Förderkreis der Wald-Michelbacher Adam-Karrillon-Schule leistete großen Beitrag zum kleinen Schulhof

Auf ein produktives und erfolgreiches Jahr blickte der Schulförderkreis der Adam-Karrillon-Schule auf seiner Versammlung zurück. Gleichzeitig freute sich Vorsitzende Angelika Schwabedissen, dass der Vorstand wieder um eine Schriftführerin erweitert werden konnte. Andrea Krämer wurde aufs Herzlichste willkommen geheißen. Weitere interessierte Eltern könnten sich ebenfalls gerne in die Arbeit des Vereins einbringen, sagte sie.

In ihrem Rückblick aufs vergangene Schuljahr nannte Schwabedissen als traditionellen Start das Einschulungscafé. Es habe sich inzwischen gut eingespielt, dass die Eltern der neuen zweiten Klassen mit Hilfe des Elternbeirates und des Schulförderkreises dieses übernähmen. Der Verein unterstützte daneben im Schuljahr 2015/16 wieder die Schülerbücherei. Architekt Bernhard Tschorn hatte im Rahmen der Dacheinweihung einen Büchergutschein über 150 Euro überreicht. Dieser wurde durch den Förderkreis aufgestockt, so dass das Bücherei-Team für knapp 400 Euro neue Bücher anschaffen konnte.

Auch das Büchereiteam sucht immer nach Eltern, die sich aktiv am Schulleben beteiligen möchten, da die Schülerbücherei ausschließlich durch Eltern organisiert wird. Momentan ist die Schule in der glücklichen Lage, dass sie an vier Tagen in der Woche in der ersten großen Pause geöffnet ist. Dies sei aber natürlich nur durch das Engagement vieler Eltern möglich, hob Schwabedissen hervor. Diesen galt ein ganz großes Dankeschön ihrerseits.

Am Wochenende des zweiten Advents war der Schulförderkreis im vergangenen wie auch in diesem Jahr mit einer Bude auf dem Weihnachtsmarkt Wald-Michelbach vertreten. Es gab wie immer „Opas Glühapfelwein“ und „Omas Apfelpunsch“ sowie heiße Maronen. Den Rückblick auf 2015 verband die Vorsitzende auch mit einem Dank an die Aktiven dieses Jahres zusammen mit dem Gesamtelternbeirat, die bei kalten Temperaturen die Schul-Fahnen hochhielten. Sowohl die Vorbereitungen als auch die Dienste auf dem Markt selbst „haben wirklich toll geklappt“.

Zu Beginn des Jahres 2016 wurde die Neugestaltung des kleinen Schulhofes in Angriff genommen, berichtete Schwabedissen weiter. „Die Zusammenarbeit mit den Firmen wie auch mit dem Kreis hat prima geklappt“, lobte sie. Nach nur einem Treffen sei klar gewesen, „welche Geräte in welcher Form angeschafft werden sollen und wie die Finanzierung funktionieren kann“. Vom Kreis wurde dem Verein auf seinen Antrag hin für dieses Projekt über das 1:1-Programm einen Zuschuss von 7000 Euro zugesprochen.

Mitte Juni hatte dann der Schulförderkreis zu einer Elternaktion aufgerufen, um das Pflaster an den notwendigen Stellen zu entfernen. „Die Beteiligung war toll“, freute sich Schwabedissen, die den Aktiven auf der Versammlung nochmals dafür dankte. „In knapp zwei Stunden waren die Steine entfernt, auf Paletten aufgesetzt, weggeräumt. Alles war vorbereitet, damit die Arbeiten beginnen konnten“, sagte sie.

Die Firma Keller Gartenbau habe daraufhin die Randsteine gesetzt und die Verankerungen für die Spielgeräte eingebaut. Die Firma Kohl aus Heddesheim installierte in der ersten Woche der Sommerferien den Fallschutzboden, bevor Keller Gartenbau die Geräte dann endgültig aufbaute. Anfang September war der TÜV zur Abnahme in Wald-Michelbach und daraufhin wurden die Geräte für die Kinder freigegeben. Vor den Herbstferien wurde der neue Schulhof mit einem kleinen Schulfest eingeweiht, sagte sie. Die Maßnahme habe alles in allem 16.400 Euro gekostet, „davon wurden 8200 Euro durch den Schulförderkreis finanziert“, so Schwabedissen.

