Bei der Verabschiedung der Viertklässler an der Grundschule Schimmeldewog flossen auch ein paar Tränchen

Ein erster Lebensabschnitt ging jetzt für die Viertklässler an der Grundschule Schimmeldewog zu Ende. In der Aula wurden die Zeugnisse an die 19 Entlassschüler von Klassenlehrerin Simone Hentschel-Gärtner überreicht. Das eine oder andere Tränchen wurde bei dieser Gelegenheit auch verdrückt. Am Tag vor dem Abschluss in der Schule hatte es noch eine große Verabschiedung zusammen mit Eltern und allen Lehrern im Rahmen einer großen Feier gegeben, bei denen Hentschel-Gärtner den Kindern ein kleines Geschenk übergab: einen USB-Stick mit Bildern aus der gesamten Grundschulzeit.

In der Schülerkonferenz am nächsten Tag wurden die beiden Schulsprecher Svenja Ballmann und Paul Walter aus der vierten Klasse verabschiedet. Die beiden hatten im Jahr der Schulpreis-Teilnahme viel zu tun und waren auch beim Finale in Berlin mit dabei. Ihnen wurde von Schulleiterin Sabine Herold mit einem Geschenk gedankt. Gewählte Nachfolger durch den Klassensprecherrat sind Sofia Reuber und Mattis Locker. Sie erhielten aus den Händen ihrer Vorgänger das Protokollbuch und eine Klangschale, die symbolisch für Ruhe sorgen soll. Jakob In het Panhuis und Robin Helfrich (Klasse 4) wurden für besondere Dienste im Schulalltrag ausgezeichnet.

Absolutes Highlight war für die 81 Kinder zählende Grundschule in diesem Jahr die Teilnahme am Deutschen Schulpreis-Finale in Berlin, ausgerichtet von der Robert-Bosch-Stiftung. Dort hielten die Schimmeldewäer als kleinste Schule die hessische Fahne unter den teilnehmenden Lehranstalten hoch. Für die Schüler, Lehrer und begleitende Eltern war die Veranstaltung ein unvergessliches Erlebnis. Der Erfolg mitsamt dem Weg dorthin brachte ihnen viel Lob für die geleistete pädagogische Arbeit ein.

Ohne die Mithilfe der Eltern wäre das alles gar nicht möglich gewesen, betonte Sabine Herold. „Das ist eine ganz tolle Gruppe“, sagte sie. Die Unterstützung bei den verschiedenen Festen, aber auch beim Großprojekt Musical, sei bemerkenswert, hob die Schulleiterin hervor. Vieles sei an der Schule gar nicht zu leisten, wenn sich nicht die Eltern in dieser bemerkenswerten Form einbrächten.

Das Schuljahr war wieder gespickt von vielen Aktivitäten, die weit über den normalen „Alltag“ hinausgehen und von den Lehrern mit viel Herzblut begleitet werden. Dazu zählen die einwöchige Föhr-Fahrt der Viertklässler zu Beginn des Schuljahres, die Bienen-AG, der Bau von Paletten-Möbeln durch die Kunterbunt-AG, Kooperation mit Mechthild Reinhard und Auftritt in der Systelios-Klinik, Übernachtung in der Wüstenbach oder Bubble-Soccer auf dem Sportplatz. Viele Hospitationen machten das große Interesse von außerhalb am Lehr- und Lernmodell der Grundschule mit der speziellen Freiarbeit deutlich.

Bei der Abschlussfeier gab’s außerdem noch ein paar Auszeichnungen und Ehrungen. Das beste Zeugnis der Viertklässler hatten Paul Walter (1,1) und Eleni Rothermel (1,3). Bei den Bundesjugendspielen gab es etliche Ehren- und Siegerurkunden: Schulbeste waren bei den Jungs Leonard Gölz mit 904 und Matti Arnold (771), bei den Mädchen Elise Hampel (756) und Sofia Reuber mit 742 Punkten                          tom

Antolin-Auszeichnungen für gelesene Bücher: Klasse 1 Elina Helfrich vor Giulia Tavaglione und Jakob Müller, Klasse 2 Mathis Heiß, Silas Brand, Marie Gerlitschka, Klasse 3 Emely Schaab (Schulbeste mit 5291 Punkten), Mattis Locker, Lias Neff, Klasse 4 Beeke Falter, Paul Walter, Luca Joel Gerlitschka

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Schimmeldewäer Grundschüler produzieren in der Bienen-AG ihren eigenen Honig

Die Dritt- und Viertklässler werden heftig umschwärmt. Und das auch noch in großer Zahl. Aber: Die Schwärmenden haben einen Stachel. Doch bei der Honigernte am Bienenstock oberhalb der Grundschule Schimmeldewog passiert an diesem Tag – nichts. Und auch im Vorfeld gab es lediglich ganz wenige Stiche. Denn die Schüler haben verinnerlicht, was ihnen Imker Peter Pötters aus Wald-Michelbach nahe brachte: ganz ruhig bleiben, keine hektischen Bewegungen machen. Und so stehen sie interessiert dabei und beobachten, wie der Imker aus Passion die einzelnen Fächer langsam herunter nimmt, um an den Honig zu kommen.

