Heiße Hardrock-Sause mit „Hardbone“ in der Music Hall Weiher

Was für ein Hardrock-Kracher. Und das leider vor so wenigen Leuten in der „Music Hall“. Wer beim Konzert von der Hamburger Band „Hardbone“ nicht dabei war, hat in Sachen authentische, handgemachte, exzessive, mit Haut und Haaren gelebte Musik wirklich was verpasst. Die fünf Bandmitglieder fetzen los, als gäbe es kein Morgen, als würde der Saal aus allen Nähten platzen, als würden ihnen die Fans in Massen entgegenbrüllen. Mit pulsierender Energie flirrt der Saal förmlich. Flotte Sprüche, ehrlich, rau, rotzig, straight: Genau so wünscht man sich eine Hardrock-Band.

Sänger Tim Dammann lässt sich von den wenigen Gästen vor der Bühne nicht aus der Fassung bringen. Er schafft es, die mit lockeren Sprüchen zu mobilisieren, dass gefühlt mindestens doppelt bis drei Mal so viele im Saal sind. „Das wird eine etwas intimere Party“, grinst er. Genüsslich zelebriert er das Klischee vom Bier trinkenden, kräftig feiernden Rocker, der die Fans animiert, es ihm nachzutun und an der Theke dafür zu sorgen, dass die trotz des schmalen Besuchs guten Umsatz macht.

Mehr Publikum sind die fünf harten Jungs aus dem Norden sicher gewöhnt. Denn dieses Jahr enterten sie in Wacken die Headbangers Stage und waren nach Weiher beim „Werner-Rennen“ auf dem Flugplatz Hartenholm dabei. Das sind andere Dimensionen. Doch den wahren Profi kennzeichnet, dass man ihm die Leidenschaft für seine Musik immer anmerkt, egal ob es 20, 200 oder 20.000 Besucher sind. Und nach diesem Maßstab gemessen, brennen Sebastian Kranke (Leadgitarre), Tommy Lindemann (Rhythmusgitarre), Tim Schwarz (Bass) und Benjamin Ulrich (Drums) für ihre Musik.

„Mit mittlerweile vier veröffentlichten Studioalben im Rücken ziehen Hardbone jedem Rockfan das Trommelfell über die Ohren“, beschreibt sich die Band gerne selbst. Stimmt. Es war laut. Die fünf Jungs legen vor allem Wert auf den dreckigen und Bier-getränkten Rock’n’Roll der guten alten Schule. Mit einer absoluten Hingabe. Die vier Frontleute sind ständig quer über die Bühne in Bewegung, es fliegen die langen Haarmähnen, kreisen die Arme über den Gitarrensaiten, hauen Kranke und Lindemann wechselseitig die fetzigen Soli raus.

Auch so: die Musik. Hardrock at ist best. Schon bei den ersten Tönen horchen die Fans auf. Das klingt doch wie – genau, AC/DC. Allerdings zu ihren besten Zeiten und nicht im Niedergang begriffen mit Axl Rose am Mikro wie bei der letzten Tour. Warum haben die Australier eigentlich nicht Dammann als Ersatz für Brian Johnson verpflichtet? Der hat die perfekte Reibeisenstimme, ist ein Entertainer erster Güte, lebt und liebt seine Musik und bringt das auch rüber, ohne abgehoben zu sein.

„Tailor-Made“ heißt die aktuelle Scheibe des Fünfers, aus dem es natürlich viele Stücke zu hören gibt. Verbunden logischerweise mit dem dezenten Hinweis, dass es die CD am Merch-Stand neben der Bühne zu kaufen gibt – wie auch ein paar andere Devotionalien der Band. 110 Prozent Rock’n’Roll hat sich die Gruppe auf die Fahnen geschrieben. Stimmt nicht, es sind eigentlich 150 oder mehr. Die knallen den Abend rüber eins nach dem anderen in die Zuschauer.

Andere Bands können sich eine Scheibe davon abschneiden, was da an Power von oben kommt. Heulende Gitarren, krachende Soli, ein Sänger, der sich die Seele aus dem Leib röhrt, in den Songs aufgeht. Schwarze Hosen, schwarze T-Shirts, schwarze Jeansjacken: Fertig sind harten Rocker aus dem Norden, die mit Hamburger Schnauze und viel Humor die Süddeutschen begeistern.

Wie die Stimme, so auch die Gitarren: Es klingt ziemlich Young-Brüder-lasting, was Kranke und Lindemann da an Soli zelebrieren. Aber immer mit dem guten Touch an selbstgemachten, was sich durch die ganzen Songs zieht. Stampfer-Rhythmen, kurz, knackig, auf dem Punkt, ohne viel unnötiges Beiwerk rausgehauen, dass sie dem Rockfan nur so um die Ohren fliegen. Dazu noch beim Headbanging vier Mal fliegende Haare von oben, dass das Publikum unten mit schütterem Kopfbesatz nicht mithalten kann.

