Mit fetzigen Songs gegen Kälte und Regen: Thousand Years Later bei der Aschbacher Straßenfastnacht

Nach dem Wald-Michelbacher Rathaussturm der „Hussmouge“ wurde groß weiter gefeiert. Wegen Kälte und Regen verlegte man die Straßenfastnacht kurzerhand in die Aschbacher Mehrzweckhalle. Eine sehr gute Entscheidung. Die Fastnachter waren mehr als zufrieden mit dem Abend. Ab 18.11 Uhr sorgte bis Mitternacht die Band „Thousand Years Later“ mit Mitgliedern aus Aschbach, Schönmattenwag und Abtsteinach wie schon in den Vorjahren durch ihr abwechslungsreiches Programm für mächtig Stimmung und Hitze. Das war auch bitter nötig, denn das Wetter auf dem Hinweg ging durch Mark und Bein.

Timo Walter, Tobias Walter, Sven Dörsam, Benedikt Breitwieser, Benedikt Staat und Katharina Zink sowie Janina Becker aus Unter-Abtsteinach (Keyboards) spielten aktuelle Hits aus Rock und Pop, dazu Schlager und echte Klassiker. So gab’s Songs von den Ärzten, Westernhagen, Journey, Melissa Etheridge, Bon Jovi, Lady Gaga, Prince, Abba, Tina Turner, Robbie Williams, Kings of Leon und anderen zu hören.

Knapp 60 Songs umfasste an dem Abend die TYL-Setliste, das Repertoire hat noch viel mehr Songs in petto. Während des ersten Sets füllte sich die Halle langsam aber sicher immer mehr. Nach und nach, eine Stunde nach Beginn, sammelten sich die Zuschauer an den Stehtischen vor der Bühne. Während des zweiten Sets wurde es merklich voller, der Stimmungspegel ging in die Höhe. In bekannter Qualität und bewährter Manier brachten die sieben Musiker ihre Songs rockig-fetzig rüber, egal ob das Original schon so angelegt war.

Mit Sven Dörsams Gitarrenriffs wurde so aus manchem deutschen Schlager schnell mal ein Abgeh-Song, dem man den Ursprung kaum noch anmerkte. „Verdamm ich lieb dich“ oder „Waterloo“ gewannen dabei eine ganz neue Qualität. Mit lässigen Posen und guten Sound ging der Gitarrist zu Werke und machte aus so mancher Schmonzette ein hörenswertes Lied. Dass ihm die Riffs dabei gut aus den Fingern flossen, trug zum guten musikalischen Gesamteindruck bei.

Gesanglich spielten sich Timo Walter und Katharina Zink die Bälle zu. Nach der Pause gab’s dann ein zuerst wenig Kontrastprogramm, nachdem im ersten Set ein paar rockige Songs dabei waren. Danach schlug aber die Stunde des Schlagers. „Tür an Tür mit Alice“ oder „Barfuß im Regen“ knallten durch die Menge. „Ham kummst“ oder „Türlich türlich“ waren ebenfalls einige Songs aus der Schublade „Schon oft gehört und immer wieder gut“.

Zu der Coverband aus dem Überwald gehören auch noch Tobias Walter (Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass) und Benedikt Staat (Drums). „99 Luftballon“ von Nena, „Major Tom“ von Peter Schilling oder „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews durften nicht fehlen. „Bed of Roses“ von Bon Jovi, „I love Rock’n’Roll“ von Joan Jett oder „Purple Rain“ von Prince standen für die etwas härtere Gangart des Programms, das bis nach Mitternacht für gute Laune sorgte.

Eingeleitet wurde jeder Set mit dem Narrhalla-Marsch. Zum Schluss hin ging’s weit zurück in die „Neue Deutsche Welle“. Peter Schillings „Major Tom“, der „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang, aber auch „Über sieben Brücken“, bekannt geworden durch Peter Maffay, sorgten für gewaltige Stimmung unter den Besuchern. Ganz zum Ende hin packte die Band dann nochmal ihre rockige Seite aus: Tina Turner „Simply the best“ läutete das Finale ein, das mit „Angels“ abgeschlossen wurde.

Advertisements

Aschbacher „Hussmouge“ stoßen beim Wald-Michelbacher Rathaussturm auf wenig Widerstand

Die Gegenwehr der schmalen Rathaus-Besatzung war kurz und heftig, aber – natürlich – erfolglos. Der versammelten Fastnachter-Macht aus Aschbach hatten Bürgermeister Dr. Sascha Weber und seine doch angesichts der Übermacht stark dezimierte Rathaus-Crew wenig bis nichts entgegenzusetzen. Ziemlich schnell gaben sich die Hausherren geschlagen und öffneten die Türen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, dass der Rathauschef als Till Eulenspiegel den Einlass Suchenden entgegentrat.

