Kleine Schimmdeldewäer Osterhasen haben jetzt eine Hütte

Auf der „Osterhasenwiese“ wird es jetzt gemütlich. Denn das Freigelände des katholischen Kindergartens St. Marien oberhalb des Rothenberger Wegs ziert seit Neuestem eine ansehnliche Blockhütte. In die passen, die Probe aufs Exempel wurde schon gemacht, bei schlechtem Wetter mindestens 15 Kinder mit Erzieherinnen rein. Gebaut haben die Behausung Heinz Höfler und Rainer Tober von der Jagdgenossenschaft Unter-Schönmattenwag, das Material dafür konnte dank einer Spende verschiedener Ortsvereine angeschafft werden.

Höfler ging als erstes her und schob mit dem Bulldog ein Fundament zurecht. Dann kamen Mineralbetonsteine als Bodenplatte drauf. Darauf errichten die beiden Ehrenamtlichen dann die 6,6 Quadratmeter große Hütte mit viel Liebe zum Detail. Innendrin findet sich eine selbst gezimmerte Holzbank. Auch Haken für die Jacken dürfen nicht fehlen. „Als Rentner hat man halt Zeit“, lächelt der Jagdgenosse. Revierförster Florian Koch engagierte sich ebenfalls stark beim Zustandekommen.

Kindergartenleiterin Sabine Heutz ist für die Unterstützung sehr dankbar. „Als konfessionelle Einrichtung brauchen wir Leute wie Heinz, die es in die Hand nehmen“, betonte sie. Denn im Gegensatz zu den kommunalen Einrichtungen kann der Bauhof nicht direkt mit anpacken. Da es sich bei der Osterhasenwiese um ein Gemeindegrundstück handelt, das der Kita zur Verfügung gestellt wird, gab’s aber trotzdem Unterstützung. So wurde die Ruhebank vor der Hütte aufgestellt und der Schotter davor angelegt.

Um das große Ereignis zu würdigen, hatte sich der komplette Kindergarten an diesem Vormittag auf den Weg von der Kirchstraße über den Rothenberger Weg bis hinein in den Wald gemacht. Früher gab es bereits einmal ein Waldlager in der Nähe. Das war jedoch für die Kleinen nicht so optimal konzipiert. „Wir wollten etwas haben, das besser erreichbar und nicht so steil ist“, erläuterte Heutz. Die Osterhasenwiese ist schön eben. Durch die Hilfe der Gemeinde kann sie der Kindergarten nun nutzen.

Die Frage in die Runde, „Warum sind wie heute hier?“, beantwortete ein Knirps wie aus der Pistole geschossen: „Wegen unserem Haus.“ Mit dem Lied „Wir Kindergartenkinder sind vergnügt und froh“ kam gleich die richtige Stimmung auf. Und da sie nicht am Tisch saßen, durften die Kleinen ausnahmsweise den Kuchen ohne Teller und Gabel, sondern nur mit den Händen essen. Ein wahres Freudenfest.

Einmal in der Woche findet an der Kita St. Marien ein Waldtag statt, so Leutz. Alle, die möchten, dürfen sich dann auf den 15-minütigen Fußweg machen. „Die Hälfte ist meistens dabei“, trifft das Angebot auf große Nachfrage. Selbst die Zweijährigen kommen ohne Mühen den steilen Waldweg hoch, „wo wir Erzieher kräftig schnaufen“, lachte die Leiterin.

Es geht um die Naturerfahrungen für die Kleinen, macht sie deutlich. Etwa unter der Lupe verschiedene Tiere und Tierchen anzuschauen oder mit kindgerechtem Werkzeug kräftig zu arbeiten. „Willi der Waschbär“ erklärt im Vorfeld dafür die Waldregeln. Der Spaß kommt auch nicht zu kurz: Ein Baumstamm wurde als Waldrutsche umfunktioniert.

Das Gros der benötigen Gelder für den Kauf der Hütte und das restliche Material machte die Jagdgenossenschaft aus Unter-Schönmattenwag locker. Weitere Spenden steuerten MSC Ulfenbachtal, MGV Sängerbund, Blasmusik Schimmeldewog und CV Kapital bei. Dazu kamen noch ein paar Spendenboxen, in die sowohl Eltern und Großeltern als auch Ortsbürger etwas reinsteckten.

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