Trotz der Hitze brummte es beim Hammelbacher Straßenfest

Das Straßenfest läuft immer, egal ob Hitze oder Regen. Nicht nur die Einheimischen, sondern viele Gäste aus dem Überwald und dem benachbarten Weschnitztal strömen in den Grasellenbacher Ortsteil, um dort ein paar unbeschwerte Stunden zu verleben, die vielfältigen kulinarischen Angebote zu genießen und das eine oder andere Schwätzchen zu führen. Bereits zum Frühschoppen gab es schmissige Klänge. Im schützenden Schatten einer Scheune hatten sich die Mitglieder der Blasmusik Schimmeldewog niedergelassen, um die Gäste mit einem Best-of ihres Repertoires zu unterhalten.

Am Anfang der Festmeile war nach Karussell und Süßwarenstand der SSV Hammelbach mit seinem Schießstand in einer Garage anzutreffen. Allerdings ohne Patronen: Eine Software wertet den roten Lichtpunkt der auslösenden Pistole aus. Die Kamera erkennt dabei den Lichtunterschied. Die Pistole ist leichter (zwei Kilo gegenüber fünf beim Original) und lässt sich besser halten, weil es keinen Rückschlag gibt, erläuterte der Vorsitzende Bernhard Platzer. „Wir haben damit einen starken Zulauf im Jugendbereich“, freute er sich. Denn es gibt keine Altersbeschränkung.

Trialvorführungen der aktiven Jugendlichen der MSVg Hammelbach fanden auf dem Parkplatz oberhalb des Aicher Cents statt. Die Vereinsmitglieder hatten unabhängig davon auch genug zu tun, denn an Getränke- und Essensstand war konstant viel los. Das dazugehörige Festzelt mit angenehmem Schatten erfreute sich den ganzen Tag über eines regen Betriebs. „Die Pommes gehen langsam zur Neige“, meinte schmunzelnd Angelika Schwabedissen bald nach dem Mittag über den  großen Andrang.

Die Brandschützer sind seit Beginn 1979 dabei. Seit eh und je wird dort Äppelwoi in verschiedenen Varianten gereicht. Während 20 Wehrleute als Durstlöscher für die Gäste im Einsatz waren, kümmerten sich weitere um die Bespaßung der Kinder: Entenangeln und die simulierte Löschung eines brennenden Hauses standen hoch im Kurs.

Der Spießbraten ist beim DRK Hammelbach eine feste Bank, freute sich Vorsitzender Thorsten Metz.  „Unsere Stammgäste kommen extra von weiter her dafür aufs Fest“, weiß er. Wegen der Hitze ging es mittags etwas langsamer los, aber in der Regel kommen die Leute dann über den ganzen Tag. 50 Kilo Fleisch  werden an einem Tag verputzt. Am Grill schwingt seit zwei Jahrzehnten Axel Bauer mit Unterstützung von Hans Wolk das Zepter – egal bei welchen Wärmegraden. Die in den Jahren zuvor betriebene Mitgliederwerbung will man auf die Blutspendetermine verlegen, so Metz. Denn dort hat das DRK im Verhältnis zur „Größe“ des Ortes einen großen Zuspruch.

Um die 50 Familien sorgten beim türkisch-islamischen Verein aus Wahlen dafür, dass an leckeren Spezialitäten kein Mangel herrschte. „Seker pare“ nennt sich eine Süßspeise, die wie ein Cookie gebacken, aber dann in eine Zuckerlösung eingelegt wird, erklärte Didem Baris. „Sigara Börek“ sieht aus wie eine Zigarre und ist ein Blätterteig mit türkischem Schafkäse gefüllt. Weinblätter und Couscous gab es ebenso wie Yufka, ein hauchdünner,  gerollter Blätterteig mit Spinat und Schafskäse – alles am Abend vorher selbstgemacht. Nebenan drehte sich der bewährte Dönergrill.

„Sechs bis acht echte Bastler“ zählen die Eisenbahnfreunde, die sich traditionell im Schultheißenhaus präsentieren. Zu den verschiedenen Anlagen kommen immer wieder Neuerungen dazu. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um an ihren Anlagen „rumzuschrauben“, den Rest der Zeit „geht’s dann zuhause weiter“. Seit 2011 wird an der H0-Anlage gebaut. Viele kleine Details, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen, machen die filigrane Arbeit deutlich.

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Planungen für die kommende Runde laufen beim SV Hammelbach bereits

373 Mitglieder zählt derzeit der SV Hammelbach. Darunter befinden sich 37 Kinder und Jugendliche. Dies berichtete Vorsitzender Rainer Wolk auf der Versammlung. Damit ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Wolk gab bekannt, dass Ricco Wiegand und Kai Horle fortan als Schiedsrichter für den SVH. Außerdem wird eine neue Homepage online gehen, welche von Kai Horle, Nicolas Emig und Lucas Bergmann betreut wird.