Mit Blick auf die Aktivitäten im laufen Schuljahr erläuterte sie, dass wieder einige Projekte für den Schulförderkreis anstünden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Eltern uns zum einen durch ihre Mitgliedschaft unterstützen, zum anderen sich aber auch aktiv an der Arbeit des Vereins beteiligen“, erhoffte sie sich. Schwabedissen beschloss die Versammlung mit den besten Wünschen auf ein gesegnetes Weihnachtsfest für Schüler und Eltern der Adam-Karrillon-Schule sowie einen guten Start ins neue Jahr.

Advertisements

Vor 50 Jahren wurde das Abitur noch an der Wald-Michelbacher Karrillon-Schule abgelegt

Vor 50 Jahren war alles noch ein bisschen anders. Das Überwald-Gymnasium in seiner heutigen Form gab es noch nicht, es wurde erst ein paar Jahre später am jetzigen Standort gebaut. Unterrichtet wurden die angehenden Abiturienten damals noch in der Adam-Karrillon-Schule (AKS). Und: Es gab ein Kurzschuljahr, das bereits im November endete. 44 Schüler machten 1966 dort ihr Abi. Das halbe Jahrhundert feierten 30 von ihnen jetzt an einem Wochenende in Wald-Michelbach. Zusammen mit Anhang und ein paar Schülern, die vorzeitig die Klasse verlassen hatten, kamen so 49 Teilnehmer zusammen.

Dass sich ehemalige Abiturienten treffen, ist keine Besonderheit. Jedes Jahr schon. „Seit dem Jahr 1999 findet das regelmäßig statt“, weiß Hans Helfrich, der zusammen mit Elke Tilhein aus Mauer das diesjährige Programm rund um Wald-Michelbach zusammenstellte. Dass es die „50-Jährigen“ im Überwald zusammenführte, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Denn jedes Jahr richtet ein anderer Ehemaliger das Treffen aus. Und diese sind weit herumgekommen.

Das hat nicht nur mit der Mobilität der früheren Abiturienten zu tun, sondern auch mit den beiden Internaten, die es damals in Wald-Michelbach gab, Krüger und Rosen. Schüler von diesen machten ebenfalls vor Ort ihr Abitur. Sie zog es dann entweder in die weite Welt oder zurück in ihre Heimat. Da zusätzlich Elke Tilhein noch die eine oder andere verschollene Adresse ausgegraben hatte, kamen Ehemalige aus Hamburg, Berlin, dem Schongau, aber sogar Barcelona oder dem englischen Penselwood zur Feier.

Bei einem Rundgang durch Wald-Michelbach, den Hans Helfrich für einige Erläuterungen zur Geschichte der Gemeinde und zu Gebäuden nutzte, kamen viele Erinnerungen wieder hoch. Als Nachkriegsjahrgang, 1954 eingeschult, „hatten wir eine einfache Kindheit“, erinnert er sich. Es gab viel Freiraum für Sport, Freizeit und gemeinsame Unternehmungen.

In der AKS schaute man sich die heute renovierten Räume von früher an, in denen der Unterricht abgehalten wurde. Helfrich ging auch die Geschichte des Überwald-Gymnasiums nach dem Zweiten Weltkrieg ein. So manche Erzählung über ehemalige Lehrer durfte nicht fehlen. Am Draisinenbahnhof machte er die Teilnehmer mit der Historie der früheren Überwald- und heutigen Draisinenbahn vertraut. Auf letzterer gab‘s auch eine Fahrt nach Mörlenbach. Lapidarium, Einhaus und Überwald-Museum waren weitere Anlaufpunkte.

Auf viel Resonanz stieß daneben die Besichtigung des Erbacher Schlosses. Durchaus mit Bezug zu Wald-Michelbach, denn der Graf von Erbach hatte früher Lehen in der Gemeinde. Aus den Rückmeldungen nach dem Treffen kam laut Helfrich große Freude darüber zum Ausdruck, wieder einmal in die alte Heimat zurückgekehrt zu sein und schöne Tage verlebt zu haben.

