Dank für langjährigen Dienst: Wald-Michelbacher Feuerwehr ehrte beim Kameradschaftsabend einige Aktive

Punkt 21 Uhr begann nach dem gemeinsamen Abendessen der offizielle Teil des Kameradschaftsabends der Wald-Michelbacher Feuerwehr, in dem Ehrungen für langjährigen aktiven Dienst im Mittelpunkt standen. Die Feuerwehrkapelle sorgte für den musikalischen Auftakt. Gemeindebrandinspektor (GBI) Peter Capuani freute sich über die zahlreiche Teilnahme der Brandschützer und lobte in seiner kurzen Ansprache noch einmal die hervorragend gelungene Inspektionsübung des Nachmittags.

Capuani ließ die zurückliegenden Monate Revue passieren, beginnend mit dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus und die damit verbundenen Tätigkeiten sowie Ereignisse. Als Ehrengäste begrüßte der GBI Bürgermeister Dr. Sascha Weber sowie den Kreisbrandmeister und stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Sven Falter. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass der Bürgermeister auch seine Gattin Kathrin mitgebracht hatte. Dies zeige, dass es für ihn nicht nur um eine rein dienstliche Verpflichtung gehe, sondern sich die beiden auch für die Menschen in der Feuerwehr interessierten.

Kreisbrandmeister, Gemeindebrandinspektor und Bürgermeister nahmen dann gemeinsam die anstehenden Ehrungen vor. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Jens Löffler. Er trat 1992 in die Jugendfeuerwehr Löhrbach ein. 1995 verlegte er mit seinen Eltern den Wohnort nach Wald-Michelbach und ist seitdem dort Mitglied. Der Oberlöschmeister ist Gruppenführer und verantwortlicher Atemschutzgerätewart für die Gesamtgemeinde.

Oberfeuerwehrmann Christian Roth, ebenfalls mit dem silbernen Abzeichen geehrt, trat 1992 in die Jugendfeuerwehr Aschbach ein, war später Mitglied der dortigen Einsatzabteilung und ebenso als Vereinswirt tätig. Nach der Auflösung der Feuerwehr Aschbach wechselte er in die Wald-Michelbacher Einsatzabteilung. Auch im neuen Feuerwehrhaus unterstützt er tatkräftig den Wirtschaftsbetrieb.

Das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst bekam Roland Kreuzig. Er trat 1977 mit 14 Jahren in die Jugendfeuerwehr ein. Der Sohn des früheren Wehrführers und Ortsbrandmeisters Heinz Kreuzig war eine Säule der Wettkampfmannschaft in den 80er Jahren und erwarb 1988 das goldene Leistungsabzeichen. Daneben war der Löschmeister lange Jahre Gruppenführer und engagierte sich von 1991 bis 2001 als Rechner und Kassenwart auch im Vereinsvorstand.

Nicht nur der Kreisbrandmeister hatte stattliche Ehrungen dabei. Der Bürgermeister überreichte im Anschluss mehrere Anerkennungsprämien mit den besonderen Grüßen der Darmstädter Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (siehe unten). Nach dem offiziellen Teil, den wiederum die Feuerwehrkapelle beschloss, feierte man noch bis in die Nacht hinein. Dazwischen gab es mehrere vom Vergnügungsausschuss vorbereitete und sehr lustige Einlagen. Bei denen musste etwa der Bürgermeister im Maßkrugstemmen gegen den Gemeindebrandinspektor antreten. Er schlug sich dabei ebenso wacker wie beim anschließenden Austrinken.

Ehrungen: Zehn Jahre Saskia Kunkel, 20 Jahre Mirco Helfrich, Sven und Linda Wilhelm, 30 Jahre Ralf Weiß, 40 Jahre Thomas Johann (wurde bereits nach der Übung in Hartenrod überreicht)

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Odenwälder Schäfer feiern am 3. September das 25. Vereinsjubiläum

Der Schäferverein Odenwaldkreis feiert am Sonntag, 3. September, von 10 bis 18 Uhr sein 25. Vereinsjubiläum. Dies geschieht in Verbindung mit dem 25. Odenwälder Schäfertag im Erbacher Volksbank-Atrium. Die Odenwälder Schäfer haben ein großes Programm für die Besucher aus nah und fern zusammengestellt. Rund 70 Aussteller aus den Bereichen Landwirtschaft, Technik, Gastronomie, Kunsthandwerk sowie der Verarbeitung von Lamm- und Schaf-Produkten werden sich in einer Gewerbeschau präsentieren.

