Dem Kerweparre läutet die Glocke höllisch laut

In Zukunft weiß der Kerweparre, was ihm die Glocke geschlagen hat. Nämlich „Hells Bells“ von AC/DC. Was aus einer Schnapsidee (im wahrsten Sinne des Wortes) entstand, war der große Hingucker bei der Kerweeröffnung in Unner-Schimmeldewog. Denn dort hängt jetzt neben der Bühne ein originalgetreues Exemplar einer Glocke, als ob man sie kurz vorher vom Kirchturm „geborgt“ hätte.

Seit Ende April hatte das Dreier-Glocken-Trio, Max Ballmann, Dominik Beutel und Jens Gam, im Geheimen an der Verwirklichung gewerkelt. Der Kerweparre, ein gelernter Werkzeugmacher, war in seinem Element. Das Objekt der Begierde wurde komplett als Schablone hergestellt. Das Epoxidharz wurde selbst lackiert, die Glasfasermatten auf die gebaute Form laminiert. Auch die Technik bauten die drei selbst ein.

„Die ganze Nacht hat’s gebimmelt“, weiß Gam um die große Resonanz auf die Konstruktion. Am gestrigen Sonntag kam die Glocke wieder zum Einsatz. Denn der Kerweparre marschierte sowieso bisher zum AC/DC-Song ein, was durch die Glocke eine ganz andere Dimension bekommt. Das Kerwezelt war am Eröffnungsabend gerammelt voll, bis 3 Uhr nachts spielte die Musik von DJ Minimi. Und auch dann wollten viele noch nicht nach Hause.

„Stück für Stück haben wir uns das Ding zusammengedacht“, erläutert Gam. „Heute muss die Glocke werden, frisch, Gesellen, seid zur Hand“, spornte er die Mitdenker an. Beim Hauptbastler Dominik Beutel, gelernter Schreiner, stieß er damit auf offene Ohren. Es war dann schnell klar, dass für den guten Ton die bisherige Einmarschmusik verwendet werden sollte.

Jens Gam war zeigte sich glücklich über die „tolle Resonanz“ auf die viele Arbeit. „Wir haben nachts bis in die Puppen bearbeitet“, schildert er das Glockenwerden. Denn: „Von der Stirne heiß, Rinnen muss der Schweiß, Soll das Werk den Meister loben“, wusste schon Schiller.

Bereits zur Eröffnung der in diesem Jahr vom FC Odin veranstalteten Kerwe war es gerammelt voll im Festzelt. „Das war hervorragend“, freute sich FC-Vorsitzender Bernd Egner. Zusammen mit der Blasmusik Schimmeldewog, Bürgermeister Dr. Sascha Weber und den verschiedenen Kerwegruppierungen, insgesamt fast 100 Köpfe zählend, wurde das Freibier angezapft.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung hatten Kerweparre und Kerwejugend nicht nur Unter-, sondern auch Ober-Schönmattenwag unsicher gemacht. Dort sah es im Hochsommer aus wie nach heftigem Schneefall, da die wilde Horde mit einem Laubbläser mehrere Kilo Konfetti verteilt hatte. „Es war zwar keiner auf der Straße, aber laut genug waren wir“, grinste ein Mitglied des Teams. Vielleicht war ja auch deshalb keiner auf der Straße?…

Um sich dann für die weitere Tour zu regenerieren, gab’s einen Verpflegungstopp an der Kerwepfarrer-Homebase in Korsika. Die Musikauswahl auf dem Anhänger bot wirklich für alle was: Von „Paradiese City“ bis „Cordula Grün“ schallte Partymusik für jeden Geschmack laut durch die Boxen.

Dass sich so viele Jugendliche für die alte Tradition engagieren, hat für Jans Gam nicht nur was mit Party zu tun. „Die wissen, worum es geht“, meint er, nämlich die Kerwe als Bestandteil des Ortslebens hochzuhalten. Für ihn das beste Beispiel für den Einsatz: „Noch am Morgen haben vier Kumpels in der prallen Sonne das Unkraut vom Kerweplatz weggerechelt.“

Auch wenn es am Samstagnachmittag drückend heiß war, ließen sich die Besucher nicht davon abschrecken. Der FCO organisierte, wie es sich als Fußballverein gehört, eine Ball-lastige Kinderbespaßung. Dazu zählten Bubble Soccer, Fußballparcours und Torwandschießen. Die Kerwejugend verkaufte Spiralkartoffeln an die Kids. Außerdem gab es eine Buttonmaschine, bei der jeder seinen ganz eigenen, selbstgravierten Button erstellen konnte. „Für die Bullenhitze war es gut besucht“, freute sich Gam. Im Zelt herrschte durchgehend Betrieb.