Rückblickend auf 2017 sagte Wolk, dass es sich bei Straßenfest, SOMA-Turnier, Haderlumpen-Open-Air wie auch Kerwe um gut besuchte und gelungene Veranstaltungen handelte. Der Vorsitzende bedankte sich bei den vielen freiwilligen Helfern. Auch die erstmals wieder durchgeführte gemeinsame Weihnachtsfeier wurde gut besucht. Ebenso empfand er die Veranstaltung zum 70. Vereinsjubiläum als Erfolg. Im Vorgriff aus das restliche Jahr 2018 wies er unter anderem auf folgende Termine hin: Straßenfest (31. Mai), Haderlumpen Open-Air (21. Juli) sowie Kerwe mit „Midnight Ladies“, „Roxxbusters“ und „Colorados“ (21. bis 24. September).

Tobias Scholz berichtete aus der Fußball-Abteilung, dass im vergangenen Jahr die erste Mannschaft den sechsten Tabellenplatz belegte, obwohl sie zur Winterpause noch auf einem Abstiegsplatz stand. Die Reserve wurde Zwölfter. Es gestaltete sich als sehr schwierig, genügend Spieler für die einzelnen Spiele zu finden. Die Vorbereitung auf die Rückrunde verlief bei der Ersten witterungsbedingt nicht wie geplant. Auch fielen immer wieder Stammspieler verletzungsbedingt aus. Scholz zeigte sich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden, wenn auch seines Erachtens mehr drin gewesen wäre. Die zweite Mannschaft hat sich spielerisch gut sehr gut entwickelt.

Die Planungen für die kommende Runde sind bereits in vollem Gange. Vor allem auf den Torwart- uns Sturm-Positionen sieht der Abteilungsleiter Handlungsbedarf, um mehr Alternativen zur Verfügung zu haben. Als Ziele für die kommende Saison nannte er für die erste Mannschaft das Mitspielen um die Aufstiegsplätze. Die Zweite strebt an, unter die ersten Sieben zu kommen. Abschließend dankte Scholz dem SV Scharbach für die gute Zusammenarbeit.

Frank Winkler kümmerte sich kommissarisch um die Belange des Jugendfußballs. Inge Wolk verlas den Bericht. Von der A- bis zur G-Jugend bilden SV Wahlen, SV Hammelbach, SV Scharbach, SV Affolterbach und TSV Gras-Ellenbach die JSG Ulfenbachtal mit insgesamt 152 Jugendlichen. Walter Fischer berichtete in Vertretung des Abteilungsleiters Jürgen Pleiner über die SOMA-Mannschaft. Sie  absolvierte mehrere Freundschaftsspiele und nahm an verschiedenen Turnieren teil.

In Vertretung des verhinderten Tischtennis-Abteilungsleiters Marco Klotz verlas Antje Schahn dessen Bericht. Die Abteilung zählt etwa 35 Aktive, die in zwei Herren-, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften sportlich aktiv sind. Im Nachwuchsbereich begrüßen Jugendtrainer Timo Metz und Bernd Oechler wöchentlich fünf bis acht Spieler zum Training. Zusätzlich besteht für alle fortgeschrittenen Jugendspieler die Möglichkeit, am Training der Erwachsenen teilzunehmen, was sehr gut angenommen wird und die sportliche Entwicklung fördert.

Inge Wolk verlas den Bericht der Abteilung Gymnastik. Die Gruppe trainiert mit elf aktiven Mitgliedern unter der Leitung von Gabi Heisinger. Die Übungsstunden finden mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr im Aicher Cent statt. Ebenfalls Inge Wolk informierte in Vertretung von Elisabeth Krämer über die Belange der Tanz-Abteilung. So trainiert die Gruppe „Joy“ weiterhin nach wie vor dienstags von 20 bis 22 Uhr im Fitnessstudio TNT in Affolterbach sowie samstags von 11 bis 13 Uhr in der Schulturnhalle in Wahlen. Im Vordergrund stehen die Freude am Tanzen sowie die Gemeinschaft der Gruppe.

Abteilungsleiter Fritz Ulrich berichtete von der Herzsportgruppe. Diese zählt 54 Mitglieder, wovon 40 im SVH sind. Unter den 37 Aktiven befinden sich 31 Männer und sechs Frauen. Der durchschnittliche Übungsbesuch lag bei 24 Teilnehmern. Am häufigsten waren Karlheinz Jochum, Horst Werner und Klaus Hofmann dabei. Übungsleiter Dieter Wilhelm lässt seit 20 Jahren nicht einen Übungsabend ausfallen. Am 23. Juni 2017 fand die Feier zum 20. Jubiläum der Gruppe statt, zu der Vertreter aus der Politik sowie die Vorsitzende des hessischen Behinderten- und Rehasportverbandes Bergstraße begrüßt wurden.

Hauptkassiererin Eugenia Regner lieferte einen Überblick über die finanzielle Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Kassenprüfer Antje Schahn und Michael Sattler bescheinigten eine ordnungsgemäße Buchführung. Die Versammlung folgte dem Antrag auf Entlastung einstimmig.

