TSV 09 Gras-Ellenbach: Die Neuzugänge für die kommende C-Liga-Saison lassen den Coach jubeln

Mission erfüllt. „2016 bin ich mit der Maxime angetreten, ein Team zu formen“, blickt TSV-Spielertrainer Ronny Sauer auf seine Anfänge bei der ersten Trainerstelle zurück. Ein Jahr später zieht er beim Fußball-C-Ligisten die Bilanz: „Das ist sehr gut gelungen.“ Allerdings hat der Coach diesen Gedanken immer noch im Hinterkopf. Besser geht immer. Denn die Rückrunde war eher bescheiden für das Team aus dem Überwald. Was aber weniger am fehlenden Zusammenhalt lag, als an der Verletztenmisere.

Entsprechend dieses angestrebten Ziels wurden auch die Neuzugänge in Augenschein genommen. „Wir haben uns für diese Spieler entschieden, weil sie charakterlich und menschlich gut zum Team passen“, betont Sauer. „Und auch gute Fußballer sind“, schiebt er lächelnd hinterher. Die glorreichen sieben Neuen sollen mithelfen, das bereits vor einem Jahr formulierte mittelfristige Ziel von Sauer in die Tat umsetzen: die fußballerische Weiterentwicklung.

Die wäre er gerne früher angegangenen, aber Pleiten, Pech und Pannen klebten den TSV-Cracks teilweise an den Stollen. Vor allem die vielen (verletzungsbedingten) Ausfälle sorgten dafür, dass die Mannschaft nach einem tollen Start immer weiter nach unten durchgereicht wurde. Wofür Sauer kaum druckreife Worte findet. Das soll in der kommenden Saison aber der Vergangenheit angehören. „Wir sind jetzt personell gut aufgestellt, um fehlende Spieler ersetzen zu können“, betont er.

Weiter arbeiten will der Trainer auch seiner schon propagierten Spiel-Philosophie: Die Idee ist, „selbst zu agieren“ und nicht auf die Aktionen des Gegners zu warten. Das hat 2016 auch „oft sehr gut“ funktioniert. Im Angriff. Allerdings „vergaßen“ die Kicker dann im Anschluss, in der Bewegung nach hinten umzuschalten und blieben „einfach stehen“. Deshalb taten ihm die Jungs in Abwehr und im Tor „teilweise richtig leid“, so Sauer. Genau dieses Umschalten möchte der Coach nun verstärkt angehen. „Jeder soll sein eigenes Tor verteidigen“, hebt er hervor.

Von Neuzugang Sascha Merseburger hält und verspricht sich der Coach viel. Der mit 36 Jahren erfahrene Hase „hat sehr viel Ruhe am Ball“. Gleichzeitig agiert er aber lautstark auf dem Platz, hat eine „super Übersicht“ und beste Voraussetzungen zum Führungsspieler. Der „große Kämpfer“ wird nach dem Eindruck von Sauer der Mannschaft in vielen Belangen weiterhelfen.

Markus Kunkel kennt Ronny Sauer noch von gemeinsamen FCO-Zeiten. Dort kam der aus der eigenen Jugend, pendelte dann zwischen erster und zweiter Mannschaft der Ober-Abtsteinacher. „Für uns ist das ein absoluter Glücksgriff“, freut sich Sauer. Der Neuzugang hat einen „direkten Zug zum Tor“. Dem TSV kam zupass, dass Kunkel etwas Neues probieren wollte und sich deshalb für die Gras-Ellenbacher Farben entschied.

Auch für Dennis Reinhard greift der Trainer zu Superlativen. „Absolut genial“ ist seinen Worten zufolge dessen Verpflichtung. Denn der Kicker spielte für die SGU sogar schon in der Gruppenliga mit. Reinhard sei „schnell auf dem Flügel“, weshalb ihn Sauer vergangene Saison auch gerne als „Odonkor der B-Liga“ bezeichnete. Durch eine berufliche Veränderung kann er nicht mehr so oft die Trainingsschuhe schnüren und tritt deshalb bisschen kürzer. Wegen eines Kreuzbandanrisses kommt Reinahrd aber wohl erst zum Jahresende hin zum Einsatz.

Der Coach freut sich, dass das 17-jährige Torwarttalent Mike Fodor, der bisher schon mittrainierte, jetzt seine Spielberechtigung hat. „Seine Anlagen sind super“, weiß Sauer, die Erfahrung erarbeitet er sich jetzt. Mit Feras Dabdoub und Nico Pütt fangen zwei weitere erfahrene Spieler nach drei Jahren Pause wieder an, nach dem runden Leder zu jagen.

