variante sei.

Vom Fraktionsvorsitzenden wurde daneben der aktuelle Bedarf angesprochen. Ende Mai seien 64 Kinder auf der Warteliste für die gemeindlichen und konfessionellen Kindergärten gewesen. Ulrich Schork sagte, es sei ein ständiges Kommen und Gehen. Manchmal meldeten Eltern ihre Sprösslinge auch doppelt an, um auf jeden Fall einen Platz zu bekommen. Sie nannte zum Stichtag 1. Oktober 21 Drei- und sechs Zweijährige auf der Liste. Der Bedarf an Plätzen für Unter-Dreijährige steigt ihren Worten zufolge ständig an. Was für die Gemeinde bedeutet, dass sie im kommenden Jahr eventuell drei zusätzliche Gruppen schaffen muss, so Wingerter.

Thomas Langer sprach den Mangel an Erzieherinnen an. Das konnte Schork nur bestätigen. Es sei sehr schwierig, qualifiziertes Personal zu bekommen. Um erfreulicher ist es für sie, dass es für die U3-Gruppen entsprechend ausgebildete Mitarbeiterinnen in den Reihen gibt. Bei der Einstellung schaue man immer darauf, betonte sie.

Ulrike Schork hatte zuvor mit drei Mitarbeiterinnen die Kita vorgestellt. In fünf Gruppen gibt es 112 Plätze. 18 Kinder sind unter drei Jahren, der Rest zwischen drei und sechs Jahren alt. Früher gab es nur eine Nestgruppe für die Jüngeren, „aber der Bedarf steigt ständig an“, sagte sie. Der Kindergarten sei eine halboffene Einrichtung. Für Aktivitäten meldeten sich die Kinder bei den Erzieherinnen ab. Alle zehn Minuten wird aber immer nach ihnen geschaut, was sie machen.

„Alle Kinder sind den ganzen Tag angemeldet“, betonte sie. Etwa 85 bis 90 frisch zubereitete Essen wird mittags verzehrt. In den Familien geht das gemeinsame Essen immer verloren, beobachtete Schork. Sie stellte deshalb fest: „Schon die Zweijährigen genießen es, mit den anderen zu essen.“ 15 Erzieherinnen plus die freigestellte Leiterin sind in der Kita tätig, die jeden Tag außer Freitag von 7.15 bis 17 Uhr geöffnet hat. Dazu kommen viele Praktikantinnen.

Auf Grundlage des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans arbeitet die Schlerf-Kita mit dem schrittweisen Berliner Eingewöhnungsmodell für die Jüngsten. Zweijährigen brauchen laut Schork etwa zwei bis drei Wochen, bis sie Vertrauen zur Bezugserzieherin gefasst haben, bereit sind, sich zu öffnen und teilzunehmen.

Ganz wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern, betonten die Erzieherinnen. Die beginnt schon bei der Anmeldung. „Wir begleiten, geben Anregungen, Tipps, Rückmeldungen.“ Die Eltern, so die Beobachtung, wünschten sich viel, gäben manchmal aber auch viel an den Kindergarten ab, was eigentlich Sache der Erziehungsberechtigten sei. „Das können wir nicht leisten.“ Die Eltern haben teilweise „ganz andere Ideen, was die Kita mit den Kindern machen soll“, schmunzelte Schork. Die Antwort: „Wir sind die Fachleute.“

Erläutert wurden im Anschluss die zahlreichen Angebote. So wird Bewegung groß geschrieben, geht es einmal im Monat in den Wald oder gibt es Freispielmöglichkeiten. Marte Meo, die Stärkung der eigenen Stärken, Sprachförderung und etliche andere Fördermöglichkeiten kamen zur Sprache. Eine Führung durch die Räume schloss sich an.

