Geballte Kraft der Männerstimmen von Sängerbund Oberflockenbach und MGV Union Wald-Michelbach

Ein Fest für die Männerstimmen: Drei Chöre gestalteten ein ausverkauftes Konzert in der Mehrzweckhalle Trösel. Der Männerchor des Sängerbunds Oberflockenbach und der MGV Union Wald-Michelbach, beide unter der Leitung von Hans-Joachim Karl, hatten sich als Gäste das angesehene Männerchor-Vokalensemble Camerata Musica Limburg unter der Leitung von Jan Schumacher eingeladen. „Stimme, Stimmung, Emotion“ lautete der Titel des besonderen Höhepunkts im Sängerjahr.

Camerata Musica hatte im vergangenen Jahr ein Crowdfunding-Projekt gestartet, bei dem der Chor übers Internet finanzielle Unterstützer für die Produktion einer CD-Reihe suchte. Die zwei Karl-Ensembles entschlossen sich kurzerhand, diesem Projekt als Hauptsponsor beizutreten. Als Dankeschön erhielten sie ein exklusives gemeinsames Konzert. Neben den Besuchern aus Limburg rundete die Uraufführung einer Komposition von Alwin Michael Schronen das Konzert ab, der zu diesem Anlass aus dem Saarland anreiste.

Den Beginn machte die Union Wald-Michelbach, die eine kontrastreiche Kostprobe aus dem Repertoire der vergangenen zwei Chorprojekte vorstellte. Für einige Sänger, so der ansagende Uwe Jansen, war dies das erste große Konzert. Der Chor trug fünf Stücke vor, darunter den „Geistertanz“ von Franz Schubert, ein rhythmisch herausforderndes Chorwerk, sowie das italienische „Sabato di Sera“ von Gianni Malatesta, das eine Liebesgeschichte am Lago Maggiore beschreibt.

Auch das bekannte „Africa“, das Alex Morris basierend auf dem 80er-Jahre Welthit von Toto arrangiert hatte, gehörte zu diesem ersten Programmteil. Hans-Joachim Karl präsentierte stolz die einstudierten Stücke und den besonderen Chorklang, den er über viele Jahre verfeinert und nun mit neuen Stimmen angereichert hatte. Der brausende Beifall der etwa 300 Gäste, viele von ihnen bekannte Chorliebhaber aus der Region, belohnte alle für die Darbietung.

Nun betraten die 16 Sänger von Camerata Musica die Bühne. Chorleiter Schumacher, seines Zeichen Universitätsmusikdirektor und Professor an der Goethe-Universität in Frankfurt, beglückwünschte die Gastgeber für die besondere Chorarbeit, deren Qualität stark von Hans-Joachim Karl beeinflusst sei. Er hatte in den Stunden zuvor zusammen mit den gastgebenden Chören in einem Workshop ausgewählten Stücken den letzten Schliff verpasst.

Das Programm beinhaltete verschiedene Lieder aus der vom Chor aufgenommenen CD-Reihe, welche zum Ziel hat, alle von Franz Schubert komponierten Stücke für Männerchöre zu vertonen. Die so entstandenen fünf Tonträger hatten die Gastgeber mit dem erwähnten Crowdfunding im vergangenen Jahr unterstützt. Neben diesen bat der Chor zudem ausgewählte Komponisten, eigens Stücke mit einem Bezug zu Schubert für das Projekt zu komponieren.

Schumacher war besonders geehrt, dass mit Alwin Schronen ein Komponist dieser Stücke anwesend war. Sein Werk „Ein heller, lichter, schöner Tag“ wurde neben den Schubert-Originalen wie „Frisch atmet des Morgens lebendiger Hauch“ und „Die Nacht“ mit einem beeindruckenden Chorklang und Präzision vorgetragen. Eingefangen von dem besonderen Klang des Ensembles, der die gesamte Halle auszufüllen schien, war die Begeisterung des Publikums schon während der Liedbeiträge zu spüren.

Ansager und Sänger Aren Hahn stellte den Männerchor Oberflockenbach zu Beginn des zweiten Programmteils vor. Den Anfang machte „O Sacrum Convivium“, ein weiteres Lied von Alwin Schronen. Daneben kamen unter anderem „Barbarossa“ von Friedrich Silcher und ein Udo Jürgens-Arrangement von Oliver Gies zum Vortrag. Ein besonderer Höhepunkt war „Trees“ des zeitgenössischen lettischen Komposition Ēriks Ešenvalds, bei dem der Chor den stimmungsvollen Gesang mit dem Klang von mit Wasser gefüllten Weingläsern mischte, die durch das Kreisen der Finger über den angefeuchteten Rand zum Singen gebracht wurden.

