Unterhaltsamer Nachmittag für die Senioren

Einen schönen Nachmittag verlebten die Grasellenbacher Senioren in der Nibelungenhalle. Bewirtet vom DRK Hammelbach, gab’s auf der Bühne ein unterhaltsames Programm zu sehen. Voll besetzte Tische zeugten davon, dass die Einladung gerne angenommen wurde. Bürgermeister Markus Röth machte es in seiner Begrüßung kurz und knapp und wünschte den Gästen unterhaltsame Stunden.

Chor und Flötengruppe der Ulfenbachtal-Grundschule unter Leitung von Christina Speck füllten danach die Bühne. Nach dem großen Gewusel bei der Aufstellung im Foyer marschierten die Kinder dann, alle mit weißem Oberteil und schwarzen Hosen gekleidet, in die Halle ein. Es gab noch letzte Anweisungen von Christine Speck, ehe die 50 Grundschüler loslegten. Gedichte und Lieder brachten die Augen der Senioren zum Glänzen.

Unter den Auftretenden waren „auch einige meiner ehemaligen Chorkinder, die dieses Jahr unbedingt wieder dabei sein wollten“, freute sich die Lehrerin. In der Anfängerflötengruppe von Sabrina Post waren acht Kinder dabei. Die Begrüßung sowie die Ansagen der Chorlieder und Flötenstücke wurden von Pia und Finja übernommen.

Es startete der Chor mit dem Lied „Kinder tragen Licht ins Dunkel“ – dabei hielten alle Kinder eine Kerze in der Hand. Anschließend trugen Julia Ader und Leon Okpala Ouma das Gedicht „Adventslichter“ von Josef Albert Stöckl vor. Danach folgte das Flötenstück „Lieber guter Nikolaus“. Beim nächsten Chorlied „Bethlehem-Blues“ gab es auch einige kleine Soloeinlagen von Kindern. Nach dem Flötenstück „Jingle Bells“ sangen noch alle zusammen (Kinder, Senioren und die Eltern der Schulkinder) das Weihnachtslied „O du Fröhliche“.

Die Schüler haben sich schon lange auf den Auftritt gefreut und waren bei den Proben sowie auch beim Auftritt sehr diszipliniert und mit sehr viel Freude dabei, erzählt Christina Speck. Vorher hatten einige sogar ein Kribbeln im Bauch. Umso mehr waren alle über den großen Applaus und die Süßigkeiten, die es zum Abschluss vom Bürgermeister gab, sehr glücklich.

Um die 700 über 70-jährige Mitbürger gibt es in der Gemeinde, erläuterte Röth. 180 von ihnen sagten für die Feier zu. Er freute sich darüber, dass die Resonanz wieder im Steigen begriffen ist, nachdem die Zusammenlegung der beiden Weihnachtsfeiern für die verschiedenen Ortsteile vor ein paar Jahren zuerst für ein kleines Tief gesorgt hatte. Die Wallonia Wahlen sang einige zur Jahreszeit passenden Lieder.

13 DRK-Helfer aus Hammelbach waren an diesem Nachmittag aktiv und sorgen dafür, dass es den älteren Mitbürgern an nichts mangelte. Ständig war die große Kaffee-Thermoskanne am Kreisen, wurde Nachschub an die Tische gebracht. Die Helfer des Roten Kreuzes kümmerten sich im Vorfeld auch um die Dekoration der Nibelungenhalle und deckten die Tische. Immer im jährlichen Wechsel übernimmt ein Verein aus der Großgemeinde die Betreuung.

Pfarrer Stefan Ningel ging in seiner Adventsandacht auf den Lobgesang Marias im Lukasevangelium ein, als sie von der nahen Geburt des Gottessohns erfuhr. Sie brachte ihre Freude zum Ausdruck, „dass Gott mit Barmherzigkeit zu uns Menschen kommt, dass die Armen und Niedrigen Gerechtigkeit erfahren“. Im 30-jährigen Krieg wurde das Thema von Michael Schirmer aufgegriffen. Diese Barmherzigkeit hatte eine gesellschaftlich-politische Dimension, erklärte der evangelische Pfarrer.

Nicht anders ist es laut Ningel im 21. Jahrhundert. Unter den Folgen von Krieg und Zerstörung leiden viele Menschen auf der Welt, sagte er. „Auch in unserer Welt gibt es reichlich Not.“ Der Grund der Freude am Heiligen Abend ist mehr als das Kerzenlicht und die Geschenke, meinte er: „Wir feiern das Kommen des Gottes, der die Mächtigen vom Thron stürzt und die Niedrigen erhebt.“ Das lässt dem Pfarrer zufolge Maria singen, und die Gemeinde könne in der Hoffnung auf Frieden einstimmen in den Jubel des Adventslieds.

