Jetzt anmelden für die 12. Odenwälder Hochlandspiele bei den Köhlertagen auf der Raubacher Höhe

Die Tradition des Kohlenmeiler-Brauchtums lebt Ende Juli wieder auf. Auf der Raubacher Höhe oberhalb von Schönmattenwag kommen dann Liebhaber von Lagerfeuerromantik, schwarzen Gesellen und originellen Wettbewerben voll auf ihre Kosten. Denn dann ist auf dem Odenwälder Höhenrücken die beliebte Köhlerwoche angesagt, zu der die beiden Vereine Gesangverein Harmonie und FC Odin zusammen mit dem Köhlerteam von Freitag, 27. Juli, bis Sonntag, 5. August, einladen.

Der Startschuss fällt am 27. Juli um 18 Uhr, wenn der Holzkohlenmeiler feierlich entzündet wird. Dann wird im Beisein vieler Gäste die glühende Holzkohle in den Schacht hinabgelassen, sodass das Holz danach in zehn Tagen zur Kohle werden kann. Die wird am Abschlusstag verkauft. Dazu gibt es viel Musik, Infos und so manche Anekdote und witzige Geschichte rund ums Köhlerhandwerk. Anschließend schwelt der Meiler unter strenger Bewachung vor sich hin.

Die Köhler Joachim Sauer und Jürgen Walter freuen sich, wenn Petrus ihnen dazu zehn unwetterfreie Tage spendiert, aber auch über viele Besucher, die schauen, staunen und fachsimpeln – oder einfach auch nur den Arbeitstag in gemütlicher Runde mit einer Köhlermahlzeit ausklingen lassen wollen. Seit über 30 Jahren pflegen die beiden Vereine schon das alte Handwerk, das früher in den Odenwalddörfern weit verbreitet war.

In Schönmattenwag war es etwa Adam Knopf, der es noch von der Pike auf gelernt hatte und an den eine Gedenkplatte auf dem Festplatz erinnert. Jürgen Walter wird darüber hinaus immer gegen Abend das Binden von Reisigbesen vorführen, das er sich vor ein paar Jahren vom Schwiegervater abgeschaut und autodidaktisch gelernt hat.

Das uralte Geschäft mit der Kohle ist die arbeitsintensive Seite der Köhlerwoche. Viel wichtiger ist den Veranstaltern jedoch die erlebbare Tradition des „Kohlebrennens“, mit der sie auch ein stückweit dem Raubacher Jockel, der bekanntermaßen zu Lebzeiten gleichfalls mit der Köhlerei seinen Unterhalt bestritt, wenige Meter oberhalb seines Heimatortes seine Referenz erweisen.

Für die entsprechende Biergarten-Atmosphäre haben die beiden Vereine im Vorfeld den Waldplatz oberhalb der Raubach hergerichtet. Die vielen fleißigen Helfer der Küche bieten jeden Tag kulinarische Köhlerspezialitäten und leckere Tagesessen sowie kühle Getränke an. Als weitered Highlight wird am ersten Sonntag-Mittag ein über der Holzkohle gegrilltes frisches Odenwälder Wildschwein offeriert. Die Bewirtung auf dem Festplatz startet jeden Tag um 10 Uhr. Von Sonntag bis Sonntag gibt es (unter der Woche ab 18 Uhr, sonntags ab 12 Uhr) ein Tagesessen zusätzlich zu den normalen Angeboten.

Am zweiten Wochenende, wenn sich die Köhlerwoche dem Ende nähert und der Meiler zur Ernte ansteht, gehen die Raubacher Köhlertage am Sonntag, 5. August, nahtlos in die „Odenwälder Hochlandspiele“ in der mittlerweile 12. Auflage über. Heroisch-anmutend wird es dann, wenn Dudelsack-Musik ertönt und die Matadore der Hochlandspiele in die Waldarena einziehen. Ansonsten geht es bei dieser Odenwälder Variante der berühmten schottischen Highlandspiele locker und unverkrampft zu.

Die Teilnahme kostet nichts und auch die schicken Schottenröckchen – die Kilts -, die zu tragen während des Wettbewerbs heilige Pflicht ist, werden gestellt. Sie können aber selbstverständlich auch mitgebracht werden. Ein bisschen beweglich sollten die Kämpfer allerdings schon sein, außerdem Sinn für Humor und Spaß haben – und ein paar Muckis obendrein. Immer dabei sind die Disziplinen Baumstamm-Werfen und -Überschlag sowie Tauziehen. Die dritte Aufgabe variiert von Auflage zu Auflage und wird im Vorfeld noch nicht verraten, sondern hoch geheim gehandelt.

Zu erreichen ist der Festplatz auf der Raubacher Höhe bequem mit dem Pkw über Ober-Schönmattenwag oder Finkenbach, der Kreisstraße 37 Richtung Raubach folgend. Gleichfalls bietet sich der Kohlenmeiler auch als leicht zu erreichendes Wander- oder Fahrradziel an, so etwa von Ober-Schönmattenwag aus durch das Ellenbachtal mit dem sanften Anstieg zur Raubacher Höhe. Damit vermeidet man die gerade an den Wochenenden aufwändige Parkplatzsuche.

