Mit drei Neuzugängen will der FC Odin Schönmattenwag in der Kreisliga B oben angreifen

Nach oben hin sind noch alle Chancen gewahrt, personell sieht es besser aus und die Spieler machen mit: Spielausschuss-Vorsitzender Toni Wurzel zieht eine positive Zwischenbilanz beim FC Odin. „Mit dem Verlauf der Runde sind wir zufrieden“, meint er zum bisherigen Abschneiden in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B. Bis auf die enteilte und quasi schon aufgestiegene SG Unter-Abtsteinach II trennen den Verfolger-Siebener nur drei Punkte. Alles ist möglich. Deshalb heißt die Devise von Trainer Jan Schörling auch: „Konstanz, Konstanz, Konstanz.“

Das Ziel zum Saisonstart lautete beim FC oberes Tabellendrittel. „Das haben wir ganz gut erreicht“, freut sich Wurzel. Er weiß aber auch, dass ein einziges Spiel über vier oder fünf Tabellenplätze entscheiden kann. „Wenn alle fit und an Bord sind, können wir vorn mitmischen“, sagt er. Um zu wissen, ob die Elf noch in den Aufstiegskampf mit eingreifen kann, gilt es abzuwarten, „wie wir aus der Winterpause rauskommen“.

Die Trainingsbeteiligung war Schörling zufolge durch den engen Kader und die vielen Verletzten etwas durchwachsen. „Die ist aber nötig, um 90 Minuten volle Leistung zu bringen“, weiß er. Gegen Ende der Hinrunde hin wurde es besser. „Da waren wir auf einem guten Weg.“ Deshalb kam die Winterpause fast ungelegen, ist aber praktisch, sodass sich alle auskurieren können.

Damit mehr Beständigkeit einkehrt, hat der FC bereits personell nachgelegt. Denn die fehlende Konstanz rührte auch daher, dass man bisher einen (zu) kleinen Kader hatte. „Wenn zwei oder drei wichtige Leute ausfielen, war es schwierig, die Leistung zu halten“, erläutert Wurzel. Das passierte nicht nur einmal, soll aber nach der Winterpause möglichst der Vergangenheit angehören. „Wenn die drei neuen mit einsteigen, haben wir in der Rückrunde ein paar Alternativen“, meint er.

Im Februar wird mit dem 18-jährigen Marcel Berbner ein Nachwuchstalent eingesetzt. Nico Helfrich, vorher beim TSV Aschbach, läuft ebenfalls mit auf wie auch Lars Keßler, zuvor bei der Eintracht 1b aus Wald-Michelbach aktiv. Mit Jonas Werner, der sich wieder in Richtung seines Wohnorts Eulsbach orientierte, gibt es nur einen Abgang. „Ich bin sehr froh über die Neuzugänge“, ergänzt Schörling. Das belebt die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft. Ihn freut es daneben, dass der Langzeit-Verletzte Patrick Brand im Frühjahr wieder einsteigen will.

Die Planung für die kommende Saison läuft ebenfalls schon, verrät Wurzel. Natürlich würde der Verein gern Spielertrainer Jan Schörling halten. Entschieden ist noch nichts, „aber wir sind guten Mutes“, so der Spielausschuss-Vorsitzende. Daneben hält der FC auf dem Spielermarkt Ausschau nach weiteren Kickern.

„Die ersten drei oder vier Begegnungen sind entscheidend“, betont Wurzel mit Blick auf den Start aus der Winterpause. Wenn der FC gut loslegt und die Euphorie mitnimmt, könnte man durchaus beim Ringen um den zweiten Platz mitreden, denkt er. „Die Jungs haben es selbst in der Hand“, hebt Wurzel hervor. „Das Umfeld passt und wir haben einen super Trainer“, sagt er.

Trainingsstart soll Ende Januar sein, wenn es die Platzverhältnisse zulassen. Sonst weicht der FC Odin ins Haus des Gastes von Schimmeldewog aus. Vorbereitungsspiele gibt es dann je nach Wetterlage. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen mit Hallenturnieren machte, lässt man diese aufgrund der hohen Verletzungsgefahr dieses Mal ausfallen. „Bis der reguläre Spielbetrieb startet, wollen wir aber bisschen Abwechslung reinbringen“, hofft Toni Wurzel.

