Trotz des Fehlstarts legt der TSV Gras-Ellenbach derzeit in der Fußball-Kreisliga C mit dem sechsten Tabellenplatz „voll im Soll“

„Die Hinrunde ist trotz eines kapitalen Fehlstarts mit einigen Niederlagen in Folge sehr gut gelaufen“, freut sich der Spielertrainer des TSV 09 Gras-Ellenbach, Ronny Sauer. Das Saisonziel in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C wurde im Sommer mit Platz fünf bis acht definiert. Mit dem derzeitigen sechsten Tabellenrang „liegen wir voll im Soll“, sagt er. Acht Punkte Vorsprung hat die Mannschaft derzeit auf den neunten Platz. Für den Coach ein schönes kleines Polster. Zum fünften Platz sind es aktuell nur vier Punkte bei einem Spiel weniger, sieht er sogar noch ein wenig Luft nach oben.

Die Situation ist seinen Worte zufolge auch deshalb nicht zu verachten, weil der Verein die vergangenen drei Jahre immer auf Tuchfühlung zu den Abstiegsrängen stand. „Daher sind die gezeigten Leistungen auf dem Platz sowie der sechste Tabellenplatz schon stark einzuschätzen“, betont er.

Die Mannschaft hat sich laut Sauer „super weiterentwickelt“ und zeigt das auch in den Spielen. Das Team setzt immer mehr die taktischen Trainer-Vorgaben um und lernt von Einheit zu Einheit dazu. Selbst nach „üblen Niederlagen“ fanden sich danach zur Freude des Coachs 16 bis 18 Spieler im Training ein. Die Mannschaft identifiziert sich mit den Aufgaben und der Vereinsidee zu 100 Prozent, weiß er.

„Die Trainingsbeteiligung ist herausragend“, kann Sauer aus dem Vollen schöpfen. Von 22 Leuten haben 19 regelmäßig teilgenommen. „Das ist außergewöhnlich“, ist er mehr als angetan von der Motivation – bedenkt man die Tatsache, dass es schwere Verletzungen gab und im Team Schichtarbeiter aktiv sind. Nach Beginn der Runde kam zum Team neben Mark Heisinger und Kai Hiller (beide Torhütertrainer) noch Robert Ulrich als Co-Trainer dazu.

Mit ihm tauscht sich Sauer nach allen Einheiten und Spielen aus, wodurch er die Möglichkeit hat, das Spiel auch von außen zu bewerten. „Robert ist für mich eine Riesenunterstützung“, hebt er hervor. Für den Coach macht es momentan einfach Spaß beim TSV – und die Stimmung ist auch dementsprechend. In der öffentlichen Wahrnehmung scheint die Mannschaft ebenfalls eine größere Außenwirkung zu haben, beobachtet er. Es finden sich immer mehr Zuschauer auf dem Platz ein, um den Begegnungen beizuwohnen.

„Robert und ich haben auch schon für kommende Runde zugesagt“, ist für Sauer die logische Konsequenz. Auch die Zusage des Großteils der Mannschaft steht bereits, ist Konstanz angesagt. „Mein Wunsch wäre, dass wir keinen Spieler abgeben und uns dadurch noch weiterentwickeln können“, sagt er. So oder so soll es aber keine große Spielerfluktuation geben. Die Jungs gehören zum Inventar des Vereins und sind gar nicht mehr wegzudenken. „Uns täte es um jeden einzelnen Spieler leid“, betont der Coach.

Aktuell befindet sich der Verein trotzdem mit potenziellen Neuzugängen in Gesprächen. Dadurch hofft man, die Mannschaft punktuell verstärken zu können. Es muss für Sauer aber passen, „da Fußball aus unserer Sicht nur im Kollektiv funktionieren kann“. Ein Individualist ist für ihn willkommen, sofern er das Team besser machen will. Aber er muss für die Mannschaft arbeiten, nicht das Team für ihn. „Funktionierende Mannschaften wie der TSV haben für so etwas immer ein sehr gutes Gespür.“

Bauchschmerzen bereitet dem Trainer aktuell das Fehlen eines Schiedsrichters, „da wir so in der nächsten Runde einen Punkt abgezogen bekommen“. Seiner Beobachtung nach brennen die Spieler aber dermaßen für den Verein, dass sie eventuell auch dieses Problem gemeinsam angehen wollen.

2016 hat sich der TSV Gras-Ellenbach neu aufgestellt – mit neuem Vorstand, neuem Trainergespann und teilweise neuem Team. Nach eineinhalb Jahren „können wir sagen, dass wir einiges zusammen bewegt haben“. Zurücklehnen wird sich aber niemand, ist für Sauer klar. Der Vorstand und die sportliche Leitung sind mit vollem Elan dabei und machen den beiden Trainern das Arbeiten dadurch sehr einfach, weiß er.