„SpiteFuel“ aus dem Raum Heilbronn hatten als Opener angesichts der überschaubaren Gästezahl eine undankbare Aufgabe. Die Heavy Rock Band, stilistisch zwischen klassischen Metal und Hard Rock angesiedelt, machte ihre Sache aber sehr gut, indem sie gekonnt Härte und Melodie zu einer authentischen Symbiose brachte.

Zum Bericht geht's hier:…

Posted by Thomas Wilken on Friday, September 7, 2018

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SV/BSV Mörlenbach richtet in der B-Liga den Blick nach oben

Die neue Saison geht der SV/BSC voller Elan und Tatendrang an. Der Blick richtet sich nach oben. Die erste Mannschaft wurde in der abgelaufenen Saison am Ende undankbarer Dritter und hätte um ein Haar Tabellenplatz zwei, der am Ende den Aufstieg bedeutete, erreicht. Deshalb ist das Ziel in dieser Runde klar: „Platz 3 oder besser“, lautet Tobias Heer zufolge die Devise. Allerdings schätzt er Spielertrainer der Ersten die Bergsträßer Fußball-Kreisliga B noch ausgeglichener ein als vergangene Saison. Schon da hatte sich lange Zeit ein glorreicher Siebener-Verfolger den Platz hinter Überflieger SG Unter-Abtsteinach II streitig gemacht. Erst kurz vor Schluss der Runde setzte sich der VfR Fehlheim II als Tabellenzweiter und Mitaufsteiger ab.

Der ehemalige Abteilungs- und jetzige Soma-Leiter Michael Laier trauert den drei, vier unnötigerweise verlorenen Spielen nach der Winterpause nach, als das Team scheinbar nicht so richtig das Frühlingserwachsen spürte. Gegen Birkenau oder Rodau setzte es vermeidbare Niederlagen, die später fast genau die fehlenden Punkte zum zweiten Aufstiegsplatz bedeuteten.

„Wir haben uns so die sehr gute Ausgangslange, die bis zur Winterpause erarbeitet wurde, zunichte gemacht“, kritisiert er. Immerhin schaffte es der SV/BSC, den späteren Aufsteiger Fehlheim II zwei Mal zu schlagen. Auch beim Klassenprimus SG Unter-Abtsteinach II, dem späteren uneinholbaren Aufsteiger, wurde „ein hervorragendes Spiel abgeliefert“, freut sich der Soma-Leiter.

Die zweite Mannschaft hatte in der Kreisliga D das gleiche Problem, bedauert Laier: „Eine sehr gute Ausgangslage bis zur Winterpause. Doch beim der Saisonfortsetzung 2018 lief es einfach nicht mehr rund.“ Das Team vergab somit die sehr gute Möglichkeit für den Aufstieg. Beide Mannschaften hatten vor allem Probleme mit der Chancenverwertung, analysiert er. Denn gute Chancen wurden erarbeitet, allein fand die Kugel nicht oft genug in den Weg ins Gehäuse. „Dies gilt es jetzt in der Vorbereitung zur neuen Saison zu verbessern“, kündigt Laier an.

Er weiß jedoch auch, dass es in der kommenden Saison für beide Teams nicht einfacher wird. Die Kreisliga B schätzt er als noch ausgeglichener ein als in der Runde 17/18. Die „neue“, nur noch zweigeteilte Kreisliga D „wird sicher auch nicht einfacher“. Die Mehrzahl an Spielen, also eine höhere Belastung, „wird von uns eher nachteilig gewertet für zweite Mannschaften“. Entsprechend kann man im Verein diese Liga auch noch nicht einschätzen.

Ziel beider Teams ist es Laier zufolge, „so lange wie möglich oben mitzuspielen“, um bei der Vergabe der Aufstiegsplatze ein Wort mitreden zu können. Ob es am Ende aber für den Aufstieg reicht, „ob beide Mannschaften reif genug sind und die Fehler der abgelaufenen Saison abstellen können“, wird sich seinen Worten zufolge zeigen. Zumal die Neuzugänge eher jünger sind und sich erst noch einfinden müssen.

Auch intern gibt es noch einiges zu klären. Die Fußballabteilung des SV 1896, die sich seit der Fusion mit dem BSC 2011 „SV/BSC Mörlenbach“ nennt, ist seit April nach dem Rücktritt der Abteilungsleitung aufgrund interner Querelen mit dem Vereinsvorstand ohne Führung. „Dies wird aber nicht als Nachteil für die Leistungsfähigkeit der beiden Mannschaften gesehen“, betont Laier. „Die Betreuung der Teams läuft auf sehr hohem Niveau.“ Für die Neufindung der Abteilungsleitung wurde mittlerweile eine Findungskommission ins Leben gerufen.

