Halli Galli im Aschbacher Hussmouge Beach Resort

Willkommen im „Hussmouge Beach Resort“ mit Chef-Animateur Tom Sattler. Skurrile Gestalten treiben sich in der Südsee herum, bunte Tänze gibt es zu bestaunen, viele Abenteuer zu erleben und gar wundersamen Geschichten zu lauschen. „Sommer, Sonne, Strand und Meer – die Hussmouge im Südsee-Flair“ hatten die Aschbacher Fastnachter in diesem Jahr als Motto für ihre Prunksitzungen gewählt. Und natürlich dazu die Halle entsprechend tropisch-südländisch ausgestattet. Zusammen mit der herrschenden Schwüle im Saal also nahezu authentische Bedingungen.

Die „Hussmouge“ wissen, wie man ausgelassen Fasching feiert. In vier ausverkauften Prunksitzungen, die bis weit nach Mitternacht gingen, unterhielten sie an zwei Wochenenden ein ums andere Mal das närrische Publikum prächtig. Und konnten dabei auf die Begeisterungsfähigkeit ihrer Gäste zählen, die ihnen in punkto Einfallsreichtum bei der Kostümierung in nichts nachstanden. Vor allem die Samstage sind es, bei denen stimmungsmäßig die Post abgeht und auch bei manchem Kalauer trotzdem gelacht wird.

Die einzelnen Tische waren bestimmten Themen analog der Programmpunkte zugeordnet – und so boten die dort Sitzenden ein buntes, farbenprächtiges Sammelsurium an Verkleidungen. Hier unterhielt sich ein Johnny-Depp-Verschnitt mit Baywatch-David Hasselhoff, dort war ein Hula Girl im Gespräch mit einem Paradiesvogel. Ureinwohner, Taucher, Fischer, Meeresbewohner, Flugzeugcrew oder Animateure konkurrierten darum, wer am Schluss die Prämierung für den am schönsten dekorierten Tisch in Empfang nehmen durfte.

Die über 120 Akteure auf der Bühne setzten beim Einfallsreichtum fast noch einen drauf. Sitzungspräsident Thomas Sattler, mit Trillerpfeife, roten Shorts und gelbem Animations-T-Shirt so richtig auf die Wärme eingestimmt, führte nicht nur durchs Programm und kündigte die einzelnen Auftritte mit passenden Überleitungen an, sondern überbrückte die kleineren Umbaupausen immer mal wieder mit dem einen oder anderen (schlüpfrigen) Witz.

Alle Aktiven beim großen Finale auf der Bühne machten eindrucksvoll deutlich, auf welch breites Repertoire die „Hussmouge“ zurückgreifen können. Da waren Karibikweiber, Hula Mädels, Hotel-Maskottchen, Fische, Lebensretter, Animateur oder Ureinwohner ebenso wie die Zahnfee oder Überlebende eines Flugzeugsabsturzes dabei. Ihnen schallte wie auch den einzelnen Punkten des Abends ein dreifach donnerndes Helau entgegen. Sattlers „Dankeschön“ wurde stimmgewaltig mit einem weithin hallenden „Bitteschön“ entgegnet.

Peter Jäger und David Heiligenthal als „Hotelmaskottchen“ fluchten über die nervigen Gäste, insbesondere die kleinen Nervensägen. Nach ein paar Ausschmückungen, wie es zum ungeliebten Job kam, war ihr Lied über unbeantwortete Kinderfragen ein Hit. Begleitet von Tobias Walter auf der Gitarre, ging es um solch wichtigen Dinge, warum der Bürgermeister immer in karierten Sakkos herumläuft oder warum Tante Betty früher Onkel Heinz hieß.

Den tänzerischen Einstand hatte die Gruppe „1,2 Step“ als Animateure geboten, die mit Dance- und Reggae-Rhythmen gleich in die Vollen ging. Die „Gibos“ als Hula Mädels und Surfer heimsten viel Beifall ein. „Surfin‘ USA“ hieß es vor dem Unwetter von den Kleineren, ehe dann die Größeren zu lateinamerikanischen Melodien mit wallenden Gewändern auftraten.

Mit einer tollen Choreografie, aufwändigen Kostümen und blitzenden Lichteffekten wartete die Tanzgruppe „V.I.P.“ auf. Als Ureinwohner versuchten sie dem schlechten Wetter Einhalt zu gebieten. Aber nicht nur die VIPs, auch die anderen Tänzerinnen und Tänzer hatten viel Arbeit in ihre Klamotten gesteckt, die sehr farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail rüberkamen.

„Just for Fun“ gibt es seit 20 Jahren: Ein Grund mehr für die Tänzerinnen, unter großem Jubel ihren Auftritt zu absolvieren. Zum folgenden Clubtanz wurde auch Bürgermeister Sascha Weber auf die Bühne gebeten, um sich dabei seinen Orden zu verdienen. Ulla Wilhelm und Renate Walter als „Karibikweiber“ lieferten einen Nonsens-Rundumschlag mit ein paar Nackenschlägen Richtung Männer. Allerdings waren sie auch ziemlich selbstkritisch: „Wir haben das richtige Alter, wir müssen nur noch herausfinden, für was.“ Renate Walter nahm’s mit den Gefahren des Rauchens sehr genau: Sie raucht nur die Glimmstängel, auf denen steht, dass sie Hodenkrebs erzeugen.