Die Vorbereitung startet dieses Jahr am 27. Januar mit einem Spiel gegen Beerfelden. „Wir wollen, dass sich die Spieler gut auf die erste Einheit einstellen, da die Vorbereitung sehr kurz ist“, betont Sauer. Eine Woche früher als geplant steht das Nachholspiel gegen Türkspor an. Seiner Meinung nach sind hier die Karten komplett neu gemischt, da beide Teams erst mal in den Rhythmus kommen müssen. Es ist für Sauer wichtig, gut zu starten, um nicht eine ähnlich schlechte Rückrunde zu spielen wie 2017. „Damals sind wir im neuen Jahr ziemlich eingebrochen“, weiß der Coach. „Das gilt es zu verhindern“, ist seine Maxime.

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Kocherbacher Verein Luna ist Pate für zwei Gras-Ellenbacher Wasserbüffel-Kälbchen

Der Verein zur Förderung umweltverträglicher, nachhaltiger und artgerechter Landwirtschaft Luna hat rechtzeitig zum Weihnachtsfest den zweiten vierbeinigen Nachwuchs bekommen. „Kabul“, ein kleines Wasserbüffel-Kälbchen, kam am 15. Dezember zur Welt. Bereits Ende Oktober, pünktlich zum Luna-Kartoffelfest, vergrößerte eine junge Dame die Gallowayherde der Luna-Partner und zertifizierten Biolandwirte Wolfgang Schierenbeck und Joachim Mauermann in Gras-Ellenbach. Der Verein hat die Patenschaft für die beiden Kälbchen übernommen, die weiterhin bei ihren Müttern und in der jeweiligen Herde artgerecht aufwachsen dürfen.

Luna hat im ersten Jahr seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit die anvertrauten Flächen von etwa 15 Hektar mit seinen Partnern tadellos bewirtschaftet, berichtete Vorsitzender Dr. Thomas Michel zu diesem Anlass. Auch ohne „Gülle“ und Pestizideinsatz wurden seinen Worten zufolge hervorragende Ergebnisse erzielt und die gesetzten Ziele weit übertroffen. Jeder Besitzer eines Gartens oder landwirtschaftlicher Flächen „trägt Verantwortung sowie kann und sollte etwas für unsere Natur tun“, betonte Vorstandsmitglied Jürgen Klieber.

Dies könne dadurch geschehen, in dem er als Eigentümer die bestehende Pacht kündige, um dann in absehbarer Zeit (2020) selbst über seine Flächen bestimmen zu können und diese nachhaltig sowie umweltverträglich bewirtschaften zu lassen. Dies ist Heinz Trautmann zufolge ein weiterer Schritt um zu zeigen, „dass auch im Überwald nachhaltig und artgerecht Nahrungsmittel erzeugt werden“. Einige wenige Landwirte praktizierten dies ja erfreulicherweise immer noch.

Die Umstellung ist laut Luna auch bitter nötig. Denn nicht von ungefähr vervielfältigten sich die Berichte über Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf die Natur, Artenvielfalt, Wasserqualität und damit auf den Menschen immer mehr, weiß Vorstandsmitglied Thomas Langer. Glyphosat dürfte alleine und fachgerecht verwendet relativ wenig krebserregend, so Gerhard Ader. Es sei aber das am häufigsten eingesetzte und potenteste „Pflanzenschutzmittel“, somit Pestizid und Gift.

Überdüngung verseuche das Grundwasser, betont Michel. In Deutschland sei die kritische Marke vielfach weit überschritten. Weshalb nach einer Klage der EU-Kommission eine neue Düngeverordnung zum Schutz des Wassers her musste. Diese wurde im November vorgestellt. Vertreter von Luna waren bei der Präsentation in Reichelsheim dabei. Es wird Verbesserungen geben, sagte der Vorsitzende, wenn sich alle an die Verordnung hielten. „Die einflussreiche Lobby konnte sich aber wieder vielfach durchsetzen“, beklagt er.

Anfang Februar werden auf der Grünen Woche in Berlin vermutlich neue Interpretationen vorgestellt. Luna-Mitglieder sind dort dabei. Danach ist eine Veranstaltung für Vereinsmitglieder und interessierte Bürger geplant, auf der dieses Gesetz vorgestellt wird. Jürgen Klieber wies auf die Folge von zu häufigem Einsatz von Pestiziden und Überdüngung hin. „Zuerst sterben die Pflanzen, dann die Insekten, dann die Vögel und dann…“ sei ein geflügelter Satz.

Luna war im abgelaufenen Jahr vielfältig aktiv. Es wurde einige Informationsveranstaltungen ausgerichtet und einige besucht. Besonders erfreute den Verein, dass Theresa Bartmanns Projekt für ökologische Pferdehaltung an der Heckenmühle von der Sparkassenstiftung Starkenburg mit einem Sonderpreis gefördert wurde. „Mittlerweile freuen sich drei Reitpferde über die große Weide und den neuen Unterstand“, so Langer.

