Kerwe Siedelsbrunn: Mit drei Schlägen war der Hahn im Fass

Stimmungsvoller Auftakt der Kerwe im Höhendorf. Die Wald-Michelbacher Feuerwehrkapelle umrahmte den Fassbieranstich zur Eröffnung. Mit drei sicheren Schlägen wurde der Zapfhahn durch den TV-02-Vorsitzenden Stefan Wenisch bei seiner Anstichpremiere „ins Fass gejagt“. Unterstützt wurde Wenisch beim Kraftakt vom Siedelsbrunner Ortsvorsteher Helmut Gremm, der den Zapfhahn an die richtige Stelle hielt. Gremm ließ auch das erste Bier raus. Kerweparre Björn Stein war ebenso dabei wie Mundschenk Jonas Röth sowie die Kerwemädchen Jaline Cee und Michele König.

Schon erklang von der Kapelle „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, direkt gefolgt vom „Kerwe-Marsch“. Gremm bedankte sich bei den Helfern und Verantwortlichen des TV, die sich jedes Jahr dafür einsetzen, „dass alles so gut klappt“. Er wünschte den Gästen tolle vier Tage. Wenisch musste seine Drohung nicht wahrmachen, dass er sich den mit der lautesten Lache merken würde, sollte der Fassanstich nicht funktionieren…

Zahlreiche Märsche, Polkas und Walzer der Feuerwehrkapelle folgten – nicht zu vergessen die moderneren Stücke. Nach zwei kurzweiligen Stunden endete der Auftritt, die sich für die gute Stimmung im Zelt und den zahlreichen Applaus beim Publikum herzlich bedankte. Der nächste Auftritt steht schon vor der Tür: Am Sonntag, 19. August, spielt sie anlässlich der Kerwe in Wald-Michelbach ab 11.30 Uhr vor dem Heimatmuseum in der Gass.

Nach der Musik war vor der Musik, nur dass die dann anders gelagert war: Abends stieg der Kerwerock mit der Band „Knetkepp“. Deren Mitglieder kommen vorwiegend aus dem benachbarten Abtsteinach. Daniel Arnold (Schlagzeug), Janina Becker (Keyboard), Patrick Gräber (Bass und Gesang), Steffi Walter (Gesang) sowie Nico Böhm und Michael Jungmann (Gitarre) unterhielten die feierwütige Meute bis 2 Uhr in der Nacht.

Schlager, Volksmusik, Rock, Pop, Alpenländisches, Neue Deutsche Welle und Blues sorgten für ausgelassene Stimmung unter den jungen Gästen und sehr guten Besuch. Aber dann war noch lange nicht Schluss, bis zur Morgendämmerung wurde mit Musik aus der Konserve noch kräftig weitergefeiert, dass der alte Schulhof erbebte.

„Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller gab die Truppe an die Gäste weiter, sah aber auch den „Long train running“ der Doobie Brothers abfahren oder es ging „Sexy“ mit Marius Müller-Westernhagen zu. „Let me entertain you“ von Robbie Williams ist bereits ein Klassiker, ebenso die „Schwarze Natascha“ oder die „Schickeria“ von der Spider Murphy Gang. Udo Jürgens wurde genauso berücksichtigt wie Tina Turner („Proud Mary“) oder BAP mit „Verdamp lang her“, aber auch Andreas Gabalier. „Bed of Roses“ von Bon Jovi durfte nicht fehlen.

Eine Gaudi ist auf der Kerwe jedes Jahr das Fußballspiel Unter- gegen Oberdorf. Es geht heiß her, denn es geht um die Ehre. Die Mannschaften holen sich jede Verstärkung, die sie bekommen können. Die Schiedsrichter haben ein strenges Auge auf die Aktionen der beiden Mannschaften – man weiß ja nie. Inklusive natürlich drakonischer Strafen bei Regelüberschreitung – es gibt vielleicht nur Wasser statt Bier. Hölle.

Das Unterdorf hatte am Ende mit 4:3 die Nase vorn, auch wenn das Oberdorf durch Maximilian Krüger in Führung ging. Marius Schmitz glich aus, ehe dann wieder die Führung durch die Oberen kam: Das 2:1 erzielte Patrick Stange. Ingo Trumpfheller glich wieder aus und ging danach gingen den Underdogs durch Nils Helfrich in Führung. Der war es auch, der nach dem erneuten Oberdorf-Ausgleich durch Patrick Stange den umjubelten Siegtreffer für dien unten liegenden Siedelsbrunner erzielte.

Lars Helfrich auf Seiten des Unterdorfs bot eine starke Leistung im Tor und hielt den Sieg für sein Team fest. Bester Mann des Oberdorfs war Robert Ullrich. In der zwei Mal 30 Minuten während Partie schauten als Männer in Schwarz die Schiedsrichter Thomas Kuhnt und Mirko Ehrhard nach dem Rechten. Da das Siedelsbrunner Bürgerhaus für eine Hochzeit vermietet war, wichen die Kicker kurzerhand ein paar Meter weiter nach Ober-Abtsteinach auf den dortigen Sportplatz aus. Der Rasen in der Fremde war aber genauso bespielbar wie auf heimischem Gelände.

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