Info: Anmelden zur Teilnahme an den 12. Odenwälder Hochlandspielen können sich Teams mit drei Personen bereits jetzt bei den Vereinsvorsitzenden Bernd Egner (FC Odin) oder Christof Klos (GV Harmonie) unter Telefon 06207–81663 oder 921568.

 

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Wie surft man sicher? Medientage am Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach

Computerspiele und Cybermobbing standen im Mittelpunkt der Medientag am Überwald-Gymnasium (ÜWG). Altersfreigaben, Chatikette, Jugendmedienschutz und sichere Passwörter waren weitere Themen der verschiedenen Workshops, an denen die 86 Fünftklässler teilnehmen. Die Fachleute vom Institut für Medienpädagogik und Kommunikation in Darmstadt und die Wald-Michelbacher Polizei gaben Tipps dazu und warnten vor möglichen Fallstricken.

Das Internet durchdringt inzwischen praktisch alle Lebensbereiche. Und seine Nutzer werden immer jünger. Kinder und Jugendliche sind aber meist nicht auf das vorbereitet, was sie im Netz oder in den sozialen Medien erwartet. Weil die rasante Entwicklung oftmals in der Elterngeneration ebenfalls für Stirnrunzeln sorgt, tut frühzeitige Aufklärung Not. Am ÜWG geschieht dies in Form eines Medientags.

„Wir haben diesen früher in den siebten und achten Klassen durchgeführt“, erläuterte die koordinierende Lehrerin Silke Spottka. Doch dann merkte man, dass dies eigentlich schon zu spät war. Jedes Jahr ging es ein weniger weiter nach vorn, bis jetzt schon die Fünftklässler kurz vor den Sommerferien in den Genuss kommen. Denn inzwischen besitzen selbst Zehnjährige manchmal schon ein Smartphone. Und für die Kids, die keines haben, ist es trotzdem wichtig zu wissen, wie sie mit dem Besitz und dem Gebrauch bei anderen umgehen sollen.

Die Lehrer stellen laut Spottka immer wieder (Auf-)Klärungsbedarf fest. Zuhause sei eine Problemlösung teilweise auch nicht mehr möglich, beobachtete sie. Deshalb habe man sich mit den Fachleuten in Gestalt von Anne Schmitt und ihrem Team Hilfe geholt. Die „moralisch-ethischen Aspekte“ bei der Nutzung des Internets zusammen mit den „Chatiketten“ standen bei verschiedenen Workshops im Mittelpunkt. „Auch Elfjährige müssen darüber schon Bescheid wissen“, obwohl sie noch nicht strafmündig seien, betonte Schmitt. Man handle präventiv, „bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“.

Allerdings will die Fachfrau die sozialen Medien und das Netz nicht zu negativ darstellen. Das Team will auch vermitteln, wie sich die Kids sinnvoll und kreativ präsentieren können. Sie sollen zu Selbstverantwortung erzogen werden, „weil die Eltern auch nicht alles wissen können“. Wichtig ist ihren Worten zufolge, „nicht zu viel ins Profil zu stellen“. Auch wurden Begrifflichkeiten wie Facebook oder WhatsApp erklärt.

Ein großes Hallo gab es bei der Suche nach den eigenen Hinterlassenschaften im Netz. Dass die schon in jungen Jahren groß sein können, erstaunte doch. „Wer bin ich, wie werde ich wahrgenommen und wie sieht es in 20 Jahren aus“, lautete die Herangehensweise. Die Fünftklässler haben entdeckt, „dass sie schon viele Spuren machen“, so Spottka. Das wurde anhand von Vereins- oder Familienbildern verdeutlicht.

Gezeigt wurde, wie sich sicher im Netz surfen lässt. Für die Schüler waren außerdem die Altersfreigaben von Computerspielen interessant – ein Thema, das Jasmin Lammer vermittelte. Es galt zu raten, bei welchem Spiel welches Alter erlaubt ist. Sally Brügmann und Timo Cromm beschäftigten sich mit Cybermobbing und „Chatiketten“.

Den Kids wurde verdeutlicht, wo die Grenzen zum Spaß aufhören. Auch unbedacht ins Netz gestellt Dinge „können eine Eigendynamik entwickeln“, so die Experten. Jemanden online zu diffamieren, „ist keine Kleinigkeit“, warnten sie. Auf der anderen Seite ging es um die Hilfestellung für Gemobbte. Welche Konsequenzen hat das, wie kommt man aus dem Teufelskreis wieder raus und wo findet man Hilfe, hießen die Themen.

WhatsApp ist nach der Beobachtung von Schmitt Fluch und Segen. „Alle nutzen es“, weil es die Kommunikation vereinfacht. „Alle sind genervt davon“, aber müssten trotzdem dabei sein. Kinder sollten sich nicht unter Druck setzen lassen. Von der Wald-Michelbacher Polizei war Torsten Raabe mit Team dabei und informierte zu Jugendmedienschutz.

Silke Spottka stellte eine „sehr positive Resonanz“ der Schüler auf die Angebote fest. Man arbeite mit einem „nachhaltigen Konzept“, das bei auftretenden Problemen auch in Zukunft Lösungsansätze biete. Die Referenten nehmen jedes Mal wieder Neues aus den Klassen mit. Manche Kinder haben bereits Medienerfahrung, andere nicht, die nächsten besitzen noch gar kein Handy.