Zu Kai Hiller als Co- und Torwarttrainer stieß mit Mark Heisinger eine weitere Unterstützung hinzu. „Die Zusammenarbeit mit beiden macht unheimlich viel Spaß“, so Sauer. Es komme sehr viel Feedback, das ihn wiederum in seiner Tätigkeit unterstütze. Auch beim Verein rennt Sauer offene Türen ein. „Bei allen neuen Ideen“ des Trainers werde alles möglich gemacht, um diese in die Tat umzusetzen. „Das macht mein Arbeiten einfach und unproblematisch.“

Neuzugänge: Mike Fodor (JSG Ulfenbachtal), Nico Pütt (SG Wald-Michelbach), Dennis Reinhard (SG Unter-Abtsteinach 1b), Markus Kunkel (FC Ober-Abtsteinach 1b), Sascha Merseburger (Eintracht Wald-Michelbach 1b), Feras Dabdoub (Syrien), Dennis Fink (TSV Aschbach 1b – seit Winter)

Abgänge: Erik Wolf (SG Hammelbach/Scharbach), Marco Wernersbach (unbekannt)

Kader: Tor Yasin Suna, Bastian Freudenberger, Mike Fodor, Verteidigung Dennis Jirat, Nico Pütt, Domenik Schäfer, Leo Trautmann, Bastian Haberzettl, Andre Kunkel, Marius Steinmann, Mittelfeld Dennis Reinhard, Alexandru Gavrila, Martin Günl, Björn Scheuermann, Marcel Mera, Sascha Merseburger, Dennis Sauter, Boris Camber, Markus Kunkel, Julian Schmitt, Manuel Günl, Sturm André Bihn, Feras Dabdoub, Dennis Fink, Ronny Sauer

Saisonziel: Platz 5 bis 8

Trainer: Ronny Sauer (seit Saison 2016/17), Co-/Torwart-Trainer Kai Hiller (2016/17), Co-/Torwart-Trainer Mark Heisinger (seit 1. Juli)

Favoriten: Türkspor Wald-Michelbach, SG Hüttenfeld, SV Hammelbach/Scharbach, SSV Reichenbach 1b

Auf dem Bild: hintere Reihe von links Mark Heisinger (Co-/Torwarttrainer), Ronny Sauer (Trainer), Kai Hiller (Co-/Torwarttrainer), vordere Reihe von links Markus Kunkel, Sascha Merseburger, Mike Fodor, Nico Pütt, Dennis Reinhard. Es fehlen Dennis Fink und Feras Dabdoub.

Rückblick auf vier erfolgreiche Jahrzehnte: Großer Familiennachmittag zum Jubiläum der JSG Ulfenbachtal

„Es ist gemütlich wie ein großer Familiennachmittag“, freute sich Markus Höhn über die schöne Feier zum 40-jährigen Bestehen der JSG Ulfenbachtal. In der sind sechs Vereine des Überwalds mit ihren Jugendfußballern zusammengeschlossen. Einlage- und Freundschaftsspielen am Nachmittag folgte ein Festabend, bei dem auf die vergangenen 40 Jahre zurückgeblickt und Erinnerungen ausgetauscht wurden.

F-Jugend, Bambini und E-Jugendliche kickten auf dem Kunstrasen des Affolterbacher Stadions begeistert das runde Leder. Sie hatten Eltern und Verwandte mitgebracht, sodass sich Höhn über den „gelungenen Nachmittag“ freute. „Die Kids waren mit viel Spaß dabei“, sagte er. Bei einer Schuss-Geschwindigkeitsmessung konnten sie darüber hinaus feststellen, welchen Drive der geschossene Ball hatte.

Die aktuelle A-Jugend trat gegen ein All-Star-Team ehemaliger JSGler an, die es mittlerweile zu vielen Teams der Region verschlagen hat. Die All Stars hatten mit 8:2 die Nase vorn, unter anderem auch dank Fabio Sattler und Marcel Eckert, die mittlerweile bei Weinheim 09 ihre Fußballschuhe schnüren. Nicht dabei, aber auch ein bekannter Spross der JSG ist Nico Hammann, mittlerweile beim FC Magdeburg in der dritten Liga aktiv.

An einer Fotowand hatte Edgar Schmidt die Historie aus 40 Jahren aufbereitet, Torsten Schmidt alte Bilder zusammengesucht. „Die haben sich wirklich viel Mühe gemacht“, lobte Höhn. Mit dem Zusammentreffen ehemaliger Trainer und Spieler wurden auch die Geschichten von früher wieder lebendig und man tauschte sich über das eine oder andere Ereignis aus, das besonders in Erinnerung blieb.

In der neuen Runde stellt die JSG Mannschaften von den Bambini bis zur C-Jugend. Die A-Jugend spielt mit Aschbach zusammen. „In der Saison 2018/19 wollen wir auch wieder eine B-Jugend melden“, kündigte Höhn an. Die Jugendmannschaften verzeichneten einen „seht guten Zuspruch“. Mit Blick auf die abgelaufene Runde hob er die zweiten Plätze von E1, E2 und D-Jugend hervor. Ingo Hinz machte außerdem den C-Trainerschein.

„Von unter her sind wir gut aufgestellt“, so Höhn. Nach oben hin wolle man dies fortsetzen und die Kinder bei der Stange halten. Aufgrund des Ganztagsunterrichts und vieler anderer Freizeitangebote sei das aber nicht immer einfach. In den vergangenen Jahren hatten die Teams der JSG aber viele schöne Erfolge zu verzeichneten, berichtete er.

Der Abend startete mit dem Auftritt der Zumba-Kids unter der Leitung von Jenny Stay. Zwischendurch trat auch die Tanzgruppe des CCA auf. Neben dem Ersten Beigeordneten Peter Bihn und Grasellenbachs Bürgermeister Markus Röth schauten die Vorstände der sechs beteiligten Vereine vorbei. Das sind: SV Hammelbach, SV Affolterbach, SV Scharbach, TSV Gras-Ellenbach, SV Wahlen und TSV Aschbach.