Zu den Aktivitäten zählten auch die Anpflanzung von zehn Obstbäumen mit Hilfe eines neuen Erdbohrers und das erfolgreiche Kartoffelfest. Aufgrund der großen Nachfrage muss die Anbaufläche für die Nicola-Kartoffel 2018 erheblich erweitert werden. Es gab spontane Vereinseintritte und Angebote zur Anpachtung von neuen Flächen. An der nachhaltigen Nutzung ihrer eigenen landwirtschaftlichen Flächen interessierte Mitbürger könnten sich überlegen, noch in diesem Jahr ihre Flächen zu kündigen, meinte der Vorsitzende. Sie hätten dann die Möglichkeit, ab 2020 über ihr eigenes Gelände zu verfügen. „Luna berät gern“, betonte er. Jeder könne etwas für Natur und Heimat tun, Landbesitzer besonders. „Nur in einem gesunden Boden kann gesunde Nahrung wachsen.“

Allerdings wäre der Verein nicht so erfolgreich ohne seine Mitglieder, Helfer, Unterstützer, Sponsoren und Kunden, betonen die Vorstandsmitglieder. Deshalb gilt diesen am Jahresende ihr großer Dank. Im kommenden Jahr steht weiterhin der fachgerechte Schnitt der Obstbäume an, daneben das Vermessen und Markieren der neu angepachteten Flächen. Im Frühjahr folgt dann der Anbau von Kartoffeln und Gemüse.

Kartoffeln in allen Formen: Verein für ökologische Landwirtschaft Luna aus Kocherbach hatte zum Fest eingeladen

Alles drehte sich um die Kartoffel in allen möglichen Formen. Ob in einer leckeren Suppe mit allerlei weiteren Zutaten, ob in Form von Kartoffelpuffern mit Apfelmus oder einfach nur „pur“ im Fünf-Kilo-Sack. Der Verein zur Förderung umweltverträglicher, nachhaltiger und artgerechter Landwirtschaft „Luna“ aus Kocherbach hatte vor kurzem seine erste Kartoffelernte eingebracht und das zum Anlass genommen, auf den Hof der Biolandwirte und Wasserbüffelzüchter Wolfgang Schierenbeck und Joachim Mauermann zum Vereinsfest einzuladen.

Pfiff morgens noch der Wind durch die Scheune und kam der Regen waagrecht, so gesellte sich pünktlich zu Beginn die Sonne zu den Gästen, die sich erst zaghaft, dann in immer größerer Zahl auf den Weg in die Güttersbacher Straße machten. Luna hatte neben viel Schmackhaften auch die „Hardware“ in Form von Infos über den Verein im Gepäck. „Wir haben alles geboten, was es im Herbst gibt“, so Vorstandsmitglied Gerhard Ader.

Und natürlich einiges zum Anschauen: nicht nur die Eicher-Bulldogs der beiden Landwirte, sondern auch eine alte Apfelpresse und eine Waage, mit der die verkauften Kartoffeln abgemessen wurden. Etwa einen Zentner Kartoffeln verarbeiteten die Vereinsmitglieder für Puffer und Suppe. Der Zustrom aus dem Überwald und weit darüber hinaus war so groß, dass am Nachmittag „nicht nur die Kartoffelspezialitäten, sondern auch die Kuchentheke trotz üppiger Bevorratung geplündert waren“, freute sich Ader. Von den Hobby-Imkern Keil und Mayer gab es Honig und Liköre zu erstehen.

Die vielen Besucher von auswärts hatten etliche Fragen im Gepäck. Damit erreichte der Verein genau das, was er wollte, nämlich über seine Vorstellungen von ökologischer Landwirtschaft zu informieren. Die Erdäpfel zogen viel Interesse auf sich. Die Gäste wollten wissen, wo der Anbau erfolgt und ob es noch mehr geben wird. Eine Überlegung, mit der man sich jetzt auch mit Blick auf kommendes Jahr bei Luna beschäftigen wird. Wer was Schmackhaftes mitnehmen wollte, durfte als Nichtmitglied fünf Kilo Nicola erstehen.

Angebaut worden war von den Vereinsmitgliedern die Sorte Nicola, eine Bio-Pflanzkartoffel der Klasse A. Dabei handelt es sich um eine festkochende, schmackhafte alte deutsche Kartoffel, die sehr vielfältig in der Küche eingesetzt werden kann. Die Anbaufläche von etwa einem Morgen Land (2500 Quadratmeter) wurde schon jahrelang nicht mehr industriell genutzt. Es wurden somit keine Gülle und Spritzmittel aufgetragen. Bewuchs war bisher eine Klee-Wiesen-Mischung.

