Standing Ovations in Wald-Michelbach für die Reise der Starkenburg Philharmoniker nach „Bella Italia“

Was für ein berauschender musikalischer Start ins neue Jahr. „Bella Italia“ hatten die Starkenburg Philharmoniker ihr Neujahrskonzert in der Rudi-Wünzer-Halle genannt. Was das 50-köpfige Ensemble unter diesen Titel bot, war eine begeisternde Reise ins Land von Pizza und Pasta, die die Zuschauer von den Sitzen riss und am Schluss für Standing Ovations inklusive mehrere Zugaben sorgte. Großen Anteil daran hatte der Gastdirigent aus Atlanta, Robert Trocina. Der mauserte sich nach der Pause zum fulminanten Entertainer, der neben dem Orchester auch gleich noch das Publikum dirigierte. Ein wahrer Glücksgriff für diesen Abend.

Mit den beiden Solisten hatten sich die Philharmoniker zwei weitere musikalische Perlen geangelt. Sarah Cossaboon und Antonio Rivera hatten beide ihre eigenen Auftritte, liefen aber erst dann zu Höchstform auf, wenn sie die Stücke im Duett darboten. Ohne die Leistung der Sängerin schmälern zu wollen, war der Tenor eindeutig tonangebend. Wie Rivera „O sole mio“ schmetterte oder bei der Danza Tarantella wahre Zungenakrobatik bot, war schon einsame Klasse und in einer Qualität, die man sonst nur in den großen Opernhäusern zu sehen und hören bekommt. Kein Wunder, dass Rivera etliche Jubelrufe nach seinen Darbietungen einheimste.

Einleitende Worte hatte als Schirmherr Bürgermeister Dr. Sascha Weber gesprochen. Er freute sich sehr über die gut besetzte Halle, dass die Philharmoniker zum inzwischen dritten Mal im Überwald gastierten und mit ihrem Auftritt dem noch kurzen neuen Jahr einen besonderen Glanz verliehen. Schon beim Auftakt, der Sinfonie aus der Oper „Don Pasquale“ von Donizetti, zeigte das Ensemble seine große Klasse. Mit Trommelwirbel und sich fast überschlagenden Geigen bis hin zum majestätischen Finale hatte das Stück alles, was man gemeinhin musikalisch mit Italien verbindet.

Damit nicht nur die Ohren auf dem italienischen Stiefel ankamen, sondern auch das Auge, lief an der Seitenwand eine Diashow mit den schönsten Motiven aus dem beliebtesten Urlaubsland der Deutschen. Ob es nun der Markusplatz in Venedig war, Ponte Vecchio in Florenz, die Hügellandschaft der Toskana, blumige Hinterhöfe, Rom mit dem Vatikan oder einfach nur ein alter, verbeulter Fiat Cinquecento, die Illusion war einfach perfekt.

Moderatorin Dagmar Weber begrüßte logischerweise die Gäste auch erst einmal auf Italienisch, um die besten Wünsche fürs neue Jahr dann ins Deutsche zu übersetzen. Gastdirigent Trocino, der, wie es der Name schon verrät, italienische Wurzeln hat, sorgte bereits beim ersten Einsatz für Aufsehen. Denn mit seinen weit ausholenden dirigierenden Bewegungen lebte er die einzelnen Stücke förmlich mit und verausgabte sich dabei so, dass man zum Schluss des Konzerts die Schweißperlen auf seiner Stirn hinunterlaufen sah.

Weber kennzeichnete den Stiefel als Land der unerfüllten Sehnsüchte, wohin in den 1960er und 70er Jahren quasi jeder Familienurlaub führte. Als sie die Reise mit dem VW Käfer über den Brenner erwähnte, sah man so manches Nicken im Publikum. Auch heute, wusste Weber, hat Italien noch nichts von seinem Zauber eingebüßt.

