Standing Ovations in Wald-Michelbach für die Reise der Starkenburg Philharmoniker nach „Bella Italia“

Was für ein berauschender musikalischer Start ins neue Jahr. „Bella Italia“ hatten die Starkenburg Philharmoniker ihr Neujahrskonzert in der Rudi-Wünzer-Halle genannt. Was das 50-köpfige Ensemble unter diesen Titel bot, war eine begeisternde Reise ins Land von Pizza und Pasta, die die Zuschauer von den Sitzen riss und am Schluss für Standing Ovations inklusive mehrere Zugaben sorgte. Großen Anteil daran hatte der Gastdirigent aus Atlanta, Robert Trocina. Der mauserte sich nach der Pause zum fulminanten Entertainer, der neben dem Orchester auch gleich noch das Publikum dirigierte. Ein wahrer Glücksgriff für diesen Abend.

Mit den beiden Solisten hatten sich die Philharmoniker zwei weitere musikalische Perlen geangelt. Sarah Cossaboon und Antonio Rivera hatten beide ihre eigenen Auftritte, liefen aber erst dann zu Höchstform auf, wenn sie die Stücke im Duett darboten. Ohne die Leistung der Sängerin schmälern zu wollen, war der Tenor eindeutig tonangebend. Wie Rivera „O sole mio“ schmetterte oder bei der Danza Tarantella wahre Zungenakrobatik bot, war schon einsame Klasse und in einer Qualität, die man sonst nur in den großen Opernhäusern zu sehen und hören bekommt. Kein Wunder, dass Rivera etliche Jubelrufe nach seinen Darbietungen einheimste.

Einleitende Worte hatte als Schirmherr Bürgermeister Dr. Sascha Weber gesprochen. Er freute sich sehr über die gut besetzte Halle, dass die Philharmoniker zum inzwischen dritten Mal im Überwald gastierten und mit ihrem Auftritt dem noch kurzen neuen Jahr einen besonderen Glanz verliehen. Schon beim Auftakt, der Sinfonie aus der Oper „Don Pasquale“ von Donizetti, zeigte das Ensemble seine große Klasse. Mit Trommelwirbel und sich fast überschlagenden Geigen bis hin zum majestätischen Finale hatte das Stück alles, was man gemeinhin musikalisch mit Italien verbindet.

Damit nicht nur die Ohren auf dem italienischen Stiefel ankamen, sondern auch das Auge, lief an der Seitenwand eine Diashow mit den schönsten Motiven aus dem beliebtesten Urlaubsland der Deutschen. Ob es nun der Markusplatz in Venedig war, Ponte Vecchio in Florenz, die Hügellandschaft der Toskana, blumige Hinterhöfe, Rom mit dem Vatikan oder einfach nur ein alter, verbeulter Fiat Cinquecento, die Illusion war einfach perfekt.

Moderatorin Dagmar Weber begrüßte logischerweise die Gäste auch erst einmal auf Italienisch, um die besten Wünsche fürs neue Jahr dann ins Deutsche zu übersetzen. Gastdirigent Trocino, der, wie es der Name schon verrät, italienische Wurzeln hat, sorgte bereits beim ersten Einsatz für Aufsehen. Denn mit seinen weit ausholenden dirigierenden Bewegungen lebte er die einzelnen Stücke förmlich mit und verausgabte sich dabei so, dass man zum Schluss des Konzerts die Schweißperlen auf seiner Stirn hinunterlaufen sah.

Weber kennzeichnete den Stiefel als Land der unerfüllten Sehnsüchte, wohin in den 1960er und 70er Jahren quasi jeder Familienurlaub führte. Als sie die Reise mit dem VW Käfer über den Brenner erwähnte, sah man so manches Nicken im Publikum. Auch heute, wusste Weber, hat Italien noch nichts von seinem Zauber eingebüßt.

Bei „La Danza delle ore“, dem Tanz der Stunden, beginnt das Orchester erst leise und getragen, ehe es dann umschaltet und einen Zahn zulegt. Trocina mit seinen raumgreifenden Bewegungen und das perfekte Zusammenspiel der Instrumente sorgen nach dem Schluss für erste Beifallsstürme. Dann schlägt die Stunde der Solisten. Erst Rivera mit „Che gelida manina“ aus Puccinis La Boheme, dann im Duett mit Cossaboon „O soave fanciulla“ zeigen, wie sehr die beiden Stimmperfektionisten harmonieren. Wie sich der Tenor und die Sopranistin gegenseitig auf der Bühne anschmachten, ist eine große Show.