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Umjubelte musikalische Reise um die Welt: MGV Union Wald-Michelbach hatte zu „Kunst und Kultur unterm Schirm“ eingeladen

Musikalischer Brückenschlag der Union. Der MGV unternahm mit seinem Projektchor eine Reise um die Welt und machte dabei musikalisch Station in verschiedenen Ländern. Gleichzeitig bildete das Konzert am Einhaus den Start für die Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur unterm Schirm“. Und was für einen Start: Die Sitzgelegenheiten waren Mangelware, als die Sänger dort Aufstellung nahmen und ihre Stimmen ertönen ließen.

Besonderer Höhepunkt war das mit dem Heinrich-Schlerf-Kindergarten zusammen gesungene „We are the World“ von Michael Jackson und Lionel Ritchie. Heftiger Beifall bewegte Dirigent Hans-Joachim Karl dazu, es gleich noch einmal als Zugabe zu wiederholen. Es gab an diesem herrlichen Spätfrühlingsnachmittag noch eine weitere Zusammenarbeit: „Mnogaja Leta“ (Auf viele Jahre) hieß das Stück, das der Projektchor zusammen mit dem Akademischen Männerquartett aus Odessa vortrug. Dieses, derzeit auf Konzertreise durch Deutschland, gestaltete mit seinem sehr schönen Klang danach die zweite Hälfte des Konzerts.

Idee hinter dem Event ist es, wiederkehrend eine besondere Plattform für kunst- und kulturtreibende Personen, Vereine und Gruppen im historischen Zentrum zu bieten. Als Chor mit langer Tradition der Kulturpflege „möchten wir dabei als Gastgeber auftreten“, erläuterte der zweite Vorsitzende Julius Rückert. Das Projekt „Union around the World“ will die Vielseitigkeit der Chormusik aufzeigen. Musikalische Idee ist laut Karl eine Symbiose von Folklore und verschiedenen Musikstilen.

Start der musikalischen Weltreise, von HaJo Karl mit Informationen zu den einzelnen Liedern versehen, war in Japan. „Natsu wa kinu“ (Der Sommer ist da) hieß das über den Beginn des Sommers auf der Insel. Dem sehr getragenen Einstieg stand danach ein Lied in der Tradition der italienischen Bergsteigerchöre gegenüber. „Sabato di Sera“ beschrieb, wie drei Seeleute am Lago Maggiore drei in Seenot geratene Mädchen retteten. „Der dritte rettet die Blonde und sie wird seine Frau“, lautet der Schluss.

Die musikalische Wanderung führte weiter nach Irland. „Dúlamán“, ein auf Gälisch vorgetragenes Lied, erzählte die Geschichte von zwei Clans, die sich für die Seetang-Ernte zusammenraufen mussten, um den sich liebenden Kindern eine Zukunft zu geben. Der flotte Song mit seinem zungenbrecherischen Text kam sehr gut an. Dann der Höhepunkt des ersten Teils: Wie die Kinder unbeschwert „We are the world“ mit Klavierbegleitung von Stefan Köhler sangen, machte nicht nur den Eltern eine große Freude. „Das war doch was Wunderschönes“, sagte Karl.

„Untreue“ hieß das deutsche Volkslied, basierend auf dem „Kühlen Grunde“ von Eichendorff. Der hatte es gedichtet, als er von Käthchen Förster eine Abfuhr bekam. Am Philosophenweg ist ein Gedenkstein für die Dame zu finden, wusste der Dirigent. „Africa“ von Toto hat zwar den Kontinent im Titel, ist jedoch ein Rocksong. Ein sehr erfolgreicher dazu. Wie die Projektsänger die verschiedenen Instrumente ertönen ließen und mehrstimmig eine farbenprächtige Atmosphäre schufen, brachte ihnen tosenden Beifall ein.

„Toto IV war eine der ersten Platten, die ich mir gekauft habe“, schwelgte Karl in Erinnerungen. „Ich war fasziniert von den Rhythmen.“ Das Holzxylophon wurde in der Union-Version vom ersten Tenor gesungen. „Hakuna Mungu“ war danach tatsächlich afrikanisch-authentisch. Es folgte „Mnogaja Leta“ zusammen mit dem Männerquartett, ehe dieses vor der Pause noch ein paar Stücke darbot.