Was die Gruppe „Galaxy“ als Fische „Unter dem Meer“ bot, war sehenswert. Vor aufwändiger Bühnen-Deko mit Beachbar, eingehüllt in warme Lichter, tummelte sich so einiges. Da passte eines zum anderen, die Atmosphäre stimmte und die Zuschauer waren angetan von der Vorführung. Lea Walter, Elena Jäger und Alina Wojcik kalauerten sich durch alle gängigen Klischees. Zu viel Alkohol, Figurprobleme, Defizite des anderen Geschlechts und Zwischenmenschliches wurden durch den Kakao gezogen. „Aschbach, da sind wir daheim“ stieß als Schlusssong auf begeisterten Widerhall.

Flamingos, Tiki Bar, Reception, Tropical Garden oder Mini Disco waren nur ein paar der Schilder, die an der Bühnenecke als Dekoration aufgebaut waren. Palmen wuchsen quasi aus der Hallenwand, tropische Pflanzen mitsamt Flamingos schufen die Illusion eines Südsee-Resorts. Das hatte sich auch die Theatergruppe für einen Videoclipdreh rausgesucht. Natürlich lief so einiges schief, musste erst eine deutsche Schmonzette geträllert werden, bevor es dann doch zum Ende hin ein Piratenlied zum Mitklatschen wurde. Was die Darsteller stimmlich draufhaben, ist wirklich beachtenswert.

Die „Devils“, die sich nach dem Flugzeugabsturz auf die Insel gerettet hatten, wussten tänzerisch danach mit ein paar Stücke zu überzeugen. Ein Fest nicht nur für die Frauen-Augen waren die Männer in Action, „MAD“. Bei ihrem Baywatch durfte der David-Hasselhoff-Hit „Looking for Freedom“ natürlich nicht fehlen. In ihren roten engen Teilen gab’s kräftigen Jubel für die ansehnlichen Lebensretter.

Zahnfee Eileen Kumpf auf Kreuzfahrt mit den ganzen Figuren aus dem Märchenreich litt an akuter Pinocchio-Phobie. Dem Holzmann mit der langen Nase schenkte sie es gleich mehrfach ein. Wie sie sich wegen Sonnenbrand mit Quark einschmiert, der „wegen der Hitze in mir“ prompt zu Kochkäse wird, war klasse.

Der Prinz, der das 100 Jahre schlafende Dornröschen nicht küssen will („wie die dann aus der Gosch stinkt“), zu viele Absacker mit dem Sandmännchen, Exzesse beim Töpferkurs oder Schneewittchen, das seit dem Vorfall mit dem Apfel nur „ungesunden Dreck frisst“ – es gab Interna in größter Eindringlichkeit zu hören. Schon am neuen Tag gab es weitere heftige Ausschläge des Stimmungsbarometers.

Hussmouge Aschbach Aktivenliste 

1,2 Step – Animateure: Anna Riesinger, Alica Berger, Steffi Schmitt, Michelle Pleiner, Katharina Ehret, Jenny Gansmann, Julia Wojcik, Claudia Keller, Marco Riebel, Miriam Strauch, Carola Sauerwein, Julia Pleiner, Raissa Schäfer, Jenny Heiligenthal, Nina Reinhard

Begrüßung und Programmleitung: Thomas Sattler

Gibos – Hulamädels und Surfer: Nuria Carrasco-Torrez, Hannah Klos, Hanna Wiegand, Marleen Raabe, Joleen Versteegen, Jule Helfrich, Meline Fingerle, Jaline Cee, Jasmin Spaniol, Clara Schulz, Sofia Reuber, Marie Weickel, Sophia Tilger, Lilly Keller, Antonia Wetter, Christopher Spaniol, Elena Jäger, Jana Gries, Alina Wojcik, Lea Schork, Lisa Höfler, Mailin Kohl, Anna Weickel, Emilia Schäfer, Regie: Johanna Weihrauch, Claudia Keller, Manuela Kaiser, Tina Kessler, Nicole Weickel

Hotelmaskottchen: Peter Jäger, David Heiligenthal, Tobias Walter

V.I.P. – Ureinwohner: Julia Müller, Manuela Patzak, Anika Klos, Manuela Kaiser, Alisa Appel, Franca Giacomini, Giorgia Giacomini, Johanna Weihrauch, Anne Mottl, Lena Mottl, Lena Knapp, Vanessa Reinig

Just for Fun – Jubiläum: Bettina Michel, Yvonne Sattler, Stephanie Rohr, Bettina Zuber, Anja Jäger, Natalie Jäger, Katja Becker, Andrea Breitwieser, Stephanie Schmitt, Susanne Krapp, Marita Wiemer, Kirsten Bihn, Renate Bihn, Beate Riebel, Eileen Kumpf, Simone Golz, Silja Bräse, Tanja Gölz

Karibikweiber: Ulla Wilhelm und Renate Walter

Galaxy – Unter dem Meer: Tina Kohl, Vivien Weihrauch, Katrin Knobloch, Anna Knobloch, Luisa Heiligenthal, Alicia Meinhoff, Eva Schork, Anna Lehner, Nadja Jäger, Nadine Scholz, Laura Schork, Elisa Breitwieser, Julia Hörr, Carolin Jäger

Urlaubsanimation: Lea Walter, Elena Jäger, Alina Wojcik

Theatergruppe – Videoclipdreh: Lena Knapp, Peter Jäger, Kirsten Bihn, Stephanie Schmitt, Eva Wetter, Sascha Fischer, Anna Lehner, Anja Jäger, Stephanie Rohr, Eileen Kumpf

