Mit den Heimkehrern soll es beim SV Affolterbach eine sichere Sache werden

Mit zurückgekehrten „Affelbeschern“ will der SVA in der Bergsträßer Fußball-Kreisliga B wieder ein Wörtchen mitreden. Nachdem die vergangene Runde vor allem gegen Ende hin vom Kampf gegen den Abstieg dominiert war, strebt der Verein auch mit Hilfe von Rückkehrern in der kommenden Saison das gesicherte Mittelfeld an. Mit den neuen Trainern Antonio Pietroluongo und Joachim Hademer kam zudem frischer Wind ins Team.

„Zwischendurch war es schon etwas eng“, meint Spielausschussvorsitzender Helmut Sattler im Rückblick. Zum Schluss hin berappelte sich die Elf aber, fuhr wieder ein paar Siege ein und zog sich so am eigenen Schopf aus dem Abstiegsstrudel. Sattler macht für das Hin und Her auch die Abmeldung der ersten Mannschaft des TV Lampertheim verantwortlich. Dadurch spielten ein paar leistungsstarke Akteure in der Zweiten mit, wodurch diese Auftrieb bekam, Begegnungen plötzlich gewann und damit die Tabelle etwas verfälschte.

„Ich bin glücklich, dass wir die B-Klasse gehalten haben“, betont Sattler. „In dieser Saison können wir jetzt darauf aufbauen.“ Denn natürlich ist ein B-Ligist für potenzielle Neuverpflichtungen, aber auch für die bisherige Elf attraktiver als ein C-Liga-Verein. Vor diesem Hintergrund war es auch einfacher, frühere SVA-Akteure oder aus „Affelboch“ stammende zurückzugewinnen. „Sonst wäre der eine oder andere vielleicht nicht gekommen“, gibt der Spielausschussvorsitzende freimütig zu.

Ein Rückkehrer ist Marcel Eckert, der von der TSG Weinheim in den Überwald zurückkommt. Von ihm versprechen sich die SVA-Verantwortlichen einiges. Der defensive Mittelfeldmann soll von hinten raus das Spiel ankurbeln. „Wir wollten uns in der gesamten Breite verstärken“, meint Sattler mit Blick auf die anderen Neuzugänge. Denn in der vergangenen Runde zeigte sich, dass es vorn an der Chancenverwertung haperte, aber andererseits die Abwehr nicht immer solide stand. „Wir müssen in allen Bereichen stärker werden“, betont er deshalb.

Der Verein setzt deshalb auch große Hoffnungen auf das neue Trainerduo. Gerade Pietroluongo hat Erfahrungen im A-Jugendbereich und weiß deshalb, wie er die junge Truppe anzupacken hat. „Der kann mit denen umgehen“, schmunzelt Sattler. Er ist mit seinem Co Hademer bereits engagiert bei der Sache. „Die hängen sich richtig rein“, hat er beobachtet. Beide haben einen guten Zugang zu den Spielern gefunden. „Ich bin sehr positiv gestimmt“, sagt der SVA-Mann deshalb.

Denn eine Zitterpartie wie in der letzten Saison soll es nicht mehr geben. Das Team strebt einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Am Wochenende wird im Trainingslager erst einmal Kraft und Ausdauer gebolzt, ehe es dann zum Testspiel gegen den C-Ligisten Italia Bensheim geht. Mit dem SSV Schneppenhausen (bei Darmstadt) steht eine weitere Mannschaft auf der Testliste vor dem Rundenstart. „Im Training herrscht eine gute Stimmung“, gibt der SVA-Crack einen Stimmungsbericht.

Durch die Zugänge mit Stallgeruch möchte der SVA auch wieder eine größere Identifikation mit dem Dorf erreichen, hebt Sattler hervor. „Die Bindung zum Verein ist dann eine ganz andere“, sagt er. Die ist ganz anders, enger. Dahinter steckt auch die Hoffnung, dass sich die Zuschauerzahl bei den Heimspielen erhöht. Die ließ doch zwischenzeitlich etwas zu wünschen übrig. Sehr bedauert wird von ihm der Weggang von Jonas Guthy, der künftig beim TSV Gras-Ellenbach kickt. „Das tut schon weh und ist für uns schade“, so Sattler. Guthy war in der vergangenen Runde für einige Treffer gut. Mit Heckmann wird darüber hinaus ein „alter Fuchs“ fehlen.

Die jüngeren Spieler „müssen natürlich noch etwas an sich arbeiten und Routine bekommen“, weiß der SVA-Verantwortliche. Der Wechsel von den Jugend- in den Seniorenbereich bedeutet eine ziemliche Umstellung. Für Sattler ist aber klar: „Das schaffen die Jungs.“ Nicht zuletzt weil sie mit dem Coach einen erfahrenen Hasen an ihrer Seite haben, der der Tricks und Kniffe bestens kennt. Da zum Kader einige Schicht- und Montagearbeiter zählen, findet das Training bewusst neben dienstags auch freitags statt.

Zugänge: German Weigel (SV Fürth, Winterpause), Marcel Eckert (TSG 09 Weinheim), Jasmin Mesic (Türk Beerfelden), Majid Ismaeli (Eintracht Wald-Michelbach), Benedict Steffan (JFV Wald-Michelbach), Eric Bauer (SV Scharbach), Paul Ertel (fängt wieder an), Antonio Pietroluongo (KSV Reichelsheim), Joachim Hademer (KSV Reichelsheim)

Abgänge: Jonas Guthy (TSV Gras-Ellenbach), Pascal Seeberger, Patrick Dörsam, Piotr Eichler, Christof Heckmann (alle eigene Soma)

Kader: Leon Krause, Martin Mottl, Mirko Reim, Frank Sattler, Aldin Sejaric, Jacob Steffan, Benedict Steffan, Patrick Stulz, Marcel Eckert, Jasmin Mesic, Patryk Banaszkiewicz, Majid Ismaeli, Hendrik Scholl, Kevin Seitz, Darek Slusarz, Paul Ertel, Eric Bauer, Joachim Hademer, Antonio Pietroluongo, Anes Drobic, Thilo Kessler, Max Fischer, Nils Heldmann, Sven Hufler

Trainer: Antonio Pietroluongo für Pawel Karas (1. Saison)

Co-Trainer: Joachim Hademer für Sven Hufler (1. Saison)

Ziel: gesichertes Mittelfeld

Favoriten: keine

Das Bild entstand bei der Partie FC Schönmattenwag – SV Affolterbach

Advertisements