Profi-Werkzeug auf dem aktuellen Stand der Technik

Ein großer Tag für die fusionierte Ortsteil-Feuerwehr Schönmattenwag. Das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10 KatS wurde jetzt eingeweiht. Dazu begrüßten die Brandschützer am Haus des Gastes zahlreiche Vertreter anderer Wehren, dazu etliche Kommunalpolitiker und Bürger aus beiden Ortsteilen, die das neue Gerät zuvor in Augenschein nehmen konnten. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach. Geweiht wurde das Fahrzeug im Anschluss von Pfarrer Peter Pristas.

Bürgermeister Dr. Sascha Weber lobte die nach der Fusion der Einsatzabteilungen vor drei Jahren entstandene „schlagkräftige Truppe“, die auch ein entsprechendes Fahrzeug benötigte. Es dauerte mehr als drei Jahre nach dem Antrag, bis das LF 10 im Überwald ankam. Der Rathauschef sprach in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter an. Weber ernannte im Anschluss noch die stellvertretenden Wehrführer Daniel Simonis und Arne Großmann (Gadern) und Marc Ritter (Schönmattenwag) zu Ehrenbeamten.

Die beiden alten Vehikel der früheren Ortsteilwehren, 27 und 32 Jahre alt, „haben den Ruhestand verdient“, sagte Kreisbrandmeister Sven Falter. Ein Profi-Werkzeug auf dem aktuellen Stand der Technik erfordert auch die entsprechend ausgebildeten Profis, „die wissen damit um zugehen“, betonte Falter. Er stellte in diesem Zusammenhang die hohe Aus-, Weiterbildungs- und Übungsbereitschaft der Schimmeldewäer Wehrleute heraus.

Einen Zeitsprung hin zur Anschaffung der beiden alten Fahrzeuge unternahm Gemeindebrandinspektor (GBI) Peter Capuani. 1992 erhielt die Feuerwehr Unter-Schönmattenwag als Ersatz für das in die Jahre gekommene LF 8 aus der Zeit vor der Gebietsreform ein neues TSF-W. Das „Downgrade“ wurde nur mit deutlichem Murren hingenommen, schmunzelte er. Allerdings sei es aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung gewesen.

Bereits fünf Jahre zuvor wurde in Ober-Schönmattenwag ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) in Dienst gestellt. Damit hielt auch dort der Atemschutz Einzug, immerhin fünf Jahre früher als im unteren Ortsteil. „Heute stehen wir wieder an einer Schwelle“, so der GBI. Diese wird, war er sicher, „ebenso bedeutend sein wie die erstmalige Ausstattung mit Atemschutz vor 32 Jahren“.

Aus zwei mach eins, lautete heute die Devise. An der Zusammenführung der Einsatzabteilungen der beiden Ortsteile sehe man, dass daraus etwas Großartiges entstehen kann, hob der GBI hervor. Aus zwei Dorffeuerwehren mit zwei wenig funktionalen Feuerwehrhäusern erwuchs eine ernstzunehmende, schlagkräftige junge Wehr mit einem erstklassigen Ausbildungsstand und hoher Motivation.

Was fehlte, war die passende Ausstattung und Unterbringung, sagte Capuani. Ersteres wurde mit Anschaffung des LF 10-KAtS gelöst. Das zweite ist bereits in die Wege geleitet, denn der Zuwendungsbescheid für den Neu-, An- und Umbau des Feuerwehrhauses soll demnächst ins Haus flattern. „Damit bekommt das neue Fahrzeug auch ein passendes Zuhause und die Gemeindefeuerwehr endlich die längst überfällige Schlauchpflegeanlage“, freute er sich.

Die Förderung des Landes für das neue Geschoss „ist aber weder einem besonderen Wohlwollen geschuldet, noch ein Geschenk“, betonte er. Sie sei die Gegenleistung für die Bereitschaft aller Kameraden der Großgemeinde, mit diesem Fahrzeug und weiteren bei Katastrophen in Hessen oder auch in der ganzen Republik Hilfe zu leisten. Und so sei es auch ausgestattet: robust, mit ausgereifter Technik, ohne Schnickschnack. Dieses Gerät entstammt der neunten Generation „und ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung“.

Die Aufgabe, den Brandschutz organisatorisch und ausstattungstechnisch aktuell zu halten, ist keine Einzelmaßnahme, sondern ein nicht endender Prozess, meinte Capuani. Somit sei „das LF 10 ein Schritt in die richtige Richtung“, aber nicht der Punkt, um sich zufrieden zurückzulehnen. Denn um den gestellten Aufgaben gerecht werden zu können, sollte mittelfristig noch ein GW-Logistik her, um den Problemen der Wasserversorgung entgegenzuwirken und den Schlauchservice für die Gesamtgemeinde durchführen zu können.