Vorstandswahlen:

Vorsitzender Rainer Wolk, zweiter Vorsitzender Heiko Wolk, Schriftführer Kai Horle, Stellvertreterin Inge Wolk, Abteilungsleiter: Fußball Tobias Scholz, Jugendfußball vakant, SOMA-Fußball Jürgen Pleiner, Tischtennis Marco Klotz, Gymnastik vakant, Tanz Melissa Helm, Herzsport Fritz Ulrich.

Ehrungen langjährige Mitgliedschaft:

25 Jahre Isabell Stein, 40 Jahre Alexander Ganz, 50 Jahre Johanna Röth und Karl Bauer. Inge Wolk wurde nach 38 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit und aktiver Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hammelbach: Unterrichtsraum in Eigenarbeit umgebaut

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Ein Dachstuhlbrand in Hammelbach war im vergangenen Jahr der größte Einsatz. Schlimmeres konnte durch schnelles Eingreifen verhindert werden. Ende 2017 waren 23 aktive Wehrleute im Einsatz, davon elf 11 Atemschutzgeräteträger. Von September bis Dezember wurde der Unterrichtsraum größtenteils in Eigenarbeit umgebaut und modernisiert. Hierbei fielen 620 Arbeitsstunden an.

Vorsitzender Walter Bauer eröffnete die Versammlung. In seinen Bericht fasste er die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zusammen, beginnend mit dem Besuch des Schlachtfests der Kameraden aus Weschnitz. In den Mai wurde bei der Feuerwehr Scharbach zum Haxenfest getanzt. Das Straßenfest an Fronleichnam war wieder ein Erfolg. Beim Grillfest Anfang August sorgte die Band „Eurostars“ bei herrlichem Wetter für ausgelassene Stimmung. Die Cocktailbar wurde wieder gut angenommen. Einen Tag später fand der Frühschoppen statt. Auch dieses Mal konnte das Fest nur durch die Unterstützung der ortsansässigen Vereine realisiert werden, bedankte er sich.

Der Kameradschaftsabend im Oktober und das Rollbratenschießen beim SSV Hammelbach blieben in Bauers Auflistung nicht unerwähnt. Anschließend gab er die Termine für dieses Jahr bekannt. Die Feuerwehr Hammelbach wird den Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes am 15. Juni in der Nibelungenhalle ausrichten. Daneben stehen das 50-jährige Bestehen der Jugendwehr und das 125. Jubiläum der Einsatzabteilung an. Beides wird im Rahmen des Grillfestes Anfang August mit einer Aktionsmeile für Jung und Alt gefeiert.

Wehrführer Marco Stein sprach für 2017 von 19 Übungen. Hierbei kamen 703 ehrenamtliche Stunden zusammen. Zusätzlich wurden für Lehrgänge und Fortbildungen 141 Stunden abgeleistet. Die Wehr wurde 2017 zu 15 Einsätzen alarmiert- sieben Brand- und acht Hilfeleistungseinsätze mit 96 Stunden. Anfang Oktober besuchte der Kindergarten Purzelbär aus Hammelbach die Einsatzabteilung. Die Nibelungenringrallye wurde auch mit Unterstützung von Hammelbacher Kameraden abgesichert.

Jugendwart Marvin Bauer gewährte einen Einblick in die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr, deren Übungen in Kooperation mit den anderen Jugendwehren der Gemeinde regelmäßig montags stattfanden. Hierbei wurden insgesamt 113 Stunden in den Bereichen allgemeine Feuerwehrtechnik, Spiel und Spaß sowie weitere Freizeitangebote geleistet. Die Jugendlichen sammelten wieder ausgediente Weihnachtsbäume ein.

Die Abteilung besteht aktuell aus sechs Mitgliedern. Drei Austritten stehen vier Neuzugänge gegenüber. 2017 konnte man wieder in der ersten Sommerferienwoche am Kreiszeltlager in Viernheim teilnehmen, so Bauer. Im vergangenen Jahr wurden weitere Spenden durch die Jugendsammelwoche erzielt. Die Hälfte des Geldes kommt der Jugendwehr Hammelbach zugute, die andere Hälfte wird für Projekte in Deutschland und Entwicklungsländern verwendet.

Stellvertretend für den abwesenden Gerätewart Daniel Hohmeister berichtete Christopher Schmitt über die Arbeiten des vergangenen Jahres, darunter jegliche Reparatur-, Prüfungs- und Instandhaltungsarbeiten. Die Schlauchwerkstatt stellte auf ein neues Kupplungssystem um, damit die Reparatur der Schlauchleitung nun effizienter durchgeführt werden kann.

