„Irish Voices“ entführen am Samstag, 14. April, in der Weiherer „Mühle“ nach Irland

Ein musikalischer Gruß von der Grünen Insel Irland weht durch den Landgasthof „Zur Mühle“: Am Samstag, 14. April, spielen dort die „Irish Voices“ ihr erstes „reguläres“ Konzert in diesem Jahr. Los geht es im romantischen „Heuwagenzimmer“ um 20 Uhr. Simone Köhler, Siggi Winkler und Friederike Hornauer nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit und die irische Geschichte. Mal melancholisch und tieftraurig, mal lebenslustig, vor Freude sprühend, sind die vielen Songs, die sie an diesem Abend darbieten.

Das Folktrio „The Irish Voices“ gibt es seit mehr als 13 Jahren. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 200 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel. Eine Spezialität sind einige eigene Folks, besonders eigene oder überlieferte Odenwälder Mundartsongs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Balladen, fast schon a-cappella vorgetragen, mischen sich mit fetzigen Hornpipe-Songs aus den Pubs, bei denen die Zuhörer fast schon automatisch anfangen zu klatschen. Aktuelle Songs von irischen Popstars gibt es genauso zu hören wie alte, traditionelle Lieder, die mehrere Jahrhunderte auf dem Buckel haben.

Der Weiherer Siggi Winkler ist Irland schon seit vielen Jahren mit Haut und Haaren verfallen. Über 20 Mal war er bereits dort, davon auch sechs oder sieben Mal in Connemara. Für die Iren war seit je her die Musik ein Ausgleich für Unterdrückung, entbehrungsreiches Leben und karge Landschaft, erzählt er. Das bunte Leben und Treiben in den Pubs, wo sie sich seit Jahrhunderten treffen, ist quasi ein Gegenpol.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“.

Neben der in den Songs thematisierten Auswanderung, die vor allem im 19. Jahrhundert die Grüne Insel schwer traf, steht auch immer der Widerstand gegen die Briten im Mittelpunkt der Tunes, Reels und Jigs. Oft zeigt sich darin die Kunst der Iren, aus einem Lied über ein trauriges Ereignis einen fetzigen Song zu machen. Der Wechsel zwischen getragenem Gesang hin zu einer flotten Melodie kennzeichnet ebenso etliche andere Lieder.

Info: Vorreservierungen für das Konzert der „Irish Voices“ am Samstag, 14. April, 20 Uhr, werden in der „Mühle“ unter Telefon 06209-1634 entgegengenommen. Weitere Infos unter the-irish-voices.chapso.de

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Die „Irish Voices“ stehen in den Startlöchern für die neue Konzertsaison im Odenwald

Wenn die Natur in Deutschland erwacht, dann sprießen auch wieder die musikalischen Knospen von der „Grünen Insel“. Wobei die „Irish Voices“ beileibe nicht im Winterschlaf waren, sondern seit vergangenem Herbst kräftig an neuen Songs feilten. Die gibt es am Vorabend des St. Patrick’s Day erstmals in Mörlenbach zu hören, ehe dann im April das Jahresprogramm startet. Die ersten Auftritte der Irish-Folk-Gruppe aus dem Odenwald mit vielen neuen Songs und Tunes sind bereits unter Dach und Fach.

Die Konzerte der „Irish Voices“ versprühen immer gute Laune und sind prädestiniert für unterhaltsame Abende, bei dem das Flair der Grünen Insel mit jeder Faser zu spüren ist. Die Gruppe setzt bewusst nicht auf die irischen „Folk-Schlager“, wie sie hoch unter runter laufen, sondern will die ungefilterte Pub-Atmosphäre rüberbringen. Seit nunmehr 15 Jahren touren die Musiker mit ständig verändertem Programm. Sie wollten eigentlich alle niemals in einer Band auftreten, aber es hat sich durch ihre Liebe zur traditionellen irischen Musik „alles so ergeben“.