Zwölf Kinder sind Mitglieder der Bienen-AG, die in diesem Schuljahr von Lehrer Matthias Dautel angeboten wurde. Zu Beginn, im vergangenen Spätjahr, ging es erst einmal darum, die sogenannten „Beuten“ zu bauen, also die Behältnisse des Bienenstocks. Darüber hinaus wurden für die Wildbienen „Häuser“ konstruiert. Die Schüler pflanzten außerdem verschiedene Blumen an, deren Blüten dann Pollen für die Bienen liefern.

Mit Beginn des Frühjahrs startete die Praxis. Erst wurden die Waben angeschaut, dann ging es zu Imkerin Ulrike Klein in Ludwigsdorf, bei der die Nachwuchs-Bienenfans einen Ableger erhielten. Ein zweites Volk „steuerte“ Dautel bei, selbst Hobbyimker. Ab April kümmerten sich die Schüler regelmäßig um die beiden Völker.

In den drei Monaten ging es daneben darum, den Bienen immer genug Futter zu geben, nachzuschauen, dass es genug Waben gab, oder zu lernen, wie Drohnen und Arbeiterinnen aussehen. Der gebürtige Frankfurter Peter Pötters, der sich seit 55 Jahren mit Bienen beschäftigt und seit 45 Jahren in Wald-Michelbach wohnhaft ist, erläuterte den Kindern außerdem die damit verbundenen Aufgaben. Er nennt zehn Völker sein Eigen. „Die Schüler lernten die Imkerei mit allen Sinnen kennen“, so Dautel, über Riechen, Schmecken und Hören.

35.000 bis 40.000 Bienen schwirren im Sommer um einen Stock herum. Die sind natürlich aufgeregt, weil ihnen Pötters jetzt die – meist Richtung Osten gelegene – Einflugschneise versperrt. Nachdem er die einzelnen Bestandteile auseinander gebaut hat, fragt der Imker in die Runde, wer denn den Mut hat, die Brutwabe in die Hand zu nehmen. Von allen Seiten ertönt ein lautes „Hier“. Die zehnjährige Lea ist es dann, die ihn ohne zu zögern in die Kamera hält. „Voll geiler Honig“, ruft es von der anderen Seite.

Peter Pötters nutzt die Gelegenheit, um gleich noch ein paar Erläuterungen zu geben. Dass der Rauch die Bienen beruhigt und man dann leichter am Stock arbeiten kann. Oder dass es sich bei dem Weißen auf dem Boden um Maden handelt, die von den Arbeiterinnen gefüttert werden. Vor der Honigernte muss der Imker erst noch mit einer Spezialgabel das Wachs abkratzen, ehe dann der Honigkranz in die Schleuder kommt.

Matthias Dautel ist es wichtig, die Kinder mit der Natur vertraut zu machen. „Sie sollen wissen, woher unsere Lebensmittel kommt, wie sie erzeugt werden“, sagt er. Das Bienensterben aufgrund des zurückgehenden Futterangebots und der extensiven Landwirtschaft sei derzeit ein großes Thema. Er will daneben vermitteln, dass diese Tierart „nicht gefährlich ist und normalerweise nicht sticht“. Eine solche Bienen-AG an der Schule sei schon etwas Besonderes.

Über die direkte Erfahrung „können die Schüler eine ganz andere Verbindung zu den Tieren aufbauen“. Dadurch lernten sie besser mit der Natur umzugehen. Die AG ist laut Dautel ein voller Erfolg. „Alle sind voll Begeisterung dabei“, beobachtet er. Obwohl es bei Lea, Svenja, Paul und Martin schon Stiche in Finger und Bein gab, wurde unverdrossen weitergemacht. Der Nachwuchs trägt es an die Eltern weiter. „Einige überlegen sich, auch ein Bienenvolk zu halten“, freut sich Dautel. Unterstützung gab es außerdem von weiteren Imkern, die den Schülern ihre Arbeitsweise schilderten.