Die Rindswürste vom Galloway-Rind stammen aus eigener Produktion der Biolandwirte. Hackfleisch und Salami sind weitere Erzeugnisse. 35 Wasserbüffel inklusive Jungtiere stehen derzeit auf den Weiden rund um Gras-Ellenbach. Laut Schierenbeck bleiben die Tiere ganzjährig in Freilandhaltung draußen. Es gibt einen Weideunterstand. Für zwei von ihnen, etwas ein halbes Jahr alt, übernimmt der Verein Luna die Patenschaft und kümmert sich nach der Schlachtreife um die Vermarktung.

Wegen der begrenzten Fläche ist auch die Anzahl der Büffel begrenzt, um die Wiesen zu schonen. Die Weiden befinden sich unter anderem im Naturschutzgebiet Gras-Ellenbacher Wiesen. Vor dreieinhalb Jahren starteten die beiden Landwirte mit der Haltung. Damals zusammen mit dem Megaherbivoren-Verein aus Bensheim, dem Förderkreis große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße.

Wer neben den „Standard-Getränken“ etwas ganz Frisches genießen wollte, konnte sich am direkt vor Ort gepressten Apfelsaft laben. Fünf Zentner Äpfel waren von den Luna-Mitgliedern am Tag zuvor auf den Streuobstwiesen gesammelt worden. „Dieses Jahr war wenig auf den Bäumen drauf“, meinte Schierenbeck. Denn der späte Frost im April setzte den Blüten arg zu und ließ die Ernte schrumpfen. Das gekelterte Ergebnis konnte sich trotzdem sehen, pardon trinken, lassen.

Das Fest war daneben ein spontanes Bürgermeister-Treffen. Dr. Sascha Weber aus Wald-Michelbach, selbst aus dem Vereinssitz Kocherbach stammend, kam mit Gattin Katrin in die Nachbargemeinde. Jens Helmstädter aus Mörlenbach ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, alte Schulkameraden zu treffen. „Platzhirsch“ Markus Röth traf beim Besuch mit seinem fahrbaren Untersatz ins Schwarze. Er hatte die volle Aufmerksamkeit, als er mit seinem historischen Allgaier-Traktor bei den Eicher-Fans Schierenbeck/Mauermann vorfuhr. Den Bulldog kaufte Röth in Niedersachsen und ließ ihn dann per Spedition in den Überwald schaffen.

„Wir waren vom Besuch, den offenen Fragen, dem Kaufinteresse an den Biokartoffeln und spontanen Vereinseintritten absolut positiv überrascht“, bilanzierte Gerhard Ader für den Vorstand. „Die Gäste wiederum waren vom breiten Angebot absolut begeistert.“ So ging es auch den Organisatoren und Helfer, die von der Freundlichkeit und dem großen Interesse der Besucher sehr angetan waren

Hier ist nichts so wie es scheint: Premiere der Gras-Ellenbacher Heimatbühne mit dem neuen Stück „Flammender Zorn“

Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse. In der letzten Viertelstunde geht es rund auf der Bühne in der Nibelungenhalle. Immer wenn das Publikum denkt, nach der ersten Überraschung kann keine weitere mehr folgen, gibt es eine neue Wendung, die noch mehr verblüfft und nach dem letzten Vorhang für rauschenden Applaus sorgt. Die Heimatbühne hatte Premiere mit ihrem neuen Stück „Flammender Zorn“.

So viel sei gesagt: Allein wegen den 15 Minuten im dritten Akt lohnt sich der Besuch. Wie es hier drunter und drüber geht, die Akteure noch einmal zu Höchstform auflaufen, sich gegenseitig beharken, ist eine Pracht. Wer hier nicht jede Sekunde aufpasst, der verpasst möglicherweise eine wichtige Nuance und könnte am Ende ratlos dastehen. Deshalb: Uffbasse.

Dabei entwickelt sich alles sehr gemächlich. Zuerst ist da der trauernde Witwer Walter Förster (Lothar Clade), der durch einen tragischen Unglückfall seine Frau Leonore (Elke Willutzki) verlor. Oder war es doch kein Unfall? Walter steigert sich immer mehr in die Vorstellung rein, dass Schwester Clara (Ann-Marie Teichert) die Gattin meuchelte. Der Arzt-Freund Paul Hofmann (Andreas Willutzki) steht zwischen den Fronten und vermittelt, so gut er kann.

Doch Walter wird immer irrer. Denkt seine Umgebung. Dabei ist der selbst jedoch überzeugt davon, dass ihn seine Verblichene anruft, mit ihm spricht und ihm sogar erscheint. Nur bekommen alle anderen (angeblich) davon nichts mit. Als ihm Leonore schließlich sogar aufträgt, „Mörderin“ Clara umzubringen, wird’s chaotisch. Es scheint nur noch die Einweisung in die Psychiatrie zu helfen. Denn Clara ist bereits am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ihr Bruder macht ihr nur noch Angst.