Beim zweiten Auftritt von Camerata Musica gab es eine Hommage an die King’s Singers zu hören, ein weltbekanntes Ensemble aus England. Die vorgetragenen Beiträge reichten von der Renaissance mit „Matona mia Cara“ von Orlando di Lasso über die Romantik mit „The winter is gone“ von Ralph Williams und einem modernen südafrikanischen Stück bis zum Abschluss mit dem Pop-Arrangement von „Eternal Flame“ durch Oliver Gies.

Jetzt waren die beiden Gastgeberchöre mit der Uraufführung des Stücks „Nachklang II“ dran, das Alwin Schronen eigens komponiert hatte. Es stellt das zentrale Element einer Trichotomie über das Leben Goethes dar. Karl berichtete über die Entstehung des Werks, welche er hautnah in der Zusammenarbeit mit Schronen miterleben durfte. Ein Gedicht Goethes an seine Frau beschreibt bildlich die Beziehung zur ihr in der Gestalt eines Blümleins. In Form eines Echos entstand dabei eine beeindruckende Klangwelt, die Schronen als Spiel zwischen den Chören entwickelt hatte.

Begleitet von tosendem Applaus betrat der Komponist nach Abschluss der Aufführung die Bühne und bedankte sich bei den zwei Chören und Hans-Joachim Karl. Als besondere Überraschung hatten diese zusammen mit Camerata Musica eine Aufführung von „Ergo Bibamus“, ebenfalls von Schronen, vorbereitet. Dieses Stück, so Karl, sei eines seiner bekanntesten Werke und werde von Chören Land auf, Land ab gesungen. Schronen kam der Bitte, es selbst zu dirigieren, begeistert nach.

Zum Abschluss trugen alle drei Chöre das äußerst klangvolle „Ave Maria“ in der Fassung von Franz Biebl vor. Karl überraschte dabei den jungen Nachwuchsdirigenten und Oberflockenbacher Sänger Alexander Schmitt und übergab ihm das Dirigat nach der ersten Hälfte des Stücks. Nach langen stehendem Applaus brachte Camerata Musica im Anschluss noch als Zugabe das lustige Lied „Zehn kleine Bierlein“ auf die Bühne.

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Zwei Mal feierten die Gras-Ellenbacher Kerwegäste eine große Party

Zwei Mal, eigentlich sogar drei Mal wurde bei der Kerwe heftig bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Am Freitagabend luden die Organisatoren zur großen Sause mit der Band „Xtreme“ ein, am Samstag begeisterte die 90er-Party die Feierwütigen. Inoffiziell war die Kerwe bereits am Donnerstagabend gestartet, als nach dem Ausschellen im Fußballerheim am Sportplatz bis halb 4 Uhr morgens gefeiert wurde. Den Anlass lieferte auch der TSV, der dem Tabellenführer Hüttenfeld in der C-Liga ein hochverdientes 3:3 abtrotzte.

Krachend voll mit etwa 430 Besuchern zeigte sich die Nibelungenhalle am Freitagabend. Kein Wunder, ist die Band „Xtreme“ doch eine Marke für sich und tourt regelmäßig durch die Region. Hier gab es keine Berührungsängste. Vom deutschen Schlager bis hin zu Metallica oder AC/DC: Stilgrenzen sind was von gestern. „Die Stimmung war einfach super“, war Attila Fodor vom Orga-Team hellauf begeistert.

Ganz egal welches Genre: Xtreme ließ sich nicht in eine musikalische Schublade stecken. Vielseitigkeit lautete das Stichwort – und das zelebrierten die sieben Musiker in Perfektion. Jeder Song war technisch perfekt einstudiert und bekam gleichzeitig einen individuellen Touch. Mit im Tourgepäck hatte die Band eine professionelle Bühnen-Performance, garniert mit einigen Pyro-Effekten.

Mit gleich drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. Mario Schmelcher und Lukas Baum für den männlichen Part und Jenny Daniele für die weiblichen Stimmen sorgten dafür, dass zusammen mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke, Neue Deutsche Welle oder deutsche Schlager. Am Bass sorgte Björn Buhl für den richtigen Groove, den Takt gab Benedikt Weiß am Schlagzeug an, während Hannes Böhm am Keyboard die melodischen Untertöne besorgte. Bastian Ludäscher an der Gitarre hatte immer die richtigen Riffs aufs Lager.

„Despacito“ von Luis Fonsi oder der „Summer of 69“ von Bryan Adams hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein 90er-, Malle-, Wolfgang-Petry-, Nena- oder Bayern-Medley, Songs von den Toten Hosen, Ärzten („Westerland“) oder den Sportfreunden Stiller („Ein Kompliment“). Zusammen mit Stücken von Queen („I want it all“), Robbie Williams („Angels“) oder Gloria Gaynor („I Will survive“) der beste Mix, um inklusive frenetisch erklatschter Zugabe die Gäste bis weit nach zwei Uhr bei Laune zu halten.