Auf jedes noch so kleinste Detail wird Wert gelegt

Überall brummt und rattert es in den Räumlichkeiten des Schultheißenhauses Hammelbach. Die Eisenbahnfreunde haben am internationalen Tag der Modelleisenbahn erstmals ihre Vereinsräume geöffnet und stehen den Interessierten Rede und Antwort. Beim Straßenfest ist die Ausstellung bereits fester Bestandteil der Festmeile. Auch an diesem Tag kommen viele Besucher jeden Alters mit vielen Fragen.

Früher, vor dem Handy-Zeitalter, war eine H0-Modelleisenbahn von Märklin der Traum jedes kleinen Jungen. Sie stand im Keller, im Hobbyraum oder auf dem Speicher und verschlang unzählige Stunden der kostbaren Freizeit, wenn die Jungs nicht gerade draußen herumtollten und sich die Knie blutig schlugen. Heute ist das anders, da sind die Modelleisenbahnfreude eine aussterbende Spezies.

Das Hobby wird eher von den Älteren gepflegt, die irgendwann, nachdem Job und Familie in geordneten Bahnen sind, die Anlage für die Enkel wieder rauskramen und aufs Neue beginnen, an den Landschaften und Wagen rumzuschrauben. So ist es auch bei Heinrich Garten, einem Vorstandsmitglied der Eisenbahnfreunde. Man merkt ihm die Detailverliebtheit und Begeisterung für die Modellbahnen an, wenn er mit Leidenschaft jede Bastelei vermittelt.

Seine eigene Anlage hat ihr Vorbild in den 60er Jahren, erläutert er. Es ist mit einer H0-Spur die geläufigste unter den Modellbahnen. Die arbeitet sogar mit einer Blocksteuerung wie bei der „echten“ Bahn. Den Bahnhof, wie er früher in Nieder-Ramstadt-Draisa zu finden war, „gibt es heute nicht mehr“, bedauert Garten. Dafür ist die Kulisse von Zwingenberg an der Bergstraße erkennbar. Das alte Stellwerk erinnert an Darmstadt. „Der Rest ist frei erfunden“, lacht er.

Der Bensheimer Heinrich Garten ist vor Jahren durch einen Kollegen zu den Hammelbacher Eisenbahnfreunden gestoßen. „Ich war schon als Bub Eisenbahnfan“, erzählt er. Danach kam erst einmal eine große Pause, bevor er später wieder rein fand. Es ist für ihn die Faszination des Bastelns und Gestaltens von Landschaften. Natürlich gibt es für vieles wie etwa ein Stellwerk einen Bausatz, „aber es kommt dann doch was anderes heraus“.

Zur Demonstration nimmt Garten einen Modell-Bus in die Hand. Vornedrin liegt, kaum erkennbar, ein Zettelchen mit dem Namen Horst. Quasi ein Insider-Gag, denn ein Kollege bei den Eisenbahnfreunden war früher Busfahrer. „Da habe ich eine Beleuchtung reingebaut“, erläutert er. Strom kommt über die Kontakte im Boden, auf die er das Modell wieder vorsichtig draufsetzt. „Diese Kleinigkeiten machen richtig Spaß“, betont der Bergsträßer.

Solche Details werden dann meistens zuhause gebastelt, sagt der Bensheimer. Für das große Ganze trifft sich der harte Kern der Modelleisenbahner zwei Mal in der Woche in den Räumlichkeiten, um etwa an der Vereinsanlage weiterzuschrauben. Die stand früher etwas gequetscht in der Ecke und kam kaum zur Geltung. Jetzt wollen ihr die Bastler zu neuem Glanz verhelfen. „Sie wird verlängert und erneuert“, weist Garten auf den Stolz der Eisenbahnfreunde hin.

Wie bei den anderen Strecken auch stehen der Odenwald und die nähere Region im Vordergrund. Denn ein Teil der Gleise wird überbaut und bekommt eine Altstadt nach Michelstädter Vorbild mit Rathaus. „Dafür haben wir diverse Literatur gewälzt“, schmunzelt das Vorstandsmitglied. Sein Kollege Jochen Riedling aus Fürth fertigte dann die Zeichnungen, nach denen die Vereinsmitglieder arbeiten. Vier von 40 sind die eifrigsten Bastler.

Die Detailliebe ist stark ausgeprägt. In der Anlage soll auch ein Bus fahren, den die Besucher selbst starten können. „Wir wollen die Gäste miteinbeziehen, damit die auch ein paar Knöpfe drücken dürfen“, erläutert er. Auch an andere Mitmachtelemente ist gedacht. Bis zum nächsten Straßenfest wollen die Eisenbahnfreunde die Topographie fertiggestellt haben.

Ein besonderes Highlight ist die historische Anlage von Rolf Langsiepen. Das Vorkriegsmodell wurde von den Bastlern wieder zum Laufen gebraucht. Ersatzteile für die Spur 0 historisch sind nur noch auf Oldtimer-Börsen zu finden, schildert Garten die Schwierigkeit. Sie hat andererseits einen großen Wert, weiß er. Als eine Märklin-Lokomotive zur Reparatur eingeschickt wurde, „mussten wir die zusätzlich versichern“. Zu sehen sind auch eine Spur N und eine LGB-Anlage, die gerade auf Vordermann gebracht wird.

