„Der Giersch tut so viel für uns“: Heilkräuter-Fachfrau Martina Tolnai

Der Startschuss für die Beschäftigung mit Wildkräutern fiel vor 15 Jahren. Damals hatte Martina Tolnai, gerade nach Olfen gezogen, ein Kochbuch in der Hand, worin sich Rezepte genau mit diesen Zutaten fanden. „Zwei Jahre lang habe ich nach den entsprechenden Pflanzen gesucht“, lacht sie im Rückblick. Denn sie wusste nicht, dass die benötigten Wildkräuter nur einen Teil des Jahres wachsen und blühen. Nach und nach „war ich immer mehr begeistert, was die alles machen und können“, erläutert sie.

Heutzutage ist sie so fundiert in dem Thema drin, dass sie es zum Beruf gemacht hat und Vorträge als Heilkräuter-Fachfrau anbietet. Wie etwa jetzt beim Sport- und Gesangverein Scharbach, der auf dieses Angebot eine große Resonanz hatte. Die Referentin bekam sehr viele positive Rückmeldungen. Ihre selbst hergestellten Produkte wie eine schwedische Kräutermischung, Ringelblumen-Einreibung oder Kapuzinerkresse-Essig fanden dankbare Abnehmer.

Wie auch ihre kleinen Ratgeber zu den einzelnen Pflanzen, in denen sie ihr Wissen zusammenfasst. Sie gibt landläufig Unkraut genannten Gewächsen, die aber ganz besondere Eigenschaften haben und damit völlig verkannt sind, damit ein Podium. Giersch, Brennnessel, Schafgarbe oder Löwenzahn stellt Tolnai ausführlich vor und gibt wie beim Vortrag auch Tipps, wie die Kräuter eingesetzt werden können und wo sie am besten helfen.

Das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen ist ein uraltes und hochaktuelles, denn 80 Prozent der Weltbevölkerung bedienen sich daran und stellen ihre individuellen Heilmittel selbst her, erzählt Tolnai. Nur in der „zivilisierten“ Welt scheine es verloren gegangen zu sein und werde lieber auf chemisch hergestellte Mittel zurückgegriffen, bedauert sie.

Giersch ist etwa ein Allrounder. Er enthält Vitamine, auch Spurenelemente von Eisen, Kupfer, Mangan oder Titan. Er ist blutreinigend und stoffwechselanregend, erklärt Tolnai dem interessierten Publikum. Sie charakterisiert das Kraut als „Meister der Säfte und des Fließens“. Dazu noch bei Rheuma, Verdauungsbeschwerden, Gicht, oder Husten und Lungenleiden einsetzbar. Ein Alleskönner.

„Der Giersch tut so viel für uns“, betont die Referentin. „Er macht klar, hell und zentriert, ist vital.“ Nicht zuletzt ist die Pflanze auch essbar, was sich anhand der mit Giersch belegten Pizza an diesem Abend probieren ließ. Als „optimal für die Gartenecke“ bezeichnet ihn Tolnai. Allerdings „darf man ihn nicht aus dem Eimer rauslassen“, sonst wuchert das Wildkraut alles zu.

Den Huflattich lernte die Heilkräuter-Fachfrau als letzten kennen. „Ich wusste vorher sein Geheimnis nicht“, erläutert sie. Denn er blüht zuerst, dann geht die Blüte kaputt und erst später zeigen sich die Blätter. Der Löwenzahn hat sie besonders beeindruckt, „weil er so einfach und bescheiden ist“. Es müssen nicht immer „die Großen und Tollen sein“, meint sie. Es sind oft die unscheinbaren Pflanzen, die das Besondere in sich tragen. Die vielseitig verwendbare Pflanze „kann einfach in den Mund gesteckt oder auf den Salat gezupft werden“.

Als „sehr nierenheilend“ charakterisiert Tolnai die Brennnessel. Von den Inhaltsstoffen her sieht sie das Kraut in der Evolution als ganz dicht am Übergang zwischen Pflanze und Tier. Als „so einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig“ beschreibt die Kräuterfrau ihre Herangehensweise an die Herstellung der Elixiere. So wie das aus Beinwell und Kastanie, die sie zusammen sechs Monate in Alkohol einlegt.

„Ich möchte Menschen auf unkomplizierte Weise der Natur wieder nahe bringen und meine eigene Begeisterung für alles, was da wächst, weitergeben“, formuliert sie als ihr Ziel. Es geht ihr darum, Verantwortung zu übernehmen für sich selbst, die Mitmenschen und die Natur mit all ihren großen und kleinen Wesen. Dies vermittelt sie auch in Seminaren.