Hessische SPD fordert Abschaffung der Straßenausbeiträge – Tobias Eckert referiert in Rimbach

Die hessische SPD will die Straßenausbaubeiträge komplett abschaffen und die finanziellen Ausfälle der Kommune durch Gelder des Landes ersetzen. Allein: Sie ist nicht an der Regierung, deshalb hat ihr Entwurf zumindest vor der Landtagswahl Ende Oktober wenig Chancen auf Realisierung. Tobias Eckert, Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft in der Fraktion, stellte jetzt die Überlegungen der Sozialdemokraten im Adam-Schmitt-Saal des Rathauses vor. Dabei erläuterte er auch die Unterschiede zum von der schwarz-grünen Regierung verabschiedeten Gesetz, das die Erhebung der Beiträge (einmalig oder wiederkehrend) den Kommunen freistellt.

Den guten Besuch wertete der örtliche SPD-Vorsitzende Rolf Ihrig als Zeichen dafür, „dass das Thema von Interesse ist“. In Rimbach sei vor zwei Jahren eine Untersuchung auf den Tisch gekommen, dass etwa 50 Prozent der Ortstraßen erneuert werden müssten. Er nannte als Beispiel die Bismarckstraße mit vielleicht 20 bis 25 vorwiegend älteren Anwohnern. Diese müssten bei einmaligen Straßenausbaubeiträgen (Gemeinden bitten die Bürger in der Regel mit zwischen 75 und 90 Prozent der Sanierungskosten zur Kasse) eine fünfstellige Summe zahlen. „Lassen sie doch mal eine 80-Jährige zur Bank gehen und dafür einen Kredit nachfragen. Die bekommt nur ein Schulterzucken“, meinte Ihrig.

Im September 2016 brachte die SPD einen Antrag in die Gemeindevertretung ein, wiederkehrende Straßenbeiträge einzuführen, erläuterte Ihrig weiter. Diese legen die entstehenden Kosten auf ein komplettes Abrechnungsgebiet, etwa einen Ortsteil, um. Damit werden alle Bürger mit jährlichen, überschaubaren Beiträgen veranlagt und im Gegenzug gewährleistet, dass die in Frage kommenden Straßen über einen längeren Zeitraum saniert werden können.

Ein Workshop im April vermittelte viele interessante Punkte, sagte der Vorsitzende. Es liege derzeit ein Antrag von SPD und FDP vor, der das Thema umfassend beleuchten will und alle Alternativen auf ihre Vor- und Nachteile abklopft. „Die Frage der Finanzierung muss geklärt sein“, meinte Ihrig zum Vorschlag der Landes-SPD. Mit der Veranstaltung wolle man bei einem Thema, „das die Gemüter erregt“, für einen „höheren Kenntnisstand“  sorgen.

SPD-Wahlkreisabgeordnete Karin Hartmann, die ihren Fraktionskollegen Eckert mit in den Odenwald gebracht hatte, wies auf das Bürgermeistergespräch mit Holger Schmitt hin, in dem die Straßenausbaubeiträge auch Thema waren. „Das bewegt Bürger und Verwaltungen von Zwingenberg bis nach Neckarsteinach“, hatte die Wahlenerin bei ihren Besuchen in den Rathäusern mitgenommen. „Senioren sparen ihr Geld vielleicht für die Beerdigung, dann wird die Straße saniert und bei einmaligen Beiträgen ist alles weg“, machte sie drastisch deutlich, wie eine solche Maßnahme Bürger nahe an den Ruin führen kann.

Fünf Jahre lang ließ der Gesetzgeber den Gemeinden keine Chance, ob sie Beiträge erheben wollten oder nicht, erläuterte Eckert. Es war quasi Pflicht. Nur große Städte oder solche, „die wie in Eschborn in Geld schwimmen“, nahmen keine. Knapp 400 Kommunen taten dies aber. Wiederkehrende Beiträge haben laut Eckert den Charme, dass sie die Kosten auf mehr Schultern verteilen. Letztendlich zahlt aber der Bürger über viele Jahre hinweg trotzdem das Gleiche wie wenn er einmalig veranlagt würde.

Auch werden dem Wirtschaftsexperten zufolge damit „nicht alle Nutzer der Straßen getroffen“. Denn die werde natürlich nicht nur von den Autos der direkten Anwohner genutzt. Weiterhin gebe es die Ungerechtigkeit, dass Anlieger an Bundes- und Landesstraßen weniger zahlen als  solche an Gemeindestraßen. Doch: „Die meisten zu sanierenden Straßen liegen innerorts“, betonte er. Was ihn zu einem anderen Problem führte: dem demographischen Wandel. Häuser im Zentrum würden unattraktiv, wenn hohe Ausgaben im Raum stehen. Die Menschen siedelten sich dort nicht mehr an. „Die Infrastruktur fährt seit auf Verschleiß“, kritisierte er.

Die vielen hessischen Kommunen „gehen finanziell auf dem Zahnfleisch“, sagte Eckert. Sie müssten aber eine ordentliche Ausstattung bieten, „damit es Ansiedlung gibt“. Er bezeichnete die Straßenausbeiträge deshalb vor allem als ein Thema des ländlichen Raums. Für ihn ist klar, dass die Gemeinden das jetzige Gesetz nicht wollen, weil damit eine bisherige Einnahmequelle ohne Gegenfinanzierung wegfällt.

