Ausrichtende Feuerwehr ist mit der Ober-Schönmattenwager Kerwe „extrem zufrieden“

Besser hätte die Kerwe für die Freiwillige Feuerwehr als Veranstalter kaum laufen können. „Ich bin extrem zufrieden mit den vier Tagen“, meinte Vereinsvorsitzender Jürgen Walter in der Rückschau. „Es lief alles super.“ Mit dem Bunten Abend am Sonntag fanden die viele Programmpunkte ihren Abschluss, ehe dann am Montag der gemütliche Kehraus einsetzte, der aber trotzdem noch einmal bis in die Abendstunden dauerte. Denn auch der Ausklang war gut besucht.

Unter dem Motto „Schimmeldewog 2.0“ hatten die verschiedenen Ortsgruppen einen Bunten Abend gestaltet, der die Gäste in der Jagdgenossenschaftshütte aufs Beste unterhielt. Bis spät in die Nacht saß man gemütlich zusammen. Highlight waren die drei Tenöre vom Männerballett, die mit schwarzen Perücken und Schnurrbart verkleidet ihre Arien ins Publikum schmetterten, aber durch eine Art Fußfessel etwas in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren. Holger Wetter, Dieter Walter und Harald Falter hatten die Lacher mehr als einmal auf ihrer Seite.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten wurde von Lea und Jürgen Walter in Form von Sketchen ein Bogen vom Mittelalter bis ins Jahr 2030 gespannt. Jürgen Walter mimte dabei den Begriffsstutzigen, der alles wörtlich nimm -, so eindrücklich, dass die Gäste ihre helle Freude dabei hatten. Zuerst ging es um Johannes Gutenberg und das Buch, mit dem Lea ihre Schwierigkeiten beim Öffnen hatte. „Heute liest man E-Paper“, versuchte sie erklären.

Die Registrierung nahm Jürgen natürlich wörtlich und meinte, er wäre schon auf der Gemeinde registriert. Auch das Passwort („wozu brauche ich ein Wort für den Pass“) oder das Codewort („so etwas Ekliges brauche ich nicht“) wurden von ihm buchstabengetreu umgesetzt. Tanz, Gesang und Sketche unterhielten die Gäste im Folgenden prächtig.

Einige Lieder von Alleinunterhalter Florian Koch zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgten für kräftig Stimmung und animierten zum Mitschunkeln oder sogar Tanzen auf der Bühne. Die Jüngsten erhielten zum Auftakt gleich Zugaberufe. Die Kerwekids in WM-Kleidung bekamen bei ihrem anschließenden Tanz bestimmt mehr Beifall als die deutsche Mannschaft beim müden Kick gegen Mexiko.

„So soll es sein“ und „Drei Dinge fein“ hieß es vom 35-köpfigen Chor der Harmonie. Die Jugendfeuerwehr hatte es sich in Liegestühlen bequem gemacht und bot einen lustigen Tanz mit Fußpuppen. Ganz im Westernstyle war die Gruppe Ratz-Fatz auf der Bühne unterwegs. Jürgen und die Technik: Sein Versuch, sich einen Laptop zu kaufen, ließ die Angestellte des Computershops verzweifeln. „Hat der Internet“, meinte der Feuerwehr-Vorsitzende unter anderem. Das Ende vom Lied: Er bekam den Laptop geschenkt, damit er bloß schnell geht.

Ähnlich die Erlebnisse mit der Störungshotline in Wald-Michelbach. Da wurde dann in natura ein Fenster geschlossen oder Jürgen Walter ging nach entsprechender Aufforderung „raus“ – statt aus dem Programm aus dem Saal. Nur blöd, dass man dann die Stimme aus dem Computer nicht mehr hörte. Die futuristisch gekleidete Kerwejugend und die Kerweweiber als alte Frauen mit Rollatoren bildeten weitere Programmpunkte, ehe Stephanie und Renate Walter mit einem Sketch unterhielten.

„Ein sehr guter Sonntag“, meinte der Vereinsvorsitzende im Rückblick. Erst war die Hütte bei der Kerwepredigt brechend voll, dann bleiben auch viele zum gemeinsamen Fußballschauen bei der Feuerwehr und litten mit der deutschen Mannschaft. Bis auf die Niederlage gab es strahlende Gesichter bei den Verantwortlichen. „Die Kerwe hervorragend gelaufen“, meinte Walter im Rückblick. Freitag- und Samstagabend gab es eine Riesenstimmung. Am Samstag, der bisschen zögerlich begann, füllte sich die Halle später immer mehr und alle feierten bei der Musik von DJ MaStr aus Aschbach friedlich zusammen. Nach dem Kerweumzug war das Zelt bei der Kerwepredigt voll bis obenhin. Der nahtlose Übergang zum bunten Abend wurde besonders gelobt.

Foto: Fritz Kopetzky/OZ

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