Heißer Sommer sorgt für die beste Saison überhaupt im Hammelbacher Freibad

Es war die beste Saison überhaupt, aber jetzt ist Sabrina Blessing doch froh, dass die beiden Schwimmbäder in Wald-Michelbach und Hammelbach geschlossen haben. Sie führt jeweils die Kioske und kümmert sich mit ihrem Team um den Badebetrieb. Der heiße Sommer löste einen wahren Run aufs kühle Nass aus. Als letztes der beiden Freibäder schloss am Wochenende nun das Hammelbacher offiziell, wozu es kleines Fest unter den Namen „Swim-Closing-Party“ gab.

Über den Nachmittag hinweg war das den Kindern gewidmet. „Das war richtig schön“, freute sich Blessing. Um die 60 Kids dürften es gewesen sein, die sich kostenlos schminken ließen. Auch eine Hüpfburg wurde gut genutzt. Vier-gewinnt-Spiel, Heliumluftballons, aufblasbares Fußballtor und Rodeoreiten lauteten die weiteren Angebote.

Bei der abendlichen Feuershow waren alle Tische belegt, so gut war der Zuspruch. Blessings Mann Jörg hatte extra für diese Veranstaltung mit Bekannten in zehn Stunden Arbeit noch eine Bühne im 18 Grad kalten Wasser aufgebaut. Die Geräteteile dazu wurden von der Zimmerei Marc Balmer sowie Gebhardt- und Bauer-Bedachungen gesponsert. Sabrina Blessing stellte zusätzlich Fackeln auf, sodass sich der Lichterschein idyllisch im Wasser spiegelte.

Uwe B. Mieletz aus Ludwigshafen war für die Feuershow zuständig und bekam viel Applaus. Die Show kam so gut an, „dass wir sie nächstes Jahr in großem Stil wiederholen wollen“, kündigte Blessing an. Etwa die Hälfte der Besucher verweilte dann noch um einiges länger. Bis 2.30 Uhr ging die Sperrzeitverlängerung, „bis 4 Uhr haben in kleinem Kreis ruhig weitergefeiert“, schmunzelte die Pächterin.

„Die beste Saison ever“, lachte Blessing rückblickend auf 2018. „Das wurde auch mal Zeit.“ Gleichzeitig war der Sommer aber auch „super anstrengend“. Seit fünf Jahren führt sie den Kiosk in Hammelbach, seit drei Jahren auch das Freibad in Wald-Michelbach. Drei Kinder plus „eines gerade im Bauch“ taten ihr Übriges. Nach den eher schlechten Jahren 2016 und 2017, als das Wetter nicht so mitspielte, „hoffe ich aber natürlich, dass 2019 wieder so gut wird“, meinte sie. Am 15. Mai kommenden Jahres geht es weiter.

Die Gäste auch von weiter her schätzten das Quellwasser-Bad ohne Chlor. Dafür kommen sie gerne von Fürth oder sogar von Mannheim, um beim familiären Betrieb ein paar angenehme Stunden zu verbringen. „Wir sind mit Herzblut dabei“, betonte die Kiosk-Chefin. Das wird von den Besuchern honoriert und „kommt von denen auch zurück“. Die schätzen ebenso den „Retro-Charme“ des Freibads. Als Familienbetrieb wird nicht so genau auf die Uhr geschaut. „Wir haben bei Bedarf halt auch abends mal länger auf“, sagte die Chefin.

Wenn rundherum die Wassertemperaturen bei Hitze denen einer lauwarmen Brühe ähneln, ist es in Hammelbach immer noch angenehm kühl. Was in den Vorjahren ein Manko war, als sich der Sommer nicht so hitzig wie in diesem Jahr präsentierte, sollte 2018 der große Vorteil sein. Aber selbst das Quellwasser wurde immer wärmer, „dass wir Mitte August tatsächlich 26 Grad hatten“, so Blessing.