Die Kerwejugend hatte zuvor den Lauf des Ulfenbachs auf einer Strecke von mehreren hundert Metern freigemacht, sodass den Enten bei ihrem Rennen keine Hindernisse im Weg lagen. „Alle verkauft“, lautete kurz vor dem Start die Meldung. Aus einem Kübel wurden die Exemplare in den Bach gekippt und mussten sich dann ihren Weg von einer kleinen Brücke oberhalb des Festzeltes bis zu diesem suchen. Ein Trichter diente als Ziel, sodass es keine Unklarheiten über den Sieger geben konnte.

Und wieder volles Zelt am Abend bei der Partyband „Thousand Years Later“ (TYL). Auch hier galt: Es war eine große Fete von Anfang an. Es wurde viel getanzt und gefeiert. Denn Band weiß ihren Heimvorteil immer auszunutzen. TYL, bestehend aus Katharina Zink, Timo und Tobias Walter (alle Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass), Sven Dörsam (Gitarre) und Benedikt Staat (Drums), begeisterte das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm bis in den frühen Morgen.

Die Band machte um 2.30 Uhr Schluss, was aber noch lange nicht das Ende der Party bedeutete. Erst als es schon hell wurde, gingen die letzten Feierwütigen nach Hause. Die musikalische Bandbreite der 55 Songs reichte von aktuellen Hits aus Rock und Pop über deutsche Schlager bis hin zu Klassikern.

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Chako Habekost sucht den „Edle Wilde“ im Überwald

Im vergangenen Jahr ließ Comedian Bodo Bach die Peter-Heckmann-Halle vor Lachen erbeben. Jetzt hat der Förderverein des SVA Affolterbach einen neuen Coup gelandet und holt Kabarettist Christian „Chako“ Habekost in den Überwald. Der gastiert am Samstag, 9., November, um 20 Uhr mit seinem Programm „De Edle Wilde“ beim Kabarettabend des SVA. Der Kartenvorverkauf läuft.

Seit Oktober präsentiert Habekost sein neues Programm. Es ist ein weiteres Highlight seiner beeindruckenden Reihe von Erfolgsprogrammen nach „Der Palatinator“, dem Best-Of „HabeKostbarkeiten – ‚s Beschde vum Beschde“ sowie der Weihnachtstrilogie. Mit „De Edle Wilde“ schafft Chako eine Comedy-Safari für Urlaubsweltmeister – natürlich wie immer: uff pälzisch.

In seiner neuen Show macht er sein Publikum kurzerhand zur Reisegruppe und sich selbst zum Tourguide und Safari-Ranger. Ab geht’s also in den Busch der Pointen und Lachsalven, ins Unterholz der kulturellen Vorurteile und nationalen Stereotypen. Eine Comedy-Safari auf der Suche nach dem Edlen Wilden, der überall sein kann: an der Copacabana und im Wasgau, in Laos und Ludwigshafen-Oppau, im Dschungel und im Wedding, im Urwald und im Pfälzerwald.

Der Edle Wilde – das ist das Ideal des von Natur aus guten Menschen, der von den Zwängen der Globa-lall-isierung und des Mainstreams unverdorben in der freien Natur lebt. Er verkörpert den reinen menschlichen Geist und seine positiven Eigenschaften. Dass die Suche nach dieser besonderen Art von Mensch zwangsläufig in der Pfalz und ihren angrenzenden Gebieten enden muss, überrascht keinen, der Chako kennt.

Auf diesem lustigen Safari-Trip in multikulturelle Jagd- und Abgründe entlässt Christian Habekost sein schauspielerisches Talent in die freie Wildbahn: Er schlüpft in zahlreiche Rollen, die man von eigenen Urlaubserfahrungen kennt: Motzer, Schnäppchenjäger, Gefahrensucher, Body-Protzer, Liegestuhl-Reservierer, Studiosus-Besserwisser und All-inclusive-Plastikbändchen-Sammler. Aber natürlich kommt auch der „Frieher hot’s des net gewwe“-Seniorenheld zu Wort.

 

Info: Karten im Vorverkauf gibt es bei der BFT-Tankstelle Rösch in Affolterbach zu 23 Euro und bei Eventim (mit Gebühren).

Viele Projekte an der Adam-Karrillon-Schule begleitet

Nicht nur die Viertklässler wurden kurz vor Schuljahresende an der Adam-Karrillon-Schule (AKS) verabschiedet, sondern auch die „Schulbücherei-Eltern“ und mit Angelika Schwabedissen die langjährige Vorsitzende des Schulförderkreises. Zu ihrem Nachfolger war kürzlich auf der Mitgliederversammlung Eric Dolle gewählt worden.

Verschiedene Darbietungen der Abgänger-Klassen rundeten zusammen mit einer Aufführung der Tanz-AG der Viertklässlerinnen von Stephanie Schmitt den Vormittag ab. Die Klasse 4a von Katrin Temper führte „Sowieso“ von Mark Forster auf, die 4b von Beate Lammer das selbst gedichtete Lied „Bester Sommer“ und die 4c von Irina Burger „Es wird Zeit zu gehen“ von Unheilig.