Ob das Nachholspiel beim Ligavierten Fehlheim Ende Februar stattfindet, steht noch in den Sternen. Der dortige Naturrasen ist ziemlich anfällig. Die erste reguläre Partie gegen den Tabellenvorletzten FC Fürth II ist dann gleich dazu geeignet, Selbstvertrauen und Punkte zu tanken. „Wir wollen in diesen beiden Begegnungen unsere Leistung komplett abrufen“, ist der Wunsch von Spielertrainer Schörling.

Spielerisch sieht er seine Elf topfit. Schörling spricht dem Team ein Riesenlob aus, wie es mitzieht. Ansetzen will er bei der mentalen Einstellung. „Auf dem Platz muss der Kopf frei sein“, sagt er. Daran will Schörling weiter arbeiten. „Fußball spielen können wir bereits alle“, lacht er. Nach der Pause will er immer von Spiel zu Spiel schauen. Gerade weil sieben Teams praktisch gleichauf liegen, ist die Konstanz sehr wichtig. Vielleicht ist es durch diese auch möglich, sich einen kleinen Abstand zu erarbeiten, so seine Hoffnung.

Als kleiner Verein hat der FC seinen Worten nach ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt er deshalb. Sollte es am Ende der Runde der zweite Platz der Kreisliga B sein, der zu den Relegationsspielen berechtigt, „nehmen wir den natürlich auch gern mit“, grinst Schörling.

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Dieses Mal gab es beim FC Odin Schönmattenwag Haxen statt Wildschwein

Beste Bedingungen fürs erste Haxenfest des FC Odin. Die Fußballer gewannen das B-Liga-Derby gegen den SV Affolterbach 5:3 und das Wetter spielte ebenfalls prächtig mit. Dazu noch viele Gäste am Sportplatz bei Korsika, die kräftig Hunger mitbrachten. Mit dem altgedienten Fußballer Achim Schroth stand als Profi ein gelernter Metzger am Schwenkgrill, der dafür sorgte, dass die Haxen schön knusprig braun auf den Teller kamen.

Eigentlich, lachte FC-Vorsitzender Bernd Egner, „wollten wir wieder ein Wildschwein grillen“. Da aber sowohl Lieferant als auch Grillmeister ausfielen, gab’s jetzt zusammen mit Paulaner-Oktoberfestbier, Weißwurst und Brezen eben erstmals die Haxen. 50 davon orderte der Verein, 20 kamen als erste Fuhre übers Feuer. Egner kann sich gut eine Wiederholung vorstellen.

„Es war schön, nach über zwei Jahrzehnten wieder ein Derby zu spielen“, freute sich der FC-Vorsitzende. Damit die beiden Mannschaften auch noch danach zusammensitzen, hatte man dem SVA im Vorfeld Bescheid gegeben, um eine „Haxen-Order“ zu ermöglichen. Bei weiß-blauer Dekoration im Vereinsheim mit passenden Deckchen und Servietten, natürlich auch süßem Senf, saß man noch länger zusammen. Der FC will nach den Worten von Egner auch in Zukunft auf solche Feste setzen, um die Gemeinschaft im Verein, aber auch im Dorf zu fördern.

FC Odin Unter-Schönmattenwag will sich verstärkt der Jugendarbeit widmen

„Der Jugendfußball ist unsere Zukunft“, betonte Spielausschuss-Vorsitzender Toni Wurzel bei seinem Bericht der Fußballabteilung auf der Jahreshauptversammlung des FC Odin. Zu dieser hatte Vorsitzender Bernd Egner die Gäste begrüßt. Wurzel bezeichnete die Seniorenmannschaft als „wichtiges Aushängeschild des Vereins“. Die Versammlung beschloss eine Beitragserhöhung für Kinder um 50 Cent monatlich auf jährlich nun 30 Euro und bei Erwachsenen um einen Euro im Monat auf jetzt 48 Euro pro Jahr.

„Wir haben uns als kleiner Verein aktiv am Fortbestehen von sozialen Werten wie Gemeinschaftssinn, Kommunikation und soziales Engagement beteiligt“, sagte Egner. Er erwähnte einige gelungene Veranstaltungen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Auch im Umfeld gab es zahlreiche Aktivitäten wie Sportgeländepflege, Restaurierung der Sitzbänke oder Anschaffung eines Traktors für die regelmäßige Kunstrasenplatzpflege.