Steffen Hopp übergab seitens der Firma Ziegler als Geschenk ein Bild der Abholung des Fahrzeugs. Die ist schon ein paar Wochen her. Die Zeit nutzten die Brandschützer, um sich mit dem 13-Tonnen-Geschoss vertraut zu machen. Auch seine Feuertaufe hat es bereits bestanden. Den Schlüssel gab Wehrführer Tobias Walter gleich an die Gerätewarte weiter. Walter ergänzte, die „tolle Truppe“ sei nach der Fusion zu einer Familie zusammengewachsen und hob das „schöne Gemeinschaftsprojekt“ hervor. Den Reigen der Grußworte beschloss Ortsvorsteher Hans-Dieter Martin.

 

 

Beim LF 10-KatS handelt es sich um ein 13 Tonnen Mercedes-Benz-Atego-Allrad-Fahrgestell mit 231 PS, gepaart mit einem Ziegler ALPAS-Aufbau und einem bewährten Aluminium Paneelprofil. Eingebaut ist ein Löschwasserbehälter mit 1200 Litern, dem doppelten Volumen, das bisher mit dem TSF-W zur Verfügung stand. Ergänzt wird das durch eine fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000, die in der Lage ist, das gesamte Tankvolumen in 36 Sekunden zu fördern. Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug noch über eine ebenso leistungsfähige Tragkraftspritze. Neben einem brandaktuellen Euro-6-Motor ist die gesamte Beleuchtung in LED-Technik ausgeführt, nicht nur die Umfeldbeleuchtung, auch der eingebaute pneumatische Lichtmast mit acht LED-Strahlern. Die Besatzung setzt sich aus neun Einsatzkräften zusammen.

Der Grundpreis von Fahrgestell und Aufbau belief sich 188.000 Euro. Davon musste die Gemeinde als Eigenanteil 89.000 Euro tragen. Die individuelle Zusatzausstattung schlägt mit 29.000 Euro zu Buche. Zusätzliche Belastung und altersbedingte Ersatzbeladung (so eine Tragkraftspritze „Ziegler Ultra Power 4) kosteten 42.600 Euro, womit die Gemeinde insgesamt fast 161.000 Euro bezahlte.

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Ortsbürger besuchten das Sommerfest der Feuerwehr in großer Zahl

Das Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Alten Schulhof war dieses Mal sehr gut aus dem Dorf besucht, freute sich Kommandant Lars Gremm. Denn das Wetter war super, nach vielen feuchten Wochen wärmte endlich einmal die Sonne kräftig. Gegen zu heiße Strahlen hatten die Brandschützer ein Zelt und einige Sonnenschirme aufgestellt. Waren die Wehrleute letztes Jahr enttäuscht vom geringen Besuch der Ortsbürger, so kamen diese jetzt in umso größerer Zahl.

„Die Wehr ist jederzeit für die Bürger da“, meinte Gremm. Deshalb begrüßte er es, dass zu einem solchen Anlass das Engagement der Ehrenamtlichen durch einen Abstecher gewürdigt wird. „Zumal der Erlös solcher Veranstaltungen auch wieder der Bevölkerung zugutekommt“, hob der Wehrführer hervor. Ein Teil wird in die Vereinskasse fließen und unter anderem in den Unterhalt des Fahrzeugs gesteckt. Ein anderer Teil soll für die Anschaffung eines Laptops verwendet werden, um die Ausbildung auf modernere Füße zu stellen.

„Wir möchten uns bei den Gästen sehr für ihren Besuch bedanken“, sagte Gremm. Denn „es war immer gut was los“, gefühlt mehr als im vergangenen Jahr, meinte er. Die kurzfristig organisierten Kinderspiele wurden gut angenommen, beobachtete er. Dosenspritzen, Malen oder Schlauchkegeln stießen bei den Kleinen auf viel Widerhall.

Es war wie immer „ein schönes Fest“, freute sich der Kommandant. Am Nachmittag gingen sogar langsam Essen und Getränke zur Neige, sodass die Brandschützer schnell Nachschub herankarrten. Schaschlik, Pommes Frites, Steak, Brat- und Currywurst wurden in bewährter Manier angeboten. In den Spitzenzeiten kümmerten sich zwölf Feuerwehrleute um das Wohl der Gäste. Dazu kamen noch die für Auf- und Abbau sowie für die Ablösung.