Das Ensemble gastierte bereits im vergangenen Jahr in Unter-Schönmattenwag und begeisterte die Besucher. Mitglieder sind Valeriy Regrut (1. Tenor), Valentin Oleynitchenko (2. Tenor), Vlad Muschynski (Bariton) und Oleg Pilchen (Bass), die über Grenzen hinweg die Menschen mit ihrer Musik einander näherbringen wollen.

Die Zuhörer bekamen Kirchenmusik zu hören, die auf kirchenslawisch gesungen wurde und lange Zeit in der Sowjetunion verboten war. Des Weiteren präsentierten die „Akademischen Vier“ mit ihrem Charme und einer Prise Witz eine gelungene Folklore-Mischung. Die Lieder wurden von den A-cappella-Sängern neu bearbeitet und auf höchst virtuose und niveauvolle Art vorgetragen.

Ausgebildet an einer der besten Schulen des Landes und nach unzähligen Auftritten im In- und Ausland, haben sie ihren Gesang so perfektioniert, dass das dynamische Zusammenspiel der Stimmen alle Zutaten für ein herausragendes Quartett bietet. Mal leicht und filigran, jedoch im nächsten Moment mit einer Stimmgewalt die ihresgleichen sucht.

Es wurden vom Odessa-Quartett drei deutsche Stücke zum Schluss gesungen, die für große Begeisterung bei den Zuhörern sorgten. Die stimmten kräftig mit ein beim Volkslied „Rosemarie“, „Veronika, der Lenz ist da“ von den Comedian Harmonists und „Fliege mit mir“. Insgesamt stand das Programm des Männerquartetts unter dem Thema „Stimmungen“, zu dem sie Volkslieder aus ihrer Heimat vortrugen. Dazu gehörten sehr fröhliche, aber auch ein paar andächtige Stücke. Die Sänger aus Odessa standen für Ihre Vorträge in der zweiten Hälfte direkt am Rand des Schirms, sodass ein besonders gutes Klangerlebnis unter dem Zeltdach entstand. „Povijav viter stepovyi“ oder „Ridna maty moja“ von Oleg Pilchen, „Komaryk“ von Sehpak oder das eigene „Tschom ti nä prishow“ sind eine Auswahl davon.

Am Ende wurden noch Geschenke überreicht: Blumen gab’s für die Erzieherinnen der KiTa. Wolfgang Sax übergab im Namen des Bürgermeisters ein Aquarell-Gemälde als Andenken. Vorsitzender Alexander Rudolf überreichte vier CDs „Chor inside“ von der Union ans Odessa-Quartett. Ein besonderer Dank ging an die Sparkassenstiftung, die die Veranstaltung finanziell unterstützte. Die Odessa-Sänger sammelten bei der Veranstaltung Spenden und verkauften CDs zur Finanzierung ihrer Tournee durch Deutschland.

MGV Union Wald-Michelbach spendet Konzerterlös des Chorprojekts an Kindertagesstätte

315 „ersungene“ Euro wechselten nun den Besitzer: Im November veranstaltete der MGV Union unter der musikalischen Leitung von Hans-Joachim Karl das Abschlusskonzert des Projekts „Männerchor goes Modern“ im Bistro B10 am Draisinenbahnhof. Der Erlös dieser Veranstaltung wurde nun an die Heinrich-Schlerf-Kindertagesstätte übergeben, um dort die musikalische Früherziehung zu unterstützen.

Das ausverkaufte Bistro platzte beim Konzert aus allen Nähten, doch schafften es die Betreiberinnen Sabine Storck und Agathe Bihn, auch die letzten Gäste mit kulinarischen Leckerbissen und Getränken zu versorgen. Das außergewöhnliche Experiment des MGV war vollauf gelungen und das B10 erwies sich als sehr interessanter Veranstaltungsort, den viele Gäste auch nach dem Konzert sicher nochmals besuchen werden – dann vielleicht im Sommer bei wärmerer Außentemperatur und geöffnetem Biergarten.