Devils – Flugzeugabsturz: Eva Schörling, Peter Jäger, Eva Wetter, Patrick Scholz, Tina Knapp, Elena Jäger/Lukas Jäger, Sina Sauer, Dennis Riebel, Franziska Michel, David Heiligenthal, Regie: Bettina Michel und Anke Jäger

Zahnfee: Eileen Kumpf

MAD – Baywatch: Frank Hartmann, Carsten Weihrauch, Sandro Riebel, Michael Weihrauch, Daniel Patzak, Daniel Werner, Marius Strauch, Max Lehner, Marius Gölz

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Posted by Thomas Wilken on Monday, January 29, 2018

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Biber hat sich an der Heckenmühle niedergelassen

Am Neckar gehören die Biber seit einigen Jahren wieder zum Landschaftsbild. Zwischen Mannheim und Gundelsheim wird die Population auf 45 Tiere geschätzt. An der Elsenz sollen es etwa 25 sein. Eberbach ist das nächstgelegene bekannte Vorkommen. In den Odenwald haben es die Tiere bisher eher selten geschafft. Allerdings hat sich nun einer im Ulfenbachtal bei der Heckenmühle zwischen Aschbach und Affolterbach niedergelassen. Georg Schumacher wurde dort auf ihn aufmerksam.

„Es fing vor knapp einem Monat an, dass immer mehr abgenagte Äste und Baumstücke bei unserer Wasserkraftanlage angeschwemmt wurden“, berichtet er. „Ich habe mich dann mal auf die Suche gemacht und am Mühlgraben angenagte Bäume entdeckt.“ Dann ist es ihm gelungen, „den Kerl mit der Wildkamera abzulichten. Leider nur nachts“, bedauert er.

Vor einiger Zeit, weiß Schumacher, wurde ein Nager schon einmal am Wald-Michelbacher Waldschwimmbad gesichtet. Bekannt ist ein Vorkommen außerdem an der Gersprenz oder auch am Finkenbach. Ob das Tier jetzt von Süden oder Norden an den Ulfenbach kam, vermag Georg Schumacher nicht einzuschätzen. Er rechnet mit einem Jungtier, einem Einzelgänger, der sich nach der Geschlechtsreife und der Abnabelung von den Eltern ein neues Revier suchen musste.

Drei oder vier Stämme hat der Biber bereits im Oberwasser der Mühle abgenagt. Sie sind Schumacher an der Stelle aufgefallen, wo der Mühlgraben den Radweg unterquert. Deshalb installierte er dort auch die Kamera. „Nach drei Tagen war er drauf.“ Aber tagsüber lässt sich der scheue, nachtaktive Kerl weiterhin nicht blicken. Nur seine Nagespuren zeugen vom Vorkommen. Die Sträucher und Bäumchen sind etwa zehn Meter vom Bach entfernt und werden vom Tier dorthin gezogen.

Im Gespräch mit Förster Stefan Aßmann erfuhr Georg Schumacher, dass dieser aktuell nichts von einem weiteren Bibervorkommen im Revier weiß. „Wie der Wolf kommt alles wieder zurück“, meint der Heckenmühlen-Anwohner. Das Raubtier ist sogar ein natürlicher Feind des Bibers. Zu fressen findet der Biber-Vegetarier im Umfeld genug. Denn es gibt Richtung Affolterbach viel naturbelassene Landschaft. Zwischen Ulfenbach und Mühlgraben sogar eine „totale Wildnis“, in der sich der Biber problemlos verkriechen kann, um abseits der suchenden Blicke zu bleiben.

Der Mühle können die Speiseüberreste nicht gefährlich werden, sagt Schumacher. „Der grobe Rechen fängt größere Holzstücke ab, die oben kommen“, betont er. Und die Mühlblätter sind stabil genug, um den einen oder anderen Rest zu verpacken. Es wäre nur ungünstig für die Wasserkraft, wenn das Tier den Mühlgraben aufstauen würde. Damit rechnet er aber mit Blick auf die bisher eher dünneren Äste nicht. Außerdem gibt es im Bach genügend Stellen, wo schon umgestürzte Bäume liegen.

„Unsere Probleme sind eher Fuchs, Habicht und Marder“, meint Schumacher mit Blick auf die Hühnerpopulation vor dem Fenster. „Bisamratten sind schlimmer“, weiß Schumacher aus leidvoller Erfahrung. Denn die graben Löcher in die Böschung. Nutrias wussten ebenfalls schon das ökologische Kleinod Ulfenbachtal mit seiner besonderen Fauna und Flora zu schätzen.

Mit fetzigen Songs gegen Kälte und Regen: Thousand Years Later bei der Aschbacher Straßenfastnacht

Nach dem Wald-Michelbacher Rathaussturm der „Hussmouge“ wurde groß weiter gefeiert. Wegen Kälte und Regen verlegte man die Straßenfastnacht kurzerhand in die Aschbacher Mehrzweckhalle. Eine sehr gute Entscheidung. Die Fastnachter waren mehr als zufrieden mit dem Abend. Ab 18.11 Uhr sorgte bis Mitternacht die Band „Thousand Years Later“ mit Mitgliedern aus Aschbach, Schönmattenwag und Abtsteinach wie schon in den Vorjahren durch ihr abwechslungsreiches Programm für mächtig Stimmung und Hitze. Das war auch bitter nötig, denn das Wetter auf dem Hinweg ging durch Mark und Bein.