Traditionsgemäß kommen immer die benachbarten Wehren aus der Gemeinde vorbei, um einen geselligen Nachmittag zu verleben. Dieses Mal war sogar die Wald-Michelbacher Feuerwehrkapelle zugegen und unterhielt mit ihren schmissigen Weisen. Das Sommerfest fand zum inzwischen fünften Mal statt, so Gremm. Davor gab es immer ein Herbstfest. Nächstes Jahr feiert die Feuerwehr Siedelsbrunn ihr 125-jähriges Bestehen, kündigte der Wehrführer an. Dann soll das Sommerfest an zwei Tagen stattfinden. Termin ist wie bewährt im Frühsommer.

Bild: Feuerwehr

Gute Zusammenarbeit ist in Schönmattenwag der Schlüssel für viele Erfolge – Neues Theaterstück am 4., 5. und 6. März

Gemeinsam sind wir stark“ haben sich die Einwohner aus Ober- und Unter-Schönmattenwag auf die Fahnen geschrieben. Frühere Rivalitäten und Animositäten wurden bereits peu à peu ad acta gelegt, auch wenn ein paar Frotzeleien über die aus „Owwer“ oder „Unner“ noch immer dazugehören. Seit der Eingemeindung nach Wald-Michelbach Anfang der 1970er Jahre sind die früheren selbstständigen Ortschaften bereits kontinuierlich zusammengewachsen – und es geht in schnellem Tempo weiter.

Wenn es andernorts noch heftige Diskussion um die Zusammenlegung von Feuerwehren gibt, sind die „Schimmeldewaer“ in dieser Hinsicht Vorreiter. Es gibt jetzt eine einzige Einsatzabteilung, beschloss die kürzliche, gemeinsame Jahreshauptversammlung. Politisch steht man ebenfalls Seit‘ an Seit‘ in Form eines gemeinsamen Ortsbeirats, der am 6. März bei den Kommunalwahlen gewählt wird. Gesellschaftlich-kulturell sind die Verzahnungen fast noch größer. Bestes Beispiel: die gemeinsame Theatergruppe von MGV Unter- und Harmonie Ober-Schönmattenwag. Deren Aufführung findet an drei Tagen Anfang März statt.

Wenn im Haus des Gastes das Hausmeisterehepaar Bessler die letzten Konfettischnipsel und Luftschlangen der abgelaufenen Fastnachtsaison entsorgt hat, stehen auch schon die Bühnenbauer beider Vereine mit ihren Werkzeugkisten vor der Hallentür. Aus dem Asservatenraum im Keller werden die Bühnenteile und die Lichttechnik hervorgeholt und fachgerecht für die Theatergruppe aufgebaut. Alle wissen, was zu tun ist. Ob Elektriker, Schreiner oder Maler: Jeder Handgriff sitzt, schon steht das Bühnenbild perfekt und die Scheinwerfer leuchten.

Der Erfolg hat in Schönmattenwag viele Väter. Einmal zahlt sich die lange Erfahrung und gute Zusammenarbeit aus, außerdem wurde schon vor Wochen alles exakt geplant und besprochen. Zusammenwirken und gemeinsame Absprachen sind in den beiden Ortsteilen seit Langem gelebte Praxis und der Schlüssel für viele Erfolge.

Schon der CV Kapital Unter-Schönmattenwag achtet beim Aufbau für seine Fastnachtsitzung darauf, dass die Bühnenelemente nahtlos von der Theatergruppe übernommen werden können. Die nächsten Synergien ergeben sich, wenn am 18. und 19. März die Grundschule Schimmeldewog mit dem Sängerbund und der Big Band des Überwald-Gymnasiums ihr „Rock-Mystical“ aufführt. Bühne, Licht und Ton werden übernommen und integriert. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen aus Ober- und Unter-Schönmattenwag wird ständig weiter ausgebaut.

Das beste Beispiel hierfür ließ sich vor kurzem im Haus des Gastes erleben. Während die Bühnentechniker der beiden Gesangvereine am Bühnenbild arbeiteten, bauten zeitgleich die Mitglieder der beiden Schönmattenwager Feuerwehren in der Halle Tische und Stühle auf, um die erste gemeinsame Versammlung mit Zusammenlegung von Einsatz-, Jugend- sowie Alters- und Ehrenabteilung zu organisieren. Ein Beamer wurde eingesetzt, der seitens der IG „1000 Jahre Schimmeldewog“ allen Vereinen im Ort zur Verfügung gestellt wird.