Der allerdings weiß schon längst nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Fast muss der Zuschauer um Lothar Clade Angst haben, wie er sich immer mehr reinsteigert, dass die eigentlich unter der Erde liegende Ex noch am Leben ist, ihm sogar erscheinungsweise an die Wäsche geht. Aber Vorsicht: Es könnte auch alles nur gespielt sein. Immer mehr versteift sich der von Clade gespielte Walter darauf, dass seine Schwester für alles verantwortlich ist. Mit bekannten Auswirkungen. Er mutiert zum Psychopaten, der nur noch eines will: Rache. So redet es ihm Leonore schließlich ein.

Clara wird dadurch ganz (k)irre und dreht selbst fast ab. Wie die 15-jährige Ann-Marie Teichert in ihrer Rolle aufgeht, mit überschlagender, kippender, kieksender Stimme eindrucksvoll rüberbringt, wie ihr alles an die Nieren geht, nimmt man der Nachwuchsschauspieler sofort ab. Dass es alles nicht so ist wie es scheint, kommt erst später – macht aber die Ereignisse im zweiten Akt im Nachhinein zur wahren Schauspielerei. Es ist nicht nur die Rolle, die sie perfekt spielt, sondern auch die Rolle in der Rolle, die sich erst später auflöst.

Dass es der ruhige Paul faustdick hinter den Ohren haben würde, vermutet zu diesem Zeitpunkt auch noch keiner. Andreas Willutzki gibt den Fels in der Brandung, der nur schwer aus der Fassung zu bringen scheint. Er leiht allen sein Ohr, gibt den Guten, den Verständnisvollen. So gut, dass ihm Clara schließlich unter dem Mantel der ärztlichen Schweigepflicht anvertraut, dass sie doch etwas mit dem „Tod“ von Leonore zu tun hatte.

Die aber, scheinbar jedermanns und auch –fraus Liebling, entwickelt sich in der Rückschau zur männermordenden und -verführenden Femme fatale, die auf ihrem egoistischen Lebensweg viele Leichen hinterlässt. Nicht nur bildlich gesprochen, wie sich noch herausstellt. Elke Willutzki gibt die Hexe mit viel Verve, geht jedem und jeder an die Wäsche, wie es ihr gerade zum Vorteil und Befriedigung gereicht. Erst als Geist, dann irgendwann auch real spinnt sie ihre Intrigen und bringt Unheil in die Hausgemeinschaft.

Helga Dörsam als „Doyle das Medium“ macht zu Beginn und zwischen den Szenen die Besucher vertraut mit den Ereignissen. Sie reißt an, wie es weitergehen könnte, was vielleicht passiert – und führt damit geschickt in die Irre. Denn mit dem, was kommen würde, hatte sicher keiner gerechnet. Dass der „Geist“ Leonore nicht nur den geistreichen Getränken von Walter geschuldet ist, stellt sich noch als geringste Überraschung heraus.

Es verbünden sich solche, bei denen es man nicht gerechnet hätte, andererseits überrascht auch der scheinbar irre Walter mit seiner Pfiffigkeit. Ganz abgesehen von seiner mörderischen Entschlossenheit. Wer jetzt aber nur in eine Richtung denkt, der liegt falsch. Da hilft am besten, eine der kommenden Aufführungen zu besuchen und sich selbst davon zu überzeugen, was die Laienschauspieler in den vergangenen Probenwochen er- und geschaffen haben. Der Krimi statt einer Komödie, wie es sich Regisseur Clade wünschte, ist eine sehr unterhaltsame Abwechslung. Und lohnt sich.

 

Info: Weitere Aufführungen: Samstag, 21. Oktober, Samstag, 28. Oktober, Freitag, 17. November, Samstag, 18. November, Dienstag, 26. Dezember, Mittwoch, 27. Dezember, jeweils 20 Uhr, Nibelungenhalle Gras-Ellenbach. Vorverkauf und telefonische Bestellung über Kurverwaltung Gras-Ellenbach, Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr, Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Telefon 06207/2554, oder unter http://www.heimatbuehne.net sowie an der Abendkasse.

Erstes Oktoberfest des TSV Gras-Ellenbach war ein schöner Erfolg

Bei der Premiere gleich ein großer Erfolg: Kein Wunder, dass der TSV Gras-Ellenbach im kommenden Jahr wieder ein Oktoberfest veranstalten will. Maßbier, Haxen und Weißwürste gingen in großer Zahl über die Theke. Besonders am Nachmittag, wie es der TSV vom Vatertagsfest an der Strieth-Grillhütte kennt, füllten sich die Bierbankgarnituren zusehends mit Gästen. Mit dem Maßkrugschieben und Holzbock-Nageln hatte der Verein sich noch zwei Gaudi-Attraktionen ausgedacht, die auf viel Zuspruch stießen.