Rückblickend freut sich Spielertrainer Tobias Heer über die Verbesserung der ersten Mannschaft von Platz 4 in der Runde 16/17 auf Rang 3 in der vergangenen Saison – wenn auch noch Luft nach oben war. Er hebt die Entwicklung der Spieler in Bezug auf Technik, Taktik und Verantwortung auf dem Platz hervor.

Allerdings war die Chancenauswertung nicht berauschend. Auch fing die Elf zu viele Gegentore, was auch an der noch verbesserungsfähigen Rückwärtsbewegung lag. Deshalb ist sein Ziel für die Saison 2018/19, die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln. Er rechnet mit einer ausgeglichenen Runde, in der sich mehrere Teams die Spitzenplätze streitig machen werden. Daher „ist es schwierig, einen Favoriten zu bestimmen“, so Heer.

SV/BSC Mörlenbach

Abgänge: Philmon Kefle (FC 07 Bensheim), Marvin Beck (VfL Essingen/Pfalz), Philip Merkel, Nico Maurer (pausieren beide)

Zugänge: Ali Muatasim Abdulrahim (SV Lörzenbach), Mustafa Erk (SV Anatolia Birkenau), Ishan Cetinkaya (Eintracht Wald-Michelbach), Amin Sharifi, Omid Nazari (beide TSG Weinheim), Jonas Heer (in der Winterpause, FC 07 Bensheim A-Jugend), Murat Demir (im Winter von FSV Zotzenbach), Andre Walter (im Winter eigene Jugend)

Kader (beide Mannschaften): Tor Andre Walter, Christopher

TSV Weiher will in der B-Liga eine gute Runde spielen

Vergangene Saison lag der Schwerpunkt auf der Defensive, jetzt soll die Offensive mehr in den Vordergrund rücken. „Wir wollten eine gute Runde spielen“, meint TSV-Spielertrainer Steffen Maas im Rückblick. Das klappte. Der vierte Platz in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B, punktgleich mit Verfolger FC Schönmattenwag. war ein schöner Erfolg, wenn auch im Nachhinein mehr drin gewesen wäre. Denn die Spitzengruppe war lange Zeit eng beisammen.

Nach seinem Amtsantritt zusammen mit seinem Co-Trainer Sebastian Merkel wollte Maas „die Abwehr stabilisieren“. Mit Erfolg. „Nach (Aufsteiger) SG Unter-Abtsteinach II hatten wir die zweitbeste Defensive der B-Liga“, freut er sich. Zuhause hätte er sich das Team noch ein bisschen stärker gewünscht, aber die Auswärtsbilanz kann sich sehen lassen. „Da haben wir uns sehr gut präsentiert“, sagt Maas.

Die Verstärkungen für die kommende Runde wurden zielgerichtet gesucht. Sehr froh zeigt sich der Spielertrainer darüber, dass Tim Helfrich nach einem halbjährigen Intermezzo bei der Eintracht Wald-Michelbach wieder über die Kreidacher Höhe zurückgekehrt ist und sein bisheriges Team verstärkt. „Er ist eine Riesenunterstützung“, betont Maas. „Tim war bei uns Spielführer und ist eine echte Verstärkung im Mittelfeld.“ Sehr robust und laufstark schätzt der Coach ihn ein.

Neuzugang Mario Iula bezeichnet er als einen „Ausnahmespieler für die B-Liga“. Als sehr ehrgeizig und schwer auszuschalten kennt Maas ihn. Es sei allerdings „blöd“, dass dessen als Stürmerkollege geplanter Mario Ferrarese nach Birkenau wechselte.

„Wir wollen ein bisschen fitter als vergangene Saison in die Runde gehen“, hebt der Coach hervor. Denn das klappte letztes Jahr nicht so gut. Aktuell „ziehen die Jungs im Training super mit“, zollt er der Truppe ein Lob. Positiv für den Trainer: Er kann ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Im Mittelpunkt seiner Anstrengungen steht das Spiel nach vorn. „Das wollen wir verbessern“, kündigt er an.

Hinten steht der TSV ziemlich kompakt, aber das Umschalten nach vorn klappt noch nicht so gewünscht. Die Offensive läuft noch nicht so rund wie gewünscht. „Auch die Chancenverwertung ist noch nicht wirklich gut“, sieht Maas weiteren Handlungsbedarf. Die Begegnungen gestalteten sich in der letzten Runde ziemlich knapp, wo es zuvor oftmals hinten wie vorn Tore hagelte und eine Partie auch mal 7:4 endete. Deshalb „mussten wir erst einmal die Defensive in den Griff kriegen“. Jetzt geht es ihm darum, „ein gutes Handling nach vorn und hinten reinzukriegen“.