Mit vielfältigen Erzählungen aus dem italienischen Alltagsleben lockert Weber die Pausen zwischen den Stücken auf. Ob es nun um Fußball geht, bei dem die Italiener im Zweifelsfall gegen Deutschland verlieren, oder die Liebe zu „La Mamma“, sie bringt viel Witz in ihrr Erzählungen. Dass es Antonio Rivera mit Enrico Caruso aufnehmen kann, zeigt er dann in Rossinis „La danza Tarantella“. Die hatte der 1912 in drei Minuten und zehn Sekunden gesungen. Eine Leistung, die der Tenor 2018 bravourös ebenfalls schaffte. Seine wohltuende Stimme, die überhaupt kein Mikro gebraucht hätte, die enorme Bühnenpräsenz und die klar akzentuierte Aussprache lassen die Gäste vor der Pause in Jubel ausbrechen.

Nach dem Barbier von Sevilla, ebenfalls von Rossini, schlägt dann wieder Riveras Stunde, sein „Nessun dorma“, bei dem die Halle in ihren Grundfesten erschüttert wird, lässt wirklich keinen einschlafen. Allein das Vincerò aus diesem Stück beweist, dass der Künstler zurecht in den bekanntesten Opernhäusern singt. Einem Crashkurs Webers in italienischer Gestik folgt der Auftritt der Sopranistin in rotem Rüschenkleid, das für viel Flüstern im Zuschauerraum sorgt.

Dass nach dem glänzenden „Funiculi, funiculà“ zum Ende noch lange nicht Schluss sein würde, war so klar wie Kloßbrühe. Beim „Chianti-Wein“ dürfen dann alle mitsingen und die Solisten unterstützen. Der Radetzkymarsch als krönender Abschluss zeigt Dirigent Trocino voll in seinem Element. Es hält ihn kaum noch auf seinem Podest, er wippt beim Stück so stark mit, dass es ihn fast in die Höhe trägt. Damit heimst er neben Ensemble und Solisten ebenfalls seinen großen Anteil am fast nicht enden wollenden Beifall ein. Wenn man so schön sagt, aller guten Dinge sind drei, dann haben sich die Starkenburg Philharmoniker bei diesem Auftritt noch einmal selbst übertroffen.

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Wald-Michelbacher Union nimmt die Sänger beim neuen Projekt mit auf eine musikalische Weltreise

„Wir gehen mit dir auf Weltreise“, verspricht der MGV Union bei seinem Frühlings-Chorprojekt mit interessanter Musik aus der ganzen Welt. Nach dem riesigen Erfolg von „Männerchor goes Modern“ im Herbst vergangenen Jahres startet der MGV nun mit einem neuen musikalischen Leckerbissen: dem Projekt „Union around the World“. Chorleiter Hans-Joachim Karl und der Vorstand des Vereins ließen die Köpfe rauchen und stellten ein neues attraktives Chorprojekt auf die Beine.

Die Probenarbeit zu „Männerchor goes Modern“ kam dermaßen gut an, dass gleich mehrere Teilnehmer dem Chor direkt im Anschluss als ständige Sänger beitraten. Das war zwar nicht das primäre Ziel des Projekts im vergangenen Jahr, betont Schriftführer Julius Rückert. Aber die offene Atmosphäre im Umgang der Sänger untereinander sowie zwischen Chorleiter und Chor führten zu einer tollen gemeinsamen Zeit, die dann diese Spontaneintritte mit sich brachte. Die Hymne des Projekts, „Auf uns“ von Andreas Bourani, passte sehr gut zu dem Gemeinschaftsgefühl, das sich herausbildete.

Das so Erlebte zu wiederholen ist natürlich nicht so einfach möglich, wissen die Verantwortlichen. Aber mit neuen Liedern und neuen Teilnehmern freuen sich die Chorsänger auf eine neue gemeinsame musikalische Herausforderung. Das Projekt steht unter dem Namen „Union around the World“ und will die Vielseitigkeit der Chormusik aufzeigen. Dabei kann es sich um sehr bekannte Stücke handeln, die etwa als Popsongs um die Welt gingen, oder aber traditionelle Lieder aus einer Region oder Kultur. Es sind Teilnehmer aller Erfahrungs- und Altersstufen eingeladen.

Wer seine Stimme einfach mal testen möchte, ist genauso willkommen wie erfahrene Sänger, die neue Literatur und außergewöhnliche Chorarbeit erleben möchten. Chorleiter Hans-Joachim Karl, der einst als Sänger bei der Union begann, steht seit Jahrzehnten für erstklassische musikalische Arbeit mit Laienchören. Schon oft erhielt er mit seinen Ensembles diverse Auszeichnungen und ist in der Chorwelt bekannt. Die Arbeit mit einem Projektchor, so Karl nach Abschluss von „Männerchor goes Modern“, habe ihn jedoch extrem positiv überrascht und große Freude bereitet.