Zunächst waren Johanna Boch und Siggi Winkler als Duett auf privaten Feten und später auch öffentlich unterwegs. Dann wurden sie mit Simone Köhler zu einem Trio, später mit Friederike Hornauer zum Quartett. Im vergangenen Jahr musste Johanna Boch ihre Musikerfreunde aus gesundheitlichen Gründen verlassen, seitdem sind diese wieder als Trio unterwegs: musikalisch gereift, mit altem Konzept, aber neuen Ideen und immer wieder neuen Songs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Mit inzwischen über 200 Songs und Tunes ist die Auswahl für ihre (O-Ton) „Konzertchen“ immer eine „Qual der Wahl“, schmunzelt Siggi Winkler. Aber es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Für Abwechslung sorgen immer einige eingestreute Ourewäller Mundartsongs, die überwiegend aus eigener Feder stammen. Die „Irish Voices“ wollen ihre regionalen Auftritte in diesem Jahr auf zehn begrenzen. Davon sind sieben öffentlich. Auf der Agenda stehen im Frühjahr zunächst zwei Konzerte: Saisoneröffnung ist am Vorabend des „St. Patrick‘s Day“ am Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Mörlenbach. Hierzu wird als „Schmankerl“ eine Fotoshow mit 1000 Bildern aus Irland vorbereitet.

Das eigentliche Premierenkonzert findet am Samstag, 14. April, in Weiher um 20 Uhr im Landgasthof „Zur Mühle“ statt. Vorreservierungen sind hierzu unter Telefon 06209-1634 zweckmäßig. Es folgen später Auftritte in Zotzenbach (Museum Rotes Haus, 3. Juni) und Birkenau (Bistro Toskana, 17. Juni). Ende September tritt das Trio traditionell im Nibelungencafé des Hotels Gassbachtal in Gras-Ellenbach auf.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“. Siggi Winkler kam erst vor wenigen Tagen von seinem 21. Aufenthalt aus Dublin zurück. Dort besuchte er ein Folkfestival und gewann die Erkenntnis, dass sich die Musikszene in Irland weiter verändert hat.

Dublin ist aber nicht Irland. Besonders in der Provinz kann man das echte Irland erleben, während sich Dublin mit der Zeit multikulturell entwickelt hat. Aber die Tradition lebt auch dort weiter, was der Weiherer bei einer Session an einer Musikschule in Dublin selbst erlebte. Es gibt viele junge, begabte Musiker. Das „Trinity College“ mit seinen über 1000 Schülern sowie zahlreiche Musikschulen in der Stadt und auf dem Lande sind die „Brutstätte“ dafür.

Info: Das komplette Programm zusammen mit den Auftrittsorten kann unter http://the-irish-voices.chapso.de eingesehen werden.

Überdüngung in der Landwirtschaft: Es flattern immer weniger Schmetterlinge durch die Lüfte

Das Bienensterben hat es mittlerweile ins öffentliche Bewusstsein geschafft. Aber dass sich die Schmetterlingspopulation genauso rasant in Luft auflöst wie die Verbreitung von Maja, Willi & Co., ist noch nicht in den Köpfen angekommen. Dabei ging bei den Tagfaltern seit Mitte der 70er Jahre die Zahl der Wiesenarten um 73 Prozent zurück, stellte der renommierte Biologe Professor Josef H. Reichholf in einer Studie für die Deutsche Wildtier-Stiftung fest. Das kann vor Ort auch der passionierte Hobby-Entomologe Siegfried Winkler bestätigen.

Der 68-Jährige ist seit Jahrzehnten in einer AG aktiv, die in Hessen die Insektenfauna monitorisch begleitet und mit dem Frankfurter Senckenberg-Museum zusammenarbeitet. Chef der ArGeHeLep (Arbeitsgemeinschaft hessischer Lepidopterologen) ist der Leiter der entsprechenden Museumsabteilung, Dr. Wolfgang Nässig. „Wir machen insektensoziologische Studien über Schmetterlinge auf bestimmten Flächen“, so Winkler. Der ehemalige Revierförster ist dabei überwiegend auf den Gemarkungen Birkenau und Mörlenbach aktiv.

Betroffen vom Rückgang ist nach den Beobachtungen des Studienverfassers Reichholf vor allem die Agrarlandschaft, bedingt durch Verluste an Wildpflanzen durch Herbizide und durch Überdüngung. Bei den Waldarten und in den Städten gebe es keinen vergleichbaren Schmetterlings-Rückgang, auch wenn einige, insbesondere größere Arten „äußerst selten geworden sind“. Reichholf stellt ganz klar fest: „Der gesetzliche Artenschutz ist mit den bisherigen Mitteln nicht in der Lage, diese Entwicklung aufzuhalten.“

Da helfen dann eher zusätzliche Maßnahmen wie sie auch in der Region ergriffen werden. Winkler entdeckte bei seinen Studien Flächen, die zum Teil  auf natürliche Weise durch die Landwirte  zugunsten der Falterfauna gepflegt werden. Eine Wiese in Birkenau wurde von der Gemeinde gekauft und wird durch diese mit Blick auf Schmetterlinge (sogenannte „Widderchen“) und Orchideen unterhalten. Ein weiterer, selten gewordener Falter fliegt auf einer Waldwiese in Weiher, die – mit Hilfe des Forstamtes Lampertheim – durch den Pächter besonders gepflegt werden muss. So gibt es nur eine jährliche Mahd im August.

