Besondere Akustik im Dom von Mosta beeindruckte die Helfrich-Chöre

Wenn es mit Chorleiter Hans Helfrich auf große Reise geht, wissen die Teilnehmer, dass ihnen eine ganz besondere Woche bevorsteht. Dieses Mal stand Malta auf dem Programm der Sänger von Immergrün Hartenrod, Eintracht Falken-Gesäß und Sängerlust Ober-Ostern. In den zwölf Chorreisen seit 1989 ging es unter anderem bereits nach Ungarn, Tschechien, Irland, Andalusien, Rom, in die Toskana oder an die Amalfi-Küste. Auftrittsmöglichkeiten in bekannten Gotteshäusern organisiert der Scharbacher bereits im Vorfeld, da sie beantragt und genehmigt werden müssen.

Beeindruckende Festungsanlagen, prächtige Kuppeln und bunte Gassen machen die Inselhauptstadt Valletta zu einer wahren Schatzkiste für Geschichte und Architektur, gab Helfrich den Reisenden mit auf den Weg. Traumhafte Buchten, Sandstrände und kristallklares Wasser sorgen dafür, dass auch die kulturell nicht so Interessierten voll auf ihre Kosten kommen. Mit über 300 Kirchen und 300 Sonnentagen „ist die Insel das ideale Urlaubsziel für Erholungssuchende und Kulturinteressierte“, so der Chorleiter.

Besonders beeindruckend waren für die Reisenden die verschiedenen Auftritte während der Reise. Der Dom von Mosta, die viertgrößte Kuppelkirche Europas, „hat eine wahnsinnige Akustik“, stellte Helfrich fest. Der Nachklang dauerte länger als zehn Sekunden. In der alten Hauptstadt im Inselinneren, Mdina, ließen die Sänger ihre Stimmen in der St. Paul’s-Kathedrale erklingen.

Dort war auch die einzigartige Sammlung der Albrecht-Dürer-Kupferstiche zu finden. Der Ort begeisterte mit seinen schmalen, autofreien Gassen, den Palästen, Adelshäusern, Klöstern und der alten Stadtmauer mit einem großartigen Panoramablick. Im benachbarten Rabat ließ sich später auf den Spuren des Apostels Paulus wandeln.

Ein Ausflug in die Geschichte brachte am folgenden Tag zwei weitere Chorauftritte mit sich. Die Reisegruppe besuchte die „Cottonora“, die drei alten Städte Vittoriosa mit den Palästen der Ritter, Senglea mit der großartigen Aussicht auf Valletta und Cospicua mit der imposanten Doppelmauer. In der San-Lorenzo-Kirche von Vittoriosa testeten die Odenwälder aufs Neue die besondere Akustik.

Später, in Valletta, gab es zum zweiten Mal an diesem Tag die Gelegenheit, die Stimmen erklingen zu lassen. In der St. John’s-Kathedrale hörten viele Besichtigungsgruppen den Liedbeiträgen zu. Einige englische Gäste sangen sogar beim „Stück „All night, all day“ mit. Die Titel der gesungenen Chorstücke „mussten vorher eingereicht werden“, erläuterte Helfrich. Der berühmte Großmeisterpalast, der Upper Barrakka Garden oder die Multivisionsshow „Malta Experience“ hinterließen auch nachhaltige Eindrücke.

Naturwunder und Steinzeit-Tempel auf der Schwesterinsel Gozo mit der ältesten Tempelanlage von Maltas, dem Ggantija-Tempel (hier entstand das beigefügte Bild), standen ebenfalls auf dem Programm. Inklusive Besichtigung der Hauptstadt Victoria, der Buchten von Xlendi und Marsalforn sowie Fungus Rock und Inland-See. Eine ganztägige Inselrundfahrt auf einer alten Galione, Schnorcheln in der blauen Lagune, der Besuch des Palazzo d’Aurel oder die Erkundung der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, des herausgeputzten Vallettas, stieß auf viel Widerhall.

Wie es die Reiseteilnehmer bereits aus früheren Jahren von Hans Helfrich kennen, hatte der die einwöchige Tour wieder bestens vorbereitet. Deshalb gab es viel Dank für die hervorragend organisierte und unwahrscheinlich interessante Chorreise. „Sie wird uns allen in sehr guter Erinnerung bleiben“, so die Mitglieder aus den drei Gesangvereinen. Der Chorleiter wiederum freute sich, dass alles sehr harmonisch verlief.

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