Start des neuen Projekts ist am Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr im Hotel Restaurant „Birkenhof“ in Wald-Michelbach. Ein späterer Projekteinstieg ist jederzeit möglich. Zwischen Februar und Juni wird der Projektchor in etwa 15 Proben interessante Stücke aus der ganzen Welt einstudieren. Der Projektabschluss ist für den 17. Juni zur Premiere von „Kunst & Kultur unterm Schirm“ am Einhaus in Wald-Michelbach geplant.

Diese neue Veranstaltungsserie möchte der Chor ins Leben rufen, um eine Plattform für die Kulturarbeit im Überwald zu schaffen. Details zu der geplanten Veranstaltungsreihe, die derzeit vom Vorstand und Hans-Joachim Karl ausgearbeitet werden, werden der Öffentlichkeit im Laufe des ersten Halbjahrs vorgestellt, teilt Schriftführer Rückert mit. In den kommenden Wochen wird der Chor erst einmal verstärkt für das Projekt Werbung machen und unter anderem wieder Flyer in der Gemeinde verteilen.

Musikalische Idee hinter „Around the World“ ist laut HaJo Karl eine Symbiose von Folklore und verschiedenen Musikstilen. Es finden sich im Programm Stücke wie „Hakuna Mungo“ aus Kenia mit Rhythmusinstrumenten, aber auch ein italienisches Volkslied. Die Welt oder verschiedene Erdteile dürfen aber einfach auch nur im Titel zum Ausdruck kommen. Beispiele hierfür sind Popsongs wie „Afrika“ von Toto oder „We are the world“ von Michael Jackson, die ebenfalls auf der „To-do-Liste“ des Projektchors stehen.

Daneben ist es dem Dirigenten wichtig, den Teilnehmern „vielfältige kulturelle chormusikalische Impulse zu geben“. Hierzu beschäftigt man sich unter anderem mit Musik aus Irland in gälischer Sprache. Oder es wird ein Stück in der Tradition der Yoiks einstudiert. Dahinter verbirgt sich Musik der Samen vom Polarkreis. „Die Vielfältigkeit der Musik, die wir uns erarbeiten, wird ein Hauptfaktor der Motivation zur Teilnahme sein“, weiß Karl.

Info: Interessierte haben die Möglichkeit, zwecks Informationen mit den MGV-Sängern direkt Kontakt aufzunehmen. Gerne können sie sich auch beim Vorstand über die E-Mailadresse schriftfuehrer@mgv-union.de melden oder über die Facebookseite des Chors, http://www.facebook.com/UnionWaldMichelbach, mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen. Projektdauer: Februar bis Juni (etwa 15 Proben à eineinhalb Stunden), Probenbeginn Freitag, 2. Februar, 19 Uhr, Birkenhof Wald-Michelbach, Noten werden gestellt, Proben-CDs bei Bedarf, Projektabschluss bei der Premiere von „Kunst & Kultur unterm Schirm“ am 17. Juni am Einhaus.

Mit drei Neuzugängen will der FC Odin Schönmattenwag in der Kreisliga B oben angreifen

Nach oben hin sind noch alle Chancen gewahrt, personell sieht es besser aus und die Spieler machen mit: Spielausschuss-Vorsitzender Toni Wurzel zieht eine positive Zwischenbilanz beim FC Odin. „Mit dem Verlauf der Runde sind wir zufrieden“, meint er zum bisherigen Abschneiden in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B. Bis auf die enteilte und quasi schon aufgestiegene SG Unter-Abtsteinach II trennen den Verfolger-Siebener nur drei Punkte. Alles ist möglich. Deshalb heißt die Devise von Trainer Jan Schörling auch: „Konstanz, Konstanz, Konstanz.“

Das Ziel zum Saisonstart lautete beim FC oberes Tabellendrittel. „Das haben wir ganz gut erreicht“, freut sich Wurzel. Er weiß aber auch, dass ein einziges Spiel über vier oder fünf Tabellenplätze entscheiden kann. „Wenn alle fit und an Bord sind, können wir vorn mitmischen“, sagt er. Um zu wissen, ob die Elf noch in den Aufstiegskampf mit eingreifen kann, gilt es abzuwarten, „wie wir aus der Winterpause rauskommen“.