Die Leinwand wurde von den Fußballern des FC Odin ausgeliehen und der Ton läuft über eine gute Anlage, die mit Geldern aus den Erlösen der 1000-Jahr-Feier 2012 installiert wurde. Viel mehr Zusammenarbeit geht wirklich nicht. Da erinnern sich mit Schmunzeln einige ältere Mitbürger an das Einweihungsjahr des Haus des Gastes im Jahr 1982. Damals standen die Putzkommandos von „Owwer“ und „Unner“ noch eng bei ihren Ortsvorstehern und jeder putzte nur „seinen Teil“ der Halle. Damals wurde aber auch schon die Theatergruppe des FC Odin ins Leben gerufen. Mit dem Stück „Die Jungfer vom Bründelhof“ startete man eine kulturelle Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.

Wer die gute Stimmung und die speziellen „Schimmeldewaer Verhältnisse“ live erleben will, kann dies vom 4. bis 6. März tun. Dann kommt das neue Stück der Theatergruppe zur Aufführung, für das derzeit an jedem Abend in der Woche kräftig geprobt wird. Auf der Bühne heißt es „Erben ist so eine Sache“, in den beiden Schönmattenwags „Zusammenarbeit ist eine tolle Sache“. Am Sonntag, 6. März, steht ein weiteres „historisches“ Datum an: Denn bei den Kommunalwahlen gilt es den ersten gemeinsamen Ortsbeirat zu bestimmen.

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Praller närrischer Terminkalender im Überwald bis zum 9. Februar

Die närrische Zeit ist in vollem Gange. Prunk-, Fastnachts- und Elferratssitzungen geben sich die Klinke in die Hand. Ende Januar/Anfang Februar wird’s dann ernst: Kinderfasching, Maskenbälle, Umzüge, Straßenfastnacht oder Prinzeinholung stehen auf dem Programm. Hier eine Auflistung der Veranstaltungen, die aktuell für den Überwald gemeldet sind: Der Abtsteinacher OKACLU setzt seine Prunksitzungen am 15., 16., 17. und 22. Januar, jeweils 20.11 Uhr im katholischen Pfarr- und Jugendheim, fort. Motto: „Zu Gast in Bangkok“.

Am 15., 16., 22. und 23. Januar, jeweils 20.11 Uhr, findet die Fastnachtssitzung der Aschbacher Hussmouge unter dem Motto „Nachts im Museum“ in der Mehrzweckhalle am Sportplatz statt. Eine Elferratssitzung steigt in Gras-Ellenbach am 16. und 23. Januar, jeweils 20.11 Uhr. Es heißt: „Piraten … eine abenteuerliche Zeitreise“. Ort ist die Nibelungenhalle.

Die beiden Fastnachtssitzungen des Carnevalsclubs Affolterbach (CCA) finden am 30. Januar und 6. Februar um 20.11 Uhr in der Peter-Heckmann-Halle statt. Das Thema lautet „Burgfest“. Am 29. und 30. Januar sowie 5. und 6. Februar, jeweils 20.11 Uhr, laden die Unter-Abtsteinacher Kirchenfastnachter zu Fastnachtssitzungen ein. Diese finden im Saal St. Marien der katholischen Pfarrgemeinde statt. Am 31. Januar findet um 11 Uhr die Prinzeinholung des OKACLU beim Café Staier in Ober-Abtsteinach statt. Der Kinderfasching des SV Rot-Weiß Wahlen beginnt an diesem Tag um 14.11 Uhr im Wahlener Sportlerheim.

Am 3. Februar findet abends ab 19.11 Uhr die närrische Bürgermeistersitzung im Pfarr- und Jugendheim Ober-Abtsteinach statt. Veranstaltet wird sie von OKACLU und Gemeinde. Die Überwälder Frauenfastnacht steigt am 4. Februar um 19.11 Uhr in der Peter-Heckmann-Halle Affolterbach. Sie wird vom CCA ausgerichtet.

Am 6. Februar beginnt um 14.11 Uhr der Hammelbacher Kinderfasching im Haus Aicher Cent. Um 20 Uhr startet der FUMABA-Preismaskenball im Sportlerheim Wald-Michelbach (Rudi-Wünzer-Straße), organisiert von der SG. Am gleichen Abend lädt der GV Harmonie Ober-Schönmattenwag um 20.11 Uhr zum Kappenabend ins evangelische Gemeindehaus ein.

