So viele Schlachtplatten wie noch nie wurden beim MGV Sängerbund verputzt

Wer zu spät kommt, musste Hunger leiden – oder stand vor leeren Tellern. Schon seit dem Bau des Sängerheims führt der MGV Sängerbund sein Schlachtfest durch. Auch bei der 15. Auflage kann er sich des gewaltigen Appetits der Gäste sicher sein. So viele Schlachtplatten wie noch nie wurden dieses Mal im Verlauf des Abends im Sängerheim geputzt. Zwischen 15 und 20 Helfer aus den Sängerreihen hatten noch mehr knurrende Mägen als sonst zu stopfen. „Unten und oben war es brechend voll, stellenweise bildeten sich sogar Warteschlangen“, meinte Vorsitzende Christian Jöst. „Es war die Hölle los.“

Die Gäste kommen nicht nur aus „Ober-„ und „Unter-“, also den beiden Schimmeldewäer Ortsteilen, sondern auch von „weiter“ her. Die Kerngemeinde Wald-Michelbach, Heddesbach, Eiterbach, Aschbach, Wahlen, Heidelberg und Langenthal sind ebenso Einzugsgebiet für die Liebhaber deftiger Ourewäller Küche. Wurstsuppe, Wellfleisch mit Sauerkraut, Würstchen sowie Schwarze Brüh und Erbsenbrei sind die Bestandteile des reichhaltigen Büffets, an dem sich jeder Gast nach Herzenslust bedienen kann. Wem das zu üppig ist, für den gibt es als „Alternative“, aber ebenso noch fleischlich, Bratwurst mit Sauerkraut.

Für den selbstgemachten Erbsenbrei ist seit Anfang an Adelheid Ehret zuständig. Bei jedem Schlachtfest sind es immer um die zehn Kilo Erbsen, die von ihr flüssig gemacht werden. Zusammen mit Edeltraut Abelshauser und Erna Schmitt bildet sie das Urgestein-Dreigestirn in der Küche, für das kein Handgriff zum Wohl der Gäste zu viel ist. „Es war alles ratzeputz leer“, freute sich Jöst über den großen Hunger der Gäste. Er lobte das große ehrenamtliche Engagement aus den Vereinsreihen, ohne das eine solche Veranstaltung gar nicht möglich wäre.

Der fleischliche Teil des reichhaltigen Essen wurde wie jedes Jahr vom örtlichen Metzger Dingeldein bezogen, der für seine gute Qualität bekannt ist. Um die deftigen Speisen zu genießen, musste man allerdings nicht zwingend im Sängerheim Platz nehmen. Denn da waren die Plätze zu jeder Zeit Mangelware, obwohl es zweistöckig eng bestuhlt war. Die Gerichte wurden auch über die Straße „to go“ verkauft.

„Seit Beginn wird das Schlachtfest immer sehr gut angenommen“, freute sich die zweite Vorsitzende Anette Wiegel über die schöne Resonanz auf diesen Start ins prall gefüllte Veranstaltungsjahr des Vereins. Sie war zusammen mit Jöst eifrig mit den Getränkewünschen der Besucher beschäftigt, die zum Runterspülen gerne auf Äppelwoi, Fassbier, dunkles Weizen, aber auch antialkoholische Getränke zurückgegriffen. Ein Willi, ein Wildsau-Tropfen (Himbeer-Geist) oder ein Schokolikör standen für die Abrundung bereit.    (Archivfoto)

Info: Für den MGV Sängerbund geht’s mit den Großveranstaltungen nahtlos weiter. Erst steht der Workshop „Reine Frauensache“ im 16. März im Sängerheim an (der auch für auswärtige Sängerinnen offen ist). Dann ist der Verein am Theaterwochenende vom 29. bis 31. März im Haus des Gastes zusammen mit der Theatergruppe und dem GV Harmonie Ober-Schönmattenwag beteiligt. Aufgeführt wird das Stück „Wiedersehen auf Bora Bora“, eine Kriminalkomödie in zwei Akten von Claudia Gysel.

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