Eckert bezeichnete die jetzt von Schwarzgrün verabschiedete Lösung als genauso ungerechnet wie die bisherige Formulierung. „Wer es sich leisten kann, nimmt nichts.“ Die ärmeren Orte „müssen sich das Geld bei den Bürgern holen“. Es sei wie oft: Die Landespolitik gibt den schwarzen Peter an die Kommunen weiter. „Deshalb will die SPD die Beiträge für Maßnahmen an öffentlichen Straßen komplett abschaffen.“ Damit will die Fraktion eine gute Infrastruktur in allen Teilen des Landes erreichen.

Das Land soll dann für die Gegenfinanzierung der ausfallenden 39 Millionen Euro sorgen und noch etwas drauflegen. Dabei wollen die Sozialdemokraten einen Schlüssel verwenden, der die Fläche des Gemeindegebiets und die Einwohnerzahl berücksichtigt. Leider sei die SPD in ihrem Vorhaben von der Regierung im Gesetzgebungsverfahren ausgebremst worden, weshalb man jetzt in Eigenregie nach Optimierungsmöglichkeiten suche.

„Was CDU und Grüne beschlossen haben, hilft den Gemeinden nicht weiter“, so Eckert. Sollte sich Rimbach für die Einführung von wiederkehrenden Beiträgen entscheiden, gäbe es für die vier Abrechnungsgebiet je 20.000 Euro zur Umstellung. „Das ist aber nur einmalig“, warnte der Fachmann. Man müsse darüber hinaus auch den Haushalt im Blick  haben. Ist der nicht ausgeglichen, dann werde die Kommunalaufsicht „die Daumenschrauben anlegen“. Sprich: Die Gemeinde muss doch wieder kassieren, ob sie will  oder nicht. So viel zum Thema Freiwilligkeit, meinte er sarkastisch.

ISC Fürth ist Meister der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C

Es ist geschafft: Kurz vor Ende der Runde musste der ISC Fürth zwar noch einmal zittern, weil sich durch einen unnötigen Punkteverlust Verfolger Türkspor Wald-Michelbach bis auf einen Punkt an den Tabellenführer der Bergsträßer Fußball-Kreisliga C herangeschoben hatte. Doch der letzte Spieltag war schon entschieden, bevor er richtig begonnen hatte: Mit der Spielabsage von Birlikspor Biblis stand der ISC vor dem eigentlichen Anpfiff als Meister und direkter Aufsteiger in die B-Klasse fest. Ein klassischer Durchmarsch, nachdem das Team Anfang der Runde von der D-Klasse gekommen war. Der Jubel kannte auf heimischem Rasen keine Grenzen.

„Wir haben insgesamt eine sehr starke Saison gespielt“, sagt Spielausschussvorsitzender Teoman Asar. Ihm ist besonders der Traumstart mit dem 7:0 gegen den späteren hartnäckigen Verfolger und Mitaufsteiger Türkspor in Erinnerung. Der ISC feierte in der Folge Siege in Serie, ehe dann etwas der Schlendrian einsetzte und das Team einige Punkte ohne Not abgab.

„Wir haben von Anfang an klares Zeichen gesetzt“, meint Asar mit Blick auf die oft zweistelligen Ergebnisse gegen restlos überforderte Gegner. Nach dem Auswärtssieg im ersten Rückrundenspiel „war unser Ziel nur noch die Meisterschaft“. Bis dahin bevorzugte es die Elf, „Geheimfavorit“ zu sein, was aber angesichts der vorherigen Dominanz nur schwer durchzuhalten war. Schon schnell wurde die Elf als Meisterschaftsfavorit gehandelt.

In der Rückrunde schwächelte die Mannschaft zwischenzeitlich. Es gab kritische Spiele wie auswärts in Hüttenfeld – wo man das Hinspiel verloren hatte – oder die Schlammschlacht kurz vor Saisonende in Scharbach, die aber vorentscheidend mit 3:0 gewonnen wurde. Jedoch ließ der Aufstiegsaspirant unerwartet in manchen Begegnungen Punkte gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel liegen.

Nach so vielen Siegen in Folge „war das junge Team manchmal nur schwer zu motivieren“, erläutert Asar. Hier zeigten sich Licht und Schatten einer hungrigen Mannschaft, die zwar oft begeisternd spielte, aber auch durch Unkonzentriertheit und Überheblichkeit manche Spiele vergeigte, wenn es zuvor zu einfach gewesen war. Die Niederlage gegen Gras-Ellenbach, die die Meisterschaft noch einmal in Frage stellte, rüttelte die Mannen von Spielertrainer Oguz Ataman aber rechtzeitig noch einmal wach.

Genau diese Fähigkeit hebt Asar auch hervor: „Positiv und das Beste an der Mannschaft ist, dass sie sehr schnell aufwacht und Krisensituation trotz des jungen Durchschnittsalters gut bearbeiten kann“. Das Team kann dabei auf die treuen Fans zählen, deren Zahl an der Bande oftmals das Dreifache von anderen C-Liga-Mannschaften betrug: Zwischen 150 und 200 Zuschauer kann der ISC bei Heimspielen begrüßen. „Sehr viele, gute und heiße Fans gaben der Mannschaft immer Kraft und Motivation“, sagt er.

