Evangelischer Kirchenvorplatz wurde größer

Den Aktiven Kernbereichen sei Dank. Nicht nur der Kirchenvorplatz, sondern auch das Umfeld des evangelischen Gotteshauses erstrahlt in neuem Glanz und wurde funktionaler gestaltet. Die Maßnahmen wurden zwar bereits im vergangenen Jahr durchgeführt, aber die offizielle Einweihung wollte die Kirchengemeinde lieber an einem schönen Frühsommertag feiern, wie es derzeit zum Glück immer mal welche gibt. Investiert wurde eine höhere vierstellige Summe.

Die kommunale Lenkungsgruppe, bestehend aus Udo Klos, Hans-Jörg Lipp, Manfred Gölz, Stefan Jäger und Bürgermeister Sascha Weber, war in die Planung mit eingebunden und auch dafür da, die entsprechenden Mittel bereitzustellen. Vom Bücherbrunnen aus gibt es nun einen durchgängigen, barrierefreien Zugang zum Seiteneingang der Kirche, erläuterte Manfred Gölz. Dieser ist in Sandsteinton gehalten – wie auch die Sitzgruppe vor dem Haupteingang. Da der Rest der Fläche mit Pflastersteinen versehen ist, ist nun auch der Zugang mit Kinderwagen ruckelfreier möglich.

Als drittes Element wurde vom Parkplatz her eine Zufahrt mit Rasengittersteinen geschaffen. Die dient zum einen den Rettungsdiensten, kann aber zur Anlieferung bei Konzerten genutzt werden. „Dann bleibt nach dem Regen keiner mehr im nassen Rasen stecken“, freute sich Pfarrerin Martina Beyer, die ein solches Missgeschick noch vor Augen hatte. Da die Zufahrt wegen des Brunnens von dieser Seite aus nicht mehr möglich war, musste man eine entsprechende Alternative finden.

„Barrierefrei macht sehr viel Sinn“, betonte die Geistliche. Das beobachtete vor kurzem auch Kirchenvorstandsvorsitzende Ute Gölz bei einem Gottesdienst zur Einführung der Altenheim-Seelsorge, als einige Teilnehmer mit Rollstühlen dabei waren. Dass vor der Kirche mehr Platz ist, werteten beide ebenfalls als positiv. Gerade bei Konfirmationen, Hochzeiten oder Empfängen sei nun mehr Raum für die Besucher zum Aufstellen, wenn etwa ein Foto gemacht wird.

Die Fertigstellung der einzelnen Teile geschah bereits im vergangenen Jahr, informierte Gölz bei einem kleinen Sektempfang nach dem Sonntags-Gottesdienst. Die barrierefreie Rampe wurde zuerst realisiert, die Sitzbank als letztes Element, da hierfür noch die Auflage fehlte. Die besteht aus pulverbeschichtetem Edelstahl, so Planer Hans Bretschneider. Für den Korpus wurden Sandsteine aus der Region verwendet. Da man dann schon im Spätjahr angekommen war, sollte alles en bloc erst dann der Öffentlichkeit übergeben werden, wenn die Witterung angenehmer ist.

Vor dem Haupteingang wurde die bisherige Pflasterfläche ein gutes Stück vergrößert und das frühere Baumrondell mit den Sandsteinen aufgefüllt. „Wir wollten das bisherige Material verwenden“, erläuterte Bretschneider, und kein neues Pflaster einsetzen. Das ging gerade so auf, schmunzelte er, indem die ehemaligen Pflastersteine des erneuerten Weges an anderer Stelle zum Einsatz kamen.

Die ersten Gedanken, an dieser Stelle zu Werke zu gehen, kamen laut Hans-Jörg Lipp etwa vor fünf Jahren auf, als man sich mit den Maßnahmen der Aktiven Kernbereiche beschäftigte. Bereits vorher gab es daraus einen Zuschuss für die Außenwandsanierung des Gotteshauses. In der Ortsmitte wurden viele weitere Maßnahmen umgesetzt, sagte Bretschneider. So etwa der Platz am Einhaus oder die Kulturbühne hinter der Kirche.

Mit der Sanierung des Parkplatzes am Draisinenbahnhof und der Instandsetzung der Verbindungswege zwischen Postparkplatz und Michel- sowie Ludwigstraße sind die Aktiven Kernbereiche nun abgeschlossen, informierte der Planer. Die Stellfläche am alten Bahnhof sollte eigentlich bereits früher erledigt werden, „damit die Anlage ein Gesamtgesicht bekommt“. Aus Kostengründen wurde sie aber erst einmal zurückgestellt.

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