„15 Kilo Honig werden es wohl sein“, schätzte Pötters beim Blick auf den Honigraum. Bis zu 40 Kilo kann ein Volk im Jahr produzieren. „Wir lassen den Bienen viel vom eigenen Honig, damit sie besser über den Winter kommen“, ergänzte Dautel. „Erst wird angeschleudert“, so Pötters, sonst geht die Wabe kaputt. Dann wird sie gedreht und wieder eingesetzt. Bei den Schülern wurde schon gerechnet, wie viel für jeden übrig bleibt. Die ersten standen bereits mit dem Glas neben der Honigschleuder parat.

 

Glückwünsche ohne Ende für die Schulpreis-Finalisten von der Grundschule Schimmeldewog

Großer Jubel, ein herzlicher Empfang, viel Freude und Glückwünsche von allen Seiten: Die Berlin-Delegation der Grundschule Schimmeldewog wurde im Schulhaus von den begeisterten „Daheimgebliebenen“ mit einer „wahnsinnigen Gratulation“ empfangen. Eltern und Kinder hatten das Gebäude geschmückt, Girlanden und Plakate aufgehängt und eine Seifenblasenmaschine organisiert. Denn die kleine Schule im Wald-Michelbacher Ortsteil ist eine der 14 besten Schulen in Deutschland.

„Es gab keine Gewinner und Verlierer, sondern Preise für alle“, betonte Schulleiterin Sabine Herold. Als einzige Schule in Hessen und als kleinste der Teilnehmenden es überhaupt ins Finale geschafft zu haben, wertete sie als Riesenerfolg. Die zehnköpfige Reisegruppe, vier Lehrer und sechs Schüler, erzählte in der Aula vom Berlin-Aufenthalt und zeigte die dort geschossenen Bilder. Die beiden Schulsprecher Paul Walter und Svenja Ballmann berichteten von den zwei Veranstaltungen, die einen tiefen Eindruck bei den Kindern hinterlassen hatten.

Zum Anfassen gab es darüber hinaus die „tolle Plakette“, die die Schimmeldewäer von der ausrichtenden Robert-Bosch- und Heide-Stiftung für die Teilnahme erhalten hatte. Und die Urkunde für den mit 5000 Euro dotierten Anerkennungspreis. „Allein durch die Teilnahme haben wir einen riesengroßen Schritt als Schule gemacht“, sagte Herold.

Denn weil sie nach Berlin fahren durfte, ist die Lehranstalt jetzt im Schulpreis-Netzwerk drin. Die Pädagogen können dadurch Fortbildungen besuchen, bekommen Coachings, um die Weiterentwicklung der Schule vorantreiben zu können, und haben die Möglichkeit zu gegenseitigen Hospitationen. „Das ist eigentlich noch viel wertvoller als der Geldpreis“, so Herold. Und ihren Worten nach der wirkliche Sinn und Zweck des Schulpreises.

Die Finalteilnahme sah sie als „Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit“. Sie bedeute eine „Riesenmotivation für Kollegium und Eltern“, genauso engagiert und mit Herzblut wie bisher weiterzuarbeiten. „Es tut gut, ein solches Lob aus berufenem Munde zu bekommen“, meinte die Schulleiterin. Die positive Wirkung auf die Schulgemeinschaft und das Zusammenleben könne man gar nicht hoch genug einschätzen.

Mit dem Schulpreis-Finale startete auch die Ausschreibung fürs kommende Jahr. Da die Grundschule keinen der Hauptpreise erhielt, dürfte sie sich noch einmal bewerben. Der Schwerpunkt soll 2018 auf eine individuelle Herausforderung der Schule gelegt werden, so die Vorgabe. Zwei von drei möglichen Kriterien passen sehr gut nach Schimmeldewog: die lokale Komponente (Schule als Lern- und Lebensort im Stadtteil) oder die pädagogische Herausforderung (die Etablierung von jahrgangsübergreifendem Unterricht). Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober.

Teilnahme am Schulpreis-Finale war ein absolutes Highlight für die Grundschule Schimmeldewog

Die Grundschule Schimmeldewog ist die unangefochtene Siegerin der Herzen. Bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin holte die kleinste teilnehmende Schule des Wettbewerbs zwar keinen der sechs Hauptpreise. Sie darf sich aber trotzdem über einen Anerkennungspreis von 5000 Euro für die Schulkasse freuen und über viel, viel begeisterten Zuspruch von Jury und Gästen. Die Delegation aus dem Überwald war zwar ein klein wenig niedergeschlagen, sah die Teilnahme aber auch nach dem olympischen Motto: „Dabei sein ist alles.“

Allein der Finaleinzug und die Möglichkeit, nach Berlin fahren zu können, war für die kleine Schule im Wald-Michelbacher Ortsteil schon ein Riesenerfolg. Denn sie repräsentierte als einzige das ganze Land Hessen bei dieser renommierten Veranstaltung, die die Robert-Bosch- zusammen mit der Heidehof-Stiftung seit 2006 ausrichtet.