Viele ehemalige Abiturienten seien erstaunt gewesen, wie sich die Gemeinde „in den vergangenen Jahren zum Positiven veränderte“. Allerdings nicht bei der Zahl der Lokale. Da wusste man noch von 20 in den 1960er Jahren. Heute sind sie im Ortskern nur noch an einer Hand abzuzählen. Besonders fiel das denjenigen auf, die vor 30 oder 40 Jahren das letzte Mal im Überwald waren. „Wald-Michelbach ist kaum noch wiederzuerkennen“, meinten diese.

Wo heute das Rathaus steht, war früher die „Oma“, hieß es. Die „Gass“ wurde zu einem Schmuckstück, lobten die Auswärtigen, und erinnerten sich, dass damals oberhalb der Schule noch keine Häuser standen. Auf dem Weg zum Rathaus, so Helfrich, kam man am Elternhaus einer Mitschülerin vorbei, die seit 45 Jahren in Barcelona wohnt. Auch Häuser, wo früher Lehrer zuhause waren, wurden wiederentdeckt.

Der Abschluss-Jahrgang freute sich, dass mit der 85-jährigen Annemarie Heß eine frühere Referendarin dabei war. Mit Musiklehrer Hans Rectanus und dem 90-jährigen Kunstlehrer Ehrhardt leben noch zwei andere Lehrer von damals. Gert Berger und Martin Schleier gestalteten zum Treffen ein 91-seitiges Buch, zu dem die Jubel-Abiturienten alte und aktuelle Bilder beisteuern und Erinnerungen an die Schulzeit niederschrieben.

Dass der Zusammenhalt auch heute noch so groß ist, führt Helfrich auf die Prägung durch Schule und Lehrer zurück. „Wir haben uns bis spät in die Nacht unterhalten“, gab es viele lustige Geschichten aus der Schulzeit zu erzählen. Dazu wurde auch ein Sketch aufgeführt. Untergebracht waren die Auswärtigen im Birkenhof. Wohin es nächstes Jahr gehen wird, steht auch schon fest: Koblenz. Das reiht sich dann ein in Treffpunkte wie Ostsee, Allgäu, Regensburg, Bonn, Barcelona – und eben Wald-Michelbach.

Spiel, Sport und Spaß für 280 Grundschulkinder von der Wald-Michelbacher Adam-Karrillon-Schule

Sport, Spiel und Spaß für 280 Grundschulkinder: Der „Hoffexpress“ der TSG 1899 Hoffenheim war für einen Tag an der Rudi-Wünzer-Halle und hatte dabei die komplette Adam-Karrillon-Schule (AKS) zu Gast. Ballschule, Koordination und Fußballtraining standen im Mittelpunkt des Aktionstages, zu dem noch Tischfußball, Schussgeschwindigkeits-Tester, Malen und Basteln kamen. Denn wegen des schlechten Wetters war die Veranstaltung vom Fußballplatz ins Trockene verlegt worden.

Unter der Leitung von Kristian Baumgärtner ist der Truck mit seinen Spielstationen von März bis Oktober in diesem Jahr an 70 Schulen in der gesamten Metropolregion unterwegs. Von Heilbronn und Mosbach im Osten bis nach Mannheim oder Bruchsal im Westen und in den Überwald reicht der Radius. In Wald-Michelbach waren es 13 Klassen, die davon profitierten. Sie durften, begleitet von den jeweiligen Klassenlehrern, einen ganzen Vormittag lang nach Herzenslust toben. Abwechselnd wurden die diversen Aktionen belegt.

„Wir sind immer mit vier bis sieben Mann auf Tour, je nach der Größe der Schule“, berichtet Baumgärtner, vor einigen Jahren selbst Spieler bei den Kraichgauern und im Vorsitz des Vereins aktiv. In Wald-Michelbach waren es vier Trainer und ein Moderator, die die Kids zu den verschiedenen Spielen anleiteten. „Es war und ist SAP-Gründer und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp schon immer ein Anliegen, Kinder zu Bewegung zu animieren“, so Baumgärtner.

Einerseits geschieht dies durch die alla-hopp!-Freizeitanlagen wie die in Abtsteinach, andererseits eben auch durch den Hoffexpress. 2014 startete man laut Baumgärtner mit 25 Schulen – die große Nachfrage wird durch die Verdreifachung in zwei Jahren deutlich. Der Truck ist daneben bei den Heimspielen in Sinsheim und bei Großveranstaltungen wie dem Maimarkt anzutreffen.