Lautstark und von einem heftigen Konfettiregen begleitet, verschafften sich die „Hussmouge“ Einlass. Sie hatten dabei ihre Jüngsten vorgeschickt, die erfolgreich an der Pforte rüttelten. Mit Beginn der fünften Jahreszeit hatte die Narrenschar aus dem Ortsteil Punkt 17.11 Uhr im Handstreich Besitz von der Verwaltungszentrale ergriffen.

„Es ist geschafft, die Tür ist offen, dass sie zu bleibt, konntet ihr nur hoffen“, reimte Sitzungspräsident Thomas Sattler. „Die fünfte Jahreszeit hat heut begonnen, das Rathaus haben wir schon eingenommen. Bis Aschermittwoch haben wir die Macht, im Rathaus wird nur noch gesungen und gelacht“, gab er als Motto für die närrischen Tage vor. „Alle Hussmouge und Beamte, das wird eine Schau, rufen zusammen ein dreifaches Hellau“, forderte er. Prompt dröhnte es lautstark durch das Foyer.

Dort hatte es sich die närrische Schar nach einem wahren Konfettiregen bequem gemacht. Die Kostüme waren dabei ein Mix aus den vergangenen Jahren: Mexikaner stand neben Cowboy, der Engel breitete seine Flügel aus – von der vielfältigen Tierwelt wie Affen, Giraffen und Katzen ganz zu schweigen. „Nur wenige von uns sind daheim geblieben“, machte Sattler die drückende Übermacht der Hussmouge deutlich. Um die 50 Narren waren es, die die schmale Rathaus-Besatzung mit Jubel, Trubel, Heiterkeit rasch überwältigten.

Sie müssen in dieser Kampagne auch schnell sein. Denn die ist extrem kurz. Aber deshalb „geballt“, wie Sattler lachte. Die Prunksitzungen starten bereits in zehn Wochen, Mitte Februar ist bereits wieder alles vorbei. Deshalb sind die einzelnen Gruppen bereits kräftig am Proben und Vorbereiten. Nach den Sommerferien ging’s los und jetzt in die heiße Phase, um pünktlich zu den Auftritten die Besucher der vier Sitzungen wieder zu begeistern.

Bürgermeister Weber sagte: „Die Verteidigung des Rathauses ist uns leider nicht gelungen, mit eurem Frohsinn habt ihr wieder den Sieg errungen.“ Aber er freute sich auch, bis Aschermittwoch die Regentschaft abtreten zu können. „Wir fügen uns dem und machen das Beste daraus, darum lasst uns gemeinsam feiern heut in diesem Haus.“

Er wünschte den Karnevalisten eine gute Kampagne „mit viel Spaß, kommt lasst uns erheben darauf das Glas“. In weiser Voraussicht hatte man sich im Rathaus bereits mit Getränken und Süßigkeiten eingedeckt, um so die große Narrenschar zu beschwichtigen. Mit Erfolg… „Wir sagen jetzt Prost und machen Radau, auf die Fastnacht ein dreifach Helau“, schloss Weber.

Von den sieben Aschbacher Tanzgruppen war jede mit einigen Teilnehmern vertreten: Gibos, Devils, Galaxy, Just for Fun, 1,2 step, M.A.D. (Men at Dance) und VIP verbreiteten im Rathaus ebenso Fröhlichkeit wie die Büttenredner der Hussmouge. Weil Bürgermeister Weber so bereitwillig den Schlüssel herausgegeben hatte, wurde er mit den ersten zwei VIP-Karten für die kommende Prunksitzung belohnt. Vor allen anderen: Denn der reguläre Vorverkauf startet erst beim Aschbacher Weihnachtsmarkt am 16. Dezember.

Info: Die vier Fastnachtssitzungen an den letzten beiden Januar-Wochenenden haben Hussmouge-gemäß ein langes Motto: „Sommer, Sonne, Strand und Meer – die Hussmouge im Südsee-Flair“. Termine sind: Freitag, 20., Samstag, 21., Freitag, 27., und Samstag, 28. Januar, jeweils 20.11 Uhr. Die Vorbereitungen für die neue Kampagne, deren Programmpunkte natürlich noch ein streng gehütetes Geheimnis sind, laufen auf Hochtouren. Der Sitzungspräsident verspricht „sensationelle Ereignisse“. Auf jeden Fall gibt es ein Jubiläum zu feiern: Die Gruppe „Just for Fun“ wird 20 Jahre alt.

