Der FC Odin Schönmattenwag will in der neuen Runde aufs Treppchen

Von einer „sehr interessanten Klasse“ spricht FC Odin-Spielertrainer Jan Schörling beim Blick auf die Bergsträßer Fußball-Kreisliga B. Nachdem die übermächtige SG Unter-Abtsteinach II aufgestiegen ist und mit Fehlheim II der ebenfalls sehr starke Zweitplatzierte ebenfalls künftig eins weiter oben kickt, bleibt eine Vielzahl von ähnlich starken Mannschaften zurück, die sich spannende Duelle liefern werden. Bei elf Odenwald-Teams von 16 stehen außerdem viele Derbys an.

In der vergangenen Runde „haben wir uns fußballerisch und vom System her weiterentwickelt“, betont Schörling. „Die Mannschaft machte einen Schritt nach vorn.“ Dass es letztendlich doch „nur“ für Platz 4 reichte, macht der Spielertrainer am dünnen Kader und einem längeren Durchhänger, gepaart mit einer manchmal fehlenden Konstanz in den Begegnungen, fest. Zum Ende der Saison hin wurde es aber besser. Schörling gibt deshalb für die Saison 18/19 das Ziel aus, aufs Treppchen zu kommen und einen besseren Rang als den vierten zu erreichen.

„Ziel muss es sein, über 90 Minuten auch mit dem Kopf auf dem Platz zu sein“, hebt er hervor. Über die komplette Spielzeit „müssen wir das volle Pensum abrufen“. Und das natürlich dann auch in allen Rundenspielen – ohne Aussetzer. Auch will er das Team fußballerisch weiter voran bringen. „Das Ziel ist Konstanz in allen Spielen“, betont er. Dann kann der FC auch gleichstarken Teams Paroli bieten und in den entscheidenden Partien die Nase vorn haben.

Qualitativ und quantitativ hat der FC Odin nachgelegt, nachdem in der letzten Runde der Personalbestand bisschen knapp war. Steffen Emig als sehr erfahrener Routinier mit Verbandsliga-Background „bringt Ruhe rein“, so der Spielertrainer. Auch Yannic Riesinger spielte bereits höherklassig. Bei Lukka Kessler und Marcel Berbner sieht Schörling viel Potenzial. Von den Jungen erhofft er sich einigen Ehrgeiz, sich durch konstante Leistung einen Stammplatz zu erarbeiten.

Der Abschied von Patrick Walter, der seine Karriere beendete, „tut sehr weh“, bedauert Jan Schörling. Der langjährige Kapitän war nicht nur auf dem Platz ein Vorbild. „Auch menschlich verliert das Team eine Riesenpersönlichkeit.“ Walter war „einer der besten, mit denen ich je trainierte“, so der Coach. Der Wechsel von Marcel Selzer zum FCO „hinterlässt auf der 6 eine Riesenlücke“, sagt er. Es spricht aber für dessen Qualität, „dass er jetzt in der Bezirksliga kickt“.

Drei Vorbereitungsspiele gab es bisher gegen durchweg höherklassige Gegner. Die gingen zwar verloren, aber Schörling hat daraus einige Erkenntnisse mitgenommen. „Der Augenmerk lag auf dem Läuferischen“, erläutert er. Diesen Part setzte die Mannschaft gut um. Ein weiteres Ziel ist es, die Neuzugänge so schnell wie möglich zu integrieren, damit sie ein Gefühl für die Mitspieler entwickeln und die Absprachen funktionieren. „Ich bin guter Dinge, dass dies bis zum Saisonstart über die Bühne gegangen ist“, hofft er.

Der Trainer will außerdem intensiv am Umschaltspiel von der Offensive auf die Defensive und umgekehrt vom Angriff auf die Verteidigung arbeiten. „Da ist noch Luft nach oben“, sieht er Verbesserungsmöglichkeiten. Denn das Team ist gefordert, hier schneller zu agieren, um anderen starken Teams nicht ins offene Messer zu laufen. Schörling sieht „einen besonderen Reiz“ in den vielen Derbys. Dass mit Türkspor ein Liga-Konkurrent auf dem gleichen Platz trainiert, ist für ihn ebenfalls ein nettes Schmankerl. „Wir sind alle spielerisch eng zusammen“, betont er.

Zugänge: Yannic Riesinger, Lukka Kessler (TSV Aschbach), Steffen Emig (SV Lörzenbach),    Patrick Vierling (Spvgg Ilvesheim), Nico Helfrich, Marcel Berbner (TSV Aschbach, Winterpause),  Lars Kessler (Eintracht Wald-Michelbach, Winterpause)

Abgänge:  Marcel Selzer (FC Ober-Abtsteinach), Patrick Walter (Laufbahn beendet), Jonas Werner (SV Lindenfels, Winterpause)

Kader: Marcel Berbner, Patrick Brand, Steffen Emig, David Gerl, Nico Grab, Eugen Heiser, Waldemar Heiser, Nico Helfrich, Ramon Jöst, Lars Kessler, Lukka Kessler, Steffen Knapp, Daniel Koudele, Sascha Noe, Daniel Patzak, Yannic Riesinger, Florian Sauer, Oliver Sauer, Jan Schörling, Nick Smieja, Patrick Vierling,  Mirco Walter, Stefan Walter, Max Wilhelm, Maximilian Zink.

Trainer: Jan Schörling (dritte Saison)

Ziel: verbessern im Gegensatz zur vergangenen Saison

Favoriten: keine, da die Liga zu ausgeglichen ist

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