Bei „La Danza delle ore“, dem Tanz der Stunden, beginnt das Orchester erst leise und getragen, ehe es dann umschaltet und einen Zahn zulegt. Trocina mit seinen raumgreifenden Bewegungen und das perfekte Zusammenspiel der Instrumente sorgen nach dem Schluss für erste Beifallsstürme. Dann schlägt die Stunde der Solisten. Erst Rivera mit „Che gelida manina“ aus Puccinis La Boheme, dann im Duett mit Cossaboon „O soave fanciulla“ zeigen, wie sehr die beiden Stimmperfektionisten harmonieren. Wie sich der Tenor und die Sopranistin gegenseitig auf der Bühne anschmachten, ist eine große Show.

Mit vielfältigen Erzählungen aus dem italienischen Alltagsleben lockert Weber die Pausen zwischen den Stücken auf. Ob es nun um Fußball geht, bei dem die Italiener im Zweifelsfall gegen Deutschland verlieren, oder die Liebe zu „La Mamma“, sie bringt viel Witz in ihrr Erzählungen. Dass es Antonio Rivera mit Enrico Caruso aufnehmen kann, zeigt er dann in Rossinis „La danza Tarantella“. Die hatte der 1912 in drei Minuten und zehn Sekunden gesungen. Eine Leistung, die der Tenor 2018 bravourös ebenfalls schaffte. Seine wohltuende Stimme, die überhaupt kein Mikro gebraucht hätte, die enorme Bühnenpräsenz und die klar akzentuierte Aussprache lassen die Gäste vor der Pause in Jubel ausbrechen.

Nach dem Barbier von Sevilla, ebenfalls von Rossini, schlägt dann wieder Riveras Stunde, sein „Nessun dorma“, bei dem die Halle in ihren Grundfesten erschüttert wird, lässt wirklich keinen einschlafen. Allein das Vincerò aus diesem Stück beweist, dass der Künstler zurecht in den bekanntesten Opernhäusern singt. Einem Crashkurs Webers in italienischer Gestik folgt der Auftritt der Sopranistin in rotem Rüschenkleid, das für viel Flüstern im Zuschauerraum sorgt.

Dass nach dem glänzenden „Funiculi, funiculà“ zum Ende noch lange nicht Schluss sein würde, war so klar wie Kloßbrühe. Beim „Chianti-Wein“ dürfen dann alle mitsingen und die Solisten unterstützen. Der Radetzkymarsch als krönender Abschluss zeigt Dirigent Trocino voll in seinem Element. Es hält ihn kaum noch auf seinem Podest, er wippt beim Stück so stark mit, dass es ihn fast in die Höhe trägt. Damit heimst er neben Ensemble und Solisten ebenfalls seinen großen Anteil am fast nicht enden wollenden Beifall ein. Wenn man so schön sagt, aller guten Dinge sind drei, dann haben sich die Starkenburg Philharmoniker bei diesem Auftritt noch einmal selbst übertroffen.

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Wald-Michelbacher Union nimmt die Sänger beim neuen Projekt mit auf eine musikalische Weltreise

„Wir gehen mit dir auf Weltreise“, verspricht der MGV Union bei seinem Frühlings-Chorprojekt mit interessanter Musik aus der ganzen Welt. Nach dem riesigen Erfolg von „Männerchor goes Modern“ im Herbst vergangenen Jahres startet der MGV nun mit einem neuen musikalischen Leckerbissen: dem Projekt „Union around the World“. Chorleiter Hans-Joachim Karl und der Vorstand des Vereins ließen die Köpfe rauchen und stellten ein neues attraktives Chorprojekt auf die Beine.

