„Friends live“ begeisterte bei der Affolterbacher Kerwe 500 Fans bis tief in die Nacht

Der Titelverteidiger hatte wieder die Nase vorn:  „Auf geht’s ihr Blauen“ holte aufs Neue den Titel beim vierten Menschen-Kicker-Turnier anlässlich der Affolterbacher Kerwe. „Stoanisch United“, der Sieger von 2016, zog im Finale der Kürzeren und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Immerhin, denn im Jahr zuvor hatte es nicht einmal dafür gereicht. Die SCA Ultras, vereinigt mit den „Blue Boys Affolterbach“, 2017 noch auf Platz 2, holten dieses Mal die Bronzemedaille.

Drei Mal griff eine Kerwejugend ins Geschehen ein: aus Affolterbach, Wahlen und Scharbach. „Schobbepetzer“, „Team Snake“, „Druff un de wärrer“, FC Saufhemden oder FC Dauerdicht lauteten die weiteren illustren Namen der teilnehmenden Mannschaften. Die Dauerdichten wollten dieses Mal unbedingt ins Finale kommen und stellten deshalb sogar zwei Teams. Aber vergebens: die anderen Mannschaften waren besser.

Das Turnier veranstaltete der SVA am Samstagnachmittag anlässlich der Kerwe. Der Andrang und der Spaß waren groß: 18 Mannschaften mit fünf Feldspielern und einem Torwart kämpften über fünf Stunden lang im überdimensionalen Tippkicker-Feld um den Titel des Kerwemeisters. Eine Riesengaudi für alle Beteiligten, die sich immer noch großer Beliebtheit von Weinheim über Abtsteinach und Wald-Michelbach bis nach Wahlen erfreut.

Das Kicker-Turnier, 2015 Jahr das erste Mal durchgeführt, habe – neben den Konzerten – „den besten Zuspruch unserer Kerwe-Attraktionen“, freute sich Jörg Rettig vom SV-Förderverein. Auf dem Sportplatz war es richtig voll. Mannschaften und Zaungäste hatten bei tollem Wetter viel Spaß. Zwei Mal fünf und zwei Mal vier Mannschaften in je zwei vier Gruppen standen sich je sieben Minuten in der Vorrunde gegenüber. Die Finalrunde lief nach dem bewährten K.o.-Prinzip ab.

Am Abend zuvor hatte die Coverpartyband „Friends live“ für ein Kerwe-Highlight gesorgt. 500 Fans in der Peter-Heckmann-Halle feierten eine heiße und lange Party bis in den frühen Morgen. Das eher jüngere Publikum kam erst zu späterer Stunde zahlreich in die Halle, aber zum Schluss hin war wirklich jeder in Bewegung. „Ich bin um halb vier nach Hause und da haben die immer noch gespielt“, lachte Rettig. Um 7 Uhr war dann Kehraus. Vom Anfang bis zum Ende war die Peter-Heckmann-Halle voll.

Mit gleich drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. Vitor Lopes Ramos aus Portugal brachte südländisches Flair ins Programm. Latinsongs brachten die Gäste ins Urlaubsfeeling. Dennis Bergsch und Katrin Reinhold sorgten dafür, dass zusammen mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Wetter oder Schlager.

Thomas Höflein (Gitarre), Joe Zenk (Bass), Florian Jöchner (Keyboard), Helder Lopes Ramos (Drums) waren für die treibenden Rhythmen zuständig. Ob es nun „Highway to hell“  von AC/DC war, „Westerland“ von den Ärzten oder „Dangerous“ von David Guetta: Diese Stücke hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie Songs von den Pitbull, Jan Delay, Robbie Williams oder Nena. Zusammen mit Stücken von Ed Sheeran („I see fire“), Linkin Park („In the end“) oder Bon Jovi („It’s my  life“) der beste Mix, um die Gäste bei Laune zu halten.