Am Freitagnachmittag waren einer alten Tradition folgend zehn junge Blumenmädchen zwischen zwölf und 25 Jahren mit einem Bollerwagen durch den Ort gezogen, um Blühendes für die Ausschmückung der Halle zu sammeln. Die Anwohner kennen den Brauch schon und hielten einiges an Blumen bereit. Alte Lieder, aber auch solche zum „Mitgrölen“ und der Gras-Ellenbacher Kerwesong durften dabei nicht fehlen.

Der daraus angefertigte Kerwekranz hing beim gestrigen Umzug am ersten Bulldog und wird danach über der Bühne aufgehängt. Die Kerweburschen waren ebenfalls schwer aktiv. Sie gruben am Freitag die Kerwe in Gestalt von zwei Flaschen Wein aus. Das geschah dieses Mal bei Jörg Fuhr, der sich im vergangenen Jahr einiges zu Schulden hatte kommen lassen, was von Kerweparre Tibor Mink aufgedeckt worden war. Die Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren sind der alten Tradition folgend schon seit Anbeginn der Kerwe dahingehend aktiv.

Die beiden Ausscheller Leo Trautmann und Patrick Freudenberger waren bereits am Donnerstag durch die Ortsstraßen gezogen und hatten die Einwohner lautstark mit dem nahenden größten Fest des Jahres vertraut gemacht. In Gardeuniform gekleidet, hatten sie die Kerweregularien im Gepäck und taten diese kund. Anschließend wurde dann beim TSV bis in die Puppen weitergefeiert.

Ebenfalls sehr gut besucht war die Nibelungenhalle am Samstagabend, als DJ Comet Andreas Siebler von der Disco Kinki in Sinsheim zur 90er-Jahre-Party einlud. Und das nicht nur ein paar Stunden lang, sondern bis fast 6 Uhr am Sonntagmorgen. Es herrschte bei den mehr als 300 Gästen (mehr als vergangenen Jahr bei der Schlagerparty) eine Top-Stimmung und feierten alle eine heiße Fete unter Hawaii-Schirmen. Die Halle war entsprechend 90er-mäßig dekoriert mit Bravo-Wand, Super Mario-Figur und CD-Rohlingen.

Der DJ hatte alles im Gepäck, was die wilde Partymeute verlangte. Dazu gehörten Songs von Ace of Base, DJ Bobo, Milli Vanillli oder Kris Kross, aber auch Rock- und Popsongs. Ab 22.30 Uhr wurde die Halle proppenvoll und blieb es bis in den frühen Morgen. Wie die 90er waren auch die Besucher knallig bunt gekleidet. Die Bravo-Fotowand war von den Blumenmädchen gestaltet worden.

„Irish Voices“ machen am 30. September Station im Gras-Ellenbacher Nibelungencafé

Es sind nur noch zwei Auftritte der „Irish Voices“ in diesem Jahr zu erwarten. Das Nibelungencafé in Gras-Ellenbach ist, wie in den vergangenen Jahren auch, am Samstag, 30. September, um 19 Uhr die vorletzte Station der Folkmusiker. Die sind mittlerweile als Trio unterwegs, nachdem ein langjähriges Mitglied nach einer Erkrankung leider aussteigen musste.

„Wir kompensieren den Verlust mit unserem Engagement und neuen Ideen“, sagt Siggi Winkler, der wie Simone Köhler und Friederike Hornauer im August neue Impulse auf einer irischen Musikschule sammelte. Noch gut in Erinnerung haben die Organisatoren und das Publikum die begeisternde Vorstellung der Musiktruppe zugunsten des Weiherer Kindergartens im Juli, bei der auch andere regionale Hobbymusiker mitwirkten.

Daran wollen die drei anknüpfen. Mit den klassischen Instrumenten Gitarre, Fiddle, Whistle, Querflöte, Bodhran sowie ihren Stimmbändern dürfen wieder eindrucksvolle irische Pubsongs, Balladen und Tunes erwartet werden – mal stimmungsvoll leise, mal etwas lauter. Kein Lied ist einfach „gecovert“. Die „Irish Voices“ machen immer ihr eigenes Arrangement. Dazu kommen einige Eigenkompositionen. Sehr beliebt sind auch die Mundartsongs mit weniger ernsten Inhalten.

Simone Köhler, Siggi Winkler und Friederike Hornauer nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch die Zeit sowie die irische und schottische Geschichte. Mal melancholisch und tieftraurig, mal lebenslustig, vor Freude sprühend, sind die vielen Songs, die sie an diesem Abend darbieten. Und dabei die Kunst der Iren und Schotten verdeutlichen, jeder Katastrophe musikalisch noch etwas abzugewinnen, sie auf diese Weise zu verarbeiten.