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Aktionsmeile beim Jubiläum der Hammelbacher Feuerwehr wurde gut frequentiert

„Der komplette Ort versammelte sich rund ums Feuerwehrhaus“: Kommandant Marco Stein stand die Freude ins Gesicht geschrieben, dass die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr und zum 125. Jubiläum der Einsatzabteilung so gut von der Bevölkerung angenommen wurden. Die Aktionsmeile im Weschnitzquellenweg mit ihren 30 Stationen wurde trotz der Sommerhitze sehr gut frequentiert. „Wir haben ganz viele positive Rückmeldungen auf die Angebote der Hilfsorganisationen bekommen“, vermeldete Vereinsvorsitzender Walter Bauer.

Bereits am Mittwoch startete die Aufbau für die Aktionsmeile und dauerte am Sonntag bis 6 Uhr morgens, schmunzelte Stein über die Punktlandung. Nach dem letzten Feinschliff stand auch schon das Frühstück für die Teilnehmer bereit, um das sich die Helfer aus der 22-köpfigen Einsatzabteilung samt Frauen und Freundinnen gekümmert hatten. Wie sie überhaupt zusammen mit den sieben Jugendlichen der Nachwuchswehr den ganzen Tag immer auf Achse waren, um die Wünsche der Besucher zu erfüllen.

Am Sonntag waren auch die Scharbacher Kameraden als Helfer mit im Boot. In ihren roten Event-Shirts, von denen auch der Landrat eines erhielt, waren alle auf den ersten Blick zu erkennen. Aber nicht nur die Wehrleute packten mit an. Von den Anwohnern gab es neben den Kuchenspenden auch die eine oder andere helfende Hand, wofür ihnen Kommandant Stein herzlich dankte.

Zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung waren mit ihren Fahrzeugen und Equipment vor Ort. Sie gaben einen Einblick in die aktuellen technischen Erfordernisse. Die Drehleiter aus Reichelsheim, das Schienenfahrzeug aus Beerfelden, Wald-Michelbach, Scharbach oder der Einsatzleitwagen aus Lampertheim waren auf der Aktionsmeile anzutreffen.

Schirmherr der Veranstaltung war Landrat Christian Engelhardt, der sich in seinen Begrüßungsworten an die versammelte Gästeschar wandte. Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Kreisbrandmeister Sven Falter, Bürgermeister Markus Röth, Pfarrer Stefan Ningel sowie die beiden Landtagsabgeordneten Birgit Heitland (CDU) und Karin Hartmann (SPD) betonten unter der Moderation des zweiten Vereinsvorsitzenden Christopher Schmitt die Bedeutung des Feuerwehrwesens.

Alle Redner würdigten den großen Einsatz der Brandschützer im Ehrenamt. Tag und Nacht sind die Feuerwehrleute im Dienst der Nächsten aktiv, opfern ihre Freizeit zur Sicherheit der Bürger. Bezug genommen wurde dabei auch auf den Brand im Holzwerk Monnheimer. Beim aktuellen heißen Wetter mit der hohen Waldbrandgefahr ist die Feuerwehr ebenfalls stark gefordert. Gewürdigt wurde auch die Jugendarbeit – mit dem Hinweis, dass die Jugend die Zukunft der Einsatzabteilung bedeutet. Daneben nehmen die Wehrleute im dörflichen Leben eine wichtige Position ein, weil sie ein Träger von gesellschaftlichen Veranstaltungen sind.

Jugendwart Marvin Bauer blickte in die 50-jährige Geschichte der Jugendwehr zurück, warf aber auch einen Blick in Gegenwart und Zukunft. Kommandant Marco Stein beleuchtete 125 Jahre Einsatzabteilung. Im Rahmen der Eröffnung wurde eine von Edmund Bauer behauene Sandsteintafel mit dem Feuerwehr-Emblem und der Aufschrift 125 Jahre FFW Hammelbach übergeben. Der Verein erhielt zudem die Landesehrenplakette. Dazu gab es neben weiteren Geschenken und Präsenten einen Fahnenband zum Jubiläum. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach. Nachmittags legte DJ Richy aus Fürth auf.