Die Trainingsbeteiligung war Schörling zufolge durch den engen Kader und die vielen Verletzten etwas durchwachsen. „Die ist aber nötig, um 90 Minuten volle Leistung zu bringen“, weiß er. Gegen Ende der Hinrunde hin wurde es besser. „Da waren wir auf einem guten Weg.“ Deshalb kam die Winterpause fast ungelegen, ist aber praktisch, sodass sich alle auskurieren können.

Damit mehr Beständigkeit einkehrt, hat der FC bereits personell nachgelegt. Denn die fehlende Konstanz rührte auch daher, dass man bisher einen (zu) kleinen Kader hatte. „Wenn zwei oder drei wichtige Leute ausfielen, war es schwierig, die Leistung zu halten“, erläutert Wurzel. Das passierte nicht nur einmal, soll aber nach der Winterpause möglichst der Vergangenheit angehören. „Wenn die drei neuen mit einsteigen, haben wir in der Rückrunde ein paar Alternativen“, meint er.

Im Februar wird mit dem 18-jährigen Marcel Berbner ein Nachwuchstalent eingesetzt. Nico Helfrich, vorher beim TSV Aschbach, läuft ebenfalls mit auf wie auch Lars Keßler, zuvor bei der Eintracht 1b aus Wald-Michelbach aktiv. Mit Jonas Werner, der sich wieder in Richtung seines Wohnorts Eulsbach orientierte, gibt es nur einen Abgang. „Ich bin sehr froh über die Neuzugänge“, ergänzt Schörling. Das belebt die Konkurrenz innerhalb der Mannschaft. Ihn freut es daneben, dass der Langzeit-Verletzte Patrick Brand im Frühjahr wieder einsteigen will.

Die Planung für die kommende Saison läuft ebenfalls schon, verrät Wurzel. Natürlich würde der Verein gern Spielertrainer Jan Schörling halten. Entschieden ist noch nichts, „aber wir sind guten Mutes“, so der Spielausschuss-Vorsitzende. Daneben hält der FC auf dem Spielermarkt Ausschau nach weiteren Kickern.

„Die ersten drei oder vier Begegnungen sind entscheidend“, betont Wurzel mit Blick auf den Start aus der Winterpause. Wenn der FC gut loslegt und die Euphorie mitnimmt, könnte man durchaus beim Ringen um den zweiten Platz mitreden, denkt er. „Die Jungs haben es selbst in der Hand“, hebt Wurzel hervor. „Das Umfeld passt und wir haben einen super Trainer“, sagt er.

Trainingsstart soll Ende Januar sein, wenn es die Platzverhältnisse zulassen. Sonst weicht der FC Odin ins Haus des Gastes von Schimmeldewog aus. Vorbereitungsspiele gibt es dann je nach Wetterlage. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren schlechte Erfahrungen mit Hallenturnieren machte, lässt man diese aufgrund der hohen Verletzungsgefahr dieses Mal ausfallen. „Bis der reguläre Spielbetrieb startet, wollen wir aber bisschen Abwechslung reinbringen“, hofft Toni Wurzel.

Ob das Nachholspiel beim Ligavierten Fehlheim Ende Februar stattfindet, steht noch in den Sternen. Der dortige Naturrasen ist ziemlich anfällig. Die erste reguläre Partie gegen den Tabellenvorletzten FC Fürth II ist dann gleich dazu geeignet, Selbstvertrauen und Punkte zu tanken. „Wir wollen in diesen beiden Begegnungen unsere Leistung komplett abrufen“, ist der Wunsch von Spielertrainer Schörling.

Spielerisch sieht er seine Elf topfit. Schörling spricht dem Team ein Riesenlob aus, wie es mitzieht. Ansetzen will er bei der mentalen Einstellung. „Auf dem Platz muss der Kopf frei sein“, sagt er. Daran will Schörling weiter arbeiten. „Fußball spielen können wir bereits alle“, lacht er. Nach der Pause will er immer von Spiel zu Spiel schauen. Gerade weil sieben Teams praktisch gleichauf liegen, ist die Konstanz sehr wichtig. Vielleicht ist es durch diese auch möglich, sich einen kleinen Abstand zu erarbeiten, so seine Hoffnung.

Als kleiner Verein hat der FC seinen Worten nach ganz andere, schwierigere Voraussetzungen als größere Teams, die noch eine zweite Mannschaft aufstellen können. „Wir wollen das Optimale herausholen“, sagt er deshalb. Sollte es am Ende der Runde der zweite Platz der Kreisliga B sein, der zu den Relegationsspielen berechtigt, „nehmen wir den natürlich auch gern mit“, grinst Schörling.