Der Fastnachtsumzug „Boa Narrhalla“ des OKACLU bewegt sich am 7. Februar ab 14.11 Uhr durch die Straßen Ober-Abtsteinachs. Anschließend steigt die Fastnachtsparty im Pfarr- und Jugendheim, veranstaltet vom Malteser Hilfsdienst. Am 8. Februar lädt der MGV Harmonie Aschbach um 20.11 Uhr zum Rosenmontagsball in die Mehrzweckhalle ein. Die Rosenmontagssitzung des CV Kapital beginnt zur gleichen Zeit im Haus des Gastes Schönmattenwag. Auch um 20.11 Uhr beginnt der Rosenmontagsball des SV Rot-Weiß Wahlen im Sportlerheim.

Der 9. Februar ist der Tag der Kindermaskenbälle. Um 14.11 Uhr starten sie in Affolterbach, Peter-Heckmann-Halle (CCA); Aschbach, Mehrzweckhalle (MGV Harmonie), mit Fackelwanderung gegen 17 Uhr zum Fastnachtsfeuer der Feuerwehr am Festplatz Geopark im Wiesental; Ober-Schönmattenwag, Haus des Gastes (CV Kapital); Gras-Ellenbach, Nibelungenhalle (Feuerwehr).

Zum Familienfasching lädt der SV Scharbach um 14.11 Uhr ins Haus der Vereine ein. Am Einhaus Wald-Michelbach steigt zur selben Zeit die Straßenfastnacht des SV Eintracht. Der Kinderfasching des OKACLU beginnt um 14.31 Uhr im Gasthaus „Goldener Bock“ Unter-Abtsteinach. Den Abschluss des Tages bildet um 18 Uhr der Fastnachtshaufen der Freiwilligen Feuerwehr Schönmattenwag im Haus des Gastes.

Feuerwehr-Partnerschaft von Siedelsbrunn und Dobra Partnerschaft gab es schon vor der Einheit

. Die Überwälder waren ihrer Zeit voraus. Bereits vor der offiziellen Unterzeichnung der deutschen Einheit im Oktober 1990 ging die Siedelsbrunner Feuerwehr eine Partnerschaft mit den Floriansjüngern aus Dobra ein. Der Kontakt war durch den Siedelsbrunner Holger Frank zustande gekommen, der Ende 1989 seine alte Heimat besucht hatte. Zur Feier des 25-jährigen Partnerschaftsbestehens hatte sich vor kurzem eine Delegation aus dem Überwald auf die von Werner Binder organisierte Reise gemacht.

Beim Treffen mit den Kameraden quasi auf halber Strecke in Hohenroda würdigte der Siedelsbrunner Ortsvorsteher Helmut Gremm 1990 als das Jahr, „in dem eine wunderbare Freundschaft entstand“. Die beiden damaligen Hauptakteure, Siegfried Heinrich und Erwin Siefert, hätten sicherlich „auch nur im Traum nicht daran gedacht“, dass aus dem Besuch in Dobra und zur Kerwe in Siedelsbrunn „eine solch großartige Freundschaft entstehen könnte“. Es habe sich ein „sehr inniger Kontakt“ ergeben. Als Geschenk übergab Gremm ein Bild des Überwälder Einhauses mit einer Widmung von Bürgermeister Joachim Kunkel.

„Möge unsere Freundschaft so fest halten wie die Rotbuche, die wir bei euch gepflanzt haben“, sagte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins aus Dobra, Eberhard Russig. „Damit ihr immer den Weg zu uns findet“, hatte er ein entsprechendes Straßenschild mit der Aufschrift „Dobra 540 km“ im Gepäck. In den vergangenen 25 Jahren sei aus regelmäßigen gegenseitigen Besuchen „eine feste freundschaftliche Beziehung entstanden“, betonte er.

Siegfried Heinrich, der frühere Wehrführer, ging auf die Entstehung der Partnerschaft ein. Er nannte als Höhepunkte 1995 die Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Siedelsbrunner Wehr, 1997 das Dorffest in Dobra zum 750-jährigen Bestehen und 1998 die gemeinsame Rennsteigwanderung. „Viele Treffen, Überreichung von Geschenken und andere Gemeinsamkeiten folgten“, betonte er.

Erwin Siefert als damaliger Part auf Siedelsbrunner Seite zitierte aus einem Brief von Heinrich, in dem die „Kameraden aus der BRD“ zum 50. Jubiläum der Feuerwehr Dobra vom 15. bis 17. Juni 1990 eingeladen wurden. Er ging auf viele weitere Treffen und gegenseitige Besuche ein, etwa den der sächsischen Wehr zur 1000-Jahr-Feier von Siedelsbrunn 2012.