Es wird immer schwieriger, für Modellbahnen aus den 60er Jahren Ersatzteile zu finden, erklärt Garten. Er muss schon auf die Börse gehen, um etwas zu finden. Denn früher, weiß der Fachmann, waren die Wagen kürzer. Die heutigen längeren bleiben nämlich sonst hängen. „Wir wollen uns von den Heimanlagen absetzen“, erklärt er, und die schöne Landschaft vorzugsweise des Odenwalds in der Anlage zur Geltung bringen.

Mehr Infos unter eisenbahnfreunde-hammelbach.weebly.com

 

Kirche muss die Menschen dort abholen wo sie stehen

„Wir müssen die Kirche so lebendig halten, dass sie die Menschen bei dem unterstützt, was sie brauchen“, nennt Koordinatorin und Religionspädagogin Silvia Schoeneck als „unseren Auftrag“. Dazu gab’s den Workshoptag zum Pastoralen Weg im Dekanat Bergstraße-Ost unter dem Motto „Ab in die Zukunft – Christsein heute und morgen“. Offen, lebendig und informativ empfanden diesen die 70 Teilnehmer im Pfarr- und Jugendheim.

Aus dem ganzen Dekanat Bergstraße-Ost zwischen Weschnitz- und Neckartal waren Teilnehmende zusammengekommen, um zu diskutieren, wie die katholische Kirche weiterhin für die Menschen da sein und ihren Glauben leben kann. Denn in der Gesellschaft und in der Kirche gibt es Veränderungen, die herausfordern. „Neue Ideen müssen entwickelt werden, um damit umzugehen“, weiß Schoeneck.

Dekan Christian Stamm umriss in einem kurzen Impuls die wesentlichen bevorstehenden Herausforderungen im Bistum Mainz bis zum Jahr 2030 als Hintergrund des begonnenen pastoralen Wegs: weniger Katholiken, weniger hauptberufliche Mitarbeitende (Priester, Diakone, Gemeindereferenten), weniger finanzielle Mittel. Hierbei sind die Pfarreien im Dekanat gefragt, Konzepte für neue pastorale Räume zu entwickeln.

So soll laut Stamm überlegt werden, wie die Verwaltung der Gemeinden zentralisiert sowie Personal und Ressourcen geteilt werden können. Die verschiedenen Kirchorte sollen sich stärker vernetzen, zusammenrücken und Energien bündeln. Wie das fair und konstruktiv umsetzbar ist, soll in den kommenden zwei Jahren diskutiert und am Ende in einen Reformplan münden, der dem Bischof 2021 vorgelegt wird.

Zwei große Pfarreien als Verwaltungsstruktur mit jeweils einem leitenden Pfarrer dürfte das für Bergstraße-Ost bedeuten, erläuterte Schoeneck. Auf 2000 Katholiken soll je ein Mitarbeiter kommen. Ihren Worten zufolge heißt das aber nicht gleichzeitig, dass andere Pfarreien aufgelöst würden. Denn in den beiden großen Einheiten gibt es dann jeweils ein Mitarbeiterteam, das sich um die kleineren Einheiten kümmert.

„Was wird wo gebraucht?“, ist für sie in weiterer Ansatzpunkt. Denn im Gorxheimertal mit einem 50-prozentigen Katholikenanteil könnten die Bedarfe anders sein als im Ulfenbachtal hinter Wald-Michelbach mit 20 bis 25 Prozent. Es geht um eine Bestandsaufnahme, wo sinnvollerweise etwas zusammenge- oder verlegt werden kann, ohne bestehende Strukturen aufzulösen.

Bischof Dr. Peter Kohlgraf sieht den Auftrag vor allem auch als spirituellen Weg. Die Kirche im Bistum Mainz müsse sich fragen, wie sie als Gemeinschaft den Glauben vor Ort und in der Welt konkret leben und sichtbar machen könne. Diese Frage muss laut Kohlgraf offen und im Blick auf die Zukunft diskutiert werden und unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigten. Alle, die sich für ihre katholische Kirchengemeinde vor Ort interessieren, sind eingeladen, sich an dem Erneuerungsprozess zu beteiligen.

Vormittags wurden in wechselnden Tischgruppen verschiedene Fragestellungen zur Kirche bearbeitet. In Lebendigkeit, Kommunikation, Seelsorge und Begleitung sahen die Teilnehmenden Angebote der Kirche, die Menschen in ihrem Leben unterstützen und bereichern. Daneben sahen viele konkreten Änderungsbedarf im kirchlichen Leben und Angebot, damit sie für Menschen relevant und anziehend ist.