Schwabedissen, die neun Jahre im Amt war, betonte, dass der Schulförderkreis für die Grundschule „und damit für unsere Kinder sehr wichtig ist“. Er hilft bei der Finanzierung von allen Aktivitäten und Belangen, die das normale Schulbudget übersteigen oder durch dieses nicht abgedeckt werden. Der Verein sorgt auch dafür, dass etwa die Schülerbücherei jedes Jahr neue und aktuelle Bücher anschaffen kann oder dass die Spielekisten in den Klassenzimmern aufgefüllt sowie neu bestückt werden können.

Viele Kleinigkeiten kommen zusammen, „die sich die Schule sonst nicht leisten könnte“. Aber auch große Projekte werden vom Schulförderkreis getragen. 2017 wurde der kleine Schulhof mit drei neuen Spielgeräten ausgestattet, die komplett durch den Verein finanziert wurden. Das große Zirkus-Projekt, das nach 2013 im April 2018 bereits das zweite Mal stattfand, wurde durch ihn mitgetragen. Diese drei Maßnahmen bezeichnete Schwabedissen im Rückblick als „Highlights“ während ihrer Amtszeit.

Auf der Feier wurden die Eltern, die in der Schülerbücherei mithalfen und deren Kinder an die weiterführende Schule wechseln, verabschiedet. Schulleiterin Corinna Morper dankte ihnen mit einem Buchgutschein. Verabschiedet wurden in diesem Jahr Anja Schwebel, Silke Kraft und Ursula Mück

Einen großen Sommerblumenstrauß gab es von Morper für Angelika Schwabedissen. Sie würdigte deren langjährigen Einsatz als Vorsitzende und dankte für die ganzen organisatorischen Angelegenheiten und vielen Aktionen. Morper erwähnte besonders das erste große Zirkusprojekt, das Schwabedissen federführend begleitet und in das sie viel Herzblut steckte.

Weihnachtsmarktstand, Hilfe bei Schulfesten und vieles andere wurde organisiert, vieles auch, was gar nicht immer sichtbar war, sagte die Schulleiterin. „Für die Schule, auch für die Lehrkräfte, aber vor allem für die Kinder ist der Schulförderkreis von großer Bedeutung. Vieles wäre ohne den Förderverein gar nicht möglich“, so Morper.

Anschließend wurde Eric Dolle als neuer Vorsitzender begrüßt und vorgestellt. „Ich finde es wichtig dass die Eltern wissen, dass vieles nur durch Unterstützung des Vereins möglich ist“, betonte er – wie etwa die Schulbücherei. „Ich engagiere mich, weil es mir wichtig ist, etwas zurückzugeben.“ Die Grundschule legt seinen Worten zufolge die Basis für das gesamte Schul- und auch Berufsleben, „wenn man da nicht unterstützt, wo denn bitte dann“?

Dolle will die gute Arbeit von Schwabedissen fortsetzen. Darüber hinaus wünscht er sich die zahlreiche Unterstützung der Eltern und eine gute Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrern. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir für unsere Kinder viel bewegen“, hob er hervor.

„Ich wünsche euch, dass ihr eure Freundschaften pflegt, dass ihr euch weiterhin versteht und, wenn ihr nicht auf die gleiche Schule wechselt, dennoch Kontakt halten werdet“, sagte Morper zuvor an die Abgänger gerichtet. „Gleichzeitig ist es aber auch schön, zusätzliche neue Freundschaften entstehen zu lassen.“ Nicht immer war alles einfach, meinte sie, „meist aber doch vieles sehr schön und auch lustig“.

Sie wünschte den angehenden Fünftklässlern eine tolle Klassengemeinschaft, wie es sie bisher gab, auch an der weiterführenden Schule. „Angst solltet ihr nicht haben“, meinte sie. Denn Angst hilft nicht. Angst kann man haben, wenn man alleine ist. „Aber das seid ihr nicht. Ihr habt eure Eltern.“ Morper wünschten den Kindern auch Mut, sich etwas vorzunehmen, etwas erreichen zu wollen und den Mut, „euer Ziel niemals aus den Augen zu verlieren“.

Musik an einem lauen Sommerabend auf dem ÜWG-Schulhof

Es war eine super Idee, das zweite Sommerkonzert des Überwald-Gymnasiums an die frische Luft zu verlegen. Zwar war es Donnerstagabend nicht so heiß wie am Tag zuvor, aber die Veranstaltung wäre in der Aula trotzdem eine schweißtreibende Angelegenheit geworden. So machten es sich vielen hundert Besucher im Schulhof und auf den Steintreppen gemütlich, um an einem lauen Sommerabend der Musik von verschiedenen Gruppen zu lauschen.