Die ersten Teilnehmer der Aktionsmeile standen am Sonntag schon um 7.30 Uhr an Ort und Stelle und bauten auf. Ein „Eye-Catcher“ war der DRLG-Tauchcontainer mit Vorführungen sowohl von „menschlichen“ Tauchern als auch von Tauchrobotern. Die Rettungshundestaffel Bergstraße-Odenwald zeigte Vorführungen und informierte über ihre Arbeit. Die Reservisten mit ihren acht Fahrzeugen von Unimog über Kübel bis zum Motorrad waren ein Hingucker. Der DRK-Ortsverband kümmerte sich, mit dem Rettungswagen vor Ort, um die Erstversorgung.

Spiel und Spaß standen für die Kinder im Vordergrund. 15 Fragen zu den einzelnen Stationen galt es für sie zu beantworten. Die Teilnahme wurde durch Stempel bestätigt. Als Präsent gab es dann nach erfolgreicher Absolvierung einen Sportbeutel mit diversem Inhalt. Auch Sponsorenspenden füllten diesen mit auf. Sechs Spiele – Rauchzelt, Brandhaus, Wasserwand, Schlauchangeln, Klettern an der elf Meter hohen Wand und Entenangeln – sorgten für viel Abwechslung.

Am Abend wischten sich Stein und Bauer die Schweißperlen von der Stirn. „Alles hat super geklappt und die Reaktionen waren sehr positiv“, bilanzierten beide. Der verdiente Lohn für die monatelange Vorarbeit. „Ohne die vielen Helfer wäre das alles gar nicht möglich gewesen“, statteten sie allen Beteiligten der Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Dank ab.

Mehr als gelungener Auftakt fürs große Jubiläum der Feuerwehr Hammelbach

Mehr als gelungener Auftakt fürs große Jubiläum: Mit einem überdimensionalen Grillfest startete die Hammelbacher Feuerwehr in die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendwehr und zur 125. Wiederkehr der Einsatzabteilungs-Gründung. Rund ums Feuerwehrhaus im Weschnitzquellenweg war die lauschige Nacht je nach Betrachtungsweise sehr lang oder extrem kurz. Bei herrlichem Wetter feierte nicht nur die Ortsbevölkerung mit den Brandschützern bis in den frühen Morgen hinein.

Die komplette Belegschaft der Wehrleute zusammen mit Frauen und Freundinnen war den ganzen Tag über im Einsatz, um für das Wohl der Gäste zu sorgen. Zu denen gesellten sich auch etliche vom Hammelbacher Campingplatz und Mitglieder von befreundeten Feuerwehren. Die Besucher ließen sich prächtig von der Oldie-Band „Colorado“ unterhalten, die zum Tanz aufspielte. Trotz der Wärme wurde dieses Angebot gerne in Anspruch genommen. „Es wurde kräftig getanzt“, freute sich Kommandant Marco Stein.

Der Andrang war so groß, „dass wir sogar noch zusätzliche Bankgarnituren auf die Straße gestellt haben“, unterstrich Vereinsvorsitzender Walter Bauer den sehr guten Zuspruch. Auch die Cocktailbar wurde neben dem „normalen“ Getränkeangebot sehr gut angenommen. Von Jung bis Alt waren alle aus dem Ort vertreten. „Das war ein voller Erfolg zum Jubiläumsauftakt“, zeigte sich Stein über die starke Resonanz auf die lange Vorbereitungszeit mehr als zufrieden. Denn bereits Anfang des vergangenen Jahres wurden die ersten Pläne geschmiedet, wie man diese runden Geburtstage angemessen begehen könnte.

Ohne die Anwohner im Weschnitzquellenweg wäre das in dieser Form aber gar nicht möglich gewesen. Deswegen ging Steins Dank auch an diese, „dass sie alles mitgetragen haben“. Denn die Aufbauarbeiten für die Aktionsmeile starteten unter der Woche, sodass die Straße dann mehrere Tage gesperrt war. Ganz zu schweigen von den beiden „Feier-Tagen“, an denen Tag und Nacht Halli-Galli war. „Es hat keiner Nein gesagt, als wir gefragt haben“, zeigten sich Stein und Bauer dankbar über diese Hilfsbereitschaft und Mitwirkung.

Alle sechs Wochen trafen sich die beiden gebildeten Ausschüsse, um den Event vorzubereiten: Das Thema „Aktionsmeile“ beackerte Marco Stein mit seinen Kameraden, um das Thema Verpflegung und Fest kümmerte sich Walter Bauer mit seinen Mitstreitern. „Wir wollten etwas anderes als einen Festkommers zum Jubiläum durchführen“, betonte der Kommandant den Schwerpunkt der Veranstaltung.