Auch der Vorstand stand immer hinter der Elf und versuchte die besten Bedingungen für die Spieler zu schaffen. Nach dem Aufstieg in die C-Klasse strebten diese den Durchmarsch an, erzählt der Pressewart. Der Vorstand wollte bodenständig agieren und „uns in erster Linie etablieren“. Doch getragen von der Euphorie „blieb uns nichts anderes übrig, als das Ziel unserer Spieler zu verwirklichen und zu unterstützen“, schmunzelt er. Das sehr familiäre Umfeld sorgte stets für gute Rahmenbedingungen. „Auf dieses junge Team kann man wirklich stolz sein“, meint Asar beeindruckt.     tom

 

Spielerporträts ISC Fürth

Teoman Asar, Autoverkäufer, 38, Torwart: Ein starker Rückhalt, der mit seiner langjährigen Erfahrung bei wichtigen Spielen mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen die Mannschaft zu Siegen führte. Er ist Mann für alles, gleichzeitig Spielausschussvorsitzender und Pressewart. Großer Motivator vor den Spielen.

Orkun Ocak, Friseur, 27, (Nachwuchs-)Torwart mit viel Talent für die Zukunft: Hat zahlreiche Einsätze mit Erfolg absolviert. Das ISC-Tor wird bei ihm immer in sicheren Händen sein.

Aykut Kemanci, Chemikant, 24, Abwehr: Eine Kampfmaschine bei den Spielen, der so sehr konzentriert ist, dass er nicht mal seine eigene Mitspieler hört. Seine Technik als Abwehrspieler ist schon Luxus. Sehr zweikampfstark.

Ogün Hanci, Fliesenleger, 20, linker Verteidiger: Ein Abwehrspieler als drittbester Torschütze des Teams sagt schon alles. Die linke Seite gehört ihm, offensiv stärker als defensiv. Techniker der Abwehr, die geheime Verbindung zum Sturm, Zuschauerliebling. Sein Herz schlägt für zwei Teams: ISC und Fenerbahce Istanbul.

Yalcin Türkay, Lackierer, 34, Abwehr: Einer der erfahrensten. Er ist ein „Kopfballungeheuer“, der stets auch bei Druck „cool“ bleiben kann. Mit seinem Lieblingspartner Aykut Kemanci bildet er hinten die „eiserne Wand“. Gleichzeitig auch Co-Trainer der Mannschaft.

Ahmet Kasar, Einzelhandelskaufmann, 21, rechter Verteidiger: Er ist mit Sicherheit der Schnellste in der Klasse auf seiner Position. Laufstark und ein Kämpfer. Die letzten Spiele opferte er sich fürs Team und spielte sogar verletzt. Ein Mensch mit viel Disziplin und Charakter.

Metin Güler, Einzelhandelskaufmann, 28, Abwehr: Ein schneller Abwehrspieler, kämpferisch stark, berufsbedingt hatte er in der Rückrunde eine Auszeit genommen.

Serdar Dalcicek, Chemikant, 29, Mittelfeld und Abwehr: Ein Allrounder, der jede Aufgabe stets mit Erfolg absolviert. Hartnäckiger Spieler mit viel Ehrgeiz. Des Weiteren gehört er auch zum Marketingteam. Durch seine Arbeit konnte der Verein einige Sponsoren gewinnen.

Mustafa Kara, Einzelhandelskaufmann, 26, Abwehr und linkes Mittelfeld: Bomber der Mannschaft mit starkem Linksfuß, kennt bei Torschüssen keine Distanz. Gleichzeitig zuständig für Marketing und Social Media. Seine Grafikdarstellungen für Spielankündigungen machen viele Vereine neidisch.

Spielertrainer Oguz Ataman, Chemikant, 32, Mittelfeld: Es war die beste Entscheidung, ihn als Trainer zu verpflichten. Ein charakterstarker Mensch mit viel Geduld, der alle gleich behandelt. Seine Erfahrung in höheren Klassen war für ihn immer von Vorteil und er setzte sie gewinnbringend ein. Ein starker Kämpfer im Mittelfeld, der öfters Eigeninitiative ergriff, wenn es mal nicht lief.

Süleyman Yaman, Techniker, 28, Mittelfeld: Laufstarker Kämpfer, den Mitspieler kaum kontrollieren können. Er hat Ausdauer und ist der König des Pressings. Er ist  für das Durchwirbeln der gegnerischen Abwehr zuständig.

Erdem Erdogan, Techniker, 30, Mittelfeld: Ein Spieler der besonderen Art, der viel Erfahrung aus höheren Klassen mitgebracht hat und in jeder Position einsatzfähig ist. Gehirn der Mannschaft, disziplinierter Spieler. Jüngere können sich ihn als Beispiel nehmen. Seine Verletzung warf ihn in der Rückrunde etwas zurück.

Volkan Gözübüyük, Verkäufer, 22, Mittelfeld: Seine Fähigkeiten am Ball sind unbeschreiblich, sehr starker linker Fuß, könnte mit Gheorge Hagi verwandt sein. Er muss nur Lust haben, Fußball zu spielen, dann kann ihn keiner halten. Partylöwe, der öfters verschläft.

Umut Kafabüyük, Student, 23, Mittelfeld: Blitztransfer des Vereins. Er wurde zwei Spiele vor Saisonende verpflichtet. Der ISC kennt seine Fähigkeiten, nächste Runde werden sie die Gegner auch kennenlernen.