Eine neue Offenheit wurde gefordert für das Alltagsleben ebenso wie gemeindeintern für neue Angebote, Begegnungen und Gruppierungen über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinaus. „Wir müssen zuhören, was die Leute brauchen“, postulierte Schoeneck. Die Kirche werde oftmals nur als Gottesdienstort gesehen. Es gehe darum, „die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen“, sich ins Leben vor Ort einzubringen. Die Fragestellung laute, wie sich die Kirche verändern müsse, damit sie für die Gläubigen relevant sei.

Nachmittags konnte in verschiedenen Workshops insbesondere das Thema Kommunikation vertieft werden. Wie kann man „Ganz Ohr sein?“, die „Kunst des Fragens“ erlernen oder gut zusammenarbeiten? Improvisationstheater, „Boomwackers“ (Rhythmusröhren) und ein Impulsspaziergang im Ort lockerten die Diskussionen auf und ließen auch den Spaß nicht zu kurz kommen.

Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmenden in ihren jeweiligen Pfarrgruppen Abtsteinach, Bad Wimpfen, Birkenau, Fürth/Lindenfels, Mörlenbach, Neckartal und Überwald und überlegten erste Schritte, wie der pastorale Beratungsprozess vor Ort weitergeführt werden kann. Unterstützt werden sie dabei vom Dekanats-Projektteam. Es konstituiert sich diese Woche und wird die Anregungen in die Weiterarbeit miteinplanen.

 

 

Info: Aktuelle Informationen zum Pastoralen Weg finden sich auf der Homepage des Dekanats http://www.dekanat-bergstrasse-ost.de und der Bistumshomepage http://www.bistum-mainz.de.

Bei Kälte rutscht man enger zusammen

Wenn’s draußen ungemütlich wird, rutscht man einfach in der mollig-warmen Grillhütte etwas enger zusammen: Der TSV Gras-Ellenbach kann bei seinem Oktoberfest in der Strieth auf seine treuen Gäste zählen, die im Überwald etwas bayrische Stimmung aufkommen lassen wollen und es sich bei Weißwurst und Schmucker-Festbier gutgehen lassen. Denn sie wissen, dass der Verein allerlei leckere Sachen auftischt und aus dem Hahn lässt.

Die „Haxen von Hagen“ sind dabei die Klassiker. Die Nachfrage nach der Spezialität vom Fernsehkoch aus dem Landgasthof ist groß, sodass bald Nachschub geholt werden muss. Schnitzel mit Kartoffelsalat steuert die Metzgerei Müller aus Affolterbach bei. Bei der Premiere 2016 war es gleich ein großer Erfolg, und die Fortsetzungen lief ebenso zufriedenstellend ab: Kein Wunder, dass der TSV Gras-Ellenbach wieder ein Oktoberfest veranstaltete.

Maßbier, Haxen, Nürnberger und Weißwürste gingen in großer Zahl über die Theke. Besonders am Nachmittag, wie es der TSV vom Vatertagsfest an der Strieth-Grillhütte kennt, füllten sich bei Unterhaltungsmusik die Bierbankgarnituren zusehends mit Gästen. Mit dem Maßkrugschieben hatte der Verein noch eine Gaudi-Attraktion auf dem Programm, die auf viel Zuspruch stieß.

„Wir haben uns ein neues Zelt geleistet“, wies Festwirt Jens Michel auf den Regen- und Windschutz hin. In das sieben auf vier Meter große Konstrukt passen sechs Bierbank-Garnituren. Sowohl für die internen Vereinsfest als auch das Vatertagsevent wird es von Nutzen sein. Auch die Oktoberfest-Besucher, vor allem aus der Großgemeinde angefahren und angewandert, wussten den Unterstand zu schätzen.

Der TSV hatte im Sportlerheim früher schon einen bayrischen Abend veranstaltet. Die Odenwaldstuben waren mit einem Oktoberfest am Tag der deutschen Einheit vertreten. Nachdem das Lokal zumachte, schmiss der Verein beides zusammen und veranstaltet es nun an der vom ihm fest gepachteten Grillhütte. Mit Unterstützung von Attila Fodor, dem Sohn des Odenwaldstuben-Betreibers.

„Wir wollten das Fest für die Ortsbevölkerung fortführen“, betonte Michel. Und außerdem kann der Verein den daraus erzielten Erlös für seine Aktivitäten gut gebrauchen. Das schöne Ambiente im Tal kommt bestens an. Auch wenn sich die Wolken den ganzen Tag über mehr oder weniger hielten und ein etwas kühler Wind ging, trauten sich immer mehr Besucher in die Strieth.