Timo Walter, Tobias Walter, Sven Dörsam, Benedikt Breitwieser, Benedikt Staat und Katharina Zink sowie Janina Becker aus Unter-Abtsteinach (Keyboards) spielten aktuelle Hits aus Rock und Pop, dazu Schlager und echte Klassiker. So gab’s Songs von den Ärzten, Westernhagen, Journey, Melissa Etheridge, Bon Jovi, Lady Gaga, Prince, Abba, Tina Turner, Robbie Williams, Kings of Leon und anderen zu hören.

Knapp 60 Songs umfasste an dem Abend die TYL-Setliste, das Repertoire hat noch viel mehr Songs in petto. Während des ersten Sets füllte sich die Halle langsam aber sicher immer mehr. Nach und nach, eine Stunde nach Beginn, sammelten sich die Zuschauer an den Stehtischen vor der Bühne. Während des zweiten Sets wurde es merklich voller, der Stimmungspegel ging in die Höhe. In bekannter Qualität und bewährter Manier brachten die sieben Musiker ihre Songs rockig-fetzig rüber, egal ob das Original schon so angelegt war.

Mit Sven Dörsams Gitarrenriffs wurde so aus manchem deutschen Schlager schnell mal ein Abgeh-Song, dem man den Ursprung kaum noch anmerkte. „Verdamm ich lieb dich“ oder „Waterloo“ gewannen dabei eine ganz neue Qualität. Mit lässigen Posen und guten Sound ging der Gitarrist zu Werke und machte aus so mancher Schmonzette ein hörenswertes Lied. Dass ihm die Riffs dabei gut aus den Fingern flossen, trug zum guten musikalischen Gesamteindruck bei.

Gesanglich spielten sich Timo Walter und Katharina Zink die Bälle zu. Nach der Pause gab’s dann ein zuerst wenig Kontrastprogramm, nachdem im ersten Set ein paar rockige Songs dabei waren. Danach schlug aber die Stunde des Schlagers. „Tür an Tür mit Alice“ oder „Barfuß im Regen“ knallten durch die Menge. „Ham kummst“ oder „Türlich türlich“ waren ebenfalls einige Songs aus der Schublade „Schon oft gehört und immer wieder gut“.

Zu der Coverband aus dem Überwald gehören auch noch Tobias Walter (Gesang), Benedikt Breitwieser (Bass) und Benedikt Staat (Drums). „99 Luftballon“ von Nena, „Major Tom“ von Peter Schilling oder „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews durften nicht fehlen. „Bed of Roses“ von Bon Jovi, „I love Rock’n’Roll“ von Joan Jett oder „Purple Rain“ von Prince standen für die etwas härtere Gangart des Programms, das bis nach Mitternacht für gute Laune sorgte.

Eingeleitet wurde jeder Set mit dem Narrhalla-Marsch. Zum Schluss hin ging’s weit zurück in die „Neue Deutsche Welle“. Peter Schillings „Major Tom“, der „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang, aber auch „Über sieben Brücken“, bekannt geworden durch Peter Maffay, sorgten für gewaltige Stimmung unter den Besuchern. Ganz zum Ende hin packte die Band dann nochmal ihre rockige Seite aus: Tina Turner „Simply the best“ läutete das Finale ein, das mit „Angels“ abgeschlossen wurde.

Aschbacher „Hussmouge“ stoßen beim Wald-Michelbacher Rathaussturm auf wenig Widerstand

Die Gegenwehr der schmalen Rathaus-Besatzung war kurz und heftig, aber – natürlich – erfolglos. Der versammelten Fastnachter-Macht aus Aschbach hatten Bürgermeister Dr. Sascha Weber und seine doch angesichts der Übermacht stark dezimierte Rathaus-Crew wenig bis nichts entgegenzusetzen. Ziemlich schnell gaben sich die Hausherren geschlagen und öffneten die Türen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, dass der Rathauschef als Till Eulenspiegel den Einlass Suchenden entgegentrat.

Lautstark und von einem heftigen Konfettiregen begleitet, verschafften sich die „Hussmouge“ Einlass. Sie hatten dabei ihre Jüngsten vorgeschickt, die erfolgreich an der Pforte rüttelten. Mit Beginn der fünften Jahreszeit hatte die Narrenschar aus dem Ortsteil Punkt 17.11 Uhr im Handstreich Besitz von der Verwaltungszentrale ergriffen.

„Es ist geschafft, die Tür ist offen, dass sie zu bleibt, konntet ihr nur hoffen“, reimte Sitzungspräsident Thomas Sattler. „Die fünfte Jahreszeit hat heut begonnen, das Rathaus haben wir schon eingenommen. Bis Aschermittwoch haben wir die Macht, im Rathaus wird nur noch gesungen und gelacht“, gab er als Motto für die närrischen Tage vor. „Alle Hussmouge und Beamte, das wird eine Schau, rufen zusammen ein dreifaches Hellau“, forderte er. Prompt dröhnte es lautstark durch das Foyer.

Dort hatte es sich die närrische Schar nach einem wahren Konfettiregen bequem gemacht. Die Kostüme waren dabei ein Mix aus den vergangenen Jahren: Mexikaner stand neben Cowboy, der Engel breitete seine Flügel aus – von der vielfältigen Tierwelt wie Affen, Giraffen und Katzen ganz zu schweigen. „Nur wenige von uns sind daheim geblieben“, machte Sattler die drückende Übermacht der Hussmouge deutlich. Um die 50 Narren waren es, die die schmale Rathaus-Besatzung mit Jubel, Trubel, Heiterkeit rasch überwältigten.