Die Probenarbeit zu „Männerchor goes Modern“ kam dermaßen gut an, dass gleich mehrere Teilnehmer dem Chor direkt im Anschluss als ständige Sänger beitraten. Das war zwar nicht das primäre Ziel des Projekts im vergangenen Jahr, betont Schriftführer Julius Rückert. Aber die offene Atmosphäre im Umgang der Sänger untereinander sowie zwischen Chorleiter und Chor führten zu einer tollen gemeinsamen Zeit, die dann diese Spontaneintritte mit sich brachte. Die Hymne des Projekts, „Auf uns“ von Andreas Bourani, passte sehr gut zu dem Gemeinschaftsgefühl, das sich herausbildete.

Das so Erlebte zu wiederholen ist natürlich nicht so einfach möglich, wissen die Verantwortlichen. Aber mit neuen Liedern und neuen Teilnehmern freuen sich die Chorsänger auf eine neue gemeinsame musikalische Herausforderung. Das Projekt steht unter dem Namen „Union around the World“ und will die Vielseitigkeit der Chormusik aufzeigen. Dabei kann es sich um sehr bekannte Stücke handeln, die etwa als Popsongs um die Welt gingen, oder aber traditionelle Lieder aus einer Region oder Kultur. Es sind Teilnehmer aller Erfahrungs- und Altersstufen eingeladen.

Wer seine Stimme einfach mal testen möchte, ist genauso willkommen wie erfahrene Sänger, die neue Literatur und außergewöhnliche Chorarbeit erleben möchten. Chorleiter Hans-Joachim Karl, der einst als Sänger bei der Union begann, steht seit Jahrzehnten für erstklassische musikalische Arbeit mit Laienchören. Schon oft erhielt er mit seinen Ensembles diverse Auszeichnungen und ist in der Chorwelt bekannt. Die Arbeit mit einem Projektchor, so Karl nach Abschluss von „Männerchor goes Modern“, habe ihn jedoch extrem positiv überrascht und große Freude bereitet.

Start des neuen Projekts ist am Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr im Hotel Restaurant „Birkenhof“ in Wald-Michelbach. Ein späterer Projekteinstieg ist jederzeit möglich. Zwischen Februar und Juni wird der Projektchor in etwa 15 Proben interessante Stücke aus der ganzen Welt einstudieren. Der Projektabschluss ist für den 17. Juni zur Premiere von „Kunst & Kultur unterm Schirm“ am Einhaus in Wald-Michelbach geplant.

Diese neue Veranstaltungsserie möchte der Chor ins Leben rufen, um eine Plattform für die Kulturarbeit im Überwald zu schaffen. Details zu der geplanten Veranstaltungsreihe, die derzeit vom Vorstand und Hans-Joachim Karl ausgearbeitet werden, werden der Öffentlichkeit im Laufe des ersten Halbjahrs vorgestellt, teilt Schriftführer Rückert mit. In den kommenden Wochen wird der Chor erst einmal verstärkt für das Projekt Werbung machen und unter anderem wieder Flyer in der Gemeinde verteilen.

Musikalische Idee hinter „Around the World“ ist laut HaJo Karl eine Symbiose von Folklore und verschiedenen Musikstilen. Es finden sich im Programm Stücke wie „Hakuna Mungo“ aus Kenia mit Rhythmusinstrumenten, aber auch ein italienisches Volkslied. Die Welt oder verschiedene Erdteile dürfen aber einfach auch nur im Titel zum Ausdruck kommen. Beispiele hierfür sind Popsongs wie „Afrika“ von Toto oder „We are the world“ von Michael Jackson, die ebenfalls auf der „To-do-Liste“ des Projektchors stehen.

Daneben ist es dem Dirigenten wichtig, den Teilnehmern „vielfältige kulturelle chormusikalische Impulse zu geben“. Hierzu beschäftigt man sich unter anderem mit Musik aus Irland in gälischer Sprache. Oder es wird ein Stück in der Tradition der Yoiks einstudiert. Dahinter verbirgt sich Musik der Samen vom Polarkreis. „Die Vielfältigkeit der Musik, die wir uns erarbeiten, wird ein Hauptfaktor der Motivation zur Teilnahme sein“, weiß Karl.