Auf die Veranstaltung freuen sich auch neun Vereinsmitglieder aus dem Kreis Bergstraße. Sie kommen aus dem Überwald, aus dem Weschnitztal, Gorxheimertal und Lautertal. Alle sind Hobby- bzw. Nebenerwerbsschäfer. Zu ihnen gehören unter anderem Andreas Weik aus Kreidach mit „Shropshire“, einer englischen Fleischschaf-Rasse zur Pflege von Weihnachtsbaumkulturen, oder Walter Pardonner aus Zotzenbach mit dem Merino-Landschaf, das sowohl Wolle als auch Fleisch gibt.

Bettina und Matthias Michel aus Aschbach haben 40 Tiere der englischen Suffolk-Fleischschaf-Rasse in Herdbuchzucht auf Wald-Michelbacher Flächen stehen, dazu zehn „Quessant“ (Zwergschafe, kleinste Rasse Europas) in Aschbach. Matthias Michel ist Schafhalter seit dem zehntem Lebensjahr und Herdbuchzüchter seit 2006. „Die Liebe zum Tier“ nennt er als Motivation, viel Freizeit mit den Schafen zu verbringen. „Es ist ein zeitaufwändiges Hobby, 365 Tage im Jahr die Tiere zu versorgen“, sagt er. Es macht ihm Freude, die Entwicklung vom Lamm zum ausgewachsenen Schaf verfolgen und Zuchtziele gerade in der Herdbuchzucht zu erreichen.

Die Beschäftigung mit den Suffolk- und Quessant-Schafen ist „für mich Ausgleich zum Job“, betont Michel. Außerdem bedeutet sie Bewegung in der freien Natur bei Wind und Wetter. Er hebt die Freude hervor, für die jüngere Generation einen vom Aussterben bedrohten Beruf zu erhalten. So waren in den vergangenen Jahren der evangelische Kindergarten, Klassen der Adam-Karrillon- und der Drachenschule zu Gast auf dem Hof, um beim Scheren der Schafe zuzusehen, frische Wolle zu fühlen, Lämmer zu streicheln sowie Flaschenlämmer zu füttern. „Wir freuen uns immer über interessierte Besucher bei unseren Schafen“, so Michel.

Nach alter Tradition wird das Jubiläumsfest der Odenwälder Schäfer am 3. September um 10 Uhr mit einem ökumenischen Hirtengottesdienst eröffnet. Ab 11 Uhr stehen den ganzen Tag über unter anderen die Schafschur, eine große Ausstellung von Schafen, Ziegen und Alpakas, die Verarbeitung von Schafwolle oder Infos zur Landschaftspflege auf dem Programm. Die Rettungshundestaffel Odenwaldkreis zeigt mit den Vierbeinern ihr Können, der hessische Jagdverband ist mit einer Ausstellung auf dem Gelände vertreten und Kletterspezialisten arbeiten in luftiger Höhe.

Gezeigt wird auch die Herstellung von Weidekörben, Seilen und Bürsten. Das Thema „Warum sind Bienen so wichtig für unsere Natur“ und weitere interessante Aspekte aus der Landschaftspflege werden behandelt. Es wird der Druck von Buttons, Mützen und T-Shirts mit lustigen Schafmotiven angeboten. Die Odenwälder Oldtimerfreunde und die Schlepperfreunde des SV Rehbach stellen eine kleine, aber feine Zahl an Schleppern aus. Auch an die jüngsten Besucher ist gedacht. Eine Hüpfburg, das Streicheln der Lämmer, das Basteln mit den Geopark-Rangern, ein Kinderrätsel und das mobile Kindertheater sorgen für Spaß und Abwechslung.

Die kulinarischen Highlights vom Odenwälder Weidelamm und andere Spezialitäten dürfen beim Schäfertag natürlich nicht fehlen. Zahlreiche Gerichte stehen zur Auswahl. Die Odenwälder Schäfer bieten umweltfreundlich gegerbte Lamm- und Schaffelle an. Eine Wursttheke mit geräucherter Salami, Knoblauchwurst, Pfefferwurst und Lammknacker ist ebenso vorhanden. Eine reichhaltige Kuchentheke und frisch gebackene Waffeln der Schäferfrauen runden das Angebot ab.