Kocherbacher Hirtengottesdienst mit großer Resonanz

Bereits zum vierten Mal fand der Hirtengottesdienst in der weihnachtlich geschmückten Kocherbacher Kirche statt. Wie schon die Jahre zuvor stieß die Feier auf eine überaus große Resonanz. Nach der Eröffnung des Gottesdienstes durch Pfarrer Peter Pristas folgten die Besucher aufmerksam im vollbesetzten Kirchenschiff der vorgetragenen und gespielten Weihnachtsgeschichte, die mit modernen und klassischen Weihnachtsliedern durch den Kinderchor der Ulfenbachtal-Schule Wahlen unter Leitung von Christina Speck mitgestaltet wurde.

Die gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern gesungenen Lieder komplettierten die festliche und besinnliche Stimmung während des gesamten Gottesdienstes. Nach dem Schlusssegen zogen die Kinder nach den Worten des Engels „Kommt mit uns zur Krippe“ vor die Kirche, wo bereits die Tiere vor der Krippe im Stall verweilten.

Nach einem gemeinsamen Weihnachtslied mit dem Kinderchor waren anschließend alle zu Glühwein, Kinderpunsch und selbstgebackenem Weihnachtsgebäck eingeladen. In diesem Jahr kamen zu Maria und Josef, den Hirten, ihren Schafen und Lamas zur Freude aller anwesenden Kinder auch Esel hinzu.

In dieser besinnlichen und weihnachtlichen Atmosphäre hatte es mancher gar nicht mehr so eilig nach Hause zu kommen. Die Gottesdienstbesucher verweilten noch längere Zeit an der Krippe und stimmten sich auf Weihnachten ein. Das Vorbereitungsteam bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung, ganz besonders bei den Kindern für ihr Mitwirken und den sie begleitenden Erwachsenen. Der überwältigende Zuspruch nach dem Gottesdienst und die positive Resonanz vieler Gottesdienstbesucher waren für die Organisatoren sehr erfreulich.

Trotz des Fehlstarts legt der TSV Gras-Ellenbach derzeit in der Fußball-Kreisliga C mit dem sechsten Tabellenplatz „voll im Soll“

„Die Hinrunde ist trotz eines kapitalen Fehlstarts mit einigen Niederlagen in Folge sehr gut gelaufen“, freut sich der Spielertrainer des TSV 09 Gras-Ellenbach, Ronny Sauer. Das Saisonziel in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C wurde im Sommer mit Platz fünf bis acht definiert. Mit dem derzeitigen sechsten Tabellenrang „liegen wir voll im Soll“, sagt er. Acht Punkte Vorsprung hat die Mannschaft derzeit auf den neunten Platz. Für den Coach ein schönes kleines Polster. Zum fünften Platz sind es aktuell nur vier Punkte bei einem Spiel weniger, sieht er sogar noch ein wenig Luft nach oben.

Die Situation ist seinen Worte zufolge auch deshalb nicht zu verachten, weil der Verein die vergangenen drei Jahre immer auf Tuchfühlung zu den Abstiegsrängen stand. „Daher sind die gezeigten Leistungen auf dem Platz sowie der sechste Tabellenplatz schon stark einzuschätzen“, betont er.

Die Mannschaft hat sich laut Sauer „super weiterentwickelt“ und zeigt das auch in den Spielen. Das Team setzt immer mehr die taktischen Trainer-Vorgaben um und lernt von Einheit zu Einheit dazu. Selbst nach „üblen Niederlagen“ fanden sich danach zur Freude des Coachs 16 bis 18 Spieler im Training ein. Die Mannschaft identifiziert sich mit den Aufgaben und der Vereinsidee zu 100 Prozent, weiß er.

„Die Trainingsbeteiligung ist herausragend“, kann Sauer aus dem Vollen schöpfen. Von 22 Leuten haben 19 regelmäßig teilgenommen. „Das ist außergewöhnlich“, ist er mehr als angetan von der Motivation – bedenkt man die Tatsache, dass es schwere Verletzungen gab und im Team Schichtarbeiter aktiv sind. Nach Beginn der Runde kam zum Team neben Mark Heisinger und Kai Hiller (beide Torhütertrainer) noch Robert Ulrich als Co-Trainer dazu.

Mit ihm tauscht sich Sauer nach allen Einheiten und Spielen aus, wodurch er die Möglichkeit hat, das Spiel auch von außen zu bewerten. „Robert ist für mich eine Riesenunterstützung“, hebt er hervor. Für den Coach macht es momentan einfach Spaß beim TSV – und die Stimmung ist auch dementsprechend. In der öffentlichen Wahrnehmung scheint die Mannschaft ebenfalls eine größere Außenwirkung zu haben, beobachtet er. Es finden sich immer mehr Zuschauer auf dem Platz ein, um den Begegnungen beizuwohnen.