Der SV war sehr zufrieden mit dem Abend. Denn mit „Friends live“ hatte man die Truppe erstmals für die Kerwe verpflichtet. Zuvor hatte die Band nur vor etlichen Jahren einmal beim traditionellen Konzert zwischen den Jahren gespielt. Es herrschte „eine super Stimmung“ – wie bereits an den anderen Kerwetagen, die für die Veranstalter ebenfalls mehr als gut liefen.

Zum Relaxen machte sich am Abend Strandfeeling breit. Der SVA hatte eine Beachbar aufgebaut, an der es leckere selbst gemixte Cocktails gab. DJ Richy aus Fahrenbach legte viele Hits auf, sodass keine Langeweile aufkam. Bei herrlichem Frühlingswetter wurde es wieder ein langer Abend mit südlichem Feeling.

Der anfängliche Kerwegottesdienst mit Pfarrerin Tabea Graichen in der Gustav-Adolf-Kirche war sehr gut besucht. Er hatte Elia und die Ortsgemeinschaft zum Thema. In seinem Rahmen wurden auch sechs Konfirmanden eingeführt. Die Kerwekids wussten einige lustige Begebenheiten aus dem Ort. Danach zogen die Kinder und Jugendlichen durch den Ort und  machten sich auf die Suche nach der Kerwe. Die wurde dann am Salzberg ausgegraben.  In der Halle feierte die lustige Schar weiter.     (Foto: Friendslive-Fanpage)

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Immer noch fehlen beim OWK Affolterbach die Vorstandsmitglieder

So langsam wird’s eng. Seit Jahren mahnt OWK-Vorsitzender Hansjörg Heimburger, dass die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilt werden muss. Seit Jahren tut sich aber nichts. Im vergangenen Jahr setzte er dann eine Frist von 36 Monaten, nach der sich mehr Aktive gefunden haben müssen, damit es weitergeht. Auf der aktuellen Versammlung im „Lamm“ konnte Heimburger aber keine Besserung für die Ortsgruppe des Odenwaldklubs vermelden.

„Der OWK kann nur dann überleben, wenn sich kurzfristig etwas ändert“, zitierte sich der Vorsitzende selbst aus seinem letztjährigen Bericht. Eben nur wenn in Affolterbach Akzeptanz und Bereitschaft da seien, an den Aktivitäten teilzunehmen und auch die Führung des Vereins zu übernehmen. In den kommenden drei Jahren würden die Weichen gestellt, meinte er damals. „Eines ist schon vorbei“, so Heimburger jetzt. Da in der Vergangenheit jegliche Bemühungen gescheitert sind, „droht nach der laufenden Wahlperiode der Kollaps des Vereins“. Für die Nachwahlen im Bereich Kommunikation und Wanderwarte habe sich trotz intensiver Bemühungen niemand zur Kandidatur bereit erklärt.

Schriftführerin Marion Höhn sagte, dass sich der Mitgliederstand zum Jahresende 2017 auf 153 Personen belief. Es gab sechs Neueintritte, zwei Sterbefälle und neun Austritte. 2018 konnte man bereits zwei Neueintritte verzeichnen. Hüttenwart Markus Höhn bedauerte, dass das „Ostereier-Werfen“ durch das schlechte Wetter ziemlich ins Wasser fiel. Beim Hüttenfest waren Resonanz und Stimmung hervorragend, freute er sich jedoch. Etwa 400 Gäste genossen einen wunderschönen entspannten Tag in idyllischer Umgebung und wurden kulinarisch sehr gut versorgt.

Bereits im Vorfeld wurden bei zwei Arbeitseinsätzen die Schutzhütte (Erneuerung des Schutzanstriches, Dachreinigung) sowie die Außenanlage (Reinigung, Mäharbeiten) gepflegt. Beim Adventsmarkt war der OWK mit einer Hütte und Verpflegung sowie selbstgemachten Plätzchen, Stollen und Pralinen vertreten.

