„Freunde, das Leben ist lebenswert“: Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker am 12. Januar in Wald-Michelbach

Alle Jahre wieder, könnte man mit Blick auf das jetzt schon vierte Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker im Überwald titeln. Denn das kulturelle Highlight zum Jahresanfang steht am Samstag, 12. Januar, bevor. Der Vorverkauf startete bereits. „Freunde, das Leben ist lebenswert“ heißt es um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr bei freier Platzwahl) in der Rudi-Wünzer-Halle.

Als Solisten konnte Dirigent Günther Stegmüller wieder Tenor Antonio Rivera und außerdem die niederländische Top-Geigerin Yvonne Smeulers-Liepe gewinnen. Durchs Programm führt in bewährter Manier Dagmar Weber. Gastdirigent Robert Trocina aus Atlanta wird wie schon in diesem Jahr aufs Neue bei einigen Liedern den Taktstock schwingen.

Zusammen mit Schirmherr Bürgermeister Dr. Sascha Weber stellten Stegmüller, der Vorsitzende der Philharmoniker, Rúnar Emilsson, Vorstandsmitglied Reinhard Fahrenholz und Sebastian Schröder von der Zukunftsoffensive Überwald (ZKÜ) im Kreise einiger Sponsoren die Veranstaltung vor. Emilsson zeigte sich erfreut, wieder im Überwald gastieren zu dürfen.

„Leichte Kost, aber nicht minder anspruchsvoll“, versprach er mit Blick aufs Neujahrskonzert. „Es ist für jeden etwas dabei.“ Das Ensemble würde sich freuen, wie in den Vorjahren wieder viele Gäste begrüßen zu dürfen. Die vierte Auflage in Wald-Michelbach „zeugt von der Zufriedenheit bei den bisherigen drei Konzerten“, sagte er.

„Wenn man Niveau haben will, kostet es Geld“, stellte Stegmüller seinen Dank an die Sponsoren heraus, deren Akquise dank des Einsatzes der ZKÜ dieses Mal sehr gut funktionierte. „Zu zwei Dritteln spielen bei uns Profimusiker“, betonte er. Mit Blick aus dem Fenster in den grauen Novemberhimmel sagte der Dirigent: „In einer solchen Jahreszeit sollten wir nicht außer Acht lassen, dass das Leben auch schöne Momente hat.“

Die Starkenburg Philharmoniker wollen dazu beitragen, „zweieinhalb Stunden den Alltag vergessen zu machen“, wünschte sich Stegmüller. Denn: „Man jammert den ganzen Tag vor sich, vergisst aber, wie schön es sein kann.“ Aus verschiedenen Genres und Musikrichtungen hat er ein unterhaltsames Programm zusammengestellt, das den Möglichkeiten eines klassischen Sinfonieorchesters Rechnung trägt.

Marco Antonio Rivera, der bereits Anfang dieses Jahr nach „Bella Italia“ entführte (das Programm ist übrigens jetzt auf CD gepresst), ist für Stegmüller „einer der besten Tenöre, mit denen ich je zusammenarbeitet habe“. Der Tenor wurde bereits beim Philharmoniker-Jubiläumskonzert 2013 im Rhein-Neckar-Zentrum Viernheim vom Publikum bejubelt und sang später eineinhalb Jahre in Hamburg die Hauptrolle beim „Phantom der Oper“. Rivera studierte in Mexiko Gesang, bevor er 2003 nach Deutschland kam.

Die internationale Presse schreibt in Konzertkritiken über die niederländische Top-Geigerin Yvonne Smeulers von „nicht enden wollenden Ovationen für einen anspruchsvollen und zutiefst anrührenden Konzertabend“, dass sie ihre Konzerthörer in „faszinierende Klangwelten entführt“ und dass man eine „atemberaubend ausdrucksvolle Ausnahmekünstlerin erleben konnte“. Sie spielt ein oder zwei Bravourstücke, kündigte der Dirigent an, darunter Paganinis „La Campanella“.

Die Philharmoniker freuen sich besonders, wieder mit dem amerikanischen Gastdirigenten Robert Trocina auftreten zu dürfen. Stegmüller hatte den Leiter einer Musikschule in Atlanta mit mehr als 2000 Schülern bei seinem Gastdirigat kennengelernt. Er kam mit seiner sehr lebendigen und humorvollen Dirigentenarbeit beim diesjährigen Konzert bestens an und darf nun nochmal ran. Neben Smetanas „Moldau“ gibt es laut Stegmüller „auch ein paar verrückte Sachen“ zu hören. Dazu zählt er den „Typewriter“ von Leroy Anderson, „den wir noch kräftig üben müssen“.

„Das wird sehr spannend für Zuschauer und Orchester“, schmunzelte der künstlerische Leiter. Er freue sich, diese „Spannung“ mit ins Konzert nach Wald-Michelbach nehmen zu können. „Das wird eine sehr runde Sache im neuen Jahr“, so Stegmüller. Er verspricht „einen bunten Melodienreigen“ und einen beschwingten Start in 2019. Schröder betonte das hochkarätige kulturelle Angebot für die Überwald-Bevölkerung, „die für ein solches Konzert nicht extra in die Großstädte fahren muss“.

Wie Reinhard Fahrenholz ergänzte, betreiben die Philharmoniker fürs Neujahrskonzert in Wald-Michelbach erst einmal Plakatwerbung an Straßen. Der Freundeskreis im Überwald ist zwar inzwischen gewachsen, jedoch passen noch ein paar Zuschauer mehr in die Wünzer-Halle. Bürgermeister Weber freute sich, dass das Jahr mit einem solch hochkarätigen kulturellen Highlight eröffnet wird.

Info: Karten für das Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker unter dem Titel „Freunde, das Leben ist lebenswert“ sind erhältlich bei allen Odenwald-Filialen der Sparkasse Starkenburg, in Wald-Michelbach beim Reisebüro Überwald, im Rathaus und bei der ZKÜ auf der Hofwiese, in Gras-Ellenbach bei der Tourist-Info, bei Guschelbauer in Mörlenbach sowie unter E-Mail tickets@starkenburg-philharmoniker.de oder http://www.starkenburg-philharmoniker.de. Der Eintritt kostet 18 Euro, für Schüler und Studenten 10 Euro. Um 19 Uhr geht es am Samstag, 12. Januar, in der Rudi-Wünzer-Halle los.

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