Gemeinsamer Feuerwehrverein für Schönmattenwag steht

Der neue Verein ist schön gegründet, die beiden bisherigen existieren aber noch nebenher: Die Feuerwehrvereine aus Ober- und Unter-Schönmattenwag wollen den endgültigen Zusammenschluss am 4. Mai insofern besiegeln, als dass sie sich dann auflösen. Beim jetzigen Termin war dies noch nicht möglich, weil dafür vier Fünftel der Mitglieder beider Vereine an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung hätten teilnehmen müssen. Der historische Schritt wurde jedoch bereits in den Wortäußerungen allenthalben hervorgehoben.

Mit den Worten „Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende großartig“ eröffnete Wehrführer Tobias Walter seinen Bericht. „Ich glaube, das spiegelt die eine oder andere Phase der vergangenen zwölf Monate durchaus wieder“, meinte er mit Augenzwinkern. „Ein ereignisreiches Jahr liegt wieder hinter uns“, sagte er. Die Einsatzbereitschaft war immer gewährleistet, freute sich der Kommandant.

Drei Brände, 15 Hilfeleistungen und sechs Brandsicherheitsdienste waren in 2018 zu verzeichnen. Walter erwähnte stellvertretend das Feuer in Siedelsbrunn, den Flächenbrand in der Wüstenbach und die mehrere Tage andauernde Personensuche im Sommer. Für 2019 „sieht es schon jetzt mit der Ausbildungsbereitschaft sehr gut aus“, betonte der Kommandant.

Im vergangenen Jahr wurden 15 Regel- und Inspektionsübungen durchgeführt, außerdem vier Atemschutzsonderübungen und ein Notfalltraining. Den Katastrophen- und Gefahrgutzug unterstützt die Wehr aktuell mit fünf Einsatzkräften. Die neue Brandschutzkleidung wurde Anfang des Jahres entgegengenommen „und kam sehr gut an“, dankte er der Gemeinde für ihre Investitionsbereitschaft.

„Ausgebildete und gut ausgestattete Einsatzkräfte benötigen ein Gerätehaus, das den heutigen Anforderungen entspricht“, hob der Kommandant hervor. Mit den zu Ende gehenden Umbaumaßnahmen und der Umstrukturierung der Umkleide „können wir diesen Anforderungen endlich – zumindest übergangsweise – gerecht werden, bis 2021 der benötigte Anbau durchgeführt wird“, erläuterte Walter. „Es ist großartig geworden, was hier aus den in schlechtem Zustand vorgefundenen Kegelbahn-Räumlichkeiten gemacht wurde“, sagte er. Unzählige Arbeitseinsätze, Besprechungen und Diskussionsrunden liegen hinter den Wehrleuten.

Alles was das Ehrenamt ausmacht, ist am Ende „der Spaß an der Sache“. Ohne den „können wir nicht die Motivation aufbringen, die dieser Aufgabe gebührt“, mahnte der Wehrführer. Aber: Die Motivation der Truppe spielt eine zentrale Rolle. Allerdings nehme die Aufgabenfülle der Führungskräfte und Verantwortlichen immer mehr zu. „Die Aufgabenträger der Feuerwehren sind durchaus überlastet sind und die gemeindlichen Gremien und Verantwortlichen dürfen dies nicht aus dem Auge verlieren dürfen“, legte er den Finger in die Wunde.

„Zusammen erreicht man einfach mehr“, betonte Walter. Alleine hätte keine der beiden Wehren das Geleistete schaffen können, blickte er positiv auf die Fusion der Einsatzabteilungen vor drei Jahren zurück. Die Feuerwehrvereine „werden dieses tolle Projekt Zusammenarbeit“ weiter unterstreichen, so der Wehrführer. „Die Gewinner der Zukunft werden die sein, die es verstehen, gemeinsam Dinge zu erreichen“, betonte er.

In seinem Rückblick bezeichnete der Vorsitzende des Feuerwehrvereins aus Unter-Schönmattenwag, Ralf Scheib, 2018 als ein sehr arbeitsintensives Jahr. Neben den Übungen und Einsätzen wurden die Umbauarbeiten im Haus des Gastes weiter vorangetrieben. Es wurde intensiv an der Zusammenführung der Vereine gearbeitet. Jetzt werden die Arbeiten in der ehemaligen Kegelbahn beendet. Das restliche Material aus dem Lager im ehemaligen Rathaus wird dann dorthin gebracht.

Scheib sprach daneben die Durchführung der Kerwe 2020 in Ober- und Unter-Schönmattenwag an. An zwei aufeinander folgenden Wochenenden kann nur ein Verein nicht in zwei Ortschaften die Kerwe ausrichten. „Deshalb befinden wir uns mit den anderen Ortsvereinen in Gesprächen, wie es mit der Kerwe weiter geht“, erläuterte er. „Im Raum steht die Gründung eines Kerwevereins in Unter-Schönmattenwag“, so Scheib.