Naturschutzwart Peter Assig erwähnte Pflege und Umgestaltung des Platzes rund um die Rainer-Türk-Hütte unter naturkundlichen Aspekten. Zielsetzung war, geeignete Bäume, Büsche, Sträucher und Hecken anzupflanzen, Nistmöglichkeiten anzubieten, um den vor dem Aussterben bedrohten Insekten/Wildbienen eine Nahrungsgrundlage zum Überleben zu bieten. Außerdem stand die Verschönerung des Bereichs als Entspannungs- und Rastmöglichkeit für Wanderer im Mittelpunkt.

Hansjörg Heimburger trug in Vertretung den Bericht von Schatzmeisterin Renate Sattler den Kassenbericht vor. 2017 war wieder ein positives Jahr, vermeldete er. Karl Heldmann und Reinhold Sattler führten die Kassenprüfung durch und bestätigten die vorgelegten Dokumentationen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Die Homepage ist Heimburger zufolge die wichtigste Informationsquelle für Mitglieder, Freunde und Gastwanderer. Im Nachgang werden die Wanderungen in der Bildergalerie zum Nacherleben für die Daheimgebliebenen nachbearbeitet. Neben dem Bereich Kommunikation betreut Heimburger kommissarisch auch den Wanderwart-Posten.

2017 wurden insgesamt 32 (Vorjahr 38) Aktivitäten mit 733 (950) Teilnehmern durchgeführt, erläuterte er hier. Sechs Halbtages-, 18 Tageswanderungen, 5 Extra-Touren, je eine Mehrtages-, Rad- und Motorradtour standen auf dem Programm. Die Mehrtagestour mit 34 Mitgliedern fand in der Osteifel statt.

80 Mitglieder nahmen an den OWK-Aktivitäten mindestens einmal teil. 42 Teilnehmer erreichten die Mindestpunktzahl von zehn Punkten. Die notwendigen 200 Kilometer fürs Deutsche Wanderabzeichen erreichten 16 Mitglieder, die höchste km-Zahl in 2017 betrug 363. In seinem Bericht als Vorsitzender hob Hansjörg Heimburger das Hüttenfest besonders hervor. „Es war wieder ein rundum erfolgreiches, abwechslungsreiches, arbeitsreiches Jahr mit vielen Höhepunkten“, bilanzierte er.

Für den turnusmäßig ausscheidenden Rechnungsprüfer Karl Heldmann wurde einstimmig Heinz Trautmann gewählt. Hermann Filip, Tromm-Bezirksvorsitzenden des Odenwaldklubs, übermittelte Grüße und wünschte ein gutes Gelingen bei der Umsetzung des neuen Wanderplans und bei den vielfältigen Aktivitäten der Ortsgruppe.

 

 

Ehrungen OWK Affolterbach

55 Jahre Gertrud Michel, 25 Jahre Ute Gölz, zehn Jahre Heide und Manfred Haneke, Agnes Heilmann, Olga und Helmut Kabel,   Wolfgang Krause, Dieter Luley, Karl-Theo Reichert, Jürgen Schelhaas, Marlene und Winfried Schröder,            Monika und Helmut Zander

SV Affolterbach will sich in der Fußball-B-Liga nach hinten absichern

Eine gesicherte Runde wollte der SV Affolterbach in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B spielen. „Das ist bisher nicht so ganz gelungen“, meint Spielausschussvorsitzender Helmut Sattler in der Rückschau. Zwar steht der SVA auf dem zehnten Platz eigentlich im Mittelfeld, nach unten hin ist die Luft zu den Abstiegsplätzen aber nur drei Zählerchen dünn. Andererseits klafft nach oben zu Platz 8 hin schon eine Elf-Punkte-Lücke, die in der Rückrunde nur schwer zu schließen sein wird. Deshalb ist auch das Machbare realistisches Ziel für die Saison: Platz 10 behaupten oder noch zu Rang 9 aufschließen.