Klangvolle Geburtsständchen für die Harmonie: Viele Chöre machten dem Aschbacher MGV ihre Aufwartung

So erfolgreich wie sich die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 135-jährigen Bestehen des MGV Harmonie Aschbach angelassen hatten, setzten sie sich auch am Sonntag mit dem Freundschaftssingen fort. Chöre der drei Überwaldgemeinden, des Sängerkreises Überwald/Weschnitztal sowie die Ewald-Ensembles und weitere befreundete Vereine gratulierten der Harmonie im Haus des Gastes zum Geburtstag. Klangkörper aller Kategorien (Projekt-, Männer-, Frauen- und gemischte Chöre) von 15 bis über 60 Sänger zeigten sich dabei sehr gut vorbereitet und motiviert.

Das Repertoire der verschiedenen Ensembles erwies sich als sehr vielfältig: Von populären und humoristischen Liedern bis hin zu Wettbewerbsprogrammen mit höchstem Anspruch war alles dabei. So war etwa der Volkschor Birkenau mit seinem Repertoire zugegen, das er beim hessischen Chorwettbewerb am 12. November darbieten wird. Auch der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag glänzte mit seinen Wettbewerbsstücken und setzte damit den klangvollen Schlusspunkt eines qualitativ sehr hochwertigen Freundschaftssingens.

Dass, wie es in den Ansprachen anklang, der Sängerkreis bestens aufgestellt ist, kam im sehr abwechslungsreichen Programm auf hohem Niveau zum Ausdruck. Es gab kaum Überschneidungen in der Liedauswahl der verschiedenen Chöre. Damit bewiesen die Klangkörper der Region ihre ungebrochene Vitalität und zeigten den Gegentrend im Sängerkreis und insbesondere im Überwald zum allgemeinen Tief im Chorgesang volltönend auf.

Das „Haus des Gastes“ war den ganzen Tag über durchgängig sehr gut besetzt. Viele Freunde der Chormusik und interessierte Sänger waren offensichtlich nicht nur für ihren eigenen Auftritt gekommen, sondern verweilten auch länger. Eine sehr gute Disziplin auch bei den Zuhörern stellten die Veranstalter fest. Die gekonnte Moderation erfolgte durch Michael Pleiner. Er unternahm mit den Gästen zwischen den Chorbeiträgen (also beim Auf- und Abgang) eine Zeitreise durch 135 Jahre Harmonie Aschbach mit einzelnen Highlights.

Mit einem Schiller-Zitat verwies Landrat Christian Engelhardt in seinem Grußwort darauf, dass „Musik die Macht hat, Kummer und Trübsal zu vertreiben“. Sie mache Freude und schaffe Harmonie, ging er auf den Namen des Jubelchores ein. Es sei eine ganz besondere Leistung, über 135 Jahre die musikalische Gemeinschaft zu bewahren und auf einem solch hohen Niveau zu halten. Hervorragende Vereinsarbeit, engagierte Dirigenten und tolle Sänger seien hierfür die Grundpfeiler.

Engelhardt lobte die Anstrengungen des großen Chors mit seinen über 50 Sängern, die Jugend miteinzubinden. „Alle wissen, wie schwierig das in der heutigen Zeit ist.“ Er sei froh, so der Landrat, dass sich die Chöre im Kreis Bergstraße in einer solch guten Verfassung präsentierten. „Die Ensembles liebten ihre Heimat und drücken das durch den Gesang aus“, sagte er. „Das macht unsere Heimat lebenswert.“ Ohne den Chorgesang, meinte er, wäre vieles ärmer.

Bürgermeister Dr. Sascha Weber, bekanntermaßen selbst dem Gesang verbunden, freute sich deshalb besonders, dass in Großgemeinde und Region so ausgiebig und dauerhaft gesungen wird. „Wir haben sehr viele Chöre, deren Mitglieder mit Begeisterung dabei sind.“ Der Aschbacher MGV beweise eindrucksvoll, wie man den Gesang und damit auch gleichzeitig das Dorf am Leben erhalte.

Für die CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Heitland sind Gesangvereine wie der Jubilar „aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken“. Ohne diese „wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer“. Mit klugen Konzepten habe die Harmonie dafür gesorgt, dass es immer weitergeht. „Auf die Idee, einen Jubiläumschor zu gründen muss man erstmal kommen“, meinte sie anerkennend. Der Name Harmonie sei Programm. Der Verein sei so etwas wie ein ruhender Pol, eine Gelegenheit sich einzubringen und mit Gleichgesinnten zu treffen.