Sie müssen in dieser Kampagne auch schnell sein. Denn die ist extrem kurz. Aber deshalb „geballt“, wie Sattler lachte. Die Prunksitzungen starten bereits in zehn Wochen, Mitte Februar ist bereits wieder alles vorbei. Deshalb sind die einzelnen Gruppen bereits kräftig am Proben und Vorbereiten. Nach den Sommerferien ging’s los und jetzt in die heiße Phase, um pünktlich zu den Auftritten die Besucher der vier Sitzungen wieder zu begeistern.

Bürgermeister Weber sagte: „Die Verteidigung des Rathauses ist uns leider nicht gelungen, mit eurem Frohsinn habt ihr wieder den Sieg errungen.“ Aber er freute sich auch, bis Aschermittwoch die Regentschaft abtreten zu können. „Wir fügen uns dem und machen das Beste daraus, darum lasst uns gemeinsam feiern heut in diesem Haus.“

Er wünschte den Karnevalisten eine gute Kampagne „mit viel Spaß, kommt lasst uns erheben darauf das Glas“. In weiser Voraussicht hatte man sich im Rathaus bereits mit Getränken und Süßigkeiten eingedeckt, um so die große Narrenschar zu beschwichtigen. Mit Erfolg… „Wir sagen jetzt Prost und machen Radau, auf die Fastnacht ein dreifach Helau“, schloss Weber.

Von den sieben Aschbacher Tanzgruppen war jede mit einigen Teilnehmern vertreten: Gibos, Devils, Galaxy, Just for Fun, 1,2 step, M.A.D. (Men at Dance) und VIP verbreiteten im Rathaus ebenso Fröhlichkeit wie die Büttenredner der Hussmouge. Weil Bürgermeister Weber so bereitwillig den Schlüssel herausgegeben hatte, wurde er mit den ersten zwei VIP-Karten für die kommende Prunksitzung belohnt. Vor allen anderen: Denn der reguläre Vorverkauf startet erst beim Aschbacher Weihnachtsmarkt am 16. Dezember.

Info: Die vier Fastnachtssitzungen an den letzten beiden Januar-Wochenenden haben Hussmouge-gemäß ein langes Motto: „Sommer, Sonne, Strand und Meer – die Hussmouge im Südsee-Flair“. Termine sind: Freitag, 20., Samstag, 21., Freitag, 27., und Samstag, 28. Januar, jeweils 20.11 Uhr. Die Vorbereitungen für die neue Kampagne, deren Programmpunkte natürlich noch ein streng gehütetes Geheimnis sind, laufen auf Hochtouren. Der Sitzungspräsident verspricht „sensationelle Ereignisse“. Auf jeden Fall gibt es ein Jubiläum zu feiern: Die Gruppe „Just for Fun“ wird 20 Jahre alt.

Klangvolle Geburtsständchen für die Harmonie: Viele Chöre machten dem Aschbacher MGV ihre Aufwartung

So erfolgreich wie sich die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 135-jährigen Bestehen des MGV Harmonie Aschbach angelassen hatten, setzten sie sich auch am Sonntag mit dem Freundschaftssingen fort. Chöre der drei Überwaldgemeinden, des Sängerkreises Überwald/Weschnitztal sowie die Ewald-Ensembles und weitere befreundete Vereine gratulierten der Harmonie im Haus des Gastes zum Geburtstag. Klangkörper aller Kategorien (Projekt-, Männer-, Frauen- und gemischte Chöre) von 15 bis über 60 Sänger zeigten sich dabei sehr gut vorbereitet und motiviert.

Das Repertoire der verschiedenen Ensembles erwies sich als sehr vielfältig: Von populären und humoristischen Liedern bis hin zu Wettbewerbsprogrammen mit höchstem Anspruch war alles dabei. So war etwa der Volkschor Birkenau mit seinem Repertoire zugegen, das er beim hessischen Chorwettbewerb am 12. November darbieten wird. Auch der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag glänzte mit seinen Wettbewerbsstücken und setzte damit den klangvollen Schlusspunkt eines qualitativ sehr hochwertigen Freundschaftssingens.

Dass, wie es in den Ansprachen anklang, der Sängerkreis bestens aufgestellt ist, kam im sehr abwechslungsreichen Programm auf hohem Niveau zum Ausdruck. Es gab kaum Überschneidungen in der Liedauswahl der verschiedenen Chöre. Damit bewiesen die Klangkörper der Region ihre ungebrochene Vitalität und zeigten den Gegentrend im Sängerkreis und insbesondere im Überwald zum allgemeinen Tief im Chorgesang volltönend auf.

Das „Haus des Gastes“ war den ganzen Tag über durchgängig sehr gut besetzt. Viele Freunde der Chormusik und interessierte Sänger waren offensichtlich nicht nur für ihren eigenen Auftritt gekommen, sondern verweilten auch länger. Eine sehr gute Disziplin auch bei den Zuhörern stellten die Veranstalter fest. Die gekonnte Moderation erfolgte durch Michael Pleiner. Er unternahm mit den Gästen zwischen den Chorbeiträgen (also beim Auf- und Abgang) eine Zeitreise durch 135 Jahre Harmonie Aschbach mit einzelnen Highlights.

Mit einem Schiller-Zitat verwies Landrat Christian Engelhardt in seinem Grußwort darauf, dass „Musik die Macht hat, Kummer und Trübsal zu vertreiben“. Sie mache Freude und schaffe Harmonie, ging er auf den Namen des Jubelchores ein. Es sei eine ganz besondere Leistung, über 135 Jahre die musikalische Gemeinschaft zu bewahren und auf einem solch hohen Niveau zu halten. Hervorragende Vereinsarbeit, engagierte Dirigenten und tolle Sänger seien hierfür die Grundpfeiler.