Der locker bestuhle Hof zusammen mit den Steinstufen und der quasi darin integrierten Unterbodenheizung sowie die dahinter liegende Wiese in der milden Abendsonne zusammen mit einem angenehmen Lüftchen hatten eine ganz andere Atmosphäre als die enge Aula, in der die Gäste immer dicht an dicht sitzen und sich mehr oder weniger gegenseitig aufheizen. Alles fühlte sich entspannter an, auch wenn Musiklehrer Sebastian Schertel als Gesamtleiter mit Wind, Gegenlicht und der ungewohnten Situation unter freiem Himmel etwas haderte.

Dem Pädagogen ging es bei den Darbietungen seiner Bläserensembles darum, einen weiten Bogen von klassischen Stücken bis hin zu modernen Pop-Songs zu schlagen. „Ich will damit zeigen, wie breit wir aufgestellt sind“, verdeutlichte er. Bestes Beispiel: die Bläserklasse 8B als Opener. Die brachte erst Auszüge aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg zu Gehör, danach verschiedene Titelmelodien aus James-Bond-Filmen.

Tierisch wurde es bei der Gesangsklasse 5A. Mit „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ ging es tief ins Dschungelbuch, „Hakuna Matata“ brachte den König der Löwen ans Überwald-Gymnasium. Ähnlich bunt war auch die Songauswahl der 7A, die neben „My Music“ die schönsten Stücke aus der musikalischen Welt von Walt Disney darbot. Leiter sind Stefan Römer und Doris Steffan-Wagner.

Besondere Freude bereitet Schertel seine Bläserklasse 5B, die vor kurzem ein „Sehr gut“ vom „Aufwind“-Wettbewerb der Mannheimer Bläserphilharmonie mitbrachte. Sie begab sich „On Tour“ sowie auf eine Reise nach Dänemark, Bosnien-Herzegowina und Polen. „I want to hold your hand“ von den Beatles bildete einen vielbeklatschten Abschluss.

Stürmisch bei blauem, wolkenlosem Himmel wurde es mit der Bläserklasse 7C. Die spielte zuerst „The Tempest“, ehe dann Rauch über dem Wasser aufstieg. „Smoke on the Water“ ist ein 47 Jahre alter Klassiker von Deep Purple, der auch heute noch angesagt ist und mit Bravour gespielt wurde. Über die ÜWG-Big Band muss man nicht mehr viele Worte verlieren. „Dare to Dream“ und „Sing, Sing, Sing“ hießen die beiden Stücke des Vorzeigeorchesters.

„POE light“ nannte sich als Wortspiel die „höfliche“ (polite) Light-Version von Pub of Eire, der Folk-AG am ÜWG mit Thomas Braun am Gesang und Sören Lüdemann am Schlagzeug, Constantin Lammer (Bass), Laura Scholl (Gitarre) und Moritz Rech (Keyboards/Vocals). Es war mutig, sich an „The Show must go on“ von Queen mit Ausnahmesänger Freddie Mercury zu wagen. „Vollmond“ und „Ich will brennen“ hießen die weiteren Stücke.

Der „South State Saloon“ in der derselben Besetzung spielte nach „Wonderwall“ von Oasis eine Eigenkompostion von Moritz Rech, „Hope“. Stefan Römer leitete danach die Gesangsklasse 8A und den Mittelstufen-Chor bei „Wenn ich ein Vöglein“ wär, ehe Doris Steffan-Wagner bei „I will sing“ übernahm. Das kam ebenso wie „Alles nur geklaut“ von den Prinzen sehr ansprechend rüber.

„Für Elise“ hatte die Bläserklasse 9B zusammen mit „Slidin‘ & Glidin“ in petto, ehe es dann eng auf der Bühne wurde. Das Sinfonische Blasorchester des ÜWG, ebenfalls unter Leitung Schertels, musizierte „By Loch and Mountain“ und „The Magic of Harry Potter“. Den Abschluss machten noch einmal Gesangsklasse 8A und Mittelstufen-Chor. Lenas Song mit Frauenstimmen und „Nun zur Ruh“ mit einem Solo von Ariane Marquart und Leona Unrath an der Violine bildeten das „offizielle Ende“.

Mit der Big Band gab es nach dem Konzert noch ein wenig Clubatmosphäre. Das Ensemble spielte unter dem Vordach seine bekanntesten Stücke bis gegen 23 Uhr. Die noch gebliebenen etwa 50 Besucher „hatten richtig Spaß“, freute sich Schertel. Der lobte auch den Auftritt der jungen Musiker. Denn die Big Band „ist zurzeit extrem jung, irgendwas zwischen achte und neunte Klasse“.