Der TSV hatte im Sportlerheim früher schon einen bayrischen Abend veranstaltet. Die Odenwaldstuben waren mit einem Oktoberfest am Tag der deutschen Einheit vertreten. Nachdem das Lokal zumachte, schmiss der Verein beides zusammen und veranstaltete es an der vom ihm fest gepachteten Grillhütte. Mit Unterstützung von Attila Fodor, dem Sohn des Odenwaldstuben-Betreibers. Das schöne Ambiente im Tal kam zusammen mit dem herrlichen Sonnenschein, der zum Sonntagsausflug einlud, bestens an.

Festwirt war Jens Michel, der bei der Organisation auf vielfältige Hilfe aller Abteilungen zählen konnte. „Alles hat wunderbar geklappt“, freute der sich. 40 Dienste galt es im Vorfeld zu belegen, wozu sich genug Mitglieder fanden. Für die Haxen, die am Nachmittag sogar nachgeordert werden mussten, zeichnete Daniel-Hagen Wolf verantwortlich. Den Braten gab’s von der Metzgerei Müller. Essen, das natürlich bestens ankam.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich hören lassen. Den Auftakt machte die Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach unter der Leitung von Klaus Weihrauch mit ihren bekannten Stücken aus Schlager, Märschen, Polkas und Pop. Am Nachmittag war Alleinunterhalter Florian Koch dran. Der Abend gehörte dann dem TSV-DJ „Ötzi“ Heisinger.

Neben Dirndl und Krachlederner bei den TSV-Helfern war natürlich auch die Deko in Weiß-Blau gehalten. Wie die Speisekarte. Weißwurst mit Brezen, Nürnberger im Weck, Braten oder Schnitzel mit Kartoffelsalat befriedigten die leiblichen Gelüste. Dazu noch die Maß Schmucker-Festbier und zum Abschluss auf den vollen Magen bayrische Schnäpse zum Verdauen. Mehr geht nicht.

Obwohl, vielleicht doch: Das große Salatbüffet und die vielen Kuchen waren von der Ortsbevölkerung gespendet worden. Gerade der Kuchen bildete aufgrund der Größe der Stücke fast schon eine komplette Mahlzeit für sich. Und das zu Preisen, wie man sie auf dem Oktoberfest in München bestimmt nicht findet, betonte Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Gleich. Die Haxen wurden schon zu 7,50 Euro angeboten, die Maß zu 6,80 Euro.

Für die Kinder gab’s eine Hüpfburg, die gestandenen Mannsbilder durften sich am Maßkrugschieben versuchen. Wer den gefüllten Krug am besten in den mittleren Kreis bugsierte, dem winkten Preise von 100, 50 und 25 Euro. Bei 600 Punkten (25 waren maximal bei einem Versuch zu erzielen) winkte „ein Kuss von unserer Schriftführerin“, meinte Gleich lachend. Nägel in einen Holzblock zu treiben gestaltete sich nach der einen oder anderen Maß natürlich etwas schwierig. Zum Glück waren keine Finger dazwischen.

Proben gehen in die Endphase: Am 6. Oktober feiert die Gras-Ellenbacher Heimatbühne Premiere des neue Stücks

„In den vergangenen Wochen waren wir fest beim Proben“, erzählt Regisseur Lothar Clade. Kein Wunder, denn am 6. Oktober ist die Premiere des neuen Heimatbühnen-Stücks in der Nibelungenhalle. Dort ist inzwischen auch das Bühnenbild aufgebaut, nachdem die Halle zuvor für die Kerwe belegt gewesen war. Nach vielen Jahren mit Komödien betritt die Heimatbühne in dieser Saison spannendes Neuland. Ein „Gras-Ellenbach-Thriller“ unterhält die Zuschauer in vorerst acht geplanten Aufführungen. „Flammender Zorn“ hat Clade den Krimi in drei Akten von Bernhard Hank Höfellner mit dem Originaltitel „Besessen“ getauft.

Clade beobachtet, sich selbst eingeschlossen, „eine stetige Steigerung“ bei den Akteuren. „Wir haben uns in die Rollen total eingelebt“, hebt er die intensive Arbeit der letzten Zeit hervor. „Das wird eine sehr schöne Aufführung“, weiß er. Die Proben gingen seinen Worten zufolge ihren bewährten Gang. Kein Wunder bei einem eingespielten Ensemble. Dazu kommt: „Das Stück ist in sich schlüssig.“

Clade fühlt sich deshalb auch in der einstimmig getroffenen Entscheidung bestätigt, dieses Mal einen Krimi anzugehen. Spannung gibt es aber nicht nur auf der Bühne. Der Regisseur ist auch gespannt darauf, „was das Publikum dazu sagt“, mal keine Komödie zu erleben. In den letzten zwei Wochen vor der Premiere standen und stehen acht fixe Probentermine an. Den 1. Oktober und den Feiertag hat man sich freigehalten, um bei Bedarf ebenfalls noch einmal zusammenzukommen.