SPD-Landtagskollegin Karin Hartmann würdigte die „tollen Liedbeiträge“ in einem „sehr hochkarätigen Freundschaftssingen“. In der Region könne man stolz auf ein breites gesangliches Angebot sein, sagte sie. Mit dieser Vielfalt hebe man sich von anderen Gegenden ab. Die hiesigen Gesangvereine verstehen es laut Hartmann bestens, die Menschen „mit modernem und traditionellem Liedgut zu begeistern“.

Dem konnte Wolfgang Schlapp nur beipflichten. Der Vorsitzende des Sängerkreises Weschnitztal/Überwald freute sich über die die Entwicklung bei der Harmonie. Die Gründung des Projektchors vor zehn Jahren bezeichnete er als „mutige und richtige Entscheidung“. Denn: „Man muss sich ständig neu erfinden.“ Die MGV-Verantwortlichen werden es gerne gehört haben, dass Schlapp im Anschluss das Aschbacher Geburtstagskind als „Leuchtturm und Aushängeschild im Sängerkreis“ bezeichnete.

Teilnehmende Chöre: KSG Kreidach Liederkranz, MGV Wallonia Wahlen, Voice Art MGV Liederkranz Trösel, Volks-Chor Birkenau, Chorgemeinschaft GV Gorxheim/MGV Trösel, MGV Affolterbach, GV Sängerlust Schlierbach, MGV Sängerbund Heiligkreuzsteinach, MGV Harmonie Brombach-Kröckelbach, MGV Eintracht Birkenau, MGV Lyra Schriesheim, Gemischter Chor Waldeslust Scharbach, Gesangverein Eintracht Fahrenbach, GV Frohsinn Lörzenbach, Crescendo Scharbach, Singkreis Gras-Ellenbach, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, Projektchor des MGV Union Wald-Michelbach, GV Immergrün Hartenrod, MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

Rauschender Beifall fürs Jubiläumskonzert: MGV Aschbach macht sich zum 135-jährigen Bestehen selbst das schönste Geschenk

Frenetischer Jubel, Standing Ovations, kaum enden wollender Beifall: Was der MGV Harmonie unter dem Motto „Aschbach in Concert“ im Haus des Gastes zu seinem 135-jährigen Bestehen bot, fand begeisterte Aufnahme im ausverkauften Saal. Mehr als 400 Besucher lauschten dem über zweistündigen Best-of der Aschbacher Sangeskunst, das MGV, Projekt- und Jubiläumschor sowie verschiedene Solisten auf die Bühne zauberten. Dass diese geballte Demonstration aus vielen Kehlen nicht ohne Zugabe bleiben würde, war klar.

„Guten Abend, gute Nacht“ versammelte als allerletztes Stück eines berauschenden Abends alle Chöre mitsamt Solisten und Begleitband auf der Bühne. Die wurde bei 70 Mitwirkenden ziemlich eng. Schon zuvor hatte es mit dem „Feuerzeug“ eine erste Zugabe mit Solo von David Heiligenthal gegeben. Dass die Zuschauer mehr fordern würden, war spätestens nach dem letzten Set klar, den der Männerchor bestritt.

„Katrin“ von den Black Fööss präsentierte mit Matthias Strauch einen kongenialen Sprecher, der sich zur Freude der Gäste immer mehr in die Sache reinsteigerte. Das Stück selbst ist ja hinreichend bekannt und hat viele Fans. Nach „The Drummer & The Cook“ über den Schlagzeuger und die Köchin richtete MGV-Vorsitzender Dirk Breitwieser Dankesworte an alle Mitwirkenden und Gäste. Für die Damen gab es einen Blumenstrauß.

Wortgewaltiger Abschluss dann mit der Liverpool-Hymne „You’ll never walk alone“. Am Piano von Marius Skibka begleitet, entführte der Chor die Besucher ins Stadion an der Enfield Road. Zum Schluss wurde der Song richtig mächtig und schallte bis in die letzten Winkel der Halle. Das lauteste Stück im Repertoire, auf das langanhaltender Applaus folgte. Und eben die Zugabe-Rufe ohne Ende. Das schönste Kompliment für die Aschbacher gab’s von einem Gast. Der hatte noch nie ein Gesangverein-Konzert erlebt, „bei dem so viele junge Leute unter den Besuchern waren“.

Aber nicht nur unter den Besuchern: Auch auf der Bühne gab es in den drei Chören sehr viele junge Gesichter. Zwei von ihnen, Lukas Jäger und Marius Strauch, hatten die Moderation übernommen und stellten die einzelnen Stücke in Stichworten vor. Ein sehr lobenswerter Ansatz, um fremdsprachige Texte zu verstehen und mehr Infos über bestimmte Lieder zu erhalten.