Der schmale Kader machte es in der Vorrunde manchmal nicht einfach, eine schlagkräftige Elf auf den Platz zu bekommen. Da im Team einige Schichtarbeiter und Studenten aktiv sind, klappte es auch nicht immer mit einer konstanten Trainingsbeteiligung, bedauert Sattler. „Aber die Arbeit geht halt vor.“ Jedoch: Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, weiß er. Trainer Pavel Karas und sein Co Sven Hufler wissen die Jungs zu motivieren und „halten sie gut bei Laune“, schmunzelt er. „Wir haben volles Vertrauen in unser Trainerteam und in die Mannschaft und sind zuversichtlich, die Klasse zu halten“, betont der Spielausschussvorsitzende.

In der Rückrunde will man die Fehler des vergangenen Jahres möglichst ausmerzen. „Wir haben einige unnötige Dinger kassiert“, kritisiert Sattler. Das geschah vor allem deshalb, weil der SV in der Vorwärtsbewegung hinten nicht mehr sicher stand und damit für Tore anfällig war. „Das Umschalten muss besser funktionieren“, sagt er. Deshalb wird in den Vorbereitungen Wert drauf gelegt, „dass es hinten nicht mehr so oft rappelt“.

Das soll es dagegen vorn, im gegnerischen Tor, umso mehr. „Mit German Weigel können wir einen Neuzugang vermelden“, freut sich Helmut Sattler. Der Stürmer wechselt vom SV Fürth zum SVA und wird die Elf in der Offensive verstärken. „Mit ihm bekommen wir einen technisch versierten Spieler, der sicherlich unser Spiel nach vorne belebt“, hofft er.

Denn der Verlust von Jannik Müller, der vergangenen Sommer den Überwald in Richtung seiner Heimat in Nordhessen verließ, schmerzte im Sturm. Da die Begegnungen in der Vorrunde immer relativ knapp waren, will der Verein mit der neuen Offensivkraft so manches Ding drehen können. Allerdings wohl noch nicht gegen B-Liga-Überflieger SG Unter-Abtsteinach, bei dem die Nachholpartie am 18. Februar ansteht. „Das ist für eher ein Vorbereitungsspiel“, schmunzelt Sattler angesichts der Heimstärke des Tabellenführers. Wobei: In der wegen Schnee abgebrochenen Begegnung am Hardberg schlug sich der SVA damals sehr gut und verließ beim Stand von 1:1 den Platz.

Ernst wird es dann am 25. Februar beim SC Rodau. Der ist mit seinen 17 Zählern einen Platz hinter den Affolterbachern ein direkter Konkurrent. „Hier müssen wir zumindest einen Punkt mitnehmen“, weiß Sattler um die Brisanz der Begegnung. Im März stehen dann noch zwei weitere Spiele gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel an, die darüber entscheiden können, wohin sich der Blick der Karas-Elf im Frühjahr richten wird. „Da sich, wie man hört, der SV Fürth verstärkt hat, gibt es im Keller eine ganz enge Kiste“, befürchtet der Spielausschuss-Vorsitzende.

Der zehnte Tabellenplatz täuscht nämlich etwas. Denn der SVA hat nur 18 Punkte und damit lediglich drei Punkte Vorsprung auf Relegations- und gleichzeitig direkten Abstiegsrang. Da nur Olympia Lampertheim auf dem neunten Platz noch punktemäßig greifbar ist, müssen die Überwälder alles tun, um sich nach hinten abzusichern. Dazu zählen gewonnene Begegnungen gegen direkte Konkurrenten. Die Planungen für die neue Saison 2018/19 laufen zwar bereits, aber hier gibt es noch nichts Spruchreifes.

Die Vorbereitung des SVA startete. Geplant sind drei Vorbereitungsspiele, wovon eines zuhause gegen den A-Ligisten aus dem Odenwaldkreis, die SG Rothenberg, bereits fix ist. Turniere werden keine gespielt. Als kleiner Verein hat der SVA Sattler zufolge ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt der Spielausschuss-Vorsitzende deshalb.