„Richtig stolz“ zeigte er sich darüber, dass an diesem Tag ein Drittel der ganzen Schule auftrat. Mit denen vom Mittwoch quasi die Hälfte des ÜWG – also rund 300 Schüler. Auch die Tatsache, dass phasenweise alle Plätze besetzt waren, also 600 Zuschauer das Konzert verfolgten, „hat mich beeindruckt, es war ein tolles Bild“, meinte der Musiklehrer. Insgesamt war es ein gutes Gemeinschaftsprojekt dreier Musikkollegen, sagte er.

Die Gesamtleitung hatte Musiklehrer Sebastian Schertel zusammen mit seinen Kollegen Thomas Braun, Stefan Römer und Michael Teichert am Klavier. Von der Jugendmusikschule Weschnitztal-Überwald standen Alexander Kropp bei den Bläser- und Doris Steffan-Wagner bei dem Gesangsklassen auf dem Pult. Um die Technik kümmerten sich Thomas Braun und Sören Lüdemann mit ihrem Team.

Schertel bezeichnete das Konzert im Nachklapp als „insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung“. Die Entscheidung, es nach vielen Jahren im Innern Mal wieder nach draußen zu verlegen, war für ihn „absolut die richtige Entscheidung“. Die war zwar kurzfristig zwei Tage vorher angerannt, aber wurde mit vielen helfenden Händen umgesetzt. „Morgens haben wir hier 380 Stühle gestellt“, schildert der Pädagoge die Vorarbeiten zusammen mit der 9B. Später wurden noch die Steinstufen von Unkraut befreit. Der Förderverein und die Stufe Q2 übernahmen die Bewirtung.

ÜWG-Schüler boten einen heißen Musik-Mix

Das war eine heiße Vorstellung in der glühend-schwül-dampfenden Aula des Überwald-Gymnasiums am bisher wärmsten Tag des Jahres. Das erste Sommerkonzert des ÜWG trug seinen Namen zurecht: „Musik-Mix im Sommer“. Es stand unter der Leitung von Werner Marquard. Die Bläserklassen 6B, 7B, 10B, die Klasse 8D, der Musikkurs Q2, die Brass Stars, verschiedene Solisten und Gäste beteiligten sich an der über zweistündigen Aufführung, die wie immer viel Applaus einheimste.

Den Auftakt machten die „Brass Stars“. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Musikgruppe, in der nur Blechblasinstrumente gespielt werden – daher „Brass“, also Messing, die Legierung, aus denen diese hergestellt werden. Es sind Schüler aus den Bläserklassen 6, 7, 8 und 9, die laut Marquard „wie alle Kinder die Instrumente an unserer Schule gelernt haben“. Im Ensemble sind drei Tubisten, ein Tenorhornspieler, vier Posaunisten und fünf Trompeter aktiv.

Die Literatur ist unterschiedlich: Zum Sommerkonzert wurden Stücke aus dem Bereich Rock, Pop und Jazz gespielt: „Tijuana Taxi“, das bekannte „Music“ von John Miles und „Watermelon Man“ von Herbie Hancock. Zum Adventskonzert wiederum „suchen wir eher Stücke aus der Klassik aus“, erläuterte der Lehrer.

Die 8D „ist eine ganz normale Klasse“, schmunzelte Marquard, „deren Schüler sehr gerne singen“. Deshalb entschloss man sich, beim letztjährigen Adventskonzert und auch beim jetzigen Sommerkonzert gemeinsam mit dem Gitarre spielenden Klassenlehrer Martin Jonitz aufzutreten. Unterstützung gab es von Laura Scholl (Gitarre), Leo Pollit (E-Bass), Moritz Rech (Drums) und Volker Ader, einem ehemaligen ÜWG’ler, am Dudelsack. Geboten wurden „I am sailing“, „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und „Mull of Kintyre“ von Paul McCartney.

Die Bläserklasse 6B musiziert seit Oktober 2017 gemeinsam auf verschiedenen Holz- und Blechblasinstrumenten. In den eineinhalb Jahren haben die Musiker durch intensives Arbeiten große Fortschritte gemacht, „was man zweifellos an den drei ganz unterschiedlich strukturierten Stücken hören kann“, freute sich Marquard. Bei „Gathering in the Glen“ von Michael Sweeney wurden schottische Melodien von verschiedenen Instrumenten vorgestellt („Scotland The Brave“ Trompete, „Loch Lomond“ Flöte und Klarinette, „The Blue Bells of Scotland“ Saxophone und tiefes Blech).

Bei „Trombones on the Housetop“ handelte es sich um ein Dixieland-Stück, bei dem die Posaunisten ihre solistischen Fähigkeiten dem Publikum präsentierten. Beim ABBA-Medley „Mamma Mia“ zeigten die Schüler noch einmal zusammen ihr ganzes Können. Unterstützt wurde die Bläserklasse von Leonie Gräber, Lukas Lergenmüller, Moritz Schwager und Valentin Vögeler an den Perkussionsinstrumenten und Sören Lüdemann am Drum-Set.

