Mit drei Neuzugängen will der FC Odin Schönmattenwag in der Kreisliga B oben angreifen

Nach oben hin sind noch alle Chancen gewahrt, personell sieht es besser aus und die Spieler machen mit: Spielausschuss-Vorsitzender Toni Wurzel zieht eine positive Zwischenbilanz beim FC Odin. „Mit dem Verlauf der Runde sind wir zufrieden“, meint er zum bisherigen Abschneiden in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B. Bis auf die enteilte und quasi schon aufgestiegene SG Unter-Abtsteinach II trennen den Verfolger-Siebener nur drei Punkte. Alles ist möglich. Deshalb heißt die Devise von Trainer Jan Schörling auch: „Konstanz, Konstanz, Konstanz.“

Das Ziel zum Saisonstart lautete beim FC oberes Tabellendrittel. „Das haben wir ganz gut erreicht“, freut sich Wurzel. Er weiß aber auch, dass ein einziges Spiel über vier oder fünf Tabellenplätze entscheiden kann. „Wenn alle fit und an Bord sind, können wir vorn mitmischen“, sagt er. Um zu wissen, ob die Elf noch in den Aufstiegskampf mit eingreifen kann, gilt es abzuwarten, „wie wir aus der Winterpause rauskommen“.

Die Trainingsbeteiligung war Schörling zufolge durch den engen Kader und die vielen Verletzten etwas durchwachsen. „Die ist aber nötig, um 90 Minuten volle Leistung zu bringen“, weiß er. Gegen Ende der Hinrunde hin wurde es besser. „Da waren wir auf einem guten Weg.“ Deshalb kam die Winterpause fast ungelegen, ist aber praktisch, sodass sich alle auskurieren können.

Damit mehr Beständigkeit einkehrt, hat der FC bereits personell nachgelegt. Denn die fehlende Konstanz rührte auch daher, dass man bisher einen (zu) kleinen Kader hatte. „Wenn zwei oder drei wichtige Leute ausfielen, war es schwierig, die Leistung zu halten“, erläutert Wurzel. Das passierte nicht nur einmal, soll aber nach der Winterpause möglichst der Vergangenheit angehören. „Wenn die drei neuen mit einsteigen, haben wir in der Rückrunde ein paar Alternativen“, meint er.

Im Februar wird mit dem 18-jährigen Marcel Berbner ein Nachwuchstalent eingesetzt. Nico Helfrich, vorher beim TSV Aschbach, läuft ebenfalls mit auf wie auch Lars Keßler, zuvor bei der Eintracht 1b aus Wald-Michelbach aktiv. Mit Jonas Werner, der sich wieder in Richtung seines Wohnorts Eulsbach orientierte, gibt es nur einen Abgang. „Ich bin sehr froh über die Neuzugänge“, ergänzt Schörling. Das belebt die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft. Ihn freut es daneben, dass der Langzeit-Verletzte Patrick Brand im Frühjahr wieder einsteigen will.

Die Planung für die kommende Saison läuft ebenfalls schon, verrät Wurzel. Natürlich würde der Verein gern Spielertrainer Jan Schörling halten. Entschieden ist noch nichts, „aber wir sind guten Mutes“, so der Spielausschuss-Vorsitzende. Daneben hält der FC auf dem Spielermarkt Ausschau nach weiteren Kickern.

„Die ersten drei oder vier Begegnungen sind entscheidend“, betont Wurzel mit Blick auf den Start aus der Winterpause. Wenn der FC gut loslegt und die Euphorie mitnimmt, könnte man durchaus beim Ringen um den zweiten Platz mitreden, denkt er. „Die Jungs haben es selbst in der Hand“, hebt Wurzel hervor. „Das Umfeld passt und wir haben einen super Trainer“, sagt er.

Trainingsstart soll Ende Januar sein, wenn es die Platzverhältnisse zulassen. Sonst weicht der FC Odin ins Haus des Gastes von Schimmeldewog aus. Vorbereitungsspiele gibt es dann je nach Wetterlage. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen mit Hallenturnieren machte, lässt man diese aufgrund der hohen Verletzungsgefahr dieses Mal ausfallen. „Bis der reguläre Spielbetrieb startet, wollen wir aber bisschen Abwechslung reinbringen“, hofft Toni Wurzel.

Ob das Nachholspiel beim Ligavierten Fehlheim Ende Februar stattfindet, steht noch in den Sternen. Der dortige Naturrasen ist ziemlich anfällig. Die erste reguläre Partie gegen den Tabellenvorletzten FC Fürth II ist dann gleich dazu geeignet, Selbstvertrauen und Punkte zu tanken. „Wir wollen in diesen beiden Begegnungen unsere Leistung komplett abrufen“, ist der Wunsch von Spielertrainer Schörling.

Spielerisch sieht er seine Elf topfit. Schörling spricht dem Team ein Riesenlob aus, wie es mitzieht. Ansetzen will er bei der mentalen Einstellung. „Auf dem Platz muss der Kopf frei sein“, sagt er. Daran will Schörling weiter arbeiten. „Fußball spielen können wir bereits alle“, lacht er. Nach der Pause will er immer von Spiel zu Spiel schauen. Gerade weil sieben Teams praktisch gleichauf liegen, ist die Konstanz sehr wichtig. Vielleicht ist es durch diese auch möglich, sich einen kleinen Abstand zu erarbeiten, so seine Hoffnung.