Der Kontakt zur AKS kam über den Jugendförderverein Wald-Michelbach/Abtsteinach zustande, dessen Vorsitzender Christian Fornoff bei der TSG Hoffenheim tätig ist. „Mit dem Überwald-Gymnasium haben wir bereits eine Fußball-AG“, sagt dieser. Deshalb habe sich die jetzige Zusammenarbeit mit der AKS angeboten. Er lobte die damit verbundene Möglichkeit, „Kinder für den Sport begeistern zu können“. Unter den Trainern war mit Sebastian Lutz auch ein JFV-Aktiver.

Natürlich auch nicht uneigennützig: Der JFV freue sich immer über interessierte jugendliche Fußball-Begeisterte. „Wir versuchen auf die Schulen zuzugehen“, so Fornoff. Demnächst werde man auch einen Trainerlehrgang für Schüler aus höheren Klassen von Eugen-Bachmann-Schule und Gymnasium anbieten, sagte er. „Die Schulen sind dankbar für unser Wirken“, beobachtete er. Die Aktion biete eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag.

Das Fanmobil Hoffexpress hat drei Achsen, ist zehn Meter lang und hat jede Menge Entertainment an Bord. Es bietet „Meet & Greets“, Interviews, Quiz- und Gewinnspiele, Live-Musik, einen mobilen Fanshop, Eventmodule für Groß und Klein und viele weitere tolle Überraschungen. Mit ihm wird an den Schulen ein eigens entwickeltes, pädagogisch geprägtes Konzept vorgestellt. Schüler werden auf spielerische Art und Weise an Bewegung und eine gesunde Lebensweise herangeführt.

Immer wenige aktive Mitglieder beim Schulförderkreis der Wald-Michelbacher Adam-Karrillon-Schule

In die Freude über die erfolgreiche Arbeit in der vergangenen Zeit mischte sich auf der Versammlung des Schulförderkreises an der Adam-Karrillon-Schule (AKS) auch ein Wermuttropfen. Immer weniger Mitglieder sind bereit sich zu engagieren bzw. besuchen die Versammlung. So konnten bei den Vorstandswahlen nicht alle Posten besetzt werden. In letzter Konsequenz denkt man auch über an eine Vereinsauflösung nach.

Vorsitzende Angelika Schwabedissen dankte nach ihren Begrüßungsworten den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Rolf Schaffnit und Christiane Wagner. Deren Kinder gingen inzwischen auf weiterführende Schulen. Beide wollten deshalb ihre Ämter zur Verfügung stellen. In ihrem Rückblick erwähnte die Vorsitzende das erfolgreiche Zirkusprojekt 2013 und das große Schulfest 2014.

Zu Beginn der beiden Schuljahre gab es ihren Worten zufolge ein Elterncafé, während die frisch gebackenen Erstklässler ihre erste Schulstunde absolvierten. Dieses werde durch die Eltern der zweiten Klassen organisiert, unterstützt durch den Gesamtelternbeirat und den Schulförderkreis. An den Elternabenden für die neuen Erstklässler nehme ein Mitglied als Förderkreis-Vorstandes regelmäßig teil, berichtete Schwabedissen. Um diesen vorzustellen und um neue Mitglieder zu werben. „Leider mit sehr wenig positiver Resonanz“, bedauerte sie.

Im Februar 2014 sei das mobile Musikmuseum in der Sporthalle der AKS zu Gast gewesen, so die Vorsitzende im weiteren Rückblick. Es handelte sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Überwald-Gymnasium. Jährlich würden durch das Schulbücherei-Team neue Bücher in einem Wert von rund 300 Euro ausgesucht und durch den Schulförderkreis angeschafft, führte sie daneben aus. Schwabedissen würdigte die Leistungen des Büchereiteams, das sich ausschließlich aus Eltern zusammensetze.