Kassenwart Jürgen Emig trug seinen Bericht vor, wobei er einen Verlust für 2017 durch den Umbau des Unterrichtsraums nannte. Die Kassenprüfer Herbert Hörr und Marc Katzenmayer bestätigten, dass sich die Kasse in einem einwandfreien Zustand befindet und beantragten die Entlastung des Vorstandes, der einstimmig stattgegeben wurde. Marc Katzenmeyer (für ein Jahr) Timo Schmitt (für zwei Jahre) sind die neuen Kassenprüfer.

Es folgten einige Worte von Bürgermeister Markus Röth, der sich erfreut über die gut funktionierende Arbeit in der Wehr zeigte. Der Umbau des Unterrichtsraums sei eine Wertsteigerung des Feuerwehrgerätehauses. Gemeindebrandinspektor Timo Lammer überbrachte die Grüße aller Wehren der Gemeinde und dankte für die gute Zusammenarbeit.

Ehrungen/Beförderungen

Petro Rademacher-Mota wurde von Gemeindebrandinspektor Timo Lammer zum Oberfeuerwehrmann befördert. Stephanie Tippacher wurde als Feuerwehrfrau in die Einsatzabteilung übernommen.

Bürgermeister Markus Röth überreichte die Verleihungsurkunde des Landes Hessens für zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit an Marco Stein und Timo Schmitt.

Wehrführer Marco Stein nahm an den meisten Übungen teil. Neben ihm wurden die zehn teilnahmestärksten Kameraden geehrt.

Hammelbacher Feuerwehrleute packten bei der Sanierung beherzt an

Frischzellenkur für einen 50 Jahre alten Raum. Vor einem halben Jahrhundert wurde das Feuerwehrgerätehaus im Hammelbacher Weschnitzquellenweg erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch noch der Schulungs-, Gruppen- und Aufenthaltsraum der Aktiven und Jugendfeuerwehrleute. Er brauchte dringend eine Generalsanierung. Zwei Monate lang spuckten die Feuerwehrleute um Kommandant Marco Stein in die Hände und verhalfen der 42 Quadratmeter großen Räumlichkeit in 600 Stunden Eigenleistung zu neuem Glanz.

Die Ideen, Einfälle und Vorschläge aller Aktiven und der Alters- und Ehrenabteilung zum Umbau flossen in das Ergebnis mit ein und wurden weitestgehend verwirklicht und umgesetzt. Der gesetzte Zeitrahmen konnte eingehalten werden, freute sich Vereinsvorsitzender Walter Bauer. Ab Anfang Oktober wurde gewerkelt, sodass jetzt zusammen mit allen Unterstützern und Helfern bei einem reich gedeckten Büffet Einweihung gefeiert wurde. Grußworte gab es von Bürgermeister Markus Röth, der noch eine finanzielle Unterstützung der Gemeinde ankündigte.

Alles war früher sehr verschachtelt und in die Jahre gekommen, wusste Marco Stein aus eigener Erfahrung. Der Raum wurde quasi komplett entkernt, auch das WC mit Sanitäranlagen erhielt eine Auffrischung. Die 23 Kameraden der Einsatzabteilung plus vier von der Alters- und Ehrenabteilung gingen in unterschiedlicher Besetzung unter der Woche jeden Abend und den ganzen Samstag zu Werke. Frauen und Freundinnen sorgten für die Verpflegung an den langen Samstagen.

Der Putz wurde abgeklopft, der Boden, Theke und Elektroleitungen entfernt. 1,7 Tonnen Bauschutt kamen auf diese Weise zusammen, die von der Feuerwehr entsorgt wurden. Was entfernt wird, muss wieder neu installiert werden. Elektroschlitze für die neuen Leitungen wurden gezogen, Kernbohrungen für die Energieversorgung durchgeführt, Wasser und Abwasser gelegt, neue Heizkörper angebracht.

Die Wände erhielten einen neuen Rauputz, ein neuer Boden wurde gelegt, Decke und Elektrik sind ebenfalls saniert. Die Schränke bekamen eine frische rote Farbe. Dazu kamen Beamer und Musikanlage. Die Beleuchtung geschieht über ein LED-Panel. Der Wehrführer listete eine Bausumme von 10.000 Euro auf. Nur Verputzarbeiten und Bodenlegen geschah über eine Fachfirma, alle anderen Arbeiten wurden in Eigenregie geleistet.

Der Fahrlehrer und weitere Nutzer des Raums, Uli Friedrich, war in seiner ersten Unterrichtsstunde vom erneuerten Raum ebenso hellauf begeistert. Vorsitzender Walter Bauer, zweiter Vorsitzender Christopher Schmitt und Wehrführer Marco Stein dankten allen Helfern und Spendern für ihren Beitrag und ihre Unterstützung. Ohne die großartige Mitwirkung wäre das Projekt nicht möglich gewesen, so Bauer. Bis tief in die Nacht wurde der neue Raum feierlich eingeweiht.