Natürlich ist in alten Büchern etwas über die Anfänge der Feuerwehr zu lesen, aber heutzutage geht es eben um die Zukunft, die Jugend. Deshalb „haben wir die Feierlichkeiten moderner aufgezogen“, so Stein. Denn ohne den Nachwuchs wird die Einsatzabteilung über kurz oder lang ernste Probleme bekommen, hob er hervor. Ein Grund mehr, sich der Jugend mit Nachdruck zu widmen – nicht nur zum 50-jährigen Bestehen dieser Abteilung.

SV-Fußballer veranstalteten erstmals Sommerbiathlon und Rockkonzert in Hammelbach

Vor der Party war Schwitzen angesagt. Die Fußballer des SV Hammelbach hatten rund ums Sportgelände nachmittags zum Sommerbiathlon eingeladen, ehe dann abends die Band „The RoxXx“ einheizte. „Fürs erste Mal sind wir mit der Veranstaltung zufrieden“, meinte Werner Reinhard vom SV. Vor allem weil alles auch relativ kurz angerannt war. Beim Konzert waren um die 200 Besucher dabei, die kräftig Stimmung machten, freute sich Gitarrist Sebastian Stingl.

Für den von Frank Pleiner organisierten Biathlon ist bereits eine Wiederholung angedacht. Dann auch mit einer frühzeitigen Bewerbung, um mehr Teams anzusprechen. Drei einheimische Amateur-Teams und zwei professionellere Biathlon-Mannschaften aus Reichelsheim machen sich vier Mal auf den zwei Kilometer langen Rundkurs. „Die hatten alle einen großen Spaß“, beobachtete Reinhard.

Geschossen wurde mit einem original Biathlongewehr. Ein Team bestand aus fünf Mann. Bewältigt werden mussten vier Runden. Natürlich hatten die Reichelsheimer läuferisch und auch schießtechnisch einigen Vorsprung, sodass sie über die Strecke ein paar Minuten auf die Verfolger herausholen konnten.

Deshalb reifte bei den Organisatoren der Gedanke, bei der kommenden Durchführung eine Amateurgruppe separat zu werten, „damit die Teilnehmerzahl wächst“. Auch sollen genug Zeit und Möglichkeiten für die Vorbereitung zur Verfügung stehen. Auch wenn dieses Mal alles etwas kurzfristig war, „war es für die Gäste eine Riesengaudi“, beobachtete Reinhard. „Es gab viel positives Feedback.“

Nachmittags wie abends „hätten es zwar ein paar Besucher mehr sein können“, aber die SV-Fußballer waren im Großen und Ganzen zufrieden. Die achtköpfige Cover-Band „The RoxXx“ als bekannte Größe mit Musikern aus der Region sorgte danach dafür, dass bis um halb 2 in der Nacht super Stimmung herrschte. Die Setliste umfasste vom klassischen Rock-Sound über Pop- und Partysongs von früher und heute bis hin zu aktuellen Hits alles, was das musikbegeisterte Herz begehrte.

„Die haben sich musikalisch im vergangenen Jahr stark gesteigert“, beobachte Werner Reinhard mit Stolz, denn sein Sohn Tobias singt in der Truppe mit. Mit zwei Sängerinnen und zwei Sängern deckte die Band alle musikalischen Facetten ab. Nathalie Eichhorn, Nadine Jöst, Tobias Reinhard und Sven Regner teilten sich das Mikro. Unterstützt wurden sie von Steffen Kehr und Sebastian Stingl (Gitarre), Thomas Maier am Bass und Steffen Bauer am Schlagzeug.

Bryan Adams „Summer of 69“ war ebenso dabei wie Survivors „Eye of the Tiger“, Bon Jovis „You give love a bad name“ oder „Beat it” von Michael Jackson. „99 Luftballons” von Nena oder „What’s up“ von den „4 non Blondes“ waren zu hören wie „Proud Mary“ von Tina Turner, „Westerland“ von den Ärzten oder „Rock the night“ von Europe. Greenday, Melissa Etheridge, Nirvana, Guano Apes oder Gotthard standen ebenso auf dem Programm.