„Robert und ich haben auch schon für kommende Runde zugesagt“, ist für Sauer die logische Konsequenz. Auch die Zusage des Großteils der Mannschaft steht bereits, ist Konstanz angesagt. „Mein Wunsch wäre, dass wir keinen Spieler abgeben und uns dadurch noch weiterentwickeln können“, sagt er. So oder so soll es aber keine große Spielerfluktuation geben. Die Jungs gehören zum Inventar des Vereins und sind gar nicht mehr wegzudenken. „Uns täte es um jeden einzelnen Spieler leid“, betont der Coach.

Aktuell befindet sich der Verein trotzdem mit potenziellen Neuzugängen in Gesprächen. Dadurch hofft man, die Mannschaft punktuell verstärken zu können. Es muss für Sauer aber passen, „da Fußball aus unserer Sicht nur im Kollektiv funktionieren kann“. Ein Individualist ist für ihn willkommen, sofern er das Team besser machen will. Aber er muss für die Mannschaft arbeiten, nicht das Team für ihn. „Funktionierende Mannschaften wie der TSV haben für so etwas immer ein sehr gutes Gespür.“

Bauchschmerzen bereitet dem Trainer aktuell das Fehlen eines Schiedsrichters, „da wir so in der nächsten Runde einen Punkt abgezogen bekommen“. Seiner Beobachtung nach brennen die Spieler aber dermaßen für den Verein, dass sie eventuell auch dieses Problem gemeinsam angehen wollen.

2016 hat sich der TSV Gras-Ellenbach neu aufgestellt – mit neuem Vorstand, neuem Trainergespann und teilweise neuem Team. Nach eineinhalb Jahren „können wir sagen, dass wir einiges zusammen bewegt haben“. Zurücklehnen wird sich aber niemand, ist für Sauer klar. Der Vorstand und die sportliche Leitung sind mit vollem Elan dabei und machen den beiden Trainern das Arbeiten dadurch sehr einfach, weiß er.

Die Vorbereitung startet dieses Jahr am 27. Januar mit einem Spiel gegen Beerfelden. „Wir wollen, dass sich die Spieler gut auf die erste Einheit einstellen, da die Vorbereitung sehr kurz ist“, betont Sauer. Eine Woche früher als geplant steht das Nachholspiel gegen Türkspor an. Seiner Meinung nach sind hier die Karten komplett neu gemischt, da beide Teams erst mal in den Rhythmus kommen müssen. Es ist für Sauer wichtig, gut zu starten, um nicht eine ähnlich schlechte Rückrunde zu spielen wie 2017. „Damals sind wir im neuen Jahr ziemlich eingebrochen“, weiß der Coach. „Das gilt es zu verhindern“, ist seine Maxime.

Mehr als vier Stunden heiße Party mit Xtreme in Affolterbach

„Wir sind wieder sehr zufrieden.“ Das „Xtreme“-Konzert ist für den SV Affolterbach immer eine feste Bank im Veranstaltungskalender, weiß Mitorganisator Steffen Gölz. Zum wiederholten Mal hatte der SVA zur großen Party in den Winterferien eingeladen, zum wiederholten Mal durfte er sich über großen Zuspruch freuen. Es war wieder die Coverpartyband „Xtreme“ aus dem Mosbacher Raum, die mit den knapp 450 Fans in der Peter-Heckmann-Halle eine heiße, vierstündige Party bis tief in die Nacht feierte.

Dieses Mal hatte die Gruppe ein besonderes Schmankerl für die Fans aus dem Überwald parat: Mit Sascha Fischer stand ein Wählemer am Mikro, der in der Region musikalisch bekannt ist wie ein bunter Hund ist. Für ihn bedeutete die Veranstaltung quasi ein Dejà-vu und „Back to the roots“. Denn exakt vor fünf Jahren gab er an selber Stelle das Abschiedskonzert mit seiner damaligen Band „NeRo“.

Seit Sommer ist Fischer festes Bandmitglied bei Xtreme. Er teilt sich den Sängerjob mit Mario Schmelcher. Der Wählemer hatte bereits 2016 einmal bei der Truppe ausgeholfen und dann wieder im Frühjahr ein paar Mal. „Dann fragte mich die Band, ob ich mir vorstellen könnte, mich mit Mario abzuwechseln.“ Das konnte er. Denn das „sind super Leute“, lobt der Sänger. Es gibt es ein durchdachtes Programm mit guten Showelementen und passendem Licht.