Interessierte können bei Tolnai von März bis Oktober ebenfalls eine Ausbildung zur Heilkräuter-Fachfrau machen. Sie vermitteln dann das Wissen, „wonach ich schauen muss, um überhaupt in der Natur etwas zu finden“. Auch geht es darum, zu welcher Familie die einzelnen Pflanzen gehören. Ihr Wissen hat sie zumindest in Scharbach sehr anschaulich vermittelt. Einer der wenigen Männer unter den Zuschauern sagte beim Rausgehen: „Das war sehr kurzweilig, immer auf den Punktgebracht und nicht langatmig.“

1962 im „Schwobeländle“ geboren, machte Martina Tolnai zuerst eine Krankenschwesterlehre und arbeitete danach viele Jahre im OP, später im ambulanten Pflegedienst und in einer psychosomatischen Klinik. 2006 absolvierte sie die Ausbildung zur Heilkräuterfachfrau bei Susanne Rüland, 2008 eine Fortbildung bei Susanne Fischer-Rizzi (Wildniswissen). Ab diesem Jahr gab sie auch parallel Ausbildungen zur Heilkräuter-Fachfrau, zuerst an einer Heilpraktikerschule, später auch privat. 2009/2010 folgte die Ausbildung bei Marlies Bader in systemischer Homöopathie und ritueller Räucherkunde.

2013 unternahm sie den Schritt in die Selbständigkeit und hat diesen nie bereut. „Es ist ein großes Geschenk, wenn das Hobby zum Beruf wird“, sagt sie. 2014/2015 schloss sich eine Ausbildung zur Wildnis-Pädagogin an. Martina Tolnai wohnt mit ihrem Mann Karl-Michael Zimmermann in Brensbach-Affhöllerbach. Mehr unter www.ringelblume-und-co.de

Löwenzahn

Neun Mal mehr Vitamin C und 40 Mal mehr Vitamin A als im normalen Salat befinden sich laut Martina Tolnai in Löwenzahn. Außerdem enthält die Pflanze drei Mal mehr Eisen als Spinat, dazu Spurenelemente von Kalzium, Natrium Kalium und Kieselsäure. Der Löwenzahn schwemmt durch seine Bitterstoffe Harnsäure und Schlacken aus dem Körper und behebt Darmträgheit. Er wirkt gegen Allergien, Leber- und Krebs-Erkrankungen, besitzt krebshemmende Carotine und Flavonide.

Mit der Pfahlwurzel zieht er ausgewaschene Nährstoffe nach oben. Seine Samen sind Nahrung für Kleinvögel, die Wurzel eine Kinderstube für Regenwürmer. Die Blüte dient als Bienenweide, Erdbeeren gedeihen in seiner Umgebung besser. Die Frühlingswurzel mit dem bitteren Cholin sorgt für den Fettabbau aus dem Gewebe, im Herbst ist mit Inulin ein zuckerfreies Kohlenhydrat zu finden, womit sich Löwenzahl gut als Diabetiker-Gemüse eignet. Gerade im Frühjahr bietet es sich an, mit einer Schüssel in den Garten zu gehen, den Salat einfach von der Wiese zu sammeln und als Löwenzahn-Salat zuzubereiten.

 

 

Werbeanzeigen

Flattermänner lieben den Schmetterlingsgarten

Das Insektensterben beherrscht aktuell die Medien. „Es ist nachweisbar, es ist messbar und spürbar“, sagt Fachmann Siggi Winkler aus Weiher, der sich schon seit 50 Jahren mit dem Thema beschäftigt, Schmetterlinge beobachtet und züchtet. Auch wenn im Odenwald die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist, kann jede noch so kleine Maßnahme helfen, den Bestand zu sichern. Wie etwa der „Schmetterlingsgarten“ von Claudia Felske, den sie in den vergangenen Jahren in der Scharbacher Mooswiese anlegte.

„Den Garten habe ich vor dem Haus der Kuhwiese abgetrotzt“, erzählt „Fenna“ Felske. Im ersten Jahr baute sie eine kleine Terrasse und versuchte Gemüse anzubauen. Den Rest der Wiese ließ die Scharbacherin „einfach mal wachsen“ und schaute, was sich entwickelt, wenn das Gras nicht ständig gemäht oder abgesenst wird. Im zweiten Jahr waren das die Sumpfdotterblumen, das Mädesüß und die Engelwurz, die wilde Möhre, Buschwindröschen, Miere, Malven, Glockenblumen.

Felske pflanzte parallel Stauden Sträucher und Bäume. Die Brombeerecke wurde definiert, die wilden Himbeeren durften sich ausbreiten. Die Insektenvielfalt stellte sich im dritten Jahr ein. „Es zogen vermehrt Schmetterlinge ein“, beobachtete sie, dazu die Zauneidechse und Massen von Marienkäfern. Im vierten Jahr fingen sich die Stauden an zu vermehren.

Der Garten macht nicht viel Arbeit, erläutert sie. Denn man muss nur einzelne Sektionen bearbeiten und das meiste einfach sich selbst überlassen. Eigentlich ist das Sensen tabu. Nur Sortieren und vorsichtiges Abräumen der toten Blätter und Staudenstängel im späten Frühjahr ist erlaubt. „Doch leider wird dies als Faulheit oder Unordentlichkeit ausgelegt“, bedauert die Scharbacherin. „Doch seit wann ist denn die Natur ordentlich?“, fragt sie rhetorisch.