Da aber sowieso schon Montag, Donnerstag und Samstag jeweils zwei- bis zweieinhalb Stunden geackert wird, „sind alle danach ein bisschen ausgepowert“, meint er. Denn schließlich muss „alles in den Kopf rein“. Clade ist aber überhaupt nicht bange, „dass wir wieder ein ordentliches Stück abliefern werden“. Denn alle sind mit Eifer bei der Sache. Auch wenn es keine Komödie ist, „haben wir immer viel Spaß bei den Proben“ und der eine oder andere Scherz kommt über die Lippen.

„Ich wollte nicht wieder eine Komödie wie in den vergangenen 30 Jahren bieten“, betont der neue Regisseur, der den „Job“ von Hedi Jährling übernahm. Vom Krimi „war ich von Anfang an begeistert“, so Clade. Vier Rollen sind im Original vorgegeben, die von ihm, Ann-Marie Teichert, Andreas Willutzki und Elke Willutzki verkörpert werden. Eine fünfte wurde für Helga Dörsam ins Stück reingeschrieben. Sie führt als „Doyle, das Medium“ durchs Programm und bestreitet auch die Überleitungen in den Pausen.

Die Mitspieler sind auch aufgrund der Komplexität wie Clade selbst „begeistert von dem Thriller“, hat der Regisseur beobachtet. Die Spannung baut sich über die drei Akte hinweg ständig weiter auf und fordert die Zuschauer zum beständigen Nachdenken auf. Wie der von ihm gespielte Walter Förster immer mehr zum Getriebenen wird, hat ihn beeindruckt.

Zum Inhalt: Eine Frau stirbt unter tragischen Umständen. Ein Mann verliert seine geliebte Frau. War es vielleicht sogar Mord? Die Ungewissheit darüber macht den Ehemann psychisch instabil. Das Ganze gerät außer Kontrolle, als er auch noch Telefonate erhält, die nur er hören kann. Zusätzlich erscheint ihm seine Frau, die er als einziger sehen kann.

Seine Schwester Clara ist verzweifelt und leidet unter seinen verbalen Ausfällen ihr gegenüber. Als er ihr auch noch die Schuld am Tod seiner Frau gibt, sucht sie Rat und Hilfe bei einem alten Freund der Familie. Da dieser auch noch Arzt ist, soll er den Ehemann in eine psychiatrische Klinik einweisen. Die Zeit drängt, denn der Geist der Toten verlangt nach Rache, und der Ehemann scheint diesem Wunsch täglich mehr nachkommen zu wollen.

Die Sonntags-Aufführung am 8. Oktober wurde auf 18 Uhr vorverlegt. Damit will die Heimatbühne den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen aus der Region die Möglichkeit geben, zu einer früheren Zeit das Krimi-Stück zu besuchen. Aus Gesprächen mit dem Pflegepersonal nahm man mit, dass 20 Uhr zu spät für diese sei, betont Clade.

Info: Premiere Freitag, 6. Oktober, 20 Uhr. Weitere Aufführungen: Sonntag, 8. Oktober, 18 Uhr, Samstag, 21. Oktober, Samstag, 28. Oktober, Freitag, 17. November, Samstag, 18. November, Dienstag, 26. Dezember, Mittwoch, 27. Dezember, jeweils 20 Uhr, Nibelungenhalle Gras-Ellenbach. Vorverkauf und telefonische Bestellung über Kurverwaltung Gras-Ellenbach, Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr, Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr, Telefon 06207/2554, oder unter www.heimatbuehne.net sowie an der Abendkasse.

 

Kerwe in Gras-Ellenbach: „Loasst doch die Kerweborscht de Iwwerwoald regier’n“

Wehe dem, der sich übers Jahr die Aufmerksamkeit von Kerweparre Tibor Mink zugezogen hatte. Der zückte gleich den Stift, notierte sich alles haarklein und breitete es nun in seiner Kerwepredigt am Sonntagnachmittag in der Nibelungenhalle in den schillerndsten Farben aus. Nach dem Umzug waren Teilnehmer und Besucher hineingeströmt und füllten die Sitzplätze bis in den letzten Winkel. Wer zu spät kam, musste mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Bis alles vorbereitet war, die Kerwejugend in den Saal marschiert war und auch nach Minks Aufzählungen von diversen Unzulänglichkeiten sorgten die „Stephanos“ für Unterhaltung. Auf der Bühne hatten sich derweil die verschiedenen Umzugsteilnehmer niedergelassen, um dem Geschehen aus nächster Nähe beizuwohnen. Der Kerweparre, unterstützt von seiner ansehnlichen „Kerwebraut“ Erik Wolf, nahm kein Blatt vor den Mund.