Auf dem Weihnachtsmarkt 2014 war wie auch 2015 laut Schwabedissen der Förderkreis in gewohnter Form mit einer Bude vertreten. Inzwischen hat der Förderkreis für den Maronenverkauf sogar einen eigenen Ofen, der von Peter Sauer gefertigt wurde. Der Weihnachtsmarkt sei inzwischen zu einem festen – auch wirtschaftlichen – Bestandteil geworden. Im diesem Jahr „mussten wir leider feststellen, dass die Bereitschaft der Eltern – und auch der Lehrer –, für unsere Schule aktiv zu sein, immer weiter zurückgeht“, beklagte die Vorsitzende die Schwierigkeit, Helfer zu finden. Deshalb sei man noch nicht sicher, „inwieweit es 2016 möglich sein wird, am Weihnachtsmarkt teilzunehmen“.

Während der Projektwoche im Juni sei ein großes Musikprojekt durchgeführt worden. „Der Förderkreis übernahm für dieses Projekt erneut die Finanzierung“, hob Schwabedissen hervor – unterstützt durch Spenden der Volksbank Überwald und des Lionsclubs Überwald-Weschnitztal. Gleichzeitig habe man auch die Projektpräsentation in der Rudi-Wünzer-Halle organisiert.

Im September unternahm nach den Worten der Vereinsvorsitzenden die „i-Klasse“ einen Ausflug in den Heidelberger Zoo. Dabei handelt es sich um schulpflichtige Kinder, „die ohne bzw. mit nur ganz geringen Deutschkenntnissen zu uns an die Schule kommen“. Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation sei die Klasse in den letzten Wochen und Monaten „auf knapp 20 Kinder angewachsen“. Vom Schulförderkreis gab es für den Ausflug einen Zuschuss. Zusätzlich sei aus einer privaten Initiative für die Flüchtlingskinder ein Projekt entstanden, das der Verein „unterstützt und koordiniert“. In ihrem Ausblick erwähnte Schwabedissen das für 2016 geplante Schulfest.

Leider sind die Mitgliederzahlen des Vereins rückläufig, führte sie aus. Offensichtlich sei das generelle Interesse an der Arbeit des Schulförderkreises deutlich zurückgegangen. Inwieweit vor diesem Hintergrund eine weitere aktive und konstruktive Arbeit des Vorstandes überhaupt noch möglich sei, müsse sich zeigen. Dieser schrumpfe nun auf ein absolutes Minimum. „Wir werden versuchen, den Verein im Interesse der Schule und vor allem unserer Kinder weiterzuführen und am Leben zu erhalten“, betonte Schwabedissen. Doch sollte die Entwicklung in nächster Zeit so weitergehen, „muss gegebenenfalls über eine Auflösung des Vereins nachgedacht werden“.

Der Gewinn aus 2014 von 4600 Euro sei im Juni 2015 für das Musikprojekt verwendet worden, so der Bericht von Kassenwartin Christiane Wagner. Kassenprüferin Sylvia Pfeffing bestätigte ihr eine einwandfreie Arbeit. Die von Angelika Schwabedissen beantragte die Entlastung erfolgte einstimmig. Bei den Wahlen wurden Heike Langer einstimmig zur zweiten Vorsitzenden und Claudia Keller zur Kassenwartin gewählt. Kassenprüferin bleibt Sylvia Pfeffing. Der Schriftführer-Posten bleibt bis zur nächsten Mitgliederversammlung vakant, da sich niemand dafür zur Verfügung stellte.

Lehrerstundenkürzungen: Am Überwald-Gymnasium hat man Angst um das bisherige attraktive Angebot

Im Überwald ist man nicht glücklich mit der geplanten Umschichtung von Lehrerstellen aus der gymnasialen Oberstufe hin zum Pakt für den Nachmittag oder zur Inklusion. Sowohl der Schulleiter des Überwald-Gymnasiums (ÜWG), Reinhard Fahrenholz, als auch Volker Buser in Vertretung des Landrats machten dies beim Besuch von Dr. Manuel Lösel, dem Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, in Wald-Michelbach deutlich.

„Die Kürzung tut uns sehr weh“, bedauerte Fahrenholz, dass am ÜWG dann acht Lehrerstunden in der Oberstufe abgezogen werden sollen. „Wir haben Angst, ob wir das bisherige attraktive Angebot weiter beibehalten können“, machte er seiner Sorge Luft. Allerdings habe man weiter den Anspruch, „mit größeren Gymnasien konkurrieren zu wollen“. Sollte sich noch die Möglichkeit der Unterstützung der kleinen Schulen ergeben, meinte er in Richtung Lösel, „wären wir dankbar dafür“.

