Muschelkalk-Pflaster soll auf den Platz in der Abtsteinacher Dorfmitte

Bis auf ein paar kleinere Ergänzungen übernahm der Bau- und Umweltausschuss die Gestaltungsideen für die Dorfmitte, wie sie im Vorfeld aus Vorschlägen der Firma FWD und der Bürger zusammengestellt worden waren. Die Mandatsträger hatten den groben Rahmen bereits in der August-Sitzung festgezurrt im der Sitzung vorgeschalteten Bürger-Workshop nochmal die letzten Änderungsgedanken und –wünsche abgefragt.

„Das war fachlich ausgereift“, meinte Ausschuss-Vorsitzender zum Vortrag der beiden FWD-Mitarbeiter Konrad Benstz und Marc Zenz. Folgerichtig wurde auch wenig geändert. Die Beschlussempfehlung an die am 21. September tagende Gemeindevertretung erging einstimmig. Die vorgesehenen Maßnahmen belaufen sich nun auf knapp 180.000 Euro, 7000 Euro mehr als die „Standardvariante“. Die zusätzlichen Kosten ergeben sich vor allem durch die Verwendung von Muschelkalk- statt Sandsteinrot-Pflaster an bestimmten Stellen.

Wie Abraham sagte, beschloss der Ausschuss daneben, in zwei Grünflächen Richtung Balustrade und Arztpraxis zusätzliche Elektrokabel verlegen zu lassen, um dort mehr Beleuchtung anbringen zu können. Richtung Straße hin sollen sechs Poller installiert werden, die per Schlüssel arretiert werden und bei Bedarf herausnehmbar wären. Damit will man verhindern, dass jeder auf das Gelände fahren kann. Geplant sind weiterhin fünf Fahrrad-Bügelständer.

Die Muschelkalk-Pflasterung wird auf Platz- und Stellflächen auf 620 Quadratmetern verwendet. Auf weiteren 430 qm kommt das Sandsteinrot-Pflaster zum Einsatz. Dabei handelt es sich jeweils um wasserdurchlässige Steine. Die Farben passen laut Abraham „sehr gut zum Sandstein Richtung Rathaus und Kirche“, meinte er. Verschiedene andere Punkte wie Namensgebung oder Bepflanzung waren ja bereits im Vorfeld zurückgestellt worden. Auch über den Baum, der an der Tiefgaragenzufahrt gepflanzt werden soll, will man sich noch einmal unterhalten. Kastanie oder Winterlinde stehen zur Diskussion.

Einig waren sich die Mandatsträger, dass es keine feste Bepflanzung geben soll. Man wünscht sich Kübelpflanzen, damit der Platz so variabel und flexibel wie möglich ist. „Bei Festen lassen sich diese dann per Gabelstapler versetzen.“ Daneben wurde befürchtet, dass Bäume mit ihren Wurzeln die Decke zur Tiefgarage schädigen könnten. Angedacht sind außerdem kleinere Spielmöglichkeiten für Kinder.

Einen Brunnen lehnte das Gremium in der Dorfmitte ab. Vielmehr soll die sowieso nicht besonders ergiebige Quelle Richtung Spielplatz abgeleitet werden, damit dort eventuell eine Art Wasserspender mit Spielmöglichkeit für die Kinder gestaltet werden kann. „Das Wasser läuft eh nicht das ganze Jahr.“ Eine Info-Tafel oder schwarzes Brett wollten die Ausschuss-Mitglieder lieber mehr Richtung Rathaus angebracht wissen.

Im Gespräch war eine Bepflanzung mit Kräutern. Hier wollte man aber zuerst sich einmal ein Bild verschaffen, wie dies aussehen könnte. Wert gelegt wurde mit Blick auf die ältere Bevölkerung auf diverse Sitzgelegenheiten. Zurückgestellt wurde die Namensgebung für den Platz.

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