Auf die Umbauarbeiten ging auch sein Kollege Jürgen Walter aus Ober-Schönmattenwag ein. „Wir hatten uns ein großes Ziel gesetzt und sind dabei es zu erreichen“, hob er hervor. Die von den Vereinen bezahlte Kücheneinrichtung ist zum Teil schon eingebaut und wird zeitnah fertig gestellt. Die Events mit der „unteren“ Feuerwehr „sind sehr harmonisch verlaufen“. Dies beweise, „dass wir mit der Zusammenlegung auf dem richtigen Weg sind“, sagte Walter. Der erstmals ausgerichtete Feuerwehrbrunch „hat mir gezeigt, dass wir ein tolles Team aus Ober- und Unter-Schimmeldewog sind“.

Vorstand gemeinsamer Feuerwehrverein: Vorsitzender Jürgen Walter, zweite Vorsitzende Karin Sauer, Kassenwart Rolf Sauer, Schriftführerin Sonja Beutel, Alters- und Ehrenabteilung Ernst Siefert, Beisitzer Erhard Möckel, Stefan Siefert, Yvonne Ballmann, Jörg Wetter, Doris Falter, Holger Wetter, Michael Koudele, Georg Walter, Nico Walter, Marcel Sauer, Wehrführer Tobias Walter, Stellvertreter  Marc Ritter, Jugendfeuerwehrwart Kevin Lörsch, Kindergruppenleiterin Nadine Koudele, Leiter Musik Danny Lörsch.

Kassenprüfer Feuerwehrverein Unter-Schönmattenwag Annika Ritter, Christiane Koudele, Ober-Schönmattenwag Pia Fischer, Ramon Jöst

Beförderungen: Oberfeuerwehrfrau/-mann Nadine Koudele, Sven Sauer, Oberlöschmeister René Zink, Brandmeister Tobias Walter, Oberbrandmeister Sven Falter

Anerkennungsprämie: 40 Jahre aktiver Dienst Harald Falter und Dieter Walter, zehn Jahre Johannes Becker, Tanja Wolk, Max Haberkorn, Sven Sauer

Beste Übungsteilnahme 2018: Max Haberkorn, Marcel Sauer

Feuerwehr-Oscar: Stefan Siefert

Musikerehrung 15 Jahre: Daniel Möckel, Dominik Beutel, Marcel Sauer

Brandschutzehrenzeichen Silber 25 Jahre: Jochen Knapp

Brandschutzehrenzeichen 40 Jahre: Jürgen Walter, Karin Sauer, Wolfgang Walter

Vereinsehrung: Walter Steffan, Jens Falter, Roland Krämer, Daniel Möckel, Sven Sauer, Karin Sauer, Wolfgang Walter, Jürgen Walter, Jochen Knapp, Dominik Beutel

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Der CV Kapital beamte die Gäste zurück in die 80er

Mit der kapitalen Zeitmaschine ab in die 80er Jahre. Der Carnevalsverein  entführte bei der traditionellen Rosenmontagssitzung in die Jahre von Vokuhila, Glamrock, toupierten Haaren, weißen Tennissocken, Schulterpolstern, Espadrilles, Leggins, Pastellfarben und Karottenhosen, bauchfreien Shirts, meterlangen Ketten, Kruzifixen und Lederarmbändern. Viele närrische, in der Zeit stehen gebliebene Gestalten tummelten sich auf der Bühne wie auch auf den Stühlen im Haus des Gastes.

„Back to the 80s“ hieß es bei den Schönmattenwager Kapital-Narren. Sie hatten dafür neben den eigenen Kräften wieder etliche närrische Unterstützer aus Neckartal, Überwald und Weschnitztal zusammengetrommelt. Schon die Einladung war genau wie der damalige Filmerfolg „Zurück in die Zukunft“ mit Michael J. Fox gestaltet. „Die 80er Jahre sind sehr vielfältig“, freute sich Moderator Sebastian Siefert. „Man kann sehr viel in so einen Abend packen.“ Was die 130 Mitwirkenden des Vereins auch taten. Denn die 80er sind bekanntlich ja wieder „in“.

Früh übt sich: Die Jüngste auf der Bühne ist vier Jahre alt und hüpft begeistert bei den Minis des CV Kapital mit. „Dort beginnen die Kleinen bei uns mit dem Tanzen“, erläutert Siefert. Die älteste noch aktive Mitwirkende ist seine Mutter Luzia Siefert mit ihren 57 Jahren. „Sie hat schon mit 14 Jahren angefangen und ist seither immer aufgetreten“, schmunzelt der Sohn. Die eigenen Tanzgruppen beginnen schon im Juli des Vorjahres mit dem Training, weiß er. Im Vorfeld trifft er sich mit den Trainerinnen der Tanzgruppen „und wir entscheiden nach ausgiebigem Brainstorming und Ideen sammeln gemeinsam, welches Motto wir wählen“.

Faschingssitzungen gibt es seit Gründung des CV Kapital 1957 jedes Jahr. Seit 1983 wird am Rosenmontag im Haus des Gastes gefeiert, vorher trafen sich die Schimmeldewäer Narren abwechselnd in den Gaststätten des Ortes. Überdimensional bestimmte das von Willi Kristen – wie schon in den Vorjahren – gemalte Bild auf der Hallenwand, wohin die Reise gehen würde. Dem Thema hatten sich auch die Gäste angepasst, tief in die Kostümkiste gegriffen und kannten bei ihren Verkleidungen keine Zwänge.