 

Info: Absolutes Highlight ist der historische Schäferzug auf der Odenwaldbahn. Für Gäste, die aus dem Rhein-Main-Gebiet den Schäfertag besuchen wollen, haben sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen. In Kooperation mit der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein wird ein historischer „Schäferzug“ (Museumszug mit einer alten Lokomotive, den entsprechenden Wagen sowie Schaffner in Dienstkleidung wie vor 70 Jahren) von Hanau (8.30 Uhr) und dem Darmstädter Hauptbahnhof (10 Uhr) über Ober-Ramstadt (10.20 Uhr) und Reinheim (10.30 Uhr) nach Erbach zum Jubiläumsfest fahren. Zurück geht es von dort ab 17.45 Uhr. Damit aber auch die „Odenwälder“ in den Genuss einer Fahrt mit diesem Zug kommen können, findet ab Erbach-Nord von 12.15 bis 14.15 Uhr eine Pendelfahrt durch den Odenwald nach Wiebelsbach-Heubach statt. Weiteres unter http://www.tourismus-odenwald.de/de/kulinarik/odenwaelder-schaefertag.

Neun Mitglieder der Wald-Michelbacher Jugendfeuerwehren bestanden die Jugendflamme

Knoten und Stiche beherrschen, einen Notruf besetzen, das Auffinden eines Hydranten, die Wasserleitungsverlegung, der Aufbau eines Strahlrohrs, das Wissen um die Anschlüsse und den Durchfluss: Alles Aufgaben der Jugendflamme, die von neun Jugendfeuerwehrleuten aus der Großgemeinde während des Zeltlagers auf dem Siedelsbrunner Sportplatz abgelegt wurde. Dabei handelt es sich um das erste Leitungsabzeichen, das die Zehn- bis 17-Jährigen erwerben können.

38 Teilnehmer aus den verschiedenen Ortsteilwehren zählte das Zeltlager. Den ersten Tag verbrachten die aufgrund der großen Hitze vor allem mit Wasserschlachten. Auch wurde ein Pool aufgestellt. Als es abends kühler wurde, war das Grillen mit Stockbrot der große Renner. Eine Nachtwanderung schloss sich an. Am Tag darauf folgte das Backen in größeren Dimensionen.

Zusammen mit Dieter Kunkel durften die Kinder das Backhaus an der Hofwiese einheizen, sodass es nachmittags frisches Sauerteigbrot gab. Den Teig dazu stiftete Bäcker Lipp. „Wir hatten nonstop Trubel und Beschäftigung“, freute sich Gemeindejugendfeuerwehr-Wartin Manuela Gutfleisch. Im vergangenen Jahr zelteten die Jugendlichen das erste Mal gemeinsam. Bei der zweiten Veranstaltung dieser Art stellte sie bereits fest, „dass das Gemeinschaftsgefühl viel größer geworden ist“. Es bilden sich keine Grüppchen mehr nach Ortsteilen, sondern die Jugendlichen gehen zusammen auf Tour.

Zum Glück wurde das Zeltlager vom Unwetter verschont, sagte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Christian Eck. Bei der Hitze „waren die Wasserspiele das Beste, was wir machen konnten“, meinte er. Er freute sich, dass alle neun Prüflinge die Jugendflamme bestanden. „Es ist toll, dass ihr euch in jungen Jahren so für die Feuerwehr engagiert“, so Eck. Die Abzeichen gehen hoch bis zur Leistungsspange, danach folgt der Sprung in die Einsatzabteilung. Er äußerte seine Hoffnung, dass möglichst viele diesen Weg einschlagen.

Diesem Wunsch schloss sich Bürgermeister Joachim Kunkel an. Den Jugendbetreuern sagte er ein großes Dankeschön, dass sie ihre Freizeit für die Betreuung der Heranwachsenden opferten. Es ist laut Kunkel „schön anzusehen, wie er euch versteht“. Er lobte die Unterstützung durch die Aktiven, die im Hintergrund mitwirkten. Die heutigen Jugendfeuerwehr-Angehörigen hätten in Zukunft „eine verantwortungsvolle Aufgabe“ vor sich, sagte der Bürgermeister. Er überbrachte seine Glückwünsche zur bestanden Jugendflamme.

Eck nutzte danach die Gelegenheit, Kunkel für seine Unterstützung der Feuerwehrarbeit in den vergangenen 18 Jahren zu danken. Als Abschluss des Abends folgte dann das sehnlich erwartete Essen. Bei einem leckeren Chili saßen alle noch lange zusammen, ehe am nächsten Morgen die Zelte wieder zusammengepackt wurden. Aufs Neue zum Einsatz kommen sie beim anstehenden Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Viernheim.