Die Engelwurzstaude liefert im Sommer als Doldenblütler Pollen und Nektar für Biene und Schmetterling und dient im Winter als Unterschlupf für Wildbienen, sofern sie stehen gelassen wird. Ein mögliches Winterlager für den Zitronenfalter ist ein Brombeergebüsch, etwas feucht durch den Bachbereich. Totholz und Kompost bilden Lebensraum für zahlreiche Insekten. Besonders Marienkäfer freuen sich, unter der Rinde einen Platz zu finden. Auch die Zauneidechse und der Zaunkönig haben hier ihre Nische gefunden.

In einem Schmetterlingsgarten müssen Brennnessel, Brombeeren, Himbeeren, Totholz und Blühstauden miteinander verwildern, rät sie. Außerdem: „Im Winter alles stehen lassen.“ Genau das ist laut Felske das ausschlaggebende Kriterium. Denn wenn im November alles abgesenst und verbrannt wird, lösen sich damit auch die Eier und Raupen der Schmetterlinge in Rauch auf. „Es muss verwildern“, betont sie. Der Schmetterlingsgarten wird erst im Juni richtig schön. Dann sind auch die meisten Insekten geschlüpft, die als Raupe oder Eier überwintert haben.

Felske sehen mit Besorgnis, wie wenige Insekten im Vergleich zu ihrer Kindheit heute noch zu sehen sind. Das bestätigt auch Winkler: „Die Biomasse ist in den letzten 30 Jahren um etwa 75 Prozent zurückgegangen“, weiß er. Er kennt 100 Arten von Tagschmetterlingen, von denen 32 im Odenwald bestätigt werden konnten. „Vor allem die Älteren wissen noch, welche Insektenpampe wir früher auf der Windschutzscheibe unserer Autos hatten“, schmunzelt er.

Seine soziologischen Studien macht der 70-Jährige seit 30 Jahren für eine Arbeitsgemeinschaft, die beim Frankfurter Senckenbergmuseum angesiedelt ist. Prof. Josef H. Reichholf veröffentlichte im Herbst 2017 eine Studie, in der er den Artenschwund bei Schmetterlingen dokumentierte und wissenschaftlich untermauerte, so der Weiherer.

Winkler warnt: „Etliche Arten sind in dieser Zeit bei uns verschwunden.“ Im Odenwald schätzt Winkler jedoch, dass der Rückgang „nur“ etwa 30 Prozent beträgt. Und: „Es ist kein plötzlich aufgetretenes Ereignis.“ Bereits vor 30 Jahren gab es Anzeichen dafür. Als Gründe nennt der Fachmann: Biotopverlust, Veränderungen in der Landwirtschaft, Kreiselmäher, mehrmalige Mahd im Jahr (die keine Entwicklung mehr zulässt), Düngung, Pestizide, Zersiedelung der „freien Landschaft“, Verlust von Brachflächen oder extensiv bewirtschaftete Flächen.

Von den Pestiziden wisse man mittlerweile, dass viele als insektenunschädlich eingestufte Herbizide das Orientierungssystem und die Fortpflanzungsdynamik stören. Seit Jahrzehnten gibt es im Weschnitztal Ehrenamtliche, die mit ihren Studien den Wissenschaftlern zuarbeiten und die Entwicklung dokumentieren. Neben Winkler zählen dazu auch die Hobbyentomologen Reinhold Pfeifer/Rimbach und Peter Gehrisch/Ellenbach.

Wir können den Insekten helfen durch…

  • Verzicht auf Insektizide, besonders Neonicotinoide, Herbizide
  • keine extensive Beweidung landwirtschaftlicher Flächen
  • Düngeminimierung, Düngeverzicht
  • Ankauf von Flächen durch die öffentliche Hand oder Naturschutzverbände als „Trittsteine“
  • Schaffung von Ackerrandstreifen, Belassen von Böschungen und Wegerainen (die oft ungedüngt sind…)
  • Pflanzung von Sträuchern an Waldrändern, Belassen von Sträuchern, Hecken, Flora an Waldrändern
  • Anlage von Feldholzinseln mit insektenfreundlichen Arten
  • Augenmerk auf Eichen, Weiden und Pappeln (beherbergen die meisten Insektenarten)
  • kleine verwilderte Bereiche/Ecken in Gärten, Belassen sogenannter „Unkräuter“ in Gärten und in der freien Landschaft
  • Einsaat von Blühwiesen oder Sommerflieder in Gärten als Insektenmagnet
  • Erhaltung und Pflege der Obstbäume/Streuobstwiesen, Mistelbekämpfung
  • Verzicht auf „Exoten“ im Garten (z.B. Buchsbaum), Anpflanzung von Blühpflanzen wie Fenchel, Lavendel u.a.

Scharbacher Wehr musste 24 Mal ausrücken

24 Einsätze standen im vergangenen Jahr für die Scharbacher Freiwillige Feuerwehr an, berichtete Wehrführer Lothar Schmitt auf der Jahreshauptversammlung. Neun Mal gingen Brandmeldeanlagen los, fünf Brände galt es zu löschen, dazu kam der Großbrand beim Holzwerk Monnheimer, der alle Brandschützer der Gemeinde forderte. Die Einsatzabteilung der Ortsteilwehr besteht derzeit aus 21 Aktiven, davon drei Frauen und 18 Männer, berichtete er.