„Es macht schon Spaß, in einer großen Band mit fetter Bühne zu singen“, trauerte er wenig der NeRo-Zeit nach – auch wenn seine ehemalige Gruppe bereits zwei Mal auf der Hammelbacher Kerwe ein umjubeltes Revival feierte. „Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann“, so Fischer. Mit Jenny Daniele und Lukas Baum „gemeinsam an der Front passt es sehr gut“, spielen sich die drei Leute an den Mikros gegenseitig die Bälle zu.

„Es lief alles super“, äußerte sich Fördervereins-Vorsitzender Jörg Rettig „sehr zufrieden“ über den Verlauf. Schon von Anfang an tanzte das Publikum kräftig zu den Songs mit. Zum Schluss hin „war wirklich jeder in Bewegung“. Vom Anfang bis zum Ende war die Halle voll. Keiner machte vor 3 Uhr Uhr schlapp, als das Licht wieder anging. SV und Gäste waren gleichermaßen zufrieden.

Benedikt Weiß am Schlagzeug, Björn Buhl am Bass, Bastian Ludäscher an der Gitarre und Johannes Böhm am Keyboard sorgten für den druckvollen Sound bei den einzelnen Songs. Natürlich hatte die Band ihr Publikum voll im Griff. Mitmachaktionen, Fotos von der Bühne herab oder ein großer, 450-köpfiger Chor sind da schon Standard. „I love Rock’n’Roll“, „Ein Kompliment“ oder „I want it all“ im ersten Set verdeutlichten ebenso wie „Westerland“, „Barbie Girl“ oder dem „Schrei nach Liebe“ im zweiten, dass die Gruppe vor keinem Genre halt macht.

Zusammen mit rasanten Outfitwechseln wurde die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt – egal ob das aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. „Wake me up“ von Wham oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Wolfgang-Petry-, Ed-Sheeran-, Bayern-, Dance- oder 90er-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten, Helene Fischer, Nena oder den Sportfreunden Stiller.

Schon seit 17 Jahren lädt der SV zum alljährlichen Party-Ausklang der Weihnachtszeit ein. Bis 2012 rockte die Band „NeRo“ mit schöner Regelmäßigkeit die Veranstaltung. Sie verabschiedete sich mit einem grandiosen Abschiedskonzert anlässlich der Bandauflösung vor fünf Jahren und gab den Stab weiter an „Xtreme“, die seitdem den Überwald begeistern. Ein Ende der Sause ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche unter 18 Jahren schon dabei. Wobei auch einige aus der Generation 30+ auf dem Konzert waren.

Die Party hat sich inzwischen so etabliert, dass jedes Jahr zahlreiche Stammgäste beim SV vorbeischauen. Die wissen, dass sie dort gute Musik zu hören bekommen, eine perfekte Party-Mischung – und damit eine schöne Abwechslung zu den eher besinnlichen Festen vorfinden, die sonst rund um Weihnachten und Neujahr in den Ferien stattfinden.

Für den SVA bedeutete die Veranstaltung einen Großeinsatz. Rund um die Veranstaltung waren um die 40 Leute im Einsatz, Karten- und Getränkeverkauf sowie Wareneinkauf mitgerechnet. Dazu kamen noch Auf- und Abbau. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. In all der Zeit hat man beim SV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief alles friedlich ab“.

Bildquelle: @Xtreme

SG Hammelbach/Scharbach hat in der Fußball-Kreisliga C das obere Tabellendrittel im Visier

„Mal schauen, was geht“, lautete die Devise von SG-Coach Manfred Greulich im Sommer vor Beginn der Saison in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C. Es ging relativ viel, lacht er im Rückblick auf das Jahr 2017. Denn erst legten die Überwälder in der Rückrunde 2016/2017 eine beeindruckende Aufholjagd hin, nachdem das Team als B-Liga-Absteiger vor einem Jahr noch am Tabellenende rangierte. Der Lauf setzte sich in der neuen Saison erst einmal unvermindert fort. Aktuell belegt die SG den vierten Platz mit 34 Punkten.