Drei Freundschaftsspiele zeigen das Team siegreich auf einem guten Weg. Mit dem SV Fürth II stellte sich ein Ligakonkurrent vor, TSV Gras-Ellenbach und SG Wald-Michelbach II spielen in der C-Klasse. Vor allem die Kondition und das Läuferische stehen derzeit im Vordergrund, um sowohl vorn wie hinten immer auf der Höhe zu sein. Denn der Spielertrainer schätzt die B-Liga „insgesamt stärker ein“ als vergangenes Jahr. Gerade die beiden Aufsteiger Türkspor Wald-Michelbach und ISC Fürth „sind sehr gut besetzt“. Mit seiner Offensive „könnte Türkspor in der Kreisoberliga mitspielen“, meint Maas.

Den Vorteil des TSV sieht er darin, dass die Elf bis auf wenige Ausnahmen „schon ein Jahr zusammenspielt“ und deshalb gut aufeinander eingespielt ist. „Darauf werden wir setzen“, kündigt er an. Wenn die Saison Anfang August losgeht, „werden wir schauen, wie stark die anderen sind“, ist Bange machen derzeit nicht angesagt. Dann wird der TSV auf die eigene Leistung setzen und diese entsprechend abrufen, um die drei Punkte zu holen.

Zugänge: Mario Iula (VfL Birkenau), Tim Helfrich (zurück von Eintracht Wald-Michelbach)

Abgänge: Patrik Debatin und Mario Ferrarese (VfL Birkenau), Jose Martin Dermenci (Türkspor Wald-Michelbach)

Kader: Tor: Nicolas Kollmann, Uwe Schmittinger; Abwehr: Dennis Majewski, Tobias Alter, Servet Aslan, Sebastian Merkel, André Schmittinger, Kevin Hensel, Steffen Maas; Mittelfeld: Yanik Koch, Philipp Werner, Timo Schlottmann, Tim Helfrich, Sebastian Barth, Lorenzo Mazucca, Eric Hübscher, Sven Heinzelbecker, Lukas Fath; Sturm: Mario Iula, Robin Öhlenschläger, Pepi Monachello, Francesco Calciano, Tim Dörsam

Trainer: Steffen Maas und Co Sebastian Merkel (zweites Jahr)

Ziel: unter die ersten Fünf

Favoriten: Türkspor Wald-Michelbach, SV/BSC Mörlenbach

2018 wird im Odenwald ein sehr gutes Honigjahr

„Wir haben ein Ausnahmejahr im positiven Sinne“, freut sich Hobbyimker Siggi Winkler. Denn die Honigernte verspricht sehr umfangreich zu werden. „Ich bin schon die ganze Zeit am Schleudern“, lächelt er. Die Menge hat gegenüber 2017 stark zugenommen. Der lange Winter hat seinen Worten zufolge die Völkerentwicklung zwar zunächst gebremst. Die relativ späte Wildkirschenblüte ließ die Bienenvölker dann aber „explodieren“. Zur Obst-, Löwenzahn- und Robinienblüte waren sie erstarkt und es gab viele Flugbienen. Die warme Witterung im Mai und Juni trug ebenfalls dazu bei, dass es viel Honig gibt.

„Im vergangenen Jahr sind Ende April durch die Spätfröste in unserer Region viele Blüten erfroren“, weiß der ehemalige Förster. „Es war zumindest bei mir kein gutes Honigjahr.“ Die Imker der Region werden aber in diesem Jahr „entschädigt“. So gleiche die Natur immer wieder sich selbst aus. „Ich habe in den vergangenen Wintern nie ein Volk verloren“, erzählt Winkler. In diesem Jahr büßte er aber im März eines ein, „weil mir ein Waschbär die Hartstyroporbeute zerstört hat“.

Beim Wort „Bienensterben“ fallen dem 69-Jährigen fünf Begriffe ein: ausgeräumte Landschaften, Pestizide, Monokulturen, Gentechnik und Bienenkrankheiten, besonders die Varroatose. Im Odenwald „sind die Landschaften noch überwiegend artenreich, strukturreich, vielfältig“, sage er. In der Rhein-Main-Ebene kommt seinen Worten zufolge aber bereits das Wort „ausgeräumt“ zum Tragen – ebenso im Norden und Osten der Republik, wo riesige Agrarflächen „bienenfeindlich“ strukturiert sind. „Dort gibt es schon in vielen Regionen keine Imker mehr.“

Damit einher geht oft ein übermäßiger Einsatz von Pestiziden. Sogenannte „Neonicotinoide“ haben laut Winkler zu zahlreichen Verlusten von Bienenvölkern geführt. Damit zusammen hängt auch regional das Verschwinden vieler Wildbienen, Schmetterlinge und anderer Insekten. Die Gentechnik spielt eher weniger eine Rolle. Der „berühmte“ Genmais 1507, dem ein insektentötendes Gen eingebaut wurde, „ist bei uns verboten“.