Viel Vorschussapplaus brandet auf, als die Chormitglieder zu Beginn auf die Bühne kommen und diese sich langsam immer mehr füllt. Als Dirigent Frank Ewald die Stufen heraufschreitet, bekommt er noch einmal extra Beifall. Er nimmt Aufstellung, gibt den Ton auf dem Klavier an und auf sein Zeichen geht es sofort los. Nach leisem Beginn lassen die versammelten Männer bei „Agonie“ mächtig ihre Stimmen ertönen und schaffen es so, den Saal bis in den hintersten Winkel zu beschallen.

Stolz auf die „bunte Mischung allein aus Aschbacher Kraft“ zeigen sich die beiden Moderatoren. Chormitglieder und Solisten stammen alle aus dem Wald-Michelbacher Ortsteil. Das Haus des Gastes ist zum Festival der Aschbacher Musik sehr stimmungsvoll indirekt ausgeleuchtet. Die eher besinnliche Stimmung kommt auch in den folgenden beiden, eher spirituellen Stücken zum Ausdruck. In „Jacobs Ladder“ hört man den Chor förmlich musikalisch die Ton-Stufen emporklettern. Mit jedem Tritt nach oben wird es auch lauter.

Jenny Heiligenthal, die wie auch später Stephanie Schmitt und Patricia Knapp als Solistin dabei ist, heimst mit „In deiner kleinen Welt“ bereits heftigen Applaus ein. „Si jamais j’oublie“ von Schmidt und „True Colors“ von Knapp, jeweils von der Begleitband mit Ralf Eisenhauer (der auch den Projektchor leitet), Thomas Sattler und Benedikt Breitwieser untermalt, sind weitere Glanzpunkte im Programm.

Anlässlich des Jubiläums hatte sich der MGV an zwei neue Stücke gewagt. „La marche des rois“ und der „Reh im Park-Blues“ zeigten die ganze Wandlungsfähigkeit des Chors. Und auch seine Vielstimmigkeit unter dem Dirigat von Ewald. Der Marsch der Drei Könige zum Jesuskind baut sich immer mehr auf, je näher sie Jesus kommen, bevor er achtstimmig endet. Zwei sehr schwierige Lieder, die sich die Männer da draufgeschafft haben. Nächster umjubelter Höhepunkt: Das Männerquartett mit einer A-cappella-Version von Uncle Crackers „Follow me“.

Leonard Cohens „Halleluja“ ist ein Klassiker. Das mächtige Stück mit leisen Zwischentönen beschließt diesen Set, bevor dann der „Jubiläumschor 135“ die Bühne betritt. Der huldigt erstmal dem schönen Heimatort: Das Aschbacher Lied erklingt in Ourewäller Dialekt. Die Hochzeit der Frösche, eigentlich aus Jugoslawien stammend, könnte genauso gut im Wiesental stattfinden, scherzen Jäger und Strauch. Ein weiteres bekanntes „Halleluja“ von Kobi Oshrat leitet in die Pause über.

Nach der geht‘s genauso abwechslungsreich weiter. Den Anfang macht der Projektchor mit drei Liedern. Da ist dann Joe Jackson dabei, aber auch Làszló Halmos und – ein bayrisches Medley. Mit der Schickeria, dem Skandal im Sperrbezirk und Fürstenfeld wird es den Gästen ganz weiß-blau in der Halle. Eher stillere Songs bilden den Mittelteil. Darunter das schwierige Seefahrerlied „Lowlands“ über eine traurige Liebe. Die drei Solistinnen gemeinsam mit „Imagine“ von John Lennon leiten dann über zum furiosen Finale mit bekanntem Ausgang. Bei der anschließenden „After-Show-Party“ wird noch bis in die Puppen gefeiert.

Mitwirkende

MGV Harmonie Aschbach, Projektchor, Jubiläumschor 135

Chorsolisten: Benedikt Breitwieser, Gerhard Hannowski , David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Lukas Jäger, Peter Jäger, Patrick Scholz und Marius Strauch; Sprecher: Matthias Strauch

Projektchor-Solisten: Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch, Florian Lindner und Michael Weihrauch

Solisten: Jenny Heiligenthal, Patricia Knapp, Stephanie Schmitt

Klavier: Marius Skibka

Begleitband: Benedikt Breitwieser, Ralf Eisenhauer und Thomas Sattler

Männerquartett: Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch

Moderation: Lukas Jäger, Marius Strauch

Großes Stelldichein des Gesangs beim MGV Aschbach zum 135-jährigen Bestehen

„Aschbach in Concert“ heißt es am Samstag, 28. Oktober, im Haus des Gastes. Zum 135-jährigen Bestehen des MGV Harmonie gibt sich dieser zusammen mit dem seit zehn Jahren existierenden „hauseigenen“ Projektchor und dem im Jubeljahr gegründeten Ensemble „Jubiläumsjahr 135“ ein Stelldichein des Gesangs. Die musikalische Gesamtleitung hat Frank Ewald. Verschiedene Solisten drücken den Songs ihren Stempel auf. Von Volkslied über Schlager bis hin zu Popsongs ist die Stückepalette sehr breit gestreut.