„Wir können stolz auf unsere Aktivitäten im Jahr 2016 zurückblicken“, so Egner. „Dies alles konnte nur durch enormes Engagement von ehrenamtlichen Helfern, Spendern und auch der gemeindlichen Gremien bewerkstelligt werden.“ Große mannschaftliche Geschlossenheit, Zusammenhalt, gepaart mit individuellem Können, seien die Erfolgsfaktoren im sportlichen Bereich. Aber auch gesellschaftlich präsentierte die Mannschaft durch den geschlossenen Besuch verschiedener Veranstaltungen im Ort und Hilfe bei allen Vereinsaktivitäten.

Ein reges Vereinsleben stelle den FC Odin „immer wieder vor besondere Herausforderungen“. Im Bereich Sponsorensuche wolle man sich im laufenden Jahr ein paar neue Wege einfallen lassen. Daneben stehen auch wieder Veranstaltungen an. Egner nannte am 14. und 15. Juni das Hobbyfußballturnier auf dem Kunstrasen und die Sportwerbetage mit verschiedenen Jugendmannschaften und Aktivitäten.

Dem Bericht der Abteilung Fitness/Gymnastik war zu entnehmen, dass die beiden Übungseinheiten mittwochs und donnerstags gut besucht werden. Der Vorsitzende Egner trug ihn für die verhinderte Andrea Arnold vor. Es kommen auch viele Frauen aus den Nachbargemeinden, sagte er. Seit Januar findet die Einheit am Donnerstag wieder regelmäßig statt.

Es gibt zurzeit zwei Jugendgruppen, erläuterte für die Jugendabteilung Michael Walter. Die drei- bis fünfjährigen Minifußballer werden freitags von ihm betreut, die Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen dienstags von Martin Neff. Für die ganz Kleinen findet ein Kinderturnen statt, das Kerstin Gerlitschka und Kathrin Einberger anbieten. In zwei Gruppen werden hier 40 Kinder betreut. Für alle Gruppen werden dringend weitere Betreuer und Helfer im Elternbereich gesucht.

Walter berichtete von der Teilnahme der E-Jugend des FC Odin an diversen Turnieren, allerdings außer Konkurrenz. In der nächsten Runde soll versucht werden, eine eigene E-Jugend-Mannschaft im regulären Spielbetrieb zu melden. Weiter ist beim Sportwerbetag für die Jugend am 15. Juni ein F-Jugend-Turnier geplant. Höhepunkt für die Kinder war in diesem Jahr das Einlaufen bei einem Zweitliga-Spiel des SV Sandhausen.

Toni Wurzel beklagte im Seniorenbereich einen Spielermangel, der sich nicht nur aktuell, sondern auch in Zukunft zeigen werde. Deshalb müsse man vorausschauend in die Zusammenarbeit mit Schule und Kindergatten investieren. „Denn die Auswirkungen eines personell schwachen Jahrgangs sind nicht sofort sichtbar.“ Die Zahl von 32 Spielern in der Seniorenmannschaft höre sich auf den ersten Blick gut an, gebe aber nicht die Realität wieder.

Denn acht davon könnten in der kommenden Runde familiär oder altersbedingt nur noch im Notfall aushelfen. Weitere drei können laut Wurzel aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig am Trainings- und Spielbetreib teilnehmen. Dazu kommen die Verletzten. „Somit hätten wir im Idealfall 18 Spieler“, so Toni Wurzel. „Der zu kleine Kader ist für uns ganz klar ein Nachteil.“ Zum Glück habe man zum Beginn der Rückrunde vier neue Akteure verpflichten können.

Mit dem neuen Spielertrainer Jan Schörling gelang dem FC Odin vergangenes Jahr Wurzel zufolge ein guter Start in die B-Liga-Runde. Doch dann forderte der schmale Kader sein Recht. Aufgrund von vielen Verletzten war es schwierig das Niveau zu halten. Der aktuelle fünfte Rang soll gehalten und ein Ende der Ergebniskrise eingeläutet werden, erhoffte sich das Spielausschuss-Mitglied. Denn „das Potenzial ist mit Sicherheit vorhanden“. Wurzel betonte, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg sei.

 

Vorstandswahlen: Vorsitzender Bernd Egner, zweiter Vorsitzender Joachim Sauer, Schriftführer Franz Ballmann, Kassier Helmut Knapp, Jugendleiter Michael Walter, Beisitzer Toni Wurzel, Matthias Möst, Martin Neff, Werner Haubert, Steffen Knapp, Kassenprüfer Patrick Walter und Nick Smieja

Ehrungen: 50 Jahre Mitgliedschaft Klaus Beier, 40 Jahre Lucia Siefert, 25 Jahre Andrea Foshag und Mike Schmitt.