„Es ist uns sicher gelungen, dass unsere Freundschaft dazu beigetragen hat, viele Vorurteile abzubauen“, zeigte sich Siefert überzeugt. Allein schon der gemeinsame Grundgedanke, „Menschen in der Not zu helfen sowie Hab und Gut zu schützen“, habe dies leicht gemacht. Als Gastgeschenk hatten die Siedelsbrunner einen leuchtend-orangefarbigen Feuerwehrschlauch mit der Aufschrift „25 Jahre Freundschaft Feuerwehr Dobra-Siedelsbrunn“ mit dabei – einen Meter für jedes Jahr. Übergeben wurde er von Wehrführer Lars Gremm.

Siefert hoffte, dass nach weiteren 25 Jahren wieder ein solches Schlauchstück drangekoppelt werden könne. Denn „unsere Jugend hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie diese Freundschaft weitertragen will“. Sein Vortrag wurde von verschiedenen Liedbeträgen umrahmt. Helmut Gremm hatte dazu die Texte von bekannten Melodien wie „Hin zur Elbe“, „Auf zur Kerwe“, „Schwäbische Eisenbahn“ und „Freude schöner Götterfunken“ auf die Partnerschaft umgedichtet.

Neben einem gemeinsamen Abendessen mit den Mitgliedern der Partnerwehr stand beim jetzigen Treffen auch die Besichtigung der Gedenkstätte „Point Alpha“ an der früheren innerdeutschen Grenze an. Zwei Museumsbereiche, das „Haus auf der Grenze“ und das ehemalige US-Camp „Point Alpha“, durch eine rekonstruierte Grenze verbunden, wurden in Augenschein genommen.

Lustige Einblicke ins „Scharbescher (Nacht-)Landleben“: Traditionskerwe startete mit Kerwegottesdienst und Buntem Abend

Mit einer großen Gaudi startete am Freitagabend die „auf den Kopf gestellte“ Scharbescher Kerwe. Für den „Bunten Abend“ unter dem Motto „Scharbescher (Nacht-)Landleben“ hatten sich „Künstler“ aus allen Bereichen des Ortes etwas Lustiges einfallen lassen. Musikalisch umrahmt wurde der Auftakt durch den bewährten Florian Koch, der für Stimmung sorgte und dem Publikum ordentlich einheizte.

Nach dem Einzug der Kerwejugend zusammen mit den beiden „Schlofhaube“ Claudia Hallermeier und Annett Bergmann schlug die Stunde von Bürgermeister Markus Röth. Moralisch unterstützt von Kerwepfarrer Stefan Schmitt und Mundschenk Steffen Bauer war es ihm dank jahrelanger Übung ein Leichtes, mit ein paar gezielten Hammerschlägen das Fass Bier ohne nasse Unfälle anzuzapfen. Verschiedene Spiele begleiteten die Eröffnungsgäste im Haus der Vereine am Sportplatz durch den lauschigen Abend.

Für viele Lacher sorgte der Songcontest unter der Leitung von Joerg Rettig – aber mal ganz anders aufgezogen. Zwei Gruppen zu je drei Personen – aus den Anwohnern mit geraden und mit ungeraden Hausnummern bestehend – sollten vom Publikum angestimmte Lieder erkennen. Aber einfach so wäre das viel zu einfach gewesen. Deshalb hatten die „Schlofhauben“ im Vorfeld Korken ausgeteilt.

Die mussten von den Gästen beim Singen zwischen die Lippen genommen werden – und schon wurde aus einem „Hänschen klein“ oder „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ eine echte Herausforderung. „Atemlos durch die Nacht“ als letztes Stück erwies sich – wohl aufgrund der eingängigen Melodie – als mit am einfachsten bei der Erkennung.

Neben der Kerwejugend sind auch die Feuerwehr, der Sportverein und die Scharbacher Chöre mit im Organisationsteam der Kerwe. Und natürlich gab‘s von den Chören einige gesangliche Kostproben zu hörten. Gemischter Chor und Crescendo unter Leitung von Susanne Hofmann-Rettig machten den Anfang, später traten auch die Mädels von „Teenietuss“ auf.