Info: Interessierte haben die Möglichkeit, zwecks Informationen mit den MGV-Sängern direkt Kontakt aufzunehmen. Gerne können sie sich auch beim Vorstand über die E-Mailadresse schriftfuehrer@mgv-union.de melden oder über die Facebookseite des Chors, http://www.facebook.com/UnionWaldMichelbach, mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen. Projektdauer: Februar bis Juni (etwa 15 Proben à eineinhalb Stunden), Probenbeginn Freitag, 2. Februar, 19 Uhr, Birkenhof Wald-Michelbach, Noten werden gestellt, Proben-CDs bei Bedarf, Projektabschluss bei der Premiere von „Kunst & Kultur unterm Schirm“ am 17. Juni am Einhaus.

Mit drei Neuzugängen will der FC Odin Schönmattenwag in der Kreisliga B oben angreifen

Nach oben hin sind noch alle Chancen gewahrt, personell sieht es besser aus und die Spieler machen mit: Spielausschuss-Vorsitzender Toni Wurzel zieht eine positive Zwischenbilanz beim FC Odin. „Mit dem Verlauf der Runde sind wir zufrieden“, meint er zum bisherigen Abschneiden in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B. Bis auf die enteilte und quasi schon aufgestiegene SG Unter-Abtsteinach II trennen den Verfolger-Siebener nur drei Punkte. Alles ist möglich. Deshalb heißt die Devise von Trainer Jan Schörling auch: „Konstanz, Konstanz, Konstanz.“

Das Ziel zum Saisonstart lautete beim FC oberes Tabellendrittel. „Das haben wir ganz gut erreicht“, freut sich Wurzel. Er weiß aber auch, dass ein einziges Spiel über vier oder fünf Tabellenplätze entscheiden kann. „Wenn alle fit und an Bord sind, können wir vorn mitmischen“, sagt er. Um zu wissen, ob die Elf noch in den Aufstiegskampf mit eingreifen kann, gilt es abzuwarten, „wie wir aus der Winterpause rauskommen“.

Die Trainingsbeteiligung war Schörling zufolge durch den engen Kader und die vielen Verletzten etwas durchwachsen. „Die ist aber nötig, um 90 Minuten volle Leistung zu bringen“, weiß er. Gegen Ende der Hinrunde hin wurde es besser. „Da waren wir auf einem guten Weg.“ Deshalb kam die Winterpause fast ungelegen, ist aber praktisch, sodass sich alle auskurieren können.

Damit mehr Beständigkeit einkehrt, hat der FC bereits personell nachgelegt. Denn die fehlende Konstanz rührte auch daher, dass man bisher einen (zu) kleinen Kader hatte. „Wenn zwei oder drei wichtige Leute ausfielen, war es schwierig, die Leistung zu halten“, erläutert Wurzel. Das passierte nicht nur einmal, soll aber nach der Winterpause möglichst der Vergangenheit angehören. „Wenn die drei neuen mit einsteigen, haben wir in der Rückrunde ein paar Alternativen“, meint er.

Im Februar wird mit dem 18-jährigen Marcel Berbner ein Nachwuchstalent eingesetzt. Nico Helfrich, vorher beim TSV Aschbach, läuft ebenfalls mit auf wie auch Lars Keßler, zuvor bei der Eintracht 1b aus Wald-Michelbach aktiv. Mit Jonas Werner, der sich wieder in Richtung seines Wohnorts Eulsbach orientierte, gibt es nur einen Abgang. „Ich bin sehr froh über die Neuzugänge“, ergänzt Schörling. Das belebt die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft. Ihn freut es daneben, dass der Langzeit-Verletzte Patrick Brand im Frühjahr wieder einsteigen will.

