Das Heimspiel mit „Xtreme“ genießt Sascha Fischer besonders

Sascha Fischer ist musikalisch ein Hans Dampf in allen Gassen. Auch wenn der gebürtige Wählemer schon seit acht Jahren in Mannheim wohnt, ist er weiterhin der alten Heimat treu, wenn es um die vielfältige Bühnenpräsenz geht. An diesem Samstag steht der 30-Jährige mit der Cover-Show-Band „Xtreme“ auf der Bühne der Peter-Heckmann-Affolterbach, wenn der SVA dort zur großen Sause in den ausgehenden Winterferien einlädt. Los geht’s gegen 21.30 Uhr, Einlass ist um 20 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

Die Musik war für Sascha Fischer Ausgleich erst fürs Studium und ist es jetzt für den Beruf. Nachdem er Ende des vergangenen Jahr sein Bildungswissenschaften-Studium mit dem Master abschloss, ist er seitdem an der Eugen-Bachmann-Schule Wald-Michelbach tätig. Der Weg führte also zurück in den Überwald, wo er sich vor mehr als 20 Jahren im Chor der Ulfenbachtal-Grundschule Wahlen seine ersten musikalischen Sporen verdiente.

Von dort war es als Zehnjähriger nicht weit zum MGV Wallonia. „Mein Opa hat mich dahin mitgenommen“, schmunzelt der Wahl-Mannheimer. Dem Chor hält er bei verschiedenen Auftritten bis heute die Treue. Ein besonderes Erlebnis war für Sascha Fischer die erste eigene Band in Gestalt von „NeRo“. Die Gruppe mischte ab 2006 sechs Jahre lang, bis Ende 2012, nicht nur den Überwald mit ihren Coverrocksongs auf und genießt bis heute einen gewissen Kultstatus. Bei der Hammelbacher Kerwe gab es 2016 und 2017 ein umjubeltes Revival.

Nach der NeRo-Auflösung widmete sich der 30-Jährige zwei Jahre „nur“ dem Studium, ehe ihn dann Ende 2014 die Leidenschaft für Musik wieder packte. Er stieg bei der Coverband „Snow“ aus dem Öhringer Raum ein, die auch im Odenwald diverse Auftritte hatte. Ab 2015 kam eine völlig andere musikalische Sparte dazu. Erst spielte der Wählemer den „Piccolo“ in der Operette „Im Weißen Rössl“ des Theaters Alte Werkstatt in Frankenthal und ist seitdem dort festes Ensemblemitglied.

Ein Jahr später konzipierte er dann mit Kollegin Maria Breuer eine Schlagerrevue im Stil der „guten alten Samstag-Abend-Show“. Zuerst waren die 50er- und 60er-Jahre Thema der selbstgeschriebenen Show, inzwischen sind die beiden in den 70ern angekommen – und es geht weiter. Bestimmt 30 Shows wurden bisher gespielt. „Fast alle waren ausverkauft“, freut sich der Musiker. „Es geht darum, das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu vermitteln.“ Außer der Reihe kamen eine „Lieblings-Weihnachtsshow“ und ein Italien-Special zum Dolce Vita der 50er Jahre hinzu. 2018 gab es sogar eine Open-Air-Show. „Ich habe den Schlager dadurch kennen und lieben gelernt“, betont er.

Dem Überwald blieb der 30-Jährige in all den Jahren aber immer treu. Seit Beginn des Scharbock-Musicals 2010 (co-)moderiert er diese Mammut-Veranstaltung der Scharbacher Chöre und tritt auch als Solist auf. Gut im Gedächtnis ist noch sein Auftritt im vergangenen Jahr zusammen mit Susanne Hoffmann-Rettig mit dem Song „Barcelona“. Ebenfalls seit neun Jahren singt Sascha Fischer in der Wählemer Kerweband, aus der heraus sich eine Gruppe formte, die unter dem Motto „Burg unplugged“ in der Burg Waldau ein Weihnachtskonzert gab.

Mehr oder weniger „Back to the roots“ hieß es für den 30-Jährigen vor zwei Jahren. Da stieg er bei der Coverband „Xtreme“ ein, nachdem er in der Zwischenzeit bereits mit mehreren Bands im Rhein-Neckar-Raum sporadisch zusammenarbeitete. Bei etwa 30 Shows im Jahr ist er gemeinsam mit dem etatmäßigen Sänger Lukas Baum am Mikro anzutreffen. „Das macht einfach Spaß“, sagt Fischer. „Da hängt mein Herzblut dran.“

Die Band hat zwar ein festgefügtes Programm mit abgestimmten Licht und Videowall, aber ein paar Lieblingsstücke darf der Sänger mit einbringen. Dazu gehören etwa „Anything for Love“ von Meatloaf, „Living on a prayer“ von Bon Jovi oder „Panic! at the Disco“.  Affolterbach „ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Sascha Fischer. Denn dort fand in der Peter-Heckmann-Halle Ende 2012 das Abschiedskonzert von „NeRo“ statt. Im Folgejahr trat „Xtreme“ in die Fußstapfen der Überwald-Rocker und beschallt seitdem die vielen hundert Gäste.

„Ich freue mich aufs Heimspiel“, lacht der 30-Jährige. Denn sonst sind die Auftritt oft über 100 Kilometer entfernt bei Koblenz oder in der Rhön. Freunde und Arbeitskollegen haben sich für den Samstag bereits angekündigt. Fischer genießt es, mit diesen nach der Show bisschen feiern zu können, denn er hat von allen Bandmitgliedern mit Abstand den kürzesten Heimweg. „Ich übernachte bei meinen Eltern in Wahlen“, grinst er. In drei Minuten ist er dort. Wenn dann noch die Bude voll ist, dann wird die Party umso schöner.

Info: Die Coverpartyband „Xtreme“ spielt am Samstag, 12. Januar, 21.30 Uhr (Einlass 20 Uhr) in der Peter-Heckmann-Halle des SV Affolterbach. Karten gibt es an der Abendkasse.

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