Immer wieder eine Augenweide ist das Kerweburschen-Männerballett, das grazil über die Bühne schwebte. Das Mädelsballett der weiblichen Kerwejugend stand ihnen natürlich in nichts nach. Sketche wie der über „Erziehung heutzutage“ mit Susanne Hoffmann-Rettig und Katja Klotz und der „Nachtzug nach Scharboach“ (Gudrun Greulich und Roswitha Arnold) waren gut für etliche Lacher.

Noch ein Spiel von Joerg Rettig – die längere Polonaise wurde dabei von den Teilnehmern mit der geraden Hausnummer gestellt –  und der Sketch „Onkel aus Amerika“ mit den drei Vereinsvorsitzenden leiteten dann über zum gemütlichen Beisammensein, das aufgrund der angenehmen Temperaturen bis weit in die Nacht andauerte.

Start des Abends war mit dem Ausgraben der Kerwe und ihrem Transport zum Sportplatz. Es folgte der Kerwegottesdienst, den die evangelische Pfarrerin Tabea Graichen zusammen mit Kerwepfarrer Stefan Schmitt hielt. „Bei dene ganze Kerwefeste“ habe sie die Relativitätstheorie Einsteins verstanden, sagte Graichen. „Oah Jahr kann sich beim Warte wie ein Kaugummi ziehe, un 4 Doag rase bloß so vorbei.“

Von Einstein über die Soziologie, die H & M-Generation und Hermann Hesse, der trotz seines Namen ein Schwabe war, spannten die beiden einen Bogen bis hin zum Apostel Paulus. Bewegung, Entwicklung nach oben stellte Graichen als Inhalt dessen Brief an die Korinther heraus. „Ich will doch net moi ganz Läwe im Dunkle dabbe.“ Und Stefan Schmitt ergänzte den Schluss, „der zeigt dir den Sinn un die Richtung, oder, wenn de willst, doi Ziele im Läwe, die Gott will. ‚Nun aber bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung, Liebe. Die Liebe aber ist die größte unter ihnen‘.“

Am Samstagabend sorgte die Coverrock-Band „The RoxXx“ mit ihrem Programm aus Rock-, Pop- und Partykrachern für beste Stimmung. Von Bryan Adams über Pink bis hin zu aktuellen Chart-Titeln findet sich alles im Programm der Gruppe, sodass jeder Besucher auf seine Kosten kam. Die Odenwälder Coverband besteht nunmehr seit über sechs Jahren und ist in der Region eine bekannte Größe.

Nachher um 14 fällt der Startschuss für den Kerweumzug. Kerwepfarrer Stefan Schmitt wird im Anschluss in seiner Kerweredd einige besondere Highlights aus dem Scharbescher Ortsleben zum  Besten geben…. Dazu laden die Gymnastikdamen wieder zu leckeren selbstgebackenen Torten und Kuchen ein – und Florian Koch zum Kerwetanz.

Am Kerwemontag beginnt der Frühschoppen mit Freibier um 10 Uhr, wobei auch das traditionelle Wellfleisch und die „Kerwepfanne“ nicht fehlen werden. Anschließend steht der Familiennachmittag auf dem Programm und um 15 Uhr findet die Verlosung der Tombola statt. Auf der anderen Seite des Feuerwehrhauses ist ein kleiner Kinder-Vergnügungspark aufgebaut

Wald-Michelbacher Jugendwehren hatten „das Objekt perfekt im Griff“

Punkt 11 Uhr lässt ein markerschütterndes Heulen die Gäste zusammenzucken: Die Sirene am Gerätehaus meldet einen Feuerausbruch. Schon wenige Sekunden später sind die ersten Sirenen der Feuerwehrfahrzeuge zu hören, die schnell dem Einsatzort an der Jagdgenossenschaftshütte näherkommen. Dort qualmt es schon kräftig aus der Tür, ein Bulldog ist „in Brand geraten“. Die Übung der Jugendfeuerwehren aus der Gesamtgemeinde hat begonnen.

Über 40 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren aus Schönmattenwag (12), Wald-Michelbach (9), Kreidach (2), Siedelsbrunn (4), Gadern (6) und Affolterbach (8) rücken, unterstützt von 15 Aktiven aus der Einsatzabteilung, in sechs Fahrzeugen an. Aus der Halle dringt dichter Rauch, als die Besatzung des Schlauchwagens aus Wald-Michelbach beginnt, vom Bach her ein C-Rohr Richtung Einsatzort zu verlegen und gleichzeitig über eine Pumpe für Wasser-Nachschub zu sorgen. Gleichzeitig bringen die Kreidacher ein Standrohr am Unterflurhydranten an, damit von dort aus ebenfalls Löschwasser zur Verfügung steht.