Mittlerweile umfasst das Repertoire der Gruppe über 150 überwiegend traditionelle, aber auch zeitgenössische Songs, Balladen, Reels and Jigs. Dazu gesellen sich aber auch viele „exotische“ Titel wie „Halleluja“ von Leonard Cohen oder „My heart will go on“ sowie Folksongs aus der BlueGrass-Szene.

Die „Hills of Connemara“, der Pub-Song „When the Old Dun Cow cought fire“ oder „God save Ireland“, die inoffizielle Nationalhymne von 1867, machen Lust auf mehr. Abgerundet werden solche „Gassenhauer“ von einer ruhigen Ballade wie „Caledonia“ über die verlorene Heimat Schottland. Pub und Kirche prägten die irische Geschichte, viele der Auseinandersetzungen in der Vergangenheit hatten kirchliche, religiöse Hintergründe.

Die Iren suchten einen Ausgleich für ihr hartes Leben, für ihre zahlreichen Konflikte, für die bittere Not nach Missernten, Kartoffelfäule, Pest, Not oder Auswanderung als letztes Mittel um zu überleben. Die tragischsten Balladen werden dabei so rübergebracht, „dass es einem eiskalt über den Rücken läuft“. Ein Beispiel: der Song „Old triangle“.

Info: „Irish Voices“ im Nibelungencafé (Hotel Gassbachtal) Gras-Ellenbach am Samstag, 30. September, um 19 Uhr. Vorreservierungen unter 06207-94000.

Volksbank Überwald-Gorxheimertal sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt

Einmütigkeit allenthalben. Bei der Vertreterversammlung der Volksbank Überwald-Gorxheimertal in der Peter-Heckmann-Halle fielen alle Entscheidungen einstimmig: ob es nun die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war, die Verwendung des Jahresergebnisses mit Absenkung der Dividende von vier auf drei Prozent oder die Bestätigung von drei Mitgliedern des Aufsichtsrats. Zuvor hatten die beiden Geschäftsleiter Peter Knapp und Rainer Jünger den Versammelten die wichtigsten Kennzahlen des Jahres 2016, die gesamtwirtschaftliche Situation und die Entwicklung der Genossenschaftsbank aufgezeigt.

Auf knapp 283.000 Euro beläuft sich der Bilanzgewinn im vergangenen Jahr. 233.000 Euro davon werden gesetzlichen oder anderen Ergebnisrücklagen zugewiesen. Knapp 50.000 Euro fließen in die Dividende, die an die über 4000 Mitglieder ausgeschüttet wird. Die Bilanzsumme belief sich Ende 2016 auf 208 Millionen Euro (weitere Zahlen siehe Infokasten). Seitens der Vorstände blickt man auch in einem schwierigen Zinsumfeld positiv in die – selbständige – Zukunft. Die Regularien des Abends handelte der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Schork ab, der auch die einzelnen Tagesordnungspunkte anmoderierte.

Ein wenig Wehmut schwang in den Worten von Peter Knapp mit, der die Bank nach 45 Jahren Ende 2017 in den Ruhestand verlassen wird. Diese lange Arbeitsphase sei „eine für mich lebensprägende Zeit“ gewesen, sagte er in seinen Schlussorten. „Ein Quell großer Verunsicherung unserer Zeit ist unverändert das extreme Niedrigzinsniveau“, meinte der Geschäftsleiter einleitend. Mit zunehmender Rasanz finde die technische Entwicklung immer mehr Eingang in alle Lebensbereiche, auch in den Bankensektor. Die Möglichkeiten des Online-Bankings würden von vielen Menschen schon längst genutzt, betonte Knapp. „In der Folge geht die Anzahl der Kundenbesuche in den Filialen der Banken stetig zurück.“

Auf diese Veränderungen müsse sich auch die Volksbank Überwald-Gorxheimertal einstellen, meinte er. Daher habe man die Öffnungszeiten in den Geschäftsstellen Hammelbach und Affolterbach reduziert. „Durch die Neustrukturierung wurden keine Mitarbeiter entlassen, sondern nur deren Aufgabenstellung verändert“, hob er hervor. Und weiter: „Wir werden keinen unserer Standorte schließen.“ Mit der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in Wald-Michelbach habe die Bank stattdessen „ein Zeichen gesetzt, dass uns der Standort im Überwald sehr wichtig ist“.

Knapp kündigte an, dass der Maximalbetrag für Geschäftsanteile mit 500 Euro in Kürze deutlich angehoben werden solle. „Damit wollen wir den Anreiz einer Teilhaberschaft bei unserer Volksbank spürbar erhöhen.“ Denn die Bindung der Mitglieder und damit Teilhaber an der Voba sei von großer Bedeutung. Der vorgesehene Dividendensatz von drei Prozent sei beim derzeitigen Zinsniveau immer noch sehr attraktiv, meinte Knapp zur Absenkung um ein Prozent.