Fast alle der 23 Übungen wurden mit den Hammelbacher Kameraden durchgeführt, erläuterte Schmitt. Dafür wurden 530 ehrenamtliche Stunden geleistet. Er bat alle „um rege Teilnahme an den Übungen“, da nur so der Ausbildungsstand gehalten werden könne. Zusätzlich zu den Einsätzen gab es neun technische Hilfeleistungen, davon unter anderem vier wegen Unwetter und zwei Unterstützungen der Rettungsdienste. Der Wehrführer listete hierfür 422 Stunden auf. Er freute sich, dass dabei niemand verletzt wurde.

Schmitt dankte für die Bereitschaft der Firmen, „auch während der Arbeitszeit Aktive zum Einsatz zu lassen“. Der Einsatz von Tobias Schmidt mit Michel Schmitt für die Jugendwehr „lässt uns für die Zukunft auf weitere Aktive in der Einsatzabteilung hoffen“. Die Hammelbacher Kameraden bringen „in mühsamer, oft stundenlanger Arbeit die Schläuche in Ordnung“, hob er hervor. Der Kommandant erwähnte daneben die Arbeit der beiden Gerätewarte Jürgen und Gunther Speckhardt, „ohne deren gewissenhafte Wartung unsere technische Ausrüstung nicht in einem so tadellosen Zustand wäre“.

Der Vereinsvorsitzende Waldemar Schmidt hatte zu Beginn alle Anwesenden begrüßt. Gemeindebrandinspektor Timo Lammer, der zweite stellvertretende GBI Dennis Reim, Bürgermeister Markus Röth sowie Kameraden der Nachbarwehren und Vertreter des Hammelbacher DRK nahmen an der Versammlung teil und sprachen zum Teil Grußworte. Matthias Forell prüfte zusammen mit Jörg Quick die Kasse und lobte die einwandfreie Kassenführung. Beide stellten Antrag auf Entlastung, die einstimmig angenommen wurde. Udo Gruber und Matthias Forell wurden im Anschluss einstimmig zu Kassenprüfern gewählt.

2018 war für den Feuerwehrverein ein ruhiges Jahr, berichtete Waldemar Schmidt. Es standen Besuche bei Festivitäten der Nachbarwehren an. Der Vereinsausflug führte wieder in die schöne Pfalz. Gleich fünf runde Geburtstage galt es zu feiern, außerdem eine diamantene und goldene Hochzeit. Kameradschaftsabend auf der Tromm und Jahresabschluss fanden einen schönen Anklang.

Schmidt kündigte an, im kommenden Jahr sein Amt niederzulegen. Er sei dann 50 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst und 20 Jahre im Vorstand tätig. Er merke, dass er „nicht mehr dieselbe Energie wie früher hat“ und will sein Amt deshalb an Jüngere abgeben, kündigte der Vorsitzende an. Mit Blick auf 2019 erwähnte Schmidt die Planung eines Suppenfestes am 23. Oktober und der Ausflüge. In zwei Jahren sind Gesamtneuwahlen des Vorstandes, warf der Vorsitzende einen Blick in die Zukunft. „Bis dahin müssen viele Nachfolger gefunden werden“, mahnte er.

Jugendfeuerwehrwart Tobias Schmidt berichtete, dass durch einen Neuzugang inzwischen vier Jugendliche mitmachen. Es wurden 88 Stunden zur feuerwehrtechnischen Ausbildung abgehalten, außerdem 66 für allgemeine Jugendarbeit aufgewendet. Christbaumsammelaktion, Berufsfeuerwehrcamp und Kreiszeltlager lauteten die Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr. Die Übungen wurden mit den anderen Jugendwehren der Gemeinde abgehalten.

Beförderungen: Hauptfeuerwehrmann Tobias Schmidt, Brandmeister Lothar Schmitt

Übungen: Dennis Reim (20 von 23), Tobias Schmidt (19), Gunter Speckhardt (16)

Lehrgänge: Tobias Schmidt (Truppführer), Dennis Reim (Leiter einer Wehr), Isabell Forell, Lothar Schmitt (beide Fortbildungen für Sanitätshelfer)

Sehr gut besuchter Bunter Abend zum Start der Scharbacher Kerwe

Großer Besucherandrang bei der Kerwe im kleinen Ortsteil. Das Wetter passte dieses Jahr super für die Open-Air-Aktivitäten, sodass sich im Vergleich zum verregneten Vorjahr viel mehr Ortsbürger und Gäste von auswärts einfanden. Der Bunte Abend am Sportplatz, für den sich die drei veranstaltenden Vereine ein lustiges Programm ausgedacht hatte, stieß auf sehr viel Zuspruch. Natürlich stand die Gaudi im Vordergrund – und was macht mehr Spaß, als über den Nachbarn zu lachen, der sich auf der Bühne bei einer Aufgabe zum Narren macht.