Mert Yapicilar, Chemikant-Azubi, 21, Mittelfeld: „Vater des Diago-Passes“, Freistoßexperte, kopfballstark. Er liebt das kampfbetonte Spiel. Der Angriff lebt von seinen Pässen. Seine Energie zieht er sich aus den Motivationsansprachen von Torhüter Teoman Asar.

Burak Gözübüyük, Fliesenleger, 26, Linksaußen: Ein technisch starker Spieler mit super Hinrundenstart, der viel mehr aus sich machen könnte, wenn er sich mehr auf den Fußball  konzentrieren würde als aufs Amouröse.

Enis Cabuk, Einzelhandelskaufmann, 22, Sturm: Der Joker der Mannschaft, ein unberechenbarer Spieler, hat dem Team viel als Einwechselspieler geholfen, Amigo des Teams.

Hüseyin Kemanci, Schüler, 21, Linksaußen: Ein Spieler der Zukunft mit viel Potenzial, Freistoßexperte, aber Trainingshasser.

Murat Tolan, Produktionsmitarbeiter, 38, Sturm: Meistertrainer in der D-Klasse, erfahrener Stürmer, Motivator

Arben Cermjani, Fahrer, 30, Stürmer: Spielführer, sehr erfahrener und abschlussstarker Stürmer, schoss die Elf mit Kenan Kemanci in die B-Klasse, Spielführer und großer Bruder.

Kenan Kemanci, Azubi, 21, Stürmer: Die Tormaschine, seit zwei Jahren im Team, feiert seine zweite Meisterschaft und hat bisher knapp 80 Tore erzielt. Trotz Angeboten von höherklassigen Vereinen blieb er dem ISC aus Liebe und Leidenschaft treu.

ÜWG-Big Band und Blasmusik mögen’s beim Konzert in Schönmattenwag klassisch

Wenn „ÜWG Big Band meets Friends“ drauf steht, ist immer ein gehaltvoller musikalischer Cocktail drin. Schon zum sechsten Mal hatte sich das Ensemble des Überwald-Gymnasiums musikalische Freunde eingeladen, um bei einem Konzert für besondere Hörerlebnisse zu sorgen. Die ergeben sich immer dann, wenn dann beide Gruppen zusammen auf der Bühne stehen und Stücke spielen, die man von ihnen nicht erwarten würde oder in dieser Form nicht kennt.

Da dieses Jahr die Blasmusik Unter-Schimmeldewog zu den „Friends“ zählte, hatte man das Haus des Gastes als Aufführungsort genommen. Das zeigte sich sehr gut besucht, als die ÜWG Big Band mit ihren vielen Schülern die Bühne enterte. Im vergangenen Jahr hatte es ein umjubeltes Konzert  mit der Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach gegeben, davor bereits Zusammenarbeiten mit der Kocherbacher Trachtenkapelle und der Abtsteinacher katholischen Kirchenmusik.

„Wir haben ein paar neue Stücke im Repertoire. Seit langer Zeit mal wieder was mit Gesang“, meinte Big-Band-Leiter und ÜWG-Lehrer Sebastian Schertel. Die Hoffnung, die er mit dem Konzept „Big Band meets Friends“ verbindet, ist, dass die jungen Musiker von den alten Hasen profitieren und umgekehrt. Er freut sich immer wieder, wenn seine Schüler den Weg in die Orchestervereine finden und damit vielleicht eine Heimat über die Schulzeit hinaus in der Musik haben können.

Der dritte Teil des Konzerts war diesmal nicht wie in den letzten Jahren eine Mischung aus dem jeweiligen Repertoire, sondern ganz bewusst ein eigenes Genre. Christian Schuppel, der Leiter der Blasmusik, und Schertel entschieden sich, ins Klassikgenre zu gehen. Dafür gab es dann einen gemeinsamen Probentag, über den sich der ÜWG-Mann sehr angetan äußerte.

„Die Proben bei uns liefen für dieses Konzert seit Jahresanfang sehr intensiv“, erläuterte für die Blasmusik Matthias Staat. Um die 60 Musiker waren es, die sich zur gemeinsamen Probe  einfanden, die Blasmusik selbst zählt etwa 30. „Das Organisatorische haben wir gemeinsam mit dem Förderverein des ÜWG vorbereitet“, so Staat. Der übernahm an dem Abend die Bewirtung. Gerne wurden bei freiem Eintritt Spenden gesehen, die in die musikalische Arbeit beider Vereine gesteckt werden sollen.

Nach „It don’t mean a thing“ und „Mercy, Mercy, Mercy“ stand mit „Memory“ eines der berühmtesten Stücke von Andrew Lloyd Webber auf dem Programm. Kein Wunder, dass es wie die anderen im Repertoire der ÜWG Big Band mit viel Beifall honoriert wurde. „Colors of the wind“ aus dem Musical Pocahontas sah Ariane  Marquart am Mikrofon, die mit ihrem einfühlsamen Gesang zu gefallen wusste. „In the mood“ ist ein Klassiker, den man immer wieder gerne hört.