E-Jugendliche des FC Odin Unter-Schönmattenwag führten die Profis des SV Sandhausen auf den Platz

Die E-Jugend des FC Odin Unter-Schönmattenwag durfte beim Spiel des SV Sandhausen gegen Greuther Fürth die Spieler des SVS auf den Platz führen. 19 Kinder und 25 Erwachsende machten sich morgens auf den Weg in die Hardtwald-Gemeinde. Dort angekommen, gab es für die Kinder eine Stadionführung und sie konnten die Spieler aus nächster Nähe beim Warmmachen beobachten. Nach einer kurzen Pause auf der Trainerbank stand das eigentliche Highlight des Tages an. Die Kids warteten im Spielertunnel auf die Mannschaften und liefen dann gemeinsam mit beiden Teams auf den Platz.

Sowohl für die E-Jugendlichen als auch für die beiden Betreuer Martin Neff und Michael Walter war das ein einmaliges Erlebnis. Nach dieser Aufregung durften sich die Kinder auf Einladung des SVS mit einem Getränk und einer Stadionwurst stärken. Anschließend ging es dann auf die Tribüne, um sich das Spiel anzuschauen. Leider kassierte der SVS kurz vor Schluss noch das unglückliche 1:1. Aber das verdarb den jungen Fußballern nicht die Laune an diesem besonderen Tag. Nach der Rückfahrt ging es noch ins Gasthaus „Lehner“ in Aschbach, um den schönen Tag ausklingen zu lassen.

Der Kontakt zum SVS war schon vor längerer Zeit zustande gekommen. Der FC Odin hatte sich fürs Einlaufen beworben, vorher aber war dann das Jugendcamp der Sandhäuser im vergangenen Jahr zu Gast im Überwald. Dadurch rutschte der FC Odin wohl in der Warteliste nach oben und die E-Jugendlichen durften schon jetzt mit auflaufen. Für Silvan, Lias und Emil war es ein ganz besonderes Erlebnis, die Profis mit auf den Platz begleiten zu können. „Einfach toll“, schwärmten sie.

Jahreshauptversammlung: Bisherige B-Liga-Runde verlief für den FC Odin Unter-Schönmattenwag erfolgreich

Ein positives Fazit des vergangenen Vereinsjahres zog Vorsitzender Bernd Egner bei der Jahreshauptversammlung des FC Odin. Bei den Fußballern läuft es derzeit rund, auch die anderen Abteilungen können sich eines schönen Zuspruchs erfreuen. Veranstaltungen in 2016 waren von Erfolg gekrönt. Nach wie vor drücken die finanziellen Verpflichtungen aus dem Umbau des Vereinsheims und der Herstellung des Kunstrasenplatzes den FC. Hier sei man auf Spenden angewiesen.

Wie Egner in seinem Jahresbericht sagte, sei das Heringsessen ein Erfolg gewesen und soll 2017 wieder stattfinden. Am 25. und 26. Mai fand das Sportplatzfest statt – ebenfalls ein großer Erfolg. Es soll im kommenden Jahr aufs Neue durchgeführt werden. Beim Kohlenmeiler auf der Raubacher Höhe war der FC Odin zusammen mit der Harmonie Ober-Schönmattenwag Ausrichter. Viele Gäste besuchten die Veranstaltung, freute er sich.

Egner appellierte an die Mitglieder, den Verein mehr bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Aus dem Jugendbereich berichtete er, dass hier ein dringender Bedarf an Helfern gegeben sei. Die Fitnessabteilung habe sich sehr gut entwickelt. In seinem Ausblick erwähnte der Vorsitzende die Winterfeier am 21. Januar und das Sportplatzfest am 24. und 25. Mai. Besonders bedankte er sich bei den drei Schiedsrichtern Helmut Knapp, Joachim Sauer und Reinhold Schmitt, die durch ihr Engagement dafür sorgten, dass der FC Odin keinen Punktabzug wegen Nichterfüllung der Schiedsrichterquote bekomme.