1975, auf einer Alpenhütte, hatte Gerhard Heisinger die Idee zu einer Jugendspielgemeinschaft, blickte Markus Höhn zurück. Denn schon vor über 40 Jahren waren immer weniger Kinder zu finden. Zuerst noch verworfen, fiel dann 1977 doch der Startschuss. Denn keiner der ursprünglich fünf Vereine konnte von der E-bis zur A-Jugend eine eigene Mannschaft melden. Bei den Jüngeren war das Ganze für einzelne Vereine noch zu bewältigen.

Zum 25. Jubiläum wurde die JSG neu aufgestellt, so Höhn. Er wies auf die verschiedenen Änderungen im Laufe der Jahre hin. Seit 2013 spiele die D-Jugend im Neuner-System, die Spielfelder bis zur E-Jugend wurden verkleinert. Seit vergangenem Jahr wird in diesen unteren Jahrgängen ohne Schiri im Fairplay-Modus gekickt, berichtete er. Erst ab der C-Jugend greift wieder der Elfer-Mannschaftsmodus auf Großfeld.

Von den Trägervereinen sei in den vergangenen 40 Jahren ein großer finanzieller Aufwand betrieben werden, um die Sportanlagen in Schuss zu halten, sagte er. Allein seit 2002 wurden 53.000 Euro nur in die Jugendarbeit investiert. „Wir haben in den letzten Jahren einen richtig guten Job gemacht“, lobte Höhn. Das lasse sich daran erkennen, dass es im Jahr 2013 noch 94 Kinder und Jugendliche waren, aktuell sind es 130.

„Die Jugend ist die Zukunft für all unsere Vereine“, schloss er. Im Amateurbereich Fußball zu spielen sei kein Beruf, sondern eine Berufung, sagte der Jugendwart. Unter dem Motto „Mit Spaß am Fußball“ solle weiterhin allen das Schöne und Gute einer Vereinsfamilie vermittelt werden. Dazu gehöre die ehrenamtliche Arbeit und auch die Erkenntnis als Spieler im Seniorenbereich: „Man muss kein Geld vom Verein dafür bekommen.“

Farbenfrohes Spektakel rund um den Holzjungen: Kindertheater der Heimatbühne mit Premiere von „Pinocchio“ in Gras-Ellenbach

Nein, warten wollten die jungen Zuschauer nicht. Als Regisseur Andreas Willutzki, gleichzeitig Darsteller des Gepetto, verkündete, dass es wegen des großen Ansturms ein paar Minuten länger mit dem Beginn der „Pinocchio“-Aufführung dauern würde, schallte ihm ein lautes „Nein“ aus Kindermund entgegen. In der Hofreite der Familie Kumpf herrschte drangvolle Enge, als die Kindertheatergruppe der Heimatbühne ihre Premiere des diesjährigen Stücks feierte. Dabei handelte es sich um ein Märchenspiel in 14 Bildern von Matthias Weißert nach dem Kinderroman von Carlo Collodi.

„Das Stück haben sich die Kinder und Jugendlichen selbst herausgesucht“, erläuterte Willutzki zu Beginn. Zwischen sieben und 15 Jahren sind die jungen Darsteller alt, die nach der kürzeren „Rotkäppchen“-Aufführung im vergangenen Jahr dieses Mal gerne etwas Längeres spielen wollten. Mit dem Klassiker von Collodi wurde ihnen der Wunsch mit mehr als einer Stunde reiner Spielzeit erfüllt.

Szenenbilder und Texte machten deutlich, warum den Kids diese Adaption so gefiel: Sie hatte aktuelle Anklänge, bot viel Spaß und war extrem farbenfroh. Wenn Meister Gepetto in wohlgesetzten Reimen schilderte, wie ihm ein schwedischer Möbelriese das Geschäft kaputt macht, dann war das natürlich ein paar Lacher wert. Und wenn dann ein Kasperltheater im Land ist und direkt vor den Kindern sein Zelt aufschlägt, sorgt dies logischerweise für offene Münder vor lauter Staunen. Diese Szene machte auch den jugendlichen Akteuren am meisten Spaß. Da waren sie fast alle auf der Bühne zu finden und es ging rund.

Zum Inhalt: Die weltberühmte Vorlage wurde für die heutige Zeit umgeschrieben und ist in ihrer Art und Weise für die Kinder sehr lehrreich. Pinocchio ist nach seiner Entstehung in der Tat ein „Holzkopf“. Er dankt zwar seinem „Vater“ Gepetto, dass er ihn zu einem richtigen Jungen gemacht hat. Doch statt in die Schule zu gehen, lässt er sich von der listigen und gemeinen Füchsin und dem bösartigen Kater in die Irre führen. Und obwohl sie ihn schmählich im Stich lassen, fällt er jedes Mal wieder auf ihre falschen Versprechungen herein.

Der Fee gegenüber, die ihm immer wieder helfen will, erweist sich Pinocchio dagegen als ziemlich undankbar. Statt aufs Neue in die Schule zu gehen, wozu ihm die Fee die Chance gibt, lässt er sich immer wieder verlocken und verführen. Nicht einmal als der Hunger ihn plagt, ist er bereit, für ein Stück Brot zu arbeiten.