Sebastian Schertel war wie  immer bei den Konzerten voll in einem Element und dirigierte das Orchester mit weit ausholenden Bewegungen und viel Intensität.  Ebenfalls von der Glenn Miller Band war das folgende „Don’t sit under the apple tree“,  gefolgt von dem eingängigen „Sing, Sing, Sing“.  George Gershwin kam mit „Summertime“ und Solistin Sarah Sittner zu seinem Recht, einem weltbekannten Stück, das mit rauschendem Applaus belohnt wurde. „Freeze Frame“ schließlich als Schlusspunkt der Big Band ist bereits ein festes Bestandteil  des Programms und weiß immer wieder zu begeistern.

So gar nicht Blasmusik-typisch war der Set des Ensembles an diesem Abend, durch den Albrecht Baerenz in diesem Teil führte. Seit Anfang des Jahres hatte man die neuen Titel eingeübt, die fast komplett im Zeichen sinfonischer Blasmusik stehen. Der „Standard-Swing“ blieb  dies Mal außen vor. „The Fiddler on the Roof“ von Jerry Bock, „There you’ll be“ von Diana Warren und das Beste von Phil Collins zeigten die große Bandbreite der Musiker auf ihren verschiedenen Instrumenten.

Über die Qualität des Orchesters noch viele Worte zu verlieren,  hieße  ja Eulen nach Athen zu tragen. Da stimmen die Töne, harmonieren die Einsätze und Dirigent Christian Schuppel hat sowieso  alles im Griff. Kein Wunder, dass die Gäste nach den einzelnen Songs nicht mit Beifall sparten.

Noch eine Pause und dann war es soweit:  Es wurde eng auf der Bühne des Hauses des Gastes, als beide Ensembles zusammen musizierten. Wer jetzt aber gedacht hätte, es gäbe saalfüllenden Swing-Sound zu hören, sah sich (positiv) getäuscht. Es ging mit viel Power in die klassische Richtung, was für beide Gruppen eher fremdes Terrain darstellt.

Kompositionen von den Romantikern Grieg („Marsch der Trolle“) und Puccini (das weltberühmte „Nessun Dorma“) waren zu hören, außerdem ein eher seltener gespieltes Stück aus Gustav Holsts „Planeten“, nämlich „Mars“. Vom Impressionisten Ravel spielten Blasmusik und Big Band zusammen „Pavane“. Die Begeisterung bei den Gästen  war groß. Es gab zum Schluss mehr als überschäumenden Applaus für diese sechste Form der musikalischen Zusammenarbeit, die jedes Mal  ein besonderes Highlight darstellt.

Mitglieder packen beim FC Odin Schönmattenwag immer mit an

Der FC Odin kann auf seine Mitglieder bauen. Sie sind dem Verein nicht nur jahrzehntelang treu, sondern packen auch kräftig mit an, wenn Bedarf ist. Dadurch kann der FC auch immer wieder etliche Veranstaltungen übers Jahr stemmen, über die Vorsitzender Bernd Egner bei der Jahreshauptversammlung berichtete. Der Boom im Kinderbereich hält an. Allerdings fehlen immer mehr die Betreuer. Ähnlich geht es dem Fitnessbereich.

In seinem Rückblick streifte Egner Hobbyturnier und Sportwerbetag im vergangenen Juni. Beide Veranstaltungen waren „bombastisch besucht“. Das gute Wetter sorgte für einen schönen Erfolg. Beim Turnier der Jugendmannschaften herrschte viel Andrang. Ohne die vielen Helfer wäre das alles nicht zu bewältigen, lobte der Vorsitzende die Unterstützung. Deshalb gab es für diese auch ein Fest als Dank. „Als Mannschaft haben wir uns bei der Ortsmeisterschaft gut präsentiert“, sagte er. Ausstaffiert mit den neuen Trainingsanzügen, zeigte das Team eine verschworene Truppe, die nicht nur auf dem Platz zusammenhält.

„Hervorragend besucht“ war laut Egner die Oldienight im Haus des Gastes. Die erste Mannschaft brachte sich stark bei Auf- und Abbau sowie Bewirtung ein. Teilnahme am Weihnachtsmarkt, Jugendweihnachtsfeier oder Winterfeier „geht nicht ohne die Mitwirkung der vielen Odin-Freunde“, sagte Egner. Das Sportlerheim war sowohl bei der Jugend- als auch bei der Vereinswinterfeier extrem gut besucht bis ausgebucht. Für den Vereinschef ein toller Beweis der Verzahnung zwischen Jugend- und Seniorenmannschaft. Gut angenommen wird auch das Heringsessen an Aschermittwoch.

Der FC hat zwischenzeitlich eine Projektgruppe gebildet, die sich als „schnelle Eingreiftruppe“ drängenden Themen widmet. So wurde die Homepage auf Vordermann gebracht oder im Vereinsheim eine Sauna installiert. Egner freut es, dass auch einige junge Leute bei den sechs bis sieben Aktiven mitmachen. Eigenverantwortliches Arbeiten ist gefragt, betonte er. Als nächstes Ziel steht das regelmäßige Erscheinen des Vereinsheftes auf der Wunschliste.

In seinem Ausblick erwähnte der Vorsitzende das Haxenfest am letzten Heimspieltag. Der findet am 27. Mai gegen Trösel statt. Es folgt das Hobbyturnier am 30. Mai, gefolgt einen Tag später von den Sportwerbetagen mit Vorstellung der Jugendmannschaften. Ein Riesenevent wird wieder der Kohlenmeiler vom 27. Juli bis 5. August, der von den Odenwälder Hochlandspielen beschlossen wird.