Aber Vorsicht: Beim nächsten Programmpunkt konnte es den Lacher selbst erwischen, denn Moderator Jörg Rettig griff sich seine Probanden wahllos aus dem Publikum heraus. „Scharbacher auswärts unterwegs“ oder USA lautet das Motto der diesjährigen Kerwe, die heute stimmungsvoll zu Ende geht. Natürlich schwebte die USA auch zentral über dem Bunten Abend. Jörg Rettig hatte sich dafür in ein lustiges Kostüm gezwängt, bei dem Donald Trump auf einem Zwerg reitet.

Vorgeschaltet war die Kerweeröffnung mit Gottesdienst und folgendem Fassbieranstich durch Bürgermeister Markus Röth und Kerwepfarrer Stefan Schmitt. Dann zogen Kerwejugend und Kerwekids in die Halle ein. Anschließend gab es einen vielbeklatschten Auftritt der Scharbacher Kinderchöre, der „Little Fire Girls“ und der „Golden Power Girls“, unter der Leitung von Susanne Hoffmann-Rettig. „Alles ist Musik“ und „Achterbahn“ von Helene Fischer waren zu hören.

Die Kerwekids boten einen umjubelten Tanz zum Lied „Lollipop“, der Gemischte Chor Waldeslust und der Crescendo-Chor ließen ihre Stimmen ebenfalls bei „Ohne Krimi geht die Mimi“ und „Let me entertain you“ ertönen. Der Junge Chor der Scharbacher Chöre sang „Titanium“ – alles Titel aus der drei Mal im Juni gebotenen Aufführung des fünften „Goldenen Scharbocks“.

Weiter gab einen Beitrag, der Jamaika-Feeling aufkommen ließ. Zum Lied „Äppelwoi Cola“ wurden kurzerhand Mülltonne und Kazoo mit in die Darbietung einbezogen. Den Abschluss des Abends gestalteten die Kerwe-Girls mit einem fetzigen Rock’n’Roll-Stück aus den 50er Jahren. Ein fulminantes Baywatch-Männerballett war der Kracher und ließ die Gäste stürmisch Beifall klatschen.

Abwechslung zwischen den einzelnen Aufführungen war geboten mit lustigen, von Rettig angeleiteten Spielen, bei denen die Zuschauer vor einige Herausforderungen gestellt wurden. Vier Männer mussten gegen vier Frauen antreten. Melodiengurgeln, Decke wenden oder Wörterbilden waren in der Kürze der Zeit und Hitze der Nacht gefragt. Es gab zum Schluss ein gerechtes Unentschieden. Männlein und Weiblein gewannen jeweils zwei Spiele, so dass man sich danach in der Bar zu einem Getränk traf. Ausgedacht hatte sich die Aktionen das zehnköpfige Kerweteam um Claudia Hallermeier.

Für überschäumende Stimmung sorgte außerdem Alleinunterhalter Florian Koch, der den Abend mit Keyboard und Trompete umrahmte. Schlager, Pop, Rock, Unterhaltungsmusik: Es gab für jeden Geschmack etwas zu hören. Nach dem offiziellen Ende war natürlich noch lange nicht Schluss. Die Nacht war ziemlich kurz, ehe sich am nächsten Morgen schon wieder die ersten zum Feiern einfanden.

Karibisch bei Sonne, Strand und coolen Cocktails ging es beim Beachvolleyball-Turnier zu. Es fand im vergangenen Jahr unter erschwerten Bedingungen zum ersten Mal statt. Denn damals kam so viel Wasser vom Himmel, dass es fürs halbe Meer neben dem Sandstrand gereicht hätte. Es wurde aber trotzdem so gut angenommen, dass sich das Kerwe-Team für eine zweite Auflage entschied. Dieses Mal herrschten optimal Bedingungen.

15 Mannschaften mit je fünf Spielern gingen an den Start. Der Sand war trocken, die Sonne warm, die Getränke kühl: Besser geht nicht. „Bauwagen 1“ gewann vor dem Team „Waidmannsheil“ und dem „SV Germania“. Sportlich vorbelastet war allerdings kaum ein Akteur, sodass die Gaudi klar im Vordergrund stand. Die Leitung war jedoch professionell. Drei Spielerinnen des ÜSC Wald-Michelbach schauten nach der richtigen Regelbefolgung. Nach dem offiziellen Ende um 21.30 Uhr gingen die Spieler daran, verbrannte Kalorien und ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder zu nachzufüllen. Das dauerte lange bis in den Sonntag hinein…

Frenetischer Beifall und Standing ovations für den goldenen Scharbock in Affolterbach

Ob das in zwei Jahren nochmal zu toppen sein wird? 1400 Gäste an drei Abenden, eine drei Mal ausverkaufte, dampfend-schwülheiße Peter-Heckmann-Halle, frenetischer Beifall, Standing ovations, restlos begeisterte Zuschauer. Die fünfte „Night of the golden Scharbock“ im 120. Jahr des Bestehens der Scharbacher Chöre war eine Demonstration von Sangeskunst, wie sie in der Region nur selten zu finden ist. Weit über 100 Sänger, hochkarätige Solisten und eine virtuose Begleitband machten die Abende zum Nonplusultra der Überwälder Veranstaltungen in diesem Jahr.