Kreisbeigeordneter Volker Buser fand schon deutlichere Worte. Für kleine Gymnasien im ländlichen Raum sei das Vorhaben des Landes „eine bedrohliche Situation“, sagte er mit Blick aufs ÜWG. „Die kleine Oberstufe würde sogar in ihrer Existenz gefährdet sein.“ Er habe keinen Zweifel, dass die Änderung negative Auswirkungen auf die Angebotsvielfalt bei den Kursen haben werde. 28 Schüler in Leistungskursen werden Buser zufolge dann „keine Seltenheit mehr sein“.

Er sah die hohen Investitionen des Kreises in seine Schulen durch das Herunterfahren von landesweit 160 Lehrerstellen „konterkariert“. Auch widerspreche dies einem zentralen Wahlversprechen der Landesregierung. Die Lehrerzuweisung von 104 Prozent in der Oberstufe, vor zwei Jahren eingeführt, werde so bald wieder unter 100 Prozent liegen. Laut Buser werden die Auswirkungen auch in Bezug auf die Bildungsqualität „schön geredet“.

„Unser Schwerpunkt lag und liegt in der Bildung“, sagte er. „Bildung braucht Lehrer“. Deshalb werde seines Erachtens „an der falschen Stelle gespart“. Mit der Sanierung der Schulgebäude und den Neubauten habe der Kreis die Voraussetzung für die Förderung des Rohstoffs Bildung geschaffen. „Das Land muss diesen Rohstoff weiterhin fördern“, forderte er.

Im Zusammenwirken mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Peter Stephan hatte Bürgermeister Joachim Kunkel die Runde aus Überwald-Schulleitern von Grund- und weiterführenden Schulen (plus Hirschhorn und Gorxheimertal) sowie Elternvertretern und Mitgliedern des Staatlichen Schulamts nach Wald-Michelbach eingeladen. Neben dem genannten Punkt ging es allgemein um Lehrerversorgung, Arbeitsverträge, Übernahme von Referendaren, das Projekt GSWS, Stundenzuweisungen und den Pakt für den Nachmittag. Von ihm sei die besondere Situation der Überwald-Schulen im ländlichen Raum thematisiert worden, so Kunkel.

Dr. Lösel wertete es als „unheimlich interessant“, wie eng hier die Kooperation zwischen den Grund- und weiterführenden Schulen sei. Der Übergang „von 4 zu 5“ sei der wichtigste innerhalb des Schullebens. „Wo geht die Reise hin“ laute für Kinder und Eltern die Frage. Die Entscheidung habe wiederum viel mit den Schulprofilen zu tun. „Es gibt für die Eltern nichts Schlimmeres, als wenn die Kinder unglücklich sind.“ Die Koordination dieses Wechsels sei deshalb „richtig und wichtig“. Dass das ÜWG schon frühzeitig mit einem Elternbrief informiere, wertete er als vorbildlich. Damit gestalte man „einen reibungslosen Übergang“.

Von der Karrillon-Schule nehme er die Anregung mit, dass mehr Planungssicherheit in Bezug auf die zusätzlichen 2,5 Lehrerstellen beim Pakt für den Nachmittag gewünscht werde. Im Kultusministerium solle hierzu geprüft werden, „was möglich ist“. Die Deutsch-Förderung in frühem Alter werde nicht zurückgefahren, sagte Lösel. Vielmehr gebe es sogar zusätzliche Angebote für über 18-jährige Flüchtlinge unter dem Stichwort „Intea“.

Der Staatssekretär betonte, es gebe keine Stellenkürzung im System. Die sich durch den demografischen Wandel ergebenden personellen Überschüsse reichten aber nicht aus, um den Bedarf bei Inklusion und Pakt für den Nachmittag zu decken. Im Rahmen der „Solidargemeinschaft“ würden zusätzlich 160 Stellen aus den gymnasialen Oberstufen dorthin „umgelenkt“, davon acht Stunden am ÜWG Wald-Michelbach.