Siefert machte das Publikum zu Beginn mit den närrischen Regularien vertraut. In vier Stufen sollte der Beifall immer tosender werden: „Wir klatschen mit den Händen, wir trampeln auf den Boden, wir pfeifen, wir nehmen die rechte Hand und schreien Ahhh.“ Wie gut es der Saal verstanden hatte, ließ sich nach jeder Darbietung ablesen. Zwischendurch gab‘s auch ab und an eine Rakete, wenn eine Gruppe sich besonderen Applaus verdient hatte. Natürlich durften zwei Stimmungsrunden nicht fehlen, um die Besucher noch einmal kräftig anzuheizen.

Der Moderator brachte den über 250 Besuchern das Motto der Sitzung näher. Die ließen sich vier Stunden lang von den Narren trefflich unterhalten. 40 Helfer sorgten im Saal und hinter den Kulissen dafür, dass es den Gästen an nichts mangelte. Die Hirschhorner Ritter sind traditionell mit im Kapital-Boot. Sie hatten ihre Minigarde, die vielbeklatschte „Rhythmix“-Gruppe und den Solistenblock vorbeigeschickt. Diese entboten dem Verein die besten Grüße aus der Fastnachtshochburg das Ulfenbachtal abwärts.

Das Urgestein, die Löhrbacher „Apolonia“ Tanja Kunkel, durfte natürlich nicht fehlen. Am besten war sie dann, wenn sie sich mit Sebastian Siefert wegen ihres Alters spontan kabbelte. Dass der ihr nicht die Treppe hinaufhalf und beim Auszug nicht mal den Becher Wasser gönnen wollte, nahm sie ihm schnippisch übel. Ansonsten bestimmte die Litanei über die Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen des Alterns ihre Bütt, inklusive ein paar ausschmückenden Details, die sie auch für sich hätte behalten können.

Ein wenig Schnee vom „Winter-Wonderland“ des CCA Affolterbach brachten die Mädels von „Power Generation“ mit ihrem Auftritt vorbei. Die Filme „Ghostbusters“ oder „Dirty Dancing“? Haben ihren Ursprung im Ulfenbachtal, erläuterte Siefert den verdutzten Besuchern anhand einer gespielten Geschichte. Besonders seine Tanzeinlage mit Katharina Zink als Hommage an Patrick Swayze und Jennifer Grey erntete viel Hallo.

Passend zum Motto „Back to the 80s“ hatten sich die Minis als Aerobic-Kids verkleidet und konnten es gar nicht abwarten, ihren Tanz zu präsentieren und die Halle zum Beben zu bringen. Was die Kleinsten auch ohne Probleme schafften. Gerade die Jüngeren unter ihnen bewegten sich so unbekümmert auf der Bühne, dass sie begeisterten Applaus einheimisten. Die erste Rakete des Abends war fällig. Einer der Höhepunkte war auch die seit drei Jahren aktive junge Garde des CV. Die Mädchen des Tanzstudios „Phantasie“ aus Birkenau schauten ebenfalls traditionell vorbei.

Der „Hengst von Löhrbach“, Matheus da Silva, spielte mit den Klischees. Als junger attraktiver Südländer war er natürlich zu 100 Prozent von sich überzeugt und der Meinung, dass die Frauenwelt ihm zu Füßen liegt. Die sah das wohl etwas anders und hätte sich gewünscht, er würde vor ihnen auf den Knien rutschen. Die eigene Showtanzgruppe „Next Generation“ tanzte zu bekannten Hits aus den 80er Jahren.

Von Schimmeldewog ging es nach Mexiko. Dort gibt es seit Jahrhunderten eine Tradition, welche am 2. November gefeiert wird. Der Tag der Toten, auf Spanisch „Dia de los Muertos“ wird auch in Europa immer populärer. Dieses Motto griff die Hirschhorner Tanzgruppe „Rhythmix“ auf. Die Showtanzgruppe „Limited Edition“ präsentierte anschließend einen Querschnitt durch die Hits der 80er.

Angela suchte ihr „Herzblatt“: Die bekannte Kuppelshow fand ebenfalls ihren Niederschlag. Bürgermeister Sascha Weber, Kerwepfarrer Jens Gam und Fabio Amico (alias Erdogan, Putin und Trump) wetteiferten um die Gunst von Rike Laudenklos (Angela M.). Ein großer Lacher. „Ratz Fatz“ aus Ober-Schönmattenwag, schon jahrelang bei uns ein fester Bestandteil der Rosenmontagsitzung, nahm die Gäste zum Schluss mit auf eine Reise in die eigene Vergangenheit und zeigte, wie bei einer Tanzprobe in den 80ern alles begann.