„Wir freuen uns total, dass wir nach Berlin fahren durften“, sagte Schulleiterin Sabine Herold – auch wenn sie sich natürlich über einen der Hauptpreise gefreut hätte. Es sei eine Riesenanerkennung für die in den vergangenen zehn Jahren geleistete Arbeit an der kleinen Schule mit nicht einmal 80 Kindern. Für die sechs Schüler und vier Lehrkräfte der Grundschule Schimmeldewog bedeutete die Final-Teilnahme eine tolle Erfahrung. „Das war ein einmaliges Erlebnis, das die Kinder nie vergessen werden“, meinte Herold. Die waren sowieso überwältigt und schwer beeindruckt vom Eventprogramm, das die Bosch-Stiftung auf die Beine gestellt hatte.

„Das ist ein absolutes Highlight in unserem Schulleben“, so Herold, und war dazu noch unwahrscheinlich spannend. Ein bisschen Enttäuschung schwang bei den Kids natürlich schon mit, sie hätten gerne einen der vorderen Plätze geholt. Aber auch wenn es dafür nicht reichte, „haben wir eine tolle Veranstaltung erlebt“. Als „grandiosen Erfolg“ bezeichnete die Vorsitzende des Schulfördervereins, Martina Tavaglione, den Finaleinzug. Die Teilnahme war „für uns als Schulstandort und für sein weiteres Bestehen außerordentlich wichtig“.

Bürgermeister Joachim Kunkel war begeistert von der „großartigen Veranstaltung“. Allein mitwirken zu dürfen „war eine herausragende Sache“. Die gesamte Schulgemeinschaft mit Lehrkräften, Eltern, Verein und Schülern könne stolz darauf sein, es ins Finale geschafft zu haben, würdigte Kunkel die „fantastische Leistung“.

Landrat Christian Engelhardt sah es als einen „unglaublichen Erfolg“ an, zu den 14 besten deutschen Schulen auf der ganzen Welt zu gehören. Wenn man erlebe, wie motiviert die Lehrer zu Werke gingen und wie begeistert die Eltern mitwirkten, werde dadurch die besondere Lernatmosphäre deutlich, die diese Auszeichnung erst möglich machte.

Aber auch zuhause wurde kräftig mitgefiebert. Und das war bei der großen Hitze in der Schulaula durchaus wörtlich zu nehmen. Über 70 Schüler und Eltern hatten sich dort zum „Public Viewing“ getroffen. Auch wenn man sich dort relativ früh sicher war, den Hauptpreis nicht erreichen zu können, war die Freude groß, es überhaupt ins Finale nach Berlin geschafft zu haben. Die Delegation aus dem Überwald war während der Live-Übertragung auf Phoenix immer wieder im Bild zu sehen und sorgte damit für ein großes Hallo in der Heimat.

Bei der von Susanne Holst und Lennert Brinkhoff moderierten Verleihung war die Spannung groß. Pate des Schulpreises war Fußball-Torwart Manuel Neuer. Zuerst wurden die fünf zweiten Plätze vergeben. Wer dann noch im Pool war, durfte sich Hoffnungen auf den ersten Platz machen. Laudatorin Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte im Gespräch mit Susanne Holst: „Man kann einem Kollegium nichts befehlen. Man kann den Lehrern Anerkennung geben, wenn sie tolle Sachen machen.“

Info: Die berufsbildende Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln (Niedersachsen) gewann den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis. Die Auszeichnung überreichte Bundeskanzlerin Angela Merkel im ewerk Berlin. Fünf weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhielten die Waldparkschule in Heidelberg, das Gymnasium Kirchheim bei München (Bayern), die Grundschule Borchshöhe in Bremen, die Europaschule Bornheim (Nordrhein-Westfalen) und die Deutsche Schule Rio de Janeiro in Brasilien.

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Daumendrücken für die Grundschule Schimmeldewog beim Finale des Deutschen Schulpreises am Montag

Die Spannung steigt, die Aufregung ebenso. Vor allem natürlich bei den Kindern, aber auch die Erwachsenen lässt das am Montag anstehende Finale des Deutschen Schulpreises in Berlin nicht kalt. Sechs Schüler, unter ihnen die Schulsprecher Svenja Ballmann und Paul Walter, und vier Lehrer gehören der „offiziellen“ Delegation an. Dazu kommen noch ein paar von der Schule eingeladene Mitfahrer, aber ebenso weitere „Fans“, die dem Ereignis beiwohnen wollen.