Die folgende Pause hatten sich die Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula redlich verdient. Die Programmzettel waren zwischenzeitlich schon kurzerhand zum Luftzuwedeln umfunktioniert worden, was aber auch nur begrenzt half. Nach dem langen Warten auf die bestellten Pizzastücke ging es mit der Bläserklasse 7B in die zweite Hälfte, während draußen ganz, ganz langsam die Temperaturen sanken.

Die 7B wurde unterstützt von Lean Herzog an den Drums, Lisa Kohl und Lea Friebe an den Percussionsinstrumenten und Amelie Capuani an der Flöte. Zu Gehör kam die Titelmusik des Films „Jurassic Park“, ehe dann in einem Medley Elvis Presley, der King of Rock’n’Roll, mit „Jailhouse Rock“, „Love me tender“ und „Hound Dog“ zu seinem Recht kam. Die Popballade „Imagine“ von John Lennon bildete den vielbeklatschten Schluss.

Der Musikkurs Q2 steuerte zwei irische Balladen zum Konzert bei: „Carrickfergus“, gesungen von Moritz Rech, und „The Town I loved so well“, dargeboten von Ariana Marquard. In diesem Song wird die Geschichte der von britischen Truppen besetzten nordirischen Stadt Londonderry erzählt. Bei „Country Roads“ von John Denver und „Let the sunshine in“ aus dem Musical Hair war Stefan Köhler der Gesangssolist.

Die Bläserklasse 10B verabschiedete sich bei diesem Konzert mit drei mitreißenden Stücken: „Despacito“, der Filmmusik „Baby Elephant Walk“ von Henry Mancini und dem Hit „Africa“ von Toto. Begleitet wurde sie von Moritz Rech, Lukas Lergenmüller, Moritz Schwager und Valentin Vögeler an den Percussions, Leo Pollit am Bass und Sören Lüdemann am Schlagzeug. Krönender Abschluss war „Amazing Grace“.

Für das leibliche Wohl sorgten Schüler aus der Oberstufe. Die Begrüßung geschah durch die beiden Musikkursschüler Haris Durakovic und Joshua Bürner. Dankesworte sprach gegen Ende des Konzerts Schulleiterin Andrea Johannsen.

Zwischen den Ensembles musizieren jeweils verschiedene Solisten: Sophia Hötz, Hanna Brantsch, Beeke Falter, Leonie Gräber, Antonia Kurtz, Urda Richter, Johanna Henß und Rike Lautenklos spielten am Flügel bekannte Stücke des Komponisten Robert Schumann wie „Glückes genug“ oder „Träumerei“ aus dem Zyklus Kinderszenen.

Ein kleines Ensemble von Schülerinnen der Klasse 10B bot den Tango „La Cumparsita“. Jana Rolli und Emily Uhrig sangen, begleitet von Rike Lautenklos, das gefühlvolle Stück „The Rose“. Der Saxophonist Samuel Staat wurde bei seinen drei beeindruckenden Titeln „The Entertainer“, „Yakety Sax“ und „Wild cat blues“ von Leo Pollit am Kontrabass und Rike Lautenklos am Flügel begleitet.

Kerwepfarrer grub außer der Kerwe so einiges für die Rede aus

Die Kerweredd ist bei der Kirchweih in Owwer-Schimmeldewog immer gesetzt. Sonntagnachmittag ist die Jagdgenossenschaftshütte proppenvoll, wenn (seit 2014) Kerweparre Sascha Oberle ansetzt, die Verfehlungen seiner Mitmenschen in allen Details zur Freude der Besucher auszubreiten und dabei kein auch so nebensächliches Element auslässt. Der Bunte Abend, bei dem die verschiedenen Gruppen ihr Können zeigen, ist dann die Abrundung des Kerwe-Hochtags, der wie die anderen Tage auch zur absoluten Zufriedenheit des veranstaltenden Gesangvereins Harmonie verlief.

Die aus „Unner“ sollten dieses Jahr in der Kerweredd nicht vorkommen, erzählte Sascha Oberle. Wer’s glaubt… Doch dann leisteten sich die Intimfreunde, deren Kerwe am kommenden Wochenende stattfinden, einen gewaltigen Fauxpas, der die Aufmerksamkeit des Beobachters aus „Owwer“ auf sich zog. Denn ihrem Kerwezelt fehlen zwei Elemente, womit weniger Leute reinpassen. Leidtragender: Der FC Odin, der dieses Jahr die Kerwe ausrichtet.

„Der Odin muss des ganze dies Joahr halt ausbade, un dutt eventuell zu veel Leit fer zu wenisch Zelt erwarde.“ Die guten Nachbarn standen natürlich mit Rat und Tat zur Seite. „Ich mach net viel Worte, will gar net viel Saaache, vielleicht koann des Kerwekomitee mol schnell des Bauwerk hertraaache.“ Unter großen Gelächter wurde ein Mini-Zelt reingetragen, das für die Kollegen mindestens zwei bis drei Besucher mehr aufnehmen kann.