Große Hammelbacher Party mit den Haderlumpen

Die kleine Amelie war im siebten Himmel: Die dreieinhalbjährige Enkelin von Gisela und Hansi Werner ist ein großer Fan von „Hulapalu“. Das Lied von Andreas Gabalier haben die „Zillertaler Haderlumpen“ in ein Medley eingebaut. Und weil die drei Musiker wussten, dass Amelie den Song besonders mag, holten Peter Fankhauser, Vitus Amor und Reinhard Fankhauser sie zum Mitsingen auf die Bühne. „Sie war ganz happy und total hin und weg“, freute sich die stolze Oma.

Happy, ganz hin und weg: Das traf auch auf den Rest der über 400 Fans zu, die sich auf den Weg zum Open-Air-Konzert am Hammelbacher Sportplatz gemacht hatten. Schon im Vorjahr war es so gut besucht. Der Event fand heuer zum 14. Mal statt und ist bereits seit den Anfangstagen eine feste Institution im Veranstaltungskalender. Kleiner Wermutstropfen: Der kommende Auftritt 2019 wird wohl in seiner 15. Auflage der letzte sein, da die Haderlumpen für 2020 das Ende ihrer Karriere planen. Der Termin im Überwald steht noch nicht fest.

Doch soweit will Gisela Werner aber noch nicht denken. Sie schwelgt noch in Erinnerungen an das Wochenende, bei dem wieder alles stimmte. „Es war ein Riesenerfolg“, freut sie sich für den veranstaltenden Haderlumpen-Fanclub. Der stemmt das Event immer mit seinen 25 Mitgliedern, „wobei nur sechs so richtig aktiv sind“, lacht sie. In Hammelbach kann man aber immer auf die Ortsvereine zählen, wenn ein solches Großereignis ansteht.

Das DRK ist immer mit vor Ort, die Feuerwehr hilft bei der Parkplatzweisung, der Sportverein mit der ersten und zweiten Fußballmannschaft ist in der Bewirtung aktiv, ebenso bei Auf- und Abbau. Der Fanclub kümmert sich um die Bar, macht Werbung und Organisation. Alle zusammen schaffen es dann, dass der Abbau am Tag danach in nur zwei Stunden durch ist. Denn während in der Halle die Getränke über die Theke gehen, ist im Biergarten des Sportheims eine kleine Zeltlandschaft zu finden. Die Bühne steht dann zur Straße hin.

Während ringsherum immer mal wieder Schauer runtergingen, „hat bei uns das Wetter gehalten“, gestaltete sich der Abend trocken. Was die eingeschworenen Fans natürlich glücklich stimmte. Aber die würden wohl bei jedem Wetter kommen, ist sich Gisela Werner sicher. Obwohl die Haderlumpen in diesem Jahr ein paar Mal den Odenwald beglücken, kann der Hammelbacher Fanclub auf seine treuen Besucher zählen.

Viele sind bereits seit den Anfangstagen dabei, als man „klein“ startete und „nur“ die Hälfte an Zuschauern den Weg hoch zum Sportplatz fand. Inzwischen kommen sie aus Holland, Belgien, dem Ruhrgebiet und halb Süddeutschland in den Überwald. „Das Open-Air in Hammelbach ist halt legendär“, lacht Werner. „Auch die Band will immer wieder hier spielen“, beruhen Empfindungen der Fans und der Gruppe auf Gegenseitigkeit.

Hansi Werner hätte sich das zu Beginn sicher auch nicht gedacht, dass sein Wunsch einmal solche Formen annehmen würde. „Ich will einmal die Haderlumpen für ein Konzert ins Dorf holen“, war vor 15 Jahren der Gedanke des Fanclub-Vorsitzenden. Er schaffte nicht nur das, sondern begründete damit eine kleine Tradition, die jedes Jahr für Stimmung ohne Ende am Sportplatz sorgt. Dreieinhalb Stunden mit einer Pause fetzte die Band ab und sorgte für Begeisterung unter den Zuschauern.