Siggi Winkler war in seinem „Berufsleben“ neben dem Försterjob viele Jahre im Auftrag von Hessen-Forst Waldschutzbeauftragter für Südhessen und „damit so etwas wie Spezialist für Krabbeltiere“. Als Ameisenschutzwart ist er weiterhin tätig und ein gefragter Mann, wenn Millionen an einen neuen Platz gebracht werden sollen. Ein paar Jahre war er auch in einer Waldschutzgruppe aktiv, die dem Ministerium aus der Praxis zuarbeitete.

„Ich habe sicher etwa 100 Schmetterlinge vom Ei bis zum Falter gezüchtet“, sagt der passionierte Naturfan. „Einheimische Arten lasse ich dann immer wieder frei und helfe damit den hiesigen Populationen“. Bei Exoten darf man das nicht (Stichwort Faunenverfälschung).

In Weiher gibt es laut Winkler eine Wiese, auf der zwei Arten des „Ameisenbläulings“ fliegen. Die Falter legen die Eier auf dem „Großen Wiesenknopf“ (Sang. Officinalis) ab. Die Räupchen fressen dort nach dem Schlupf in der Blüte. Nach der ersten Häutung lassen sie sich auf den Boden fallen und werden dort von Knotenameisen in deren Nest getragen. Die Räupchen leben danach in den Nestern von der Brut und geben so etwas wie „Honigtau“ ab, den die Ameisen zu ihrer Winterernährung benutzen. „Also eine echte Symbiose, eine Win-Win-Geschichte“, lacht der ehemalige Förster. Im nächsten Jahr fliegen die Falter im Juli aus.

Es gibt laut Winkler etliche Möglichkeiten für hiesige Landwirte und Privatleute, um die Insektenpopulationen in der Region zu stabilisieren. Dazu zählt etwa die extensive Beweidung landwirtschaftlicher Flächen. Hierfür existieren schöne Beispiele auf Gemarkung Zotzenbach. Sehr wichtig ist Düngeminimierung oder -verzicht. Für die Anlegung von Ackerrandstreifen gebe es diverse Programme und Zuschüsse durch die Landwirtschaftsämter, weiß er. Sinnvoll sind auch Feldholzinseln, sprich die Pflanzung insektenfreundlicher Sträucher. Auf Gemarkung Birkenau in Zusammenarbeit von Gemeinde, Jagdpächtern und Forst werde dies praktiziert, so der ehemalige Förster.

Josef H. Reichholf ist ein Pionier der Naturschutzbewegung. Er gründete 1972 mit Heinz Sielmann, Horst Stern, Bernhard Grzimek und Hubert Weinzierl die „Gruppe Ökologie“. Der 72-Jährige ist Träger der Treviranus-Medaille, der höchsten Auszeichnung des Verbands deutscher Biologen. Er warnt in seiner Studie eindringlich vor dem „Verschwinden der Schmetterlinge“. Seine Zählungen weisen darauf hin, dass seit den frühen 80er Jahren die Häufigkeit nachtaktiver Flattermänner um 50 Prozent und die Zahl der Arten um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist.

Reichholf stellte einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Flurbereinigung, Umstellung großer Teile der Landwirtschaft auf Maisanbau sowie Stallviehhaltung mit Güllewirtschaft fest. „Für die Abnahme der Schmetterlingshäufigkeit sind die Veränderungen entscheidend.“ Laut dem Biologen wurde Mais in vielen Landesteilen zur dominierenden Feldfrucht. Die großen Anbaugebiete „zeichnen sich durch ein besonders hohes Maß an Überdüngung, also Stickstoff-Überschuss, aus“.

Dadurch fallen laut dem Schmetterlingskenner die meisten Raupenfutterarten aus, weil einige wenige Pflanzen begünstigt werden. Es entsteht darüber hinaus ein feuchtkühles Bodenklima, das etliche Arten verschwinden lässt. Wildpflanzen würden außerdem durch Herbizide fast vollständig beseitigt. Dazu kommt noch die Behandlung mit Insektiziden, so der Biologe.