Kein Wunder, dass der Gesangverein aus dem Grasellenbacher Ortsteil Scharbach dieses Mega-Event nur alle zwei Jahren durchführen kann – zu gewaltig ist der Aufwand dafür. Aber die überschäumenden Reaktionen darauf lohnen jegliche Mühe. Wenn die musikalische Gesamtleiterin Susanne „Suse“ Hoffmann-Rettig in goldenem Mantel als ausgebildete Opernsängerin zusammen mit Sascha Fischer im Smoking zum Ende des ersten Sets wie Montserrat Cabellé und Freddie Mercury „Barcelona“ schmettert, dann kennt der Jubel keine Grenzen mehr.

Der 29-jährige Student Fischer aus Wahlen ist musikalisch ebenfalls „vorbelastet“. Zuerst mit der Coverrockband „NeRo“, jetzt mit „Xtreme“ tourt er durch Deutschland und hat in Frankenthal seine eigene Theaterrevue. Dass sein Herz für den Rock schlägt, merkt man auch bei „Summer of 69“ von Bryan Adams, das mit den 50-köpfigen Crescendo-Chor im Hintergrund eine voluminöse Intensität erreicht. Der ganze Saal steht, alle klatschen mit. „We’re not gonna take it“ von Twister Sister ist kurz vor Schluss noch einmal eine Verbeugung an einen ewigen Rockhit.

„Hits am laufenden Band“ hatten die Scharbacher Chöre in diesem Jahr ihre „Scharbock“-Aufführung betitelt, nachdem es vor zwei Jahren um „Musicals“ gegangen war. Im Jubiläumsjahr gab es einen bunten Streifzug durch die Musikgeschichte, der passenderweise mit „Music“ von John Miles eröffnet wurde. Dieser pompöse Klassiker aus über 100 Kehlen von gemischtem Chor und Chor: Das hat was. Martin Steffan, der den gemischten Chor leitet, kann aber nicht nur dirigieren. Der Tenor schmetterte danach Pavarottis „O sole mio“ eindrucksvoll von der Bühne.

Ob es nun ein Medley der Comedian Harmonists war, die Mimi ohne Krimi ins Bett sollte oder der „Wind of Change“ der Scorpions zusammen mit dem Kinderchor durch den Saal hallte: Quer durch alle Zeiten und Musikrichtungen ging die Reise der Chöre. Die wurden von einer hochkarätigen Band unterstützt: Michael Hubert (Drums), David Kirchner (Gitarre) und Nicholas Neumüller (Bass) erlern(t)en ihr Handwerk an der Popakademie Mannheim, während Keyboarder Achim Essig ein Urgestein der Odenwälder Musikszene ist.

Was wäre der Gesang ohne die Technik? Mit dem aus Wald-Michelbach stammenden Max Koch, der mittlerweile als Regie-Assistent bei den Bregenzer oder Bad Hersfelder Festspielen tätig ist, hat ein kreativer Kopf die Konzeption übernommen. Eine bewegliche, transparente Stoffwand, ein Hebebühnen-Podest und vor allem die eindrucksvolle Lasershow machten den musikalischen Eindruck erst zu einem stimmigen Gesamtpaket.

Heiß war es schon zu Beginn, noch heißer wurde es nach der Pause. „Celebration“ und „Sing Halleluja“ eröffnen einen fulminanten zweiten Set. Robbie Williams‘ „Let me entertain you“ sieht Dirigentin Hoffmann-Rettig nach einem Konfetti-Regen der überdimensionalen Geburtstagstorte entsteigen, während sich der Chor zu Höchstleistungen aufschwingt. Bei „Proud Mary“ rockt sie mit Sopranistin Doris Steffan-Wagner die Bühne, dass Tina Turner vor Staunen der Mund offen stehen bleiben würde. Alles natürlich mit dem vielstimmigen Chor im Hintergrund, der den Songs eine ganz besondere Klangfülle verleiht.

Die „Jungs“, der von Hoffmann-Rettig geleitete Kinderchor, huldigen mit „TNT“ AC/DC – eine gute Gelegenheit für Gitarrist David Kirchner, seine Fertigkeiten auf den sechs Saiten zu zeigen. „Titanium“ vom Jungen Chor, „Malaguena“ mit Solistin Corina Tatzel oder „Mama Loo“ mit den jungen Solisten Beni und Vincent bereiten den Boden für ein mächtiges „Walking on Sunshine“ von Kathrina and the Waves, nach dem keiner gehen wollte. Noch mehr Schweiß floss bei nicht enden wollenden Zugaberufen und Klatschorgien.

Die Resonanz war überwältigend: „Der Chor ist ein Aushängeschild im Kreis Bergstraße. Solch ein kleiner Ort und so eine große Show“, sagte Landrat Christian Engelhardt. Andere Sänger und Musiker zeigten sich begeistert: „Das ist toll, was die auf die Beine stellen“, meinte Siggi Winkler aus Weiher von der Folk Band „Irish Voices“. Christof Klos, Vorsitzender des Gesangvereins Harmonie Ober-Schönmattenwag, sprach von einer „großen Klasse“ der Aufführung. Trotz der tropischen Temperaturen im Saal „war es ein großartiges Konzerterlebnis, das in unserer Region einmalig ist“, so Wald-Michelbachs Bürgermneister Sascha Weber. „Ich freue mich bereits jetzt schon sehr auf die Rückkehr des goldenen Scharbocks in zwei Jahren“, so der Rathauschef. „Brutal gut“ fasste es Jörg Rettig kurz und knapp zusammen.