Für die Fußball-Abteilung Fußball gab Toni Wurzel einen Rückblick auf die vergangene Saison. Auch das dritte Jahr in der B-Klasse war nicht einfach, sagte er. Nach 30 Spielen der Runde 2015/16 mit zehn Siegen, vier Unentschieden und 16 Niederlagen belegte man den neunten Platz. Torschützenkönig war Daniel Koudele, der 23 der 68 geschossenen Tore erzielte und viele vorbereitete. Verletzungsbedingt sei das Team etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Mit Jan Schörling habe man als Nachfolger für den ausscheidenden Helmut Söllradl schon frühzeitig den Wunschkandidaten als neuen und jungen Spielertrainer verpflichtet. Als weitere Neuzugänge kamen mit diesem Daniel Patzak und Marcel Selzer zum FC Odin. Dazu gab es mit Roman Jöst und Maximilian Zink die Rückkehr zweier junger Spieler, die bereits in der Jugend für den Verein kickten.

Bei der Ortmeisterschaft musste sich der FC Odin nach starken Leistungen erst im Finale dem Verbandsligisten Eintracht Wald-Michelbach 4:2 geschlagen geben. In der neuen Verbandsrunde gab es zwar gleich ein schweres Startprogramm, doch die bisherige Saison sei sehr erfolgreich verlaufen, so Wurzel. Nach zehn Siegen, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen stieß man in die Spitzengruppe der B-Liga vor. Aktuell stehe der FC auf dem vierten Tabellenplatz und habe eine der besten Abwehrreihen. „Die Mannschaft hat durchaus das Potenzial, um ganz vorne mitzuspielen“, sagte der Abteilungsleiter.

Für die Fitnessabteilung berichtete Andrea Arnold, dass die Übungsstunden seit Jahren gut besucht werden. Donnerstags fehle zurzeit eine Übungsleiterin. Kerstin Gerlitschka habe einen Kurs angeboten, der auch von Frauen der Nachbargemeinden sehr gut angenommen werde. Sie könne diesen aber aus zeitlichen Gründen nicht mehr in 2017 anbieten. Man sei jedoch zuversichtlich, dass im neuen Jahr der Donnerstags-Kurs wieder regelmäßig abgehalten werden könne.

Für die Jugendabteilung führte Egner aus, dass als weiterer Trainer der bisherige aktive Spieler Michael Walter zur Verfügung stehe. Walter bietet jeden Freitag im Haus des Gastes ein Training für drei- bis sechsjährige Kinder an. Aktuell seien hier zwölf Kids. Die Freundschaftsspiele im Rahmen des Sportplatzfestes „waren ein Erfolg“, so Egner weiter. Ohne die Unterstützung der Erwachsenen sei eine Jugendabteilung nicht zu unterhalten, betonte er.

Helmut Knapp legte den Kassenbericht vor. Diesem war zu entnehmen, dass der Verein nicht auf Rosen gebettet, aber für die Zukunft gut gerüstet ist. Er bat weiterhin um Spenden, damit der Kunstrasenplatz sobald wie möglich abgezahlt werden kann. Von den Kassenprüfern Florian Sauer und Thomas Ritter wurde eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Vorsitzender Bernd Egner überreichte den geehrten Jubilaren im Anschluss eine Urkunde und die silberne oder goldene Ehrennadel des FC Odin. Daneben lag der Antrag auf Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vor. Nach eingehender Diskussion wurde der Vorstand beauftragt, bis zur nächsten Jahreshauptversammlung eine Beitragserhöhung auszuarbeiten und der Versammlung zur Abstimmung vorzulegen.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft: Karl-Heinz Bessler (60 Jahre), Manfred Daub (60), Bernhard Walter aus Ketsch (50), Franz Walter (50), Andrea Arnold (40), Toni Wurzel (40), Iris Walz (40), Klaus Kunkel (40), Bernhard Walter aus Heddesbach (40), Willi Weber (40), Steffen Knapp (25).

Neuer, einstimmig gewählter FC-Odin-Vorstand nach Teilwahlen: Vorsitzender Bernd Egner, zweiter Vorsitzender Joachim Sauer, Kassenwart Helmut Knapp, Schriftführer Franz Ballmann, Jugendleiter Michael Walter, Beisitzer Toni Wurzel, Matthias Möst, Martin Neff, Werner Haubert und Steffen Knapp. Zu Kassenprüfern ernannte die Versammlung Nick Smieja (für zwei Jahre) und Florian Sauer (ein Jahr)

Viele „Oldies“ wollten ihrer Musik bei der „Oldie-Night“ des FC Odin Schönmattenwag lauschen

Mit diesem Andrang hätte der FC Odin in seinen kühnsten Erwartungen nicht gerechnet. Die erstmalig durchgeführte „Oldie-Night“ im Haus des Gastes war ein voller Erfolg. Schon während der Veranstaltung zeichnete sich ab, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben wird. Bereits kurz nach Beginn um 20.30 Uhr füllten sich die Tische und Stühle rasend schnell, sodass eilends Nachschub angekarrt werden musste. Ebenso schnell trauten sich die ersten Tanzwilligen vor die Bühne, wo Harald Walz mit seinen Friends die bekanntesten Hits aus den 1960er und 70er Jahren bis tief in die Nacht spielte.