Reichholf fordert deshalb: „Der Überdüngung muss Einhalt geboten werden.“ Besonders die Grünlanddüngung sollte entschieden reduziert werden. Gleichzeitig spricht er sich dafür aus, dass viel mehr Magerwiesen notwendig sind, auf die überhaupt kein Dünger kommt. Naturschutzverbände könnten Flächen erwerben, „gerade auch aus der intensiv genutzten Landwirtschaft heraus“. Damit lasse sich zeigen, „dass der Artenschwund zu stoppen ist“.

Artenreiche Waldwiesen und Lichtungen sollten sich nach den Worten von Reichholf selbst überlassen bleiben. „Dafür könnten die Staatsforstbehörden sorgen.“ Auch können Privatleute dem Biologen zufolge mit guten Beispiel voran gehen und in ihrem Garten Biotope für Schmetterlinge, Wildbienen & Co. schaffen. Er schließt seine Betrachtung mit den Worten: „Es liegt an uns, ob die Schmetterlinge eine Zukunft haben und ob auch die kommenden Generationen die Faltervielfalt noch erleben.“

Wie lässt sich direkt etwas für die Schmetterlinge tun?

  • Ankauf von Flächen durch die öffentliche Hand oder Naturschutzverbände (Stichwort „Trittsteine“)
  • Weniger Mulchen in der „freien Landschaft“. Mehr extensive Mäharbeiten mit Abtransport des Mähgutes
  • Pflanzung oder zumindest Belassen von Sträuchern an Wald- und Wegrändern
  • Besonderes Augenmerk verdienen Eichen und Pappeln. Sie beherbergen die meisten Insekten
  • In Gärten und in der Feldflur können kleine verwilderte Ecken mit krautigen Blühpflanzen für Insekten wichtige Nahrungsquellen sein
  • Einsaat sogenannter „Blühwiesen“ (z.B. Phacelia oder Blühmischungen)
  • Sommerflieder („Schmetterlingsstrauch“) wird in Gärten gerne von Schmetterlingen besucht
  • Reduktion oder Verzicht von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden sowie Stopp der rasant fortschreitenden Versiegelung von Landschaftsteilen

 

 

Actias dubernardi ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae).

Irish-Folk-Benefizkonzert zugunsten des Weiherer Kindergartens: Begeisterte Gäste fordern gleich fünf Zugaben

Die Freude stand Siggi Winkler nach dem Konzert noch ins Gesicht geschrieben. „Es war einer der besten Folk-Abende, die ich mit anderen zusammen veranstalten durfte“, sagte er über die Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Weiherer Kindergartens, die er zusammen mit seiner Musikerkollegin Simone Köhler von den „Irish Voices“ in der „Mühle“ organisiert hatte. „Stargast“ war die Irin Pat O’Connor, auf der Grünen Insel eine gefragte Session-Musikerin, die mit ihren Songs ein ums andere Mal viel Beifall bekam.

„Das Publikum war absolut begeistert“, so Winkler. „Wir haben fünf Zugaben gespielt, das gab es noch nie.“ Fürs Konzert und den guten Zweck hatten die beiden neben Pat O’Connor weitere Folk-Hobbymusiker aus dem Odenwald aktiviert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Vom vollbesetzten Saal wurden glatte 555 Euro gespendet. Der „Krabbennest“-KiGa Weiher mit seiner Leiterin Ute Jäger möchte mit dem Geld kleine Dreirädchen für die Kinder kaufen.

O’Connor ist eine Vollblut-Musikerin. Das merken die Zuschauer vom ersten Ton an. Wenn sie die gespielten Songs kennt, zückt sie sofort ihre Fiddle und setzt nach wenigen Akkorden selbst ein. Ist ihr ein Stück unbekannt, dann hört sie ein wenig zu, prägt sich die Melodie ein und fängt aus den Nichts heraus an mitzuspielen. Die Irin ist eine Meistern auf dem Saiteninstrument, zückt aber ab und zu auch die Tin Whistle. „Ich liebe den Odenwald“, sagt sie. Kein Wunder, erinnert er sie mit den grünen Hügeln doch an ihre Heimat.