Der Männerchor mit seinen Sängern zwischen 17 und 81 Jahren bestreitet den Großteil des Programms. Solisten sind Benedikt Breitwieser, Gerhard Hannowski, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Lukas Jäger, Peter Jäger, Patrick Scholz und Marius Strauch. Sprecher ist Mathias Strauch. „Jakobs Ladder“, „We shall walk through the valley in peace“ oder „La marche des rois“ zählen zu den dargebotenen Liedern.

Auch der seit zehn Jahren bestehende Projektchor mit seinen 30 Sängern zwischen 16 und 65 Jahren wird ein paar Lieder schmettern. Er hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Vereins entwickelt. Neben jungen und jung gebliebenen Mitglieder des MGV-Chors singen hier auch weitere Männer jeden Alters mit, die (noch) nicht jeden Freitag in die Singstunde kommen können oder wollen.

Der Projektchor unter der Leitung von Ralf Eisenhauer tritt mit den Chorsolisten Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch, Florian Lindner und Michael Weihrauch auf. „Is he really going out with him“, „Jubilate deo“ und ein bayrisches Medley stehen auf der Setliste.

Solisten der Aufführung in Unter-Schönmattenwag sind Jenny Heiligenthal („In deiner kleinen Welt“), Patricia Knapp („True Colors“) und Stephanie Schmitt („Si jamais j’oublie“), die schließlich auch noch zu dritt mit „Imagine“ von John Lennon auftreten. Das Klavier spielt bei verschiedenen Stücken Marius Skibka. In der Begleitband wirken Benedikt Breitwieser, Ralf Eisenhauer und Thomas Sattler mit.

Der Chor „Jubiläumsjahr 135“, ebenfalls unter Frank Ewalds Leitung, singt das „Aschbacher Lied“, aber auch die „Hochzeit der Frösche“ und das „Halleluja“ von Oshrat. Das gleichnamige Stück von Leonard Cohen, „Lowlands“, „Katrin“ von den Black Fööss und „You’ll never walk alone“ oder „Follow me“ vom Männerquartett zählen ebenfalls zum abendfüllenden Programm. Zu hören gibt es daneben „The Drummer & The cook“, „Handwerkers Abendgebet“ oder „Das stille Tal“.

Am Sonntag, 29. Oktober, sind dann ab 10 Uhr die Chöre der drei Überwaldgemeinden Abtsteinach, Grasellenbach und Wald-Michelbach, des Sängerkreises Überwald/Weschnitztal sowie die Ewald-Chöre und weitere befreundete Vereine eingeladen, der Harmonie im Rahmen eines Freundschaftssingens zum Geburtstag zu gratulieren. Über 20 Ensembles treten an diesem Tag auf. Freunde des Chorgesangs dürfen somit einen überaus vielfältigen musikalischen Genuss erwarten.

KSG Kreidach Liederkranz, MGV Wallonia Wahlen, Voice Art MGV Liederkranz Trösel, MGV Wald-Michelbach, Volks-Chor Birkenau, Chorgemeinschaft GV Gorxheim/MGV Trösel, MGV Affolterbach, GV Sängerlust Schlierbach, MGV Sängerbund Heiligkreuzsteinach, MGV Harmonie Brombach-Kröckelbach und MGV Eintracht Birkenau geben sich die Ehre. Außerdem dabei: MGV Lyra Schriesheim, Gemischter Chor Waldeslust Scharbach, Gesangverein Eintracht Fahrenbach, GV Frohsinn Lörzenbach, Crescendo Scharbach, Singkreis Gras-Ellenbach, SKG Löhrbach Frohsinn, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, Projektchor des MGV Union Wald-Michelbach, GV Immergrün Hartenrod und MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

Wie 2007 zum 125-jährigen Bestehen möchte der Vorstand das aktuelle Jubiläumsjahr nutzen, um Werbung zu machen für den Männerchorgesang, für den es gerade in Aschbach unterschiedliche Angebote gibt. Unter anderem durch die Gründung des Projektchors ist es gelungen, eine größere Anzahl von Jugendlichen und jungen Sängern an den Verein zu binden. 20 Prozent der Aktiven sind unter 25 Jahren alt. Damit stemmt sich der MGV erfolgreich dem allgemeinen Trend des Mitgliederschwundes und dem „Sterben“ der Männerchöre entgegen.