Jugendflamme-Absolventen: Jasmina Smidt, Lea Spreng, Elija Huras, Dustin Berger, Julia Koudele (alle Schönmattenwag), Robin Humke (Kreidach), Kevin Latzek, Robin Hallinger, Nico Knapp (alle Wald-Michelbach)

Kreidacher Ortsdurchfahrt: „Das Flickwerk funktioniert nicht mehr“

Die Ortsdurchfahrt in Kreidach war das vorherrschende Thema der Ortsbeiratssitzung. Dessen Mitglieder wie auch die Bürger sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden, sagte Ortsvorsteher Andreas Maier. Der desolate Zustand des Straßenbelags und Lärmbelästigungen werden beklagt. „Das Flickwerk funktioniert nicht mehr“, so Maier. Eine Ortsbegehung mit Fachleuten aus Verwaltung und Straßenverkehrsbehörde verdeutlichte den Handlungsbedarf.

Schnelles Handeln wäre laut dem Ortsvorsteher sinnvoller und günstiger, als wenn in fünf oder sechs Jahren die Strecke komplett saniert werden müsste – weil sie dann völlig hinüber ist. Allerdings habe es im Januar eine Absage aus dem hessischen Verkehrsministerium dafür gegeben, weil kein Budget vorhanden sei. Diese Nachricht wertete der Ortsbeirat vor dem Hintergrund „der Lärmbelästigung und der Fahrzeug-Anzahl als unbefriedigend“.

Aktuell überlegt man nun im Wald-Michelbacher Ortsteil, welche weiteren Schritte einzuleiten sind. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h in bestimmten Bereichen stehe zur Diskussion, damit zumindest der Straßenlärm gedämpft werden kann. „Wir werden an dem Thema dranbleiben“, verspricht Maier, auch wenn es gelte, weiterhin dicke Bretter zu bohren. Ansprechpartner sollen ebenfalls nochmal die Landtagsabgeordneten sein.

Auf der Sitzung wurde auch über die Bestuhlung des Mehrzweckhauses gesprochen. Der Austausch sei angedacht und vorbesprochen, so Maier. Man sei in Kontakt mit der Gemeinde, wie viele Tische und Stühle benötigt würden. Im Haushalt sind dafür 20.000 Euro vorgesehen. Die Maßnahme soll parallel mit dem Austausch im Schönmattenwager Haus des Gastes erfolgen. In Kreidach soll sie in Zusammenarbeit mit der Gemeinde möglichst noch kurzfristig vor dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters umgesetzt werden, also bis Ende Juni.

Für die Friedhofshalle muss eine neue Beschallungsanlage her. Auch damit befasste sich der Ortsbeirat. Die alte ist nicht mehr zeitgemäß, die Lautsprecher sorgen nicht mehr für eine vernünftige Beschallung in alle Winkel des Gebäudes. Von Ortsbürgern sei das schon mehrfach angesprochen worden, meinte Maier. Derzeit prüfe man in Zusammenarbeit mit der Verwaltung die kostengünstigste Lösung. Geprüft wird auch, ob eventuell das Dach in Teilen erneuert werden muss.

Kreidach soll sauberer werden. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr und den Bürgern will sich der Ortsbeirat um die Entsorgung von illegal abgelagertem und entsorgtem Müll entlang der Durchgangsstraße kümmern. Hoch zur Kreidacher Höhe und abwärts Richtung Mackenheim will man wilde Ablagerungen angehen, die Gegend davon säubern und gleichzeitig auch nach außen zeigen, dass es so sauber bleiben soll, betonte Maier. Er hofft auf einen Lerneffekt.

Im Blick des Ortsbeirats ist daneben die Herstellung des Verbindungswegs zwischen Am Bug und dem Kirrweg mit Hilfe von Splitt. Verschiedene Sitzbänke auf der Gemarkung gilt es daneben auf Vordermann zu bringen und eventuell die Lattungen auszutauschen. Geplant ist weiterhin ein Benefizkonzert mit einem Mannheimer Musiker. Damit will der Ortsbeirat die Anschaffung des Mannschaftstransportwagens der Feuerwehr unterstützen, den diese aus eigenen Mitteln finanziert hat. Das Konzert soll am 6. Mai in der Mehrzweckhalle stattfinden.

