Hochkarätige Leistungen beim Freundschaftssingen zum 140-jährigen Bestehen der Harmonie

Besser hätte das Highlight des Jubiläumsjahres nicht laufen können. „Es hat alles super geklappt“, freute sich Christof Klos, Vorsitzender der Harmonie Ober-Schönmattenwag. Nach dem großen Festkonzert am Samstag, bei dem sich der Chor in all seiner Vielfalt präsentierte, machten am Folgetag 24 Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung der Harmonie ihre Aufwartung, um beim Freundschaftssingen musikalische Glückwünsche zum 140-jährigen Bestehen zu überbringen.

„Ein sehr anspruchsvolles Niveau mit guter Chorliteratur“ beobachtete Klos im gut besuchten Haus des Hauses. Er teilte sich die Moderation mit Sänger Holger Froh. Der Vorsitzende lobte das Publikum. Das war sehr diszipliniert, unterhielt sich bei den einzelnen Liedbeträgen praktisch nicht, war bei manchem „sogar mucksmäuschenstill“. Sehr schön war die Ruhe in der Halle bei allen Vorträgen, obwohl ständig ein Kommen und Gehen war. Einfach „ein reibungsloser Ablauf“, so Klos. Der Einsingraum wurde von der Feuerwehr im Untergeschoss zur Verfügung gestellt.

Christian Jöst vom MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag, der vor drei Jahren ebenfalls seinen 140. Geburtstag feierte, gratulierte der Harmonie aus dem oberen Ortsteil. Er dankte für die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit. Unter der Leitung von Hans-Joachim Karl wurde mit dem „Signore della cime“ ein Lied der italienischen Alpenchöre gesungen, das die Überwälder bei ihrer Konzertreise an den Lago Maggiore ebenfalls dargeboten hatten. „Vive l’amour“ und „Kung liljekonvalje“, zwei Klassiker in der MGV-Literatur, rundeten den Auftritt ab.

Die zwölf Cantante Cinture Kids unter der Leitung von Katharina Zink, der MGV-Kinderchor, begeisterten mit „Applaus, Applaus“ der Sportfreunde Stiller und „Un poquito cantas“, einem spanischem Lied. Susanne Hoffmann-Rettig dirigierte den Crescendo-Chor der Waldeslust Scharbach. „Music“ von John Miles schallte als Hymne durch das Haus des Gastes, „Viva la Vida“ von Coldplay und „Mama Loo“ von Les Humphries heimsten ebenfalls viel Applaus ein.

Eher traditionelle Männerchor-Literatur hatte der Volks-Chor Birkenau mitgebracht. „Hochzeit hielt das Mückelein“ oder „Parkplatzregen“ hieß es da aus 30 Kehlen. Gar 40 Mann brachte der MGV Aschbach auf die Bühne. Unter Leitung von Frank Ewald, der auch mit dem Sängerbund Heiligkreuzsteinach zu Gast war, gab es die „Katrin“ der Bläck Fööss“ zu hören. Außerdem hatten die Aschbacher das bekannte Stück „The drummer and the cook“ im Gepäck.

Ober-Hainbrunn, Wilhelmsfeld, Brombach, Finkenbach, Wald-Michelbach, Wahlen oder Hartenrod: Nicht nur aus dem Überwald, sondern auch aus dem Gorxheimertal, dem Badischen oder dem Odenwaldkreis spendeten die Chöre musikalische Grüße. Kein Wunder, dass Christof Klos von einem „krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres“ sprach. Er dankte am Ende des Freundschaftssingens noch einmal allen, die in diesem Jahr an den vielen Veranstaltungen mitgewirkt hatten.

Nicht nur für das Festkonzert mit seinem hervorragenden Klang, auch für die sonntägliche Veranstaltung gab es sehr viel positive Resonanz, registrierte der Vorsitzende. Lob erhielt die sehr schöne Bühnen- und Hallen-Dekoration, für die die Sängerinnen verantwortlich zeichneten. Am Samstag half die Feuerwehr in Küche und Wirtschaftsbetrieb, „den Sonntag haben wir dann mit eigenen Chorkräften gestemmt“, sagte Klos.

Ihm ist aus diesem Jahr das Shanty-Konzert mit dem OSC noch in bester Erinnerung. Der Kohlenmeiler fand zwar erst im dritten Anlauf statt, aber er fand statt. Während all der Zeit liefen die regelmäßigen Proben. „Wir haben uns lange aufs Konzert vorbereitet“, so Klos. Es waren einige „sehr intensiv geprobte Lieder“ dabei. Generell waren die Proben längerfristig angelegt, inklusive einem kompletten Samstag Anfang Oktober. Kurz vor knapp wollte man nicht jeden Tag ran.

Die Einbindung der zusätzlichen Instrumentalisten „hat super hingehauen“, beobachtete der Vorsitzende. Mit der eigenen Leistung der Harmonie zeigte er sich wie auch Dirigentin Ria Günther „sehr zufrieden“. Jetzt gilt es nach dem vollen Programm in den vergangenen Monaten „Luft zu schnappen und durchzuatmen“. Kommenden Freitag „fällt die Probe aus“, schmunzelte er. Das hat sich der Chor nach dieser Mammutleistung verdient.

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