Hochprozentiger Gaudi-Fußball bei der Gaderner Kerwe

Gelungene Fortsetzung der Garemer Kerwe: Etliche Gäste feierten mit der Band „Ourewäller Uurumbl“ aus Ober-Schönmattenwag bis tief in die Nacht und sorgten damit nach der Eröffnung einen Tag vorher für ein weiteres Highlight der Traditionsveranstaltung. Die sechs Musiker haben bereits einen „gestandenen“ Kerwe-Hintergrund: Denn die Coverband gründete sich vor einiger Zeit für die gleiche Veranstaltung in Ober-Schönmattenwag, wo sie regelmäßig die Jagdgenossenschaftshütte rockt.

„Alt gegen Jung“ hieß es beim Kerwefußballspiel wieder wie vor zwei Jahren. Wobei die Altersgrenze mit 28 Jahren doch ganz schön niedrig angesetzt war. Vor der souveränen Leitung durch Schiedsrichter Markus Höhn gab Norbert Fischer den Startschuss. Stadionsprecher Andreas Emig kommentierte die einzelnen Aktionen wortgewandt. Er hatte viele Tore zu vermelden, mindestens aber ebenso viele gelbe Karten. Aber die hatten natürlich einen besonderen Hintergrund, da eine hochprozentige Gaudi-Strafe auf die Gelb-Sünder wartete.

Gleich in der ersten Minute fiel das 1:0 durch Jens Hilman, dann vergaben Tino Fischer und Finn Emig klare Chancen. Letzterer markierte danach doch das 1:1, ehe Hilman wieder vorlegte. Dem Ausgleich durch Alexander Hertel folgte das 3:2 durch Andreas Fels noch vor der Halbzeit. Etliche gelbe Karten später vergab Andreas Orner eine klare Chance, ehe wieder Hilman das 4:2 machte, bevor dann Thomas Jöst und Matthias von Steet (Eigentor per Kopfball) für den Ausgleich zuständig waren.

Mehrere Fehleinwürfe wurden durch Jägermeister bestraft – mit anschließender Unterweisung durch Unparteiischen. 5:4 hieß es wieder durch Jens Hilman, 6:4 durch Kapitän Tino Fischer. Eine klare Chance wurde durch Tim Walz vertan, ehe dann Tim Wiegands Hammer-Fernschuss das 6:5 und gleichzeitig das Endergebnis bedeutete. Natürlich gab es noch ein paar schnapshaltige gelbe Karten.

Fast wichtiger als das Spiel selbst waren aber die Regeln, die erst kurz vor der Partie aufgestellt wurden. Eine gelbe Karte bedeutete einen Schnaps, eine rote zwei Schnäpse. Beide Mannschaften waren mit zehn Mann angetreten, von denen sechs immer auf dem Platz waren und fleißig durchgewechselt wurde. Bei gutem Zuschauerinteresse ergab sich eine große Gaudi passend zur Fußball-WM, die an diesem Tag das Spiel um den dritten Platz bereithielt.

Am Samstagabend rockte die Kerwe-Band „Ourewäller Uurumbl“ die Hütte. In der Besetzung Christof Klos und Mara Mottl (Gitarre), Benedikt Breitwieser (Bass/Gesang), Janina Becker (Keyboards), Tobias Walter (Schlagzeug/Gesang) sowie Timo Walter und Steffi Walter (Gesang) gab’s ein buntes Potpourri an Liedern zu hören. Auf „Bitte mit Sahne“ folgte unter anderen „Don’t stop believing“ von Journey oder „I still haven’t found…“ von U2. „Sonne in der Nacht“ war ebenso auf der Setliste wie „Verdamp lang her“ von BAP.

„Musik nur wenn sie laut ist“ läutete stilgemäß ein Rock’n’Roll Medley ein. Der „Summer of 69“ von Bryan Adams darf natürlich nie fehlen. Auch „Verdammt ich lieb dich“ hat einen festen Platz im Kerwerepertoire. Die Ärzte mit „Westerland”, „Schickeria” von der Spider Murphy Gang oder „Hulapalu” von Andreas Gabalier begeisterten die Meute. „Simply the best” von Tina Turner leitete über zum gebührenden Abschluss, „Angels“ von Robbie Williams.

Christian Eck von der Freiwilligen Feuerwehr, die mit Gymnastikgruppe und Gesangverein die Kerwe veranstaltete, war von der Liedauswahl sehr angetan. „Da war für jeden etwas dabei.“ Aber nicht nur das: „Die hatten einen Top-Sound“, ergänzte er. Bis kurz vor 2 Uhr in der Nacht spielte die Band auf, ehe dann die Bar belagert wurde und sich die letzten auf den Heimweg machte, als schon der Morgen graute. Mit dem Besuch war man bei den Veranstaltern zufrieden.

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