Die Planung für die kommende Saison läuft ebenfalls schon, verrät Wurzel. Natürlich würde der Verein gern Spielertrainer Jan Schörling halten. Entschieden ist noch nichts, „aber wir sind guten Mutes“, so der Spielausschuss-Vorsitzende. Daneben hält der FC auf dem Spielermarkt Ausschau nach weiteren Kickern.

„Die ersten drei oder vier Begegnungen sind entscheidend“, betont Wurzel mit Blick auf den Start aus der Winterpause. Wenn der FC gut loslegt und die Euphorie mitnimmt, könnte man durchaus beim Ringen um den zweiten Platz mitreden, denkt er. „Die Jungs haben es selbst in der Hand“, hebt Wurzel hervor. „Das Umfeld passt und wir haben einen super Trainer“, sagt er.

Trainingsstart soll Ende Januar sein, wenn es die Platzverhältnisse zulassen. Sonst weicht der FC Odin ins Haus des Gastes von Schimmeldewog aus. Vorbereitungsspiele gibt es dann je nach Wetterlage. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen mit Hallenturnieren machte, lässt man diese aufgrund der hohen Verletzungsgefahr dieses Mal ausfallen. „Bis der reguläre Spielbetrieb startet, wollen wir aber bisschen Abwechslung reinbringen“, hofft Toni Wurzel.

Ob das Nachholspiel beim Ligavierten Fehlheim Ende Februar stattfindet, steht noch in den Sternen. Der dortige Naturrasen ist ziemlich anfällig. Die erste reguläre Partie gegen den Tabellenvorletzten FC Fürth II ist dann gleich dazu geeignet, Selbstvertrauen und Punkte zu tanken. „Wir wollen in diesen beiden Begegnungen unsere Leistung komplett abrufen“, ist der Wunsch von Spielertrainer Schörling.

Spielerisch sieht er seine Elf topfit. Schörling spricht dem Team ein Riesenlob aus, wie es mitzieht. Ansetzen will er bei der mentalen Einstellung. „Auf dem Platz muss der Kopf frei sein“, sagt er. Daran will Schörling weiter arbeiten. „Fußball spielen können wir bereits alle“, lacht er. Nach der Pause will er immer von Spiel zu Spiel schauen. Gerade weil sieben Teams praktisch gleichauf liegen, ist die Konstanz sehr wichtig. Vielleicht ist es durch diese auch möglich, sich einen kleinen Abstand zu erarbeiten, so seine Hoffnung.

Als kleiner Verein hat der FC seinen Worten nach ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt er deshalb. Sollte es am Ende der Runde der zweite Platz der Kreisliga B sein, der zu den Relegationsspielen berechtigt, „nehmen wir den natürlich auch gern mit“, grinst Schörling.

Kocherbacher Hirtengottesdienst mit großer Resonanz

Bereits zum vierten Mal fand der Hirtengottesdienst in der weihnachtlich geschmückten Kocherbacher Kirche statt. Wie schon die Jahre zuvor stieß die Feier auf eine überaus große Resonanz. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes durch Pfarrer Peter Pristas folgten die Besucher aufmerksam im vollbesetzten Kirchenschiff der vorgetragenen und gespielten Weihnachtsgeschichte, die mit modernen und klassischen Weihnachtsliedern durch den Kinderchor der Ulfenbachtal-Schule Wahlen unter Leitung von Christina Speck mitgestaltet wurde.

Die gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern gesungenen Lieder komplettierten die festliche und besinnliche Stimmung während des gesamten Gottesdienstes. Nach dem Schlusssegen zogen die Kinder nach den Worten des Engels „Kommt mit uns zur Krippe“ vor die Kirche, wo bereits die Tiere vor der Krippe im Stall verweilten.

Nach einem gemeinsamen Weihnachtslied mit dem Kinderchor waren anschließend alle zu Glühwein, Kinderpunsch und selbstgebackenem Weihnachtsgebäck eingeladen. In diesem Jahr kamen zu Maria und Josef, den Hirten, ihren Schafen und Lamas zur Freude aller anwesenden Kinder auch Esel hinzu.