Firmen aus der Region, Privatleute, Gaststätten, Vereine und Geschäfte spendeten insgesamt 3560 Euro für die neue Küche. Dazu kam der Kühlschrank für 500 Euro. Die Küchenausstattung wurde von der Feuerwehr zugekauft. Nicht zu vergessen ist das kostenlos zur Verfügung gestellte Material für manche Arbeiten. Stein freute sich über die große Resonanz auf die Anfrage nach Unterstützung. Fast alle seien sofort bereit gewesen, für die Belange der Feuerwehr in die Tasche zu greifen. Wenn einmal ein Werkzeug oder eine Schraube fehlte, „gab es immer ein Ja“, sagte er.

Walter Bauer rief alle zum Anstoßen auf das entstandene Ergebnis auf und eröffnete das reich gedeckte und durch ihn geplante Büffet. Der 42 Quadratmeter große Raum war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. Über die im Zuge der Sanierung verbaute Technik wurde eine Bilderpräsentation gezeigt. Es war zu sehen, wie der Raum vom ersten Handschlag bis zur letzten ausgeführten Arbeit Schritt für Schritt wuchs und zum jetzigen Ergebnis kam. Alle Spender wurden an der Wand neben der neuen glänzenden Küche verewigt.

Im Jubiläumsjahr 2018 (125 Jahre Einsatzabteilung und 50 Jahre Jugendfeuerwehr) steht neben der Teilnahme am Straßenfest auch die Ausrichtung der Delegiertenversammlung im Juni auf dem Plan. Beim Grillfest im August wird es sonntags eine Aktionsmeile mit Präsentation/Ausstellung einiger Hilfsorganisationen, der Polizei, alter Bundeswehrfahrzeuge der Reservisten sowie deren Equipment und Fahrzeuge geben. Spiel und Spaß für Kinder, Jugendliche und Familien werden natürlich nicht fehlen.

SG Hammelbach/Scharbach hat in der Fußball-Kreisliga C das obere Tabellendrittel im Visier

„Mal schauen, was geht“, lautete die Devise von SG-Coach Manfred Greulich im Sommer vor Beginn der Saison in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C. Es ging relativ viel, lacht er im Rückblick auf das Jahr 2017. Denn erst legten die Überwälder in der Rückrunde 2016/2017 eine beeindruckende Aufholjagd hin, nachdem das Team als B-Liga-Absteiger vor einem Jahr noch am Tabellenende rangierte. Der Lauf setzte sich in der neuen Saison erst einmal unvermindert fort. Aktuell belegt die SG den vierten Platz mit 34 Punkten.

„Wir haben die Rückrunde in der aktuellen Hinrunde nochmal getoppt“, freut sich Greulich. Die war mit 29 Punkten schon sehr gut, jetzt waren es sogar 31 Zähler. „Es kommt immer mehr Konstanz ins Spiel“, nennt der Trainer als einen Grund. Er zeigt sich deshalb mit der aktuellen Tabellensituation sehr zufrieden. „Die Mannschaft ist sehr trainingswillig“, nennt er ein weiteres Kriterium für den Platz im oberen Drittel und zollt damit seiner Elf ein großes Lob. „Wenn ich denen was vorgebe, setzen die es auch um.“ Insgesamt eine sehr wissbegierige junge Truppe. Kein Wunder, denn vergangenen Sommer stieß fast die komplette ehemalige A-Jugend dazu.

Diese Lernwilligkeit trug dazu bei, dass sich die Abwehr gegenüber früher stabilisierte. „Wir haben nur 28 Gegentore kassiert“, so Greulich. Davon elf gegen die beiden Spitzenteams ISC Fürth und Türkspor. „Damit kann ich sehr gut leben.“ Zusätzlich zur massiveren Defensive wurde das Team nach vorn hin in der Breite gefährlicher, was sich in 44 Toren zeigte. Allerdings muss der Coach seinem jungen Team noch einbläuen, dass zum Sturm auch die Rückwärtsbewegung zählt. „Die denken manchmal nicht dran, was hinten passieren könnte“, schmunzelt er.

Dadurch kamen ein paar Rückschläge zustande. Doch die machen dem Trainer nicht allzuviel Kopfzerbrechen. Zwischenzeitlich war eine Niederlage „fast schon praktisch“, um dem Überflug Einhalt zu bieten. Etwa als die SG das ganze Jahr 2017 noch ungeschlagen war und sich dann Nachlässig- und Überheblichkeiten einschlichen. Prompt gab’s die erste Niederlage auswärts, wie auch später die Heimserie riss. „Im November haben wir bisschen geschwächelt“, sagt er. Für Greulich ist das aber alles kein Beinbruch.

Denn seine Mannschaft wächst langsam, aber stetig immer mehr zusammen. Er sieht es als Pluspunkt, dass inzwischen fast alle Spieler aus Hammel-, Litzel- oder Scharbach kommen. „Die kennen sich schon seit Kindesbeinen und spielen gemeinsam Fußball“, sagt er. Das stärkt die verschworene Truppe der Einheimischen. Wenn es darum geht, neue Akteure für die kommende Saison zu gewinnen, wird deshalb auch der Fokus auf Ex-SG-Leute gelegt, um das Kollektiv zu stärken.