Ein Highlight in Hammelbach ist das Weihnachtslied mitten im Sommer: „Vier Kerze und deine Liebe“ heißt es egal bei welchen Temperaturen auf Wunsch des Fanclubs. „Das gehört einfach dazu“, lacht Gisela Werner – und wird von den Besuchern sowieso schon erwartet. „Haderlumpen-Peter“, „Alle miteinander“, „Alles hat zwei Seiten“, „Schenk mir no oamal so an Sommer“ oder „Alles hat zwei Seiten“ waren weitere Stücke, mit denen das Trio begeisterte.

Von den Besuchern bekommt der Fanclub immer ein ganz tolles Feedback. „Die sind einfach nur begeistert und angetan von der Orga“, war Gisela Werner glücklich über die Resonanz auf die viele Arbeit im Vorfeld. Es ist nicht nur das Open-Air-Feeling, sondern auch die besondere Lage des Geländes und die familiäre Atmosphäre, die sie immer wieder hierher holt. „Die Leute gehen voll ab“, hat sie beobachtet. „Das ist einfach herrlich.“ Natürlich haben die Haderlumpen als Musiker zum Anfassen daran großen Anteil. Autogramme, Bilder, ein kleiner Plausch: Den Dreien ist nichts zu viel. „Die sind sehr Fan nah“, weiß Werner.

Ein Fanclub aus Heilbronn war etwa mit 15 Mann angereist und hatte sich in der Umgebung einquartiert, um dieses Mal auch noch die „After-Show“ mitnehmen zu können. Bei der heizten die „Colorados“ bis nach 2 Uhr mit ihren Oldies ein. „Das ist ein schöner Ausklang“ meinte Werner. Kein harter Break wie direkt nach dem Konzert, wenn das Licht angeht und alle sich auf den Heimweg machen. Es stimmte eben wieder mal alles.

Foto: Facebookseite Haderlumpen

Trotz der Hitze brummte es beim Hammelbacher Straßenfest

Das Straßenfest läuft immer, egal ob Hitze oder Regen. Nicht nur die Einheimischen, sondern viele Gäste aus dem Überwald und dem benachbarten Weschnitztal strömen in den Grasellenbacher Ortsteil, um dort ein paar unbeschwerte Stunden zu verleben, die vielfältigen kulinarischen Angebote zu genießen und das eine oder andere Schwätzchen zu führen. Bereits zum Frühschoppen gab es schmissige Klänge. Im schützenden Schatten einer Scheune hatten sich die Mitglieder der Blasmusik Schimmeldewog niedergelassen, um die Gäste mit einem Best-of ihres Repertoires zu unterhalten.

Am Anfang der Festmeile war nach Karussell und Süßwarenstand der SSV Hammelbach mit seinem Schießstand in einer Garage anzutreffen. Allerdings ohne Patronen: Eine Software wertet den roten Lichtpunkt der auslösenden Pistole aus. Die Kamera erkennt dabei den Lichtunterschied. Die Pistole ist leichter (zwei Kilo gegenüber fünf beim Original) und lässt sich besser halten, weil es keinen Rückschlag gibt, erläuterte der Vorsitzende Bernhard Platzer. „Wir haben damit einen starken Zulauf im Jugendbereich“, freute er sich. Denn es gibt keine Altersbeschränkung.

Trialvorführungen der aktiven Jugendlichen der MSVg Hammelbach fanden auf dem Parkplatz oberhalb des Aicher Cents statt. Die Vereinsmitglieder hatten unabhängig davon auch genug zu tun, denn an Getränke- und Essensstand war konstant viel los. Das dazugehörige Festzelt mit angenehmem Schatten erfreute sich den ganzen Tag über eines regen Betriebs. „Die Pommes gehen langsam zur Neige“, meinte schmunzelnd Angelika Schwabedissen bald nach dem Mittag über den  großen Andrang.

Die Brandschützer sind seit Beginn 1979 dabei. Seit eh und je wird dort Äppelwoi in verschiedenen Varianten gereicht. Während 20 Wehrleute als Durstlöscher für die Gäste im Einsatz waren, kümmerten sich weitere um die Bespaßung der Kinder: Entenangeln und die simulierte Löschung eines brennenden Hauses standen hoch im Kurs.