Jens Michel konnte bei der Organisation auf vielfältige Hilfe aus allen Abteilungen des Vereins zählen. „Alles hat wunderbar geklappt“, freute er sich. Über 20 Dienste galt es im Vorfeld zu belegen, wozu sich genug Mitglieder fanden. Neben Dirndl und Krachlederner bei den TSV-Helfern war natürlich auch die Deko in Weiß-Blau gehalten. Wie die Speisekarte. Weißwurst mit Brezn, Nürnberger, Schnitzel mit Kartoffelsalat und Kraut oder Knödel befriedigten die kulinarischen Gelüste. Dazu noch die Maß Schmucker-Festbier und zum Abschluss auf den vollen Magen bayrische Schnäpse zum Verdauen. Mehr geht nicht.

Obwohl, vielleicht doch: Das große Salatbüffet und die vielen Kuchen waren von der Ortsbevölkerung gespendet worden. Gerade der Kuchen bildete aufgrund der Größe der Stücke fast schon eine komplette Mahlzeit für sich. Und das zu Preisen, wie man sie auf dem Oktoberfest in München bestimmt nicht findet, betonte Michel. Die gestandenen Mannsbilder durften sich am Maßkrugschieben versuchen. Wer den gefüllten Krug am besten in den mittleren Kreis bugsierte, dem winkten Preise. Dazu gab’s auch en bekannten Nagelwettbewerb.

Volxx-Liga heizte dem Kerwevolk ein

Ein wenig Wehmut schwang mit, als die Wählemer Kerweband die viertägige Sause am Freitag eröffnete. Denn es sollte nach zehn Jahren der letzte Auftritt der Kombo sein. Der war wie immer sehr gelungen – wie auch das Oktoberfest am Folgetag in seiner siebten Auflage, dieses Mal mit „Volxx-Liga“. Hier hieß es wieder wie bereits in den Vorjahren: volles Haus mit 700 Gästen und Stimmung bis 2 Uhr nachts.

Am Nachmittag war die etwa 30-köpfige Kerwejugend im Ort unterwegs, um das große Fest „auszuschellen“ und die Ortsbevölkerung darauf hinzuweisen, dass nun Ausnahmezustand herrscht. An vielen, oft schon bekannten Stationen im Dorf wie den Familien Morr und Buchhaus wurden die Schellenden mit Festem und Flüssigem verpflegt. Der Kerweverein „Bohnestegge“ betrieb in bewährter Manier am Wegesrand eine kleine Bar.

Bollerwagen, Musik und Sirene machten auch dem Letzten klar, dass jetzt die große Sause beginnt. „Alle sind gut verköstigt angekommen“, schmunzelte die zweite Vorsitzende Julia Mühlfeld. „Es gab keine Ausfälle.“ In den Gaststätten wurde auch wieder Marschverpflegung gereicht sodass keiner auf dem Weg schlappmachte.

Den offiziellen Start bildete wie immer der traditionelle Fassbieranstich durch Bürgermeister Markus Röth, Kerwepfarrer Fabien Morr samt Mundschenk Sandro Eisenhauer sowie das Kerwepaar Manuela Eisenhauer und Klaus Fischer, moralisch unterstützt von der Kerwejugend. Das Zelt war zum Auftakt der Kerweband gut gefüllt und wie immer war die Tanzfläche von Beginn an umlagert. Die eingefleischten Wählemer lieben es, Musik zu machen und haben schon alle in verschiedenen Bands über viele Jahre hinweg ihr Hobby gepflegt.

Jeder bringt seine Erfahrungen mit ein und immer wird auch nach aktuellen Hits geschaut, die vertont werden können. Fünf bis sechs Mal wird vor der Kerwe geprobt und dann sitzt alles. Das wissen die Besucher zu schätzen. Von Purs „Hör gut zu“ über „Cordula Grün“ bis hin zu „Purple Rain“ war alles dabei. Die Kerweband bekam im Anschluss von der Kerwejugend individuelle Präsente. David Berg hielt eine anrührende Dankesrede, sodass ein paar Tränchen verdrückt werden mussten.

Schon zu Beginn gab’s ein Highlight, das bei den „Bohnestegge“-Machern nach dem ersten großen Schreck für viel Freude sorgte. Nachdem die Schausteller am Mittwoch abgesagt hatten und somit die Gefahr bestand, dass keine Fahrgeschäfte da sein würden, gelang es rasend schnell, einen kleinen Ersatz zu besorgen.

Vorstandsmitglied Johanna Sattler organisierte am Freitag um 18 Uhr noch ein Mini-Kettenkarussell, dass von drei spontanen Wählemern (Edwin Berg, Sebastian Werner und Martin Keil) in Höchst/Odenwald abgeholt wurde. „Die drei kamen gegen 21.30 Uhr im Festzelt an und wurden wie Helden gefeiert, weil sie den Schaden für die kleinen Kerwebesucher wenigstens ein bisschen begrenzen konnten“, freute sich Mühlfeld.