Sparkasse Starkenburg schüttet 25.400 Euro an die Vereine aus der Großgemeinde Wald-Michelbach aus

Einen solchen Termin nimmt jeder gerne wahr: Die Vereinsvertreter, die von der Ausschüttung der Sparkasse Starkenburg profitieren, die Sparkassenvertreter, die sich über die zufriedenen Gesichter im Saal freuen. Und nicht zuletzt Bürgermeister Joachim Kunkel, der die Schecks über insgesamt 25.400 Euro für Wald-Michelbacher Vereine und Organisationen im Sängerheim des MGV übergab und zu jeden Bedachten ein paar erläuternde Worte hatte.

Filialleiter Bruno Klemm, der mit seinen Mitarbeiterinnen Ludwina Altendorf und Jennifer Grab in den Süden der Großgemeinde gekommen war, freute sich zusammen mit Marktbereichsdirektor Knut Roggatz, auch in Zeiten niedriger Zinsen wieder das Ehrenamt im Ort unterstützten zu können. Als Sponsor sei das Kreditinstitut aus Wald-Michelbach und der gesamten Region nicht mehr wegzudenken. Es sei schon „eine gute Tradition“, in der Region Vereine und Organisationen zu unterstützen.

In ihnen wirkten viele Menschen und „gute Geister“, die in ihrer Heimatgemeinde, dem Überwald, etwas Gutes tun, sagte er. Und die sich in über 100 Vereinen für das Allgemeinwohl einsetzten und somit die Gemeinschaft förderten. Etwa die Hälfte von ihnen, knapp 50, wurden laut Klemm nun mit über 25.400 Euro unterstützt. Mit den jetzt verteilten Geldern „sollen wieder Ideen verwirklicht werden“, sagte er. Vor allem die Jugendarbeit gelte es zu unterstützen.

Bruno Klemm erinnerte auch an das Angebot der Sparkasse für Führungen im Museum des Kreditinstituts in Heppenheim. Ab acht Personen aufwärts bis 20, bei Bedarf auch mit geringerer Zahl, könne es inklusive Verköstigung für einen Vereins- oder Vorstandsausflug in Anspruch genommen werden. Demnächst werde auch das Programm mit den Sparkassen-Veranstaltungen für Groß und Klein für kommendes Jahr erscheinen.

Der Filialleiter erwähnte darüber hinaus, dass die Sparkassen-Stiftung zur Unterstützung der Vereine und vor allem für die Kultur auch ihren Teil beitrage. In den vergangenen fünf Jahren habe die Großgemeinde mit über 500.000 Euro profitiert. Mit Blick auf 2017 sagte er, dass dann die Spendenübergabe beim MGV Harmonie Aschbach anlässlich dessen 135. Jubiläum stattfinde.

MGV-Vorsitzender Christian Jöst als Hausherr freute sich über die Spendenübergabe als „eine tolle Sache“. Alle im Saal wüssten, welch große Herausforderung die Vereinsarbeit sei. Deshalb sei man „dankbar für die Unterstützung“. Jöst stellte im Anschluss den MGV kurz vor: Der Männerchor hat derzeit 35 Mitglieder, bei den Frauen singen 22 mit, 23 Kinder und Jugendliche sind aktiv, dazu gibt es einen „Kleinen Chor“ mit zwölf Stimmen.

Knut Roggatz äußerte seine Freude darüber, dass die Sparkasse mit ihren Spenden einen „kleinen Tropfen auf den heißen Stein“ beitragen könne – angesichts der vielen Kosten, die die Vereinsarbeit mit sich bringe. Er sei optimistisch, dass man trotz des niedrigen Zinsniveaus die Ausschüttungen halten könne, sagte er. 2,40 Euro pro Einwohner werden verteilt, weitere zehn Cent gehen an den Geopark.

Bürgermeister Kunkel meinte mit einem Blick in die Menge, dass die anwesenden Vereinsvertreter einen Querschnitt des großen und breiten Angebots verdeutlichten, das in der Großgemeinde existiere. Er hob die Arbeit der Sparkasse Starkenburg im Allgemeinen als Partner der Region hervor, im Speziellen auch die der Filiale in Wald-Michelbach mit ihrer vielfältigen Einbindung ins örtliche Leben. Das Ehrenamt werde „täglich gelebt“, lobte er die „fantastische Arbeit“ der Vereine.