Zwischendurch, als keiner so etwas vermutet, „borgt“ sie sich von Siggi Winkler dessen Mikro und beginnt, „Donovan’s Song“ ohne jegliche Instrumentenbegleitung zu singen. Mit ihrer rauchigen Stimmen, dem irischen Dialekt und der Intonation verwandelt sich der Saal der Mühle von einem Moment auf den anderen in einen Pub auf der Grünen Insel, in dem der Zigarettenqualm durch die Gasträume wabert, sich ein paar Cracks zu einer Musik-Session getroffen haben, spontan aufstehen und einfach loslegen.

Da merkt man dann, dass Pat O’Connor die irische Musik im Blut hat und sie mit der Muttermilch aufgesogen hat. Ihre Vorfahren waren seit mindestens vier Generationen musikalisch unterwegs, ihre Leidenschaft hat sie auch an die Kinder weitergebeben. Sohn Brian spielt Uilleanpipe und ist grad auf einer Weltreise mit dem Rucksack durch den Nahen Osten, Russland, Kirgistan, China und Indien. Vor kurzem war sie Mundy (dessen Stück „Galway Girl“ ist bekannt aus dem Film „PS. Ich liebe Dich…“) unterwegs. Den Song sang Winkler zusammen mit ihrer Unterstützung.

Die Irin hat selbst über 100 sogenannte Tunes (Reels und Jigs) komponiert. Ihr zu Ehren übten die anderen sechs Mitmusiker für diesen Abend drei ein: „Donal o Store“, „Elves march“ und „Turkeys neck“. Letzterer hat wie fast alle eine Geschichte. Einer ihrer Söhne spielte Pat einmal einen Streich. Sie war zuhause in der Küche am Zubereiten eines Truthahnes. Der Hals sollte weggeworfen werden. Der Sohn steckte ihn ihr aber in die Manteltasche. Beim Einsteigen ins Auto bemerkte sie diesen, schimpfte und legte ihn auf die Seite. Doch der Filius legte den Hals unbemerkt aufs Autodach. Als sie an der Musikschule ankam und bremste, fiel der Truthahnhals runter. Großes Gelächter war die Folge.

Die „Irish Voices“ kennen Pat von einer Musikschule aus Elmstein/Pfalz. Dorthin kommen einmal im Jahr irische Musiklehrer immer Anfang August, um zusammen mit deutschen Musikern (Anfänger bis Profis) in Workshops zusammen zu arbeiten, zu üben, Konzerte zu geben. Vor drei Jahren ergab es sich, dass die Irin bereits am Freitag mit dem Flieger ankam, da sie samstags keinen Flug mehr bekommen hatte. Winkler bot ihr dann an, in Weiher zu übernachten – mit dem Hintergedanken, gleich eine Veranstaltung durchzuführen. „Wir machten dann eine Session mit ihr zugunsten ihrer Musikschule“.

Seitdem kommt sie immer freitags, um ein Konzert für den guten Zweck zu geben. Winkler war schon mehrmals in Dublin auf Gegeneinladung, um mit ihr auf Sessions zu musizieren. Die Dublinerin holt in ihrer Heimatstadt Kinder von der Straße und macht mit ihnen Musik, wenn die Eltern das Geld für die Musikschule nicht haben. „Sie hat ein großes Herz“, sagt Winkler anerkennend.

„Was uns heute genau erwartet, wissen wir Musiker auch nur im Ansatz“, so Siggi Winkler zu Beginn schmunzelnd. Denn ist so Brauch und Sitte bei irischen „Sessions“, dass irgendjemand ein Stück anstimmt – und wer es kennt, der spielt eben mit. Und so lief es auch ab. Zu hören gab es die klassischen Instrumente wie Geige oder Fiddle, Gitarre, Banjo, Tin Whistle, die Rahmentrommel Bodhran und die Low Whistle. Typische und zumeist bekannte Songs aus irischen Pubs, einige Reels, Jigs und Hornpipes, also instrumentale Stücke, waren zu hören – und als Garnierung einige eigene Mundartsongs.

Neben den beiden Organisatoren von den „Irish Voices“ waren Stan Svoboda, Klaus Willems, Heike Mauelshagen und erstmals Janet Key dabei – eine geigende Nordirin, die in Großsachsen wohnt. Alle sieben setzten auch gleich beim „Marsch der Elfen“, dem Anfangsstück, voll ein. Eine Komposition von Pat O’Connor, die so richtig irische Lebensfreude rüberbrachte.