Mer Bilder hier:

Scharbacher Chöre

Posted by Thomas Wilken on Sunday, June 10, 2018

 

„Night of the Golden Scharbock“ in Affolterbach bietet Hits am laufenden Band

„Hits am laufenden Band“ heißt es bei der fünften „Night of the Golden Scharbock“. Die veranstalten die Scharbacher Chöre gleich dreimal vom 8. bis 10. Juni in der Affolterbacher Peter-Heckmann-Halle. Im Jahr des 120. Vereinsjubiläums ist der Aufwand wie üblich riesig, den Zuschauern etwas Einmaliges zu bieten. Crescendo- und Kinderchor, „Jungs“, Solisten und Band: Um die 120 Mitwirkenden werden jedes Mal auf der Bühne stehen. Die Chorkonzerte der etwas anderen Art werden gewiss wieder für eine dreimal ausverkaufte Peter-Heckmann-Halle sorgen.

Alle zwei Jahre ein umfangreiches Programm mit neuem Schwerpunkt auf die Bühne zu bringen, erfordert schon eine Menge Disziplin und Ausdauer. „Allen Sängern ist bewusst, dass die regelmäßige Teilnahme an den Chorproben verpflichtend ist und auch zwischendurch Texte auswendig gelernt und die Stimmen mit Hilfe von Probe-Aufnahmen geübt werden müssen. Anders ist dieses Mammutprojekt nicht zu schaffen“, erklärt Chorleiterin Susanne Hoffmann-Rettig zu den aktuellen Konzert-Vorbereitungen.

„Wir versuchen jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt zu setzen“, erläutert sie. Die Proben für die „Hits“ starteten bereits direkt nach der vergangenen Aufführung Mitte 2016. Für dieses Highlight im zweijährlichen Veranstaltungskalender kommen dann gerne auch ehemalige Scharbacher zurück in die Großgemeinde Grasellenbach, um daran mitzuwirken. So wie Max Koch, der vor zwei Jahren beim Thema „Musical“ zum Ensemble dazu stieß.

„Wir wollen eine musikalische Zeitreise durch 120 Jahre Vereinsgeschichte unternehmen“, erklärt Hoffmann-Rettig die Intention. Dazu „picken“ sich die Scharbacher Chöre besondere Höhepunkte aus diesen zwölf Jahrzehnten heraus, die exemplarisch für den einzelnen Epochen stehen. Nach der Pause „wird dann eine große Party gefeiert“, verspricht sie. Für die Regie und szenische Inszenierung konnte Hoffmann-Rettig Max Koch gewinnen.

Bei der Scharbock-Aufführung wird seinen Worten zufolge der szenische Anteil ziemlich hoch sein. „Das hebt uns ab von den klassischen Chorkonzerten“, sagte er. Eine tolle Band und Solisten sowie große Chöre bedeuten aber auch einen höheren technischen Aufwand. Während sich Hoffmann-Rettig um die Musik kümmert, ist Max Koch für Dramaturgie, Licht, Ton und szenische Elemente zuständig. Er verspricht für die Aufführungen „Bühnenelemente mit Überraschungseffekten“. Auch wird mit Videoprojektionen gearbeitet.

Man könne sich das wie ein Puzzle vorstellen, das aus einzelnen Teilen langsam zu einem großen Ganzen zusammenwächst, so die Chorleiterin. Aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen am Nationaltheater Mannheim trifft sich der Chor nicht wöchentlich. „Da sind dann eben auch einige Wochenend-Proben notwendig, damit das Ergebnis hinterher stimmt“, führt sie aus. Zusätzlich kommen dann noch die Choreografie und das Zusammenspiel mit der Liveband von der Popakademie in Mannheim hinzu, welche das Puzzle erst komplett machen.

Die Begleit-Band besteht aus Musikern, die national und international unterwegs sind und sich nur wenige Tage vor dem Scharbock-Konzert gemeinsam auf der Bühne treffen. Zur Band gehören neben Schlagzeuger Frederic Michel auch der Wählemer Achim Essig (Keyboard), David Kirchner (Gitarre) und Nicholas Neumüller (Bass). „Das ist dann der spannende Moment für alle“, so Hoffmann-Rettig. Passen die Einsätze, wann kommen die instrumentalen Solostücke, wer hat wann Pause? „Im Idealfall klappt alles innerhalb kurzer Zeit, setzt aber wieder viel Disziplin aller Beteiligten voraus“, merkt die Chorleiterin an.

Für die Ton- und Lichttechnik haben die Veranstalter diesmal mehr zeitlichen Vorlauf eingeplant, damit die einzelnen Stimmgruppen genauer aufeinander abgestimmt werden können. Das bedeutet für den Verein einiges an Mehrkosten damit alles noch professioneller rüberkommt. Deshalb ist der Verein den vielen Sponsoren für deren Unterstützung dankbar. „Das bietet uns ein finanzielles Polster für die nicht unerheblichen Ausgaben“, erklärt sie.

