Heißer Sommer sorgt für die beste Saison überhaupt im Hammelbacher Freibad

Es war die beste Saison überhaupt, aber jetzt ist Sabrina Blessing doch froh, dass die beiden Schwimmbäder in Wald-Michelbach und Hammelbach geschlossen haben. Sie führt jeweils die Kioske und kümmert sich mit ihrem Team um den Badebetrieb. Der heiße Sommer löste einen wahren Run aufs kühle Nass aus. Als letztes der beiden Freibäder schloss am Wochenende nun das Hammelbacher offiziell, wozu es kleines Fest unter den Namen „Swim-Closing-Party“ gab.

Über den Nachmittag hinweg war das den Kindern gewidmet. „Das war richtig schön“, freute sich Blessing. Um die 60 Kids dürften es gewesen sein, die sich kostenlos schminken ließen. Auch eine Hüpfburg wurde gut genutzt. Vier-gewinnt-Spiel, Heliumluftballons, aufblasbares Fußballtor und Rodeoreiten lauteten die weiteren Angebote.

Bei der abendlichen Feuershow waren alle Tische belegt, so gut war der Zuspruch. Blessings Mann Jörg hatte extra für diese Veranstaltung mit Bekannten in zehn Stunden Arbeit noch eine Bühne im 18 Grad kalten Wasser aufgebaut. Die Geräteteile dazu wurden von der Zimmerei Marc Balmer sowie Gebhardt- und Bauer-Bedachungen gesponsert. Sabrina Blessing stellte zusätzlich Fackeln auf, sodass sich der Lichterschein idyllisch im Wasser spiegelte.

Uwe B. Mieletz aus Ludwigshafen war für die Feuershow zuständig und bekam viel Applaus. Die Show kam so gut an, „dass wir sie nächstes Jahr in großem Stil wiederholen wollen“, kündigte Blessing an. Etwa die Hälfte der Besucher verweilte dann noch um einiges länger. Bis 2.30 Uhr ging die Sperrzeitverlängerung, „bis 4 Uhr haben in kleinem Kreis ruhig weitergefeiert“, schmunzelte die Pächterin.

„Die beste Saison ever“, lachte Blessing rückblickend auf 2018. „Das wurde auch mal Zeit.“ Gleichzeitig war der Sommer aber auch „super anstrengend“. Seit fünf Jahren führt sie den Kiosk in Hammelbach, seit drei Jahren auch das Freibad in Wald-Michelbach. Drei Kinder plus „eines gerade im Bauch“ taten ihr Übriges. Nach den eher schlechten Jahren 2016 und 2017, als das Wetter nicht so mitspielte, „hoffe ich aber natürlich, dass 2019 wieder so gut wird“, meinte sie. Am 15. Mai kommenden Jahres geht es weiter.

Die Gäste auch von weiter her schätzten das Quellwasser-Bad ohne Chlor. Dafür kommen sie gerne von Fürth oder sogar von Mannheim, um beim familiären Betrieb ein paar angenehme Stunden zu verbringen. „Wir sind mit Herzblut dabei“, betonte die Kiosk-Chefin. Das wird von den Besuchern honoriert und „kommt von denen auch zurück“. Die schätzen ebenso den „Retro-Charme“ des Freibads. Als Familienbetrieb wird nicht so genau auf die Uhr geschaut. „Wir haben bei Bedarf halt auch abends mal länger auf“, sagte die Chefin.

Wenn rundherum die Wassertemperaturen bei Hitze denen einer lauwarmen Brühe ähneln, ist es in Hammelbach immer noch angenehm kühl. Was in den Vorjahren ein Manko war, als sich der Sommer nicht so hitzig wie in diesem Jahr präsentierte, sollte 2018 der große Vorteil sein. Aber selbst das Quellwasser wurde immer wärmer, „dass wir Mitte August tatsächlich 26 Grad hatten“, so Blessing.

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