In dieser besinnlichen und weihnachtlichen Atmosphäre hatte es mancher gar nicht mehr so eilig nach Hause zu kommen. Die Gottesdienstbesucher verweilten noch längere Zeit an der Krippe und stimmten sich auf Weihnachten ein. Das Vorbereitungsteam bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung, ganz besonders bei den Kindern für ihr Mitwirken und den sie begleitenden Erwachsenen. Der überwältigende Zuspruch nach dem Gottesdienst und die positive Resonanz vieler Gottesdienstbesucher waren für die Organisatoren sehr erfreulich.

Mehr als vier Stunden heiße Party mit Xtreme in Affolterbach

„Wir sind wieder sehr zufrieden.“ Das „Xtreme“-Konzert ist für den SV Affolterbach immer eine feste Bank im Veranstaltungskalender, weiß Mitorganisator Steffen Gölz. Zum wiederholten Mal hatte der SVA zur großen Party in den Winterferien eingeladen, zum wiederholten Mal durfte er sich über großen Zuspruch freuen. Es war wieder die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum, die mit den knapp 450 Fans in der Peter-Heckmann-Halle eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht feierte.

Dieses Mal hatte die Gruppe ein besonderes Schmankerl für die Fans aus dem Überwald parat: Mit Sascha Fischer stand ein Wählemer am Mikro, der in der Region musikalisch bekannt ist wie ein bunter Hund ist. Für ihn bedeutete die Veranstaltung quasi ein Dejà-vu und „Back to the roots“. Denn exakt vor fünf Jahren gab er an selber Stelle das Abschiedskonzert mit seiner damaligen Band „NeRo“.

Seit Sommer ist Fischer festes Bandmitglied bei Xtreme. Er teilt sich den Sängerjob mit Mario Schmelcher. Der Wählemer hatte bereits 2016 einmal bei der Truppe ausgeholfen und dann wieder im Frühjahr ein paar Mal. „Dann fragte mich die Band, ob ich mir vorstellen könnte, mich mit Mario abzuwechseln.“ Das konnte er. Denn das „sind super Leute“, lobt der Sänger. Es gibt es ein durchdachtes Programm mit guten Showelementen und passendem Licht.

„Es macht schon Spaß, in einer großen Band mit fetter Bühne zu singen“, trauerte er wenig der NeRo-Zeit nach – auch wenn seine ehemalige Gruppe bereits zwei Mal auf der Hammelbacher Kerwe ein umjubeltes Revival feierte. „Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann“, so Fischer. Mit Jenny Daniele und Lukas Baum „gemeinsam an der Front passt es sehr gut“, spielen sich die drei Leute an den Mikros gegenseitig die Bälle zu.

„Es lief alles super“, äußerte sich Fördervereins-Vorsitzender Jörg Rettig „sehr zufrieden“ über den Verlauf. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit. Zum Schluss hin „war wirklich jeder in Bewegung“. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 3 Uhr Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. SV und Gäste waren gleichermaßen zufrieden.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgten für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hatte die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 450-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I love Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ im ersten Set verdeutlichten ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder dem „Schrei nach Liebe“ im zweiten, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

Zusammen mit rasanten Outfitwechseln wurde die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt – egal ob das aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. „Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry-, Ed-Sheeran-, Bayern-, Dance- oder 90er-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei. Wobei auch einige aus der Generation 30+ auf dem Konzert waren.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SV vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung – und damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Ferien stattfinden.

Für den SVA bedeutete die Veranstaltung einen Großeinsatz. Rund um die Veranstaltung waren um die 40 Leute im Einsatz, Karten- und Getränkeverkauf sowie Wareneinkauf mitgerechnet. Dazu kamen noch Auf- und Abbau. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. In all der Zeit hat man beim SV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief alles friedlich ab“.