Schon während der Vorbereitung entschlossen die Beteiligten, dass der Erlös der Eintrittsgelder einem guten Zweck in der Gemeinde zugeführt werden soll. Als Pate der musikalischen Arbeit in der Heinrich-Schlerf-Kindertagesstätte schlugen Chor und Chorleiter daher deren Unterstützung vor. Katharina Zink als Leiterin des Kinder- und Jugendchors des MGV Unter-Schönmattenwag, die die Projektsänger mit Stimme und Gitarre unterstützte, war ebenfalls einverstanden und verzichtete auf ihre Gage.

Kita-Leiterin Ulrike Schork freute sich sehr über das Ansinnen. In allen Gruppen werde kräftig gesungen, sagte sie. Man wisse um die positive Wirkung der musikalischen Arbeit. So seien singende Kinder ausgeglichener und offener im Umgang miteinander. Zusammen mit den Erzieherinnen Elisabeth Schmitt und Roswitha Pliska, die die musikalische Arbeit mit der Stimme und Instrumenten zu ihrem Schwerpunkt gemacht haben, war schnell ein Wunschzettel an passenden Instrumenten, Noten und musikalischen Spielen zusammengestellt.

So wurde der Erlös von 315 Euro direkt für die Beschaffung eingesetzt. Hans-Joachim Karl, MGV-Vorsitzender Matthias Fischer, Schriftführer Julius Rückert sowie Sabine Storck und Agathe Bihn vom Bistro B10 überreichten die Geschenke an Schork, Schmitt und Pliska sowie die Kinder ihrer Gruppen. Diese sangen den Besuchern ein Lied als Dankeschön vor. Im abschließenden Gespräch sammelten Chorleiter, Vereinsvorstand und Erzieherinnen neue Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte, um die Patenschaft weiter zu stärken und die Arbeit rund ums Thema Singen in der Gemeinde zu stärken.

Der MGV Union beschloss nach dem erfolgreichen Projekt und dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr, ein neues Chorprojekt ins Leben zu rufen. Unter dem Namen „Union around the WORLD“ startet der Chor am Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr eine musikalische Weltreise. Hans-Joachim Karl stellte dafür ein eigens ein ganz besonderes Programm aus modernen und exotischen Stücken zusammen, die bis Juni gemeinsam erarbeitet werden.

Info: Interessenten sind eingeladen, die wöchentliche Probe jeweils freitags um 20.15 Uhr (am ersten Freitag im Monat um 19 Uhr) im Hotel-Restaurant Birkenhof in Wald-Michelbach zu besuchen. Ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich und wird durch Proben-CDs erleichtert. Als Abschluss wartet wieder ein besonderes Konzert auf Teilnehmer und Gäste.

Große Freude über den neuen Wasserspielplatz in der Wald-Michelbacher Heinrich-Schlerf-Kindertagesstätte

„Dank der Stiftung sind wir super ausgestattet“, brachte es Ulrike Schork auf den Punkt. Denn die Heinrich-Schlerf-Stiftung unterstützt die gleichnamige Kindertagesstätte, deren Leiterin sie ist, schon seit vielen Jahren, wenn es um Anschaffungen, Betriebskosten oder Reparaturen geht. Wie auch jetzt mit dem Wasserspielplatz, einem großen Wunsch von Kindern und Erzieherinnen schon seit einiger Zeit. Er wurde jetzt anlässlich der Einweihung von den kommenden Schulanfängern gleich mit Beschlag belegt.