Ein schallendes Helau bildete zwar den offiziellen Schlusspunkt, aber natürlich ging es an der Bar noch ewig weiter. Schluss war wie in den Jahrzehnten der CV-Kapital-Rosenmontagssitzung zuvor noch lange nicht: Erst in den frühen Morgenstunden gingen die letzten nach Hause.

Mitwirkende Rosenmontagssitzung 2019 CV Kapital

Geschichten aus den 80er Jahren: Dominik Beutel, Katharina Zink, Sebastian Siefert

Minigarde der Hirschhorner Ritter: Marlen Heiß, Katharina Konrad, Elisa Daume, Pauline Dinger, Larissa de Frenne, Johanna Schmitt, Trainerinnen Corinna Denner und Yasmin Feller

Büttenrede „Apolonia“: Tanja Kunkel

Power Generation: Lea Hildebrandt, Lena Hufler, Lena Guthier, Jelena Lukic, Dana Sattler, Agnes Fiederlein, Carla Wilhelm, Fabienne Fröhsinger, Kerstin Unrath, Lea Stadler, Lisa Kurtz, Manuela Weber, Francessca Rösch, Fabienne Rösch, Katharina Mages, Mona Jäger, Verena Bär, Amelie Schwöbel, Trainerin Janina Sattler

Minis CV Kapital: Fiona Ehret, Amelie Walter, Lea-Marie Sauer, Giulia Tavaglione, Marie Gerlitschka, Fabienne Schmitt, Aurelia Bogs, Lea Kasper, Nala Pohl, Lina Walter, Trainerinnen Michaela Noe und Luzia Siefert

Junge Garde CV Kapital: Lea Spreng, Franziska Waldhauser, Celine Walter, Sophia Köbler, Marie Gerlitschka, Lina Falter, Trainerinnen Carolin Schäfer, Anna Becker, Katharina Zink

Garde CV Kapital: Anna Becker, Carolin Schäfer, Amelie Capuani, Nina Vogel, Katharina Zink, Trainerinnen Carolin Schäfer, Anna Becker, Katharina Zink

Tanzstudio „Phantasie“: Lara Gremmel, Valentina Tan, Alexander Stresler, Alisa Behnke, Ida Steinmann, Mija Schmitt, Ellen Sihmann, Chiara Schifano, Lilli Schmitt, Nelly Fiedler

Solistenblock Hirschhorner Ritter: Johanna Schmitt, Kiara Albert, Melina Fuchs, Melina Ganz, Naomi Kunkel, Laura Berisha, Trainerinnen Yasmin Feller, Samira Laick, Lea Holzschuh und Svenja Mayer

Büttenrede „Hengst aus Löhrbach“: Matheus da Silva

Next Generation: Franziska Waldhauser, Celine Walter, Sophia Köbler, Lea Spreng, Lina Falter, Svenja Ballmann, Trainerinnen Carolin Schäfer, Anna Becker, Katharina Zink

Frau Rauscher aus der Klappergasse: Michaela Noe, Luzia Siefert

Rhythmix: Lisa Eichler, Julia Schindele, Madeleine Schmidt, Julia Seibel, Katrin Golek, Katrin Eck, Patrick Kwiska, Laura Eck, Veronika Daum, Corinna Lauer, Michelle Grad, Nina Bundai, Katja Bauer, Trainerinnen Katja Bauer, Corinna Denner

Limited Edition: Amelie Capuani, Anna Becker, Nina Vogel, Emily Uhrig, Meike Bihn, Carolin Schäfer, Katharina Zink, Sarah Sauer, Diana Walter, Nadine Koudele, Julia Koudele, Trainerinnen Carolin Schäfer, Anna Becker, Katharina Zink

Ratz Fatz: Martina Uhrig, Alina Uhrig, Petra Stay, Ina Keil, Andrea Ballmann, Jutta Schmitt, Sandra Klos, Heike Wetter, Trainerin Anika Klos

Moderation: Sebastian Siefert

Technik: Manuel Ritter

Helfer hinter der Bühne: Werner Weihrauch und Katharina Zink

Ratten fressen in der Grundschule Schimmeldewog Abwasserleitungen durch

Die Ratten sind schuld: An der Grundschule müssen bis zum Frühsommer umfangreiche Sanierungsarbeiten stattfinden, da mehrere Leitungen im Sanitärbereich zerfressen wurden. „Der Schulbetrieb ist nicht gefährdet“, teilte die Pressestelle des Landratsamts auf Anfrage mit. Derzeit gibt es eine Interimslösung durch einen Toilettencontainer auf dem Schulhof. Quasi eine Wiederholung des Zustands während der Renovierung vor acht Jahren, als die Schüler ebenfalls aufs WC-Häuschen auf den Schulhof gehen mussten, wenn sie mal mussten.

An der Grundschule Schimmeldewog müssen im Erdgeschoss des Neubaus umfangreiche Sanierungsarbeiten am Boden und an Teilflächen der Trockenbauwände durchgeführt werden, so die Auskunft des Kreises. „Ursache hierfür sind mehrere defekte Abwasserleitungen im Bereich der WC-Anlagen, die von Ratten durchgefressen wurden.“ Durch die Löcher in den Leitungen sickerte über mehrere Jahre unbemerkt Fäkalwasser in den Estrich. Durch die Feuchtigkeit im Estrich sei dann eine Heizungsleitung im Boden korrodiert und gerissen. Dadurch wiederum kam noch mehr Wasser in den Estrich, wodurch auch die angrenzenden Räume betroffen sind.

