Großes Interesse an der EBS

In der EBS spielt die Musik. Die Fünfer-Bläsergruppe, Blasorchester, Rock- und Miniband unterhielten beim Tag der offenen Tür die vielen Gäste in der Mensa. Der stellvertretende Schulleiter Christian Mang zeigte sich sehr zufrieden mit dem Andrang in den verschiedenen Räumen der Eugen-Bachmann-Schule Wald-Michelbach an diesem Vormittag. „Wie jedes Jahr“, freute er sich. Die diversen Fachrichtungen präsentierten sich mit ihren verschiedenen Angeboten.

Eine Stunde lang dauerte die Führung der Viertklässler-Eltern durch die verschiedenen Räume, damit diese wissen, was ab kommenden Schuljahr ihre Kinder erwartet. Zurück in der Mensa, wartete dann die verdiente Belohnung nach so viel Theorie. Dank zahlreicher Kuchenspenden war das Büffet reichlich bestückt.

Hauswirtschaft ist Bestandteil des Lehrplans, deswegen war logischerweise der Küchenbereich ein Ziel der Rundtour. Da die EBS den musikalischen Bereich ausgebaut hat, wurden die entsprechenden Räume auch angelaufen. Daneben ging es um die Sprachen: Unter anderem stellte sich der Fachbereich Französisch vor. Beim Fach Deutsch wurde der Umgang mit der Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) thematisiert.

Vorlesen stand in der Bibliothek im Vordergrund, in der Turnhalle lockte ein von den Sportlehrern aufgebauter Geräteparcours. Das Bewegungsangebot machte den Schülern sichtlich Spaß. Gut nachgefragt wurde auch die Möglichkeit ein Instrument auszuprobieren. Die älteren Schüler leiteten dabei die jüngeren an, ihre Neigungen zu testen, und erklärten ihre Instrumente. „Damit können wir ab der 5. Klasse direkte einsteigen“, erläuterte Mang.

In den Werkräumen demonstrierten Lehrer und Schüler 3D-Plotter, die Schulsanitäter informierten über Arbeit. In den jeweiligen Fachräumen waren die Lehrer mit ein paar Schülern präsent, um weitere Infos zu geben. Der stellvertretende Schulleiter bedauerte, dass durch die Erkältungswelle nicht überall die Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Das Einzugsgebiet der EBS ist ebenso konstant wie der Zuspruch, sagte er. Die Schüler kommen aus dem Überwald bis hinunter ins Gorxheimertal nach Wald-Michelbach. Alle dortigen Grundschulen wurden im Vorfeld der Veranstaltung informiert und schickten ihre Viertklässler mitsamt Eltern vorbei. „Wir haben in den vergangenen Jahren immer stark mit drei fünften Klassen angefangen“, berichtete Mang. Später wird es sogar vierzügig, wenn von oben Jugendliche nachrücken.

Die Schülerzahlen, schon mal unter 400 gefallen, sind derzeit stabil mit leicht steigender Tendenz. Aktuell zählt die Eugen-Bachmann-Schule im Schnitt um die 430 Heranwachsende. Teilweise, so der Pädagoge, gibt es Jahrgangsstufen, in den sogar die Hauptschule zweizügig ist. „Das ist relativ neu“, weiß er. Der Vorteil: Es handelt sich dann um kleine Klassen, was die Vermittlung von Lerninhalten fördert.

Manche Eltern fragen gezielt nach Ganztagsunterricht, hat Mang beobachtet. Deshalb gibt es eine komplette Klasse mit Unterricht vom Morgen bis in den Nachmittag. Der Zuspruch ist hier konstant, weiß er. Bei den Erziehungsberechtigten wird auch der Blasmusikunterricht ab der fünften Klasse angenommen, hob er hervor. Weiterer wichtiger Bestandteil: die Berufsorientierung. Hier sieht der stellvertretende Leiter die EBS stark aufgestellt.

Es wurde ein intensiver, gut funktionierender Kontakt zu den örtlichen Betrieben aufgebaut. Deshalb klappt es in der Regel gut, den Schülern Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu vermitteln. Inzwischen, weiß er, „kommen die Betriebe auch gezielt auf uns zu“. Das ermöglicht es, die Schüler möglichst nach ihren persönlichen Neigungen in einem Betrieb unterzubringen.

Das führt dazu, dass interessierte Jugendliche normalerweise einen Azubi-Platz bekommen, wenn sie das entsprechende Interesse für einen Job zeigen. Das soll möglichst im Überwald passieren, um die Wege so kurz wie möglich zu halten. Andere Firmen in Weinheim oder Mannheim haben vielleicht größere Namen, aber die Anfahrt ist um einiges länger, wenn die Schüler noch kein Auto haben. (Bild: EBS)