Deutschlands Sparer zahlen laut Knapp „einen üppigen Teil der Rechnung für die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank“. Denn ihnen entgingen Milliarden an Zinseinahmen. Auf der anderen Seite sei es paradox, dass ein Großteil der Gelder auf kaum rentable Spar- und Tagesgeldkonten fließe. Er empfahl Fondsanlagen als Gegenstrategie. „Die Weichen für die Zukunft sind gestellt.“ Er sei sehr zuversichtlich, dass es erfolgreich weitergehe „mit unserer eigenständigen Volksbank Überwald-Gorxheimertal“, gab der Geschäftsleiter seinem Nachfolger Dirk Jalowitz mit auf den Weg.

Die bisherige Entwicklung zeige, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken, betonte Rainer Jünger. Die Kunden schätzten besonders die räumliche Nähe zu den Ansprechpartnern. „Unsere Anstrengungen haben sich fürs Erste gelohnt“, so der Geschäftsleiter. „Mit dem Verlauf des Kundenkreditgeschäftes, aber auch mit der Entwicklung der Ertragslage sind wir temporär zufrieden.“

Erneut stark anziehende Kundeneinlagen, aber auch ein weiter wachsendes Kundenkreditgeschäft kennzeichneten laut Jünger das Geschäftsjahr 2016. Dadurch sei die Bilanzsumme von 194 auf 208 Millionen Euro überdurchschnittlich um sieben Prozent angewachsen. Doch der Anteil an der Bilanzsumme liege mit Prozent immer noch weit unter dem Durchschnitt. „Unser Eigenkapital konnten wir kräftig ausbauen“, sagte er. Es sei für die derzeitige Geschäftslage angemessen, „auch wenn die Eigenkapitalquote nur unterdurchschnittlich ausfällt“.

Für 2017 rechnet Jünger auf Basis vorsichtiger Planungsprämissen mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung zirka auf 2016er-Niveau erwartet. Die Höhe geplanter Dividendenausschüttungen werde sich am Gesamtergebnis orientieren. Auch zukünftig lägen die Chancen im Ausbau der persönlichen Geschäftsbeziehung mit den Kunden, sagte er. Bei einer positiven konjunkturellen Entwicklung, verbunden mit einem mittel- bis langfristig moderat steigenden Zinsniveau, „sehen wir größtmögliche Chancen für die Zinsspanne“. Die Geschäftspolitik werde man auch weiterhin auf ein qualitatives und ertragsorientiertes Wachstum ausrichten.

Jürgen Schork stattete den Bericht des Aufsichtsrats ab. Die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Genossenschaftsverband ergab einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Vor der Entlastung zeigte sich Bürgermeister Joachim Kunkel dankbar, im ländlichen Raum noch eine Regionalbank als Ansprechpartner vor Ort zu haben. Er wies auf die große Unterstützung des Kreditinstituts für die Vereine hin, die wiederum das gesellschaftliche Leben prägten.

Bei der Volksbank Überwald/Gorxheimertal geht Ende des Jahres eine Ära zu Ende. Mit Vorstandsmitglied Peter Knapp verabschiedet sich der Geschäftsleiter in den Ruhestand. Auf der Vertreterversammlung würdigte Aufsichtsratschef Jürgen Schork die außergewöhnliche Karriere des Pensionärs in spe über all die Jahre hinweg beim selben Arbeitgeber. „Vom Auszubildenden zum Vorstandsmitglied ist eine beachtliche Leistung“, sagte er.

Mit seinen Kollegen habe Knapp sehr viel auf den Weg gebracht, betonte er. Weitblickende Geschäftspolitik sowie unternehmerisches Denken und Handeln „haben sehr viel zum Erfolg der Volksbank beigetragen“, so Schork. Ihn verbinde mit Knapp etwas ganz Besonders. Denn dieser rückte 1997 in den Vorstand ein, er, Schork, im selben Jahr in den Aufsichtsrat. Nachdem er 2006 zum Vorsitzenden gewählt worden war und Knapp für die Organisation der Sitzungen verantwortlich war, „hatten wir mehrmals pro Monat Kontakt“.

Damit sich die Leitung der Bank „nicht in einem Vakuum befindet“, wurde die Nachfolge bereits geregelt. Wie beim vergangenen Vorstandswechsel wurde mit Prokurist Dirk Jalowiky wieder ein Mitarbeiter aus den eigenen Reihen bestellt. Dieser stellte sich der Versammlung kurz vor. Der 41-Jährige ist der Volksbank Überwald/Gorxheimertal fast schon sein ganzes Berufsleben treu.