Mit einem solchen Ehemaligen, der früher in der Kreisoberliga kickte, ist der Verein aktuell im Gespräch, damit der noch Ungenannte zur Rückrunde ins Geschehen mit eingreifen kann. Abgänge wird es keine geben, freut sich der Coach. Der Kader ist weiter sehr breit aufgestellt. Fast alle, die zu Beginn der Saison dazu stießen, blieben auch dabei. „Zumindest alle, die für die erste Mannschaft in Frage kommen“, meint Greulich. Er selbst plant für sich erst einmal bis Ende der Runde, würde aber auch danach gerne bei der SG weitermachen. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits. „Wir hätten gerne ein paar Ex-Hammelbacher zurück“, lacht der Trainer. Alexander Tempels führt dahingehend bereits Gespräche.

Einen „unfreiwilligen“ Abgang haben die Hammelbacher allerdings zu verzeichnen. Torjäger Alidou, der bei der Begegnung gegen den FC Biblis II vom gegnerischen Spielertrainer übel umgesenst wurde, wird wohl seine Fußballer-Karriere beenden müssen. „Zu 95 Prozent kann er nicht mehr spielen“, bedauert Greulich. Die Achillessehnen-Verletzung stellte sich als zu schlimm heraus.

Im Rest der Rückrunde will die SG am oberen Tabellendrittel dranbleiben. „Mit dem Kader ist es auch machbar“, weiß Greulich. Als Bewährungsprobe steht gleich als erste Partie im März die gegen den Tabellenzweiten Türkspor an. „Wenn wir nach oben noch was reißen wollen, müssen wir die gewinnen“, sagt er. Doch die Wald-Michelbacher sind mit dem ISC Fürth für ihn die besten Teams der C-Liga. Deshalb versteift sich der Coach nicht auf die beiden ersten Tabellenplätze.

Im Januar spielt die SG noch zwei Hallenturniere in Fürth und Zotzenbach, um sich auf den Rest der Rückrunde vorzubereiten. Wie es sich für harte, an die Witterungsverhältnisse gewohnte Überwälder gehört, wird danach nicht in der Halle trainiert. Am 26. Januar geht es draußen los. Natürlich nur, wenn es die Platzverhältnisse auf dem Hammelbacher Berg zulassen.

In Imasgo wird mit Hammelbacher Hilfe eine Schulbibliothek aufgebaut

Der Aufbau einer Bibliothek im afrikanischen Imasgo ist das nächste große Projekt des Birkenauer Vereins „Christen für Afrika“, dem auch Martine Rüdinger aus Hammelbach angehört. Sie hatte im vergangenen Januar einen runden Geburtstag im „Ochsen“ gefeiert und die 120 Gäste statt Geschenken um Spenden gebeten. Mit großem Erfolg: 3000 Euro kamen zusammen. Vor kurzem war Rüdinger nun in Burkina Faso, um mit dem Geld und weiteren Spenden die nötigen Arbeiten anzustoßen.

Der Wunsch nach einer Bibliothek war im afrikanischen 22.400-Einwohner-Ort aufgekommen. Dort unterstützte der Verein bereits den Aufbau einer Grund- und Realschule. Bisher gab es nur einen unansehnlichen Raum, der für diese Zwecke verwendet wurde und in dem die Bücher auf den Regalen vor sich hin staubten, berichtet Rüdinger. Außerdem kümmerte sich niemand um die Schülerlektüre.

Im Zuge ihrer Recherche stieß die Hammelbacherin auf einen der französischen Nationalbibliothek angeschlossenen Verein, der Projekte in frankophonen Ländern unterstützt. An ihn wandte sie sich und stieß auf Resonanz. „Dort wird ein spezielles Büchersortiment für den jeweiligen Zweck und für die Verwendung in Afrika zusammengestellt“, erläutert sie. Neue Exemplare werden für 2,40 Euro pro Stück weitergegeben – nimmt man die Preise für die oft teure Schulliteratur, ist das ein Schnäppchen. Die Bücher sind auf Kinder und Jugendliche abgestimmt. Sowohl französische als auch afrikanische Autoren werden berücksichtigt. Dazu kommen Lexika und Atlasse.

Der Verein stellt das benötigte Sortiment selbst zusammen und liefert es dann ab Straßburg aus. „Wir haben 1000 Bücher bestellt“, so Rüdinger. Die gehen Anfang Januar auf die Reise nach Afrika. Zusammen mit den Frachtkosten kommen 2700 Euro zusammen. Das große Paket wird Ende Januar in der Hauptstadt Ouagadougou erwartet, wo lokale Partner bereit stehen. Anfang Februar will Rüdinger dann mit dem Vereinsvorsitzenden Franz Stevens vor Ort sein, um alles in Imasgo in Empfang zu nehmen und einzurichten.