Das neue Fahrzeug der fusionierten Feuerwehr lässt gestandene Männer zu kleinen begeisterten Jungs werden, wusste der Kerweparre: „Ich wett, so mancher hat sein gsamte Jahresurlaub genumme, weil des LF 10 steht koa Minut, des dut Tag un Nacht brumme. Do wern noch enanner sämtliche Straßezüge abgefahrn, damit im Ernstfall alles leeft nach Plan.“

Alle waren dabei? Alle? Nein, einer nicht. Der bekam nämlich nie eine Alarmierung aufs Handy. Die Lösung des Problems fand der Sohnemann: „Der schüttelt bloß de Kopp, versteh oaner die Welt, Vadder doi Handyalarmierung is uff lautlos gstellt.“ Die Empfehlung: „Vielleicht kennt ehr jo des weiterhin uffs Handy schicke, un fer denn mal kurz uff de Sireneknopf dricke.“

Das Männerballett im Ort boomt, weiß Sascha Oberle, denn er durfte schon zwei Mal das Training leiten. Deshalb der Rat an die Ehefrauen: „Wenn in Zukunft eier Männer angeblich in Feuerwehr, Singstunn oder Fussball gehn, einfach nochmal in die Tasche sehn, wahrscheinlich sinn anstatt Noteblatt, Stolleschuh oder Stahlkappe, in de Dasch, nur Leggins, än Body un ä paar Doanzschlappe.“

Die folgende „Einzelbetrachtung“ der Schimmeldewäer Übeltäter wollte fast kein Enden nehmen, so viele Begebenheiten hatte das Kerwepfarrer-Redaktionsteam zusammengestellt. Kleine Tierchen an unzugänglichen Körperstellen, der Bauboom auf dem Lotzebuckel, Darmbewegungen eines Feuerwehrmannes, die Frau Hotzenplotz statt Hotz, weil die Worterkennung in WhatsApp spinnt, oder die gerissene Hose beim Mountainbiken: Es wurde viel gelacht, mal laut, mal leiser, während es die Betroffenen versuchten mit Humor zu nehmen.

Volles Programm am bunten Abend: Nach dem Tanz der Kerwekids, die zeigten, wie das Leben funktioniert, sang der Chor unter Leitung von Ria Günther drei lustige Lieder. Das traditionelle Shanty „The drunken Sailor“ von Robert Sund beleuchtete die Arbeitswelt der Matrosen auf hoher See. „Das Rendezvous“ von Oliver Gies erzählte von einem romantischen und heißen Date im wahrsten Sinne des Wortes. Im Popsong „So soll es bleiben“ ist Anette Humpe auf der Suche nach dem perfekten Moment, der keine Wünsche offenlässt.

Mit der Tanzgruppe Ratz Fatz ging es zuerst zurück in die 80er Jahre, ehe dann die Kerwejugend vor unkontrolliertem „Wildwechsel“ durch angetrunkene Anwohner der Odenwaldgemeinde auf der Landesstraße 3105 während der Kerwe warnte. So wie an Kerwe geht es auch auf einer Fastnachtssitzung sehr bunt und lustig zu, sagte Moderator Holger Groh zum nächsten Punkt. Mit Tanz, Gesang, Vorträgen und viel Tamtam wird das Leben gefeiert. „Die Kerweweiwer zeigen uns, wie’s geht.“

Neun Schimmeldewäer machten sich letztes Jahr auf den Weg zum Karneval nach Rio de Janeiro, wusste Groh. Sie waren so begeistert und fasziniert von Show, Musik und natürlich hübschen Frauen dass sie selbst Tanzstunden nahmen. Die ersten Auftritte brachten die Leute zum Ausflippen, meinte er schmunzelnd. Das Männerballett als deutsche „Zumba Nationalmannschaft“ heimste viel Applaus ein.

 

Kerwekids: Lotta Walter, Hannah Büttner, Nala Pohl, Ronja Dürr, Emilia Orner, Leandra Indinemao, Anni Buchloh, Celia Hartmann, Hannes Bernhard, Silas Hartmann und Paul Zimmermann, Leitung Hannah Klos

Ratz Fatz: Andrea Ballmann, Ina Keil, Sandra Klos, Jutta Schmidt, Petra Stay, Martina Uhrig und Heike Wetter, Choreografie Anika Klos.