Den Erstangriff unter Atemschutz übernimmt die Jugendwehr Ober-Schönmattenwag, erläutert Gemeindejugendfeuerwehrwartin Manuela Gutfleisch das Szenario. Es gilt, vier Verletzte aus dem Gebäude zu bergen. Die Jugendwehren aus Wald-Michelbach, Gadern, Siedelsbrunn und Affolterbach gehen in der Zwischenzeit zum Löschangriff über. Wasser spritzt aus neun in der Zwischenzeit gelegten C-Rohren. Gadern wiederum ist auch für die Erste Hilfe und die Betreuung der „Verletzten“ zuständig.

Nach etwa zehn Minuten waren die Personen gerettet, innerhalb von 25 Minuten konnte „Feuer schwarz“ gemeldet werden, so Manuela Gutfleisch im Anschluss. Sie war es auch, die das Übungsszenario ausgearbeitet hatte. Seit mehr als zehn Jahren finde inzwischen die gemeinsame „Inspektionsübung“, so der Fachbegriff, der Jugendlichen aus den diversen Wehren der Gesamtgemeinde statt, immer in anderen Ortsteilen. Interessierte Zuschauer sind jedes Mal die Jüngsten aus der Bambinigruppe, die erst ab dem zehnten Lebensjahr selbst ins „Geschehen“ eingreifen dürfen.

Es sei „super, dass so viele Jugendliche dabei waren“, sagte der Gaderner Wehrführer Christian Eck in seiner Übungsbilanz. Die Jugendwehren „hatten das Objekt perfekt im Griff“, lobte er. Die Übung sei „sehr routiniert, ruhig und zielstrebig“ abgelaufen. Auch die Personenrettung habe „wunderbar gepasst“. Er dankte den Aktiven im Jugendbereich und den Jugendlichen selbst: „Habt Spaß an der Arbeit und macht weiter so.“ Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter sprach Begrüßungsworte im Namen der gastgebenden Wehr aus Ober-Schönmattenwag.

„Man sieht, ihr seid motiviert“, freute sich Kreisbrandmeister Hans-Günter Frömel über die Begeisterung an der Sache. Mit dieser Einstellung werde es den Jugendlichen leicht fallen, später in die Fußstapfen der Aktiven aus der Einsatzabteilung zu treten. „Es ist toll, dass ihr euch dieser Aufgabe verschrieben habt“, so Bürgermeister Joachim Kunkel an die Mitglieder der Jugendwehren gewandt. Sie würden optimal für den Dienst am Nächsten und an der Gemeinde vorbereitet.

Wald-Michelbach sei im Jugendfeuerwehrbereich „gut aufgestellt“, betonte der Bürgermeister. Er forderte die Jugendlichen auf, am Ball zu bleiben. „Sorgt für eine entsprechende Stärke der Einsatzabteilungen“, so sein Wunsch. Mit der jetzigen Jugendarbeit sieht Kunkel die Wehr auf einem guten Weg, um die gestellten Aufgaben auch in Zukunft bewältigen zu können.

„Entgegen dem Landestrend“ ist nach den Worten von Christian Eck die Zahl der Jugendfeuerwehrleute in der Gesamtgemeinde seit Jahren stabil. Aktuell seien zwischen 75 und 80 Kinder dabei, ergänzte Manuela Gutfleisch. Es gebe zwar Schwankungen in den verschiedenen Ortsteilwehren, aber unterm Strich bleibe die Gesamtzahl gleich, so Eck. Wenn irgendwo mehrere Jugendliche aufhörten, rückten an anderen Stelle in ähnlicher Zahl wieder welche nach.

Trotzdem macht man sich bei den Wald-Michelbacher Wehren natürlich Gedanken, wie auch in Zukunft die Einsatzstärke gesichert werden kann. Denn die Feuerwehr konkurriere mit einem immer breiteren Angebot an Freizeitaktivitäten, sagt Tobias Walter. Computer und Smartphone mal ganz außen vor gelassen.

Leichteres Spiel habe die Jugendwehr bei den Kindern von Feuerwehr-Angehörigen, „die schon damit aufgewachsen sind“. Um aber auch andere an sie heranzuführen, gibt es die Bambinigruppe, in der schon Kinder ab acht Jahren mitmachen dürfen. Außerdem, so Walter, versuche man über Brandschutzerziehung an Kindergärten, Fahrzeugausstellungen oder auch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die Heranwachsenden für die Feuerwehr zu interessieren.

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