„Wir haben die Rückrunde in der aktuellen Hinrunde nochmal getoppt“, freut sich Greulich. Die war mit 29 Punkten schon sehr gut, jetzt waren es sogar 31 Zähler. „Es kommt immer mehr Konstanz ins Spiel“, nennt der Trainer als einen Grund. Er zeigt sich deshalb mit der aktuellen Tabellensituation sehr zufrieden. „Die Mannschaft ist sehr trainingswillig“, nennt er ein weiteres Kriterium für den Platz im oberen Drittel und zollt damit seiner Elf ein großes Lob. „Wenn ich denen was vorgebe, setzen die es auch um.“ Insgesamt eine sehr wissbegierige junge Truppe. Kein Wunder, denn vergangenen Sommer stieß fast die komplette ehemalige A-Jugend dazu.

Diese Lernwilligkeit trug dazu bei, dass sich die Abwehr gegenüber früher stabilisierte. „Wir haben nur 28 Gegentore kassiert“, so Greulich. Davon elf gegen die beiden Spitzenteams ISC Fürth und Türkspor. „Damit kann ich sehr gut leben.“ Zusätzlich zur massiveren Defensive wurde das Team nach vorn hin in der Breite gefährlicher, was sich in 44 Toren zeigte. Allerdings muss der Coach seinem jungen Team noch einbläuen, dass zum Sturm auch die Rückwärtsbewegung zählt. „Die denken manchmal nicht dran, was hinten passieren könnte“, schmunzelt er.

Dadurch kamen ein paar Rückschläge zustande. Doch die machen dem Trainer nicht allzuviel Kopfzerbrechen. Zwischenzeitlich war eine Niederlage „fast schon praktisch“, um dem Überflug Einhalt zu bieten. Etwa als die SG das ganze Jahr 2017 noch ungeschlagen war und sich dann Nachlässig- und Überheblichkeiten einschlichen. Prompt gab’s die erste Niederlage auswärts, wie auch später die Heimserie riss. „Im November haben wir bisschen geschwächelt“, sagt er. Für Greulich ist das aber alles kein Beinbruch.

Denn seine Mannschaft wächst langsam, aber stetig immer mehr zusammen. Er sieht es als Pluspunkt, dass inzwischen fast alle Spieler aus Hammel-, Litzel- oder Scharbach kommen. „Die kennen sich schon seit Kindesbeinen und spielen gemeinsam Fußball“, sagt er. Das stärkt die verschworene Truppe der Einheimischen. Wenn es darum geht, neue Akteure für die kommende Saison zu gewinnen, wird deshalb auch der Fokus auf Ex-SG-Leute gelegt, um das Kollektiv zu stärken.

Mit einem solchen Ehemaligen, der früher in der Kreisoberliga kickte, ist der Verein aktuell im Gespräch, damit der noch Ungenannte zur Rückrunde ins Geschehen mit eingreifen kann. Abgänge wird es keine geben, freut sich der Coach. Der Kader ist weiter sehr breit aufgestellt. Fast alle, die zu Beginn der Saison dazu stießen, blieben auch dabei. „Zumindest alle, die für die erste Mannschaft in Frage kommen“, meint Greulich. Er selbst plant für sich erst einmal bis Ende der Runde, würde aber auch danach gerne bei der SG weitermachen. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits. „Wir hätten gerne ein paar Ex-Hammelbacher zurück“, lacht der Trainer. Alexander Tempels führt dahingehend bereits Gespräche.

Einen „unfreiwilligen“ Abgang haben die Hammelbacher allerdings zu verzeichnen. Torjäger Alidou, der bei der Begegnung gegen den FC Biblis II vom gegnerischen Spielertrainer übel umgesenst wurde, wird wohl seine Fußballer-Karriere beenden müssen. „Zu 95 Prozent kann er nicht mehr spielen“, bedauert Greulich. Die Achillessehnen-Verletzung stellte sich als zu schlimm heraus.

Im Rest der Rückrunde will die SG am oberen Tabellendrittel dranbleiben. „Mit dem Kader ist es auch machbar“, weiß Greulich. Als Bewährungsprobe steht gleich als erste Partie im März die gegen den Tabellenzweiten Türkspor an. „Wenn wir nach oben noch was reißen wollen, müssen wir die gewinnen“, sagt er. Doch die Wald-Michelbacher sind mit dem ISC Fürth für ihn die besten Teams der C-Liga. Deshalb versteift sich der Coach nicht auf die beiden ersten Tabellenplätze.

Im Januar spielt die SG noch zwei Hallenturniere in Fürth und Zotzenbach, um sich auf den Rest der Rückrunde vorzubereiten. Wie es sich für harte, an die Witterungsverhältnisse gewohnte Überwälder gehört, wird danach nicht in der Halle trainiert. Am 26. Januar geht es draußen los. Natürlich nur, wenn es die Platzverhältnisse auf dem Hammelbacher Berg zulassen.