Erst als es ihm ganz dreckig geht, die Fee ihm aber trotzdem wieder auf die Beine hilft, lernt er, dass Geben genauso wichtig ist wie Nehmen. Jetzt erst ist er ein „richtiges Kind“ und kann zu seinem Vater zurückkehren. Wie das vor sich geht und welche Schwierigkeiten er dabei zu bewältigen hat, soll noch nicht verraten werden, da es noch weitere Aufführungstermine gibt.

Die jugendlichen Darsteller waren voll in ihrer Rolle drin. Es war gut zu bemerken, wie viel Spaß ihnen das selbst ausgesuchte Stück machte. Für jedes der 14 Bilder gab es einen neuen Hintergrund. Genauso viel Spaß wie auf herrschte auch vor der Bühne, wo sich die kleinsten Zuschauer eingefunden hatten und das bunte Treiben vor ihnen mit Staunen verfolgten. Viel Applaus auch zwischen den Szenen war der verdiente Lohn für die monatelange Vorarbeit von Regisseuren und jungen Schauspielern.

Darsteller: Jonah Teichert, Andreas Willutzki, Ann-Marie Teichert, Maxime Mauermann, Carla Fuhr, Eva Wolk, Emely Fuhr, Hannah Brantsch, Marica Unger, Alina Golz, Liliana Teichert, Mira Golz. Regie: Ann-Marie Teichert und Andreas Willutzki.

Info: Weitere Aufführungen Samstag, 24. Juni, Seebühne Leben am Wald, Sonntag, 25. Juni, Freilichtbühne Alberich, Gras-Ellenbach, jeweils 15 Uhr. Karten bei der Kurverwaltung in der Nibelungenhalle unter 06207/2554, unter http://www.heimatbuehne.net oder an der Theaterkasse.

Um die Mittagszeit war kaum noch ein Durchkommen, aber auch den ganzen Tag über brummte es beim Hoffest von „Jäig’s“ in Gras-Ellenbach. Das herrliche Wetter bescherte der Familien Kumpf, Ganz und Wolk einen Riesenansturm. Das unterhaltsame Programm tat ein Übriges, dass sich die Gäste gerne lange aufhielten, die Gastfreundschaft genossen und dem kulinarischen Angebot kräftig zusprachen. Schattenplätze waren heiß begehrt, als die Sonne sich mehr und mehr Raum am Himmel verschaffte.

Eine Hofandacht, gehalten von Pfarrer Stefan Ningel, machte den Anfang. Pfarrer Thomas Knedelhans auf der Posaune und Gabriele Forrester am Piano sorgten die für musikalische Begleitung. Thema war „Huch, du bist heilig“, das Motto der evangelischen Kirche im Lutherjahr. Die gesammelte Kollekte nimmt Ningel demnächst mit nach Tansania zur Partnerschule auf Sansibar.

Musikalisch war den ganzen Tag über ebenso volles Programm auf der Bühne. Den Beginn machte zum Frühschoppen die Trachtenkapelle Kocherbach mit ihrem bekannten und gern gehörten Set aus Polkas, Märschen und Walzer. Nachmittags spielten dann die „Colorados“ auf, quasi in den zehn Jahren des Hoffest-Bestehens die Haus- und Hofband bei „Jäig’s“. Musik gab’s querbeet in allen Facetten.

Natürlich durfte das Kulinarische nicht zu kurz kommen. Die Produkte aus dem Hofladen konnten zum Teil verkostet werden, auf jeden Fall standen sie aber zur Mitnahme bereit. Kartoffelpuffer gab es süß mit Apfelbrei oder herzhaft mit Kräutern. Dazu natürlich Kochkäs oder Handkäs mit Musik und andere regionale Spezialitäten. Nicht zu vergessen die Klassiker Bratwurst und Steak. Die Schlangen an den verschiedenen Ständen zeugten davon, dass es den Besuchern bestens mundete.

„Wir haben immer versucht, jährlich auf dem vorangegangenen Hoffest aufzubauen“, erläuterte Manuela Ganz. Sie ist Teil des zehnköpfigen Familienzusammenschlusses, der sich um Hof(-Laden) und Landwirtschaft kümmert. Das Ganze sollte außerdem eine Art „Eventcharakter“ bekommen. Dazu zählen auch Kutschfahrten mit dem Planwagen zur Mutterkuhherde oder dieses Jahr die Premiere des Kindertheaterstücks der Heimatbühne, „Pinocchio“, im Innenhof der Hofreite.

Die Kumpfs, Ganz‘ und Wolks können auf eine treue Gästeschar zählen. Die kommt nicht nur aus dem Überwald, sondern bis weit hinein in den Odenwaldkreis aus Erbach oder Richtung Bergstraße aus Weinheim. „Hier trifft sich alles“, schmunzelte Manuela Ganz. Dem Team geht es beim Hoffest aber auch darum, die Landwirtschaft und die in ihrer Tätigen „den Leuten näherzubringen“.

Der „große Ansturm zum Mittagszeit“ freute sie sehr. Die stellte dann auch für das bewährte Team aus Familien, Schwiegereltern, Freunden und Bekannten, an die 40 Helfer, eine Herausforderung dar, die es bestens meisterte. Somit ein schöner Erfolg in dem Bestreben, die Besucher „für die Direktvermarktung zu sensibilisieren“.