„Die Varroamilbe spielt aber eine große Rolle“, erläutert Winkler. Viele Imker bekämpften diese Krankheit zu spät. „Das ist in meinen Augen der Hauptgrund für Winterverluste.“ Dabei stünden zahlreiche Verfahren zur Verfügung, die ohne chemische Keule auskommen. „Der Fehler steht also oft vor dem Bienenkasten“, betont der Weiherer. Bei ihm werden ab dem 1. Juli die Honigräume geleert und es erfolgt die Varroabekämpfung mit einem Wirkstoff aus Thymian oder Ameisensäure.

„Wer das zu spät macht, hat geschädigte Winterbienen und schon im Oktober oder November leere Bienenbeuten“, warnt der Hobbyimker. Bienensterben in der hiesigen Region „wird selten durch Pestizide hervorgerufen“, so der Fachmann. Das sei eher in landwirtschaftlich intensiver genutzten Arealen der Fall. Es gab vor ein paar Jahren etwa 12.000 tote Völker durch Neonicotinoide, die seitdem geächtet sind und vor kurzem in der EU verboten wurden.

Heute gibt es seiner Kenntnis nach noch 700.000 bis 800.000 Bienenvölker in Deutschland. Seit einigen Jahren ist der Trend positiv: „Die Imkerschaft nimmt wieder zu“, freut sich der 69-Jährige. Es gebe zwar immer weniger Berufsimker, aber die Zahl der Hobbyimker steige an. „Erfreulich ist dabei auch die Zunahme an Imkerinnen“, so Winkler. Er unterstützt fünf Jungimker im ersten und zweiten Jahr als Pate – „die Mehrzahl davon ist weiblich“.

Siggi Winkler beschäftigt sich seit 45 Jahren mit den Bienen. „Ich habe zu Beginn meiner beruflichen Forst-Laufbahn im Taunus den Imkermeister Götz vom Bienenkundeinstitut Oberursel kennengelernt“, erzählt er. Der begleitete ihn das erste Jahr imkerlich, „was ungeheuer hilfreich war“. Seine Betriebsweise praktiziert der ehemalige Förster „mit kleinen Veränderungen noch heute“. Götz war einer der Pioniere der Varroabekämpfung.

Das erste Bienenvolk stellte ihm ein anderer Imker einfach neben die Haustür gestellt und meinte: „Mach mal.“ Im selben Jahr zog dann ein fremder Schwarm in eine leerstehende Beute (Bienenbehausung) ein. „Sie haben mich also gesucht und gefunden“, lächelt der Forstmann.

„Viele Menschen meinen, Waldhonig käme von der Blüte der Waldbäume“, plaudert Winkler aus dem Bienen-Nähkästchen. Der dunkle Honig stamme aber von verschiedenen Rinden- und Schildläusen auf den Bäumen. Die „Tannenhoniglaus“ ist ein Beispiel dafür. In der Region kommt Waldhonig oft auch von Fichte, Kiefer, Lärche, Eiche. Ihn gibt es nicht jedes Jahr. „In diesem Jahr wird es hier nur wenig Waldtracht geben, da die Population der Baumläuse gering ist“, erklärt er. Winkler beobachtet die Waldtracht unter anderem an den Waldameisen: Werden die Bäume stark von ihnen belaufen, ist mit einer Tracht zu rechnen.

Wild- und Honigbienen haben eigentlich wenig gemeinsam, so der Fachmann. Die Honigbiene sei ein domestiziertes „Haustier“, das ohne den Menschen in Mitteleuropa nicht mehr überlebensfähig wäre. Neben der Honigerzeugung „ist ihre Bestäubungsleistung höher zu bewerten“. Durch ihr Informationssystem über die Navigation von Sonne und Erdanziehung befliege ein „informiertes“ Volk gezielt die Blühpflanzen bis zu zwei Kilometer Umkreis des Bienenstandes.

„Ein Volk besteht im Sommer aus über 50.000 Bienen“, so Winkler: Das ist eine ungeheure Biomasse, die entscheidend für die „Nicht-Wind-Bestäuber“ unter den Pflanzen ist. „Wir haben in Deutschland etwa 500 Arten von Wildbienen“, sagt er. Fast alle seien Solitärbienen. Deren Gefährdung, genau wie die der Schmetterlinge, „stufe ich eigentlich höher ein als die Gefährdung der Honigbiene“, betont er.

Um Honig- und Wildbienen gleichermaßen zu fördern, bedürfe es eines ganzen Maßnahmenkatalogs. Die landwirtschaftlich genutzten Wiesen „sind oft überdüngt“. Fettgräser dominieren und Blühpflanzen haben vor allem dort keine Chance, wo der Kreiselmäher im Jahr mehrmals kommt. Wichtig für alle Insekten sind die (in der Regel ungedüngten) Wegeränder und Feldraine, Wegeböschungen und Waldränder.

