Blasmusik Schimmeldewog: musikalische Ausrichtung angesprochen

Die Gründung einer Jugendband und die musikalische Ausrichtung der Blasmusik Schimmeldewog beschäftigten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrheim. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Hans Vogel folgte der Bericht von Schriftführer Dr. Albrecht Bärenz über die Aktivitäten in 2018. Es gab insgesamt 22 musikalische Einsätze, die meisten periodisch wiederkehrende Veranstaltungen, berichtete dieser. Neu war die Mitwirkung am Weihnachtsmarkt in Unter-Schönmattenwag.

Kassenwart Norbert Walter hob neben den Einnahmen durch Auftritte, Mitgliederbeiträge und Spenden das finanzielle Ergebnis des „Backens um die Kirche“ Ende Dezember positiv hervor. Außergewöhnliche Ausgaben ergaben sich seinen Worten zufolge im vergangenen Jahr nicht. Die Überprüfung durch die Kassenprüfer Heiko Walter und Matthias Sauer ergab keine Beanstandung. Sauer schlug die Entlastung des Vorstandes vor, welche die Versammlung einstimmig erteilte. Beide Revisoren amtieren 2019 weiter.

Matthias Staat stellte sich bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden nicht gleich wieder zur Verfügung. Er fragte zuerst nach Alternativen. Staat beklagte die „Gesamtstimmung im Verein“. Seit Jahren vermisse er die Gemeinschaft außerhalb der Proben und Auftritte. Er betonte jedoch, dass sich dies weniger auf einzelne Personen oder die aktuell Anwesenden beziehe. Um die Arbeit als solches gehe es ihm nicht.

Auf der Versammlung zeigte sich unter den Anwesenden kein Interessent für das Amt. Es wurde deutlich und verschiedentlich geäußert, dass man sich den Verein ohne die Arbeit des langjährigen zweiten Vorsitzenden nicht vorstellen könne. Schließlich vereinbarte die Versammlung, die Wiederwahl von Matthias Staat zunächst auf ein Jahr zu beschränken, was auch seinem Wunsch entsprach. Er wurde einstimmig gewählt. Wie auch Schriftführer Dr. Albrecht Bärenz und die bisherige Beisitzerin der passiven Mitglieder, Thekla Vogel.

Vorsitzender Hans Vogel erwähnte in seinem Rückblick, dass es bei der Kerwe noch Klärungsbedarf gebe. Eventuell wolle sich ein Kerweverein gründen. Die Mitwirkung der Blasmusik an Organisation und Durchführung geschehe nicht als Gesamtverein, sondern durch einzelne Personen, hob er hervor. „Selbstverständlich ist für uns weiterhin die Mitwirkung als Musikverein im Kerweprogramm“, betonte Vogel. Aus der Versammlung wurde die Frage nach einem Tagesausflug gestellt. Dies wollte er angehen, wenn die restlichen Termine für 2019 bekannt sind. Ebenso kam die Anregung, ob man das gemeinsame Grillen nicht wieder aufnehmen könne.

Aus den Reihen der Mitglieder wurde daneben eine Jugendband thematisiert. Eine solche hatte es nur kurz vor etwa acht bis zehn Jahren gegeben. Dirigent Christian Schuppel äußerte ein großes Interesse daran. In der Vergangenheit hatte es meistens nicht geklappt, dass die Kinder von aktiven Musikern zur musikalischen Mitarbeit motiviert werden konnten. Es gab wenig konkrete Ideen, wie das Nachwuchsproblem gelöst werden könnte. Schließlich wurde als Termin für ein gemeinsames Brainstorming der Sonntag, 10. März, 17 Uhr, im Pfarrheim vereinbart.

Der Dirigent sprach abschließend noch die stilistische Ausrichtung des Orchesters an. Das hat sich unter seinem Dirigat fast ausschließlich auf konzertante Blasmusik-Literatur konzentriert. Schuppel wies darauf hin, dass er dies zu Beginn seiner Tätigkeit angekündigt habe. Diese Ausrichtung wolle er beibehalten. Die bisherigen Konzerte in dieser Form waren seinen Worten zufolge erfolgreich.

Vereinzelt hatte es Kritik aus den Reihen der Musiker gegeben, dass andere Musikstile zu kurz kämen. So sei gerade der Swing früher ein Alleinstellungsmerkmal der Kapelle gewesen. Eine gewisse stilistische Vielfalt sei auch für die Mehrzahl der Veranstaltungen notwendig, die meistens keinen eindeutig konzertanten Charakter hätten, hieß es. Letztlich gab es eher eine Bestätigung für den derzeitigen musikalischen Kurs, da schließlich der Dirigent die stilistischen Vorgaben machen müsse.

Blasmusik-Termine 2019

  1. März: Luisenpark Mannheim
  2. April: Jahreskonzert
  3. Juni: Wachenburg Weinheim/Burschenschaften-Umzug
  4. Juni: Mitwirkung beim 90-jährigen Bestehen des Posaunenchors Wald-Michelbach
  5. Juni: Mitwirkung an der Fronleichnams-Prozession angedacht

Unklar ist noch, ob das Konzert am 30. Mai im Herzogenriedpark Mannheim zustande kommt.

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