Bemerkt wurde der Schaden laut Kreis-Pressestelle im Dezember 2018, als man einen hohen Verlust im Heizungssystem feststellte und gleichzeitig an den Trockenbauwänden feuchte Stellen mit Schimmelbefall sichtbar wurden. Die WC-Anlagen wurden daraufhin umgehend geschlossen. Im Schulhof wurde ein Toilettencontainer aufgestellt. Die Sanierungsarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Schulleitung. „Dem Kreis Bergstraße wird durch diesen Vorfall kein finanzieller Schaden entstehen“, heißt es.

Die Gebäudeversicherung komme für die Schäden auf. Deshalb kann laut der stellvertretenden Pressesprecherin Cornelia von Poser die Schadenshöhe seitens des Kreises auch nicht beziffert werden, da die Abwicklung der Schadensbeseitigung „komplett von der Versicherung übernommen wird“. Dem Kreis-Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft obliege lediglich die Bauüberwachung.

Erneuert werden müssen ihren Angaben zufolge etwa 200 Quadratmeter Estrich mit Belag aus Fliesen oder Linoleum, zirka 80 qm Trockenbauwände mit Belag aus Fliesen oder Tapeten, 15 Meter        Abwasser- und 40 Meter Heizungsleitungen. Als Präventionsmaßnahme werden in die Grundleitungen so genannte Rattensperren eingebaut, teilte die Sprecherin weiter mit. Laut derzeitiger Planung sollten die betroffenen Räume Ende Mai wieder genutzt werden können.

Ab 2010 wurden Sanierung und Anbau der Grundschule geplant. Neue sanitäre Anlagen, Heizung, Elektroinstallationen, Rettungswege und Mehrzweckraum bildeten die Kernpunkte. In der heißen Phase der Bauphase war der Schulbetrieb ins Haus des Gastes ausgelagert. Im Dezember 2011 zurück im Gebäude, stand damals noch das Toilettenhäuschen auf dem Schulhof – weil noch nicht alles fertig war. Vor sieben Jahren gab es dann die Einweihung des renovierten Schulhauses.

Mit der Schimmeldewäer Theatergruppe geht’s nach Bora Bora

Die Theatergruppe Schönmattenwag legt wieder los. Am letzten Wochenende im März präsentiert sie im „Haus des Gastes“ dreimal die Kriminalkomödie „Wiedersehen auf Bora Bora“ von Claudia Gysel. In bewährter, langjähriger Zusammenarbeit mit den beiden Schimmeldewäer Gesangvereinen Harmonie Ober- und MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag wird am 29., 30. und 31. März den Besuchern wieder beste Unterhaltung geboten.

Zum Stück: Vor einem Jahr ist David Sommer, ein schwerreicher Architekt und Bauunternehmer, spurlos verschwunden. Es wird vermutet, dass er mit seinem Auto die kurvige Bergstraße zu schnell entlang fuhr und über den Rand hinaus stürzte – man hält ihn für tot. Seine Frau nimmt dies offenbar nicht so tragisch, schnell hat sie sich mit ihrem Witwen-Dasein abgefunden und genießt das Leben mit Partys und diversen Liebhabern.

Doch dann das: Am Todestag des Gatten wird sein Porsche auf dem Grund des Sees gefunden, aber keine Leiche. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Gleichzeitig mit dem Fund des Autos taucht das Gerücht auf, dass David quicklebendig auf Bora-Bora gesehen wurde. Dann kündigt sich dieser auch noch telefonisch selbst an. Schwester Meret, die ihn über alles liebte und immer noch Hoffnung hat, dass er lebt, kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Sein Geschäftspartner jedoch reagiert etwas seltsam, seine Frau wutentbrannt und ihr aktueller Liebhaber leicht hysterisch.

Regisseurin Renate Walter beruhigt alle Zuschauer, die den von der Truppe verbreiteten Nonsens in den bisherigen Aufführungen schätzen: „Es ist viel Witz im Krimi dabei“, hebt sie hervor. Außerdem sind im Skript „ein paar schräge Figuren enthalten“, die den Schimmeldewäer Akteuren viel Platz zur Selbstentfaltung geben. Etwa der auf seine Muckis fixierte Fitnesstrainer, der außer seiner Geldgier nicht viel in der Birne hat. Auf Sascha Oberle in dieser Rolle darf man sich schon freuen.

Jürgen Walter weiß von der Vielfältigkeit der Rollen in den diversen Aufführungen ein Lied zu singen. Jonathan, Petrus, Hausmeister und Geschäftsmann: Er hat sie schon alle durch. Sohn Timo weiß von der Vorfreude des Publikums auf die neuen Aufführungen. Er schätzt den lang anhaltenden Applaus, wenn das Stück über die Bühne gegangen ist. Das unterstreicht auch Oberle: „Die Vorbereitung ist sehr zeitaufwändig, aber nach den Aufführungen wird man dafür entschädigt.“ Karin Mottl vergleicht die Proben mit einem Sportler, der sich auf die große Meisterschaft vorbereitet.