Das siebte Oktoberfest war wie immer eine Bank für den Verein: „Fast 700 Leute im Zelt, eine sehr gute Band, tolle Bühnenshow“, bilanzierte sie. Über 300 Karten gingen bereits Mitte Juli im Vorverkauf innerhalb von wenigen Stunden weg wie die warmen Brezn. Apropos Bank: Die Besucher standen schon ersten Song auf den Bänken – in Wahlen Standard. Dazu die traditionellen Gastauftritte des Wählemers Sascha Fischer bei „Westerland“ und „Narcotic“. Das Festzelt kochte. Mit Weißwurst, Haxen, Brezn und Maßbier hatte der Kerweverein neben der stimmigen blau-weißen Atmosphäre natürlich die entsprechende Oktoberfest-Verpflegung in petto.

Bis 2 Uhr in der Früh unterhielten die Jungs und Mädels der Volxx-Liga aus Franken mit ihren Versionen von bekannten Volksmusik-, Schlager-, Rock- und Popsongs. Professionelle Animation und ein überzeugender Auftritt bescherte der Gruppe viel Applaus und Zugabe-Rufe. Danach wurde es langsam leerer, aber einige hielten noch etwas länger durch.

Die beiden Sänger Tim Roppelt und Marina Pechmann, unterstützt von Sylvana Lenzschau (Bass), Nox Hirt (Keyboards, Akkordeon, Saxofon), Nico Pechmann (Gitarre) und Benny Andreas (Schlagzeug), sorgten dafür, dass die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt wurde – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke oder Heavy-Metal-Songs. Quasi von Andreas Gabalier bis AC/DC.

Aber natürlich hatte die Band dem Anlass entsprechend vor allem im zweiten Set etliche volkstümliche Stücke im Gepäck, die bewiesen, warum sie im vergangenen fünf Mal auf dem Cannstatter Wasen auftrat. Die „Volxx“-Musik wird sogar bis nach Norddeutschland gern gehört, weiß Nico Pechmann von einem Auftritt in Hannover. Für den Kerweverein ist klar: „Wir waren super zufrieden.“

Der Lebensmittelmarkt wird schmerzlich vermisst

Jetzt hat es auch Hammelbach erwischt: Der Ort steht ohne Lebensmittelgeschäft da und teilt nun das Schicksal vieler kleinerer Dörfer auf dem Land. Mitte Juli schloss der Laden von Sabine Breuer in der Litzelbacher Straße. Gemeinde und Zukunftsoffensive Überwald sind nun mit Nachdruck auf der Suche nach einem Nachfolger, dem sogar größere Räume zu erschwinglichen Preisen in Aussicht gestellt werden – zusammen mit Investitionsförderprogrammen.

Bürgermeister Markus Röth und ZKÜ-Geschäftsführer Sebastian Schröder wissen jedoch, dass ihr Unterfangen schwierig ist. Natürlich wird Interessenten der rote Teppich ausgerollt, aber allein damit ist es nicht getan. Dann aufgrund der aktuell guten Situation auf dem Arbeitsmarkt ziehen die Leute ein sicheres Angestellten-Verhältnis der Selbstständigkeit vor, sagt Schröder. Dazu kommen noch die ausgedehnteren Arbeitszeiten. Wenn nicht gerade die Hauseigentümer selbst den Laden betreiben, ist die zu zahlende Miete eine weitere wichtige Komponente.

„Wie kann man Menschen motivieren, auf dem Land einen Einkaufsmarkt zu betreiben“, ist laut Schröder die grundsätzliche Frage. Wobei da natürlich auch die Kunden ins Spiel kommen, die bereit sein müssten, eventuell auch leicht höhere Preise zu bezahlen, als immer in den Discounter zu rennen. Wobei die relativ sind, ergänzt Röth: „Denn sonst muss ich nach auswärts fahren.“ Das kostet auch.

Röth sieht in Hammelbach durchaus Potenzial für einen Dorfladen. Denn die Schließung geschah nicht aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen mangelnder Nachfrage, betont er. Die frühere Inhaberin hatte ihre Kunden unter anderem mit frischem Obst und Gemüse in der Gastronomie, aber auch ältere, nicht mehr so mobile Mitbürger als Stammgäste. Dazu kamen Ausflügler und Campinggäste. Röth sieht den Laden sogar als einen Ansiedlungsgrund. Deshalb sorgt ein Lebensmittelladen auch für die Attraktivität eines Dorfs, ergänzt Schröder.

Beide wissen, dass sie mit den bisherigen 80 Quadratmetern nicht wuchern können. Deshalb weisen Röth und Schröder darauf hin, dass es nebenan noch die Möglichkeit der Erweiterung auf 400 qm gibt. Wobei der ZKÜ-Geschäfstführer betont, dass es „nur mit billig“ und dem Standard-Sortiment nicht getan ist. Ein kleiner Laden auf dem Dorf muss sich seine Nische suchen, die ihn vom Discounter abhebt.