Als kleiner Verein hat der FC seinen Worten nach ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt er deshalb. Sollte es am Ende der Runde der zweite Platz der Kreisliga B sein, der zu den Relegationsspielen berechtigt, „nehmen wir den natürlich auch gern mit“, grinst Schörling.

Advertisements

FC Schönmattenwag hatte beim Überwald-Derby der Fußball-Kreisliga B gegen den SV Affolterbach mit 5:3 die Nase vorn

Viel mehr kann man eigentlich von einem Derby nicht erwarten. Zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten, Spannung pur, acht Tore, viele Emotionen bei den Teams: Das Überwald-Duell der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B zwischen dem FC Odin Schönmattenwag und dem SV Affolterbach hielt, was es versprach. Mit einem glücklicheren Ende für die Hausherren. Die gewannen 5:3, nachdem sie ihre 4:0-Führung Ende der zweiten Hälfte fast noch verspielt hatten.

In der Pause schien schon alles klar: Der FCO lag mit 4:0 in Front. Das war nicht unbedingt der drückenden Überlegenheit der Gastgeber geschuldet, sondern der klar besseren Chancenverwertung. Fast alle Schüsse aufs Tor fanden auch den Weg in den SVA-Kasten. Auf der anderen Seite hatte der SVA einfach kein Glück beim Abschluss, was auch der Glanzleistung von Torwart Ramon Jöst an diesem Tag geschuldet war.

Der zeichnete sich gleich mehrfach aus. So als er in der 14. Minute einen Schuss von Dörsam aus kurzer Distanz abwehrte oder vier Minuten später den Schuss von Guthy aus zwölf Metern parierte. Wie auch in der 42. Minute gegen denselben Spieler. „Unser Keeper machte ein super Spiel“, hatte FC-Spielausschussvorsitzender Toni Wurzel nur lobende Worte für den Ersatzmann. Aber auch Frank Sattler beim SVA, der schon in der 17. Minute für Krause rein musste, holte ein paar sicher geglaubte Dinger raus. Etwa in der 23. Minute, als er einen Kopfball von Patrick Walter glanzvoll hielt.

Verkehrte Welt dann nach der Pause. Nachdem Knapp das 5:0 in der 50. Minute auf dem Fuß hatte, aber der Ball noch von der Linie geholt wurde, kam der SVA ran. Beim FC schlich sich angesichts der vermeintlich hohen Führung etwas der Schlendrian ein. Der SVA witterte Morgenluft. In der 60. Minute klärte Jöst noch gegen Heckmann, aber dann kam der Gäste-Sturmlauf. Nach dem 4:1 waren die Blauen fast nur noch in der Hälfte der Einheimischen zu finden. Die kamen gehörig ins Schwimmen. Das 4:2 nach einem schönen Fernschuss von Guthy bildete den Auftakt zu einer nervösen Schlussphase, in der es ein ums andere Mal laut wurde und sich die Nickligkeiten häuften.

Ein heiß diskutierter Elfer für die Gäste, bei dem Seitz Jöst keine Chance ließ, war der Startschuss für spannende zehn Minuten, in denen die Besucher ihre Herztropfen nicht vergessen durften. Erst hatte der FC zwei gute Chancen durch Freistöße, ehe dann die Querlatte dem SVA den Ausgleich verwehrte. Ein Nachschuss ging weit übers Tor. Auf anderen Seite ein ähnliches Bild. Zink hätte in der 86. Minute alles klar machen können, aber auch ihm war das waagrechte Metall im Weg.

Gebrülle auf den Ersatzbänken, laute Rufe Richtung Schiedsrichter und Diskussionen der einzelnen Entscheidungen: Die Nerven lagen blank. Für die Erlösung sorgte endlich in 90. Minute Walter mit der erlösenden 5:3. Die zahlreichen Foul-Unterbrechungen ließen noch einige Nachspielminuten vergehen, in denen Dörsam mit Gelb-Rot wegen Meckerns vom Platz flog, ehe endlich der Abpfiff folgte.

„Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen“, so Wurzel. Wieder einmal spielte der FC nicht konzentriert über 90 Minuten durch. „Das müssen wir in den Griff kriegen.“ Nach der „super ersten Hälfte“ schaltete die Elf einen Gang zurück und bekam prompt die Quittung. Helmut Sattler auf SVA-Seite sah nach einer „indiskutablen ersten Halbzeit“, in der die Chancenverwertung unter aller Kanone war, nach der Pause durchaus noch Chancen für die Gäste auf den Ausgleich. „Ein Punkt wäre gerecht gewesen“, meinte er. Letztendlich „haben wir es uns aber selbst zuzuschreiben“, dass die drei Zähler in Schönmattenwag blieben.

FC Odin Schönmattenwag: Jöst, Sauer, Schörling, Gerl, Patrick Walter, Selzer, Knapp, Smieja (23. Heiser), Stefan Walter (63. Zink), Patzak, Heißer (70. Wilhelm)

SV Affolterbach: Krause (17. Sattler), Mottl, Seitz, Planicka, Heckmann, Scholl, Guthy, Slusarz, Banaszkiewicz (46. Seeberger), Dörsam, Reim (60. Sejaric)

Tore: 1:0 P. Walter (6.), 2:0 Schörling (15.), 3:0 Patzak (24.), 4:0 P. Walter (38.), 4:1 Dörsam (70.), 4:2 Guthy (75.), 4:3 Seitz (78., Elfmeter), 5:3 P. Walter (90.), Zuschauer: 70