Dort war sie jetzt auch, um beim Umbau eines kleineren Gebäudes mitzuwirken, das die katholische Gemeinde für Bibliothekszwecke zur Verfügung stellt. Es befindet sich auf dem Schulgelände. „Davor ist ein großer Mangobaum, der dazu einlädt, darunter zu schmökern“, schwärmt sie vom Ambiente. Für die Sanierung der Räume wurde neben dem restlichen Geld auch eine weitere private Spende verwendet. Anstrich, Bänke, Türen, Schränke, Regal, Fenstergitter: Es galt viel zu tun und zu kaufen.

Zur Betreuung der Werke wird gerade ein Bibliothekar ausgebildet. Der junge Mann lernt seinen Job derzeit bei einem Praktikum in einer anderen Bücherei. Um ihn bezahlen zu können, stellt sich Rüdinger eine Art Patenschaft vor. Ein Modell, wie es bei der Ausbildung der jungen, vor Zwangsheirat geflohenen Frauen, schon erfolgreich praktiziert wird. Diese werden durch einen Spender aus Deutschland in ihrer Ausbildung zur Schneiderin oder Weberin unterstützt. 16 Mädchen befinden sich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr, das an das Erlenen und Lesen und Schreiben gekoppelt ist. Drei katholische Ordensschwestern betreuen sie.

Seit etlichen Jahren kümmern sich die „Christen für Afrika“ auch um den Aufbau der Schule in Imasgo. Durch eine Großspende konnte jetzt ein Gebäude für drei zusätzliche Klassen errichtet werden, freut sie sich. Dadurch wird die Realschule erweitert. In diesem Jahr wurde außerdem mit der gymnasialen Oberstufe begonnen. In der wird Deutsch als Fremdsprache angeboten.

200 Kinder besuchen die Grundschule und werden dort von fünf Lehrern mit einer sehr engagierten Rektorin betreut. Auch die Eltern bringen sich stark ein. So haben sie einen Gemüsegarten angelegt, der „Material“ für die in Eigenregie betriebene Kantine liefert. Die Realschule besuchen laut Rüdinger derzeit 350 Jugendliche. Nächster Ziel ist der Aufbau einer Berufsschule, die sich unter anderem mit der Vermittlung von Kenntnissen zur Nutzung von Solarenergie vermitteln soll. Denn hier versprechen sich die Helfer Wachstumspotenzial.

Eine Solaranlage wünscht man sich auch für die Bibliothek, da die Region mit Strom nicht gut versorgt ist. Die Bücher sollen erst einmal nur für die Schüler zugänglich sein. Als Fernziel hat der Verein aber ein Kulturzentrum im Auge. Wie es weitergehen soll, besprechen die Christen für Afrika am 10. Januar. Dann werden in einer Arbeitssitzung die Projekte der nächsten drei Jahre geplant. Dies immer in Abstimmung mit den afrikanischen Partnern. WhatsApp macht es möglich, dass ein sehr zeitnaher Austausch gewährleitet ist. „Wir wollen nichts überstülpen“, betont Rüdinger. Deshalb gehe man auch die Wünsche der Aktiven vor Ort ein, sofern dies möglich ist.

Ihren Aufenthalt in Burkina Faso nutzte Martine Rüdinger auch zu einem Besuch in der Hauptstadt. Dort schaute sie bei verschiedenen Kunsthandwerkern vorbei. „Von denen habe ich fürs Imasgo-Atelier 80 Kilo Waren im Überseekoffer mitgebracht“, deutet sie auf die große Kiste. Bronzefiguren, Batik, Holzarbeiten, Möbel als Recyclingarbeiten aus alten Ölfässern: Diese und viele Dinge mehr werden im Souterrain ihres Hauses für den guten Zweck verkauft.

Der Erlös fließt zu 100 Prozent nach Afrika. Die Menschen dort sind verstärkt auf die Verkäufe und Aufträge aus dem Odenwald angewiesen, hat die Helferin festgestellt. Denn seitdem es in Ouagadougou zwei Anschläge gab, kommen weniger Leute in die Hauptstadt. Alles steht unter dem Aspekt der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kunsthandwerker etwa bekommen durch den Verkauf ihrer Waren im Überwald wieder neue Aufträge und können sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen

Grandioser Abschluss des Jubiläumsjahres für den MGV Wallonia Wahlen

Welch grandioser Abschluss eines Jubiläumsjahres: Der MGV Wallonia Wahlen machte sich mit dem Konzert in Hammelbachs katholischer Kirche selbst das schönste Geschenk zum 125-jährigen Bestehen. Nicht nur der Männerchor unterhielt das bis auf den letzten Platz besetzte Gotteshaus mit weihnachtlich-besinnlichen Stücken prächtig. Vier Solisten waren es daneben als Überraschungsgäste, die mit ihren Einlagen die Besucher zu Begeisterungsstürmen hinrissen.