Engelhardt lobte die Anstrengungen des großen Chors mit seinen über 50 Sängern, die Jugend miteinzubinden. „Alle wissen, wie schwierig das in der heutigen Zeit ist.“ Er sei froh, so der Landrat, dass sich die Chöre im Kreis Bergstraße in einer solch guten Verfassung präsentierten. „Die Ensembles liebten ihre Heimat und drücken das durch den Gesang aus“, sagte er. „Das macht unsere Heimat lebenswert.“ Ohne den Chorgesang, meinte er, wäre vieles ärmer.

Bürgermeister Dr. Sascha Weber, bekanntermaßen selbst dem Gesang verbunden, freute sich deshalb besonders, dass in Großgemeinde und Region so ausgiebig und dauerhaft gesungen wird. „Wir haben sehr viele Chöre, deren Mitglieder mit Begeisterung dabei sind.“ Der Aschbacher MGV beweise eindrucksvoll, wie man den Gesang und damit auch gleichzeitig das Dorf am Leben erhalte.

Für die CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Heitland sind Gesangvereine wie der Jubilar „aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken“. Ohne diese „wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer“. Mit klugen Konzepten habe die Harmonie dafür gesorgt, dass es immer weitergeht. „Auf die Idee, einen Jubiläumschor zu gründen muss man erstmal kommen“, meinte sie anerkennend. Der Name Harmonie sei Programm. Der Verein sei so etwas wie ein ruhender Pol, eine Gelegenheit sich einzubringen und mit Gleichgesinnten zu treffen.

SPD-Landtagskollegin Karin Hartmann würdigte die „tollen Liedbeiträge“ in einem „sehr hochkarätigen Freundschaftssingen“. In der Region könne man stolz auf ein breites gesangliches Angebot sein, sagte sie. Mit dieser Vielfalt hebe man sich von anderen Gegenden ab. Die hiesigen Gesangvereine verstehen es laut Hartmann bestens, die Menschen „mit modernem und traditionellem Liedgut zu begeistern“.

Dem konnte Wolfgang Schlapp nur beipflichten. Der Vorsitzende des Sängerkreises Weschnitztal/Überwald freute sich über die die Entwicklung bei der Harmonie. Die Gründung des Projektchors vor zehn Jahren bezeichnete er als „mutige und richtige Entscheidung“. Denn: „Man muss sich ständig neu erfinden.“ Die MGV-Verantwortlichen werden es gerne gehört haben, dass Schlapp im Anschluss das Aschbacher Geburtstagskind als „Leuchtturm und Aushängeschild im Sängerkreis“ bezeichnete.

Teilnehmende Chöre: KSG Kreidach Liederkranz, MGV Wallonia Wahlen, Voice Art MGV Liederkranz Trösel, Volks-Chor Birkenau, Chorgemeinschaft GV Gorxheim/MGV Trösel, MGV Affolterbach, GV Sängerlust Schlierbach, MGV Sängerbund Heiligkreuzsteinach, MGV Harmonie Brombach-Kröckelbach, MGV Eintracht Birkenau, MGV Lyra Schriesheim, Gemischter Chor Waldeslust Scharbach, Gesangverein Eintracht Fahrenbach, GV Frohsinn Lörzenbach, Crescendo Scharbach, Singkreis Gras-Ellenbach, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, Projektchor des MGV Union Wald-Michelbach, GV Immergrün Hartenrod, MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

Rauschender Beifall fürs Jubiläumskonzert: MGV Aschbach macht sich zum 135-jährigen Bestehen selbst das schönste Geschenk

Frenetischer Jubel, Standing Ovations, kaum enden wollender Beifall: Was der MGV Harmonie unter dem Motto „Aschbach in Concert“ im Haus des Gastes zu seinem 135-jährigen Bestehen bot, fand begeisterte Aufnahme im ausverkauften Saal. Mehr als 400 Besucher lauschten dem über zweistündigen Best-of der Aschbacher Sangeskunst, das MGV, Projekt- und Jubiläumschor sowie verschiedene Solisten auf die Bühne zauberten. Dass diese geballte Demonstration aus vielen Kehlen nicht ohne Zugabe bleiben würde, war klar.

„Guten Abend, gute Nacht“ versammelte als allerletztes Stück eines berauschenden Abends alle Chöre mitsamt Solisten und Begleitband auf der Bühne. Die wurde bei 70 Mitwirkenden ziemlich eng. Schon zuvor hatte es mit dem „Feuerzeug“ eine erste Zugabe mit Solo von David Heiligenthal gegeben. Dass die Zuschauer mehr fordern würden, war spätestens nach dem letzten Set klar, den der Männerchor bestritt.

„Katrin“ von den Black Fööss präsentierte mit Matthias Strauch einen kongenialen Sprecher, der sich zur Freude der Gäste immer mehr in die Sache reinsteigerte. Das Stück selbst ist ja hinreichend bekannt und hat viele Fans. Nach „The Drummer & The Cook“ über den Schlagzeuger und die Köchin richtete MGV-Vorsitzender Dirk Breitwieser Dankesworte an alle Mitwirkenden und Gäste. Für die Damen gab es einen Blumenstrauß.