Mehr als vier Stunden heiße Party mit Xtreme in Affolterbach

„Wir sind wieder sehr zufrieden.“ Das „Xtreme“-Konzert ist für den SV Affolterbach immer eine feste Bank im Veranstaltungskalender, weiß Mitorganisator Steffen Gölz. Zum wiederholten Mal hatte der SVA zur großen Party in den Winterferien eingeladen, zum wiederholten Mal durfte er sich über großen Zuspruch freuen. Es war wieder die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum, die mit den knapp 450 Fans in der Peter-Heckmann-Halle eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht feierte.

Dieses Mal hatte die Gruppe ein besonderes Schmankerl für die Fans aus dem Überwald parat: Mit Sascha Fischer stand ein Wählemer am Mikro, der in der Region musikalisch bekannt ist wie ein bunter Hund ist. Für ihn bedeutete die Veranstaltung quasi ein Dejà-vu und „Back to the roots“. Denn exakt vor fünf Jahren gab er an selber Stelle das Abschiedskonzert mit seiner damaligen Band „NeRo“.

Seit Sommer ist Fischer festes Bandmitglied bei Xtreme. Er teilt sich den Sängerjob mit Mario Schmelcher. Der Wählemer hatte bereits 2016 einmal bei der Truppe ausgeholfen und dann wieder im Frühjahr ein paar Mal. „Dann fragte mich die Band, ob ich mir vorstellen könnte, mich mit Mario abzuwechseln.“ Das konnte er. Denn das „sind super Leute“, lobt der Sänger. Es gibt es ein durchdachtes Programm mit guten Showelementen und passendem Licht.

„Es macht schon Spaß, in einer großen Band mit fetter Bühne zu singen“, trauerte er wenig der NeRo-Zeit nach – auch wenn seine ehemalige Gruppe bereits zwei Mal auf der Hammelbacher Kerwe ein umjubeltes Revival feierte. „Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann“, so Fischer. Mit Jenny Daniele und Lukas Baum „gemeinsam an der Front passt es sehr gut“, spielen sich die drei Leute an den Mikros gegenseitig die Bälle zu.

„Es lief alles super“, äußerte sich Fördervereins-Vorsitzender Jörg Rettig „sehr zufrieden“ über den Verlauf. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit. Zum Schluss hin „war wirklich jeder in Bewegung“. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 3 Uhr Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. SV und Gäste waren gleichermaßen zufrieden.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgten für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hatte die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 450-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I love Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ im ersten Set verdeutlichten ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder dem „Schrei nach Liebe“ im zweiten, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

Zusammen mit rasanten Outfitwechseln wurde die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt – egal ob das aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. „Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry-, Ed-Sheeran-, Bayern-, Dance- oder 90er-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei. Wobei auch einige aus der Generation 30+ auf dem Konzert waren.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SV vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung – und damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Ferien stattfinden.

Für den SVA bedeutete die Veranstaltung einen Großeinsatz. Rund um die Veranstaltung waren um die 40 Leute im Einsatz, Karten- und Getränkeverkauf sowie Wareneinkauf mitgerechnet. Dazu kamen noch Auf- und Abbau. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. In all der Zeit hat man beim SV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief alles friedlich ab“.

Bildquelle: @Xtreme

In der Affolterbacher Peter-Heckmann-Halle tritt am Samstag, 30. Dezember, die Coverband „Xtreme“ auf

Wenn die Coverpartyband „Xtreme“ beim SV Affolterbach auftritt, dann bedeutet das immer eine feste Bank für den Verein. Jahr für Jahr kommen um die 500 Gäste in die Peter-Heckmann-Halle, um mit den sieben Bandmitgliedern rund um den Jahreswechsel kräftig abzuhotten und eine riesige Party bis lange in die Nacht zu feiern. Am Samstag, 30. Dezember, ist es wieder soweit. Dann bieten die Musiker ein Feuerwerk an aktuellen und ehemaligen Hits zusammen mit Chartstürmern und Schlagerkrachern. Los geht’s gegen 21.30 Uhr, Einlass ist um 20 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