Info: Vorverkaufskarten für das Jubiläumskonzert sind noch erhältlich bei BTR-Office, Elektro Werner, Optik Gross und Sparkasse in Wald-Michelbach, daneben bei allen Sängern sowie beim Vorsitzenden Dr. Dirk Breitwieser (06207/7507) und bei Michael Heiligenthal (06207/1564). Beginn ist am Samstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im Haus des Gastes Unter-Schönmattenwag. Tickets sind darüber hinaus an der Abendkasse erhältlich.

Finanzspritze fürs große Jubiläumswochenende Ende Oktober: MGV Harmonie Aschbach erhält von der Sparkassenstiftung 1500 Euro

Der MGV Harmonie Aschbach darf sich über eine schöne Unterstützung seiner Aktivitäten zum 135. Jubiläum freuen. Von der Sparkassenstiftung Starkenburg erhielt der Aschbacher Verein 1500 Euro zur Unterstützung seine Aufwendungen rund um das Jubiläumswochenende Ende Oktober. Dann findet am 28. Oktober im Haus des Gastes Schönmattenwag ein großes Jubelkonzert statt, am Tag darauf sind dort befreundete Chöre aus der Region zum musikalischen Geburtstagsständchen eingeladen.

MGV-Vorsitzender Dirk Breitwieser begrüßte die Sparkassen-Mitarbeiter im Sängerheim und freute sich über die Unterstützung anlässlich des Jubiläums. Andrea Helm von der Stiftung bezeichnete es als „ganz toll, was Sie vorhaben“. Sie würdigte, dass das Ergebnis hörbar sein wird: Die Live-Aufnahmen vom Konzert sollen in eine Jubiläums-CD integriert werden, die aber noch durch Studio-Aufnahmen ergänzt wird. „Es ist schön, wenn man solch ein Ereignis festhält“, betonte sie. Das gebe auch wieder Motivation, Pokale zu holen, meinte Helm mit Blick auf die sich vor Auszeichnungen biegenden Regale im Sängerheim.

Die Männerchöre sind aktuell im Umbruch, sagte Breitwieser. Beim MGV sei man in der glücklichen Lage, „dass unsere Sänger Söhne haben“. Zehn von diesen engagierten sich ebenfalls im Chor. Durch den Besuch der Bläserklasse am Überwald-Gymnasium „können die alle auch Noten lesen“, schmunzelte er. „Wir wollen aber auch die Generation dahinter erreichen“, betonte der Vorsitzende.

Extra für den Event in diesem Jahr wurde ein Chor „Jubiläumsjahr 135“ gegründet. Er besteht aus den Aktiven der beiden „regulären“ Chöre plus zwölf Gastsänger. Beim Konzert ist auch der zum 125-jährigen Bestehen vor zehn Jahren ins Leben gerufene Projektchor mit derzeit etwa 30 Mitgliedern dabei. Und natürlich das Flaggschiff des MGV. Mit über 50 Sängern ist dieses zahlenmäßig einer der größten Männerchöre in der näheren und weiteren Umgebung. „Unser Ziel ist es, irgendwann wieder auf 60 zu kommen“, meinte der zweite Vorsitzende Michael Heiligenthal. Der Gesamtverein zählt 180 Mitglieder.

„Wir wollen die Hemmschwelle zum Singstundenbesuch runterdrücken“, so Heiligenthal. Dies ist mit dem Projektchor, der einmal im Monat zur Probe zusammenkommt, bestens gelungen. „Wir brauchen ein niederschwelliges Angebot“, sagte auch Breitweiser. Als Verein, ergänzte Helm, „muss man immer ein bisschen mehr machen, um wahrgenommen zu werden“.

Am Samstag, 28. Oktober, wird um 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) das Konzert des Jubiläumsvereins unter der Leitung von Frank Ewald im Haus des Gastes Schönmattenwag stattfinden. Das vorläufige Programm ist mit einem Umfang von etwa 25 Liedern angedacht. Der Männerchor mit seinen Sängern zwischen 17 und 81 Jahren bestreitet den Großteil davon. In einen Block wird der Chor „Jubiläumsjahr 135“, ebenfalls unter Ewalds Leitung, mit drei Songs eingebunden. Zwischen den Blöcken wird es Solo-Beiträge überwiegend aus Bereich der Pop-Musik geben.

Auch der seit zehn Jahren bestehende Projektchor mit seinen 30 Sängern zwischen 16 und 65 Jahren wird ein paar Lieder schmettern. Er hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Vereins entwickelt. Neben jungen und jung gebliebenen Mitglieder des MGV-Chors singen hier auch weitere Männer jeden Alters mit, die (noch) nicht jeden Freitag in die Singstunde kommen können oder wollen. Zusammen mit Dirigent Ralf Eisenhauer werden poppige Lieder einstudiert.