Wortgewaltiger Abschluss dann mit der Liverpool-Hymne „You’ll never walk alone“. Am Piano von Marius Skibka begleitet, entführte der Chor die Besucher ins Stadion an der Enfield Road. Zum Schluss wurde der Song richtig mächtig und schallte bis in die letzten Winkel der Halle. Das lauteste Stück im Repertoire, auf das langanhaltender Applaus folgte. Und eben die Zugabe-Rufe ohne Ende. Das schönste Kompliment für die Aschbacher gab’s von einem Gast. Der hatte noch nie ein Gesangverein-Konzert erlebt, „bei dem so viele junge Leute unter den Besuchern waren“.

Aber nicht nur unter den Besuchern: Auch auf der Bühne gab es in den drei Chören sehr viele junge Gesichter. Zwei von ihnen, Lukas Jäger und Marius Strauch, hatten die Moderation übernommen und stellten die einzelnen Stücke in Stichworten vor. Ein sehr lobenswerter Ansatz, um fremdsprachige Texte zu verstehen und mehr Infos über bestimmte Lieder zu erhalten.

Viel Vorschussapplaus brandet auf, als die Chormitglieder zu Beginn auf die Bühne kommen und diese sich langsam immer mehr füllt. Als Dirigent Frank Ewald die Stufen heraufschreitet, bekommt er noch einmal extra Beifall. Er nimmt Aufstellung, gibt den Ton auf dem Klavier an und auf sein Zeichen geht es sofort los. Nach leisem Beginn lassen die versammelten Männer bei „Agonie“ mächtig ihre Stimmen ertönen und schaffen es so, den Saal bis in den hintersten Winkel zu beschallen.

Stolz auf die „bunte Mischung allein aus Aschbacher Kraft“ zeigen sich die beiden Moderatoren. Chormitglieder und Solisten stammen alle aus dem Wald-Michelbacher Ortsteil. Das Haus des Gastes ist zum Festival der Aschbacher Musik sehr stimmungsvoll indirekt ausgeleuchtet. Die eher besinnliche Stimmung kommt auch in den folgenden beiden, eher spirituellen Stücken zum Ausdruck. In „Jacobs Ladder“ hört man den Chor förmlich musikalisch die Ton-Stufen emporklettern. Mit jedem Tritt nach oben wird es auch lauter.

Jenny Heiligenthal, die wie auch später Stephanie Schmitt und Patricia Knapp als Solistin dabei ist, heimst mit „In deiner kleinen Welt“ bereits heftigen Applaus ein. „Si jamais j’oublie“ von Schmidt und „True Colors“ von Knapp, jeweils von der Begleitband mit Ralf Eisenhauer (der auch den Projektchor leitet), Thomas Sattler und Benedikt Breitwieser untermalt, sind weitere Glanzpunkte im Programm.

Anlässlich des Jubiläums hatte sich der MGV an zwei neue Stücke gewagt. „La marche des rois“ und der „Reh im Park-Blues“ zeigten die ganze Wandlungsfähigkeit des Chors. Und auch seine Vielstimmigkeit unter dem Dirigat von Ewald. Der Marsch der Drei Könige zum Jesuskind baut sich immer mehr auf, je näher sie Jesus kommen, bevor er achtstimmig endet. Zwei sehr schwierige Lieder, die sich die Männer da draufgeschafft haben. Nächster umjubelter Höhepunkt: Das Männerquartett mit einer A-cappella-Version von Uncle Crackers „Follow me“.

Leonard Cohens „Halleluja“ ist ein Klassiker. Das mächtige Stück mit leisen Zwischentönen beschließt diesen Set, bevor dann der „Jubiläumschor 135“ die Bühne betritt. Der huldigt erstmal dem schönen Heimatort: Das Aschbacher Lied erklingt in Ourewäller Dialekt. Die Hochzeit der Frösche, eigentlich aus Jugoslawien stammend, könnte genauso gut im Wiesental stattfinden, scherzen Jäger und Strauch. Ein weiteres bekanntes „Halleluja“ von Kobi Oshrat leitet in die Pause über.

Nach der geht‘s genauso abwechslungsreich weiter. Den Anfang macht der Projektchor mit drei Liedern. Da ist dann Joe Jackson dabei, aber auch Làszló Halmos und – ein bayrisches Medley. Mit der Schickeria, dem Skandal im Sperrbezirk und Fürstenfeld wird es den Gästen ganz weiß-blau in der Halle. Eher stillere Songs bilden den Mittelteil. Darunter das schwierige Seefahrerlied „Lowlands“ über eine traurige Liebe. Die drei Solistinnen gemeinsam mit „Imagine“ von John Lennon leiten dann über zum furiosen Finale mit bekanntem Ausgang. Bei der anschließenden „After-Show-Party“ wird noch bis in die Puppen gefeiert.

Mitwirkende

MGV Harmonie Aschbach, Projektchor, Jubiläumschor 135

Chorsolisten: Benedikt Breitwieser, Gerhard Hannowski , David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Lukas Jäger, Peter Jäger, Patrick Scholz und Marius Strauch; Sprecher: Matthias Strauch

Projektchor-Solisten: Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch, Florian Lindner und Michael Weihrauch

Solisten: Jenny Heiligenthal, Patricia Knapp, Stephanie Schmitt

Klavier: Marius Skibka

Begleitband: Benedikt Breitwieser, Ralf Eisenhauer und Thomas Sattler

Männerquartett: Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch

Moderation: Lukas Jäger, Marius Strauch

Großes Stelldichein des Gesangs beim MGV Aschbach zum 135-jährigen Bestehen

„Aschbach in Concert“ heißt es am Samstag, 28. Oktober, im Haus des Gastes. Zum 135-jährigen Bestehen des MGV Harmonie gibt sich dieser zusammen mit dem seit zehn Jahren existierenden „hauseigenen“ Projektchor und dem im Jubeljahr gegründeten Ensemble „Jubiläumsjahr 135“ ein Stelldichein des Gesangs. Die musikalische Gesamtleitung hat Frank Ewald. Verschiedene Solisten drücken den Songs ihren Stempel auf. Von Volkslied über Schlager bis hin zu Popsongs ist die Stückepalette sehr breit gestreut.