Mit gleich drei Sängern ist die Partyband aus dem Mosbacher Raum für alle Songs gerüstet. Mario Schmelcher und Lukas Baum für den männlichen Part und Jenny Daniele für die weiblichen Stimmen sorgen dafür, dass zusammen mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der besten Party-Songs abgedeckt werden kann – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts sind, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgen für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hat die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 500-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I want Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ verdeutlichen ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder „1001 Nacht“, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

„Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams haben deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry- oder Bayern-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller. Zusammen mit Stücken von Toto („Hold the Line“) oder Status Quo („Rockin‘ all over the world“) der beste Mix, um die Gäste lange bei Laune zu halten. Um die 50 Titel werden an dem Abend gespielt. Das abwechslungsreiche Programm der jungen Musiker wird kombiniert mit einer aufwändigen Bühnen- und Lichtshow.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SVA vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung herrscht – und sie damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Winterferien stattfinden.

Biber hat sich an der Heckenmühle niedergelassen

Am Neckar gehören die Biber seit einigen Jahren wieder zum Landschaftsbild. Zwischen Mannheim und Gundelsheim wird die Population auf 45 Tiere geschätzt. An der Elsenz sollen es etwa 25 sein. Eberbach ist das nächstgelegene bekannte Vorkommen. In den Odenwald haben es die Tiere bisher eher selten geschafft. Allerdings hat sich nun einer im Ulfenbachtal bei der Heckenmühle zwischen Aschbach und Affolterbach niedergelassen. Georg Schumacher wurde dort auf ihn aufmerksam.

„Es fing vor knapp einem Monat an, dass immer mehr abgenagte Äste und Baumstücke bei unserer Wasserkraftanlage angeschwemmt wurden“, berichtet er. „Ich habe mich dann mal auf die Suche gemacht und am Mühlgraben angenagte Bäume entdeckt.“ Dann ist es ihm gelungen, „den Kerl mit der Wildkamera abzulichten. Leider nur nachts“, bedauert er.

Vor einiger Zeit, weiß Schumacher, wurde ein Nager schon einmal am Wald-Michelbacher Waldschwimmbad gesichtet. Bekannt ist ein Vorkommen außerdem an der Gersprenz oder auch am Finkenbach. Ob das Tier jetzt von Süden oder Norden an den Ulfenbach kam, vermag Georg Schumacher nicht einzuschätzen. Er rechnet mit einem Jungtier, einem Einzelgänger, der sich nach der Geschlechtsreife und der Abnabelung von den Eltern ein neues Revier suchen musste.

Drei oder vier Stämme hat der Biber bereits im Oberwasser der Mühle abgenagt. Sie sind Schumacher an der Stelle aufgefallen, wo der Mühlgraben den Radweg unterquert. Deshalb installierte er dort auch die Kamera. „Nach drei Tagen war er drauf.“ Aber tagsüber lässt sich der scheue, nachtaktive Kerl weiterhin nicht blicken. Nur seine Nagespuren zeugen vom Vorkommen. Die Sträucher und Bäumchen sind etwa zehn Meter vom Bach entfernt und werden vom Tier dorthin gezogen.

Im Gespräch mit Förster Stefan Aßmann erfuhr Georg Schumacher, dass dieser aktuell nichts von einem weiteren Bibervorkommen im Revier weiß. „Wie der Wolf kommt alles wieder zurück“, meint der Heckenmühlen-Anwohner. Das Raubtier ist sogar ein natürlicher Feind des Bibers. Zu fressen findet der Biber-Vegetarier im Umfeld genug. Denn es gibt Richtung Affolterbach viel naturbelassene Landschaft. Zwischen Ulfenbach und Mühlgraben sogar eine „totale Wildnis“, in der sich der Biber problemlos verkriechen kann, um abseits der suchenden Blicke zu bleiben.

Der Mühle können die Speiseüberreste nicht gefährlich werden, sagt Schumacher. „Der grobe Rechen fängt größere Holzstücke ab, die oben kommen“, betont er. Und die Mühlblätter sind stabil genug, um den einen oder anderen Rest zu verpacken. Es wäre nur ungünstig für die Wasserkraft, wenn das Tier den Mühlgraben aufstauen würde. Damit rechnet er aber mit Blick auf die bisher eher dünneren Äste nicht. Außerdem gibt es im Bach genügend Stellen, wo schon umgestürzte Bäume liegen.