Getragene, melancholische Songs wechselten sich ab mit flotten Tunes oder Reels, bei denen sich die Musiker voll austoben konnten. „I’m a rambler“, „Ye Jakobites“ oder „Kilkelly Ireland“ kennt man zwar aus den Konzerten der „Irish Voices“. Aber in größerer Besetzung und vor allem mit den Fiddle-Tönen von Pat O’Connor klangen die Songs völlig anders und hatten eine ganz andere Dynamik. „Wild Rover“ und „Whisky in the Jar“ waren Klassiker, bei dem das Publikum noch mal mitging, mitklatschte, mitwippte, mitsummte – und Zugaben ohne Ende forderte.

Folk-Benefiz zugunsten des Weiherer Kindergartens am 28. Juli in der „Mühle“

Es gibt immer nur ein kleines Zeitfenster für diese Benefiz-Folk-Veranstaltung, die von der Odenwälder Folkgruppe „Irish Voices“ inzwischen zum dritten Mal durchgeführt wird. Nämlich dann, wenn Pat O‘Connor aus Dublin für einen Tag und eine Nacht in die Region kommt. Das ist in diesem Jahr am Freitag, 28. Juli, in der „Mühle“. Am nächsten Tag geht es für sie nämlich schon zusammen mit den „Voices“ zu einem Workshop nach Elmstein, wo sich fast 200 Irish-Folk-Musiker aus vielen europäischen Ländern jedes Jahr eine Woche lang zu einer Fortbildung treffen.

Der „gute Zweck“ in diesem Jahr soll eine Spende für den Kindergarten in Weiher werden, nachdem im letzten Jahr für die Hospizgruppe Mörlenbach gesammelt wurde. Der Eintritt ist frei, es geht der „Hut“ herum. Die Besucher erwartet eine besondere Veranstaltung, die von Simone Köhler und Siggi Winkler organisiert wird. In Form einer „Session“ werden mit den beiden die regionalen Hobbymusiker Stan Svoboda, Klaus Willems, Heike Mauelshagen sowie Pat O`Connor den Abend gestalten. Ohne festes Programm, es soll viel improvisiert werden. Es wird einzeln, paarweise oder zusammen musiziert – wie es gerade passt.

Zu Gehör kommen natürlich irische Pubsongs, Balladen und Tunes. Aber auch mit einigen eigenen Mundartliedern soll der Abend abwechslungsreich gestaltet werden. Es wird sicher spannend – für die Musiker vielleicht aufregender als für die Besucher. Die Veranstalter hoffen auf eine gute Resonanz. Vorreservierungen im Landgasthof „Zur Mühle“ sind empfehlenswert.

Pat O‘Connor ist Musiklehrerin in Dublin. Sie zählt zu den bekanntesten Folk-Musikerinnen auf der grünen Insel. Ihre Hauptinstrumente sind die Fiddle und die Whistle. Aber sie singt auch mal, wenn sie dazu aufgefordert wird. Sie stammt aus einer Musikerfamilie, in der schon seit vielen Generationen zum Instrument gegriffen wird. Die „Irish Voices“ mit dem Weiherer Siggi Winkler sind stolz, sie als Freundin zu haben. Pat düste schon oft einige hundert Kilometer durch Irland, nur um mit ihren deutschen Freunden zusammen an einem Abend in einem Pub in Belturbet zu musizieren – oder eben zusammen in ihrer Musikschule in „Monkstown“, einem Stadtteil von Dublin.

Info: Benefiz-Folk-Konzert für den Weiherer Kindergarten am Freitag, 28. Juli, um 20 Uhr im Gasthaus „Zur Mühle“, Telefon 06209-1634.

25 Kilometer bergauf und bergab durch die Region: Mountainbiketour anlässlich des Wald-Michelbacher Heimatfestes

Die Mountainbike-Tour anlässlich des Heimatfests hat immer ihre Liebhaber, auch wenn es bei den Teilnehmerzahlen wetterbedingte Schwankungen gibt. „Zwischen 20 und 30 Starter haben wir im Schnitt“, meinte Sebastian Schröder von der Zukunftsoffensive Überwald (ZKÜ), der wieder den Tourguide auf der 25 Kilometer langen Strecke gab. Die war mit ihren 800 Höhenmetern rund um Überwald und Weschnitztal aber nicht allein dem sportlichen Aspekt vorbehalten, sondern vermittelte auch Wissenswertes aus der Region.