Das könnte ein erweitertes Angebot mit regionalen, frischen Produkten sein oder die Fokussierung auf ökologische Lebensmittel. „Es muss mehr geboten werden als nur der beste Preis“, betont Schröder. Seitens der ZKÜ rechne man gerne im Vorfeld alles durch und gebe Ratschläge, wie ein „kleiner“ Laden gegen einen Discounter bestehen könnte. Röth sieht die wirtschaftliche Existenz im Ort mit dem richtigen Konzept gewährleistet.

Ein Unverpackt-Laden, wie ihn die Hammelbacherin Martine Rüdinger demnächst in Birkenau eröffnet, „ist ebenfalls ein interessanter Ansatz“. Auch die Gemeinde kann sich laut Röth vorstellen, einen Mehrwert zu schaffen: Indem sie die derzeit im Rathaus befindliche Postagentur an einen das neue Geschäft abgibt. Röth regt außerdem einen Lieferservice für ältere Mitbürger an, wie ihn die bisherige Betreiberin bereits für die Gastronomie unterhielt.

Leider, bedauert Schröder, ist in Hammelbach nun eine Entwicklung angekommen, wie sie überall im Überwald zu beobachten ist. Die Ortszentren bluten aus, es gibt kaum noch Geschäfte. In der Großgemeinde Grasellenbach sind nur noch Bäcker, Metzger und im Hauptort ein kleiner Lebensmittelhändler zu finden. Das war’s.

Fehlt ein Baustein dieser Kette, dann zieht das einen Rattenschwanz nach sich, erfuhr es der Bürgermeister am eigenen Leib. Denn in zwei Gaststätten gab’s an einem Tag keinen grünen Salat mehr, weil die ihn beim vorherigen Laden bezogen hatten, dessen Betreiberin schon früh am Tag auf dem Markt unterwegs war und frisches Gemüse organisierte.

Aus allen Äußerungen kristallisiert sich immer wieder heraus, „dass einfach der Betreiber fehlt“. Gemeinde und ZKÜ sprachen bereits die großen Lebensmittelketten an, aber auch diese fragen Schröder zufolge erst danach. Die Furcht ist groß vor einer Abwärtsspirale, der man vor einigen Jahren mit den „Aktiven Kernbereichen“ entgegnen wollte. Immer mehr Geschäfte machen zu, die Ausflügler und Zuzügler bleiben aus, das Angebot schrumpft auf null zusammen, das Dorf wird zur Schlafsiedlung ohne Leben. „Leider gibt es ähnliche Entwicklungen in allen kleineren Ortschaften“, bedauert Schröder. „Das reißt sehr große Löcher.“

Damit Interessenten nicht nur Motivation mitbringen, sondern auch wissen, dass sie finanziell nicht im Regen stehen, weisen beide auf Förderprogramme hin: Für investive Maßnahmen wie Geschäftsausstattung, Kassensystem oder Tiefkühltruhe können bei einer Summe bis 20.000 Euro 80 Prozent gefördert werden. Darüber hinaus sind es 65 Prozent.                          tom

 

Info: Zukunftsoffensive Überwald, In der Gass 14b, 69483 Wald-Michelbach, Telefon 06207/942426, http://www.ueberwald.eu

 

 

Die Bronze ist Wachs in seinen Händen

Vorsichtig schabt Patrice Balma mit einem handelsüblichen Küchenmesser an einem länglichen Stück Wachs herum. Langsam nimmt es Formen an, wird zu einer Figur, wie man sie von den Arbeiten des Bronze-Künstlers aus Burkina Faso kennt. Hier noch etwas abgekratzt, dort wieder einen Fingerbreit Wachs aufgeklebt: Das ist quasi nur das Rohmodell für die spätere Arbeit. Balma hat sich im Garten von Martina Rüdinger im Hardweg einen schönen Schattenplatz ausgesucht und geht dort konzentriert seiner Tätigkeit nach.

Der 39-Jährige aus der Hauptstadt Ouagadougou ist zusammen mit dem 32-jährigen Evariste Ouédraogo für zwei Wochen im Odenwald zu Gast. Beim Imasgo-Atelier in Hammelbach zeigt er plastisch, wie seine künstlerischen Arbeiten entstehen, die es auch weiter oben in den Verkaufsräumen zu erstehen gibt. Damit die Besucher eine bunte Vielfalt vorfinden, hat Balma seinen Koffer mit allerlei neuen Werken gefüllt und sie aus Burkina Faso mitgebracht.

Nur mit dem Wachs ist es natürlich nicht getan. Denn das löst sich im weiteren Fertigungsprozess zwar nicht in Luft auf, ist aber eigentlich nur Mittel zum Zweck, um einen Hohlraum für die Bronze zu schaffen. Denn als nächsten Schritt ummantelt Balma sein Werk mit Ton. Der wird dann gebrannt, wobei das heiße Wachs aus einer Öffnung herausfließt und Platz schafft für die Metall-Füllung.