Jalowiky, verheiratet, zwei Kinder, wohnt in Gorxheimertal. Er durchlief die Ausbildung zum Bankkaufmann in Rimbach. Danach arbeitete er sechs Jahre lang in der Geschäftsstelle Wald-Michelbach, ehe er für zehn Jahre die Leitung der Geschäftsstelle in Gorxheimertal übernahm. Seit 2014 ist er Prokurist der Volksbank.

Knapp dankte in seiner Rede „für die Unterstützung, welche ich in mehr als 45 Jahren Berufsleben bei der Volksbank Überwald-Gorxheimertal erfahren durfte“. Es sei eine schöne Zeit gewesen, in der er bei zahlreichen Begegnungen und Gelegenheiten auf geschäftlicher wie auch auf persönlicher Ebene mit guten Erfahrungen belohnt wurde. „Eine für mich lebensprägende Zeit.“ Die Weichen für die Zukunft seien gestellt. Er sei sehr zuversichtlich, dass es erfolgreich weitergehe mit einer eigenständigen Volksbank.

Jahresergebnis 2016 Volksbank Überwald-Gorxheimertal

Bilanzsumme 208 Millionen Euro, Passiva: Kundeneinlagen 177 Millionen Euro, Kundenkredite 14 Millionen Euro, Eigenkapital 14 Millionen Euro, Aktiva: 88 Millionen Euro Kundenkredite, 87 Millionen Euro Wertpapiere, 24 Millionen Euro bei Kreditinstituten in der genossenschaftlichen Finanzgruppe, Sachanlagen 2,5 Millionen Euro, Kassenbestand und sonstige Vermögensgegenstände 2,5 Millionen Euro, Jahresüberschuss 283.000 Euro, 4039 Mitglieder mit 32.709 Geschäftsanteilen, Förderbilanz für örtliche Vereine sowie soziale und kulturelle Einrichtungen 17.000 Euro.

Wahlausschuss-Mitglieder aus den Reihen der Vertreter: Axel Bauer, Reiner Berbner, Norbert Gölz, Peter Jäger, Hans Christian Jungmann, Horst Körner

Wiedergewählte Mitglieder des Aufsichtsrats: Thomas Michel, Andreas Rothermel, Philipp Jungmann

Dringender Handlungsbedarf auf der L 3257 bei Abtsteinach: Bei Hessen Mobil soll auf eine schnelle Sanierung hingewirkt werden

„Löcher, Absenkungen und Risse werden immer größer“, bemängelte SPD-Fraktionsvorsitzender Willy Schröder den schlechten Zustand der Landesstraße 3257 zwischen Unter-Abtsteinach und Gorxheimertal. Was die Fraktion veranlasste, in der Gemeindevertretung einen entsprechenden Antrag zu stellen, dass umgehend bei Hessen Mobil als Straßenbehörde auf eine Sanierung zu dringen sei.

Die Strecke sei in einem schlechten, „in einigen Bereichen verkehrsgefährdenden Zustand“, erläuterte Schröder. Während in der näheren Umgebung zahlreiche Straßen großflächig saniert wurden oder eine neue Decke erhielten, „wurde auf diesem Straßenstück nur geflickt“, bemängelte er. Die Folge seien Unebenheiten und größer werdende Risse in den Fahrspuren, die insbesondere Zweiradfahrer gefährdeten. „Lenkbewegungen sind nicht mehr zu kontrollieren, Räder werden verrissen.“

Der Fraktionschef sagte, dass Hessen Mobil die Straße in den kommenden Jahren nicht in der Planungsliste habe. „Bald sieht es so aus wie nach Birkenau“, meinte er, nämlich dass wegen der vielen Schäden eine Beschränkung auf 50 Stundenkilometer eingerichtet werde. Seiner Kenntnis nach werde das Thema auch in den Gremien von Gorxheimertal beraten, womit dann von zwei Seiten Druck auf die Behörde entstehe.

„Naturgemäß sind die Mängel in den zahlreichen Kurven am größten und auch wegen der schlechten Einsehbarkeit noch gefährlicher“, sagte Schröder. Zu erwarten sei, dass sich die Fahrbahnschäden künftig noch schneller und progressiv erhöhten, „wenn nicht umgehend gehandelt wird“. Das würde bedeuten: noch größere Risiken und zunehmende Kosten. Die Mandatsträger folgten dem SPD-Antrag und beschlossen, den Gemeindevorstand damit zu beauftragen, umgehend bei Hessen Mobil auf die Dringlichkeit der L 3257-Sanierung hinzuweisen und Gespräche über eine schnellstmögliche Umsetzung der Arbeiten zu führen.