FC-Vorsitzender Bernd Egner strahlte bald nach dem Start des Abends über beide Ohren. In seinen Begrüßungsworten äußerte er seine Freude darüber, dass die Oldie-Night so gut angenommen werde. Die fand vorher im Deutschen Haus in Siedelsbrunn statt. Von Harald Walz kam dann im vergangenen Jahr die Anfrage, ob der FC sie nicht im größeren Haus des Gastes durchführen wolle. Eben die große Fläche war es, die dem Verein zuerst noch Sorgen machte – ob denn so viele Gäste kommen würden. Am Ende war es genau anders herum: Es kamen viel mehr als erwartet.

Egner freute sich über die „gute Resonanz“ aus den beiden Ortschaften. Gestemmt wurde der Abend nur von Vereinskräften, die tatkräftig bei der Organisation im Vorfeld und bei der Bewirtung der Gäste im Laufe der Veranstaltung mitwirkten. Auch bei der Deko blieb man in der Großgemeinde und besorgte sich diese über die „Pusteblume“. Der Vorsitzende sah ein dreifach positiven Effekt fürs Gelingen der Oldie-Night: wenig Konkurrenz-Veranstaltungen am Samstagabend, eine Stunde länger schlafen durch die Umstellung auf Winterzeit und – das abgesagte Spiel der ersten Mannschaft am kommenden Tag, lachte er.

Wie Egner sagte, gehe mit dem super Besuch auch der Wunsch des FC in Erfüllung, die Ortsgemeinschaft zu stärken. Die Mannschaft selbst pflege diesen Zusammenhalt innerhalb der beiden Schönmattenwags ebenfalls gerne durch den Besuch von Veranstaltungen befreundeter Vereine aus dem Dorf. Und es waren nicht nur die „Oldies“, die ins Haus des Gastes kamen, sondern auch etliche Jüngere. Auf die Tanzfläche wagte sich vorrangig aber vorerst die ältere Generation, deren Songs gespielt wurden.

Ältere wie auch die Band selbst. Als Harald Walz und Friends angetreten, verbargen sich dahinter mehr oder weniger die „Outlaws“, die Walz Ende der 60er Jahre gründete. Neben ihm an Gitarre, Saxofon und Gesang sind noch zwei aus der Originalbesetzung dabei: Schlagzeuger Günther Reinhard und Sängerin Linda Sauer. Allerdings verbindet die restlichen Musiker ebenfalls eine langjährige gemeinsame Karriere.

Gitarrist Steffen Gräber spielte mit Walz in den 1980er Jahren schon in einer Tanzband zusammen, Senior Hartmut Geiss-Rehmann mit seinen 72 Jahren am Keyboard war mit ihm früher bei den „Dominos“ aktiv. Jüngstes Bandmitglied ist Rüdiger Horst an Bass und Saxophon, in Schönmattenwag bekannt durch seine Mitwirkung bei der Blasmusik Schimmeldewog. In dieser Besetzung sind die „Outlaws“ aber nicht oft aktiv, wie Walz gleich zu Beginn meinte.

Ein bis zwei Auftritte im Jahr gibt es – und etwa die gleiche Anzahl an Proben. Da auf der Bühne aber erfahrene Cracks standen, war dies ihnen überhaupt nicht anzumerken. Wie am Fließband spielten die sechs Musiker die alten Hits hoch und runter, durften sich schon im zweiten Set über eine volle Tanzfläche mit begeisterten Besuchern freuen, denen es sichtlich Spaß machte, auf die Musik aus ihrer Jugendzeit das Tanzbein zu schwingen. „Wenn es euch gefällt, sagt es weiter“, meinte Walz bereits mit Blick aufs nächste Jahr.