Der Künstler muss quasi also immer umgekehrt denken, denn die endgültige Figur entsteht nicht aus dem Geschnitzten, sondern aus dessen Spiegelbild. Ist der Ton rund um die Bronze gehärtet, wird er abgeklopft und heraus kommt eines der vielen Kunstwerke, mit denen der 39-Jährige bereits seit etlichen Jahren seinen Lebensunterhalt verdient.

Im Künstlerdorf Ouagadougou betreibt Balma ein eigenes Atelier, wo er etwa 20 Menschen Arbeit gibt, erläutert Franz Stevens vom Birkenauer Imasgo-Verein. Er ist dort einer von acht, die eine Werkstätte betreiben. Die Künstler haben alle einen eigenen Stil, weiß Rüdinger. Balmas Figuren sind langgestreckt, sehr schmal, teilweise mit Hut. Sein Nachbar Amidou etwa hat sich eher den Wohlbeleibten verschrieben, hat Buddha-Anklänge. Die traditionellen Arbeiten sind weniger für die Einheimischen, sondern mehr für Touristen gedacht, so Rüdinger.

Direkt neben dem Künstlerdorf ist das Gelände der größten westafrikanischen Kunsthandwerkermesse, wo Balma regelmäßig mitwirkt. Sein Wissen gibt er aber auch weiter: „Patrice hat bereits zehn Bronzegießer ausgebildet“, erzählt Martine Rüdinger. Seine Werke stellte er bereits in Straßburg und Paris aus. Die Arbeit dient nicht nur dem eigenen Lebensunterhalt, Balma unterstützt damit auch seine Landsleute. Denn er will vom Verkaufserlös seiner Produkte nur eine festgelegte Summe. Was darüber hinausgeht, fließt in die Imasgo-Vereinskasse. Mit dem Erlös finanziert der Verein Bildungs- und Wasserversorgungsprojekte in Burkina Faso.

Durch Balma, beständig auf der Suche nach Perfektion, erfährt die Bronze-Kunst eine Verfeinerung und Konzentration auf das Element der Bewegung. Der Verein Imasgo konnte bei diversen Aktionen schon viele kleine und größere Figuren verkaufen. Dadurch wird der Lebensunterhalt eines ganzen Handwerkerteams unterstützt. Für die Sonderausstellungen (am kommenden Sonntag auch in Birkenau) brachten die beiden Künstler zahlreiche neue Exponate mit.

War für Balma der Europa-Aufenthalt nichts Neues, so ist Ouédraogo das erste Mal hier – und stieg auch das erste Mal in ein Flugzeug. „Ich habe in der Luft gebetet“, schmunzelt er. In seinem Heimatland istder ein unverzichtbarer Ansprechpartner für den Verein. „Er ist unwahrscheinlich engagiert für seine Leute“, freut sich Franz Stevens. Bekommt Evariste eine WhatsApp-Nachricht über für den Verkauf benötigten Dinge, „organisiert er sofort alles“.

Die beiden Afrikaner sind begeistert vom Grün des Odenwalds, erzählt Rüdinger. Denn bei ihnen ist alles staubig und trocken. Auch die Ruhe auf dem Land wissen sie gegenüber der quirligen, nie stillstehenden Hauptstadt von Burkina Faso zu schätzen. Da auf die zwei Wochen in Deutschland noch zwei Wochen in Paris folgen, hat sich auch schon wenig Heimweh nach den Familien eingeschlichen. „Beide sind über WhatsApp viel in Kontakt“, hat Rüdinger beobachtet. Ouédraogo grüßt dann seine Frau mit den zwei Söhnen, Balma seine kleine Tochter.

„In Deutschland ist das Leben unheimlich teuer“, ist dem 32-Jährigen schon zu Beginn aufgefallen. Was natürlich auch mit dem ganz anderen Lohnniveau zu tun hat.  Kein Vergleich zu Burkina Faso, „wo man für zwei Euro mit der kompletten Familie essen gehen kann“, erläutert Rüdinger. Jürgen Flügge vom Trommer Hoftheater schaut derweil dem Mann aus Burkina Faso interessiert auf die Finger. Er überlegt bereits, im kommenden Jahr einen Workshop anzubieten, um diese alte Handwerkstechnik den Überwäldern näherzubringen.

 

Info: Die Ausstellung kann noch einmal in Birkenau am Sonntag, 25. August, von 11 bis 16 Uhr im Imasgo-Treff im katholischen Pfarrheim in der Hauptstraße 80 besucht werden. Dort werden auch Camille und Téné Ramdé mit dabei sein, die beide als Deutschlehrer aktiv waren. Camille ist Universitätsdozent, Mitglied des Vereins und Projektkoordinator vor Ort in Imasgo. Seine Frau Téné ist heute Regionaldirektorin und zuständig für alle höheren Schulen, somit ebenfalls eine wichtige Partnerin der Birkenauer für die Bildungsprojekte. Weiteres unter http://www.imasgo.de