Sparkassenstiftung unterstützt die „Lästige Witwe“ zur 650-Jahr-Feier Aschbachs

Die Banner an den beiden Ortseingängen künden es schon von weitem an: Aschbach wird 650 Jahre alt. Mit einer Reihe von Veranstaltungen begeht der heutige Wald-Michelbacher Ortsteil das Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. Neben dem Logo als ständigem Bestandteil wird großformatig immer auf die nächste bevorstehende Veranstaltung hingewiesen. Zum Auftakt ist das die heitere Operettenrevue „Die lästige Witwe“ am 30. März. Zur Unterstützung von deren Durchführung gab es nun eine Spende über 1600 Euro durch die Sparkassenstiftung Starkenburg.

Für den MGV, der im Rahmen der 650-Jahr-Feier als Veranstalter dieses kulturellen Highlights auftritt, freuten sich seitens des Orga-Teams Vorsitzender Birk Breitwieser, zweiter Vorsitzender Michael Heiligenthal und Schriftführer Michael Pleiner über die Zuwendung. Auch Ortsvorsteher Thomas Heiligenthal äußerte seine Dankbarkeit darüber, dass mit dieser Spende ein besonderer Auftakt für die Kulturinteressierten im Überwald geboten werden kann.

Die Aufführung der Tourneeoper Mannheim, quasi eine One-Woman-Show von Sopranistin Tanja Hamleh, traf genau den Geschmack des Orga-Teams. „Wir wollen etwas Kulturelles, aber auch etwas Lustiges bieten“, umschreibt Michael Heiligenthal die Intention dahinter. Andrea Helm von der Sparkassenstiftung konnte weiterhelfen und empfahl aus eigener Anschauung diese Operettenrevue.

Den Scheck hatte Vorstandsmitglied Gottfried Reinhard im Gepäck, der von früher noch gute Connections nach Aschbach hat. Für die Wald-Michelbacher Filiale des Bankhauses war Ludwina Altendorf dabei. Sie freute sich, „was hier im Ort alles auf die Beine gestellt wird“. Gerade auch im Blick auf die Jugend, die sich im Jubiläums-Orga-Team stark einbringt.

Lästige Witwe, Unschuld vom Lande, rassige Zigeunerin oder intrigante Diva? Tanja Hamleh bringt die verschiedenen Frauentypen der Operette so nah, dass die Gäste den Atem der Adele spüren können und ihre Füße im Csárdás-Rhythmus zu tanzen beginnen. Mit amüsanten Anekdoten über spleenige Komponisten und launige Diven erhalten die Besucher einen unvergesslichen Blick hinter die Kulissen großer Operetten und lauschen Evergreens aus Ufa-Filmen.

Die bei den Fastnachtssitzungen der „Hussmouge“ noch als Zirkuszeit geschmückte Halle wird zu einem Operettenhaus umgebaut und sicher damit zu einem besonderen Flair beitragen. „Ich freue mich schon sehr auf den Auftritt in Aschbach. Die Bühne sieht toll aus“, so Hamleh. Die Aufführung soll gerade für Neulinge im Bereich der klassischen Musik einen Einstieg darstellen. Das Organisationsteam hofft, dass insbesondere auch viele Aschbacher den Weg zu diesem sicher außergewöhnlichen Abend finden.

Beim Treffen blickte man auch auf die weiteren Aktivitäten im Laufe des Jubeljahres: So lädt der Ortsbeirat am Samstag, 13. April, ab 13 Uhr zu einer „ortsgeschichtlichen“ Wanderung durch Aschbach mit Theo Reichert ein. Anmeldung unter E-Mail info@650-jahre-aschbach.de. Weitere Veranstaltungen: 3. August Open-Air auf dem Festplatz im Wiesental mit „Me and the Heat“, 4. August Festakt mit Gottesdienst, Frühschoppen mit Blasmusik, Mittagessen und Rahmenprogramm, 13. Oktober Konzert des MGV 1882 Harmonie in der Mehrzweckhalle Aschbach.

Michael Heiligenthal gab den Sparkassenvertretern noch einen kleinen Abriss über die vergangenen 650 Jahre. 1369 gab es die Ersterwähnung von Aschbach im Zinsbuch der Kellerei Lindenfels. 1717 zeigt ein Mühlenplan für den oberen Ulfenbach Ober-Aschbach und seine zwei Mühlen, auch die (neue) Mühle in Hartenrod (Heckenmühle).

1840 erfolgt der Kauf eines eigenen Schulhauses in der heutigen Mittelstraße, 1842 verlassen Aschbach und Dürr-Ellenbach die Bürgermeisterei Gadern und bilden einen eigenen Bezirk. 1846 übernimmt Ludwig Anton aus Darmstadt die Papiermühle und errichtet eine große Zündholzfabrik, in der hunderte von Menschen beschäftigt werden.

1882 wurde der Männergesangverein Frohsinn gegründet, 1896 eine Turnabteilung im Gesangverein. 1920 wurde dann aus „Frohsinn“ und „Germania“ die heutige „Harmonie“, die Turner verließen den Verein und bildeten den heutigen TSV. Die Bahn hielt ab 1901 (bis 1983) am Ort, den ersten Strom gab es 1923. 1945 bis 48 gab es die Tonbandproduktion der BASF in Unter-Aschbach. Seit 1956 tragen alle Straßen eigene Namen, vorher hieß alles einheitlich „Ortsstraße“. Im selben Jahr geschah auch der Verkauf des Gemeindebullen.

Info: Operettenrevue der Tourneeoper Mannheim „Die lästige Witwe“, Samstag, 30. März, 19.30 (Einlass 18.45) Uhr, Mehrzweckhalle Aschbach. Vorverkaufskarten bei Elektro-Werner Aschbach, Optik Groß, BTR Office, Sparkasse und Gemeindeverwaltung, alle Wald-Michelbach sowie Tourist-Information Gras-Ellenbach und bei Ortsvorsteher Thomas Heiligenthal unter 0170/2453922.

 

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