Die Beatles, Stones, Eric Clapton, Status Quo, Steppenwolf, CCR, Aerosmith oder Mannfred Mann’s Earth Band waren nur einige der Gruppen, die musikalisch zu ihren Recht kamen. Entsprechend der Interpreten wechselten sich auch die Musiker beim Gesang ab, womit jeder den einzelnen Stücken seinen Stempel aufdrücken konnte. Ob „Lola“, „Lady in Black“, „Another brick in the wall“, „Stand by me“ oder der „Bad moon rising“: Ein alter Pop- oder Rock-Hit aus vergangenen Zeiten jagte den nächsten und sorgte für viel Stimmung im Saal.

Bei der Köhlerwoche auf der Raubacher Höhe kann man den Köhlern noch bis zum 7. August über die Schulter schauen

Was unternimmt ein Köhler, wenn es ihm in seinem 24-Stunden-Job in den zehn Köhlertagen doch mal langweilig wird? „Ich lese dann ein Buch“, meint Jürgen Walter. Sein Kompagnon Achim Sauer verschüttet bei der Antwort vor Lachen fast sein Bier. „Macht der doch nie“, sagt er verschmitzt grinsend. Die beiden Schönmattenwager sind die Hauptpersonen bei den am Freitagabend gestarteten Köhlertagen auf der Raubacher Höhe, die kommenden Sonntag mit den 11. Odenwälder Hochlandspielen ihren Abschluss finden werden.

Zwischendurch ist die ganze Woche über jeden Tag ab 10 Uhr Festbetrieb auf dem Platz an der Kreisstraße zwischen Ober-Schönmattenwag und dem Rothenberger Ortsteil Raubach. Die Gäste können den Köhlern über die Schulter schauen, sich an den von den beiden ausrichtenden Vereinen FC Odin und Gesangverein Harmonie betriebenen Ständen verpflegen und das gemütliche Ambiente mitten im Wald genießen.

Damit die Kohle am 7. August geerntet werden kann, musste der Meiler erst einmal entzündet werden. 32 Raummeter Holz, im Wald selbst geschlagen, hatten die Vereinsmitglieder an den beiden Wochenenden vor Beginn auf sieben Meter Durchmesser und in 2,20 Meter Höhe aufgeschichtet. Dazu kam eine luftdichte Deckschicht aus spezieller Erde, damit darunter das Holz in Ruhe vor sich hin kokeln kann. Schwelt es einmal zu wenig, dann werden Löcher für die Luftzufuhr eingestochen, kommt zu viel Sauerstoff dran, schließen diese die Köhler wieder.

„Alle zwei Stunden stehen wir nachts auf, um nach dem Meiler zu schauen“, hebt Sauer den doch eher unruhigen Schlaf hervor. Denn nachts stehen auch die Reparaturen an. Für ihn wie auch Walter ist der Kohlenmeiler aber eine Passion. 14 Tage Urlaub rund um das Event nehmen sich die beiden, um in einer einfachen Köhlerhütte ohne jeglichen Komfort in der freien Natur zu übernachten. „Ohne Fernseher und Radio“, wie Jürgen Walter betont. Morgens geweckt von der aufgehenden Sonne über dem Hinterbachtal und dem Zwitschern der Vögel.

Die Brötchen werden den Köhlern von der Bäckerei Beutel aus dem Ort gebracht. Zusammen mit der Kanne selbst gekochtem Kaffee steht dann die ausgiebige Lektüre der Zeitung an. Noch vor dem Frühstück – denn besser mit leerem Magen – kümmert sich Jürgen Walter jeden Tag um die Reinigung der Toiletten. Die Nahrung kann danach in Form von Eiern mit Speck auch mal deftig sein. Später geht‘s ein paar Schritte in den Wald, so Achim Sauer. „Wir schauen uns einfach die schöne Natur an.“ Wenn gegen 9 Uhr die ersten Gäste vor der Zeit kommen, bekommen sie natürlich trotzdem schon etwas zu trinken, gibt es ein Original Köhler-Bier.

„In der Nacht ist es wie ein Paradiesurlaub, am Tag gibt es nette Gespräche in schöner Gesellschaft“, sagt Achim Sauer. Seit 21 Jahren findet die Veranstaltung auf dem jetzigen Platz statt, nachdem zuvor eher vereinsintern gefeiert worden war. „Die Region war früher übersät von Kohlenmeilern“, weiß Sauer. 75 bis 80 sogenannte Kohlenmeiler-Platten fänden sich in der Umgebung. Und noch ein altes Handwerk gibt es zu sehen: Jürgen Walter führt das Binden von Reisigbesen vor, das er sich ebenfalls vom Schwiegervater abschaute.

