Damit die Schüler geistig und körperlich fit bleiben: Gesundheitstage am Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach mit verschiedenen Angeboten

Nicht nur um den Körper, sondern auch um Seele und Geist ging es bei den Gesundheitstagen am Überwald-Gymnasium, die Alexandra Pichlmaier wieder organisiert hatte. Kernbereiche waren Ernährung, Zahngesundheit und Stressbewältigung, die in verschiedenen Workshops thematisiert wurden. Laut der Lehrerin ist wichtig, nicht nur auf das Heute zu sehen, sondern auch in die Zukunft zu blicken.

Fast 100 Schüler nahmen an den diversen Angeboten in den Kleingruppen teil. Im Vorfeld hatte man überlegt, welche Themen im Kollegenkreis abgedeckt werden könnten und für welche man sich Experten von außerhalb holt. Zahnärztin Nicole Scholl, die selbst zwei Töchter am ÜWG hat, stellte ihre Veranstaltung unter den Slogan „Softdrinks, Gummibärchen & Co.“ Sie machte die Schüler mit den Möglichkeiten zum Erhalt der Mundhygiene vertraut und räumte auch mit so manchen Vorurteilen auf.

„Super interessiert“ waren die Kids ihrer Beobachtung zufolge. Scholl zeigte vier Versuche: Speichel anregen, Säure- und Süß-sauer-Test sowie Zähneputzen. „Zucker sättigt nicht und löscht nicht den Durst“, betonte sie. Es seien nur unnötige Kohlenhydrate. Die Zahnärztin ließ die Jugendlichen erst Cola probieren, gab ihnen dann Wasser zum Neutralisieren und mischte wieder Cola dazu. Damit zeigte sie, wie gering die Zuckertoleranz ist, sodass die Süße kaum noch wahrgenommen wird.

„Singen und Chillen“ lautete das Thema bei Musiklehrer Stefan Römer. Hier ging es um verschiedene Entspannungsübungen in Zweierteams. Ein Schüler legte sich auf eine Matte, der andere führte die Bewegungen durch, sodass sich der erstere einfach fallen lassen konnte. Den Schülern „soll Körperbewusstsein vermittelt werden“, erläuterte er. Die Partnerarbeit bedeutete eine Herausforderung, „sich führen zu lassen, Gewicht abzugeben“.

Sehr gut angenommen wurde die Wrap-Station von Heike Biesler. Bei der Diplom-Oecothropologin aus Gadern drehte sich alles ums gesunde Essen. Jedoch nicht mit dem Zeigefinger, sondern weil es schmeckt. „Dann isst man es auch gern“, betonte sie. Für eigene Warps wurde Parmesan gehobelt, Joghurt mit frischen Kräutern vermischt oder Putenbruststreifen zubereitet. „Jeder konnte für sich einen individuellen Wrap bauen“, sagte sie. Die Eigenkreationen bekamen durchweg „eine sehr gute Note“. Denn die Eigenherstellung wertet auf, wusste die Fachfrau. Die Schüler „sollen nichts vorgesetzt bekommen“, so ihre Vorstellung, „sondern es mit allen Sinnen begreifen“.

Luitgard Dannhardt vom Odenwald-Institut wollte mit den Teilnehmern Zugang finden zur Kraftinsel. In ihrem Workshop wurde ausprobiert, „was die Macht der Gedanken bewirkt“. Einmal die Vorstellung, fest verwurzelt zu sein, das andere Mal leicht wie eine Wolke zu schweben, kann Erstaunliches bewirken, wenn man den anderen hochheben will, sagte sie. Dabei kristallisiert sich laut der Referenten auch heraus, wer eher positiv denkt (das Glas ist halb voll) oder mehr die Probleme sieht.

„Es ist erstaunlich, wie sich die Gruppe entspannen konnte“, stellte sie fest. Alle lagen ganz ruhig und entspannt da, ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Über das Malen wurden besonders schöne Dinge auf der Kraftinsel herausgefunden: ruhig, leuchtend, warm, oder hell, ruhig, Vogelgezwitscher, Die Schüler trauten sich ihrer Beobachtung nach auszuprobieren was sich ändert, wenn sich die Gedanken verändern.

Beim „Energy Dance“ wurden die Jugendlichen von Deutschlehrerin Annemarie Rösner sowie Powi- und Sportpädagoge Sören Lüdemann zum Tanzen animiert. Das Ziel dabei ist die Vermittlung, wie man sich fit hält. Mit Reli- und Ethiklehrerin Sabine Michas und ihrem Hund Rembrandt sowie Anke Fibian mit Danny und Paula wagten die Schüler einen Ausflug in die Tierwelt.

Rembrandt hat eine Vorausbildung zum Schulhund. Bei dem Tier ging es darum, dass die Schüler seine Bedürfnisse erkennen sollten. „Wie wirkt er, was braucht er?“ Auch wann dem Golden Retriever etwas Freude macht oder er keine Lust hat. Über die Bedürfnisse des Hundes sollte man auch seine eigenen kennenlernen. „Das Tier gibt auch was zurück“, so Michas. Ihre Quintessenz: Die Arbeit mit Tieren bedeutet Erfüllung und Beschäftigung mit sich selbst, führt an die eigenen Ressourcen.

Ein positives Fazit zog auch Alexandra Pichlmaier. Bis auf wenige Ausreißer waren die Siebtklässler voll bei der Sache. Auch in der großen Gruppe öffneten sich die Schüler und sprachen über persönliche Dinge. „Keiner sperrte sich“, stellte sie fest. Weshalb sowohl die Referenten als auch die Jugendlichen vom Ablauf begeistert waren. Michas lobte die gute Atmosphäre von Anfang an. Wie die anderen Referenten auch stellte sie die sehr gute Organisation heraus.

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