„Unsere Probleme sind eher Fuchs, Habicht und Marder“, meint Schumacher mit Blick auf die Hühnerpopulation vor dem Fenster. „Bisamratten sind schlimmer“, weiß Schumacher aus leidvoller Erfahrung. Denn die graben Löcher in die Böschung. Nutrias wussten ebenfalls schon das ökologische Kleinod Ulfenbachtal mit seiner besonderen Fauna und Flora zu schätzen.

In Tracht feiern die Besucher bei der Affolterbacher Nacht in Tracht bis in die Puppen

Tolle Stimmung, nette Gäste, leckere Speisen und einfach nur super Unterhaltung: Die Rückmeldungen der Besucher bei der sechsten „Nacht in Tracht“ glichen sich wie ein Ei dem anderen. Der gesamte Überwald war zusammengekommen, um in der Peter-Heckmann-Halle sein eigenes rauschendes Oktoberfest zu feiern. Die Veranstaltung war mit über 350 Plätzen wieder ausverkauft. Bis nach 3 Uhr in der Nacht saßen die fast durchgehend in Krachlederner, Karohemd und Dirndl gekleideten Besucher zusammen. Die Kocherbacher Trachtenkapelle zu Beginn und DJ Gun zu fortgeschrittener Stunde sorgten für die passende musikalische Unterhaltung.

Toni Emig, Vorsitzender des 25 Mann und Frau starken Ensembles, freute sich bei seiner Begrüßung über den großen Zuspruch. Da die Kapelle in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feierte, wurde er vom Vorsitzenden des SV-Fördervereins, Jörg Rettig, aufgefordert, den Fassbieranstich zu übernehmen. Dieser Aufgabe erledigte er sich mit vier Schlägen bravourös. Kein Tropfen ging verloren.

Das Repertoire der Kocherbacher umfasst den volkstümlichen Bereich wie Märsche und Polkas, aber auch diverse bekannte Walzerstücke. Damit unterhielt die Kapelle prächtig in ihrem ersten Set. Schnell klatschten die ersten mit, bildeten sich die ersten Schunkelrunden und wurde hier und dort schon mal verzagt aufgestanden. Schnee- und Bierwalzer, Radetzky-Marsch, Wir Musikanten, Rosamunde oder die Fischerin waren allen geläufig. Wer wollte, durfte auch gleich mitsingen.

Die Idee der „Nacht in Tracht“ hat Jörg Rettig aus Österreich mitgebracht. Dort sah er vor sieben Jahren eine solche Veranstaltung und dachte sofort: „Das ist was für Affolterbach.“ Um dabei zu sein, schmeißen sich auch die Einheimischen „in Schale“: Um die 90 Prozent dürften in Tracht erschienen sein, schätzt Rettig. Dem Einfallsreichtum und der Kombination von Kleidungsstücken waren dabei keine Grenzen gesetzt.

„Das ist mein Baby“, meint Hauptorganisator Rettig zum Überwälder Oktoberfest. Über 25 Helfer des SVA sorgten bis 3 Uhr in der Früh dafür, dass es den Gästen an nichts fehlte. Dazu kamen noch zusätzliche Bedienungen, die in den Gängen hin und her wuselten. Ohne alle Helfer wäre alles nichts: Deshalb dankte Rettig diesen in seiner Begrüßung besonders. Die typischen Speisen wie Fleischkäse, Spießbraten, Haxen, Händl oder Weißwurst leerten sich im Verlauf des Abends zusehends. Was die Metzgerei Müller angeliefert hatte, wurde ratzeputz vertilgt, freute sich Rettig.