Auch das Miteinander zwischen Gemeinde und den Organisationen ist laut Bürgermeister sehr eng. Kunkel dankte für das aktive Engagement der Ehrenamtlichen. Ihrerseits versuche die Gemeinde, die Aktivitäten der Vereine so gut wie möglich zu unterstützen. Das Kompliment gab SGW-Vorsitzender Gerhard Berger zurück. Zum einen lobte er die Arbeit seiner Kollegen aus den anderen Vereinen, zum anderen aber auch den Einsatz des Bürgermeisters in seinen vergangenen knapp 18 Amtsjahren. Dieser habe immer ein offenes Ohr gehabt und sei mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut.

Bedachte Vereine bei Spendenübergabe der Sparkasse:

FC Odin Unter-Schönmattenwag, TSV Aschbach, SG Wald-Michelbach, Jugendförderverein, Eintracht Wald-Michelbach, SV Affolterbach, ÜSC Wald-Michelbach, MSC Überwald, MSC Ulfenbachtal, MSC Affolterbach, KSG Kreidach, IG Kreidacher Kerwe, Reit- und Fahrverein Wald-Michelbach, Verein für Partnerschaften, Hospizdienst Odenwald, Aktive Senioren, DRK Wald-Michelbach, Arbeiterwohlfahrt, NABU Wald-Michelbach und Siedelsbrunn, MIZ ÜWG, Landfrauen Überwald, MGV 1951 Wald-Michelbach, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag, GV Sängerbund, MGV Union, MGV Harmonie Aschbach, TV 02 Siedelsbrunn, HSG Siedelsbrunn/Wald-Michelbach, DLRG-Ortsgruppe, Überwälder Museums- und Kulturverein, Geopark-vor-Ort-Begleiter, Tennisclub Aschbach, TC Wald-Michelbach, Förderkreis Jugendtreff, Trachtenkapelle Kocherbach, Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde, Schützenverein Siedelsbrunn, Jagdhornbläser Siedelsbrunn, Grundschule Unter-Schönmattenwag, Skiclub Überwald, Jugendfeuerwehren der Großgemeinde, MGV Affolterbach, GV Frohsinn Gadern, GV Immergrün Hartenrod, Liederkranz Kreidach, MGV Harmonie Siedelsbrunn, Blasmusik Unter-Schönmattenwag, Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach.

Wald-Michelbacher Ferienspaß-Kinder hatten viel Spaß im Kletterwald und auf der Sommerrodelbahn

Bei der Sommerrodelbahn sind sie alle „alte Hasen“. Auch wenn sich gerade die beiden Gruppen mit den jüngeren Teilnehmern den Sitzbänken zum Mittagessen eingefunden haben, waren die Sieben- bis Neunjährigen schon oft bei der Touristen-Attraktion auf der Kreidacher Höhe zu Gast. Aber vom Odenwald-Bob können die Ferienspiel-Kids nie genug kriegen, deshalb ist die Abfahrt Richtung Tal jedes Mal aufs Neue eine Riesengaudi.

Der Kletterwald war da schon ein anderes Kaliber. Die verschiedenen Parcours sind nach Alter und Schwierigkeitsgrad gestaffelt. Da kann es schon mal sein, dass ein Jüngerer nicht alles machen darf. „Ich hatte keine Angst“, versicherte glaubhaft die neunjährige Emily. Sie fand es schön, wie den Kindern alles erklärt wurde und diese lernten, gesichert in der Höhe zwischen den Bäumen über die wackelnden Stufen zu gehen.

84 Übungen in zehn Parcours warten im oberhalb der Rodelbahn gelegenen Kletterwald auf die kletterbegeisterten Besucher. Der niedrigste mit einer Höhe von einem Meter kann bereits ab sechs Jahren genutzt werden. Dann geht es Schritt für Schritt weiter hinaus. Die Höhen liegen dann zwischen einem und 14 Metern Höhe. Dabei kann sich jeder nach seinem eigenen Geschmack die passende Höhe aussuchen.

Die siebenjährige Laetitia war beim „Sechserpack“ an der Seite ein wenig vorsichtig, meinte sie. Für Hanna (8) wiederum war die Seilbahn die größte Attraktion. Dahinter verbirgt sich der Flying Fox Parcours, bei dem die Kinder an einem Seil hängend durch die Luft sausen. „Sehr, sehr groß“, meinte der achtjährige Pascal über den Kletterwald. Auch er fand es toll, am Seil durch die Luft zu fliegen. Schade fand er nur, dass er für manche Aktivitäten noch zu jung war.