Wer schon einmal die Aufführungen der Theatergruppe Schönmattenwag besucht hat, weiß, dass passend zu dem unterhaltsamen Theaterspiel auch die kulinarische Versorgung keine Wünsche offen lässt. Dafür sorgen vor, während und nach den Vorstellungen die vielen Helfer der beiden Gesangvereine.

Info: Eintrittskarten sind im Vorverkauf ab Montag, 4. März, zu zehn Euro in Unter-Schönmattenwag bei Bäckerei Beutel und Metzgerei Dingeldein sowie bei Optik Gross in Wald-Michelbach und bei Renate Walter (Telefon 06207/7823) erhältlich. An der Abendkasse kosten sie elf Euro. Da es keine Sitzplatzreservierungen gibt, wird das „Haus des Gastes“ bereits 90 Minuten vor Aufführungsbeginn (18 Uhr) geöffnet. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

Singen ist beim Workshop des MGV Unter-Schönmattenwag „reine Frauensache“

„Reine Frauensache“ heißt ein Workshop am Samstag, 16. März, ab 13 Uhr mit dem bekannten Chorleiter Christoph Hassler. Als Nachklapp zum 20-jährigen Bestehen des Frauenchors im MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag richten die Sängerinnen diese Veranstaltung aus. Sie ist aber offen für alle interessierten Frauen, auch von anderen Chören der Region. Ort ist das Sängerheim in Unter-Schönmattenwag.  Ein gemütliches Beisammensein schließt sich an.

Christoph Haßler begann seine musikalische Laufbahn im Südwestpfälzer Kinderchor Münchweiler an der Rodalb. Neben seinem Beruf als Musiklehrer und Fachleiter für Musik am Staatlichen Studienseminar in Kaiserslautern ist er Chorleiter des Kinderchors und des von ihm gegründeten Frauenchors „ex-semble“.

Mit beiden Chören errang er mehrere erste Preise, so etwa in Riva del Garda, Lindenholzhausen oder beim Landes- und Deutschen Chorwettbewerb. Mit seinem Frauenchor erlangte Christoph Haßler einen zweiten Preis beim internationalen Kammerchorwettbewerb in Marktoberdorf. Bei nationalen und internationalen Chorfestivals und Wettbewerben ist er mit seinen Ensembles ein gern gesehener Gast.

Mit „ex-semble“ hat Christoph Haßler diverse CDs produziert und bei vielen Hörfunk- und Fernsehproduktionen mitgewirkt. Er erhielt mehrere Dirigentenpreise und Stipendien und wurde für seine hervorragenden künstlerischen Leistungen und seine Chorarbeit mit dem Titel „Chordirektor ADCW ausgezeichnet. Haßler wird bei vielen Festivals und Chorwettbewerben gerne als Juror, Workshopleiter und Gastdirigent eingeladen.

Entscheidende musikalische Impulse erhält er auch als Mitglied renommierter Chöre, wie zum Beispiel als Sänger der Gächinger Kantorei unter Leitung von Prof. Helmuth Rilling. Mit diesem Ensemble wirkte der Dirigent bei zahlreichen Rundfunk-, CD- und TV-Produktionen mit. Konzerte führten ihn in zahlreiche namhafte europäische Musikzentren, nach Israel, Süd- und Nordamerika.

Info: Workshop „Reine Frauensache“ des MGV Sängerbund am Samstag, 16. März, 13 bis 18 Uhr, Sängerheim Unter-Schönmattenwag, Anmeldung bis zum 9. März unter Telefon 0172/9060053

 

Aus zwei Feuerwehrvereinen wird einer für ganz Schönmattenwag

Aus zwei wird eins: Die Einsatzabteilungen haben bereits vor drei Jahren den ersten Schritt gemacht, jetzt wollen die beiden Feuerwehrvereine nachziehen. Ober- und Unter-Schönmattenwag werden allerdings nicht fusionieren, sondern es entsteht bei Zustimmung der Mitglieder ein komplett neuer Verein. Startschuss für das Zusammengehen ist auf der Jahreshauptversammlung, die am 9. März im Haus des Gastes stattfindet.

Der Vorsitzende aus „Unter“, Ralf Scheib, und sein Kollege aus „Ober“ Jürgen Walter, erläuterten jetzt vorab das etwas komplizierte Prozedere, an dessen Ende die endgültige Feuerwehreinheit beider Schönmattenwags stehen soll. Von den über 300 Mitgliedern aus beiden Orten werden um die 100 an diesem Tag erwartet. Da aber die Auflösung in einer ersten Versammlung von vier Fünfteln der Mitglieder beschlossen werden muss, ist eine weitere Zusammenkunft Anfang Mai sehr wahrscheinlich. Dort wird dann die Auflösung einziger Tagesordnungspunkt sein.