Der Spießbraten ist beim DRK Hammelbach eine feste Bank, freute sich Vorsitzender Thorsten Metz.  „Unsere Stammgäste kommen extra von weiter her dafür aufs Fest“, weiß er. Wegen der Hitze ging es mittags etwas langsamer los, aber in der Regel kommen die Leute dann über den ganzen Tag. 50 Kilo Fleisch  werden an einem Tag verputzt. Am Grill schwingt seit zwei Jahrzehnten Axel Bauer mit Unterstützung von Hans Wolk das Zepter – egal bei welchen Wärmegraden. Die in den Jahren zuvor betriebene Mitgliederwerbung will man auf die Blutspendetermine verlegen, so Metz. Denn dort hat das DRK im Verhältnis zur „Größe“ des Ortes einen großen Zuspruch.

Um die 50 Familien sorgten beim türkisch-islamischen Verein aus Wahlen dafür, dass an leckeren Spezialitäten kein Mangel herrschte. „Seker pare“ nennt sich eine Süßspeise, die wie ein Cookie gebacken, aber dann in eine Zuckerlösung eingelegt wird, erklärte Didem Baris. „Sigara Börek“ sieht aus wie eine Zigarre und ist ein Blätterteig mit türkischem Schafkäse gefüllt. Weinblätter und Couscous gab es ebenso wie Yufka, ein hauchdünner,  gerollter Blätterteig mit Spinat und Schafskäse – alles am Abend vorher selbstgemacht. Nebenan drehte sich der bewährte Dönergrill.

„Sechs bis acht echte Bastler“ zählen die Eisenbahnfreunde, die sich traditionell im Schultheißenhaus präsentieren. Zu den verschiedenen Anlagen kommen immer wieder Neuerungen dazu. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um an ihren Anlagen „rumzuschrauben“, den Rest der Zeit „geht’s dann zuhause weiter“. Seit 2011 wird an der H0-Anlage gebaut. Viele kleine Details, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen, machen die filigrane Arbeit deutlich.

Planungen für die kommende Runde laufen beim SV Hammelbach bereits

373 Mitglieder zählt derzeit der SV Hammelbach. Darunter befinden sich 37 Kinder und Jugendliche. Dies berichtete Vorsitzender Rainer Wolk auf der Versammlung. Damit ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Wolk gab bekannt, dass Ricco Wiegand und Kai Horle fortan als Schiedsrichter für den SVH. Außerdem wird eine neue Homepage online gehen, welche von Kai Horle, Nicolas Emig und Lucas Bergmann betreut wird.

Rückblickend auf 2017 sagte Wolk, dass es sich bei Straßenfest, SOMA-Turnier, Haderlumpen-Open-Air wie auch Kerwe um gut besuchte und gelungene Veranstaltungen handelte. Der Vorsitzende bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern. Auch die erstmals wieder durchgeführte gemeinsame Weihnachtsfeier wurde gut besucht. Ebenso empfand er die Veranstaltung zum 70. Vereinsjubiläum als Erfolg. Im Vorgriff aus das restliche Jahr 2018 wies er unter anderem auf folgende Termine hin: Straßenfest (31. Mai), Haderlumpen Open-Air (21. Juli) sowie Kerwe mit „Midnight Ladies“, „Roxxbusters“ und „Colorados“ (21. bis 24. September).

Tobias Scholz berichtete aus der Fußball-Abteilung, dass im vergangenen Jahr die erste Mannschaft den sechsten Tabellenplatz belegte, obwohl sie zur Winterpause noch auf einem Abstiegsplatz stand. Die Reserve wurde Zwölfter. Es gestaltete sich als sehr schwierig, genügend Spieler für die einzelnen Spiele zu finden. Die Vorbereitung auf die Rückrunde verlief bei der Ersten witterungsbedingt nicht wie geplant. Auch fielen immer wieder Stammspieler verletzungsbedingt aus. Scholz zeigte sich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden, wenn auch seines Erachtens mehr drin gewesen wäre. Die zweite Mannschaft hat sich spielerisch gut sehr gut entwickelt.