Silvan kennt den Kletterwald schon auf dem Effeff. „Ich war schon zehn Mal da“, meinte der Neunjährige im Brustton der Überzeugung. Rio (7) gefiel es besonders gut, in Schwindel erregender Höhe frei laufen zu können und den Boden so weit unter sich zu sehen. „Das macht einen Riesenspaß“, sagten die Jungs mit Blick auf die Sommerrodelbahn. Die haben sie schon etliche Male mit ihren Freunden und Eltern besucht.

Die Streckenführung der 1000 Meter langen Sommerrodelbahn kann sich sehen lassen, überquert sie doch eine Landstraße und führt danach durch zwei actiongeladene Kreisel in einer atemberaubenden Höhe von sechs Metern über dem Erdboden. Mit bis zu 40 km/h fahren die Sommerrodler auf den gelben Schlitten ins Tal, um dann mit dem automatischen Liftersystem wieder zurück zur Bergstation transportiert zu werden.

Bevor es allerdings dorthin ging, wollten erst einmal die nach den Anstrengungen hungrigen Mäuler gestopft werden. Brat- und Currywurst sowie Pommes wurden von den Betreuern herbeigeschafft, damit sich alle für die Fahrten auf dem Odenwald-Bob stärken konnten. Das Wetter spielte den ganzen Tag über optimal mit, die für nachmittags gemeldeten Gewitter ließen sich nicht blicken.

Die 60 Kinder waren zu Beginn in vier Gruppen eingeteilt worden. Die älteren zwischen zehn und zwölf Jahren fuhren zuerst mit der Rodelbahn, während die jüngeren zwischen sieben und neun in den Kletterwald gingen. Die Teilnehmer am Ferienspaß der Gemeinde kamen dabei nicht nur aus Wald-Michelbach selbst, sondern auch aus den verschiedenen Ortsteilen.

Zwölf Betreuer, drei pro Gruppe, kümmerten sich um die Kids, während diese jeweils mehr als zwei Stunden bei den beiden Attraktionen aktiv waren. Seitens der Gemeinde hatte Markus Knapp alles organisiert. Nachdem sich die Kinder schon auf der Kreidacher Höhe ordentlich ausgepowert hatten, folge gestern der Höhepunkt der Ferienspiele: der Besuch des Holiday-Parks in Haßloch.

Doppelsieg für die Jugendfeuerwehr aus Schimmeldewog beim Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal

Doppelsieg für die Überwälder: Mit fünf Jugendteams war die frisch fusionierte Schönmattenwager Wehr beim Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal angetreten und räumte gleich kräftig ab. Auf Platz 3 kam die eine Hirschhorner Mannschaft, auf Platz 11 die andere. Die erste Mannschaft aus Schimmeldewog durfte den von Wald-Michelbachs Gemeindebrandinspektor Erwin Hartmann gestifteten Wanderpokal in Empfang nehmen. Die Veranstaltung fand zum 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr im Hirschhorner Stadtteil statt.

Das Ergebnis freute natürlich Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter, gleichzeitig Schönmattenwager Wehrführer, sehr. Er war zusammen mit der Langenthaler Jugendfeuerwehrwartin Lisa Morr und dem dortigen Wehrführer Michael Siefert sowie deren Team federführend an der Organisation beteiligt und den ganzen Tag auf Achse. Neckarsteinach I wurde 12., die zweite Mannschaft nahm aus Konkurrenz teil. Darsberg kam auf Platz 10. Rothenberg kam mit zwei Teams auf Platz 9 und 13, Hainbrunn auf 8.

17 Jugendteams zwischen zehn und 17 Jahren aus dem hessischen Neckartal und vor allem aus dem Überwald, aber auch dem benachbarten Heddesbach sowie dem angrenzenden Odenwaldkreis nahmen an diesem Wettbewerb teil, der jedes Jahr in einem anderen Ort des Löschbezirks 3 stattfindet. 2015 richtete ihn Unter-Abtsteinach aus, damals gewannen die Langenthaler Jugendlichen. Die traten dieses Mal nicht an.