Scheib und Walter sehen diesen zeitlichen Puffer aber sowieso als sinnvoll an, weil dann der neue Verein (der auf jeden Fall am 9. März gegründet werden soll), bereits eine gewisse Vorlaufzeit hat und die Regularien bereits in die Wege geleitet sind. Schon im vergangenen Jahr kündigte man das Zusammengehen an und bereitete damit den Weg für das aktuelle Vorgehen. Seitdem „haben wir von den Mitgliedern keine Vorbehalte gehört“, so Walter.

Er weiß aber, dass vielen aus Ober-Schönmattenwag das dortige Feuerwehrhaus am Herzen liegt, da sie entweder noch am Bau mitwirkten oder bei der Renovierung mit anpackten. Walter betont, dass das Gebäude auf jeden Fall noch genutzt wird, bis in etwa zwei Jahren die Erweiterungsarbeiten am Haus des Gastes abgeschlossen sind. Erst danach wird über seine weitere Nutzung entschieden.

In den vergangenen drei Jahren „hat sich gezeigt, dass ein gemeinsamer Verein viel einfacher zu händeln ist“, hebt Ralf Scheib hervor. Vorteile: Es entfällt die Aufteilung von Einnahmen und Ausgaben oder die Einsatzabteilung hat nur noch einen Ansprechpartner für ihre Anliegen. Beiträge und Satzungen wurden sowieso bereits angeglichen.

„Jetzt haben wir einen Plan im Kopf, wie alles ablaufen soll“, erläutert der Vorsitzende aus „Unter“. Der Rechtsberater des Landesfeuerwehrverbands empfahl demnach keine Fusion, sondern die Auflösung beider Vereine und die Neugründung. Das habe den Vorteil, dass es keinen Rechtsnachfolger gibt. Die Feuerwehr Schönmattenwag soll dann als eingetragener, gemeinnütziger Verein firmieren.

„Wir müssen es formal machen“, sagt Scheib. Deshalb wird nach Auflösung erst das Vermögen beider Organisation an die Gemeinde überwiesen, die es dann postwendend wieder dem neuen Verein gutschreiben lässt. Wie Walter ergänzt, haben sich die bisherigen Vorstandsmitglieder aus beiden Vereinen bereits bereit erklärt, weiter mitzuwirken. Denn ihm ist klar: „Der neue Verein muss von den Mitgliedern getragen werden.“

Während Ehrungen und Beförderungen in der Einsatzabteilung sowieso über die Gemeinde laufen, sollen die bisherigen Mitgliedschaftsjahre übernommen werden, sodass keiner quasi „bei null anfängt“. Eigentlich müssten an diesem Termin auch ein paar Vorstandsmitglieder aus „Unter“ gewählt werden, aber die bisherigen haben für den Fall der Fälle bereits ihre Bereitschaft signalisiert, das Amt kommissarisch weiterzuführen, so Walter.

Die Neugründung bringt einen erheblichen organisatorischen Aufwand mit sich. Denn aus Datenschutzgründen muss jedes bisherige Mitglied eine neue Beitrittserklärung ausfüllen. „Eine Übernahme ist nicht möglich“, betont Scheib. Bei den Besuchern der Versammlung ist diese Abfrage kein Problem. Um die anderen zu erreichen, werden die Feuerwehrleute wohl „Klinken putzen“ oder alles per Post verschicken. Er befürchtet, dass es keinen 100-prozentigen Rücklauf geben wird, hofft allerdings auf ein paar neue Gesichter im neuen Verein.

Denn die Feuerwehr erfüllt ja nicht nur ihre ursächliche Aufgabe der Brandbekämpfung, sondern ist auch Träger des gesellschaftlichen Lebens in den beiden Ortsteilen. Beispiele sind die Mitwirkung an Kerwe, Weihnachtsmarkt, Herbstfest oder Backtagen. Beide Vorsitzende versichern, dass die Aktivitäten bestehen bleiben. Und ganz wichtig: „Die Beiträge bleiben gleich.“

Bereits im Winter 2016/17 starteten die Umbauarbeiten im Haus des Gastes. Bisher investierten die Brandschützer weit über 1000 ehrenamtliche Stunden, nicht zuletzt auch um die Gemeinde zu entlasten. Die seitherige Kegelbahn wurde zum Vereinslager umgebaut. Davor entstand ein großzügiger Versammlungsraum. Sanitärräume sowie Küche wurden erweitert und erneuert. Der Schulungsraum findet ebenfalls in diesem Bereich übergangsweise seinen Platz, bis er dann in den Anbau umziehen soll und die neu geschaffenen Räume komplett für die Vereinsarbeit zur Verfügung stehen.

Info: Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehrvereine aus Ober- und Unter-Schönmattenwag am Samstag, 9. März, 19.30 Uhr, im Haus des Gastes. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Auflösung der beiden Vereine. Anschließend, 21 Uhr, Versammlung zur Gründung eines neuen Feuerwehrvereins.