Wenn dort eine Mahd erst ab August erfolgt, haben viele Insekten auf der vielfach artenreichen Krautflora ein Nahrungsgebiet, das verzahnt, mosaikartig und trittbrettartig in der Landschaft allen sehr von Nutzen ist. Für Wildbienen sind „Insektenhotels“ eine sinnvolle Sache. „Allerdings ist da auch viel Unsinn auf dem Markt“, sagt der Hobbyimker. „Heu, Stroh und Zapfen von Nadelbäumen sind nicht zielführend.“

Siggi Winkler wird kommendes Jahr 70 Jahre alt. Er war vor der Pensionierung 31 Jahre lang Forstbeamter in Birkenau. Davor war er fünf Jahre im Forstamt Königstein tätig. Dort kam er 1973 zum ersten Mal mit den Bienen in Berührung und fand zur Imkerei. Als Rentner betreut er zehn bis zwölf Völker, zu Berufszeiten waren es vier bis fünf. Winkler ist auch Ameisenschutzwart und besitzt die „Ausnahmegenehmigung“ des Regierungspräsidiums für Eingriffe in die geschützte Ameisenwelt, veranlasst durch die Ameisenschutzwarte Hessen.

Verein Bushido Wald-Michelbach richtete internationales Karateturnier aus

Schnelligkeit sowie die absolute Beherrschung von Geist und Körper: Diese Attribute machen für Bundestrainer Klaus Bitsch die Faszination beim Kampfsport Karate aus. Dazu kommt noch trotz des „Draufhauens“, wie es der 54-Jährige schmunzelnd etwas plastisch ausdrückt, „der Respekt vor dem Gegner“. Beim „U21-Randori“ waren in der Großraumhalle 600 Starter aus 21 Nationen am Start, um sich für Europa- und Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Von den Mitgliedern seines Nationalkaders ist Bitsch überzeugt. „Da gibt es keine Überraschungen“, sagt er. „Wer sein Niveau mal hat, der hält es auch.“ Neben den Deutschen schätzt er auch  die Ungarn und Dänen als ziemlich starke Karate-Nationen ein. Allerdings laufen die Kämpfe im Modus jeder gegen jeden ab, weshalb alles möglich ist. „Es gibt 45 Finalkämpfe“, betont der Bundestrainer. In den verschiedenen (Alters-)Klassen ist somit alles offen. „Das wird ganz schön hart“, weiß er.

Klaus Bitsch wohnt zwar seit 27 Jahren nicht mehr im Odenwald, ist aber mit seinem Ourewällerisch selbst nach langer Zeit in Thüringen sofort als solcher zu erkennen. Er stammt aus Breitenwiesen, einem kleinen, zu Lautertal gehörenden Weiler. Das Turnier in Wald-Michelbach bezeichnet er als etwas Besonderes, da es das größte seiner Art in Deutschland ist. Es gibt noch ein weiteres im Westerwald und dann natürlich die Deutschen Meisterschaften, erläutert er.

„Alle, die in Deutschland im Karate eine Rolle spielen“, sind seinen Worten zufolge im Überwald am Start. Als Trainer „sieht er jeden gegen jeden kämpfen“, sagt Bitsch. Gerade die Konkurrenz mit anderen Nationen ist interessant. Die Creme de la Creme zwischen sieben und 21 Jahren ist hier am Start. Selbst die kleinsten Pimpfe haben die Bewegungen und Schreie schon voll drauf. Einer, der schon in den vorherigen Turnieren für Aufsehen sorgte, ist Mohamed Özdemir. Den nahm der Bundestrainer bereits bei früheren Teilnahmen in Wald-Michelbach in Augenschein. „Der ist jetzt so gut wie im Nationalkader“, weist er auf das große Talent des Kämpfers hin.

Markus Emmerich und den Helfern des Vereins Bushido ist es zu verdanken, dass das internationale Turnier nach dem Auftakt 2011 wieder einmal in Wald-Michelbach stattfand. Zwischendurch waren auch Mörlenbach und Rimbach dran.  Zur Eröffnung dieses besonderen Sportereignisses kamen auch Bürgermeister Sascha Weber und Landrat Christian Engelhardt vorbei. Grußworte entbot außerdem der Vizepräsident des deutschen Karateverbands, Falk Neumann.

Für den Verein mit seinen 50 Mitgliedern ist die Ausrichtung inzwischen fast Routine. Im ersten Jahr waren es noch 350 Starter, in Mörlenbach zwischenzeitlich 500, 2017 zählte man sogar 670 Teilnehmer. Unterstützung gibt’s von den befreundeten Vereinen in Mörlenbach, Rimbach, Viernheim und Birkenau, die bei der Organisation rund ums Turnier kräftig mit anpacken und die Verpflegung schmeißen.