Der Kulturtrip eines TSV-Fußballers nach Thailand fand bei ihm ebenso Erwähnung wie die doch nicht so fundierten medizinischen Kenntnisse eines örtlichen Möchtegern-„Medicus“. Der hatte so seine Probleme, die Unterschiede zwischen Schulterluxation und Bänderriss zu erkennen. Der Ausflug an den Wald-Michelbacher Sportplatz endete für einen Gras-Ellenbacher damit, dass er am nächsten Tag sein Auto im ganzen Ort suchte. Nur hatte er vergessen, dass er den fahrbaren Untersatz schon zuvor in gute Hände abgegeben hatte.

Ein Frühjahrs-Grillabend förderte im Herbst noch etwas zutage: Denn die versammelte Mannschaft übte sich im Pfeile schießen. Weil man dabei aber auch ziemlich viel Zielwasser intus hatte, ging was verloren: „Der Pfeil oan sich, der war verschwunne, ma hoat en ach net glei wie gefunne.“ Eben erst im Herbst, als die Pflanzen von Nachbars Terrasse in die Wärme sollten.

Schadenfreude ist die schönste Freude: Man sollte eben nicht mitten in der Nacht nach einem schönen langen Zechabend die Ersatzreifen aus der väterlichen Garage holen und dabei die falschen erwischen. Denn dann bleibt die Kiste bei der Werkstatt gleich länger stehen. Nochmal um Autos ging es in der Geschichte, als ein ortsbekannter Gras-Ellenbacher Autotüftler bei seinem Flitzer vergessen hatte, die Bremse zu ziehen. „Sou is des Fahrzeu, wie soll ich soache, mit voller Wucht in de Garasch oigschloache.“

Der alte Zwist zwischen Hammelbach und Gras-Ellenbach wurde vom Kerweparre ebenfalls wieder aufgewärmt. „So kam’s, wie’s kumme is, en halbwegs gute Kompromiss“, meinte Tibor Mink zur Gemeindefusion in den 70er Jahren. „Litzelboch un Hammelboch derfe regier’n, Scharboch muss des akzeptier’n. Gras-Elleboch un Woahle, die brauch mer zum Bezoahle.“ Er wusste die Patentlösung: „Man misst’s prowier’n, loasst doch die Kerweborsch de Iwwerwoald regier’n.“

Die Kerwe ist für die zahlreichen Helfer immer eine Herzensangelegenheit. Ein paar Mann kümmern sich um die Hauptorganisation, allen voran Attila Fodor. Über die fünf tollen Tage helfen etwa 40 Personen mit, damit alles reibungslos abläuft. Die Kerweburschen kümmerten sich um den Bau der Umzugswagen und organisierten den Ablauf, dazu kamen noch Bandunterstützer, Küchenkräfte und „Materialschlepper“.

Eine volle Halle an den verschiedenen Tagen dankte es ihnen. So wie am Sonntag, als zuerst der Kerwegottesdienst mit Pfarrer Stefan Ningel dort stattfand. Das Mittagessen, Gulasch mit Nudeln „à la Hagen“ vom benachbarten gleichnamigen Landgasthof Daniel-Hagen Wolfs, fand wie immer großen Anklang. Im Anschluss spielte die Kocherbacher Trachtenkapelle zum Kurkonzert auf. Die Musiker aus dem Wald-Michelbacher Ortsteil zeigten ihr Können mit ihrem breiten Repertoire aus klassischen Volksmusikstücken.

Draußen konnten sich derweil bei schönen Wetter die Kinder auf dem „Rummelplatz“ vergnügen. So lautete dieses Jahr auch das Motto der Nibelungenkerwe. Kettenkarussell, Süßwarenstand, Schießstand, Crepes-Bude und historisches Kinderkarussell standen als Attraktionen bereit. Allerdings fehlte ein wenig die Masse der Heranwachsenden für die verschiedenen Angebote.

Der Sonntag klang mit der Preisverleihung des Luftballon-Wettbewerbs aus dem vergangenen Jahr aus. Der Frühschoppen mit Freibier ging unter musikalischer Untermalung durch „Singles“ vor sich. Es gab deftiges Wellfleisch neben den Klassikern Bratwurst und Steaks. Der Landgasthof Hagen sorgte dafür, dass auch allerlei anderes frisch Gekochtes auf den Teller kam. Eine große Kuchen- und Tortentheke durfte nicht fehlen.

Dem Eingraben der Kerwe auf dem Grundstück dessen, der sich in diesem Jahr am meisten hatte zuschulden kommen lassen, ging ein Bilderrätsel mit Ortsbürgern voraus. „Jeder Tag lief dieses Jahr besser als im vergangenen“, freute sich Attila Fodor fürs Orga-Team. Beste Motivation also, es im kommenden Jahr mit neuen Kräften wieder anzugehen.