Bildquelle: @Xtreme

Am 13. Januar ist es wieder soweit: Schlachtfest des MGV Unter-Schönmattenwag

Bei seinem traditionellen Schlachtfest kann der MGV Sängerbund auf den guten Hunger nicht nur der Einwohnerschaft aus „Owwer-„ und „Unner-“, also den beiden Schimmeldewäer Ortsteilen, sondern auch der Gäste von weiter her zählen. Die knapp 170 Plätze im Sängerheim an der Hauptstraße Süd sind nach dem Worten des Vorsitzenden Christian Jöst immer „ruckzuck belegt“, wenn sich um 18 Uhr die Pforten öffnen. Am Samstag, 13. Januar, ist es wieder soweit, dann geht das Beste aus Küche und Keller über die Theke.

Odenwälder Wurstsuppe, Wellfleisch mit Sauerkraut, hausgemachte Würstchen sowie Schwarze Brüh und Erbsenbrei sind die Bestandteile des reichhaltigen Büffets, an dem sich jeder Gast nach Herzenslust bedienen kann. Wem das zu üppig ist, für den gibt es als Alternative Bratwurst mit Sauerkraut. Zur Zubereitung des Erbsenbreis stellen sich die Aktiven des MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag im Vorfeld selbst in die Küche. Der Rest wird wie jedes Jahr vom örtlichen Metzger Dingeldein bezogen, der für seine gute Qualität bekannt ist.

Um das deftige Essen zu genießen, muss man allerdings nicht zwingend im Sängerheim Platz nehmen. Es ist auch ein Verkauf außer Haus oder neudeutsch „to go“ möglich. „Seit Beginn wurde das Schlachtfest immer sehr gut angenommen“, freut sich die zweite Vorsitzende Anette Wiegel über die schöne Resonanz auf diesen Start ins prall gefüllte Veranstaltungsjahr des Vereins.

 

 

Info: Platzreservierung ist bei Hans Ehret, Telefon 06207/1694, möglich.

Türkspor Wald-Michelbach hat in der Fußball-C-Liga weiter das gesetzte Saisonspiel vor Augen

Dieses Mal klappte es mit dem vor der Saison selbst gesetzten Ziel. „Wir wollen oben mitspielen“, hatte Türkspor-Spielausschussvorsitzender Oktay Mamaci vergangenen Sommer formuliert. Das tat die Elf aus dem Überwald in der aktuellen Saison der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C tatsächlich. In der Winterpause belegt das Team von Trainer Fentci den zweiten Tabellenplatz. Vier Punkte Abstand sind es zum Ligaprimus ISC Fürth. Mamaci geht davon aus, dass beide Mannschaften Meisterschaft und Aufstieg unter sich ausmachen werden.

Die Lage sah in der Hinrunde 2016/17 anders aus. Damals legte Türkspor einen klassischen Fehlstart hin und war den kompletten Rest der Saison damit beschäftigt, den verlorenen Punkten hinterher zu laufen. Vergeblich. Denn am Schluss reichte es nicht mehr, die „Mission Aufstieg“ zu einem glücklichen Ende zu bringen. Platz 3 hieß das Endergebnis, weit hinter den beiden Erstplatzierten.

Aus den Fehlern der Vergangenheit lernte man: Nachdem es in dieser Runde durch die Klatsche im ersten Spiel schon wieder nach einem Fehlstart aussah, zog der Verein ganz schnell die Notbremse und trennte sich vom gerade erst engagierten Trainer Aydin Aktan. Der stand dem Team aber weiterhin als Aushilfstorwart zur Verfügung. „Das war sehr fair von ihm“, dankt Mamaci dem Ex-Coach.