18 Radler waren es bei wechselhaftem, kühlem Wetter, die sich vom Einhaus aus auf die Strecke machten. Bei Sonne und besseren äußeren Bedingungen zählte man auch einmal 40, sagte Schröder. Die erste Etappe führte zum Steinbruch Mengelbach, wo Wolfgang Wagner die Mountainbiker bereits erwartete. Bis in die 70er Jahre wurde hier abgebaut, dann noch einmal von Mitte der 90er bis 2005.

Wagner wies weiterhin auf das Geozentrum hin und die Absicht, das Gebiet als „begehbares Biotop“ weiterzuentwickeln – aufgrund von drei besonderen, dort vorkommenden Arten. Er erwähnte auch die verbotenen touristischen Nutzungen. Seine Frage ging in die Tiefe: Welchen Wasserpegel hat der See im Steinbruch aktuell? 19 Meter lautete die richtige Antwort.

Über Weiher folgte der lange Anstieg zum über 500 Meter hohen Götzenstein bei Ober-Abtsteinach hinauf. Dort erläuterte Schröder die weit in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte. Auf diesem Hügel trat der Sage nach der fränkische Herrscher Dietbert zum Christentum über. Anlass soll die Rettung eines Kindes aus seiner Sippe vor dem Feuer allein durch den Glauben eines Christen gewesen sein. Schröder wollte deshalb wissen, wann die Franken zum Christentum konvertieren und sich taufen ließen. Rund um das Jahr 500 hieß die Lösung.

Dritte Station war an den Sühnekreuzen vom Wald-Michelbacher Draisinenbahnhof hoch zur Kreidacher Höhe.  Immer wenn ein Mensch ermordet wurde, wurde laut Sage ein Kreuz aufgestellt. Deshalb wird die Stelle auch mit dem früheren Galgen auf der nahe gelegenen Höhe in Verbindung gebracht. Hier ging es für die Teilnehmer darum, den letzten Galgen Deutschlands zu verorten. Der steht nicht weit weg, in Beerfelden, und ist ein Denkmal von besonderer überregionaler Bedeutung.

Die Tour charakterisierte Schröder als sehr angenehm. Man wartete immer auf die etwas langsameren und war so als Gruppe unterwegs. Die Teilnehmer kamen aus allen Ecken der näheren und weiteren Region. Die Auswärtigen hielten sich nach Rückkehr noch einige Zeit auf dem Heimatfest auf, freute sich der ZKÜ-Geschäftsführer. Den ersten Preis beim Quiz gewann Hannes Schweickert aus Zwingenberg, gefolgt von Sabine Steinbeck (Gernsheim) und Reiner Schmid (Rimbach).

Eine neue Heimat für Millionen von Ameisen an der Wegscheide – Ganzes Volk wurde dorthin umgesiedelt

In drei blauen, großen Plastiktonnen verstecken sich ein paar Millionen. Ameisen. Wenn ihre bisherige Heimat bedroht ist, die geschützten Tiere einzugehen drohen, dann werden sie umgesiedelt. Und dann wird einer wie Siegfried Winkler gerufen, einer von nur sechs Ameisenschutzwarten in Südhessen. Der Mörlenbacher ist im ganzen Odenwald unterwegs. Er wird immer dann angefordert, wenn ein Volk gefährdet ist und „umgetopft“ werden muss. Oder, wie in Weiten-Gesäß, direkt an der Straße liegt und durch Umweltsünder in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Müll an der Straße ist der eigentliche Grund der Rettungsumsiedlung. „Die lieben Zeitgenossen“, ärgert sich Winkler, „werfen an dieser Stelle immer ihren Kram aus dem Auto, wodurch das Volk bereits Schaden genommen hatte“. Schon einmal war er dort zusammen mit Revierleiter Burkhardt Klose am Werk. Dieser hatte immer wieder die Zivilisationsreste aus dem Nest entfernt. Aber irgendwann ist einfach gut, es musste gehandelt werden.

Das Ameisenvolk wurde auf die Wegscheide an den Wanderweg Richtung Mossautal gebracht und an einer Station des informativen Waldlehrpfades ausgesetzt. Das Forstamt Michelstadt hatte dazu die Genehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt. Auf Initiative von Büroleiter Jürgen Gießke war die Rettungsumsiedlung das erste Mal im vergangenen Jahr angegangen worden. Gießke war auch dieses Mal wieder dabei.