Denn seit dem ersten Hoffest „ist immer ähnlich viel los“, kommt diese Form der Wissensvermittlung, die durch den Magen geht, immer gut an. Und sorgt auch dafür, das Überleben der dörflichen Familien-Landwirtschaft zu sichern. „Die Leute treffen sich hier, um einen geselligen Nachmittag zu verleben“, sah Manuela Ganz mit Blick auf die vollbesetzten Reihen in den schattenspendenden Zelten das Ziel mehr als erreicht.

 

 

Kindertheater der Gras-Ellenbacher Heimatbühne feiert am 18. Juni Premiere mit „Pinocchio“

Nicht mehr lange, dann steht der Holzjunge das erste Mal auf der großen Bühne. Und will dann dort wie auch im Märchen von Carlo Collodi nichts sehnlicher, als endlich ein normales Kind zu werden. Die Jugendgruppe der Gras-Ellenbacher Heimatbühne führt das Stück „Pinocchio“ erstmals am Sonntag, 18. Juni, beim Hoffest von „Jäig’s“ auf. Derzeit laufen die Proben auf Hochtouren und die Akteure sind mit voller Konzentration bei der Sache.

„Die aktuelle Probe ist sehr gut verlaufen“, bilanzierten die beiden Regisseure Andreas Willutzki und Ann-Marie Teichert zufrieden. Die besten Szenen der jugendlichen Schauspieler waren ihrer Beobachtung nach am Anfang, „da dann die Kinder noch voll konzentriert auf ihre Rollen waren“. Zum Ende hin ließ zwar die Konzentration etwas nach. Das war aber „nach fast zweistündiger Probe und 13 Kulissenumbauten“ sowie bei den entsprechenden Temperaturen auch verständlich.

„Wir haben jetzt noch zwei Termine vor der Generalprobe und sind sehr zuversichtlich, dass alles klappt“, ergänzte Ann-Marie Teichert. Die Aufführung ist sehr farbenfroh: Denn es handelt sich um ein Märchenspiel in 14 Bildern von Matthias Weißert nach dem Kinderroman von Carlo Collodi. So mit Pinocchio und Gepetto, Pinocchio mit dem Fuchs und dem Kater, dems Puppenspieltheater, mit der Fee und einer Spielplatzszene. Manche der 13 jungen Schauspieler sind gleich in mehreren Rollen zu sehen.

Das Stück haben sich die Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 15 Jahren selbst herausgesucht. Denn es sollte ihrem Wunsch zufolge ein längeres sein als im vergangenen Jahr. Willutzki machte deshalb drei Vorschläge: Till Eulenspiegel, ein Märchen – und eben Pinocchio. Die reine Spielzeit beträgt eine Stunde, nach dem siebten Bild gibt es eine kleine Pause. Besonderen Spaß macht den jugendlichen Akteuren die Szene mit dem Kasperltheater. Da sind sie fast alle auf der Bühne zu finden „und es geht rund“, schmunzelte der Regisseur.

Zum Inhalt: Die weltberühmte Vorlage wurde für die heutige Zeit umgeschrieben und ist in ihrer Art und Weise für die Kinder sehr lehrreich. Pinocchio ist nach seiner Entstehung in der Tat ein „Holzkopf“. Statt in die Schule zu gehen, lässt er sich von der listigen und gemeinen Füchsin und dem bösartigen Kater in die Irre führen. Und obwohl sie ihn schmählich im Stich lassen, fällt er jedes Mal wieder auf ihre falschen Versprechungen herein.

Der Fee gegenüber, die ihm immer wieder helfen will, erweist er sich dagegen als ziemlich undankbar. Statt aufs Neue in die Schule zu gehen, wozu ihm die Fee die Chance gibt, lässt er sich immer wieder verlocken und verführen. Nicht einmal als der Hunger ihn plagt, ist er bereit, für ein Stück Brot zu arbeiten. Erst als es ihm ganz dreckig geht, die Fee ihm aber trotzdem wieder auf die Beine hilft, lernt er, dass Geben genauso wichtig ist wie Nehmen. Jetzt erst ist er ein „richtiges Kind“ und kann zu seinem Vater zurückkehren.

Die Premiere dieses lehrreichen Märchenspiels findet zum zehnten Hoffest bei „Jäig’s“ statt – im Hof, abgeschirmt vom anderen Trubel. Die Theaterspieler sind deshalb der Familie Kumpf dankbar. Nicht nur für die Bereitstellung der Räumlichkeiten zur Unterstellung der vielen Kulissen und der Requisiten, sondern auch dafür, „dass wir schon einige Proben auf dem Hof machen durften“, so Willutzki.

Die zweite Vorstellung ist am 24. Juni beim Sommerfest der Residenz „Leben am Wald“ auf der Seebühne vorgesehen. Hier gilt der Dank des Teams der Familie Unger-Seip für die Unterstützung und die Bereitstellung der Örtlichkeiten. Dritter Termin ist am Sonntag, 25. Juni, auf vereinseigenen Freilichtbühne „Zwerg Alberich Odeon“. Zwei weitere Vorstellungen sind nach den Sommerferien ebenso auf der Freilichtbühne geplant.