Die Teilnahme der einzigen hessischen Schule an diesem deutschlandweit renommiertesten Wettbewerb lassen sich auch Landrat Christian Engelhardt, Wald-Michelbachs Bürgermeister Joachim Kunkel und der Leiter des Staatlichen Schulamts in Heppenheim, Rainer Kilian, nicht entgehen. Als Vertreterin des Kooperationspartner Systelios-Klinik Siedelsbrunn ist Mechthild Reinhard dabei. Vertreter des Schulfördervereins und der Elternbeirats sind ebenfalls bei der Veranstaltung im ewerk Berlin mit im Boot.

„Wir freuen uns total, dass wir nach Berlin fahren dürfen“, sagt Schulleiterin Sabine Herold. Es sei eine Riesenanerkennung für die in den vergangenen zehn Jahren geleistete Arbeit an der kleinen Schule mit nicht einmal 80 Kindern. Allein „dass wir es geschafft haben“, bedeute eine große Bestätigung für das pädagogische Wirken. Sie sei „sehr gespannt“ auf die gesamte Veranstaltung, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Preise übergebe.

Auch wenn die Schimmeldewäer „erst einmal froh sind, dass wir dabei sein dürfen“ und keine Erwartungshaltung haben, schwingt doch ein bisschen Hoffnung mit. „Jetzt hätten wir schon gerne einen der ersten sechs Preise“, schmunzelt Herold. „Wo wir doch so weit gekommen sind.“ Für die kleinste Schule unter allen 14 Finalisten sei allein der Einzug „ein Riesenerfolg“.

Jede der nominierten Schulen „hat tolle Programme und Projekte“, weiß Sabine Herold. Das jahrgangsübergreifende freie Arbeiten in allen vier Klassen bezeichnet sie als „Alleinstellungsmerkmal“ der Grundschule Schimmeldewog. „Das ist etwas Besonders“, was sich sogar andere Schulen schon abgeschaut hätten. „Wir sind sehr stolz, dass unsere pädagogisch-didaktische Arbeit in einem solch hochkompetenten Rahmen gewürdigt wird“, meint sie.

Als einen „Meilenstein in der Geschichte der Grundschule“ bezeichnet Bürgermeister Joachim Kunkel die Finalteilnahme. Allein es schon nach Berlin geschafft zu haben, sei ein „Riesenerfolg“ und beweise die hervorragende pädagogische Arbeit. Was nun in der Endauscheidung erreicht werde, ist für ihn „das Sahnehäubchen“ einer ganz tollen Geschichte. Der Bürgermeister bezeichnete die Schimmeldewäer Schule als „Glücksfall“ nicht nur für den Ortsteil und mit ihrem eigenständigen Profil als ein Vorzeigemodell. „Wir drücken alle ganz fest die Daumen.“

Für die Vorsitzende des Schulfördervereins, Martina Tavaglione, ist die Einladung zum Schulpreis-Finale mit Blick auf das bisher Geleistete nur folgerichtig. „Damit wird auch die tolle Zusammenarbeit zwischen Kollegium, Kindern und Eltern gewürdigt“, betont sie. Die Auszeichnung mit einem der Hauptpreise wäre für sie der schönste Erfolg und eine besondere Würdigung dieser Symbiose zwischen Schule und Ortsbevölkerung.

„Es ist ein komisches, aber auch tolles Gefühl, auf einer Schule zu sein, die zu den 14 besten in Deutschland gehört“, meint Schulsprecher Paul Walter. Die Nachricht „war einfach cool“, so der Zehnjährige. „Ganz toll“ ist die Finalteilnahme auch für die gleichaltrige Svenja Ballmann, ebenfalls Schulsprecherin aus der vierten Klasse. Dass eine solch kleine Schule in dem Wettbewerb so weit kommt, bezeichnet sie als „etwas Herausragendes“.

Landrat Engelhardt richtet seine Worte direkt an die Schüler: „Eure Schule ist klein, aber in dem, was sie macht, ganz groß. Und ihr seid als Grundschüler zwar noch die Kleinen, aber großartig.“ Das Konzept „hat mich bereits bei meinem ersten Besuch im Januar 2016 begeistert“, so der Landrat. Vor allem der Weg, Kinder schon früh an Lernverantwortung und Selbsteinschätzung heranzuführen, mache sie „zu einem Ort der Persönlichkeitsentwicklung und Lernbegeisterung“.

Die einzügige Grundschule in Schönmattenwag zeige mustergültig, dass eine erfolgreiche Lernumgebung nicht von der Größe, sondern „vom persönlichen Einsatz der Lehrer und einem motivierenden Umfeld abhängt“, betont Engelhardt. Die Finalteilnahme „ist ein Riesenerfolg und ich bin sehr stolz. Deshalb komme ich ja zum ‚Daumendrücken‘ mit“.