Um das Sportliche kümmert sich Klaus Bitsch mit seinen Leuten. Island, Nepal, Saudi-Arabien oder Ägypten lauten unter anderem die Herkunftsländer der jungen Sportler. Die Internationalität zeigt sich auch am Stimmengewirr rund um das Verpflegungszelt. Luxemburg, Litauen, Polen, Frankreich, Schweiz oder Österreich sind andere Teilnehmerstaaten. „Ein solches breites Starterfeld findet man in Wald-Michelbach sonst bei Sportveranstaltungen nicht“, zeigt sich Emmerich stolz. „Sogar einer aus Hawaii war schon dabei.“ Denn das internationale Turnier des deutschen Karateverbands dient ja der Quali der Jugendlichen für EM und WM in Tokio im kommenden Jahr.

Für ihn ist es genau diese Internationalität, die das Besondere ausmacht. „Wir haben hier eine ganz tolle Atmosphäre“, schwärmt er.  Zusammen mit Eltern und Betreuern finden sich um die 1000 Besucher vor Ort ein. „Für uns als Verein eine große Leistung“, betont Emmerich. Was bedeutet, dass Hotels und Pensionen im Umkreis restlos ausgebucht sind. Aber die Erfahrung  macht es eben.  Samstagabend gab es die Übertragung des Pokalendspiels als weiteres Highlight.

Randori (japanisch wörtlich: das Chaos nehmen) ist eine Übungsform des Kampfes im Budō, den japanischen Kampfkünsten. Sinngemäß steht dabei der Übungskampf Randori dem Shiai − dem eigentlichen Wettkampf − gegenüber. Beim Randori geht es nicht um gewinnen oder verlieren, sondern darum die zuvor erlernten Techniken im Fluss des Kampfes anwenden zu lernen.

„Irish Voices“ entführen am Samstag, 14. April, in der Weiherer „Mühle“ nach Irland

Ein musikalischer Gruß von der Grünen Insel Irland weht durch den Landgasthof „Zur Mühle“: Am Samstag, 14. April, spielen dort die „Irish Voices“ ihr erstes „reguläres“ Konzert in diesem Jahr. Los geht es im romantischen „Heuwagenzimmer“ um 20 Uhr. Simone Köhler, Siggi Winkler und Friederike Hornauer nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit und die irische Geschichte. Mal melancholisch und tieftraurig, mal lebenslustig, vor Freude sprühend, sind die vielen Songs, die sie an diesem Abend darbieten.

Das Folktrio „The Irish Voices“ gibt es seit mehr als 13 Jahren. Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 200 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel. Eine Spezialität sind einige eigene Folks, besonders eigene oder überlieferte Odenwälder Mundartsongs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Balladen, fast schon a-cappella vorgetragen, mischen sich mit fetzigen Hornpipe-Songs aus den Pubs, bei denen die Zuhörer fast schon automatisch anfangen zu klatschen. Aktuelle Songs von irischen Popstars gibt es genauso zu hören wie alte, traditionelle Lieder, die mehrere Jahrhunderte auf dem Buckel haben.

Der Weiherer Siggi Winkler ist Irland schon seit vielen Jahren mit Haut und Haaren verfallen. Über 20 Mal war er bereits dort, davon auch sechs oder sieben Mal in Connemara. Für die Iren war seit je her die Musik ein Ausgleich für Unterdrückung, entbehrungsreiches Leben und karge Landschaft, erzählt er. Das bunte Leben und Treiben in den Pubs, wo sie sich seit Jahrhunderten treffen, ist quasi ein Gegenpol.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“.

Neben der in den Songs thematisierten Auswanderung, die vor allem im 19. Jahrhundert die Grüne Insel schwer traf, steht auch immer der Widerstand gegen die Briten im Mittelpunkt der Tunes, Reels und Jigs. Oft zeigt sich darin die Kunst der Iren, aus einem Lied über ein trauriges Ereignis einen fetzigen Song zu machen. Der Wechsel zwischen getragenem Gesang hin zu einer flotten Melodie kennzeichnet ebenso etliche andere Lieder.

Info: Vorreservierungen für das Konzert der „Irish Voices“ am Samstag, 14. April, 20 Uhr, werden in der „Mühle“ unter Telefon 06209-1634 entgegengenommen. Weitere Infos unter the-irish-voices.chapso.de

Die „Irish Voices“ stehen in den Startlöchern für die neue Konzertsaison im Odenwald

Wenn die Natur in Deutschland erwacht, dann sprießen auch wieder die musikalischen Knospen von der „Grünen Insel“. Wobei die „Irish Voices“ beileibe nicht im Winterschlaf waren, sondern seit vergangenem Herbst kräftig an neuen Songs feilten. Die gibt es am Vorabend des St. Patrick’s Day erstmals in Mörlenbach zu hören, ehe dann im April das Jahresprogramm startet. Die ersten Auftritte der Irish-Folk-Gruppe aus dem Odenwald mit vielen neuen Songs und Tunes sind bereits unter Dach und Fach.