Gemeinsam die medizinische Versorgung sichern: Abtsteinach beteiligt sich am „Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald“

Die Hardberg-Gemeinde beteiligt sich an der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) im Bereich der medizinischen Versorgung im vorderen Odenwald. Diese firmiert unter dem Namen NOVO, „Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald“. Die Gemeindevertretung stimmte einmütig für diesen Schritt, auch wenn man sich in Abtsteinach noch in einer vergleichsweise guten Position sieht. Doch: „Wenn man gemeinsam an die Sache herangeht, hat man bessere Erfolgsaussichten und kann größeren politischen Druck ausüben“, sagte Bürgermeister Rolf Reinhard.

Auf dem medizinischen Bereich sei gerade im ländlichen Bereich „einiges im Wandel“, meinte er. In Abtsteinach sei man „in der glücklichen Lage“, dass es wohl eine Nachfolgerin für die Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Rudolf Jung gebe. Zum 1. April werde sich Dr. Büttner aus Schönmattenwag niederlassen. Geplant sei, dass diese dann auch die entstehende große Arztpraxis im Betreutes-Wohnen-Komplex übernehme.

Reinhard kennzeichnete die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen als „fortlaufende Problematik“. Es sei gut, wenn diese von verschiedenen Kommunen gemeinsam angegangen werde. Die entsprechende Geschäftsstelle für NOVO beim Kreis gebe es schon, die Zusammenarbeit sei kostenfrei. „Wenn sich daran etwas ändert, kommt es wieder auf den Tisch“, versprach der Bürgermeister.

„Gesundheit ist unser höchstes Gut“, sagte Martina Heller (FWV). Gerade auf dem Land hätten die Bürger in der Regel mit einer schlechten Versorgung und langen Anfahrtswegen zu kämpfen. Aufgrund des demografischen Wandels seien immer weniger Ärzte für immer mehr Bürger verantwortlich. Sie wies darauf hin, dass zahlreiche Mediziner in den kommenden Jahren aufhörten, weil sie die Altersgrenze erreichten. In diesem Zusammenhang bezeichnete Heller das Betreute Wohnen als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Willi Schröder (SPD) wies auf die Wichtigkeit der ortsnahen Versorgung hin. Auch in seiner Funktion als VdK-Vorsitzender begrüße er, „dass für den Odenwald etwas unternommen wird“. Als „gut aufgestellt“ bezeichnete Brigitte Wetzel die Gemeinde. Das sei nicht zuletzt den Bemühungen des Bürgermeisters und der Verwaltung um den Erhalt der Allgemeinarzt-Praxis zu verdanken.

Laut einstimmigem Beschluss der Gemeindevertretung wird der Gemeindevorstand ermächtigt, die notwendigen weiteren Schritte mit den teilnehmenden Kommunen und dem Kreis vorzubereiten und abzuschließen. Die IKZ soll für mindestens fünf Jahre beschlossen werden. Zum Hintergrund erläuterte Reinhard, dass sich Ende August 2016 Fürth, Lindenfels, Rimbach, Grasellenbach und Wald-Michelbach mit dem Kreis Bergstraße zu einem ersten Austausch bezüglich der Gesundheitsversorgung im Vorderen Odenwald getroffen hätten.

Als Ergebnis wurde vereinbart, das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald (NOVO) im Rahmen einer IKZ aufzubauen. Die Federführung liegt beim Kreis Bergstraße, die vorgenannten Kommunen und eventuell weitere sollten sich beteiligen. Die Zusammenarbeit soll neben einer Analyse des Ist-Zustandes in den einzelnen Gemeinden und der Region eine sektorenübergreifende Vernetzung möglichst aller Institutionen und Einrichtungen im Gesundheitsbereich erreichen, unter anderem Altenhilfe, Pflegedienste, Ärzte, Kliniken, Reha-Sport oder Sozialdienste.

Im nächsten Schritt wird dann die Kooperation in Form einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung fixiert. Hierzu steht der Kreis im engen Austausch mit dem Kompetenzzentrum für Interkommunale Zusammenarbeit (KIKZ) des Landes Hessen. Neben Abtsteinach wurden auch noch Lautertal, Mörlenbach und Birkenau angefragt, ob eine IKZ auf diesem Gebiet vorstellbar wäre. Mögliche Kosten sollen über IKZ-Mittel des Landes refinanziert werden.

Eltern hatten viel Interesse an den weiterführenden Schulen in Wald-

Von dem Andrang war man beim Überwald-Gymnasium sehr positiv überrascht: „Viel mehr Besucher als in den vergangenen Jahren“ kamen zum Info-Abend, den das ÜWG gemeinsam mit der benachbarten Eugen-Bachmann-Schule für die Eltern der jetzigen Viertklässler ausrichtete, die kommendes Schuljahr auf die weiterführende Schule wechseln. Auch bei der EBS war man von der Resonanz „sehr angetan“.