Landtagsabgeordneter Peter Stephan hob die besondere Schulsituation im Überwald hervor. „Wo so viel Engagement ist, darf man auch Forderungen stellen“, meinte er Blick auf einige Themen, die in der dem Pressegespräch vorangegangenen Diskussion genannt wurden. Allerdings sei nicht jeder Wunsch erfüllbar. Es gelte zu prüfen, wie die Existenz kleinerer Gymnasium auf Dauer sichergestellt werden könne. Er sprach auch den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule an, wo ebenfalls frühzeitig gefördert werden solle. Die Schulvoraussetzungen im Kreis Bergstraße wertete Stephan als sehr gut.

Hier pflichtete ihm Thomas Wilcke, Leiter der Eugen-Bachmann-Schule, bei. „Der Kreis hat den Schulstandort sehr gut aufgestellt.“ Wenn die Baumaßnahmen an seiner Schule beendet seien, „sind wir sehr zufrieden“. Er hoffe, dass sich auch die personelle Situation zur Zufriedenheit aller einpendle.

Die wachsende Attraktivität des ÜWG machte die Rektorin der Hirschhorner Neckartal-Grundschule, Christel Herrmann, deutlich. Drei ihrer Viertklässler wechselten zum neuen Schuljahr in den weiter entfernten Überwald. Sie sah das hiesige neunjährige Gymnasium gegenüber den näher gelegenen Schulen in Eberbach oder Neckargemünd als Standortvorteil an. Dass Staatssekretär Lösel die ganze Materie aus eigener früherer Schulleiter-Erfahrung kenne, wertete sie als positiv.

Stefanie Werle-Wittmann vom Staatlichen Schulamt kündigte als Resultat aus dem Gespräch ein eigenes Treffen mit den Grundschulen an. Erster Beigeordneter Manfred Gölz wies in diesem Zusammenhang auf die guten Leistungen in Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde hin. „Die Qualität der Erziehungsarbeit kann als hervorragend bezeichnet werden“, pflichtete ihm Kunkel bei. Als bodenständige Überwälder „haben wir einen Blick fürs Machbare“, meinte er abschließend.

Der achtjährige Aron aus Wald-Michelbach leidet an Blutkrebs und braucht dringend eine Stammzellenspende

Eine ganze Region möchte Aron aus Wald-Michelbach helfen: Der Achtjährige leidet an einem seltenen Blutkrebs und braucht dringend eine Stammzellenspende. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, veranstaltet die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Sonntag, 19. Juli, eine Registrierungsaktion in Wald-Michelbach. Seitens der Gemeinde versicherte der Erste Beigeordnete Peter Bihn jegliche nur mögliche Unterstützung.

„Aron geht relativ gefasst mit der Krankheit um“, erzählt Vater Kai Fischer. Sein Sohn liege derzeit stationär auf der Onkologie-Station der Uni-Kinderklinik Heidelberg, berichtet der 39-Jährige. Denn er bekomme ein neuartiges Medikament aus den USA namens „Blinatumomab“, das in Deutschland bisher praktisch gar nicht zum Einsatz gekommen sei – die Nebenwirkungen seien noch nicht absehbar.

„Wir versuchen ihm Kraft zu vermitteln“, sagt Kai Fischer. Auch wenn das nicht immer einfach sei. „Ich habe mich in die Materie reingelesen und weiß, dass die Chancen nicht gut stehen“, meint Fischer relativ gefasst, doch man merkt ihm an, wie nah ihm alles geht. Denn nicht nur Arons Blutkrebs selbst ist das Schlimme, sondern auch die spezielle Form der Erkrankung, „die weniger als ein Prozent der Leukämie-Erkrankten haben“, berichtet er. In den vergangenen 15 Jahren sei sie nur fünf Mal in Deutschland vorgekommen.

„Meine Frau Nicole ist fast nonstop im Krankenhaus“, so der Familienvater. Er wiederum versuche von zuhause aus alles zu organisieren – eben auch die Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit der DKMS oder verschiedene Benefizveranstaltungen mit Hilfe von Freunden und Bekannten (eine erste bereits an diesem Samstag, 27. Juni, um 19 Uhr im Hotel Gassbachtal Grasellenbach mit Daniel Helfrich, siehe Plakat). Zum Glück seien beide Großelternpaare in der Nähe und „helfen, wo sie nur können“.