Am Sonntag, 29. Oktober, sind dann ab 10 Uhr die Chöre der drei Überwaldgemeinden Abtsteinach, Grasellenbach und Wald-Michelbach, des Sängerkreises Überwald/Weschnitztal sowie die Ewald-Chöre und weitere befreundete Vereine eingeladen, der Harmonie im Rahmen eines Freundschaftssingens zum Geburtstag zu gratulieren. Freunde des Chorgesangs dürfen an diesem Tag einen vielfältigen musikalischen Genuss erwarten.

Wie 2007 zum 125-jährigen Bestehen möchte der Vorstand das aktuelle Jubiläumsjahr nutzen, um Werbung zu machen für den Männerchorgesang, für den es gerade in Aschbach unterschiedliche Angebote gibt. Unter anderem durch die Gründung des Projektchors ist es gelungen, eine größere Anzahl von Jugendlichen und jungen Sängern an den Verein zu binden. 20 Prozent der Aktiven sind unter 25 Jahren alt. Damit stemmt sich der MGV erfolgreich dem allgemeinen Trend des Mitgliederschwundes und dem „Sterben“ der Männerchöre.

Info: Vorverkaufskarten für das Jubiläumskonzert am 28. Oktober sind ab Samstag erhältlich bei BTR-Office, Elektro Werner, Optik Gross und Sparkasse in Wald-Michelbach, daneben bei allen Sängern sowie beim Vorsitzenden Dr. Dirk Breitwieser (06207/7507) und bei Michael Heiligenthal (06207/1564).

Gericht bestätigt Flockenbusch-Rückstellung bei Windkraft

Ein Etappensieg für die Gemeinde, die in dieser Angelegenheit mit den Windkraftgegnern an einem Strang zieht. Die vor knapp einem Jahr beantragte Rückstellung des Flockenbusch-Gebiets zwecks Windkraftnutzung wurde vom Verwaltungsgericht Darmstadt vor kurzem bestätigt. Geklagt hatte dagegen die VBV Wind GmbH, hinter der sich die Betreiber des schon in Betrieb befindlichen Windparks Greiner Eck verbergen. Direkt an der badischen Grenze hat die Gesellschaft Interesse, auf dem Höhenrücken drei Rotoren zu errichten.

Die von Wald-Michelbach gewünschte Rückstellung läuft laut Bürgermeister Sascha Weber nach einem Jahr Gültigkeit am 6. September aus. Bereits Anfang August hatte der Rathauschef die Verlängerung um ein weiteres Jahr beantragt. Kurz darauf trudelte die Entscheidung des Gerichts ein, dass dem Wunsch der Windenergie-Interessenten nicht stattgegeben wird und das Moratorium in Kraft bleibt. Weber zufolge mit Verweis auf das Planungsrecht der Gemeinde und den in Aufstellung befindlichen eigenen Teilflächennutzungsplan (TFNP), vor dessen Realisierung keine vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten.

Vor dem Hintergrund des ergangenen Urteils äußerte sich Weber zuversichtlich, dass sein Folgeantrag ebenfalls Bestand haben wird, sollte er beklagt werden. Andererseits könnte es vor dem Hintergrund der Gerichts-Begründung auch sein, dass es keine weitere Klage gebe, hoffte er. „Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Gemeinde“, so der Bürgermeister. „Wir werten es als ermutigendes Zeichen, dass das Gericht die Planungshoheit der Kommune respektiert und uns gestalten lässt“, sagte Weber. Zumindest werde ihr damit ein höheres Gewicht beigemessen „als es die Regionalplanung tut“.

Der Antrag auf Verlängerung der Rückstellung ist seinen Worten zufolge noch nicht durch. Allerdings ist das Ortsoberhaupt guter Dinge, dass der entsprechende, positive Bescheid rechtzeitig vor dem 6. September im Rathaus eintrudelt. Denn es ist seinen Worten zufolge das Bestreben der Gemeinde, Windkraft im Flockenbusch-Gebiet zu verhindern und dabei die notwendigen Schritte zu ergreifen.

Dabei kann er sich der Unterstützung der Bürgerinitiative Gegenwind Ulfenbachtal aus Schimmeldewog sicher sein, bei der man sich sehr erfreut über das Gerichtsurteil zeigte. Der Wunsch der Windkraftgegner ist, dass nun das Regierungspräsidium den Folgeantrag für ein weiteres Jahr ebenfalls befürwortet.