Mit der Finalteilnahme am Schulpreis eröffnen sich nun auch dem Kollegium neue Fortbildungsmöglichkeiten, die bisher aus finanziellen Gründen nicht möglich waren. Man bekomme die Chance, mit Schulen in engeren Kontakt zu kommen, die ähnlich arbeiteten. Und spezielle Weiterbildungen zu besuchen, die für innovativ, mit anderen Konzepten arbeitenden Schulen wie die Schimmeldewäer kostenfrei angeboten werden.

Info: In der Grundschule Schimmeldewog findet am Montag, 29. Mai, ein privates Public Viewing im großen Saal statt. Los geht’s um 13 Uhr. Phoenix überträgt die Veranstaltung live von 13.30 bis 15 Uhr. Die Verleihung des deutschen Schulpreises 2017 in Berlin wird von Susanne Holst und Lennert Brinkhoff moderiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel übergibt die Preise, Musik gibt es von Adel Tawil.

Hintergrund: Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung ausgerichtet. Er ist die renommierteste Veranstaltung dieser Art. Von den 14 nominierten Schulen werden insgesamt sechs mit Preisen ausgezeichnet. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren fünf Preisträger zusammen nochmals je 25.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen bekommen Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Über 2.000 Schulen haben sich seit dem Start des Programms im Jahr 2006 am Wettbewerb beteiligt. Die besten von ihnen zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung jährlich aus. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“.

Die weiteren nominierten Schulen: Waldparkschule, Heidelberg; Berufliche Schulen Altötting, Gymnasium Kirchheim, Kirchheim bei München, beide Bayern;  Grundschule Borchshöhe, Bremen;        Elisabeth-Selbert-Schule, Hameln; Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Osnabrück; Berufsbildende Schulen Osterholz-Scharmbeck, alle drei Niedersachsen; Europaschule Bornheim, Gymnasium Essen Nord-Ost, Gesamtschule Else Lasker-Schüler, Wuppertal, alle drei Nordrhein-Westfalen; Deutsche Schule Rio de Janeiro, Brasilien; German International School Boston, USA.

Schnuppertage an der Grundschule Schimmeldewog nehmen die Angst vor dem „Ernst des Lebens“

15 neue ABC-Schützen wird die Grundschule Schimmeldewog im kommenden Schuljahr aufnehmen. Damit die sich gleich im neuen Umfeld zuhause fühlen und weniger Eingewöhnungsschwierigkeiten haben, gibt es für die baldigen Erstklässler im ausgehenden Schuljahr drei Schnuppertage im Abstand von zwei bis vier Wochen. Diese haben sich bestens bewährt und machen den Start in den „Ernst des Lebens“ leichter. Denn genau davor soll ihnen die Angst genommen werden – was nach Rückmeldung aus der Elternschaft auch sehr gut gelingt.

Fast 80 Schüler besuchen derzeit die kleine Schule im Wald-Michelbacher Ortsteil. Sie kommen aber nicht nur aus dem direkten Einzugsgebiet, sondern es sind immer mehr sogenannte „Gestattungskinder“ dabei. Aus Mörlenbach, Rothenberg, Finkenbach, Hirschhorn oder Affolterbach. Diese Attraktivität gleicht den Geburtenrückgang aus. Denn eigentlich kommen nur sieben der 15 aus dem eigentlichen Schimmeldewäer Schulsprengel.

Damit sich die Noch-Kindergartenkinder mit dem „Alltag“ in der Schule vertraut machen können, werden sie im Eingangsbereich gleich von ihren Schnupperpaten empfangen. Das sind derzeitige Grundschüler aus den Flex-Klassen. Wenn es dann doch mal nicht passen sollte, kann auch ein Pate flexibel getauscht werden. Die Grundschüler zeigen den Neulingen als Erstes die Garderobe.

Dann gibt es einen Begrüßungsrap, bevor die späteren ABC-Schützen in den sogenannten „Freiarbeitsräumen“ direkt in den täglichen, regulären Schulbetrieb mit einbezogen werden, erläutern die zuständige Lehrerin Nina Reuber und Schulleiterin Sabine Herold. Das sei das Besondere am Modell in Schönmattenwag.

Buchstabentabelle, Zahlen bis 100, Rechnen und Zählen stehen neben verschiedenen Spielen und Suchbildern auf dem Programm. Gleichzeitig wird den „Neuen“ das Prinzip der „Freiarbeit“ vermittelt. Darüber hinaus erhalten die kommenden Erstklässler ein Schnuppertagsheft mit ihrem Foto drin.