Zehn Lehrkräfte aus den verschiedenen Fachbereichen inklusive der Schulleitung standen am ÜWG den Eltern Rede und Antwort. Und die kamen durchaus mit sehr detaillierten Fragen. Da ging es um Aufbau und Organisation des Gymnasiums, aber auch Einzelheiten der verschiedenen Fächer. Wie Schulleiter Reinhard Fahrenholz notierte, wurden etliche Dinge angesprochen, die bei den Terminen in den diversen Grundschulen nicht geklärt werden konnten.

„Ich war den ganzen Abend über beschäftigt, Fragen zu beantworten“, freute sich Fahrenholz über das rege Interesse. Unter anderem war die Sprachenfolge ein Thema. „Wann kommt welche Fremdsprache“, lautete das Interesse, oder: In welcher Klasse startet beim neunjährigen Gymnasium etwa Spanisch.

Weiter wurde der Ablauf der Nachmittagsbetreuung laut Fahrenholz von den Eltern nachgefragt. Hier etwa das Mittagessen und wie in Bezug auf Allergien Rücksicht genommen wird, die Gestaltung der Pausen, die Aufsicht und die Lernwerkstätten. Auch kam zur Sprache, wie die unterschiedlichen Interessen an den Fächern Berücksichtigung finden könnten. Der Musikunterricht stieß in Form von Bläser- und Gesangsklassen ebenfalls auf großes Interesse. Es ging um den theoretischen Anteil daran, wie lange die einzelnen Klassen verpflichtend sind oder welche Anschlussangebote es gibt.

Fahrenholz registrierte mit Freude, dass sich „der Einzugsbereich des ÜWG erweitert“. Das Gymnasium bietet etatmäßig Info-Veranstaltungen an den verschiedenen Grundschulen des Sprengels, deren Schüler in der Regel aufs Wald-Michelbacher Gymnasium gehen. An diesem Abend kamen jedoch auch Eltern aus Birkenau, Zotzenbach, Hirschhorn und sogar Weinheim ans ÜWG, um sich über das Angebot zu informieren.

Der Schulleiter führt das gesteigerte Interesse an der Überwald-Schule unter anderem auf die Rückkehr zu G9 zurück. Das Lernen sei nicht mehr so gedrängt wie unter G8, die Schüler haben keine vollgepackten Stundenpläne und nachmittags somit Zeit für ihre diversen Freizeitaktivitäten in den Vereinen – abseits der Schule. Im Neckartal oder an der Bergstraße dominierten die G8-Gymnasien.

Wenn sich der „Andrang“ an der Eugen-Bachmann-Schule auch immer in einem kleineren Rahmen als am ÜWG bewegt, so war Schulleiter Thomas Wilcke mit der Resonanz dennoch sehr zufrieden. „Der Trend geht halt immer mehr zum Gymnasium“, hat er ausgemacht. Jedoch waren das Interesse und die Fragen der Eltern an der Haupt- und Realschule sehr zielgerichtet, beobachtete er.

Viel Klärungsbedarf gab es zum differenzierten Unterricht. An der EBS werden Haupt- und Realschüler in der fünften und sechsten Klasse „gemeinsam beschult“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Durch eine sogenannte Binnendifferenzierung in den Klassen wird laut Wilcke auf einem unterschiedlichen Niveau, wenn auch themengleich gearbeitet. Das komme in den verschiedenen Hilfestellungen sowie einem differenzierten Anspruchsniveau zum Ausdruck. Einige Arbeiten aus diesen Klassen waren an diesem Abend ausgestellt.

Vorgestellt wurde daneben das Konzept zum Arbeiten mit der Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), das Ganztagsangebot und die Bläserklasse. Hier lautete Wilcke zufolge unter anderem eine Frage, ob dort auch Schlagzeug spielen möglich sei. „Man kann in Mathe auch händisch arbeiten“, wurde nach den Worten des Schulleiters durch den Aufbau der Mathewerkstatt deutlich. Die Unterrichtsmaterialien der Deutsch- und Englisch-Werkstätten wurden ebenfalls in Augenschein genommen.

Wilcke, der zusammen mit seinem Schulleiterteam und drei weiteren Lehrkräften Rede und Antwort stand, ging auch auf die Fördermöglichkeiten bei Dyskalkulie, LRS oder psychischer Beeinträchtigung sowie den Inklusions-Unterricht in all seinen Formen ein. Seinen Worten zufolge kommen die potenziellen EBS-Schüler im Gegensatz zum ÜWG vorrangig aus dem „normalen“ Sprengel mit den Grundschulen in Schönmattenwag, Trösel, Abtsteinach, Wahlen und Wald-Michelbach.