Info: Premiere Heimatbühnen-Kindertheater „Pinocchio“ Sonntag, 18. Juni, Hoffest Jäig‘s, Samstag, 24. Juni, Seebühne Leben am Wald, Sonntag, 25. Juni, Freilichtbühne Alberich, jeweils 15 Uhr. Karten bei der Kurverwaltung in der Nibelungenhalle unter 06207/2554, unter http://www.heimatbuehne.net oder an der Theaterkasse.

Hommage an eine der Volksmusik-Größen: „Rhein-Neckar-Böhmische“ aus Ladenburg spielten Stücke von Ernst Mosch beim Kurkonzert in Gras-Ellenbach

Ein Blasmusik-Vormittag ganz im Zeichen von Ernst Mosch. Ihm und seinen Egerländer Musikanten huldigen die „Original Rhein-Neckar-Böhmische“ aus Ladenburg beim gut besuchten Kurkonzert in der Gras-Ellenbacher Nibelungenhalle. Um die zwei Stunden spielten die zwölf Musiker Märsche, Walzer und Polkas, dass dem vorwiegend älteren Publikum in Erinnerung an die Jugendjahre das Herz aufging.

Für die sehr junge Kapelle war es erst der zweite öffentliche Auftritt. Den ersten hatte sie im vergangenen Jahr bei der Kerwe in Unter-Schönmattenwag. Diese zweite Feuertaufe absolvierten die Hobby-Musiker mit professionellem Auftreten aber mit Bravour. Ein „Sehr gut“ oder ein „Bravo“ aus dem Publikum nach den einzelnen Stücken machte deutlich, dass dieses große Freude an den einzelnen Titeln hatte. Den Schwerpunkt legten die Akteure unter der musikalischen Leitung von Günter Hofmann auf Stücke von Ernst Mosch mit Ausflügen von der Operette über Märsche aus der k. und k. Zeit bis hin zum Schlagermedley.

Thorsten Kurtze führte nicht nur in die einzelnen Stücke, sondern auch ins Leben des 1925 im heutigen Tschechien geboren Ernst Mosch ein. Ursprünglich als Jazz-Posaunist 1951 nach Stuttgart gekommen, besann er sich auf seine Wurzeln und gründete 1956 die Egerländer Musikanten, mit denen er sofort große Erfolge feierte. Eine goldene Schallplatte war der schnelle Lohn. „Es folgten 40 Jahre erfolgreiches Musizieren“, so Kurtze.

Nach den „Jungen Musikanten“ spielte die Kapelle nicht nur die weltbekannte „Edelweiß-Polka“, sondern mit „Darf ich bitten“ auch ein Walzer-Potpourri bekannter Melodien aus dieser Zeit. In den einzelnen Stücken setzten die Instrumenten-Gruppen eindrucksvoll ihre Akzente. Mal waren es die Klarinetten, mal die Trompeten, ein anderes Mal die Tenor- und Flügelhörner oder Posaunen, die aufhorchen ließen. Schnell kamen die ersten Zuhörer bei den beschwingten Melodien in Schunkellaune, wurde später sogar mitgeklatscht.

Mit dem Walzer „Böhmischer Wind“ und der Polka „Der Wittmann Franz“ hatte das Ensemble zwei Klassiker von Mosch im Programm. Das erste Stück, so Kurtze, zeigte die große Heimatverbundenheit des Musikers. Das komme unter anderem in der Zeile „Weit in der Ferne weht der böhmische Wind, er wird noch wehen, wenn wir nicht mehr sind“ zum Ausdruck. Symbolisiert wurde der Wind durch die beiden Klarinetten, gespielt durch Ralf Weiser und Kerstin Kurtze. Das Lied wurde 1999 auch auf dem Begräbnis von Ernst Mosch gespielt. Von der Vertreibung zum Volksfest: „Der Wittmann Franz“ erzähle eine lustige Geschichte, wie es beim Feiern hoch hergeht.

Mit einem Trommelwirbel ging’s nach der Pause weiter: Der „Hoch- und Deutschmeister-Marsch“ läutete den zweiten Teil ein. Dass die Rhein-Neckar-Böhmischen die „Optimisten-Polka“, eine Eigenkomposition von Mosch, spielten, war laut Kurtze einem glücklichen Umstand zu verdanken. Denn die hatte ein Ladenburger im Keller der alten Feuerwache gefunden und aufbewahrt – in der Hoffnung, dass sie mal jemand brauchen könnte. Da kam er bei Hofmann genau an den Richtigen.

„Späte Liebe“, „Dort tief im Böhmerwald“, „Wastl Polka“ oder das Potpourri „Prima Vera“ waren weitere Stücke der Blaskapelle, die sie musikalisch auf hohem Niveau darbot und damit immer wieder viel Beifall einheimste. Letztes Stück im regulären Programm war der „Rocking March“, wobei am Schlagzeug Andreas Staudt glänzen durfte.