„Aron redet mit uns gar nicht über seine Krankheit“, sagt Kai Fischer. Nur von den Ärzten wolle immer alles genau wissen, bei seinen Eltern werde die Krankheit ausgeblendet. „Wir versuchen seitens der Familie eine gewisse Normalität reinzubringen“, schildert Fischer seine Bemühungen und die seiner 31-jährigen Frau.

Das neue Medikament wird dem Achtjährigen derzeit über eine Pumpe verabreicht. Sollte er es nach einer Woche vertragen, darf er mit der Pumpe nach Hause – muss aber trotzdem alle 48 Stunden wieder nach Heidelberg zur Kontrolle. Allerdings gilt auch Zuhause höchste Vorsicht, ist doch Arons Immunsystem durch die Medikamente „quasi bei null“. Die ganze Familie muss peinlichst genau darauf achten, keinen Schmutz und keine Bakterien mit ins Haus zu tragen.

Eine erste Chemotherapie schlug bei seinem Sohn nicht an, berichtet Fischer. Denn es wurde eine seltene Genveränderung festgestellt – was die aktuelle Behandlung mit „Blinatumomab“ so dringend machte. Deshalb hofft die ganze Familie sehnlichst darauf, dass die sehr teure Therapie bei Aron wirkt und dieser bald seine Freunde und die gewohnte Umgebung wiedersehen kann.

Denn der Achtjährige ist ein aufgeweckter Junge, der gerne in die zweite Klasse der Adam-Karrillon-Schule in Wald-Michelbach geht und in jeder freien Minute mit seinen Klassenkameraden Fußball spielt. Von ihnen bekommt er jede Woche Post ins Krankenhaus: Denn die Mitschüler basteln für Aron während des Unterrichts Zeitungen mit Rätseln.

Doch Aron vermisst nicht nur die Klassenkameraden, sondern vor allem seinen großen Bruder Max. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als bald wieder mit dem Zwölfjährigen auf dem Trampolin zu toben, gemeinsam Fahrrad zu fahren und um die Wette zu schwimmen.

Dass die Krankheit überhaupt so schnell entdeckt wurde, ist fast einem glücklichen Zufall zu verdanken. Als Aron Anfang Mai nach einer Zahn-OP viel Blut verlor und über Schmerzen im ganzen Körper klagte, gingen die Fischers zu einem Kinderarzt in Mörlenbach. Der, zuvor Oberarzt an der Kinderklinik in Mannheim, habe gleich die richtigen Schlüsse gezogen und die Leukämie diagnostiziert, erklärt Kai Fischer.

Info: Typisierung und Stammzellenspende

Arons Familie und Freunde organisieren gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion und hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region die Gewebemerkmale ihres Blutes bestimmen lassen. Jeder, der sich als potenzieller Stammzellenspender in die DKMS aufnehmen lässt, ist eine weitere Chance für Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden.

Die weltweite Suche nach einem passenden Stammzellspender war in Arons Fall bislang erfolglos. Er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Menschen nahezu identische Gewebemerkmale haben. Im günstigsten Fall liegt die Wahrscheinlichkeit bei 1:20.000, bei seltenen Gewebemerkmalen findet sich eventuell unter mehreren Millionen kein „genetischer Zwilling“. Die Suche ist aber laut DKMS auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenig Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen.

Die Aktion findet unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Joachim Kunkel statt am Sonntag, 19. Juli, von 11 bis 16 Uhr in der Rudi-Wünzer-Halle, Rudi-Wünzer-Straße 29, 69483 Wald-Michelbach. Mitmachen kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit seine Gewebemerkmale bestimmt (typisiert) werden können.

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut an der Aktion teilnehmen. Ihre Daten stehen weiterhin für alle Patienten zur Verfügung. Genauso wichtig ist auch die finanzielle Unterstützung der Aktion. Für die Teilnehmer ist die Teilnahme kostenlos, die DKMS bittet aber um Spenden auf das Konto Sparkasse Starkenburg, IBAN DE58 5095 1469 0008 0553 63, BIC HELADEF1HEP, Stichwort: Aron.

„Wir für Aron“ bei Facebook: www.facebook.com/pages/Wir-f%C3%BCr-Aron/1445678739069517?fref=ts

Zur Typisierung und Stammzellenspende: www.dkms.de/de

Daniel Helfrich1 aronfff  Flugblatt Aronfff