„Ich durfte den Umzug dann aufgrund meiner Ausbildung als ‚hessischer Ameisenretter‘ durchführen“, schmunzelte Winkler. Das letztjährige Volk überlebte den Winter, wanderte in der Zwischenzeit aber drei Mal weiter und ist vom Wanderweg aus nicht mehr zu sehen. Der ehemalige Birkenauer Förster hatte am Umsiedlungstag die neue Stelle bereits vorbereitet. Zusammen mit Emil Gölz, einem alten Schulfreund von Winkler aus Weiher, wurde das Ameisenvolk aus Weiten-Gesäß ausgesetzt.

Das Einfüllen am ursprünglichen Platz sei gar nicht so einfach, berichtete Winkler. Denn das Volk „sitzt auf einem Reisighaufen“. Erst einmal müsse das Reisig entfernt werden, „damit wir das Nestmaterial in die Tonnen bekommen“. Das sei „echte Arbeit“, meinte der Ameisenschutzwart augenzwinkernd.

Ein Erfolg sei fast sicher, „wenn es sich wie hier um die kleine rote Waldameise handelt“, sagte der 68-Jährige. Denn die habe mehrere hundert bis über 1000 Königinnen und sei Kolonien bildend. Im Gegensatz zur großen Schwester: die große rote Waldameise habe nur eine Königin – diese bei einem Transport zuerst zu erwischen und dann auch noch heil wieder auszusetzen, sei eine Herausforderung.

Waldinnen- oder -außenränder, sowohl mit Sonne als auch mit Schatten, seien als Standort optimal. Und die Nähe zu Fichte, Kiefer, Eiche, Lärche oder Weißtanne. In deren Nähe fühle sich die kleine rote Waldameise besonders wohl, weil sie auf den Bäumen Lauskolonien vorfinde. Diese würden gemolken und der damit gewonnene Honigtau zu einer der zahlreichen Königinnen gebracht.

„Auf der benachbarten Straße werden jährlich Tausende von Waldameisen überfahren“, weiß Winkler um die Situation in Weiten-Gesäß. Außerdem werde die kleine Ausweichstelle von Umweltsündern immer wieder benutzt, um dort Müll und Grünschnitt abzuladen – „was die Ameisen gefährdet“. Die dort in Zukunft zur Anpflanzung vorgesehenen Laubhölzer hätten kaum oder keine „Lecanien“ oder „Lachniden“, so der ehemalige Förster: Rinden- oder Schildläuse in ausreichender Anzahl, um die Ameisen zu ernähren. Die finden sich auf Nadelbäumen.

„Das kleine Zeitfenster für eine Umsiedlung ist jetzt im Frühjahr“, schilderte der Ameisenschutzwart die begrenzten Möglichkeiten. Dann, wenn die Königinnen nach der Winterruhe vom Nestgrund nach oben wandern, um Sonne zu tanken. „Jetzt kann man die etwa 200 erforderlichen Königinnen gut unter der Nestkuppe erwischen“, erläuterte Winkler. Um somit die Existenz des Nestes an einer neuen Stelle zu sichern.                   tom

 

 

Stichwort: Ameisenschutzwart

Ameisenschutzwart – ein eher ungewöhnlicher Beruf, eher eine Berufung. Der im Mörlenbacher Ortsteil Weiher wohnende Siegfried Winkler hat ihn im Rahmen seiner Ausbildung erlernt. „Vor über 40 Jahren habe ich meine erste Rettungsumsiedlung durchgeführt“, erzählt der ehemalige Birkenauer Revierförster. Damals im Zuge von Wegebaumaßnahmen im Bereich des Forstamts Herborn. Eine Population, die er zu späterer Zeit aus dem Taunus mit dem Kleinbus in den Odenwald karrte, „lebt heute noch in der Nähe des Höhenwanderwegs Weinheim-Buchklingen“.

Weit über 40 Rettungsumsiedlungen hat der 68-jährige Winkler im Laufe seiner Berufsjahre über die Bühne gebracht. Eigentlich ist er ja inzwischen schon im Ruhestand, hilft aber trotzdem gerne aus, wenn er angefragt wird. Die „Retter“ müssen eine entsprechende Fachausbildung vorweisen. Denn „Waldameisen sind streng geschützt“. Bevollmächtigte mit Lehrgängen bei den Ameisenschutzwarten „sind Voraussetzung“. Er besitzt die „Ausnahmegenehmigung“ für Eingriffe in die geschützte Ameisenwelt durchs Regierungspräsidium, veranlasst durch die Ameisenschutzwarte Hessen.