Neu aufgestelltes Team und Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Schimmeldewog

Alles neu macht das neue Schuljahr: An der Grundschule Schimmeldewog gab es einige Veränderungen. Mit einem neu aufgestellten Lehrerkollegium und dem Angebot einer Nachmittagsbetreuung blickt die kleine Grundschule jetzt optimistisch in die Zukunft. Zum Ende des vergangenen Schuljahres ging die langjährige Leiterin Sabine Herold in den Ruhestand. Das Auswahlverfahren für diese Stelle läuft. Derweil hat Simone Hentschel-Gärtner die kommissarische Schulleitung zusammen mit Matthias Dautel inne. „Es ist eine Art Neubeginn bei uns“, sagt sie.

Größte Veränderung im Schulalltag ist die Nachmittagsbetreuung, für die es in der Vergangenheit bereits mehrere Anläufe gab. Die konzertierte Aktion seit Ende des vergangenen Jahres, von Eltern des Kindergartens und der Schule zusammen mit dem Lehrerkollegium auf den Weg gebracht, führte jetzt zum Erfolg. Von 12 bis 16 Uhr gibt es montags bis freitags ein Angebot, das derzeit 18 Kinder aus den Klassen 1 bis 4 nutzen. Die Eltern können zwischen einem Besuch an drei oder fünf Wochentagen wählen.

Der Verein Kubus kümmert sich um die finanzielle Seite und die Einteilung des Personals. Das wird zum Teil über den Verein gestellt, zum Teil sind es externe Kräfte. Bei einigen Nachmittagsbetreuern ist der Kontakt zur Schule bereits gegeben, erläutert Hentschel-Gärtner. „Wir haben ein paar Leute vorgeschlagen“, sagt sie. Dazu zählen die Mutter eines ehemaligen Schülers und eine ehemalige Hospitantin. Andere Kräfte wiederum kommen über den Verein. Eine Erzieherin aus Elmshausen ist federführend tätig, die bereits dort in dieser Rolle agierte.

Zu ihnen stößt auch der ehemalige Schüler Marco Amico, der nach seinem Abitur am Überwald-Gymnasium nun an der Grundschule seine Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) macht. „Das trifft sich super, denn er kennt unsere Strukturen“, freut sich Hentschel-Gärtner. Amico wird sowohl im morgendlichen Unterricht als auch in der Nachmittagsbetreuung eingesetzt. Daneben ist es seine Aufgabe, unterstützt von den Eltern das Frühstück zu organisieren.

Das pädagogische Konzept des selbständigen, projektorientierten Lernens „wird auch in den Nachmittag übertragen“, betont die kommissarische Schulleiterin die Kontinuität. Dann sollen auch diverse Projekte angeboten werden. Das reicht vom Besuch des Hufschmieds oder einer Maskenbildnerin bis hin zur Akrobatik. Interessierte Personen, die ehrenamtlich etwas zum Angebot beisteuern wollen, können sich mit der Schule in Verbindung setzen.

Die frühere Schulleiterin Sabine Herold „hat bereits signalisiert, dass sie uns bei Projekten weiterhin unterstützen wird“, betont Hentschel-Gärtner. „Sie kann noch nicht wirklich ohne uns“, lacht sie. Derzeit ist Herold zusammen mit Dautel und den neuen Viertklässlern auf der Nordseeinsel Föhr. Die Unterrichtsfahrt mit dem Hauptthema Weltkulturerbe Wattenmeer wird später auch im Unterricht aufgearbeitet und in einer Präsentation nach außen vorgestellt.

Von den 67 Schulkindern sind 14 Erstklässler. Die durften gleich bei der Honigernte mithelfen, denn die Schule hat drei eigene Bienenvölker. Etwa 20 Prozent der Schüler kommen mit einer Gestattung aus anderen Orten, was die Attraktivität der Grundschule unterstreicht. Um alle kümmern sich vier Vollzeit-Lehrkräfte. Als Unterstützung in den beiden Flex-Klassen ist weiterhin Petra Schumann mit zwölf Stunden in der Woche an der Schule tätig. Zwei weitere Personen sind mit je 20 Stunden in der Woche für die Schulbegleitung von Kinder zuständig, die eine speziellere Betreuung brauchen.

Der Schwerpunkt in diesem Schuljahr liegt laut Hentschel-Gärtner „auf der Zusammenführung des neuen Teams“, zu dem jetzt auch Anna Bachner und Roland Gottselig gehören. Sie haben sich mit Unterstützung des Teams schon in das Konzept eingearbeitet und werden hierzu auch in den nächsten pädagogischen Konferenzen eigene Impulse mit einbringen, um gemeinsam die Schulentwicklung voranzutreiben. In dieser Konstellation „haben wir zwei männliche und zwei weibliche Lehrkräfte“. Die kommissarische Leiterin bezeichnet dies „als ganz wertvoll“, weil dadurch ein anderer, ausgleichende Blick auf die Dinge gewährleistet wird. Musical- und Theaterprojekte sollen dann ab dem Schuljahr 2019/20 wieder aufgenommen werden.

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