Die Konzerte der „Irish Voices“ versprühen immer gute Laune und sind prädestiniert für unterhaltsame Abende, bei dem das Flair der Grünen Insel mit jeder Faser zu spüren ist. Die Gruppe setzt bewusst nicht auf die irischen „Folk-Schlager“, wie sie hoch unter runter laufen, sondern will die ungefilterte Pub-Atmosphäre rüberbringen. Seit nunmehr 15 Jahren touren die Musiker mit ständig verändertem Programm. Sie wollten eigentlich alle niemals in einer Band auftreten, aber es hat sich durch ihre Liebe zur traditionellen irischen Musik „alles so ergeben“.

Zunächst waren Johanna Boch und Siggi Winkler als Duett auf privaten Feten und später auch öffentlich unterwegs. Dann wurden sie mit Simone Köhler zu einem Trio, später mit Friederike Hornauer zum Quartett. Im vergangenen Jahr musste Johanna Boch ihre Musikerfreunde aus gesundheitlichen Gründen verlassen, seitdem sind diese wieder als Trio unterwegs: musikalisch gereift, mit altem Konzept, aber neuen Ideen und immer wieder neuen Songs.

Ihre Musikrichtung definieren die Drei als „Traditional Irish“ – nicht immer, aber überwiegend. Dafür stehen die traditionellen Instrumente Geige, Gitarre, Gitarrenbanjo, Bodhran, (Tin) Whistle, Viola, Querflöte und natürlich die Stimmbänder. „Keyboard, Schlagzeug und andere zeitgemäß opportune Instrumente sind bei uns nicht zu erwarten“, betont Simone Köhler.

Mit inzwischen über 200 Songs und Tunes ist die Auswahl für ihre (O-Ton) „Konzertchen“ immer eine „Qual der Wahl“, schmunzelt Siggi Winkler. Aber es werden jedes Jahr über Winter weiterhin neue Songs eingeübt. „The long run“, „Farewell to the Rhonda“, „The water is wide”, „Treat me doughter kindly”, „Any town in Ireland” oder „The working man“ sind einige der „neuen Lieder”. Teils sind sie populär, teils aber auch nur als „Local Songs” in Irland bekannt.

Für Abwechslung sorgen immer einige eingestreute Ourewäller Mundartsongs, die überwiegend aus eigener Feder stammen. Die „Irish Voices“ wollen ihre regionalen Auftritte in diesem Jahr auf zehn begrenzen. Davon sind sieben öffentlich. Auf der Agenda stehen im Frühjahr zunächst zwei Konzerte: Saisoneröffnung ist am Vorabend des „St. Patrick‘s Day“ am Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Mörlenbach. Hierzu wird als „Schmankerl“ eine Fotoshow mit 1000 Bildern aus Irland vorbereitet.

Das eigentliche Premierenkonzert findet am Samstag, 14. April, in Weiher um 20 Uhr im Landgasthof „Zur Mühle“ statt. Vorreservierungen sind hierzu unter Telefon 06209-1634 zweckmäßig. Es folgen später Auftritte in Zotzenbach (Museum Rotes Haus, 3. Juni) und Birkenau (Bistro Toskana, 17. Juni). Ende September tritt das Trio traditionell im Nibelungencafé des Hotels Gassbachtal in Gras-Ellenbach auf.

Ihre Inspirationen bezieht die Irish-Folk-Gruppe oft an einer irischen Musikschule, bei der die Mitglieder seit Jahren regelmäßige Gäste sind. „Stillstand ist Rückschritt“, erklären Simone Köhler und Friederike Hornauer immer wieder. Daher gehören auch wiederkehrende musikalische Exkursionen auf die Grüne Insel zum „Pflichtprogramm“. Siggi Winkler kam erst vor wenigen Tagen von seinem 21. Aufenthalt aus Dublin zurück. Dort besuchte er ein Folkfestival und gewann die Erkenntnis, dass sich die Musikszene in Irland weiter verändert hat.

Dublin ist aber nicht Irland. Besonders in der Provinz kann man das echte Irland erleben, während sich Dublin mit der Zeit multikulturell entwickelt hat. Aber die Tradition lebt auch dort weiter, was der Weiherer bei einer Session an einer Musikschule in Dublin selbst erlebte. Es gibt viele junge, begabte Musiker. Das „Trinity College“ mit seinen über 1000 Schülern sowie zahlreiche Musikschulen in der Stadt und auf dem Lande sind die „Brutstätte“ dafür.

Info: Das komplette Programm zusammen mit den Auftrittsorten kann unter http://the-irish-voices.chapso.de eingesehen werden.