Vorstandswahlen und Ehrungen bei VdK Schönmattenwag

Bewährte Kräfte, allen voran die Vorsitzende Renate Lautenschläger, machen im Vorstand des VdK-Ortsverbands weiter. Sie werden von neuen Gesichtern verstärkt, so dass der Sozialverband auch in den kommenden Jahren sein segensreiches Wirken fortsetzen kann. Zwar gibt es keine stellvertretende Vorsitzende mehr, dafür erhöhte sich die Zahl der Beisitzer. Bei der Jahreshauptversammlung standen neben den Vorstandswahlen auch Ehrungen für langjährige Mitglieder an, die Lautenschläger zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Georg Spilger durchführte.

Weil der Ortsverband 70 Jahre besteht, hatte der Vorstand beschlossen, statt einer zusätzlichen Feier bei allen Veranstaltungen zu Kaffee, Kuchen und Schnittchen einzuladen. Schriftführerin Brigitte Ritter, Enkelin von Gründungsmitglied Franz Georg Ritter, der zehn Jahre lang Vorsitzender war, ging in ihrem Bericht auf das Jubiläum und die Veranstaltungen ein. Außerdem blickte sie auf das vergangene Jahr zurück. Mehr zu den Aktivitäten ist auf www.vdk.de/ov-schoenmattenwag zu finden.

Für manchen Bürger „weht der Wind derzeit sehr hart“, sagte Lautenschläger in ihrem Bericht. „Die Kluft zwischen Arm und Reich in unserem Land wird trotz stabiler wirtschaftlicher Lage zunehmend größer“. Ein wesentlicher Teil der Bevölkerung fühle sich abgehängt. „Das darf nicht sein und bedeutet für uns, die Segel neu auszurichten und den richtigen Kurs einzuschlagen“, betonte die Vorsitzende. Es gelte diese Entwicklung zu stoppen und den sozialen Zusammenhalt in Deutschland zu stärken. „Dafür wollen wir uns nach Kräften einsetzen“, hob sie hervor.

Die positive Mitgliederentwicklung zeichnete sich nicht nur auf Landesebene ab, sondern ist auch im Ortsverband zu beobachten, freute sie sich. Der VdK Hessen-Thüringen „hat so viele Mitglieder wie noch nie“. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete man einen Zuwachs von knapp 5000, in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 65.000 Mitglieder auf über 270.000. Auf Ortsebene gibt es Lautenschläger zufolge aktuell 194 Mitglieder. Allein in diesem Jahr kamen schon neun neue hinzu, allerdings gab es auch Austritte und Verstorbene.

Seit der letzten Jahreshauptversammlung verzeichne man somit einen realen Zuwachs von sechs Mitgliedern, so Lautenschläger. Ohne den Einsatz der ehrenamtlich Aktiven könnte der Verband keine Mitgliederzuwächse erzielen, dankte sie den Freiwilligen. Besonders stolz sei man darauf, dass neben der bewährten qualifizierten sozialrechtlichen Beratung durch hauptamtlich tätige Volljuristen ein ehrenamtliches Beraternetz installiert wurde.

In Wald-Michelbach findet der nächste Beratungstermin am 15. Oktober von 16 bis 17 Uhr im Rathaus statt. Insgesamt gibt es im Jahr fünf Beratungen in der Überwald-Gemeinde, sagte der Kreisvorsitzende Georg Spilger. Auf Kreisebene seien zehn Berater im Einsatz, drei zusätzlich in Ausbildung. Er freute sich über die wachsende Mitgliederzahl und die Bereitschaft der Ehrenamtlichen, sich in vorderster Front für die Gemeinschaft zu engagieren.

„Seit Jahren beobachten wir mit großer Sorge eine zunehmende Spaltung in unserer Gesellschaft“, fuhr die Vorsitzende fort. Der VdK habe deshalb einen Forderungskatalog zu den hessischen Landtagswahlen Ende Oktober aufgestellt. Dazu gehören die Sicherstellung zur ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum durch Schaffung wirksamer Anreize, Fortführung und Ausbau der Ansiedelungs-, Niederlassungs- und Nachwuchsförderung von Hausärzten sowie der Erhalt der Apotheken im ländlichen Raum.

Lautenschläger nannte als Markenzeichen des VdK die Solidarität und die Unterstützung von Hilfebedürftigen. „Diesem Anspruch müssen wir gerecht werden.“ Denn für viele Menschen sei der Sozialverband die erste Anlaufstelle in Notsituationen – für manche sogar die einzige. „Wir lassen keinen allein. Für uns ist jeder wichtig“, laute das Leitbild. Vor den Neuwahlen dankte sie den Vorstandsmitgliedern, die sich aus alters- und gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl standen: Inge Klos, Christa Kani und Eva Falter.

Kassenführerin Irmgard Jurcza berichtete kurz über die Einnahmen und Ausgaben sowie den Kassenstand Ende 2017. Die Revisoren Dieter Siebig und Luzia Siefert prüften die Konten des Ortsverbands. Sie fanden sämtliche Unterlagen in bester Ordnung vor. Siebig beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig von den anwesenden 31 Mitgliedern gewährt wurde. Frauen-Vertreterin Christa Kani sagte, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als zehn Besuche machen konnte.

Der gewählte VdK-Vorstand

Vorsitzende Renate Lautenschläger, Kassenführerin Irmgard Jurcza, Schriftführerin Brigitte Ritter, Beisitzer/Mitgliederbetreuung Karl-Heinz Wetter, Revisoren Dieter Siebig und Luzia Siefert (alle einstimmig wiedergewählt), Frauen-Vertreterin Brunhilde Fiedler, Beisitzer/Mitgliederbetreuung Margarete Becker und Michael Frank (neu gewählt)

Ehrungen

Für 25 Jahre Mitgliedschaft Lina Blank, Rose Walter, Hannelore Joppek, für zehn Jahre Walter Knapp, Elisabetha Beutel, Renate Lautenschläger, Magdalena Woitich, Helmut Layer, Doris Rose, Birgit Reinhard. Klaus Weckbach nahm stellvertretend für Ehefrau Silvia und Schwiegermutter Marianne Sattler die Ehrung entgegen. Zum Ehrenmitglied wurde ernannt: Inge Klos (16 Jahre stellvertretende Vorsitzende)

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