Der musikalische Leiter Günter Hofmann ist ein echter Odenwälder aus Brombachtal. Er war viele Jahre Mitglied der Blaskapelle Langen-Brombach und auch bei der Dorfkapelle Lauerbach aktiv. Bei beiden agierte er daneben als Vizedirigent. Nach dem Umzug vor acht Jahren nach Ladenburg scharte er dort eine große Zahl Holz- und Blechbläser um sich, die seine Liebe zur Musik von Ernst Mosch teilten. Die Musikern kommen neben Ladenburg auch aus Leutershausen, Wahlen oder Michelstadt und sind in allen Musikrichtungen beheimatet: Tanzmusik, Jazz, Bigband, sinfonische Blasmusik und Posaunenchor.

Spannung bis zur letzten Sekunde beim Wasserbüffel-Bingo des TSV Gras-Ellenbach

Merana machte es spannend bis zur letzten Sekunde. Die Wasserbüffel-Kuh ließ sich praktisch die kompletten veranschlagten zwei Stunden Zeit, um endlich ihren Fladen zu machen. Sie spielte aber die Hauptrolle und stand für den ersten Preis, sodass sich alle Zaungäste wohl oder übel gedulden mussten, bis das Tier von Achim Mauermann und Wolfgang Schierenbeck ein Rumoren im Darm verspürte. Beim Wasserbüffel-Bingo des TSV an der Strieth-Grillhütte war damit für beste Unterhaltung den ganzen Nachmittag über gesorgt.

Koruna und Mohini hießen die anderen beiden Tiere, von deren Verdauungsfortschritten der Gewinn über 50, 100 oder 250 Euro abhing. Diese Summe hatte der TSV pro Platz ausgelobt, wenn die Tiere ihren Haufen im jeweils vorgegebenen Rasenabschnitt machten. 360 Parzellen waren im Vorfeld auf dem 4500 Quadratmeter großen Gelände ausgemessen worden, fast ebenso viele Lose hatte der TSV in Umlauf gebracht.

„Dieses Jahr ist ein Wahnsinnsbetrieb“, freute sich der Vereinsvorsitzende Walter Mink. Über die Mittagszeit waren die freien Plätze rund um die Grillhütte Mangelware, mussten die 25 helfenden Hände noch zusätzliche Bänke aufstellen. Der Riesenandrang führte auch dazu, dass das Küchenteam um Daniel Hagen Wolf alle Hände voll zu tun hatte. Pulled Pork war neben den normalen Grillspezialitäten eine besondere Leckerei, auch eine viele Salat- und Kuchentheke fanden viele Schleckermäuler.

Die Idee zum Event hatte im vergangenen Jahr der TSV-Vorstand zusammen mit den beiden Wasserbüffel-Haltern. Die stellten die notwendige Weide zur Verfügung. Das prächtige Wetter bescherte dem Verein Ausflügler nicht nur aus dem Ort, sondern noch weit darüber hinaus. Sogar eine Wandergruppe aus Heidelberg machte Station. So kamen ein paar hundert Gäste über den Tag zusammen.

Bereits der Gottesdienst am Morgen mit Pfarrer Daum war sehr gut besucht. Danach setzte der Ansturm auf die Lose ein. Der setzte sich selbst dann noch fort, als Kurana und Mohini schon ihr Häufchen gemacht hatten und nur noch der Hauptpreis ausstand. Die Gaudi war auch ein Riesenspaß für die Kinder, die sich außerdem am Tretbecken oder mit den Wasserspielen vergnügten.

„So wie es die Natur hergibt, ohne besondere Vorbereitung“, lief laut Mink der Wettbewerb ab, bemerkte er schmunzelnd. Mit allerlei Sprüchen versuchte er die Besucher auf das besondere Ereignis vorzubereiten. „Merana bereitet gerade den Fladen im Bauch vor“, kündigte er an – und hatte Recht. Bereits eine halbe Stunde nach Start legten die beiden Wasserbüffel vor und kürten damit den zweiten und dritten Preisträger.

Mit dem „manuellen GPS“, einem Maßband, wurde dann der genaue Ort des Ereignisses bestimmt. Kim Oberle aus Gras-Ellenbach durfte sich über den dritten Preis freuen. Großer Jubel herrschte auch bei Vitali Loenko, ebenfalls im Ort wohnhaft, über den zweiten Platz. Den SG-Wald-Michelbach-Fußballer wollten die TSVler bei der Preisabholung gleich für sich verpflichten, aber er setzte sich erfolgreich zur Wehr. Manuela Ganz durfte sich ganz zum Schluss über den Hauptgewinn freuen, von dem sie gleich die Hälfte für die TSV-Kasse stiftete.

Ein paar andere Bingo-Spieler, die etliche Lose zu einem Stückpreis von fünf Euro erworben hatten, gingen damit leer aus. TSV-Spielertrainer Ronny Sauer etwa wollte gleich zehnmal sein Glück versuchen. Walter Mink hatte fünf Stück erstanden, Vereinspressewart Thorsten Gleich sechs oder Sylke Teichert von der Tourist-Info vier. Sie hatten aber alle kein Glück….

Feuerwehr Gras-Ellenbach: Viele Stunden in den Dienst am Nächsten investiert

Viele freiwillige Stunden investierten die Gras-Ellenbacher Feuerwehrleute in den Dienst am Nächsten sowie die Aus- und Weiterbildung. Wie Wehrführer Alexander Kristen in seinem Jahresbericht sagte, gab es im vergangenen Jahr 13 Einsätze. Davon dienten drei der Brandbekämpfung, sieben waren technische Hilfeleistungen und es gab drei Fehlalarme. Dies bedeutete 169 Einsatzstunden für die 21 aktiven Mitglieder.