Die Planungen für die kommende Runde sind bereits in vollem Gange. Vor allem auf den Torwart- uns Sturm-Positionen sieht der Abteilungsleiter Handlungsbedarf, um mehr Alternativen zur Verfügung zu haben. Als Ziele für die kommende Saison nannte er für die erste Mannschaft das Mitspielen um die Aufstiegsplätze. Die Zweite strebt an, unter die ersten Sieben zu kommen. Abschließend dankte Scholz dem SV Scharbach für die gute Zusammenarbeit.

Frank Winkler kümmerte sich kommissarisch um die Belange des Jugendfußballs. Inge Wolk verlas den Bericht. Von der A- bis zur G-Jugend bilden SV Wahlen, SV Hammelbach, SV Scharbach, SV Affolterbach und TSV Gras-Ellenbach die JSG Ulfenbachtal mit insgesamt 152 Jugendlichen. Walter Fischer berichtete in Vertretung des Abteilungsleiters Jürgen Pleiner über die SOMA-Mannschaft. Sie  absolvierte mehrere Freundschaftsspiele und nahm an verschiedenen Turnieren teil.

In Vertretung des verhinderten Tischtennis-Abteilungsleiters Marco Klotz verlas Antje Schahn dessen Bericht. Die Abteilung zählt etwa 35 Aktive, die in zwei Herren-, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften sportlich aktiv sind. Im Nachwuchsbereich begrüßen Jugendtrainer Timo Metz und Bernd Oechler wöchentlich fünf bis acht Spieler zum Training. Zusätzlich besteht für alle fortgeschrittenen Jugendspieler die Möglichkeit, am Training der Erwachsenen teilzunehmen, was sehr gut angenommen wird und die sportliche Entwicklung fördert.

Inge Wolk verlas den Bericht der Abteilung Gymnastik. Die Gruppe trainiert mit elf aktiven Mitgliedern unter der Leitung von Gabi Heisinger. Die Übungsstunden finden mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr im Aicher Cent statt. Ebenfalls Inge Wolk informierte in Vertretung von Elisabeth Krämer über die Belange der Tanz-Abteilung. So trainiert die Gruppe „Joy“ weiterhin nach wie vor dienstags von 20 bis 22 Uhr im Fitnessstudio TNT in Affolterbach sowie samstags von 11 bis 13 Uhr in der Schulturnhalle in Wahlen. Im Vordergrund stehen die Freude am Tanzen sowie die Gemeinschaft der Gruppe.

Abteilungsleiter Fritz Ulrich berichtete von der Herzsportgruppe. Diese zählt 54 Mitglieder, wovon 40 im SVH sind. Unter den 37 Aktiven befinden sich 31 Männer und sechs Frauen. Der durchschnittliche Übungsbesuch lag bei 24 Teilnehmern. Am häufigsten waren Karlheinz Jochum, Horst Werner und Klaus Hofmann dabei. Übungsleiter Dieter Wilhelm lässt seit 20 Jahren nicht einen Übungsabend ausfallen. Am 23. Juni 2017 fand die Feier zum 20. Jubiläum der Gruppe statt, zu der Vertreter aus der Politik sowie die Vorsitzende des hessischen Behinderten- und Rehasportverbandes Bergstraße begrüßt wurden.

Hauptkassiererin Eugenia Regner lieferte einen Überblick über die finanzielle Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Kassenprüfer Antje Schahn und Michael Sattler bescheinigten eine ordnungsgemäße Buchführung. Die Versammlung folgte dem Antrag auf Entlastung einstimmig.

Vorstandswahlen:

Vorsitzender Rainer Wolk, zweiter Vorsitzender Heiko Wolk, Schriftführer Kai Horle, Stellvertreterin Inge Wolk, Abteilungsleiter: Fußball Tobias Scholz, Jugendfußball vakant, SOMA-Fußball Jürgen Pleiner, Tischtennis Marco Klotz, Gymnastik vakant, Tanz Melissa Helm, Herzsport Fritz Ulrich.

Ehrungen langjährige Mitgliedschaft:

25 Jahre Isabell Stein, 40 Jahre Alexander Ganz, 50 Jahre Johanna Röth und Karl Bauer. Inge Wolk wurde nach 38 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit und aktiver Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.