Erster Concordia-Auftritt in neuer Besetzung war ein voller Erfolg

Strahlende Gesichter bei den Mitgliedern des neu formierten gemischten Chors der Concordia. Das Frühlingsfest in der Mehrzweckhalle war ein voller Erfolg. Den ganzen Tag über herrschte stetes Kommen und Gehen. Bereits um die Mittagszeit waren die Plätze nahezu voll besetzt. Die Küche kam angesichts der vielen Bestellungen kaum noch hinterher. Der erste Auftritt des Gesangvereins in neuer Besetzung vor heimischem Publikum kam sehr gut an. Vor allem „Only You“ von den „Flying Pickets“ machte deutlich, welch große Fortschritte der Klangkörper seit seiner Neuformierung unter Leitung des Hirschhorners Carsten Best gemacht hat.

Bereits am Tag zuvor hatten Tina und Natascha Vettel, Natalie Hornauer sowie Rita Schmitt die Bühne festlich dekoriert, viele Helfer den Saal und die Küche vorbereitet. Durch die zahlreichen Sach- und Geldspenden der Vereinsmitglieder gab es eine beachtliche Anzahl an Gewinnen für die Tombola, von der die Gäste viel Gebrauch machten. Kuchenspenden ermöglichten eine umfangreiche und sehr gut genutzte Cafeteria.

„I Believe“, ein Traditional, bei dem sich die Komplexität der Harmonien von Strophe zu Strophe steigert und das in einen ebenso fulminanten wie überraschenden Schluss mündet, war von Best als Eröffnung ausgewählt worden. Es traf genau den Geschmack des Publikums. Auch das Traditional „Die Rose“ und „Hallelujah“ (Leonhard Cohen) trafen den Geschmack des Publikums. Vorsitzender Gerald Hornauer ging in seiner Begrüßung auf das vergangene Jahr ein, als an gleicher Stelle der Männergesangsverein seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte und niemand wusste, ob die Umstellung auf den gemischten Chor gelingen würde.

„Seit dem Start sind neue und alte Sänger mit Begeisterung dabei“, freute er sich. „Großen Anteil daran hat Carsten Best“, sagte Hornauer. Er verstehe es immer wieder, den Chor zu motivieren. Der gab das Kompliment gerne zurück: Die Concordia ist auf dem besten Weg, sich vom herkömmlichen, „konservativen“ Chorgesang abzuheben, „was auch in den Chorproben zu echter Freude beiträgt“. Als genau richtige Mischung aus hoher Konzentration und Spaß an der Freude bezeichnete er die Arbeit mit dem Gesangverein. „Es wird alles deutlich moderner, ohne das alte Liedgut zu vernachlässigen.“

Bürgermeisterin Angelika Beckenbach freute sich, „dass die Umwandlung in den gemischten Chor so gut angenommen wurde“. Denn die Concordia ist ein Kulturträger im Ort, der neben dem Frühlingsfest die Gemeinde unter anderem bei Volkstrauertag, Weihnachtsmarkt und Seniorenadventsfeier unterstützt. „Was ich bereits gehört habe, begeistert mich“, so die Rathauschefin.

Raimund Hornauer, der das Nachmittagsprogramm moderierte, begrüßte danach den Chor der Steinachtal-Grundschule unter Leitung von Elisabeth Schlag. Dieser bestreitet schon fast traditionell den zweiten Programmpunkt beim Frühlingsfest. Nach der Schulhymne sangen die Kinder passend zur Jahreszeit „Immer wieder kommt der Frühling“. Simon Hornauer, Emilia Disam, Sara Oberle und Laura Marsch übernahmen dabei Soloparts, Niclas Engert spielte Flöte. „Kleine Europäer“ und „Wir können Freunde sein“ rundeten den Auftritt der Grundschulkinder ab, die mit großem Applaus entlassen wurden.

Die Sänger der SKG Löhrbach haben sich unter dem neuen Chorleiter Martin Steffan in kurzer Zeit viel erarbeitet. Mit den in drei unterschiedlichen Sprachen engagiert und flott vorgetragenen A-cappella-Stücken „Si ma ma kaa“, „Rain in May“ und „Ma come balli bella bimba“ wussten sie das Publikum zu überzeugen.

Aus verschiedenen Gründen konnten in diesem Jahr einige eingeladenen Chöre nicht kommen oder waren wie der Kirchenchor St. Cäcilia Ober-Abtsteinach und die Chorgemeinschaft Buchklingen nur mit einer Abordnung vertreten. Der letzte Auftritt des Nachmittags wurde daher von den erstmals teilnehmenden „Riverside Gospel Singers“ aus Eberbach gestaltet, die ebenfalls von Carsten Best geleitet werden. Mit ihren Gospels und Spirituals rissen sie die Besucher in der Halle mit.

Spätestens beim finalen „Oh Happy Day“ – hervorragend interpretiert von Karin Raule – sprang der Funke vollends über und der ganze Saal klatschte begeistert mit. Sie hatte schon vorher „Can’t nobody“ ihrem Stempel aufgedrückt. Große Power hatte auch „God’s been good to me“ mit einem Solo von Carsten Best. Dann gab es ruhige töne beim afrikanischen Wiegenlied „Ezulwini“. Höhepunkt und Abschluss des Freundschaftssingens bildete das von den Gospel Singers und dem Gesangverein Concordia gemeinsam begeistert wie begeisternd vorgetragene Traditional „Ride on, King Jesus“.

Dem Hirschhorner Carsten wurde die Musik in die Wiege gelegt, denn drei Generationen mütterlicher- und väterlicherseits lebten mit – und teilweise von – ihr. Ab dem achten Lebensjahr bekam er Klavierunterricht bei Karl Zentle, im Alter von 14 folgte Schlagzeugunterricht bei Mani Neumeier von Guru Guru. Ab 1985 absolvierte er ein Musikstudium unter anderem bei Eugen Cicero (Klavier, Jazz), Sabine Gölz (Klavier Klassik) und David Hieronimi (Gesang). Seit 1978 bis heute tritt Carsten Best alleine oder mit seiner Band „Best Friends“ bei vielen unterschiedlichen Events auf. Seit 1996 betreibt er ein professionelles Tonstudio. Darüber hinaus unterrichtet Best in den Fächern Klavier, Keyboard, Schlagzeug und Gesang privat und zusätzlich in der Musikschule Gorxheimertal. Er leitet die Eberbacher „Riverside Gospel Singers“.

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