Was für die Köhler das Besondere an den zehn Tagen mitten im Wald ist? „Man kann die Seele baumeln lassen, abschalten“, meint Jürgen Walter. „Aber zum Schluss geht’s zur Sache, wenn die Kohle am kommenden Wochenende geerntet wird.“ Für die Übernachtung haben sich beide die einfachen Köhlerhütten mit Schaumstoff aus- und eine Matratze drübergelegt. Wie das mit dem Duschen läuft? Da lächelt Jürgen Walter. „Reden wir nicht davon“, sagt er verschmitzt. Zwischendurch, „wenn es nicht mehr geht“, fährt er mal kurz heim, um sich den Kohlenstaub abzuwaschen.

Das Köhlerhandwerk, früher in den Odenwald-Gemeinden weit verbreitet, wurde ihnen quasi mit der Heirat weitergegeben. „Wir haben beide Köhlertöchter geheiratet“, schmunzelt Walter. Vom letzten Schönmattenwager Köhler Adam Knopf, der das Fest in den 80er Jahren begründete, haben sie den Umgang mit dem Meiler gelernt. Dieser hatte bis 1970 noch einen gewerblichen Betrieb im Ort.

„Zehn Tage geprägt von Freude, Gemeinsamkeit und interessanten Einblicken“ wünschte Bürgermeister Joachim Kunkel den Gästen in seiner Begrüßung, die er stellvertretend auch für den Ortsbeirat und den Kreisbeigeordneten Volker Buser hielt. Die Köhlertage seien „ein Akt der Gemeinsamkeit mit vielen Helfern“, lobte Kunkel das starke Vereinswesen nicht nur im Wald-Michelbacher Ortsteil.

Für den FC Odin Unter-Schönmattenwag begrüßte Vorsitzender Bernd Egner die vielen Besucher zur Eröffnung. Christof Klos vom Gesangverein Harmonie Ober-Schönmattenwag freute sich über die Anwesenheit etlicher Ehrengäste. Zum Auftakt gab es Blechbläserklänge von den Jagdhornbläsern des Schützenvereins Siedelsbrunn, ehe der GV Harmonie unter Leitung von Ria Günther vier Stücke sang.

Programm beim Kohlenmeiler

Die Bewirtung auf dem Festplatz mit Essen und Trinken startet jeden Tag um 10 Uhr. Bis kommenden Sonntag gibt es (unter der Woche ab 18 Uhr, sonntags ab 12 Uhr) ein Tagesessen zusätzlich zu den normalen Angeboten wie Brat- und Currywurst oder Handkäse. Start ist am 31. Juli mit Odenwälder Wildschwein vom Grill mit Bratkartoffeln und Kartoffelsalat sowie Haxen und Kartoffelsalat. Es folgen: Fleischkäse mit Bratkartoffeln und Krautsalat (Montag), Räuberspieße mit Reis und Krautsalat (Dienstag), Ochsenbrust, Meerrettich und Salzkartoffeln (Mittwoch), Kesselgulasch mit Spätzle (Donnerstag), Krustenbraten mit Semmelknödeln und Rotkraut (Freitag), Spießbraten und Rosmarinkartoffeln (Samstag) sowie paniertes Schnitzel mit Jägersoße, Spätzle und Krautsalat am Abschluss-Sonntag. An dem steppt sowieso der Bär, deshalb stehen am 7. August auch 55 Kuchen ab dem Mittag für die Gäste bereit.

Denn dann, wenn sich die Köhlerwoche dem Ende nähert und der Meiler zur Ernte ansteht, finden auch die „Odenwälder Hochlandspiele“ als lokale Variante der schottischen Highlandgames in der mittlerweile 11. Auflage statt. Heroisch anmutend wird es dann, wenn ab 13 Uhr Dudelsack-Musik von den „Heidelberg & District Pipes and Drums“ ertönt und die Matadore der Hochlandspiele in die Waldarena einziehen. Anmelden zur Teilnahme an den 11. Odenwälder Hochlandspielen können sich Teams zu je drei Personen noch bei Bernd Egner oder Christof Klos unter Telefon 06207-81663 oder -921568.

Zu erreichen ist der Platz auf der Raubacher Höhe mit dem Pkw über Ober-Schönmattenwag, der Kreisstraße 37 Richtung Finkenbach folgend, oder vom Rothenberger Ortsteil kommend Richtung Hinterbach und Raubach immer den Berg hoch.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1214375888606558.1073741951.100001024761983&type=1&l=8172bb6dac

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