Um ein Gefühl der Vertrautheit zu schaffen, werden die Kinder drei- und nicht nur einmal eingeladen. „Sie sollen damit Schule, Lehrer und andere Kinder intensiv kennenlernen, die Angst vor dem Ernst des Lebens verlieren“, sagt die Pädagogin. „Sie sind ein Teil des regulären Schulvormittags“ und bekommen einen authentischen Eindruck, wie der Erstklässler-Alltag ablaufen wird.

Der Wandel im Verhalten der zuerst noch sehr schüchternen Kleinen ist erstaunlich und gibt dem Konzept recht: „Beim ersten Mal kommen sie noch an der Hand der Mutter hier rein und haben oft Angst“, hat Nina Reuber beobachtet. „Beim zweiten Besuch kennen sie schon alles und gehen bereits allein und selbstsicherer in die Räume.“ Und am dritten Schnuppertag schließlich „bemerkt man sie schon gar nicht mehr“.

Zwei Drittelnder Schnuppernden sind beim zweiten Termin „bereits bestens integriert“. Wenn schüchterne Kinder doch etwas länger und mehr Zuspruch brauchen sollten, werden sie von den Lehrern an die Hand genommen. Das System „gibt es schon ganz lange an unserer Schule“, betont Sabine Herold. „Es funktioniert total gut.“

Nach dem Ende des Schnuppervormittags sind die Kinder eingeladen, gemeinsam mit den anderen zu frühstücken und in der Pause zu spielen. Dann werden sie von den Eltern abgeholt oder laufen in Begleitung zurück zum örtlichen Kindergarten. Die dortigen Erzieherinnen wiederum hatten sie morgens zur Schule gebracht. Herold hebt die Zusammenarbeit mit dem Kindergarten nicht nur auf diesem Feld hervor.

Alle „neuen“ Eltern schnuppern in der Regel an einem Termin mit und lassen sich von den Schulsprechern Svenja Ballmann und Paul Walter die Schule zeigen. „Das hat sich sehr bewährt, weil die Eltern so viele Fragen direkt klären und sich selbst ein Bild machen können“, sagt Herold. Die neuen Erstklässler werden im kommenden Schuljahr in schon bestehende Flex-Klassen integriert und können so von den etwas älteren Kindern lernen, sagt Reuber. Darin werden zwei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet. Es gebe für die Kinder die Möglichkeit, bei zusätzlichem Lernbedarf drei Schuljahre in den beiden Flex-Jahrgangsstufen unterrichtet zu werden.

Dass neben den angehenden Schülern aus Schönmattenwag noch einmal die gleiche Zahl von auswärts kommt, ist Herold zufolge dem besonderen pädagogischen System zu verdanken. „Die Hälfte des Vormittags wird fachbezogen jahrgangsgemischt mit allen vier Klassen gearbeitet“, erläutert Reuber. Dazu kommt aber noch die jüngste Aufmerksamkeit, die sich die Lehranstalt mit ihrer Finalteilnahme am Deutschen Schulpreis sicherte. Seitdem kamen bereits im laufenden Schuljahr acht Kinder neu hinzu.

Grundschule Schimmeldewog ist unter den letzten 15 und fährt zum Schulpreis-Finale nach Berlin

„Hurra, wir fahren nach Berlin“, hallte es aus unzähligen Kehlen durch die Flure und Zimmer der Grundschule Schimmeldewog. Denn die Nachricht, dass die kleine Schule zu den 15 besten in Deutschland gehört und deshalb am 29. Mai zum Finale des Deutschen Schulpreises eingeladen ist, machte rasend schnell die Runde. Lehrer, Eltern und Kinder sind unheimlich stolz über diesen Erfolg, mit dem die Schimmeldewäer als einzige hessische Schule in der Hauptstadt präsent sind.

Schon die Teilnahme am Wettbewerb war für die kleine Grundschule mit jetzt 77 Kindern etwas Besonderes. Nach dem Jury-Besuch im Februar und dem dort ausgesprochenen Lob hatte man bereits gehofft, unter die letzten 15 zu kommen – was sich jetzt bestätigte. Zehn Fahrten von Schimmeldewog aus nach Berlin werden von der Bosch-Stiftung übernommen. Wer genau mitfahren kann/darf, ist noch nicht ganz raus, aber das Interesse ist natürlich bei allen sehr groß. Denn das waren natürlich die ersten Fragen von den Kindern: „Wer darf mitfahren?“ Auf jeden Fall will das ganze Kollegium, im Zweifel auch auf eigene Kosten, dem Ereignis beiwohnen.