Alle Sänger fiebern dem tollen Gefühl entgegen, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und den Funken zum Publikum überspringen zu lassen. Dieses Gänsehaut-Gefühl lässt dann alle Anstrengungen in den Hintergrund treten.

Info: Night of the Golden Scharbock Vol. 5, Thema „Hits am laufenden Band“, 8. bis 10. Juni, Beginn Freitag/Samstag 19.30 Uhr, Sonntag 18 Uhr, Peter-Heckmann-Halle in Affolterbach, Vorverkauf: Sparkasse Wald-Michelbach, Metzgerei Müller Affolterbach, Gemeindeverwaltung Hammelbach, Kurverwaltung Gras-Ellenbach, Tickethotline 06207/3452.

Mitgliederwerbung steht im Mittelpunkt: Jahreshauptversammlung der Scharbacher Chöre:

Auf ein dichtgedrängtes Jahresprogramm blickte Vorsitzende Elke Myland-Stalf bei der Versammlung des Gesangvereins Waldeslust, unter dem die Scharbacher Chöre firmieren, zurück. In den Berichten der beiden Chorleiter Susanne Hoffmann-Rettig und Martin Steffan (gemischter Chor) kam darüber hinaus die umfangreiche Probenarbeit zum Ausdruck, die die beiden für die verschiedenen Ensembles aufwenden. Aktuell steht das Schaffen des Vereins im Fokus der „Night of the golden Scharbock“, die vom 8. bis 10. Juni in der Peter-Heckmann-Halle Affolterbach aufgeführt wird.

Myland-Stalf erwähnte in ihrem Rückblick auf 2017 den letztmalig von den drei Vereinen organisierten Familienfasching. Bei zahlreichen Terminen waren die Mitglieder präsent, ob nun Jubiläum der Wallonia Wahlen, Chorfest des Sängerbunds Weschnitztal-Überwald oder dem Großeinsatz, der Veranstaltung beim Irene-Turm auf der Tromm. „Die Logistik war eine Herausforderung“, erläuterte die Vorsitzende, „hat sich aber finanziell im Nachhinein doch gerechnet“.

Straßenfest in Hammelbach, Scharbacher Kerwe, Freundschaftssingen des MGV Aschbach, Kinder-Weihnachtsfeier mit 15. Chorleiter-Jubiläum von Susanne Hoffmann-Rettig und Rollbraten-Schießen in Hammelbach bedeuteten weitere größere Events, bei denen die diversen Chöre im Einsatz waren. Willi Schnebel, der zusammen mit Ruth Schmidt die Kassenführung von Marcello Capello geprüft hatte, bescheinigte eine einwandfreie Führung. Die Entlastung des Gesamtvorstands war deshalb nur Formsache.

Hoffmann-Rettig zog eine Bilanz der drei von ihr betreuten Jugend-Chöre „Golden Power Girls“, „Little Fire Girls“ und „Jungs“ sowie des Crescendo-Ensembles. Letzterer Chor zählt aktuell 58 Sängerinnen und Sänger. Durch die Integration der Mädels von „Teenietuss“ gab es Zuwachs bei den weiblichen Stimmen. Außerdem kamen auch drei junge Männer hinzu. „Für die Night of the golden Scharbock stehen noch viele Proben an“, sagte sie. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Hoffmann-Rettig bezeichnete weiterhin die Mitgliederwerbung als vorrangige Aufgabe. Gerade jüngere Sänger sollten für den Chorgesang begeistert werden. Aus den Aktivitäten des vergangenen Jahres griff sie das Probenwochenende in Osthofen und die Auftritte bei Freundschaftssingen heraus. Bei der Jugend erwähnte sie den Jahresausflug, das Kinderjubiläum auf dem Mooswiesenhof und die Weihnachtsfeier. Dankesworte gingen an Waldeslust-Dirigent Steffan, Jugendwartin Britta Rademacher und die engagierten Sänger.

Bürgermeister Markus Röth bedankte sich für die Unterstützung des Vereins bei den gemeindlichen Aktivitäten. Er hob die Bewirtung beim Trommfest und das Singen beim Volkstrauertag hervor. Der Verein sei mit seinen Events eine Bereicherung für die Kommune, hob Röth hervor. Er wünschte den Unternehmungen weiterhin viel Erfolg.

Mit Blick auf die Kinder- und Jugendarbeit erwähnte Myland-Stalf, dass man Volker Tanner für das Betreuung der Ohrwürmer gewinnen konnte. Damit sei besonders bei Ausflügen und Übernachtungen ein Ansprechpartner für die Jungen gegeben. Der Vorstand sei froh über jede Hilfe und spontanes Engagement, betonte sie. Sie dankte allen, dich über das Singen hinaus einbringen und engagieren. „Mit Ideen, Arbeitseinsätzen, einfach bei der Gestaltung unseres Choralltags.“ Jedoch gebe es bis zum nächtsen Event noch eine Menge zu tun.

YouTube-Teaser Night of the Golden Scharbock 2018: http://youtu.be/IOSm_mE9Vbk