Blasmusik Schimmeldewog: musikalische Ausrichtung angesprochen

Die Gründung einer Jugendband und die musikalische Ausrichtung der Blasmusik Schimmeldewog beschäftigten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrheim. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans Vogel folgte der Bericht von Schriftführer Dr. Albrecht Bärenz über die Aktivitäten in 2018. Es gab insgesamt 22 musikalische Einsätze, die meisten periodisch wiederkehrende Veranstaltungen, berichtete dieser. Neu war die Mitwirkung am Weihnachtsmarkt in Unter-Schönmattenwag.

Kassenwart Norbert Walter hob neben den Einnahmen durch Auftritte, Mitgliederbeiträge und Spenden das finanzielle Ergebnis des „Backens um die Kirche“ Ende Dezember positiv hervor. Außergewöhnliche Ausgaben ergaben sich seinen Worten zufolge im vergangenen Jahr nicht. Die Überprüfung durch die Kassenprüfer Heiko Walter und Matthias Sauer ergab keine Beanstandung. Sauer schlug die Entlastung des Vorstandes vor, welche die Versammlung einstimmig erteilte. Beide Revisoren amtieren 2019 weiter.

Matthias Staat stellte sich bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden nicht gleich wieder zur Verfügung. Er fragte zuerst nach Alternativen. Staat beklagte die „Gesamtstimmung im Verein“. Seit Jahren vermisse er die Gemeinschaft außerhalb der Proben und Auftritte. Er betonte jedoch, dass sich dies weniger auf einzelne Personen oder die aktuell Anwesenden beziehe. Um die Arbeit als solches gehe es ihm nicht.

Auf der Versammlung zeigte sich unter den Anwesenden kein Interessent für das Amt. Es wurde deutlich und verschiedentlich geäußert, dass man sich den Verein ohne die Arbeit des langjährigen zweiten Vorsitzenden nicht vorstellen könne. Schließlich vereinbarte die Versammlung, die Wiederwahl von Matthias Staat zunächst auf ein Jahr zu beschränken, was auch seinem Wunsch entsprach. Er wurde einstimmig gewählt. Wie auch Schriftführer Dr. Albrecht Bärenz und die bisherige Beisitzerin der passiven Mitglieder, Thekla Vogel.

Vorsitzender Hans Vogel erwähnte in seinem Rückblick, dass es bei der Kerwe noch Klärungsbedarf gebe. Eventuell wolle sich ein Kerweverein gründen. Die Mitwirkung der Blasmusik an Organisation und Durchführung geschehe nicht als Gesamtverein, sondern durch einzelne Personen, hob er hervor. „Selbstverständlich ist für uns weiterhin die Mitwirkung als Musikverein im Kerweprogramm“, betonte Vogel. Aus der Versammlung wurde die Frage nach einem Tagesausflug gestellt. Dies wollte er angehen, wenn die restlichen Termine für 2019 bekannt sind. Ebenso kam die Anregung, ob man das gemeinsame Grillen nicht wieder aufnehmen könne.

Aus den Reihen der Mitglieder wurde daneben eine Jugendband thematisiert. Eine solche hatte es nur kurz vor etwa acht bis zehn Jahren gegeben. Dirigent Christian Schuppel äußerte ein großes Interesse daran. In der Vergangenheit hatte es meistens nicht geklappt, dass die Kinder von aktiven Musikern zur musikalischen Mitarbeit motiviert werden konnten. Es gab wenig konkrete Ideen, wie das Nachwuchsproblem gelöst werden könnte. Schließlich wurde als Termin für ein gemeinsames Brainstorming der Sonntag, 10. März, 17 Uhr, im Pfarrheim vereinbart.

Der Dirigent sprach abschließend noch die stilistische Ausrichtung des Orchesters an. Das hat sich unter seinem Dirigat fast ausschließlich auf konzertante Blasmusik-Literatur konzentriert. Schuppel wies darauf hin, dass er dies zu Beginn seiner Tätigkeit angekündigt habe. Diese Ausrichtung wolle er beibehalten. Die bisherigen Konzerte in dieser Form waren seinen Worten zufolge erfolgreich.

Vereinzelt hatte es Kritik aus den Reihen der Musiker gegeben, dass andere Musikstile zu kurz kämen. So sei gerade der Swing früher ein Alleinstellungsmerkmal der Kapelle gewesen. Eine gewisse stilistische Vielfalt sei auch für die Mehrzahl der Veranstaltungen notwendig, die meistens keinen eindeutig konzertanten Charakter hätten, hieß es. Letztlich gab es eher eine Bestätigung für den derzeitigen musikalischen Kurs, da schließlich der Dirigent die stilistischen Vorgaben machen müsse.

Blasmusik-Termine 2019

  1. März: Luisenpark Mannheim
  2. April: Jahreskonzert
  3. Juni: Wachenburg Weinheim/Burschenschaften-Umzug
  4. Juni: Mitwirkung beim 90-jährigen Bestehen des Posaunenchors Wald-Michelbach
  5. Juni: Mitwirkung an der Fronleichnams-Prozession angedacht

Unklar ist noch, ob das Konzert am 30. Mai im Herzogenriedpark Mannheim zustande kommt.