„Es ist ein komisches, aber auch tolles Gefühl, auf einer Schule zu sein, die zu den 15 besten in Deutschland gehört“, meinte Schulsprecher Paul Walter. Die Nachricht „war einfach cool“, so der Zehnjährige. „Ganz toll“ war die Mitteilung für Svenja Ballmann, ebenfalls Schulsprecherin. Dass eine kleine Schule in dem Wettbewerb so weit kommt, bezeichnete sie etwas Herausragendes. Die Besonderheit ist für Svenja das Freilernsystem, mit dem sich die Schimmeldewäer Schule von anderen unterscheidet.

„Wir haben uns über die Nachricht sehr gefreut“, sagte Lehrer Matthias Dautel. Denn sie bedeute „eine Bestätigung unserer Arbeit in den vergangenen zehn Jahren“. Und das von einer sehr fachkompetenten Jury, die sich schon bei ihrem Besuch mehr als lobend über die Arbeit des Kollegiums geäußert hatte. Mit den Kindern und Eltern zusammen „haben wir die Schule im letzten Jahrzehnt kontinuierlich weiter entwickelt und verändert“, so Dautel.

Was seine Kollegin Simone Hentschel-Gärtner bestätigte: „Wir sind sehr stolz, dass unsere pädagogisch-didaktische Arbeit in einem solch hochkompetenten Rahmen gewürdigt wird“, meinte sie. Sie finde es daneben toll, dass Grund- und weiterführende Schulen immer mehr zusammenrückten und -arbeiteten. Schon jetzt hospitierten zahlreiche Interessierte an der Grundschule, um das besondere System der Freiarbeitszeit kennenzulernen. Man sei gut vernetzt im entsprechenden Schulverbund.

Mit der Finalteilnahme am Schulpreis eröffnen sich nun auch dem Kollegium neue Fortbildungsmöglichkeiten, die bisher aus finanziellen Gründen nicht möglich waren, betonte Nina Reuber. Man bekomme die Chance, mit Schulen in engeren Kontakt zu kommen, die ähnlich arbeiteten. Und spezielle Weiterbildungen zu besuchen, die für innovativ, mit anderen Konzepten arbeitenden Schulen wie die Schimmeldewäer kostenfrei angeboten würden.

Die drei Pädagogen hoben hervor, dass ein solcher Erfolg nicht ohne die bestens funktionierende Zusammenarbeit aller möglich sei. „Alle Zahnräder greifen ineinander“, so Dautel. Die Eltern „verstehen sich als ein Teil der Schule, identifizieren sich damit“, sagte Hentschel-Gärtner. „Wir sind ein Schulteam“, meinte Reuber, das auch deshalb so gut harmoniere, „weil jeder Vollgas gibt“.

Nicht zuletzt trägt die Teilnahme am Schulpreis und der Finaleinzug zur Attraktivität der Grundschule Schimmeldewog bei: „Seit Schuljahresbeginn zählen wir bisher fünf neue Kinder“, sagte Hentschel-Gärtner. Weitere Anfragen von außerhalb gibt es bereits. Der Preis sei auch deshalb sehr wichtig, weil er Schulen in den Fokus rücke, „die anders arbeiten“, betonte Dautel. Denn nach wie vor gebe es aus Unkenntnis noch den einen oder anderen Vorbehalt, „ob es funktioniert und die Kinder genug lernen“.

Nach dem Jury-Besuch waren die Hoffnungen groß gewesen, unter die letzten 15 zu kommen. Die hatte vor allem Rainer Schweppe genährt, der neben der Vor- auch der Hauptjury angehört. Er sprach von einer „ganz besonderen Schule“, die ihn „tief beeindruckt hat“. Es werde in dem kleinen Odenwald-Ort „ein fantastischer Unterricht gemacht“. Schweppe ist Münchner Stadtschulrat und Stadtrat, gleichzeitig auch Leiter des Referats für Bildung und Sport der bayrischen Landeshauptstadt. Der erste Eindruck stimmte. Denn jetzt heißt es: „Hurra, wir fahren nach Berlin.“

Ob der Grundschule Schimmeldewog ein hoch dotierter Preis winkt, weiß heute noch keiner. Denn das wird erst am Tag selbst bekannt gegeben. Der Preisverleihung am 29. Mai ist am 28. Mai bereits ein Empfang vorgeschaltet. Der Sieger darf sich über 100.000 Euro freuen, fünf weitere Anerkennungen sind mit 25.000 Euro dotiert. Der deutsche Schulpreis wird seit elf Jahren von der Robert-Bosch-Stiftung vergeben und ist die renommierteste Auszeichnung in diesem Bereich. Laudatorin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Festakt wird live im Fernsehen übertragen.