Wie Kristen auf der Jahreshauptversammlung im Gasthof „Hagen“ weiter erläuterte, wurden 330 Stunden in Übungen investiert und weitere 68 Stunden bei Brandsicherheitsdiensten geleistet. Darüber hinaus absolvierten die Brandschätzer verschiedene Lehrgänge. Er hob die Feuerwehrleute heraus, die jedes Jahr die Brandschutzerziehung in Grundschule und Kindergarten durchführen.

An Ausflügen erwähnte er den Besuch des Cannstadter Wasens, eine Planwagenfahrt und die Teilnahme am Rollbratenschießen in Hammelbach. Dazu kamen die Kinderfastnacht in der Nibelungenhalle, die Teilnahme an der Aktion „Sauberhaftes Hessen“ und der Bardienst an der Fastnachtssitzung. Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Gemeindewehren wurde durch den Besuch vieler befreundeter Brandschützer dokumentiert.

Feuerwehr-Vereinsvorsitzender Holger Hübner nannte die breite Palette an Veranstaltungen, an denen die Feuerwehr teilnahm oder mitwirkte. So das Siegfriedbrunnenfest des KKVV, die Kerwe und die Elferratssitzungen. Er erwähnte darüber hinaus die für junge Mitglieder abgeschlossene Zusatzversicherung. Über das Land seien Kinder eigentlich erst ab zehn Jahren versichert. Durch diesen Zusatz könnten Heranwachsende nun bereits ab sechs Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten. „Dies hat den Erfolg gebracht, dass wir immerhin neun aktive Kinder und Jugendliche in der Wehr haben“, sagte er.

Hübner erwähnte die Bekämpfung des Unkrauts auf dem deutsch-französischen Platz, das sich allerdings als übermächtig erwies. Kurz vor der Kerwe habe man deshalb eine Fachfirma in Anspruch nehmen müssen. Am Volkstrauertag nahm die Wehr mit einer Abordnung an der Feierstunde am Kriegerdenkmal teil. Der Kameradschaftsabend mit Ehrungen wird noch stattfinden, versicherte er. Nach der Prüfung des Kassenberichts durch Uli Kolb und dem Bericht der Kassenprüfer stand der einstimmigen Entlastung des Vorstands nichts im Wege.

Jugendfeuerwehrwart Mark Heisinger sagte, dass 2016 ein Jahr mit zahlreichen Übungen, Aktivitäten und Ereignissen war. Fünf Mitglieder zähle man in der Jugendgruppe über zehn, vier in der Kindergruppe unter zehn Jahren. Das Durchschnittsalter liege bei zwölf Jahren. Er freute sich über vier Neuzugänge im vergangenen Jahr. Bei 39 Veranstaltungen wurden 105 Dienststunden geleistet, so Heisinger.

Weiter wurden seinen Worten zufolge die Jugendfeuerwehrleute bei 26 Unterrichten und Übungen in Theorie und Praxis auf die Einsatzabteilung vorbereitet. Themen seien unter anderem Unfallverhütungs- und Dienstvorschriften, Knoten und Stiche, Trockenübungen, Personenrettung oder Erste Hilfe gewesen. Auch nahm man am Kreisjugendfeuerwehrtag in Bensheim teil. Viele andere Aktivitäten rundeten das Jahr ab. Der Zeitaufwand der Betreuer lag bei 259 Stunden.

Bürgermeister Markus Röth freute sich, dass sich nach dem anfänglichen Hin und Her mit der Entscheidung für vier Standorte im vergangenen Jahr „die Situation beruhigt hat“. Jetzt könne man in Ruhe des Bedarfs- und Entwicklungsplan angehen, der schon längere Zeit anstehe. Für den Umbau des Feuerwehrhauses habe man fünf Varianten vorliegen, wovon wohl drei in die nähere Wahl kommen. Diese würden nun beraten. Eine 100-prozentige Lösung wird es laut Röth sicher nicht geben, aber man wolle die bestmögliche im Gespräch mit allen Beteiligten suchen.

Der Erste Beigeordnete Heinz-Dieter Walter wies auf die Wichtigkeit der Mitgliederwerbung hin. Man solle sich immer um Nachwuchs für die Jugendwehr kümmern. Die Feuerwehr-Arbeit sei beileibe nicht nur aufs Feuerlöschen beschränkt, nannte er die zahlreichen zusätzlichen Aufgaben. Walter rief dazu auf, sich frühzeitig über mögliche Einsatzszenarien an den Windkraftanlagen zu informieren. Volker Reinhard dankte seitens des Kneipp-, Kur- und Verkehrsvereins (KKVV) für die Unterstützung bei den Veranstaltungen. Man revanchiere sich gerne.

Wahlen, Beförderungen, Ehrungen, Auszeichnungen

Kassenprüfer: Edgar Schmidt und Erich Arnold

Beförderungen: Patrick Hammann zum Hauptfeuerwehrmann, Bastian Freudenberger Oberfeuerwehrmann, Mark Heisinger Hauptlöschmeister

Anerkennungsprämie für zehn Jahre: Cornelia Sachs

Silbernes Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst: Gemeindebrandinspektor Timo Lammer