Aktionsmeile beim Jubiläum der Hammelbacher Feuerwehr wurde gut frequentiert

„Der komplette Ort versammelte sich rund ums Feuerwehrhaus“: Kommandant Marco Stein stand die Freude ins Gesicht geschrieben, dass die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr und zum 125. Jubiläum der Einsatzabteilung so gut von der Bevölkerung angenommen wurden. Die Aktionsmeile im Weschnitzquellenweg mit ihren 30 Stationen wurde trotz der Sommerhitze sehr gut frequentiert. „Wir haben ganz viele positive Rückmeldungen auf die Angebote der Hilfsorganisationen bekommen“, vermeldete Vereinsvorsitzender Walter Bauer.

Bereits am Mittwoch startete die Aufbau für die Aktionsmeile und dauerte am Sonntag bis 6 Uhr morgens, schmunzelte Stein über die Punktlandung. Nach dem letzten Feinschliff stand auch schon das Frühstück für die Teilnehmer bereit, um das sich die Helfer aus der 22-köpfigen Einsatzabteilung samt Frauen und Freundinnen gekümmert hatten. Wie sie überhaupt zusammen mit den sieben Jugendlichen der Nachwuchswehr den ganzen Tag immer auf Achse waren, um die Wünsche der Besucher zu erfüllen.

Am Sonntag waren auch die Scharbacher Kameraden als Helfer mit im Boot. In ihren roten Event-Shirts, von denen auch der Landrat eines erhielt, waren alle auf den ersten Blick zu erkennen. Aber nicht nur die Wehrleute packten mit an. Von den Anwohnern gab es neben den Kuchenspenden auch die eine oder andere helfende Hand, wofür ihnen Kommandant Stein herzlich dankte.

Zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung waren mit ihren Fahrzeugen und Equipment vor Ort. Sie gaben einen Einblick in die aktuellen technischen Erfordernisse. Die Drehleiter aus Reichelsheim, das Schienenfahrzeug aus Beerfelden, Wald-Michelbach, Scharbach oder der Einsatzleitwagen aus Lampertheim waren auf der Aktionsmeile anzutreffen.

Schirmherr der Veranstaltung war Landrat Christian Engelhardt, der sich in seinen Begrüßungsworten an die versammelte Gästeschar wandte. Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Kreisbrandmeister Sven Falter, Bürgermeister Markus Röth, Pfarrer Stefan Ningel sowie die beiden Landtagsabgeordneten Birgit Heitland (CDU) und Karin Hartmann (SPD) betonten unter der Moderation des zweiten Vereinsvorsitzenden Christopher Schmitt die Bedeutung des Feuerwehrwesens.

Alle Redner würdigten den großen Einsatz der Brandschützer im Ehrenamt. Tag und Nacht sind die Feuerwehrleute im Dienst der Nächsten aktiv, opfern ihre Freizeit zur Sicherheit der Bürger. Bezug genommen wurde dabei auch auf den Brand im Holzwerk Monnheimer. Beim aktuellen heißen Wetter mit der hohen Waldbrandgefahr ist die Feuerwehr ebenfalls stark gefordert. Gewürdigt wurde auch die Jugendarbeit – mit dem Hinweis, dass die Jugend die Zukunft der Einsatzabteilung bedeutet. Daneben nehmen die Wehrleute im dörflichen Leben eine wichtige Position ein, weil sie ein Träger von gesellschaftlichen Veranstaltungen sind.

Jugendwart Marvin Bauer blickte in die 50-jährige Geschichte der Jugendwehr zurück, warf aber auch einen Blick in Gegenwart und Zukunft. Kommandant Marco Stein beleuchtete 125 Jahre Einsatzabteilung. Im Rahmen der Eröffnung wurde eine von Edmund Bauer behauene Sandsteintafel mit dem Feuerwehr-Emblem und der Aufschrift 125 Jahre FFW Hammelbach übergeben. Der Verein erhielt zudem die Landesehrenplakette. Dazu gab es neben weiteren Geschenken und Präsenten einen Fahnenband zum Jubiläum. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Feuerwehrkapelle Wald-Michelbach. Nachmittags legte DJ Richy aus Fürth auf.

Die ersten Teilnehmer der Aktionsmeile standen am Sonntag schon um 7.30 Uhr an Ort und Stelle und bauten auf. Ein „Eye-Catcher“ war der DRLG-Tauchcontainer mit Vorführungen sowohl von „menschlichen“ Tauchern als auch von Tauchrobotern. Die Rettungshundestaffel Bergstraße-Odenwald zeigte Vorführungen und informierte über ihre Arbeit. Die Reservisten mit ihren acht Fahrzeugen von Unimog über Kübel bis zum Motorrad waren ein Hingucker. Der DRK-Ortsverband kümmerte sich, mit dem Rettungswagen vor Ort, um die Erstversorgung.

Spiel und Spaß standen für die Kinder im Vordergrund. 15 Fragen zu den einzelnen Stationen galt es für sie zu beantworten. Die Teilnahme wurde durch Stempel bestätigt. Als Präsent gab es dann nach erfolgreicher Absolvierung einen Sportbeutel mit diversem Inhalt. Auch Sponsorenspenden füllten diesen mit auf. Sechs Spiele – Rauchzelt, Brandhaus, Wasserwand, Schlauchangeln, Klettern an der elf Meter hohen Wand und Entenangeln – sorgten für viel Abwechslung.

Am Abend wischten sich Stein und Bauer die Schweißperlen von der Stirn. „Alles hat super geklappt und die Reaktionen waren sehr positiv“, bilanzierten beide. Der verdiente Lohn für die monatelange Vorarbeit. „Ohne die vielen Helfer wäre das alles gar nicht möglich gewesen“, statteten sie allen Beteiligten der Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Dank ab.

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