Für die Fitnessabteilung berichtete Andrea Arnold, dass nach langen Jahren des Aufschwungs jetzt eine Stabilisierung eingetreten ist. „Es werden dringend Trainer gesucht“, betonte sie. Insgesamt gebe es eine schwierige Situation durch den großen Bedarf an Betreuern. Michael Walter sagte für die Jugendabteilung, dass die E-Jugend jetzt in der Runde spielt. Die Kleinen schlagen sich tapfer, müssen sich aber noch an das dortige Spielniveau gewöhnen.

„Es sind sehr viel Kinder im Training“, freute sich Walter. Allerdings fehlen auch hier Betreuer, weshalb er Interessierte aufrief sich zu melden. Die Jugend unternimmt viele Aktivitäten, so Walter. Darunter das Jugendcamp mit dem SV Sandhausen, das Aufladen vor einem SVS-Heimspiel oder die Weihnachtsfeier. „Wir hoffen, dass alle Kids bei der Stange bleiben“, sagte er.

Für die Abteilung Fußball blickte Toni Wurzel auf die vergangene Saison zurück. Die lief seinen Worten zufolge hervorragend. Erst am letzten Spieltag verlor man das Duell gegen Mörlenbach um Platz 4 . Diesen Rang nimmt der FC aktuell in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B ein. Gut lief die Vorbereitung für die aktuelle Runde. Bei der Wald-Michelbacher Ortsmeisterschaft musste sich der FC nur der Eintracht geschlagen geben. „Eine Sensation blieb aus“, bedauerte Wurzel.

Drei Abgänge vor der laufenden Saison ließen den Kader etwas zusammenschrumpfen, aber drei Zugänge in der Winterpause sorgten für Entspannung. Lars Keßler, Nico Helfrich und Marcel Berbner verstärken nun die Elf von Spielertrainer Jan Schörling.

Vorstand FC Odin: Vorsitzender Bernd Egner, zweiter Vorsitzender Joachim Sauer, Schriftführer Franz Ballmann, Kassierer Helmut Knapp, Jugendleiter Michael Walter, Beisitzer Toni Wurzel, Matthias Jöst, Martin  Neff, Werner Haubert, Steffen Knapp, Kassenprüfer Patrick Walter, Marco Sommerauer

Ehrungen: 25 Jahre Patrick Stamminger, Marco Sommerauer, 40 Jahre Lothar Zink, Hildegard Sauer, Ilse Ehrt, 50 Jahre Reiner Schwab, Walter Knapp, Michael Frank, 60 Jahre Lothar Abelshauser, Werner Schmitt, Günter Neff, 70 Jahre und Ehrenmitglied Hans Martin, Willi-Peter Ritter

„Irish Voices“ entführen am Samstag, 14. April, in der Weiherer „Mühle“ nach Irland

Ein musikalischer Gruß von der Grünen Insel Irland weht durch den Landgasthof „Zur Mühle“: Am Samstag, 14. April, spielen dort die „Irish Voices“ ihr erstes „reguläres“ Konzert in diesem Jahr. Los geht es im romantischen „Heuwagenzimmer“ um 20 Uhr. Simone Köhler, Siggi Winkler und Friederike Hornauer nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit und die irische Geschichte. Mal melancholisch und tieftraurig, mal lebenslustig, vor Freude sprühend, sind die vielen Songs, die sie an diesem Abend darbieten.

Das Folktrio „The Irish Voices“ gibt es seit mehr als 13 Jahren. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 200 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel. Eine Spezialität sind einige eigene Folks, besonders eigene oder überlieferte Odenwälder Mundartsongs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Balladen, fast schon a-cappella vorgetragen, mischen sich mit fetzigen Hornpipe-Songs aus den Pubs, bei denen die Zuhörer fast schon automatisch anfangen zu klatschen. Aktuelle Songs von irischen Popstars gibt es genauso zu hören wie alte, traditionelle Lieder, die mehrere Jahrhunderte auf dem Buckel haben.

Der Weiherer Siggi Winkler ist Irland schon seit vielen Jahren mit Haut und Haaren verfallen. Über 20 Mal war er bereits dort, davon auch sechs oder sieben Mal in Connemara. Für die Iren war seit je her die Musik ein Ausgleich für Unterdrückung, entbehrungsreiches Leben und karge Landschaft, erzählt er. Das bunte Leben und Treiben in den Pubs, wo sie sich seit Jahrhunderten treffen, ist quasi ein Gegenpol.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“.

Neben der in den Songs thematisierten Auswanderung, die vor allem im 19. Jahrhundert die Grüne Insel schwer traf, steht auch immer der Widerstand gegen die Briten im Mittelpunkt der Tunes, Reels und Jigs. Oft zeigt sich darin die Kunst der Iren, aus einem Lied über ein trauriges Ereignis einen fetzigen Song zu machen. Der Wechsel zwischen getragenem Gesang hin zu einer flotten Melodie kennzeichnet ebenso etliche andere Lieder.

Info: Vorreservierungen für das Konzert der „Irish Voices“ am Samstag, 14. April, 20 Uhr, werden in der „Mühle“ unter Telefon 06209-1634 entgegengenommen. Weitere Infos unter the-irish-voices.chapso.de