Viviane Essig war es, die erst bei „That cat is high“ von Manhattan Transfer zusammen mit ihren Eltern Gabi (Gesang) und Achim (Gesang/Klavier) mit ihrer eindrucksvollen und machtvollen Stimme absolut begeisterte. Als dann zu „We are the world“, geschrieben von Michael Jackson und Lionel Ritchie, Sascha Fischer das Gesangsquartett komplettierte, gab es kein Halten mehr. Gänsehaut pur bei den Gästen, eine junge Sängerin, die den Song mit jeder Faser lebte und eine Darbietung in einer Klasse, die so selten zu hören ist. Rauschender, nicht enden wollender Beifall und Standing Ovations bildeten den mehr als verdienten Lohn für diese außergewöhnliche Aufführung.

Als die 40 Sänger zu Beginn Aufstellung im Altarraum nahmen, war ihnen kräftiger Vorschussapplaus bereits gewiss. Gespannte Ruhe kehrte ein, als der „Weihnachtszauber“ angestimmt wurde. Ein leise im Kirchenschiff verhallendes „Kling Klang“ bildete den Abschluss dieses besinnlichen und getragenen Stücks, das einen schönen Vorgeschmack auf das Kommende bot.

In ihrer Anmoderation wiesen MGV-Vorsitzender Jens Sattler und Sascha Fischer auf die ausklingenden Jubiläumsfeierlichkeiten hin. Mit der Liederauswahl wolle man die Gäste auf besinnliche Weihnachten einstimmen und gleichzeitig dabei unterstützen, „die Seele baumeln zu lassen“. Der Chor wolle mit seinen Stücken „eine Auszeit vom Alltag bieten“. Einfach zurücklehnen und entspannen, laute die Devise. Natürlich mit Erfolg.

„Wir haben viel Arbeit und Mühe investiert, um nach dem Konzert im Oktober ein ganz anderes Programm zu bieten“, sagte Sattler. Neben deutschem weihnachtlichem Liedgut gab es auch Gospels und Spirituals zu hören. Oder einfach festliche klassische Stücke wie die „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven. „Abendfrieden“ als MGV-Klassiker zeigte die Klangvielfalt des Chores in den einzelnen Stimmen auf. Das Kirchenschiff bot den optimalen Rahmen, um die Sänger bestens zur Geltung kommen zu lassen.

„My Lord what a morning“ ließ in Form eines Spirituals als besondere Form des geistlichen Lieds das freudige Gotteslob durch das Gotteshaus schallen. Ausdrucks- und anspruchsvoll dann „I want to go the heaven“, ehe der erste Break kam und die Solisten einstiegen. Über deren Mitwirken freute sich Sattler besonders. „The prayer“ von Celine Dion wurde verkörpert durch Gabi Essig, von ihrem Mann Achim am Klavier begleitet.

Sascha Fischer gab im Anschluss Udo Jürgens mit „Merci Cherie“, eine Hommage an den vor kurzem verstorbenen Ausnahmekünstler. Ein Song, der 1966 den Grand Prix d’Eurovision gewann. Bei „Kommen und Gehen“ von Gisbert zeigte Viviane Essig erstmals, welche Power in ihrer Stimme steckt. Allerdings nur andeutungsweise, wie sich bei den späteren Stücken noch zeigte. Dass die in Hamburg wohnende aber zu Recht bereits zwei Mal als Jugendliche den deutschen Rock- und Poppreis gewann, konnte man bereits hier heraushören.

Was Männerchöre zu leisten vermögen, zeigte die Wallonia unter der Leitung von Thomas Reisig bei „Höre mein Rufen“. Das mehrstimmige, komplexe Lied schloss mit einem mächtigen „Herrgott“ und zeigte sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten eines Männerchores auf, mit dem dieser sein Publikum zu begeistern vermag. „La Montanara“ und das „Trommellied“ als allseits bekannte Literatur hatten bei den Zuschauern einen gewaltigen Widerhall. Hörte man beim ersten Stück die Männer immer weiter die norditalienischen Berge emporschreiten, kam das folgende Lied klar akzentuiert und pointiert rüber. Viel Beifall war die mehr als nur logische Konsequenz.

„The power als love“ als Start des zweiten Solo-Blocks, gesungen von Sascha Fischer, hat laut Jens Sattler viele aktuelle Bezüge. Denn damals wie heute geht es darum, dass die Welt ein gutes Stück besser sein könnte, wenn es ein wenig mehr Liebe zwischen den Menschen gäbe. „Loch Lomond“ oder „Kum ba yah my Lord“, gefolgt von „Ich bete an die Macht der Liebe“, bildeten den Abschluss eines eindrucksvollen Abends. Die beiden Moderatoren dankten zum Schluss allen Mitwirkenden und den Helfern hinter den Kulissen, die diese Veranstaltung erst möglich machten. Mit einem gemeinsam gesungenen „O du Fröhliche“ klang das Konzert aus – und die Gäste machten sich in dem Bewusstsein auf den Heimweg, einem besonderen Highlight in der Vereinsgeschichte beigewohnt zu haben.