Natürlich ganz zu schweigen von den Biermengen. „Um die 800 Liter“ gehen bei jeder Veranstaltung weg. Und „trotzdem“ verläuft alles sehr friedlich. „Wir brauchen keine Security“, ist das Affolterbacher Oktoberfest für Rettig dasjenige von den 50 durch ihn im Jahr organisierten, „das einfach ohne Vorkommnisse läuft“. Ein halbes Jahr Vorarbeit steckt in der „Nacht in Tracht“. Eine super Party „für unser Alter“, blickte Rettig in die auf den Bänken tanzende Menge, die mit zunehmendem Abend gar nicht davon runterzubringen war.

Wenn Achim Wagner bei der Trachtenkapelle den Taktstock schwingt, können sich die Besucher sicher sein, dass wieder ein Gassenhauer von der Bühne kommt. Neben ihm griffen auch Erwin Sattler, Matthias Linzmaier, Danny Stein und sein Sohn Nico zum Mikro. Von Anfang an war das Publikum voll dabei, feuerte die Kapelle an, klatschte und schunkelte mit. Erst sechs Zugaben später durften die Musiker nach ihren drei Sets von der Bühne und ihren wohlverdienten Feierabend genießen.

Je später der Abend, desto mehr Schlager, Pop- und Rocksongs schlichen sich ins Repertoire ein. Sehr zur Freude des frenetisch klatschenden Publikums. Ein Dieter-Thomas-Kuhn-Medley, „Atemlos“ von Helene Fischer, der „Griechische Wein“ oder „Viva Colonia“ waren zielgenau auf die feierwütigen Besucher abgestimmt. Alten Rocklegenden wurde mit „Smoke on the water“ von Deep Purple gehuldigt. „Hulapalu“ von Andreas Gabalier oder „Rock mi“ bedienten den Zeitgeist. Ganz klassisch dann der Schluss mit „Fürstenfeld“ und „Sierra Madre“.

Gunter Geresma als DJ Gun legte zwischen den Sets der Kocherbacher und auch danach die größten Hits aufs, die sowohl Bayern als auch die Schlagerwelt hervorbrachten. In den Pausen noch verhaltener, drehte der Darmstädter danach den Lautstärkeregler so richtig auf. Die Party näherte sich dem Höhepunkt, viel mehr Gäste standen auf den Bänken als dass sie saßen. Der Mittelgang wurde mehr und mehr zur Tanzfläche.

Gemeindebrandinspektor Marco Capuani erinnert sich noch an den ersten Nacht in Tracht-Besuch mit den Gästen aus der französischen Partnerstadt Montmirail zurück. „Die reden immer noch davon“, weiß er. Capuani genießt die tolle Stimmung mit „richtiger Blasmusik“, was die Veranstaltung für ihn „ganz nah am Original“ sein lässt. „Tolles Essen, große Auswahl, super Musik“ sind für Helmut Sattler die Erfolgskriterien. Das SVA-Mitglied ist schon seit den Anfangstagen dabei, mal in helfender Funktion, dieses Mal aber nur als Gast, der den Abend in vollen Zügen genießen durfte.

Für den ehemaligen Bürgermeister Joachim Kunkel war der Besuch in früheren Tagen, während seiner Amtszeit, nie nur Pflicht. „Wenn etwas so schön ist und so toll auf die Beine gestellt wird, bin ich auch privat sehr gerne hier“, schmunzelt er. SVA und Trachtenkapelle seien ein Aktivposten in der Gemeinde, wenn es um Veranstaltungen gehe. „Fröhliche Menschen, gute Stimmung, super Essen“, bilanziert Kunkel.

Ein bayrischer Italiener: Marcello Cappello, begleitet von seiner Lebensgefährtin Marianne Verona, hatte sich fürs Oktoberfest komplett in Tracht geschmissen. Ihm gefällt das ganze Drumherum, außerdem „trifft man hier viele bekannte Gesichter“. Susanne Hoffmann-Rettig, die in den Vorjahren an diesem Tag sonst immer arbeiten musste, war dieses Mal von Anfang an dabei und absolut begeistert. „Tolles Ambiente“, meinte sie.