Stiftungs-Vorsitzender Werner Lipp und sein langjähriger Vorgänger Josef Kunkel freuten sich über das Kinderlachen, das durch den ganzen Garten hallte. Gleich nebenan wurde eine weitere Spende der Schlerf-Stiftung bereits ausgiebig genutzt: die neue Rutsche. Außerdem gab es aus dem Stiftungsbudget noch Gelder für Reparaturen im Sanitärbereich, womit in diesem Jahr bereits über 30.000 Euro in die Kindertagesstätte flossen. „Und das in Zeiten niedriger Zinsen“, so Lipp. Seit 1972, ergänzte Kunkel, gingen 2,3 Millionen Euro für verschiedenste Zwecke an die Kita.

„Wir wollten schon lange einen Wasserspielplatz für die Kinder haben“, sagte Schork. Dieser große Wunsch konnte jetzt verwirklicht werden. Die Becken aus recycelbarem Plastik werden von Trinkwasser gespeist. Laut der Leiterin eine Vorschrift des Gesundheitsamts. Unter den Becken befindet sich Sand, um den Kindern auch eine Gelegenheit zum Matschen zu geben. Über die Sommerferien wurden die Gerätschaften vom örtlichen Bauhof aufgebaut.

Die Wassererfahrung „ist ganz toll für die Kinder“, weiß die Kita-Leiterin. Es geht um das Experimentieren, selbst Erleben mit allen Sinnen, Ausprobieren und Absprechen. Wasser stauen oder überlaufen lassen, Hindernisse bauen oder wieder entfernen sind andere wertvolle Erfahrungen. „Die Pumpe kann reguliert werden“, wies sie darauf hin, dass man das Wasser in heißen Sommern auch abstellen kann, um es nicht zu verschwenden.

Die Schulanfänger konnten es kaum noch abwarten, endlich den Wasserspielplatz in Betrieb zu nehmen. Sie waren sehr gespannt und interessiert, viele Gesprächsfetzen schwirrten durch die Luft. Auch die beiden Elternbeiräte Nina Fitzer und Olha Gölz freuten sich über diese neueste Errungenschaft der Kita, die komplett von der Schlerf-Stiftung bezahlt wurde. „In Zeiten knapper Gemeinde-Mittel ist eine solche Unterstützung ein Segen“, sagte Bürgermeister Dr. Sascha Weber. Ohne die Unterstützung der Stiftung wäre vieles in den hiesigen Kindergärten und –tagesstätten gar nicht denkbar, betonte er.

Im schönen Außenbereich der Kita kamen in der letzten Zeit auch ein Spielhäuschen und verschiedene Spielgeräte hinzu. Die Tagesstätte hat derzeit fünf Gruppen mit etwa 110 Kindern, die von 17 Erzieherinnen betreut werden. Dazu kommen auch in regelmäßigen Abständen Praktikanten. Für den Wasserspielplatz spendete die Stiftung 10.000 Euro, für die Rutsche 3000 Euro. Die Erneuerungen im Sanitärbereich schlugen mit 17.500 Euro zu Buche. „Wenn es ein Anliegen gibt, ist die Stiftung immer bereit uns zu unterstützten“, bedankte sich Schork. Auch an den Bauhof ging ihr Dank für die Montage der Geräte.

Josef Kunkel war seit 1977 in den Gremien der Heinrich-Schlerf-Stiftung aktiv. Seit 1992 wirkte er im Vorstand mit und war von 2003 bis Ende 2015 Vorstandsvorsitzender. „Ich habe quasi alles in der Stiftung begleitet“, sagt er. Neben den 2,3 Millionen Euro, die für Betriebskosten, Gebäudeunterhalt und Geräte an die Schlerf-Kita flossen, erhielten die anderen Kindergärten im Überwald von 1972 bis 2015 weitere 255.000 Euro. 800.000 Euro spendete die Stiftung in dieser Zeit an die Gemeinde. Zusammen mit anderen Mitteln kommen somit in diesen 43 Jahren 4,15 Millionen Euro an verteilten Geldern zusammen, etwa 75.000 Euro pro Jahr.