Kerwejugend: Riva Jöst, Rike Lautenklos, Emily Uhrig, Lea Walter, Nico Wetter, Hannah Klos

Kerweweiwer: Stefanie Walter, Renate Walter, Karin Sauer, Ulrike Klos, Sandra Klos, Ramona Jöst, Christiane Hirsch und Andrea Ballmann

Männerballett: Heinz Ballmann, Sebastian Ebeling, Harald Falter, Christoph Klos, Michael Walter, Dieter Walter, Holger Wetter, Jörg Wetter und Max Wilhelm, Leitung Nadine Pohl

Kohlenmeiler brannte besser ab als vor zwei Jahren

Erschöpft, aber „total zufrieden“ sitzen die SG-Faustballer mit ihrem freiwilligen Helfer am Sonntagnachmittag um die Reste des Kohlenmeilers auf dem Schimmelberg herum. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes nur noch Asche übrig von der vielen Arbeit im Vorfeld. Eingeräuchert und eingestaubt, aber glücklich über das Geleistete, wird Bilanz gezogen. Und die ist erfreulich.

„Der Meiler ist besser abgebrannt als vor zwei Jahren“, meint Mark Norris. Insgesamt blieb weniger Holz über die vergangenen zehn Tage stehen. Die Aktiven freuten sich über das rege Interesse der Besucher. Die kamen sogar schon einen Tag vor Ausbau vorbei, weil die so gewonnene, gute Holzkohle lockte.

Aber die Köhler ließen sich nicht hetzen. 8 Uhr am Sonntagmorgen war es, als der erste Ring rausgezogen wurde. Um 11 Uhr war die Glut weg, sodass die Kohle gewonnen werden konnte. Am späten Nachmittag war man dann beim vierten Ring angekommen. Neben den Kohlenmeiler stapeln sich inzwischen die Säcke mit der eingetüteten Holzkohle, nachdem diese abgekühlt war und sich keine Glutnester mehr in ihr befanden. „Der Rest kommt auch noch weg“, weiß Norris um die gute Nachfrage.

Sowohl das Interesse der Besucher als auch deren Hilfsbereitschaft fielen ihm positiv auf. Manche packten spontan gleich mit an und holten sich gratis den schwarzen Überzug, den die Faustballer schon eine gute Woche mit sich herumtrugen. Norris weiß um die Nachfrage gerade in den Städten nach einer rauchfreien Kohle, die auf dem Balkon nicht die Nachbarn husten lässt. „Wir haben ein sehr sauberes Material“, betont er.

Die Kinder hatten ebenfalls ihren großen Spaß, die Eltern beim Säubern der schwarzen Exemplare danach nicht. Denn das „Drecksloch“, in das die abgetragene Erde entsorgte wurde, lud zum Spielen ein. „Die kommen wieder aus und sehen aus wie Köhler“, lachte Norris. Mehrere Kindergartengruppen schauten über die Tage auch vorbei, um sich mit dem alten Brauchtum vertraut zu machen.

Die bekamen von den veranstaltenden Faustballern einen Rundgang und Infos zu diesem früher im Odenwald weit verbreiteten Brauchtum. Außerdem gab es noch ein Stück original Schimmelberg-Holzkohle, das sie in Ehren hielten. Die „Werbung“ wirkte. „Viele kamen später noch einmal mit ihren Eltern zurück“, beobachtet Norris. Die Erzieherinnen waren begeistert über das hoch über Wald-Michelbach stattfindende Spektakel.

Gestern gingen die Aktiven daran, den Rest der Kohle auszubauen und dann „die Platte zu putzen“, damit für die kommenden zwei Jahre wieder alles so aussieht wie vorher. Es wird zwar für die Faustballer nicht einfacher, Leute zu finden, „die es machen“. Aber dieses Mal klappte es mit dem Einsatz von Vereinsmitgliedern und Freunden sehr gut.

„Das lässt darauf hoffen, dass der Kohlenmeiler in zwei Jahren wieder stattfinden wird“, zeigt sich Norris optimistisch. Der Generationswechsel von den Kohlenmännern der ersten Stunde zu den Nachfolgern klappte gut. Der Know-how-Transfer verlief reibungslos. „Wir hoffen, dass das Wissen nicht verloren geht“, sagt er.

Über die kompletten Tage hinweg „spielte das Wetter mit“, freut sich der SG-Mann. „Der Mittwoch war gigantisch“, es war laufend Betrieb. Aber auch der Dienstag lief sehr gut. Das schlechte Wetter am Samstag hielt die Hartgesottenen vom Besuch nicht ab. Ein paar kamen vorbei und blieben kurzerhand, als es nicht mehr aufhören wollte zu regnen.

Sowohl die Ortsbevölkerung als auch viele Auswärtige schauten auf dem Schimmelberg vorbei. Wanderer, Mountainbiker, Reitergruppen beobachtete Norris, für den der Kohlenmeiler zusammen mit seiner Frau Sandra quasi der Jahres-Survival-Urlaub im Wohnwagen ist. „Den stellen wir hier oben ab und genießen die Natur“, sagt er. „Es ist so unglaublich ruhig“, ergänzt eine mit einer feinen schwarzen Schicht überzogene Sandra Norris.