Neckarsteinach, Darsberg, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach, Hirschhorn, Kreidach, Schönmattenwag sowie Heddesbach, Hainbrunn und Rothenberg waren teilweise mit mehreren Teams (davon fünf aus Schimmeldewog) am Start. Acht Disziplinen waren beim Wettkampf zu bewältigen. Darunter vier Feuerwehrdisziplinen mit Aufbauen einer Saugleitung, Schnelligkeitsübung, allgemeine Theorie sowie Feuerwehrknoten und Stiche. Davon sind mit der Theorie und der Saugleitung zwei vorgegeben, die anderen beiden könne der Ausrichter wählen, so Siefert. Weiterhin gab es vier Spiele: Stelzenlauf, Schätz-, Wasserbomben- und Dachrinnenspiel.

Die Kreidacher Mannschaft an der Knoten-Station nahm außer Konkurrenz teil. Denn das siebenköpfige Team gibt es noch nicht so lange wieder. Es nutzte den Wettbewerb unter der Leitung von Jugendwart und Wehrführer Björn Kist zum „Reinschnuppern“. Schiedsrichter an dieser Station war Wald-Michelbachs Wehrführer Peter Capuani, der – manchmal ein wenig frotzelnd – so einige Tipps für den richtigen Knoten parat hatte.

Um die 150 Teilnehmer mit ihren Betreuern waren im ganzen Ort unterwegs, um zu den acht Stationen zu gelangen. Natürlich sind das im Hirschhorner Stadtteil mit seinen 320 Einwohnern keine weiten Wege. Die Wertungsrichter kamen zum einem von der ausrichtenden Langenthaler Wehr, zum anderen aus dem ganzen Löschbezirk 3. Unter ihnen waren Jan Hofmann aus Birkenau, Klaus Sieber von Affolterbach, Lukas Hofmann aus Unter-Abtsteinach, Joe Beisel von Hirschhorn, Sven Seib aus Darsberg oder mit Georg Korfant der ehemalige Stabführer des Löschbezirks 3.

Den Wettbewerb für die Jugendfeuerwehren gibt es seit über 25 Jahren, erläuterte Tobias Walter. Früher einmal wurde er immer dort ausgerichtet, wo die Sieger des Vorjahres herkamen. Inzwischen orientiere man sich an besonderen Ereignissen. Und das hatte die Langenthaler Jugendwehr an diesem Tag: Sie feierte ihren 40. Geburtstag. 1976 als 75. Nachwuchsorganisation im Kreis Bergstraße gegründet, gehören ihr heute vier Mädchen und acht Jungen an.

Natürlich gehe es vorrangig um die Ausbildung, so Walter. Aber man wolle auch durch den Wettkampfgedanken die Kenntnisse „mit Spaß an der Sache vermitteln“. Außerdem könnten so die Jugendlichen ihr bisher Gelerntes unter Beweis stellen. Von den Jugendfeuerwehrleuten aus Schimmeldewog weiß Tobias Walter, dass diese kräftig im Vorfeld üben, sobald die Übungen eine Woche vorher bekannt sind. „Die motivieren sich gegenseitig und sind dann ganz heiß auf den Wettkampf“, schmunzelte er. Mit Erfolg, wie sich am Ergebnis zeigte.

Das Zusammensetzen einer Saugleitung diene zur Simulation der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, erläuterte Walter. Diese Übung sei identisch mit der, die auch die Erwachsenen absolvieren müssten. Somit seinen Worten zufolge ein gutes Training für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung, wenn die Jugendlichen 18 würden und weiter dabei bleiben.

Beim Schnelligkeitswettbewerb ging es darum, vier C-Schläuche mit je 15 Metern so zusammenzusetzen, dass keine Windungen drin sind. Das Schätzspiel beinhaltete Fragen nach der Zahl der Berufsfeuerwehren in Deutschland (107) oder dem gemeinsamen Gewicht von B- und C-Schlauch (14 Kilo).

Am Schluss der Veranstaltung gab’s Lob von allen Seiten. Tobias Walter freute sich über die perfekte Organisation und den reibungslosen Verlauf. Für die Langenthaler Organisatoren war Lisa Morr ebenso zufrieden. Denn schließlich wurde der Wettbewerb schon seit August von einem siebenköpfigen Orga-Team vorbereitet. Die heiße Phase lief seit einem Monat. Am Tag selbst brachten sich neben den 38 Mitgliedern der Einsatzabteilung noch einmal über zehn Ortsbürger ein, damit der Ablauf reibungslos klappte. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1154756184568529.1073741923.100001024761983&type=1&l=7735908953

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