Mit dem neuen Trainer Mesut Fentci lief die Hinrunde für die Türkspor-Mannen ziemlich gut. Trotz engem Kader schaffte es die Elf – wie kurz vor der Winterpause gegen Riedrode -, aus engen Partien drei Punkte zu holen. „Ich habe Respekt vor dem Team, dass es noch einiges rausgerissen hat“, sagt Mamaci. Manchmal hat eine erfolgreiche Mannschaft eben auch das Glück des Tüchtigen, das sich vielleicht nicht einstellen würde, wenn man weiter unten in der Tabelle rangiert.

Die beiden Begegnungen gegen den Tabellenführer gingen für Türkspor verloren. Das waren für Mamaci aber nicht die Schlüsselspiele der bisherigen Saison. „Mich ärgert es sehr, dass wir in Hüttenfeld verloren haben. Das war unnötig“, meint er. Denn es fehlen damit nicht nur die drei Punkte nach oben hin, sondern auch im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten aus dem Ried, der nur zwei Zähler hinter den Überwäldern auf Platz drei rangiert. Auch das 3:3 in Gronau war laut dem Spielausschusssitzenden vermeidbar.

Zuhause ist Türkspor aber eine Macht. Außer gegen den ISC gab es keine Niederlage. Mamaci ist jedoch bewusst, „dass bis zum Ende der Runde noch viele Siege zu holen sind“. Nach bisherigen Stand kann der Verein dabei auf die bewährten Kräfte bauen. Abgänge wird es keine geben, lediglich ein Neuzugang ist noch im Gespräch. Coach Fentci wird bis Ende der Saison an der Seitenlinie stehen. Wie es personell in der kommenden Runde weitergeht, wird sich Mamaci zufolge auf der Vereinsversammlung im April/Mai entscheiden. „Wir planen meistens eher kurzfristig“, schmunzelt er.

„Mach vorn stimmt es meistens“, ist er vom Offensivspiel seines Teams überzeugt. Das liegt an den technisch guten Akteuren, die oft Erfahrung aus höheren Klassen mitbringen. Allerdings „sind wir läuferisch ein bisschen schwach“. Seiner Beobachtung nach liegt das daran, dass „zu wenige Spieler zu wenig trainieren“. Deshalb hapert es beim Umschalten auf die Defensive, weshalb „wir zu viele Tore durch individuelle Fehler kassieren“. Daran will die Elf in der Rückrunde arbeiten.

Für Türkspor ist der ISC Fürth ganz klar der Hauptkonkurrent. „Alle anderen Teams sind schlagbar“, gibt sich Mamaci selbstbewusst. Es dürfte schwer werden, dem Tabellenführer das Wasser zu reichen, weiß er. „Die haben junge, hungrige Spieler“, betont der Spielausschussvorsitzende. „Die laufen wie bekloppt“ und machen dadurch wett, dass es nicht so viele technisch beschlagene Akteure in der Mannschaft gibt.

Andererseits müsste für die Überwälder „noch viel schieflaufen, dass wir den zweiten Platz abgeben“. Der ist das erklärte Ziel und „wir wollen ihn unbedingt halten“. Allerdings stehen noch ein paar schwierige Begegnungen an. Die erste gleich als Nachholpartie zum Start in die restliche Rückrunde zuhause gegen den TSV Gras-Ellenbach. Eine Woche später folgt das nächste Überwald-Derby bei der SG Hammelbach/Scharbach.

Die Zeit bis dahin überbrücken die Mentci-Mannen mit dem Hallentraining im Haus des Gastes, das Mitte Januar wieder startet. Dann laufen auch die beiden Turniere in Rimbach und Fürth. „Keine Experimente“, hält es Mamaci für den Rest der Saison mit Adenauer. „Wir setzen auf Bewährtes.“ Die verletzten und kranken Spieler haben sich regeneriert, Türkspor kann seine volle spielerische Kraft auf den Platz bringen. Das ist auch nötig: „Wir müssen mit aller Macht starten.“ Ganz wichtig ist es, die manchmal fehlende Konstanz zu zeigen.