Der Männerchor mit seinen Sängern zwischen 17 und 81 Jahren bestreitet den Großteil des Programms. Solisten sind Benedikt Breitwieser, Gerhard Hannowski, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Lukas Jäger, Peter Jäger, Patrick Scholz und Marius Strauch. Sprecher ist Mathias Strauch. „Jakobs Ladder“, „We shall walk through the valley in peace“ oder „La marche des rois“ zählen zu den dargebotenen Liedern.

Auch der seit zehn Jahren bestehende Projektchor mit seinen 30 Sängern zwischen 16 und 65 Jahren wird ein paar Lieder schmettern. Er hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Vereins entwickelt. Neben jungen und jung gebliebenen Mitglieder des MGV-Chors singen hier auch weitere Männer jeden Alters mit, die (noch) nicht jeden Freitag in die Singstunde kommen können oder wollen.

Der Projektchor unter der Leitung von Ralf Eisenhauer tritt mit den Chorsolisten Benedikt Breitwieser, David Heiligenthal, Thomas Hindenlang, Marius Strauch, Florian Lindner und Michael Weihrauch auf. „Is he really going out with him“, „Jubilate deo“ und ein bayrisches Medley stehen auf der Setliste.

Solisten der Aufführung in Unter-Schönmattenwag sind Jenny Heiligenthal („In deiner kleinen Welt“), Patricia Knapp („True Colors“) und Stephanie Schmitt („Si jamais j’oublie“), die schließlich auch noch zu dritt mit „Imagine“ von John Lennon auftreten. Das Klavier spielt bei verschiedenen Stücken Marius Skibka. In der Begleitband wirken Benedikt Breitwieser, Ralf Eisenhauer und Thomas Sattler mit.

Der Chor „Jubiläumsjahr 135“, ebenfalls unter Frank Ewalds Leitung, singt das „Aschbacher Lied“, aber auch die „Hochzeit der Frösche“ und das „Halleluja“ von Oshrat. Das gleichnamige Stück von Leonard Cohen, „Lowlands“, „Katrin“ von den Black Fööss und „You’ll never walk alone“ oder „Follow me“ vom Männerquartett zählen ebenfalls zum abendfüllenden Programm. Zu hören gibt es daneben „The Drummer & The cook“, „Handwerkers Abendgebet“ oder „Das stille Tal“.

Am Sonntag, 29. Oktober, sind dann ab 10 Uhr die Chöre der drei Überwaldgemeinden Abtsteinach, Grasellenbach und Wald-Michelbach, des Sängerkreises Überwald/Weschnitztal sowie die Ewald-Chöre und weitere befreundete Vereine eingeladen, der Harmonie im Rahmen eines Freundschaftssingens zum Geburtstag zu gratulieren. Über 20 Ensembles treten an diesem Tag auf. Freunde des Chorgesangs dürfen somit einen überaus vielfältigen musikalischen Genuss erwarten.

KSG Kreidach Liederkranz, MGV Wallonia Wahlen, Voice Art MGV Liederkranz Trösel, MGV Wald-Michelbach, Volks-Chor Birkenau, Chorgemeinschaft GV Gorxheim/MGV Trösel, MGV Affolterbach, GV Sängerlust Schlierbach, MGV Sängerbund Heiligkreuzsteinach, MGV Harmonie Brombach-Kröckelbach und MGV Eintracht Birkenau geben sich die Ehre. Außerdem dabei: MGV Lyra Schriesheim, Gemischter Chor Waldeslust Scharbach, Gesangverein Eintracht Fahrenbach, GV Frohsinn Lörzenbach, Crescendo Scharbach, Singkreis Gras-Ellenbach, SKG Löhrbach Frohsinn, GV Harmonie Ober-Schönmattenwag, Projektchor des MGV Union Wald-Michelbach, GV Immergrün Hartenrod und MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

Wie 2007 zum 125-jährigen Bestehen möchte der Vorstand das aktuelle Jubiläumsjahr nutzen, um Werbung zu machen für den Männerchorgesang, für den es gerade in Aschbach unterschiedliche Angebote gibt. Unter anderem durch die Gründung des Projektchors ist es gelungen, eine größere Anzahl von Jugendlichen und jungen Sängern an den Verein zu binden. 20 Prozent der Aktiven sind unter 25 Jahren alt. Damit stemmt sich der MGV erfolgreich dem allgemeinen Trend des Mitgliederschwundes und dem „Sterben“ der Männerchöre entgegen.

Info: Vorverkaufskarten für das Jubiläumskonzert sind noch erhältlich bei BTR-Office, Elektro Werner, Optik Gross und Sparkasse in Wald-Michelbach, daneben bei allen Sängern sowie beim Vorsitzenden Dr. Dirk Breitwieser (06207/7507) und bei Michael Heiligenthal (06207/1564). Beginn ist am Samstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im Haus des Gastes Unter-Schönmattenwag. Tickets sind darüber hinaus an der Abendkasse erhältlich.